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30. November 2019

Die Füllen der Besinnungen

Die im Beitrag Der Zeitbegriff der drei Seelenteile vorgestellten Zeitformen bilden die Füllen der Besinnungen:
  • die Verfolgung schöpft aus der linearen Zeit,
  • die Einlösung schöpft aus der netzförmigen Zeit und
  • die Auslösung schöpft aus der punktförmigen Zeit.
Im Falle der Einlösung ist das nicht weiter bemerkenswert, unsere Auffassung besteht aus unseren Begriffen, von welchen die Einlösung ausgeht, doch in den anderen beiden Fällen bildet die Empfindung der Zeit als Durchleben oder Formbarkeit einen Bereich unserer Anschauung, welcher durch den Begriff Anschauung nicht notwendigerweise mitgedacht wird, und indem wir Teile unseres Durchlebens vergessen, entgeht uns ein Teil unserer Verbundenheit, und indem wir Teile unserer Formbarkeit vergessen, entgeht uns ein Teil unseres Friedens. Entsprechend entgingen uns Teile unserer Rechtschaffenheit, wenn wir Teile unserer Auffassung vergäßen, doch pflegen wir das nicht zu tun, beziehungsweise, wenn wir es tun, reden wir von geistigem Verfall.

Die Ehrbarkeiten sind Beurteilungen des jeweiligen Zeitlichen,
  • Verbundenheit beurteilt den Gehalt der linearen Zeit,
  • Rechtschaffenheit beurteilt den Gehalt der netzförmigen Zeit und
  • Frieden beurteilt den Gehalt der punktförmigen Zeit,
und damit sind sie selbst Teile der netzförmigen Zeit.

Die Gefordertheiten sind Erlebnisse des jeweiligen Zeitlichen,
  • Dringlichkeit erlebt den Gehalt der linearen Zeit,
  • Bedeutsamkeit erlebt den Gehalt der netzförmigen Zeit und
  • Sinnhaftigkeit erlebt den Gehalt der punktförmigen Zeit,
und damit sind sie selbst Teile der linearen Zeit.

Und die Gefaßtheiten sind Anstrengungen für das jeweilige Zeitliche,
  • Wagemut strengt sich für den Gehalt der linearen Zeit an,
  • Berufenheit strengt sich für den Gehalt der netzförmigen Zeit an und
  • Eingeholtheit bezeichnet den Ausgang der Anstrengung für den Gehalt der punktförmigen Zeit,
und damit sind sie selbst Teile der punktförmigen Zeit.

Zweifellos inspiriert uns die netzförmige Zeit, und zwar zunächst durch die Besinnung auf die Glückseligkeit der Übersicht, als welche den persönlichen Glaubenszykel zurücksetzt, und anschließend durch die Gnade um der Bedeutsamkeit der genaueren Erkenntnis des Heils Willen, und ebenso handelt es sich bei den Gebeten, welchen die Gefordertheiten zu Grunde liegen um sehr wichtige, nämlich die ideellen transzendenten Akte oder Anrufungen Gottes, doch entspringen auch der Besinnung auf die Ehrbarkeiten Gebete, die materiellen transzendenten Akte oder Anleitungen der Welt, welche damit also aus der netzförmigen Zeit hervorgehen, und ebenso der Besinnung auf die Gefaßtheiten, nämlich die funktionalen transzendenten Akte oder Hervorrufungen transzendenten Bewußtseins, welche aus der punktförmigen Zeit hervorgeh'n.

Daß die materiellen transzendenten Akte der netzförmigen Zeit entwachsen, bereitet uns im Falle der Spiegelung oftmals Unannehmlichkeiten im Zusammenhang mit der Labilität unserer Stimmung, ist aber im Falle der registrativen Überschneidung und der Stabilisierung sehr von Vorteil, weil uns ein gebietender materieller transzendenter Akt wieder in die volle Anschauung der linearen Zeit zurückführen kann und ein abschirmender in die volle Anschauung der punktförmigen.

Insbesondere bringt mich das Einstellen der Atmung zum Vertrauen auf Gottes Einwirkung auf die Welt zurück, wann immer ich diesen Teil der linearen Zeit vergessen habe. Freilich gäbe es auch andere Wege, mir ihre Anschauung zurückzubringen, die Erinnerung an ein besonders volles Erfahren der linearen Zeit, beispielsweise, aber es ist gut, die Erfahrung durch einen transzendenten Akt auffrischen zu können, und es ist doppelt gut, daß dieser kein umständlicheres Ritual verlangt, als mit dem Atmen aufzuhören.

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Die Besinnungsabhängigkeit voranschreitender und zurücksetzender transzendenter Akte

Bei meiner Darstellung der Besinnungsabhängigkeiten der materiellen, funktionalen und ideellen transzendenten Akte habe ich darauf verzichtet zu erwähnen, bei welchen Akten es sich um voranschreitende oder zurücksetzende transzendente Akte handelt. Das möchte ich nun nachholen.

Dem Voranschreiten oder Zurücksetzen des materiellen, funktionalen oder ideellen (Glaubens-) Zykels dienen ausschließlich die einlösungsbezüglichen transzendenten Akte.

Ich möchte mich im folgenden der Sinnbilder der Zurücksetzung und des Voranschreitens bedienen.

Wir öffnen uns der Gnade, stellen uns dem Heilsprinzip anheim.

Wir bitten für die begriffene Gnade, bemühen ihretwegen das Heilsprinzip.

Wir lassen Andere merken, daß wir einen neuen Anfang suchen.

Wir lassen Andere merken, was uns zur weiteren Verfeinerung fehlt.

Wir spiegeln unser eigenes Bedürfnis nach leitenden Gesetzen.

Wir spiegeln das uns leitende Gesetz.

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29. November 2019

Das Glück der Besinnung

Das Glück ist das Gefühl, welches das Gelingen beurteilt, und auch Besinnung will gelungen sein. Die drei Arten der Besinnung sind:
  • die Verfolgung eines Eindrucks (Gegenstand -> Begriff),
  • die Einlösung eines Begriffs (Begriff -> Gegenstand) und
  • die Auslösung eines Eindrucks (Gegenstand -> Gegenstand).
Das Glück der Verfolgung besteht darin, eine Übersicht zu gewinnen. Wir erleben es metaphorisch im Traum, wenn es uns gelingt, uns darauf zu besinnen zu fliegen. Die Angst dabei, die Beherrschung zu verlieren und abzustürzen, entspricht der Angst, die Übersicht zu verlieren. Es ist dieses Glück, welches Platon im Phaidros meint, das Aufschwingen zu den Ideen, dem rechten Begriff, welcher Übersicht verleiht.

Das Glück der Einlösung besteht in der eigenen Virtuosität. Es ist im Vergleich zu den anderen beiden Glücken schwächer ausgesprägt, weshalb es ratsam ist, sich seine Verfolgung (im Sinne des Aktionsmusters) aufzuerlegen, in der Mathematik etwa dadurch, sich begrifflich bekannte Lösungen so anschaulich wie möglich vorzustellen.

Das Glück der Auslösung besteht im eigenen Beitrag zur Welt, also daß dieselbe dem Gesetz folge, welches im eigenen Willen liegt, metaphorisch etwa in den Wipfeln von Kiefern und Fichten gefaßt, deren Ehrenplatz sich aus dem beharrlichen Wachstum der Pflanze ergibt.

Aus der Übersicht entspringt unser Verständnis, aus der Virtuosität unsere Haltung und aus dem Beitrag unser Glaube.

Post Scriptum vom selben Tag. Die Glückseligkeit der Übersicht suggeriert durch die Vortrefflichkeit des Begriffs das Heilsprinzip, die Glückseligkeit der Virtuosität durch die Vortrefflichkeit der Anschauung das Beteiligungsprinzip und die Glückseligkeit des Beitrags durch die Vortrefflichkeit des Vermachten das Wirkungsprinzip.

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28. November 2019

True and pseudo renewal of the temple

When John made straight the way of the Lord, he moved people to help each other in each other's affairs, so that they would be free to appreciate the grace and the truth, which came by Jesus.

Thus, through grace, the truth of the temple was renewed. And, by now, this renewal has become Dionysian: the truth is being abandoned in a calculated effort to renew it. Our grace is the grass that is mowed to make it grow more profusely.

Thus, too, the second coming is spited, since he, who mows the grass, is master of the renewal.

But as mean as this effort may be, it matters not, since the next renewal of the temple is of another kind.

The truth exists in sufficient degree, it is that we lack in affairs, and for Christ to lead us on the way of the Lord, people must assume the responsibilities from which arise the holy affairs. Thus, we must be moved to readily accept responsibility for what we hold dear.

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27. November 2019

Klare Definitionen

In der Rückschau auf die vorigen Beiträge erscheint mir Vieles klarer.

Weg:
  • Anschauung, vorgestellt bei der Suche, wahrgenommen bei der Anwendung,
Gesetz:
  • Begriff,
Suchreihenfolge:
  • Verfolgung sucht Begriff,
  • Einlösung sucht vorgestellte Anschauung,
  • Auslösung sucht wahrgenommene Anschauung,
Anwendungsreihenfolge:
  • Verfolgung wendet wahrgenommene Anschauung an,
  • Einlösung wendet Begriff an,
  • Auslösung wendet vorgestellte Anschauung an,
Beklommenheit:
  • Problem besteht bei der Begriffsanwendung,
  • Problem wird behoben durch eine Begriffssuche, Ziel Berufenheit:
    • immanente Behebung durch Erfassung von Verhältnissen,
    • materielle transzendente Behebung durch Spiegelung in Folge der Besinnung auf Rechtschaffenheit,
  • Problem wird behoben durch eine Begriffssuche, Ziel Berufenheit:
    • ideelle transzendente Behebung durch Gebet für die Gnade,
Die Besinnung auf die eigene Rechtschaffenheit ist eine Einlösung, welche eine Anschauung von Aufgaben (selber Begriffe) liefert, welche sich auslösen läßt.

Besessenheit:
  • Problem besteht bei der Anwendung der wahrgenommenen Anschauung,
  • Problem wird behoben durch die Suche einer vorgestellten Anschauung, Ziel Wagemut:
    • immanente Behebung durch Selbstvertrauen,
    • materielle transzendente Behebung durch registrative Überschneidung in Folge der Besinnung auf Verbundenheit, mit anderen Worten den momentanen partiellen Übertritt der Schöpfung zum eigenen Glauben,
  • Problem wird behoben durch die Suche einer wahrgenommenen Anschauung, Ziel Eingeholtheit:
    • ideelle transzendente Behebung durch Gebet für die Bahn,
Die Besinnung auf die eigene Verbundenheit ist eine Einlösung, welche die Anschauung von registrierten Umständen (selber Begriffe) liefert, welche sich auslösen läßt.

Betretenheit:
  • Problem besteht bei der Anwendung der vorgestellten Anschauung,
  • Problem wird behoben durch die Suche einer wahrgenommenen Anschauung, Ziel Eingeholtheit:
    • immanente Behebung durch Vornehmen einer Haltung,
    • materielle transzendente Behebung durch Stabilisierung in Folge der Besinnung auf Frieden,
  • Problem wird behoben durch die Suche einer vorgestellten Anschauung, Ziel Wagemut:
    • ideelle transzendente Behebung durch Gebet für den Glauben,
Die Besinnung auf den Frieden ist eine Einlösung, welche eine Anschauung von Auswirkungen (selber Begriffe) liefert, welche sich auslösen läßt.

kulturelle Beklommenheit:
  • indogermanischer kultureller Ansatz,
  • das gesellschaftlich Erlaubte erschwert die Begriffsanwendung,
  • Ablehnung durch Gesetzesbruch,
  • immanente Akzeptanz durch Erfassung der gesellschaftlichen Regeln,
  • (materielle) transzendente Akzeptanz durch Besinnung auf Rechtschaffenheit,
kulturelle Besessenheit:
  • tibeto-japanischer kultureller Ansatz,
  • gesellschaftliche Überwältigung erschwert die Anwendung der wahrgenommenen Anschauung,
  • Ablehnung durch Rache,
  • immanente Akzeptanz durch Beschwichtigung der Gewaltigen,
  • (materielle) transzendente Akzeptanz durch Übertragung der eigenen Verbundenheit*,
* auf diese Weise wird das Kollektiv zur Berücksichtigung der eigenen Interessen bewegt. Ein Spezialfall aus der Anfangsphase des Christentums besteht darin, das Kollektiv zur Aufgabe der Überwältigung als kulturelles Mittel zu bewegen, also dazu, die Würde von Sklaven zu achten. Akzeptanz bedeutet in dem Falle freilich nur, die Gewaltigen friedlich zur Aufgabe der Überwältigung zu bewegen. Allerdings ist dies nur dann die christliche Position, wenn die Gewaltigen in eine solche Kultur hineingeboren wurden. Wenn sie sich hingegen bewußt gegen das Christentum entscheiden und zu einer solchen Kultur übergehen, so haben sie dem Heiligen Geist abgeschworen, sofern die Bevölkerungszusammensetzung keine tibeto-japanische ist, und stehen außerhalb des Friedens.

kulturelle Betretenheit:
  • semitischer kultureller Ansatz,
  • gesellschaftliches Vertrauen erschwert die Anwendung der vorgestellten Anschauung,
  • Ablehnung durch Verrat,
  • immanente Akzeptanz dadurch, sich vorzunehmen, seine Mitmenschen zu berücksichtigen,
  • (materielle) transzendente Akzeptanz durch Besinnung auf den Frieden,
das Schöne, Gegenstand der Muße:
  • wessen Anwendung dem Problem zum Trotz gelingt,
das Wesentliche, Gegenstand der Bestrebung:
  • wozu sich des Problematischen gelungene Anwendung verwerten läßt,
das Mächtige, Gegenstand der Verantwortlichkeit:
  • wessen gelungene Anwendung des Problematischen gelungene Anwendung erst ermöglicht,
beispielsweise sind Schüler im modernen deutschen Schulsystem beklommen, ihnen bereitet die Lösung der gestellten Aufgaben Probleme, und der Lehrer ist für sie verantwortlich, weil seine Verfolgung des vorliegenden Sachverhalts die Begriffe liefert, welche die Schüler einlösen müssen.

Gestimmte:
  • Hang zur Begriffsanwendung und -suche,
Fordernde:
  • Hang zur Anwendung wahrgenommener Anschauung und zur Suche vorgestellter Anschauung,
Erregte:
  • Hang zur Anwendung vorgestellter Anschauung und zur Suche wahrgenommener Anschauung,
aus diesen Definitionen ergibt sich, daß
  • besessene Gestimmte einen Hang zum Wesentlichen haben, ebenso wie
  • betretene Fordernde und
  • beklommene Erregte
und deshalb neigen
  • Gestimmte zur Ablehnung der tibeto-japanischen Kultur,
  • Fordernde zur Ablehnung der semitischen und
  • Erregte zur Ablehung der indogermanischen,
denn das Schöne ist ihnen dann nur Mittel zum Zweck.

Andere Dinge ergeben sich nicht direkt aus diesen Definitionen, sondern erst aus der Betrachtung der Lebenssituation, insbesondere daß
  • Gestimmten erst der Glaube genügt, weil er das Verständnis krönt,
  • Fordernden die Haltung oder das Verständnis, weil sie die Absicht krönen und
  • Erregten schon die Absicht, weil sie die Auswirkung krönt.
Dennoch ist durch diese Erklärungen viel gewonnen. Zu den Zeitaltern möchte ich hier nicht mehr sagen, es brächte keinen Gewinn, einzig, daß sie nicht öffentliche Bestürztheiten genannt werden sollten, sondern geschichtliche Bestürztheiten, und daß die Zurechnung der materiellen transzendenten Akte zu den Bestürztheiten hier kein Fehler ist und auch nicht im Widerspruch zu meinen Äußerungen zu den Zeitaltern steht, sondern daß die Komplexität der Zeitalter vielmehr beinhaltet, daß es zu Nebenbestürztheiten kommt, insbesondere der dem Mächtigen gemeinschaftlich Dienenden, welche also zu den materiellen transzendenten Akten ihrer Nebenbestürztheit greifen, um der himmlischen Ehrbarkeit im Heiligen Geiste zu genügen, wovon ich weiter oben auch ein Beispiel angegeben habe.

Post Scriptum vom folgenden Tag. Statt von registrierten Umständen kann man beziehungsweise auch von Angelegenheiten sprechen, welche der wahrgenommenen Anschauung innewohnen.

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26. November 2019

Die transzendenten Selbstbezüge der Suche

Die im Beitrag Ideelle Eindrücke als Besinnungsverständnis beobachtete Permutation der chronologischen Reihenfolge von Weg, Gesetz und Schicksal der Ehrbarkeiten, Gefordertheiten und Gefaßtheiten, also von
  • Weg: Verbundenheit, Gesetz: Rechtschaffenheit, Schicksal: Frieden,
  • Weg: Dringlichkeit, Gesetz: Bedeutsamkeit, Schicksal: Sinnhaftigkeit,
  • Gesetz: Berufenheit, Weg: Wagemut, Schicksal: Eingeholtheit,
beruht darauf, daß sich Ehrbarkeiten und Gefordertheiten auf die Anwendung der Suche beziehen, Gefaßtheiten aber auf den Vollzug der Suche.

Anwendung der Suche. Bei der Anwendung der Suche erscheint die Suche als Streben aus der Bewertung des Loses zum versetzten Erfolg. In dieser Sicht ist das Los der Weg, das Streben das Gesetz und der Erfolg das Schicksal, mit anderen Worten wird die Suche als Transformation der eigenen Lage verstanden, ohne zu fragen, wie sich diese Transformation vollzieht. Ehrbarkeiten, nun, bezeichnen das Gesuchte im Los, im Streben oder im Erfolg, beziehungsweise in der Verfolgung, in der Einlösung oder in der Auslösung, konkret,
  • wem wir verbunden sind: was wir einbeziehen müssen,
  • was rechtschaffen ist: worin die Aufgabe der Suche besteht und
  • was zufriedenstellend ist: was zu verwirklichen ist,
und Gefordertheiten die Wichtigkeit der Auffindung des Gesuchten, also daß
  • Verbundenheit dringlich,
  • Rechtschaffenheit bedeutsam und
  • Friede sinnhaft ist,
wobei das Gesuchte hier synonym für das Ziel einer Besinnung steht.

Vollzug der Suche. Der Vollzug der Suche gliedert sich wie folgt:
  • Aufgabe,
  • Lösung (Einlösung, Absicht, Entwurf)
  • Erlösung (Auslösung, Verwirklichung),
und hierbei ist es nun so, daß die Aufgabe das Gesetz, die Lösung der Weg und die Erlösung das Schicksal ist. Die mannigfachen Bezeichnungen hierbei sind kein Spleen, sondern eine praktische Notwendigkeit, um sich nicht zu verwirren. Allerdings vollzieht sich die Suche nicht zwangsläufig in zwei Schritten (Lösung und Erlösung). Den wahren Gang der Dinge habe ich im Beitrag Von den vollständigen Wahrnehmungen beschrieben. Hier möchte ich es so zusammenfassen:
  1. wir finden uns an eine Aufgabe gebunden,
  2. wenn wir es nicht schaffen, sie zu lösen, versuchen wir es mit einem Ansatz (einer Probeaufgabe), zurück zu 1.
  3. wir finden eine (möglicherweise erweiterte) Lösung einer Aufgabe (und möglicherweise eine Teillösung der ursprünglichen Aufgabe) vor,
  4. wenn die Aufgabe von dieser Lösung keine Verwirklichung verlangt, vorwärts zu 6, andernfalls erlösen wir uns lösungsgemäß von der Aufgabe (Probleme hierbei sind praktischer Art und sollen an dieser Stelle übergangen werden),
  5. wir finden eine (möglicherweise erweiterte) Erlösung von einer Aufgabe (und möglicherweise eine Teilerlösung von der ursprünglichen Aufgabe) vor,
  6. wenn sie uns nicht dazu in die Lage versetzt, die jüngste ausstehende Aufgabe zu lösen, zurück zu 1, andernfalls zu 3, es sei denn, es stehen keine Aufgaben mehr aus
  7. wir finden eine (möglicherweise erweiterte) Lösung der ursprünglichen Aufgabe vor,
  8. wenn sie von ihrer Lösung keine Verwirklichung verlangt, sind wir nicht mehr gebunden, andernfalls erlösen wir uns lösungsgemäß von ihr, um es nicht mehr zu sein.
Die Gefaßtheiten, nun, bezeichnen die Stationen des Vollzugs:
  • Berufenheit durch eine Aufgabe,
  • Wagemut zur Verwirklichung einer Lösung,
  • Eingeholtheit durch eine Erlösung,
und wie wir an der voranstehenden Liste erkennen können, kann sich Berufenheit wiederholen und Wagemut direkt zur Berufenheit zurückkehren, ohne daß es je zur Eingeholtheit käme (insbesondere in der Mathematik). 

Mechanismus der chronologischen Permutation. Die chronologische Permutation von Weg, Gesetz und Schicksal kommt nun dadurch zu Stande, daß wir uns aus dem Vollzug der Suche auf ihre Anwendung beziehen oder umgekehrt aus ihrer Anwendung auf ihren Vollzug, wobei Weg auf Weg, Gesetz auf Gesetz und Schicksal auf Schicksal bezogen wird.

Aber betrachten wir dies besser am Beispiel der funktionalen und materiellen transzendenten Akte, bei welchen uns diese Bezüge begegnet sind.

Der Vollzug der Suche erlaubt durch (eigentliche) Erwartung Telepathie, nämlich das Erfassen
  • der Dringlichkeit des Loses der erwarteten Verwirklichung einer Absicht, also des zu Verfolgenden,
  • der Bedeutsamkeit des Strebens, eine Aufgabe zu lösen, deren Lösung erwartet wird, also des Einzulösenden, und
  • der Sinnhaftigkeit des Erfolgs, die Verwirklichung einer Absicht auszulösen, deren Verfolgung erwartet wird, also des Auszulösenden,
und die funktionalen transzendenten Akte rufen diese Telepathie durch die Besinnung auf die zur Erwartung gehörige Gefaßtheit hervor, also auf
  • den Wagemut zur Verwirklichung,
  • die Berufenheit zur Lösung und
  • die Eingeholtheit, an welche sich die Verfolgung anschließt.
Die Anwendung der Suche führt durch Erfahrung zur Weltbildung, nämlich
  • das Verfolgen der Verwirklichung eines Entwurfs zu den registrierten Umständen eines Loses,
  • das Lösen einer Aufgabe zu den geistigen Eigenschaften eines Strebens und
  • das Auslösen der Erlösung von einer Aufgabe zu den zeitlichen Auswirkungen eines Erfolgs,
und materielle transzendente Akte beruhen nun darauf, daß sich die Weltkonstituenten verbreiten lassen, und zwar
  • durch registrative Überschneidung, indem die Besinnung auf dasjenige, welchem das eigene Los verbunden ist, zum Wagemut der Schöpfung zur Verwirklichung des ihm zu Grunde liegenden Entwurfs führt,
  • durch geistige Spiegelung, indem die Besinnung auf dasjenige, was am eigenen Streben rechtschaffen ist, zur Berufenheit der Schöpfung zu ihm führt, mit anderen Worten die Schöpfung es einem gleichtut, wozu auch gehört, daß sich das eigene Streben konsequent verallgemeinert, und
  • durch zeitliche Stabilisierung, indem die Besinnung auf den Frieden des eigenen Erfolgs zur Eingeholtheit der Schöpfung von seinen Auswirkungen führt, mit anderen Worten stabilisieren sich die Auswirkungen der eigenen Auslösungen durch die Besinnung auf den Frieden eines einmal erfahrenen Erfolgs.
Was die registrative Überschneidung betrifft, ist anzumerken, daß jeder Entwurf ein Erklärungsmodell zur Basis hat, wenn er nicht gleich selbst dasselbe ist, und seine Verwirklichung nur möglich ist, wenn wir an dieses Modell glauben, doch wann wir an dieses Modell glauben, verwirklichen wir es und bestimmen dadurch die Umstände, welche wir registrieren. Dafür gibt es epochale Beispiele, wie die von mir unternommene Verbreitung transzendenter Akte, aber auch ganz alltägliche, wie die Verbreitung des Umgangs mit Hunden.

Und was schließlich die Konstituierung der Welt betrifft: Sie entspricht dem physikalischen Modell, das heißt
  • Umstände entsprechen physikalischen Größen, registrierte Umstände solchen Größen, welche die Betrachtung der Wirkung erfordert, im Falle von Gold etwa magnetische Größen nicht.
  • Eigenschaften entsprechen Materie innewohnende Energien.
  • Auswirkungen entsprechen Kraftwirkungen.

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24. November 2019

Kultur als Vermeidung privater Bestürztheit

Die Zeitalter der Wacht, Werke und Wunder lassen sich als Zeiten allgemeiner oder auch öffentlicher Bestürztheit definieren, doch daneben gibt es auch die private Bestürztheit, welche sich in den folgenden Lebenssituationen zeigt:
  • Betretenheit, wenn einem vertraut wird,
  • Beklommenheit, wenn einem etwas nicht erlaubt wird und
  • Besessenheit, wenn man überwältigt wird.
Wie im vorigen Beitrag vermerkt, werden die Bestürztheiten als Verantwortungs-, Muße- und Bestrebungsprobleme angesehen, und Bestrebungsprobleme können leicht zu Ehrgeiz führen, also dazu, das Bestehende nicht hinreichend zu ehren, mit anderen Worten also
  • Vertrauen zu verraten (Betretenheit ist ein Bestrebungsproblem für Fordernde),
  • das Erlaubte zu brechen (Beklommenheit ist ein Bestrebungsproblem für Erregte),
  • Überwältigung zu rächen (Besessenheit ist ein Bestrebungsproblem für Gestimmte).
Um also gewisse zivilisatorische Standards zu erreichen, muß eine Kultur die privaten Lebenssituationen so gestalten, daß es nicht zu diesem Ehrgeiz kommt. Ich schrieb davon bereits in zahlreichen Beiträgen, die wichtigsten beiden Gemeinschaftsstiftende Erzählungen und Nochmals zur Unvereinbarkeit aller Seelenteile in einer Kultur, aber aus dem gegenwärtigen Blickwinkel heraus läßt sich die Angelegenheit noch klarer fassen:
  • Gestimmte und Fordernde werden dadurch versöhnt, daß es nicht erlaubt wird, Vertrauen zu verraten, mit anderen Worten wird private Beklommenheit erzwungen (indogermanische Kulturen),
  • Gestimmte und Erregte werden dadurch versöhnt, daß allen vertraut wird, das Erlaubte nach eigenem Ermessen zu befolgen, mit anderen Worten wird private Betretenheit erzwungen (semitische Kulturen),
  • Fordernde und Erregte werden dadurch versöhnt, daß sich der private Ehrgeiz beider durch ihre Überwältigung durch die kulturellen Erfordernisse, beziehungsweise die sie garantierende Staatsgewalt, nur gemeinnützig ausdrücken kann. Mit anderen Worten wird durch allgemeine Unfreiheit private Besessenheit erzwungen (tibeto-japanische Kulturen).
Natürlich heißt das dann aber auch, daß
  • Erregte in indogermanischen Kulturen eine Lawine von Gesetzesbrüchen lostreten werden,
  • Fordernde in semitischen Kulturen eine Lawine des Verrats und
  • Gestimmte in tibeto-japanischen Kulturen eine Rachelawine,
und eben deshalb lassen sich die Geister nicht alle in einer Kultur vereinen.

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23. November 2019

Die Anregungen der Geister in den drei Zeitaltern

Im Schönen liegt die Muße, im Wesentlichen die Bestrebung und im Mächtigen die Verantwortung. Folglich finden wir, wenn wir einen Blick auf den Zeitenzykel werfen und die jüngste Erklärung der Geister, daß diese wie folgt angeregt werden:
  • die Gestimmten
    • durch Verantwortung im Zeitalter der Wacht,
    • durch Muße im Zeitalter der Werke und
    • durch Bestrebung im Zeitalter der Wunder,
  • die Fordernden
    • durch Bestrebung im Zeitalter der Wacht,
    • durch Verantwortung im Zeitalter der Werke und
    • durch Muße im Zeitalter der Wunder und
  • die Erregten
    • durch Muße im Zeitalter der Wacht,
    • durch Bestrebung im Zeitalter der Werke und
    • durch Verantwortung im Zeitalter der Wunder.
Post Scriptum vom folgenden Tag. Die unterschiedliche Anregung der Geister läßt sich auch folgendermaßen beschreiben:
  • für Gestimmte
    • Betretenheit = Verantwortungsproblem,
    • Beklommenheit = Mußeproblem und
    • Besessenheit = Bestrebungsproblem,
  • für Fordernde
    • Betretenheit = Bestrebungsproblem,
    • Beklommenheit = Verantwortungsproblem und
    • Besessenheit = Mußeproblem und
  • für Erregte
    • Betretenheit = Mußeproblem,
    • Beklommenheit = Bestrebungsproblem und
    • Besessenheit = Verantwortungsproblem.

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22. November 2019

Zur Notwendigkeit des Zeitenzykels

Es stellt sich die Frage, ob wir notwendig durch den Zeitenzykel gehen oder ob wir eine Alternative dazu haben. Einmal im Zeitenzykel, werden wir durch seine inhärente Unwucht von einem Zeitalter ins nächste geworfen, aber wenn wir auf irgendeine Weise herauskämen, müßten wir wieder in ihn zurückkehren?

Wenn wir um Gnade bitten, also um Gottes Hilfe, um Rechtschaffenheit zu erlangen, müssen wir darauf verzichten, individuelle Bahnen zu verfolgen, und eine gemeinschaftliche Bahn akzeptieren, weil entstehende Gnade einen Schutzraum braucht. Wenn wir um eine Bahn bitten, also um Gottes Hilfe, um Verbundenheit zu erlangen, müssen wir darauf verzichten, individuellen Glauben zu verfolgen, und einen gemeinschaftlichen Glauben akzeptieren, weil entstehende Bahnen einen Freiraum brauchen. Und wenn wir um Glauben bitten, also um Gottes Hilfe, um Frieden zu erlangen, müssen wir darauf verzichten, individuelle Gnade zu verfolgen, und gemeinschaftliche Gnade akzeptieren, weil entstehender Frieden Anerkennung braucht, siehe auch Des Glaubens Niederkunft.

Anders ausgedrückt,
  • wenn Rechtschaffenheit schön sein soll, so muß Verbundenheit mächtig sein,
  • wenn Verbundenheit schön sein soll, so muß Frieden mächtig sein und
  • wenn Frieden schön sein soll, so muß Rechtschaffenheit mächtig sein.
Sind diese beiden aber erst einmal gegeben, so ergibt sich die Wesentlichkeit des dritten von selbst mit, denn wie sollte
  • der Beitrag zum Frieden die Heiligkeit nicht auszeichnen?,
  • der Beitrag zur Rechtschaffenheit die Gebete nicht auszeichnen? und
  • der Beitrag zur Verbundenheit die Gelübde nicht auszeichnen?
Wir sehen also, daß wenn wir Gott auch nur um irgendetwas individuell bitten, wir in den Zeitenzykel hineingeraten.

Und daraus ergibt sich die einzig mögliche Alternative zum Zeitenzykel, nämlich daß wir
  • uns zugleich helfen, bereit stehen und als Bundesgenossen zur Seite
oder anders ausgedrückt, daß
  • sowohl Verbundenheit, als auch Frieden und Rechtschaffenheit mächtig sind.
Wir würden also für einander tun, was wir können, und unser gemeinsames Schicksal in Gottes Hände legen.

Eine solche Gesellschaft wäre sehr bescheiden, alle wären gottergebene Diener. Es ist also schon so, wie Johannes sagt:
Ich bezeuge allen, die da hören die Worte der Weissagung in diesem Buch: So jemand dazusetzt, so wird Gott zusetzen auf ihn die Plagen, die in diesem Buch geschrieben stehen. Und so jemand davontut von den Worten des Buchs dieser Weissagung, so wird Gott abtun sein Teil vom Holz des Lebens und von der heiligen Stadt, davon in diesem Buch geschrieben ist.

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21. November 2019

The good, the bad and the ugly

Intuitiv nämlich, oder in concreto, ist sich eigentlich jeder Mensch aller philosophischen Wahrheiten bewußt: sie aber in sein abstraktes Wissen, in die Reflexion zu bringen, ist das Geschäft des Philosophen, der weiter nichts soll, noch kann.

Philosophie ist kein Algebra-Exempel. Vielmehr hat Vauvenargues Recht, indem er sagt: les grandes pensées viennent du cœur.

- Arthur Schopenhauer
Schopenhauer doesn't translate when he's quoting, so why should I translate him?

The object of this post is to explain how kindness and disregard have come into our time on behalf of the needy. Since I've been recently touched by the little play by Sergio Leone, I've borrowed its name.

Following my understanding of Revelation 7, I've concerned myself a little with the history of the Jews. When studying Jews, one is immediately stricken by the common background of
  • Joseph Karo (1488-1575),
  • Moses ben Jacob Cordovero (1522-1570),
  • Isaac Luria (1534-1572),
  • Baruch Spinoza (1632-1677),
that is they all hail from the remnants of Visigothistan.

When comparing the former three with the latter one, one sees one striking difference:
  • Karo, Cordovero and Luria sought to impose a system of righteousness onto the world,
  • Spinoza sought to find a system of righteousness in accordance with the world.
This is the difference between the age of watch and the age of works, as first stated by me in the article Gedanken zum Gegensatz zwischen Menschensohn und Götterhimmel, the only deviation being that Jews, unlike the ancient Greeks, don't call different human qualities gods.

Before continuing with the historical aspects of this, let us consider something very basic:
  • some people wish for righteous laws,
  • lawfulness always depends on people's composure (ger. Haltung),
  • philosophy (ethics) is the foundation of any composure that is more than a fad.
So philosophical study opens the door for applied righteousness. Of course, when it comes to the application of righteousness, the results regularly make people with no pretensions whatsoever exclaim: Outrageous! But in the case at hand the Jews that had been stripped of their ideas of righteousness found people, who, thanks to their cut ties with Rome, were able to incorporate whatever ideas of righteousness were found at the time into their composure, and were able to do so in a way that made them prosper.

The reason for the success was the connectedness of the philosophers of the time with the people. It serves to look at the cycle of the times: Heaven denotes the respected element, which is the same as the powerful through united effort. Earth denotes the sought element. Perfection (ger. Rechtschaffenheit) is a slight generalisation of righteousness (ger. Gerechtigkeit). Hence, in the age of works, by respecting connectedness righteousness is found. Likewise, in the age of watch, by respecting righteousness peace is found. And in the age of wonders, by respecting peace connectedness is found.

John clearly states that first the 144000 Jews are sealed (1539-1581 A.D.), then the trumpets sound, then the 144000 Jews help Christ establish the 1000 year reign of the saints and only then the New Jerusalem descents from heaven. In other words:
  • righteousness must be found via connectedness with the different peoples,
  • a new connectedness must be found via respect for peace and then
  • a new peace can be found via respect for righteousness.
Of course, that view completely omits the necessities that give rise to these achievements, rather unpleasant necessities, today for instance the necessity to avoid extinction in the wake of artificial intelligence.

But let us return to our age. The window of opportunity for establishing new standards of composure opened, by trumpets, in 1581 (the end of the sealing), and it started to close, by trumpets, in 1744 with the circumcision of Meyer Amschel Rothschild (the descent of the star Wormwood, i.e. the Great Comet of 1744, unto the earth, i.e. perihelion on the day of the circumcision), for since then bitterness has ever increased in social relations.

While the window is definitely shut only since as recent as of December 23, 1913, the main shutting event has been the French Revolution, which firmly established the secular view that
  • physics (action) is real,
  • logic (conscious participation in the world) is a delusion,
  • ethics (holiness) is a lie.
It is because of this prevalence of physics over logic and ethics that artificial intelligence has become such a deadly threat. Whatever the reason, we have been pushed into the cruelest confrontation with the consequences of our past ambitions imaginable: a place where a human being is no more than the work of his hands.

That is where we're at right now. There are really only two things that I wish to make the world understand in this plight:
  1. in which approach, in which philosophy to trust,
  2. that there can be no rescue without actually going through the door, believing in a future governed not only by action, but by conscious participation and holiness as well.

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20. November 2019

Parmenides vis-à-vis Spinoza

The principles of participation, holiness and action that I've developed in the previous post constitute a logical-ethical-physical model of the logical truth. As for what the latter is: It is, and we all know it. Hence my understanding of it is the same as Parmenides'.

For fun and worldly debate let us consider how Spinoza's definitions concerning God apply to the model and the truth.

I. By that which is self-caused, I mean that of which the essence involves existence, or that of which the nature is only conceivable as existent.
model: the structure that ties impressional analysis, exemplification and causation together truth: awareness
II. A thing is called finite after its kind, when it can be limited by another thing of the same nature; for instance, a body is called finite because we always conceive another greater body. So, also, a thought is limited by another thought, but a body is not limited by thought, nor a thought by body.
model: limits exist for both notions and examples, as both can be contained in larger ones. truth: there is only one thought, hence it is infinite.
III. By substance, I mean that which is in itself, and is conceived through itself: in other words, that of which a conception can be formed independently of any other conception.
model: the structure that ties impressional analysis, exemplification and causation together truth: awareness
IV. By attribute, I mean that which the intellect perceives as constituting the essence of substance.
model: perceptions, desires and actions truth: thought
V. By mode, I mean the affections of substance, or that which exists in, and is conceived through, something other than itself.
model: aware beings other than the structure that ties impressional analysis, exemplification and causation together truth: there are no modes
VI. By God, I mean a being absolutely infinite—that is, a substance consisting in infinite attributes, of which each expresses eternal and infinite essentiality.

Explanation—I say absolutely infinite, not infinite after its kind : for, of a thing infinite only after its kind, infinite attributes may be denied ; but that which is absolutely infinite, contains in its essence whatever expresses reality, and involves no negation.
model: the structure that ties impressional analysis, exemplification and causation together truth: awareness
VII. That thing is called free, which exists solely by the necessity of its own nature, and of which the action is determined by itself alone. On the other hand, that thing is necessary, or rather constrained, which is determined by something external to itself to a fixed and definite method of existence or action.
model: the structure that ties impressional analysis, exemplification and causation together is free, other aware beings are constrained. truth: awareness is free, nothing is constrained.
VIII. By eternity, I mean existence itself, in so far as it is conceived necessarily to follow solely from the definition of that which is eternal.

Explanation—Existence of this kind is conceived as an eternal truth, like the essence of a thing, and, therefore, cannot be explained by means of continuance or time, though continuance may be conceived without a beginning or end.
model: the defining characteristics of the structure that ties impressional analysis, exemplification and causation together are eternal, and as a particular part of those the truthfulness of tautologies. truth: thought is eternal.

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19. November 2019

Besinnungsabhängigkeiten ideeller transzendenter Akte

Ideelle transzendente Akte entstehen dadurch, daß wir auf Gottes Geheiß verfolgen, einlösen und auslösen.

1. Gottes Gewährung der Verfolgung

Wir verfolgen die Eindrücke, welche unsere Verbundenheit mit der Welt ausdrücken. Mit anderen Worten sind wir durch die Verfolgung an der Welt beteiligt, und in gewisser Weise läßt sich die Welt als Summe aller Beteiligungen an ihr verstehen: Das ist das Beteiligungsprinzip. Und im Namen dieses Prinzips bitten wir Gott um unsere Bahn, welche es uns erlaubt, uns unserer Verbundenheit mit ihr gemäß an der Welt zu beteiligen und die Verbundenheit auf diesem Weg zu ehren.

2. Gottes Gewährung der Einlösung

Wir lösen unseren Heilsbegriff ein, und wir können Gott darum bitten, daß Er dessen Einlösung durch seine Einlösung in den Beziehungen zwischen den weltlichen Körpern unterstütze. In gewisser Weise ist die Welt so in allen Teilen aus dem Heil entstanden: Das ist das Heilsprinzip aus dem ersten Kapitel des Johannisevangeliums, oder die Vorzeitlichkeit des Heilsbegriffs, siehe auch Zur Freiheit des Geistes. Und im Namen dieses Prinzips bitten wir Gott um unsere Gnade, welche es uns erlaubt, das Heil einzulösen und die Rechtschaffenheit damit zu ehren.

3. Gottes Gewährung der Auslösung

Wir lösen absichtsgemäß aus, und wir können Gott darum bitten, daß Er der Auslösung Absehbarkeit gewähre. In gewisser Weise ist die Welt so das Ergebnis absehbarer Wirkungen, wobei jeder Akt eine Wirkung darstellt, also auch die transzendenten: Das ist das Wirkungsprinzip. Und im Namen dieses Prinzips bitten wir Gott um unseren Glauben, welcher es uns erlaubt, unsere Auslösungen abzusehen und den Frieden auf diesem Weg zu ehren.

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Besinnungsabhängigkeiten funktionaler transzendenter Akte

Funktionale transzendente Akte entstehen dadurch, daß wir eingeholt, berufen oder wagemutig sind.

1. Eingeholtheit

Wenn wir von einer Auslösung eingeholt wurden, so können Andere einen Eindruck der Sinnhaftigkeit dieser Auslösung gewinnen. Telepathie wird hier als etwas Vergangenes nachvollziehend erlebt.

2. Berufenheit

Wenn wir zu einer Einlösung berufen sind, so können Andere einen Eindruck der Bedeutsamkeit dieser Einlösung gewinnen. Telepathie wird hier als etwas Gegenwärtiges merkend erlebt.

3. Wagemut

Wenn wir den Wagemut zu einer Auslösung gefaßt haben, so können Andere einen Eindruck der Dringlichkeit, welche sich aus dieser Auslösung ergibt, gewinnen. Telepathie wird hier als sich auf etwas Zukünftiges zubewegend erlebt. Von dieser Art sind Jagd und Flucht und so weiter, aber auch Eindrücke, welche sich auf eine fernere Zukunft beziehen. Ich weiß nicht, ob der Entschluß zur Auslösung in dem Fall bereits gefaßt sein muß, nehme aber an, daß auch er in der Zukunft liegen darf.

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Besinnungsabhängigkeiten materieller transzendenter Akte

Materielle transzendente Akte entstehen dadurch, daß wir gewisse Verbundenheiten verfolgen, gewisse Rechtschaffenheiten einlösen oder gewisse Frieden auslösen.

1. Verfolgung der Vorweltlichkeit (Vorzeitlichkeit)

Wir können jederzeit den Eindruck verfolgen, daß unsere Eindrücke eine vorweltliche (vorzeitliche) Bedeutung haben, also daß sich Welt und Zeit aus ihnen ergeben, siehe Zur Freiheit des Geistes.

Indem wir diesen Eindruck verfolgen, drängen wir die Auslösung innerhalb der Welt zurück, und der auf diese Weise schwindende Widerstand stärkt unseren Wagemut.

Wir erleben diesen materiellen Akt als gebietend. Er hilft insbesondere dabei, den Atem anzuhalten. Und er bildet die Basis für die funktionalen und ideellen transzendenten Akte, insofern die Konzentration auf die Vorzeitlichkeit sie begleiten muß.

2. Einlösung des Heiligen

Das Heilige einzulösen bedeutet nur, etwas Heiliges abzusehen. Indem wir das tun, spiegelt sich die Gesuchtheit des Heiligen in der Welt, das heißt, wir erkennen ein ungewöhnliches Zusammenkommen von Verhältnissen in der Welt, und die Erkenntnis einer solchen Ordnung stärkt unsere Berufenheit.

Hier führt unsere Einlösung also zur Stärkung der Einlösung in der Welt, und wir erleben diesen materiellen transzendenten Akt als entlohnend, übrigens auch im dem Heiligen entgegengesetzten Fall: Kleine Sünden bestraft der liebe Gott sofort; unserer Berufenheit tut das natürlich keinen Abbruch.

3. Auslösung des Behüteten

Indem wir eine behütete Absicht auslösen, was immer auf die Regulierung autonomer körperlicher Prozesse wie Blutdruck und Hitzeerzeugung abzielt, drängen wir die Verfolgung innerhalb der Welt zurück, und die auf diese Weise schwindende Abhängigkeit stärkt unsere Eingeholtheit.

Wir erleben diesen materiellen transzendenten Akt als abschirmend. Er hilft, Hitze und Kälte zu ertragen, und auch beim Tauchen: den gebietenden Akt für Rekorde, den abschirmenden zur Absicherung.

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Ideelle Eindrücke als Besinnungsverständnis

Besinnungen werden von uns gefordert, ehren, worauf sie sich besinnen, und lassen uns gefaßt zurück. Damit ergeben sich die ideellen Eindrücke wie folgt:


Verfolgung Einlösung Auslösung
ehrt Verbundenheit Rechtschaffenheit Frieden
wird gefordert von Dringlichkeit Bedeutsamkeit Sinnhaftigkeit
mündet in Berufenheit Wagemut Eingeholtheit
Die Reihenfolgen der Ehrbarkeiten, Gefordertheiten und Gefaßtheiten hier sind chronologisch: Weg, Gesetz, Schicksal für die Ehrbarkeiten und Gefordertheiten, aber Gesetz, Weg, Schicksal für die Gefaßtheiten. Behutsamkeit ist also geboten, um sich nicht zu verwirren.

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Drei Arten der Besinnung

Jede Besinnung führt zu einer neuen Wahrnehmung, und dieses zu der Frage, wie wir dann Bewertung, Suche und Versetzung zu unterscheiden gedenken.

Glücklicherweise muß ich die Erklärung dessen nicht über's Knie brechen, sondern kann mich auf meine vorigen Erwägungen zu dieser Angelegenheit im Beitrag Verfolgung und Beachtung in der Vernunft beziehen.

Zusätzlich zur dort betrachteten Verfolgung und Einlösung (Beachtung), muß nur noch die Auslösung einer absichtsgemäßen Tat betrachtet werden, welche wie die Verfolgung von einem Gegenstand ausgeht, doch nicht zu einem Begriff über-, sondern zu einem neuen Gegenstand, welcher zum alten im Verhältnis der Umsetzung der Absicht steht.

Und damit erhalten wir, daß
  • die bewußte Bewertung durch die Verfolgung eines Eindrucks erfolgt,
  • die bewußte Suche durch die Einlösung eines Zielbegriffs und
  • die bewußte Versetzung in Folge der Auslösung einer absichtsgemäßen Tat.

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18. November 2019

Zur Freiheit des Geistes

Wir alle glauben daran, daß unser Geist frei ist, das heißt, daß das Beziehungsgeflecht zwischen den weltlichen Körpern nicht vor dem Eintritt unseres Geistes in die Welt festgelegt wurde, sondern daß es vielmehr durch seinen Eintritt in die Welt festgelegt wird.

Doch auf welche Weise?

Ändert sich die Form unserer bewerteten Wahrnehmungen nicht, so besitzen wir eine uns eigene Sichtweise. Ändert sich die Art unseres suchenden Willens nicht, so besitzen wir eine uns eigene Zugangsweise. Und wenn sich die Weise unserer versetzenden Taten nicht ändert, so stehen uns bestimmte Einwirkungen zur Auswahl.

Mit der Konstanz
  • der Sichtweise zugleich, wird es uns möglich ein Verständnis zu bilden,
  • der Zugangsweise zugleich, eine Haltung und
  • der Einwirkungen zugleich, eine Absicht (Voraussicht).
Damit unsere Sicht- und Zugangsweisen nicht auch absehbar wären, wenn unser Körper nur genau genug studiert wäre, müßte es Körper geben, deren Einwirkungen auf andere sich nicht aus den Einwirkungen auf sie ergäben. Doch gibt es solche Körper in unserem Körper? Einen Verband von freien Körpern an strategisch wichtigen Stellen, welcher unseren Körper als ganzen frei machte?

Die physisch-physikalische Forschung unserer Zeit verneint es, und ich möchte meinen, daß sie weit genug fortgeschritten ist.

Anders ausgedrückt kann die Freiheit unseres Geistes also nicht in der Freiheit unseres Körpers bestehen. Doch dann gibt es nur noch eine Alternative, nämlich daß sich die Freiheit unseres Geistes in den Beziehungen zwischen den weltlichen Körpern zeigt.

Genau das behaupte ich, wenn ich sage, daß unsere ideellen Eindrücke übertragen werden,
  • die Gefordertheitsbewertung durch die Anrufung Gottes,
  • die Ehrbarkeitssuche durch die Anleitung der Welt und
  • die Versetzungsgefaßtheit durch die Hervorrufung transzendenten Bewußtseins,
wobei es in allen Fällen Gott freisteht, die Beziehungen zwischen den weltlichen Körpern entsprechend abzuändern.

Frei wollende Individuen oder Gottes Freiheit, geformte Individuen auf einander zu beziehen: das ist die Schlüsselfrage zur Freiheit des Geistes.

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17. November 2019

Vom Ebben und Fluten des Anschließens und Anpassens

Wie ich im Beitrag Bestürztheiten, Zeitalter und Orientierungen erstmals festhielt, wirkt sich die Ethik auf unsere Taten aus, die Logik auf unseren Willen und die (Meta-)Physik auf unsere Wahrnehmung.

Genauer gesagt muß die Haltung der Bedeutsamkeit genügen, das Verständnis der Dringlichkeit und die Stellung (der Glaube) der Sinnhaftigkeit. Damit aber ergeben sich folgende Abhängigkeiten:
Glaube <-> Verständnis <-> Haltung <-> Tat (Geschehen)
Ändert sich in dieser Kette ein linkes Glied, so muß sich das folgende rechte Glied seiner Änderung anschließen, ändert sich ein rechtes Glied, so muß sich das folgende linke seiner Änderung anpassen.

Die Anschließung
  • des Verständnisses an den Glauben verdeutlicht denselben,
  • der Haltung an das Verständnis wendet es an und
  • der Tat an die Haltung befolgt letztere.
Die Anpassung
  • der Haltung an das Geschehen berücksichtigt es,
  • des Verständnisses an die Haltung erklärt letztere und
  • des Glaubens an das Verständnis verherrlicht es.
Jede gesellschaftliche Änderungsbewegung von rechts nach links ist ein Fluten der Anpassung und ein Ebben der Anschließung und jede Bewegung von links nach rechts ein Ebben der Anpassung und ein Fluten der Anschließung.

Betrachten wir dazu zunächst ein profanes Beispiel, nämlich die physikalische Forschung.

Alles beginnt mit Geschehen, welches wir berücksichtigen und anschließend erklären. Damit endet die Flut der Anpassung und die Flut der Anschließung beginnt. Wir wenden die gewonnene Erklärung an, indem wir sie unserer Suche zu Grunde legen, und befolgen derart gewonnene Versuchsanordnungen, konkret etwa, indem wir messen, ob es zu einem elektrischen Fluß durch das Vakuum kommt, oder ob Licht von Ost nach West schneller reist als in andere Richtungen. Im ersteren Fall war die Forschung damit am Ziel, im letzteren begann eine neue Flut der Anpassung.

Und nun zur Zurücksetzung des Glaubenszykels.

Wenn wir unseren Platz in der Welt hinreichend gut verstanden haben, können wir Gott im Namen des Ehrbaren anrufen, daß Er uns das Erforderte gewähre, wie ich etwa, als ich vor knapp 15 Jahren um die dringende Öffnung unserer Bahn bat, also daß Er in sie komme (und wir zu ihr). Wird unser Gebet erhört, so wird unser Verständnis verherrlicht, und wir gewinnen neuen Glauben. Doch ist dieser anfangs immer implizit, und wir müssen ihn uns verdeutlichen, indem sich unser Verständnis ihm anschließt. Haben wir das geschafft, so müssen wir seine Verdeutlichung anwenden, indem sich unsere Haltung ihr anschließt. Auf diese Weise bilden sich die ersten erneuerten Glaubensgemeinschaften.

Freilich, für jene, welche zu einer alten Glaubensgemeinschaft gehören, handelt es sich bei erneuertem Verständnis und erneuerter Haltung um Auflösungserscheinungen, nicht um eine Anschließungsflut, sondern um eine Anpassungsebbe, welche alsbald selbst die elementarsten physikalischen Gesetze nicht mehr berücksichtigt (weil sie, ihnen unbekannt, durch neue metaphysische Gesetze ersetzt wurden).

Auf die heutige Zeit angewandt ist dies allerdings ziemlich vieldeutig. In jedem Obdachlosen läßt sich ein Prophet erkennen, ebenso in jeder zeitgenössischen Verrücktheit ein erneuerter Glaube. Verantwortlich dafür ist die Selbstgefälligkeit, welcher der Anschein genügt. Diese sind Pseudopropheten für sich selbst. Aber auch ein wahrer Prophet mag es nur für sich selbst sein.

Indes, weite Teile der Gesellschaft sind heute aufgerufen, sich ihren Glauben zu verdeutlichen, weite Teile, ihre Verdeutlichung anzuwenden: Es kann unmöglich alles fehlgehen. Christus wirkt durch die Anschließung und wird die Seinen sammeln.

Abschließend noch ein Wort zu den Bestürztheiten.

Am einfachsten und klarsten, wenngleich in deduktiver Hinsicht eher ungünstig, ist es, die Bestürztheiten wie folgt zu definieren:
  • die Beklommenheit schließt ihr Verständnis der Physik an,
  • die Betretenheit paßt ihre Haltung der Physik an und
  • die Besessenheit paßt die Physik ihrem Verständnis an.

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16. November 2019

Geistige Horizonte als Empfindsamkeitsgrade des Willens

Die beste bisherige Zusammenfassung dessen, worin die geistigen Horizonte konkret bestehen, findet sich in Geistige Horizonte und die Erkenntnis von Zusammenhängen. Hier werde ich ihr Wesen genauer betrachten und dabei den gläubigen geistigen Horizont weiter präzisieren.

Die letzten Bemerkungen zu den geistigen Horizonten in Die Gewachsenheit der Ideen und Bestürztheiten, Zeitalter und Orientierungen ergeben kein triviales Bild, und es ist zu klären, warum dies so ist.

Studium

Es ist nötig, zunächst die Physik zu studieren. Sobald wir etwas neben der Physik studiert haben, können wir uns fragen, ob es einen Einfluß auf die Physik hat. Jedes solche Studium ist dann per Definitionem Metaphysik. Das erste, was wir nach der Physik studieren können, ist die Ethik, und damit meine ich, wie wir unser Verhalten an die beobachteten physikalischen Gesetze anzupassen haben, um unserem Willen zu genügen. Die Anpassung geschieht dabei durch die Bildung einer Haltung. Und nachdem wir dies studiert haben, wird es uns schließlich auch möglich, die Logik zu studieren, also das zu verstehen, wessen wir bewußt sind. Ein früheres Studium der Logik würde aufgrund der Entlegenheit ihres Gegenstandes und der dann per Definitionem fehlenden Disziplin (als welche in der Bewahrung der Haltung besteht) scheitern.

Die Abfolge der Studien bisher entspricht genau Platons Betrachtungen in der Politeia, also daß der Philosophenkönig aus den Reihen der Soldaten zu wählen sei (Stichwort Disziplin). Platon hat ja auch betont, daß die Politeia nur ein Gleichnis sei, nur scheinen die Meisten heute ihm das nicht zu glauben.

Was nun die Metaphysik betrifft: Die Annahme einer Haltung ändert die Physik nicht von alleine, ist allerdings Voraussetzung für eine spätere Änderung durch Gebete:
Wir wissen aber, daß Gott die Sünder nicht hört; sondern so jemand gottesfürchtig ist und tut seinen Willen, den hört er.
Metaphysik als Studiengebiet ergibt sich erst nach dem Studium der Logik, denn das uns Bewußte kann die Physik ändern. Konkret beten wir gemäß unserer Stellung unter dem Eindruck ideeller Eindrücke, siehe Ideelle Besinnung und transzendente Akte, sowie Des Glaubens Niederkunft.

Verpflichtung

Noch bevor wir unser Studium abgeschlossen haben, fühlen wir uns zu etwas verpflichtet, nämlich
  • im körperlichen geistigen Horizont dem Frieden der die Physik verstehenden Tat,
  • im persönlichen geistigen Horizont der Verbundenheit, welche durch die Forderung der Sitte an die Haltung entsteht, salopp ausgedrückt: Wir verehren das In-Sein.
  • im philosophischen geistigen Horizont der Verbundenheit, welche durch klare Begriffe entsteht und
  • im gläubigen geistigen Horizont der Rechtschaffenheit, welche durch das Gebet nach dem ideellen Gesetz, zusammengefaßt in The passage of the ages, entsteht.
Dabei ist es nun so, daß unserem Willen intuitiv die Bedeutung immer entlegenerer Gegenstände für den Frieden, welchen er bewertet, bewußt ist: er ist zu unterschiedlichen Graden empfindsam, und diese Grade spiegeln sich in unserer Verpflichtung wider, indem wir aufgerufen sind, im Eigenlauf des Ichs unterschiedlich weit zurückzuschreiten:
  • im körperlichen geistigen Horizont vor der Versetzung, daß sie abgesehen sei,
  • im persönlichen geistigen Horizont vor die Suche, daß sie den richtigen Prioritäten folge,
  • im philosophischen geistigen Horizont vor die Bewertung, daß sie das Dringliche auch erfasse, und
  • im gläubigen geistigen Horizont vor die vorige Versetzung, daß sie unser Gebet enthalte.

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12. November 2019

The passage of the ages

The simplest symbol for the passage of the ages, of works, wonders and watch, is this:

A more detailed account is given by the following symbol:

I have the feeling that I've seen this symbol already somewhere, but be that as it may.

Composition. The symbol consists of
  • 3 sectors,
  • 3 areas (broad rings),
  • 3 lines (narrow rings).
Colours.
  • white is the colour of perfection,
  • yellow is the colour of connectedness,
  • red is the colour of peace.
Sectors. The sequence of the sectors and the passage of time is clockwise.
  • the white sector is the pouring out of holiness (zenith of time),
  • the yellow sector is the pouring out of prayers (armageddon),
  • the red sector is the pouring out of vows (judgment day).
The age of works lies between the white and the yellow sector, the age of wonders between the yellow and the red sector and the age of watch between the red and the white sector.

Areas.
  • the outer area is heaven,
  • the central area is earth,
  • the core area is the foundation.
Heaven is the area of cultural aspirations, earth the area of individual improvement and the foundation is the foundation of social cohesion.

Lines.
  • the outer line is the essential (what we hope to take part in),
  • the central line is the beautiful (what we individually pursue),
  • the inner line the powerful (the common effort that shapes culture).
Concretely the common effort is
  • alliance for perfection,
  • help for connectedness,
  • readiness for peace.
It is only after our individual pursuit has passed through the phase of competitive participation that it becomes so common that it can shape our environment (our culture). But by then we pursue and expect something else.

Postscript from the following day. The changes that Armageddon requires of our endeavours in the name of perfection, connectedness and peace, I've described in a series of four posts on the restoration of the seven spirits of God:
  • that perfection is not only the aim of our ambition, but is also properly honoured (moving outward to the line of the essential),
  • that connectedness is freed from its institutional bonds and develops in its natural place* (moving outward to the line of the beautiful),
  • that peace isn't hoped for, but that the establishing of the desired infrastructure is taken into our own hands (moving inward to the line of the powerful).
The fourth post deals with the restauration of gratitude, which will come about by itself, when the current system of our pursuit of perfection is abandoned.

* The use of the term readiness (Bereitschaft) in this post for what I've elsewhere called forthcomingness is owed to vagueness of understanding on my part. By now I've come up with a more precise understanding of that term and it's referring to endeavours for peace, i.e. establishing an infrastructure designed to make our lives more senseful, as opposed to help, that is an endeavour for connectedness, which is guided by urgency. The two can overlap, and they do in the case of braveness and charity, where the removal of urgency has an infrastructural function (i.e. safety). Structurally though I view the latter two as examples of readiness, whereas forthcomingness and loyalty are examples of help. By now I've begun to use the term friendliness instead of forthcomingness though, but the underlying notion isn't changed, it's described as Smyrna in Revelation 2 or by the feeling of appreciation (of connectedness) as opposed to love (of perfection) or shared feeling / sympathy (of peace).

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11. November 2019

Kirche und Kirchenvolk beim Zerfall der Zeitalter

Der vorige Beitrag war leider genau so verwirrt wie entwirrend, und ich habe jetzt einen ziemlich erschöpfenden Berichtigungsmarsch jenes Beitrags als auch des Mächtigen, Schönen und Wesentlichen hinter mir, welcher seine Schatten indes nicht weiter als bis zum 20. Oktober dieses Jahres zurückwirft.

Dennoch sehe ich mich noch im Stande, eine Angelegenheit explizit zur Sprache zu bringen, welche bisher nur implizit behandelt wurde, nämlich die Gabelung des Weges beim Übergang eines Zeitalters in das nächste.

Am Ende des Zeitalters der Wacht ist die
Diese nachkommenden Hilfsgemeinschaften sind in die Lage versetzt, die Verbundenheit der Beklommenen zu garantieren, indem sie für die gemeinschaftliche Bahn der Beklommenen beten und sie dadurch in das Zeitalter der Werke zu führen.

Am Ende des Zeitalters der Werke ist die
  • Verbundenheit verbraucht
  • und der Friede heimatlos
Diese aufnehmenden Bereitschaften sind in die Lage versetzt, den Frieden der Besessenen zu garantieren, indem sie für den gemeinschaftlichen Glauben der Besessenen beten und sie dadurch in das Zeitalter der Wunder zu führen.

Am Ende des Zeitalters der Wunder ist der
  • Friede verbraucht
  • und die Rechtschaffenheit heimatlos
    • und die Kirche bildet Bünde.
Diese sich weisen lassenden Bünde sind in die Lage versetzt, die Rechtschaffenheit der Betretenen zu garantieren, indem sie für die gemeinschaftliche Gnade der Betretenen beten und sie dadurch in das Zeitalter der Wacht zu führen.

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10. November 2019

Bestürztheiten, Zeitalter und Orientierungen

Unter den drei Orientierungen verstehe ich
  • das Schöne, welches das Gesetz auf Erden dadurch vorgibt, daß es dasjenige bezeichnet, welches den Gang in den Himmel ermöglicht,
  • das Wesentliche, welches den Weg in den Himmel dadurch vorgibt, daß es dasjenige bezeichnet, woran wir im Himmel teilhaben, doch wozu wir in unserer irdischen Bestürztheit immer nur einen Beitrag leisten, und
  • das Mächtige, welches unser Schicksal dadurch vorgibt, daß es dasjenige bezeichnet, woran wir auf Erden teilhaben.
Ich habe diese drei Orientierungen bisher aber in einem anderen Sinne verwendet, nämlich als bloße Synonyme für das Gesetz, den Weg und das Schicksal, gleich in welcher Angelegenheit. Wie das zur Kennzeichnung der drei Zeitalter führte, werde ich im weiteren ausführen, doch zuvor möchte ich die Definitionen der Bestürztheiten und Zeitalter noch einmal möglichst konkret fassen.

Betretenheit. Unsere Versetzung wird dadurch gestört, daß wir an eine Lage gebunden sind, so daß wir um unsere Bedürfnisse durch Eingeschränktheit auf bestimmte Ressourcen besorgt sind  Es mangelt uns an Frieden, aber wir können uns dadurch behelfen, daß wir uns Verhaltensweisen vornehmen und so eine Haltung gestalten, welche uns, wenn wir ihr folgen, in eine Lage zu versetzen vermag, in welcher wir um unsere Bedürfnisse nicht mehr besorgt sind.

Problemlösung: Tat (haltungskonform)

Beklommenheit. Unsere Suche wird dadurch gestört, daß unsere Möglichkeiten zu unerwünschten Begleiterscheinungen führen. Es mangelt uns an Rechtschaffenheit, aber wir können uns dadurch vorbereiten, daß wir Verhältnisse erfassen und so ein Verständnis gestalten, welches uns, wenn wir es anwenden, dazu befähigt, unsere Möglichkeiten bedeutsamer zu gestalten.

Problemlösung: Wille (verständniskonform)

Besessenheit. Unsere Bewertung wird dadurch gestört, daß wir nichts vorfinden, was unseren Willen anregen könnte. Es mangelt uns an Verbundenheit, oder Funktionalität, aber wir können uns dadurch auf eine neue Wirklichkeit einlassen, daß wir an eine Wirkmacht glauben und so eine Stellung gestalten, aus welcher heraus wir wieder etwas vorfinden, was unseren Willen anzuregen vermag.

Problemlösung: Wahrnehmung (stellungskonform)

Zeitalter der Wacht. Wenn sich jeder etwas vornimmt, so ermöglicht dies die Beholfenheit des Kollektivs. Gelübde werden abgelegt und Warte gestaltet. Die Haltung ist das Schöne (Irdische) und die (freundliche und treue) Hilfe das Wesentliche (Himmlische). Wer hilft, wird geliebt, und so zum Mächtigen.

Zeitalter der Werke. Wenn jeder Verhältnisse erfäßt, so ermöglicht dies die Vorbereitetheit des Kollektivs. Die Heiligkeit des Bereiten nimmt in Form seines Verständnisses Gestalt an. Das Verständnis ist das Schöne (Irdische) und das (tapfere und barmherzige) Bereitstehen das Wesentliche (Himmlische). Wer bereit steht, wird wertgeschätzt, und so zum Mächtigen.

Zeitalter der Wunder. Wenn jeder glaubt, so ermöglicht dies die Eingelassenheit des Kollektivs. Gebete werden gesprochen und Verbündete gestaltet. Die Stellung ist das Schöne (Irdische) und die (gerechte und vorbildliche) Verbündung das Wesentliche (Himmlische). Wer sich verbündet, an dem wird anteilgenommen, und wird so zum Mächtigen.

Wenn ich das Zeitalter der Werke als das Zeitalter des Schönen bezeichnet habe, so darum, weil die Erkenntnis des Gesetzes, welches alles leitet, aus Beklommenheit befreit (indem sie das Gesetz, welches uns leitet, gestaltet). Entsprechend befreit die Eröffnung des Weges aus Besessenheit (indem wir uns auf ihn einlassen) und die Einstellung auf das Schicksal aus der Betretenheit (indem unsere Haltung ihm entspricht).

Dadurch, daß das Wesentliche zum Mächtigen wird, folgt der alte Himmel als neue Erde auf die alte, aber ein Mensch kann sein ganzes Leben dem Schönen widmen, und doch nicht ein Mal spüren, daß er hilft, bereit steht oder Bundesgenosse ist. Allerdings beweist das nur, daß die Erfahrung kategorisch deprimiert und einzig die Besinnung auf das Schöne nicht. Unsere Stimmung sucht den Weg zum Himmel, und das Schöne liefert die Steine dazu: Je näher unsere Haltung, unser Verständnis und unsere Stellung ihren Himmeln kommen, desto ungetrübter ist sie. Daß dies alles absurd wäre, wenn nichts von dem, was unsere Stimmung beherrscht, über unseren Tod hinaus fortbestünde, stimmt freilich, doch die Absurdität des Falschen steht zu erwarten.

Post Scriptum vom 15.11.2019. Jede Ethik drückt sich durch eine Haltung aus, welche die Bedeutsamkeit der Tat reflektiert, und also wird die Tat dem Willen gefügig gemacht. Jede Logik drückt sich durch ein Verständnis aus, welches seine Dringlichkeit für den Willen reflektiert, und also wird der Wille der Wahrnehmung gefügig gemacht. Jede (Meta-)Physik drückt sich durch eine Stellung aus, welche die Sinnhaftigkeit der Tat für die Wahrnehmung reflektiert, und so wird die Wahrnehmung der Tat gefügig gemacht.

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8. November 2019

Zur Metaphysik des Himmels

Der vorige Beitrag verdient eine Nachbetrachtung bezüglich der Frage, wie dies alles funktioniert.

Ideelle transzendente Akte ändern die Gesetze der Welt, gleich, ob wir
  • für die Bedeutsamkeit der Gnade und die Schönheit der Berufenheit beten,
  • für die Dringlichkeit der Bahn und die Schönheit des Wagemuts oder
  • für die Sinnhaftigkeit des Glaubens und die Schönheit der Eingeholtheit.
Genauer gesagt führt
  • das Gebet für das Ideal des vorigen oder herrschenden Zeitalters zu einem Fortschritt im gesellschaftlichen Glaubenszykel und
  • das Gebet für das des folgenden Zeitalters zu seiner Zurücksetzung.
Da unsere Gebete aber rechtschaffen sein müssen, müssen wir mit den Idealen des folgenden Zeitalters zugleich auch für
  • die Bedeutsamkeit des Wagemuts zu verbindenden Werken,
  • die Dringlichkeit der Eingeholtheit durch friedenschenkende Wunder und
  • die Sinnhaftigkeit der Berufenheit zu rechtfertigender Wacht
beten, also für den sie vervollständigenden heiligen Geist, welcher eben so bedeutsam, dringlich oder sinnhaft ist, wie sie selbst.

Und indem wir also beten, antwortet Gott auf das Gebet
  • für die Rechtschaffenheit mit einer Bahn für das Zeitalter der Werke,
  • für die Verbundenheit mit einem Glauben für das Zeitalter der Wunder und
  • für den Frieden mit einer Gnade für das Zeitalter der Wacht,
so daß es sich sagen läßt, daß der Betende Teil dieser Bahn oder dieses Glaubens oder dieser Gnade geworden sei, und also im Himmel thront.

Allerdings ist es so, daß in Bahn, Glauben und Gnade der Zeitalter Dinge unbestimmt bleiben können, bis sie durch ein späteres Gebet für ihre Dringlichkeit, beziehungsweise seine Sinnhaftigkeit oder ihre Bedeutsamkeit ausgefüllt werden. Auf diese Weise können sich also mehrere Menschen im Himmel eines Zeitalters verewigen.

Was allerdings unser Zeitalter betrifft, so beweist die Offenbarung, daß Christus unsere Bahn bis zum Ende unseres Zeitalters vorstrukturiert hat. Der Glauben des nächsten Zeitalters müßte sich in Kapitel 20 finden, doch da findet er sich nicht. Und was die Gnade des übernächsten angeht, so ist sie zwar in Grundzügen in Kapitel 21 enthalten, also wer gesegnet und wer verflucht wird, aber keineswegs im Detail.

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Die drei Bilder Christi

Nach den vorangegangenen Betrachtungen möchte ich meinen älteren Beitrag auf den neuesten Stand bringen.

Heil'ger Rat. Dem Heil'gen Rat ist die Gnade gegeben, für welche Er Seine Bahn Gott überläßt. Er hilft und ist liebend, gerecht und vorbildlich. Im Fleische betet Er aus Wertschätzung der Gemeinde im Namen ihrer Verbundenheit für Wagemut zu Werken, um dem Friedefürsten zu genügen. Also sendet Er den Heiligen Geist aus, Zeitgeist zu werden.

Friedefürst. Dem Friedefürsten ist die Bahn gegeben, für welche Er Seinen Glauben Gott überläßt. Er steht bereit und ist wertschätzend, freundlich und treu. Im Fleische betet Er aus Anteilnahme an der Gemeinde im Namen ihres Friedens für Eingeholtheit durch Wunder, um dem Hirten zu gehorchen. Also sendet Er den Heiligen Geist aus, Zeitgeist zu werden.

Hirte. Dem Hirten ist der Glaube gegeben, für welchen Er Seine Gnade Gott überläßt. Er steht zur Seite und ist anteilnehmend, tapfer und barmherzig. Im Fleische betet Er aus Liebe zur Gemeinde im Namen ihrer Rechtschaffenheit für Berufenheit zur Wacht, um dem Heil'gen Rat zu gefallen. Also sendet Er den Heiligen Geist aus, Zeitgeist zu werden.

Der Eindruck, welchen ich am 15.2.2015 gewann, war der des Friedefürsten, Welchem ich genügen muß. Mittlerweile habe ich mich bereits so weit in das Zeitalter der Wunder eingefunden, daß sich mein jetziger Eindruck des Friedefürsten nicht mehr mit ihm deckt. Meinen Glauben an Christus als Friedefürsten schmälert es nicht, konkreter wird Seine Gestalt, weniger kategorisch.

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7. November 2019

Des Glaubens Niederkunft

Wir verfügen über drei verschiedene Zeitbegriffe, und unser Glaube zeigt uns in jedem von ihnen einen seiner Aspekte, und zwar
  • seine Ausleuchtendheit im Zeitbegriff der Sorge,
  • seine Geschichtlichkeit im Zeitbegriff der Achtung und
  • seine Ermächtigendheit im Zeitbegriff der Lust.
Wir wollen allezeit in einem Zug fahren, im Zeitalter
  • der Wacht im Zug der Ermächtigendheit,
  • der Werke im Zug der Ausleuchtendheit und
  • der Wunder im Zug der Geschichtlichkeit des Glaubens.
Das heißt, daß wir im Zeitalter der Wacht darauf vertrauen, daß uns unser Glaube ermächtigt, im Zeitalter der Werke darauf, daß er die dunklen Winkel unseres Verständnisses ausleuchtet und im Zeitalter der Wunder darauf, daß er uns den Weg durch die Geschichte bahnt. Dies entspricht auch genau den Aufgaben, welche Betretenheit, Beklommenheit und Besessenheit an uns stellen, nämlich dem Überantworteten Herr zu werden, dem Hereinbrechenden auszuweichen und das Unabwendbare zu überstehen.

Gleichzeitig fürchten sich die Menschen aber vor anderen Zügen, heute etwa vor der Geschichtlichkeit des Glaubens. Sie klammern sich geradezu an seine Ungeschichtlichkeit. Einzig dazu glauben wir, so sagen sie, daß wir durch unseren Glauben zu neuen Entdeckungen gelangen mögen, indem er uns auf der rechten Bahn hält. Diese Bahn ist nicht das Produkt unserer individuellen Glaubenstätigkeit (Glaube ist ja doppeldeutig: einmal das, woran wir glauben, und dann das, daß wir glauben), sondern vielmehr von Gott im Himmel als Belohnung für unseren Glauben uns bestimmt. Geschichtlicher Glaube hieße, daß wir sie durch unser Glauben bestimmten, also ein jeder für sich selbst und nicht Gott für alle zusammen.

Wodurch nun aber kommen die Aspekte des Glaubens nieder? Was öffnet die Himmelspforte und überantwortet Gottes Verantwortung dem Gläubigen?

Ich beschrieb eine solche Niederkunft bereits im Beitrag Von der Gefordertheit zu glauben, aber ohne vollständige Erkenntnis der transzendenten Verhältnisse.

Am Anfang der Niederkunft steht immer eine Forderung an die Erwartung, am Ende des Zeitalters
  • der Wacht ihre Bedeutsamkeit,
  • der Werke ihre Dringlichkeit und
  • der Wunder ihre Sinnhaftigkeit,
doch was meinen wir damit? Wir meinen damit, daß wir über etwas verfügen, was durch unsere Erwartung bestimmt wird, und zwar einmal so, daß sie bedeutsam für es ist, ein andermal so, daß sie dringlich für es ist und zum dritten so, daß es ihren Sinn darstellt. Jedes Solche nennen wir Glaubenslohn. Konkret liegt
  • die Bedeutsamkeit des Erwartens in der Gnade,
  • die Dringlichkeit des Erwartens in der Bahn und
  • der Sinn des Erwartens im Glauben (woran wir glauben, was wir erwarten).
Eine Niederkunft findet nun immer dann statt, wenn es Gottes Willen entspricht, unsere Gnade, unsere Bahnen oder unseren Glauben zu erneuern, weil es die Zeit Seinem Urteil nach erfordert, und so wir das Heilige suchen, erkennen wir am Ende des Zeitalters
  • der Wacht die Bedeutsamkeit, Gott unsere Bahn zu überlassen, für unsere Gnade,
  • der Werke die Dringlichkeit, Gott unseren Glauben zu überlassen, für unsere Bahn und
  • der Wunder die Sinnhaftigkeit, Gott unsere Gnade zu überlassen, für unseren Glauben.
Die Gnade ist durch Jesus Christus geworden, weil Er Seine Bahn Gott überlassen hat.

Und wir alle in Seinem Zug der Ausleuchtendheit des Glaubens unter Vermehrung der Gnade überlassen Gott unsere Bahn nach Seinem Vorbild.

Und wieder haben wir den Zykel: Im Zug
  • der Ermächtigendheit des Glaubens wird unser Glaube durch die Überlassung der Gnade genährt,
  • der Ausleuchtendheit des Glaubens wird unsere Gnade durch die Überlassung der Bahn genährt und
  • der Geschichtlichkeit des Glaubens wird unsere Bahn durch die Überlassung des Glaubens genährt,
doch muß dies zum guten Schluß erklärt sein.

Die Anrufung Gottes aus Sinnhaftigkeit zielt auf die Ordnung der Welt durch Glauben, also darauf, daß sich das, woran wir glauben, in der Ordnung der Welt zeige (Physiker dürfen hier gerne mit Platon Gültigkeit von Symmetrien und so weiter einsetzen). Der Schwerpunkt im Zeitalter der Wacht liegt aber woanders, nämlich auf der Durchsetzung von Verhaltensidealen, an welche wir glauben, um die Gesellschaft durch Götter und sie verehrende Warte, welche die Wacht übernehmen, zu befrieden. Die Gelübde, welche sie dabei ablegen, bemühen wir auch im Zeitalter der Werke noch zum Gebet um Sinnhaftigkeit.

Die Anrufung Gottes aus Bedeutsamkeit zielt auf die Gewährung der Gnade, auf bedeutsame Weise in der Welt leben zu können, wobei alles bedeutsam ist, was etwas Rechtschaffenem Ausdruck verleiht. Im Zeitalter der Werke gestalten wir so unsere Heiligkeit, aber auch im Zeitalter der Wunder bemühen wir sie noch. Im Zeitalter der Wacht hingegen führt der Wettstreit zwischen verschiedenen Verhaltensidealen dazu, daß Gott dem Gebet kein Gehör schenkt, während Er entscheidet, wem Er Bedeutung zukommen läßt, und entsprechend losergeben sind die Alten.

Die Anrufung Gottes aus Dringlichkeit zielt auf die Gewährung unserer Bahn, also daß sich die Welt unserer Bahn füge. Wir tun dies im Vertrauen darauf, daß Gott alles vermag, doch was Er uns und anderen gewährt, müssen wir folglich als seinen Entschluß akzeptieren, und das heißt, daß unser Glaube, das was wir erwarten, auf diese Weise von Ihm allein geformt wird, wohingegen wir durch die Anrufung Gottes aus Sinnhaftigkeit selbst auf es Einfluß nahmen. Im Zeitalter der Wunder gestalten wir so unsere Bahn und die funktionalen und materiellen Gebete, welche zu ihr gehören und sie tragen*, und auch im Zeitalter der Wacht bemühen wir sie noch, aber im Zeitalter der Werke kann Bedeutung nur aus allgemeiner Flexibilität heraus neu erblüh'n.

* Ideelle transzendente Akte können niedere transzendente Akte automatisch nach sich ziehen, aber diese müssen uns dazu selbstverständlich gewährt sein. Insbesondere genügt es, Gott um die eigene Bahn zu bitten, um sich beispielsweise nicht zu verkühlen. Zwar wäre es auch möglich, bewußt um die Erwärmung bestimmter Körperteile zu bestimmten Zeiten zu bitten (ein materieller transzendenter Akt), aber das ideelle Gebet um die eigene Bahn führt zu einer unbewußten materiellen transzendenten Regulation, welche dies überflüssig und unnötig willkürlich macht.

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6. November 2019

Das volkstümliche Bild der deutschen Gesellschaft

Der Stäubling (volkstümlich auch Bovist genannt) [...]

aus dem Wörterbuch der Großen Rede

Philosophischer Name Definition volkstümlich
Führungskraft mit der Gewährung der Rahmenbedingungen zivilisierter Zusammenarbeit beauftragt
Psychopath
Staatsträger an zivilisierter Zusammenarbeit Interessierter
Biedermann
Staatsverzerrer an anderen Dingen Interessierter, welche er unter dem Mantel zivilisierter Zusammenarbeit zu verfolgen vermag Perverser
Verbiesterter an anderen Dingen Interessierter, welche er im Rahmen zivilisierter Zusammenarbeit nicht zu verfolgen vermag Prolet
Kosmopolitischer Versatz sich in internationalen Zusammenhängen Wähnender, welchem der nationale Rahmen zivilisierter Zusammenarbeit egal ist Neurotiker
Ungebundener wem weder der internationale Rahmen, noch der nationale Rahmen zivilisierter Zusammenarbeit wichtig ist Hallodri

Biedermann wird Richtung Prolet und Neurotiker gedrängt, und die Proleten werden die Neurotiker überrollen. Ob Biedermann sich dann Hallodri nennen lassen mag? Oder müssen sich die Hallodris ihm zuvor beweisen? Wohl teils, teils.

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5. November 2019

Zur gemeinschaftlichen Verkörperung des Geforderten in den drei Zeitaltern

Nach der individuellen Bildung (der Heiligkeit, Gebete und Gelübde) nehme ich die gemeinschaftliche Bildung noch einmal genauer in den Blick.

Der Tod eines Zeitalters zeigt sich am deutlichsten in der Gefordertheit: Am Ende des Zeitalters
  • der Wacht haben individuelles Nachkommen und Leiten keinen Platz,
  • der Werke findet kein individuelles Aufnehmen und Einfügen mehr statt,
  • der Wunder haben individuelles Weisen und Klären keinen Raum mehr.
Der Grund hierfür besteht darin, daß die Ausuferung
  • der zeitgeistlichen Berufenheit zur gemeinschaftlichen Rechtschaffenheit die individuelle Dringlichkeit verdrängt,
  • des zeitgeistlichen Wagemuts zur gemeinschaftlichen Verbundenheit die individuelle Sinnhaftigkeit und
  • der zeitgeistlichen Eingeholtheit durch den gemeinschaftlichen Frieden die individuelle Bedeutung.
Und also endet die individuelle Bemühung
  • der Verbundenheit mit dem Zeitalter der Wacht,
  • des Friedens mit dem Zeitalter der Werke und
  • der Rechtschaffenheit mit dem Zeitalter der Wunder.
Wenn wir einer Gefordertheit aber nicht mehr individuell genügen können, so werden wir versuchen, es gemeinschaftlich zu tun, indem wir am Ende des Zeitalters
  • der Wacht der Dringlichkeit gemeinschaftlich durch Hilfe auf der Grundlage des Vertrauens (auf die Gelübde) begegnen,
  • der Werke der Sinnhaftigkeit gemeinschaftlich durch Bereitschaft auf der Grundlage des Einverständnisses (mit der Heiligkeit) und
  • der Wunder der Bedeutung gemeinschaftlich durch Verbündung auf der Grundlage der Anerkennung (der Gebete).
Und mit diesen immanenten Verhaltensweisen einher gehen die transzendenten zeitgeistlichen Anleitungen: Im Zeitalter
  • der Wacht beten wir für richtende Zeichen,
  • der Werke für orientierende, den gemeinsamen Weg weisende Zeichen und
  • der Wunder für friedenschenkende, schicksalseröffnende Zeichen,
bis es schließlich soweit kommt, daß
  • nichts individuell dringlich sein darf, wo alles gemeinschaftlich gerichtet ist, und sich Hilfsgemeinschaften bilden,
  • nichts individuell sinnhaft sein kann, wo alles gemeinschaftlich orientiert ist, und sich Bereitschaftsgemeinschaften bilden oder
  • nichts individuell bedeutend zu sein vermag, wo alles gemeinschaftlich sein Schicksal empfängt, und sich Bünde bilden.
Der vorletzte Punkt beschreibt die Wiederkehr Christi und der letzte das Jüngste Gericht.

Zwar fallen im Zeitalter
  • der Wacht die Heiligkeit,
  • der Werke die Gebete und
  • der Wunder die Gelübde,
aber desto wichtiger ist es, daß sie an ihren Anfängen fest stehen, um die zeitgeistliche Anleitung zu stützen, auch wenn sie nicht mehr individuell bemüht werden. Deshalb müssen wir Christi die Treue halten, um Seinen Frieden zu empfangen, und werden am Jüngsten Tag nach unserer Heiligkeit gerichtet.

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