Seiten

▼

17. September 2026

Glaubensfoki in der westlichen Kultur

Die Ekstasen finden sich noch in Nordeuropa, jedenfalls beeindruckende Reigen, und Tauziehen werden auch noch veranstaltet - bisweilen mag es sogar zu spontanen Begriffsfindungen im Freundeskreis kommen - aber dies alles gilt natürlich weithin als albern oder kindisch.

Die Unternehmen sind das tragende Element der amerikanischen Kultur,
  • die bestätigende professionelle Verkörperung,
  • die bestätigenden Stratageme, welche die Schemen des Umgangs der Bürger mit einander bilden (insbesondere plausible deniability, also zwischen den Zeilen zu sprechen), und
  • das bestätigende Mannschaftsspiel.
Letzteres ist überall im Westen zu finden, die Verkörperung ist in etlichen Ländern, insbesondere in Deutschland, national gebunden und taugt deswegen nur bedingt als persönliche Bestätigung, da der nationale Zusammenhalt schwerfällig ist und die Bestätigung sich erst nach mehreren Jahrzehnten einstellt, und der bürgerliche Umgang ist in den meisten anderen westlichen Ländern freier, allerdings gibt es auch andere Schemen, etwa routinierte Ordentlichkeit, welche die sie Verwendenden darin bestätigen, insbesondere in Deutschland.

Und was die Gehießenheiten angeht, so werden sie leider Gottes politisiert, das heißt
  • Verpflichtung (Gewissen),
  • Gelübde (Vorliebe) und
  • Anerkennung (subjektiver Glaube)
sind keine Privatangelegenheiten, sondern öffentliche, wobei die Trennung von Staat und Kirche konkret bedeutet, daß die Kirche ihre Schafe nicht gegen den Staat verteidigt, sondern eigenständigen in den Rücken fällt.

Allerdings sträubt sich das Christentum an sich sehr gegen seine politische Vereinnahmung, und so werden wir mit angezogener Bremse von den politischen Strömungen mitgeschleift, bis einmal die Entrüstung die Oberhand gewinnt und der Skandal eine überwältigende Mehrheit dasselbe heißt.