Indem wir Gegenstände benennen, bietet sich uns die Möglichkeit, unsere Erfahrungen mit ihnen zu vermitteln. Die Grundlage dafür liefert der Zusammenhang zwischen Wahrnehmung, Willen und Tat:
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Wir wollen unserer Wahrnehmung gemäß,
- wir tun unserem Willen gemäß und
- wir nehmen unserer Tat gemäß wahr.
Wahrnehmen, Wollen und Tun sind also sich zyklisch an einander anschließende Schritte, und wir können jeden dieser Schritte namentlich dadurch bestimmen, welche
Ursache er hat und welche
Absicht er verfolgt.
Die
ursächliche Bestimmung-
der Tat erfolgt durch den Willen, in welchem sie ihren Ursprung nimmt,
- des Willens erfolgt durch die ihn prägende Wahrnehmung und
- der Wahrnehmung erfolgt durch die sie herbeiführende Tat.
Die
absichtliche Bestimmung-
der Tat erfolgt durch die Wahrnehmung, welche ihre Absicht ist,
- des Willens ist sprachlich geächtet, weil sie Selbstverleugnung impliziert, und
- der Wahrnehmung ist sprachlich geächtet, weil sie Manipulation impliziert.
Beispiele. Die unter Punkt 2) im Beitrag
Betrachtungen zum Altsächsischen: Ein Fazit aufgeführten Beispiele sind Ursprungsbestimmungen (ebenso die unter Punkt 3) aufgeführten
irrian und
sliitan). Im Deutschen liefert
wüten ein Beispiel. Von den unter Punkt 3) aufgeführten Beispielen ist
ood-moodi eine Prägungsbestimmung. Herbeiführungsbestimmungen gibt es wie Sand am Meer, nehmen wir hier
zertreten in adjektivischer Bedeutung als Beispiel. Eine Beispiel für die Absichtsbestimmung liefert
fertigen, sowie das ähnlich gelagerte
aarundi unter Punkt 4), wovon das englische
errand. Auch gibt es im Englischen der Ächtung zum Trotz ein Beispiel für die absichtliche Bestimmung der Wahrnehmung, nämlich
pacifier für Schnuller. Die Manipulation von Säuglingen ist aber auch nicht so schwerwiegend wie die von Erwachsenen.
Die ursächlichen Zusammenhänge zwischen Wahrnehmung, Willen und Tat zu erkennen ist aber nicht die einzige Erfahrung, welche diesbezüglich vermittlungswürdig ist, ebenso vermittlungswürdig ist es, auf unterschiedliche mögliche
Ursachen oder
Wirkungen hinzuweisen, indem Varianten einander ähnelnde Namen gegeben werden. Im Altsächsischen wurde dies bewußt getan, im Deutschen kann ich nur zufällige Beispiele dafür angeben. Statt von ursächlicher Gegenüberstellung möchte ich auch von
bedingungsmäßiger Gegenüberstellung sprechen, und statt von wirkungsmäßiger auch von
aussichtlicher.
Die
bedingungsmäßige Gegenüberstellung-
von Taten ist die Methodengegenüberstellung (welche zur Anwendungsverortung gehört),
- von Willen ist die Stimulationsgegenüberstellung und
- von Wahrnehmungen ist die Auslösungsgegenüberstellung.
Die
aussichtsmäßige Gegenüberstellung-
von Taten ist die Ausgangsgegenüberstellung,
- von Willen ist die Reaktionsgegenüberstellung und
- von Wahrnehmungen ist wiederum als Manipulationen implizierend geächtet.
Beispiele. Alle altsächsischen Beispiele sind unter Punkt 1) aufgeführt.
Beedian - biddean ist eine Methodengegenüberstellung.
Aufgeben - aufleben wäre eine Stimulationsgegenüberstellung, wenn denn dort etwas gegenübergestellt worden wäre. Ebenso wäre
matt - satt eine Auslösungsgegenüberstellung.
Freesoon - fridhoon und
thionoon - gi-tiunean sind Ausgangsgegenüberstellungen der Art
The road to hell is paved with good intentions. und
niotan - niidhin ist eine Reaktionsgegenüberstellung auf die Güter des Lebens, sie zu genießen oder sie zu verachten.
Es ist doch festhaltenswert, daß unsere Vorfahren (mit
uns meine ich jetzt uns Niedersachsen) genauso bedacht auf das waren, was ihnen Schwierigkeiten der Erkenntnis bereitete, wie auf das, was sie erkannten. Es spricht von großer Vorsicht und großem Problembewußtsein.