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4. August 2026

Zur passiven Besinntheit

Unser Geist äußert sich durch unser Besinnen, und wenn wir also passiv besinnt würden, so durch einen anderen Geist.

Dieser andere Geist mag indes in gewisser Weise die Grundlage unseres eigenen sein, und dabei können wir es hier belassen. Ich werde alle möglichen Fälle behandeln, aber nur jene, welche ich selbst erfahren habe, akzeptieren.

Bevor wir hingegen damit beginnen können, muß ich präzisieren, was eine Einsicht ist.

Eine Einsicht ist die Folge einer erwachten Entsprechung, bei welcher Verfolgung und Einlösung zusammen erfolgen, das heißt, bei welcher wir nicht erst wissen, wem etwas zu entsprechen hat, sondern wir das Entsprechende und Entsprochene gleichzeitig erkennen.

Damit lassen sich folgende Besinnungen unterscheiden:
  • Erwachen (die Verfolgung ist in gewisser Weise immer passiv, aber wenn das erwacht, was sich darauf bezieht, was unsere Sinne wahrnehmen, dürfen wir davon ausgehen, daß unser Geist es erweckt hat und wir es dann zur es reflektierenden Besinnung bringen, wobei es bei letzterem irrelevant ist, welcher Geist es bewirkt),
  • Einlösung,
  • Auslösung,
  • Einsicht und
  • Ausmalung
und wenn diese jeweils passiv erfolgen handelt es sich um
  • transzendente Verfolgung, welche drei Formen annimmt,
    • Prospathie: Einfühlen in die Folgen eines eingeschlagenen Kurses, insbesondere als Reaktion auf einen zubewegenden funktionalen Akt,
    • Telepathie: Verfolgung von etwas räumlich entfernten, insbesondere seiner Bedeutung für Voraussetzungen infolge eines merkenden, und
    • Epipathie: Angeregt werden durch ein Verantwortlich geworden Sein auf der Grundlage der vorliegenden Umstände, insbesondere infolge eines nachvollziehenden (welchen man freilich immer annehmen kann, was aber nicht heißt, daß er auch immer stattgefunden hat),
  • Holognostik: das Erfahren einer Offenbarung, wie auch von Bernadette Soubirous und Philip Kindred Dick dargestellt,
  • Xenospastik: mehr der Gegenstand von Komödien (siehe auch Johnny English), wenn sich der rechte Arm, etwa, selbständig macht, und von Horrorfilmen à la Der Exorzist als eine erfahrbare passive Besinntheit, welche, wenn sie existierte, die Folge eines ideellen oder materiellen Gebets sein könnte (und damit eines telekinetischen), wobei es eine fatalistische Gebanntheit durchaus gibt, welche aber eine Form der Prospathie darstellt,
  • Prosdokie: die Erwartung, welche als transzendente Einsicht auf einer telepathischen Verfolgung und holognostischen Einlösung beruht,
  • ein Mißverständnis, denn Träume kommen, wie Homer ganz richtig sagt, durch Tore, und während es stets wir sind, welche träumen, mag das Erwachte, auf welchem der Traum beruht, transzendent sein, wobei
    • Elfenbein eine Metapher unseres Charakters, des knochenstarren Inneren, ist, welcher angeregt wird, sich durch Taten zu entsprechen (technisch: seine Haltung zu befriedigen), wie ein erzürnter Elephant mithilfe seiner Stoßzähne, also der Epipathie, und
    • Horn eine des zweckmäßig Gewachsenen (Fingernägel werden stärker, wenn man mit den Händen gräbt, Fußsohlen, wenn man barfuß läuft), also der Prospathie, und
    • Ingo Swann's Remote Viewing auf telepathisch angeregter Phantasie beruht, genauer gesagt bewußt gesteuerten Ausmalungen des telepathisch Erwachten, wobei mir schon klar ist, daß Ingo Swann Telepathie als Gedankenlesen definiert, wohingegen ich auch das plötzliche Bemerken einer entfernten Entwicklung, und insbesondere einer folgenreichen, so nenne.
Angesichts dieser Definition der Erwartung liegt es nahe, sie der Sorge statt der Lust zuzurechnen, aber verständiger scheint es mir zu sagen, daß die Sorge darin besteht, sich von dem Einen und Feststehenden zu lösen, an welchem alle Sorge verschwendet ist, worauf Lukas 10:41-42 doch anspielt.