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9. Oktober 2026

Natürliche und drogeninduzierte Dissoziation

Der Unterschied zwischen dem persönlichen und dem philosophischen geistigen Horizont läßt sich auch so ausdrücken, daß die Recharakterisierung der logischen Gegenstände vor Erreichen des philosophischen geistigen Horizonts in einem bloßen Austauschen besteht, welches größere Ordnung nicht durch sukzessive Verfeinerung zu erreichen trachtet, sondern durch die komplette Ersetzung eines Begriffssystems durch ein anderes.

Und derart zusammenhängende Begriffssysteme beinhalten alle möglichen impliziten Assoziationen, welche bei der analytischen Verfeinerung der Begriffe wenigstens partiell verlorengehen, und darin besteht die natürliche Dissoziation, der Grund, warum ein Professor verwirrt ist, also weil er sich dazu zwingt, die Regeln seiner Fachsprache einzuhalten.

Im Gegensatz dazu besteht die von LysergSäureDiethylamid induzierte Dissoziation, soweit ich das aufgrund von Philip Kindred Dick's Schilderung und dem Gebaren von Manson Family-Mitgliedern beurteilen kann, darin,
  1. das Bewußtsein in den Augenblick zu vertiefen und
  2. spontane Assoziationen zu ihm zu fördern,
derart dieselben die natürlichen impliziten Assoziationen ersetzen, welche der Instinktsicherheit des Handelns zugrundeliegen, so daß Acidgebrauch zu verblendetem oder gar traumatischem Verhalten führt, wenn die instinktive Hemmung verlorengeht oder Traumata nach einem schlechten Trip assoziiert werden, wobei dies bei bereits vorliegender Traumatisierung als Chance begriffen werden mag, jedoch auch im besten Falle in eingeschränkter Vertrauenswürdigkeit endet (im besten Falle marginaler, quantitative Aussagen kann ich selbstverständlich nicht machen, aber der hervortretende Typus läßt sich durchaus einordnen und erklären).

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