.edu .org .at .ch .de .uk Blogger hier
Bereitschaftsfront

„Daß du nicht weißt, was dir frommt, des faß ich jetzt deines als Pfand!“
Eesti
EnglishClicky

15. September 2026

Stationierende Leitern mit selbsterfüllten Verbindungskriterien

Der popkulturelle Zykel beruht darauf, daß es nicht unbedingt unser Glaube ist, welcher uns eine stationierende Leiter hinauftreibt, indem wir
  • Voraussetzungen geloben,
  • Gesetzmäßigkeiten anerkennen oder
  • uns zu Verantwortlichkeiten verpflichten,
sondern bisweilen auch die Gunst, indem
  • Schemen (oder auch Gedankenmuster, beides kontextuell für Routinen) einer Ordnung Form geben (vormals anleiten),
  • Spiele Rollen ermächtigen (kontextuell für ausstatten) und
  • Darstellungen (kontextuell für Verkörperungen) Heimaten verfassen,
so daß
  • Musterdenkende an eine willkürliche Ordnung angepaßt sind und somit eine selbstformgebende Versammlung bilden,
  • Mitspieler an willkürliche Rollen und somit einen selbstermächtigenden Wettbewerb und
  • Darsteller an eine willkürliche Heimat und somit eine selbstverfassende Vertretung, was alle Gesellschaften in Form der nationalen Identität als Teil des Gesellschaftsvertrags erwarten und im Falle Deutschlands sogar Teil der religiösen Identität ist
Letzteres ließe sich als Bekenntnis dazu verstehen, daß Gottes Wille wir im Himmel, so auf Erden geschehe, und in der Form bekenne ich es selbst. Das Problem ist nur, daß bei vielen Deutschen die Gunst, welche daraus entsteht, auf einander abgestimmte Ideale zu verkörpern, im Mittelpunkt steht, so daß die Abstimmung wichtiger wird als die geistige Heimat des Reichs Gottes.

Labels: , , , , , , , , ,

12. September 2026

Die deutsche Verwirrung

Laut Hitler besteht die global ordnende Tugend in blindem Gehorsam der lokalen Herrschaft gegenüber, was die natürliche Meinung der Erregten sein dürfte. Allerdings kam ihm hierbei die deutsche Verwirrung entgegen, welche mit der deutschen religiösen Identität, Christi Vorbild im Alltag zu beachten, zusammenhängt, nämlich
Christi Worte nicht als Hilfestellung zur sorgfältigen Klärung zu verstehen, sondern als universelle Ordnung, der gegenüber Gehorsam eine Tugend ist,
so daß die Deutschen die Verständig-Verständlichkeit allzu oft nicht durch ein klärendes Fazit, sondern durch die Verständigung auf eine herrschaftskonforme Haltung herzustellen suchen, ohne dabei zu erwägen, daß die bloße, selbst als christlich verstandene, Landeskindschaft, nur zu einer marginalen Rolle führt und nichts durch sie versammelt wird, was nicht schon versammelt war.

Deshalb blieb Deutschland kleinstaatlich. Deshalb bildeten sich weder Versammlungen, noch Vertretungen, noch einzelne Wettbewerber, welche die Struktur seiner Gesellschaft geändert hätten, wiewohl Deutschland den Holländern und Engländern im Handel nicht nachstand, wie die Hanse belegt.

Dieser konservative Zug ist indes offen für neue Doktrinen, welche es fortan zu konservieren gilt, wobei die beiden klarsten Brüche dieser Art, verkörpert in der NSDAP und den Grünen, beide auf demselben Trick beruhten, nämlich vorzugeben, daß eine radikal anders geartete Ideologie rückwärtsgewandt sei und verlorene Normen wiederherstellen würde - man denke etwa an die strickenden Grünen im Bundestag.

Ähnliche rückwärtsgewandte Neubegründungen stellen wie gesagt der Zionismus und der Wahhabismus dar, ebenfalls der Gesellschaften konservativer Völker, wobei der Grund ihres Konservatismusses aber (selbstverständlich) nicht in der deutschen Verwirrung besteht.

Wie fexibel die Deutschen dabei in ihrem Verlangen, sich auf christlich herrschaftskonforme Verständig-Verständlichkeit zu verständigen, sind, sieht man heute etwa daran, daß niemand darauf hinweist, daß das Treibhausgas Wasserdampf in Form von Dunst und Wolken vor der direkten Sonnenstrahlung schützt, wiewohl es des Nachts diese Hitzeeinbuße natürlich mehr als wettmacht. Läge ein tatsächliches Verständnisverlangen vor, löste ein solcher Hinweis wissensdurstigen Eifer aus, doch wie es steht, nur böse Blicke.

Übrigens, wenn dieses Jahr einen Anhaltspunkt bildet, würde hier in Estland nordöstlich der mitteleuropäischen Wüste ein Regenwald entstehen, mit sehr gleichmäßigen Temperaturen und Bilderbuchjahreszeiten, was gerade nichts Gutes für den 21. September verheißt. (Heute ist aber noch Altweibersommer.)

Labels: , , , , , , , , , , , ,

30. August 2026

Soziale Foki

Insofern unsere Mitmenschen in logischen Zusammenhängen zu uns stehen. liegt es nahe, sie nach ihnen zu bewerten, also unsere Aufmerksamkeit darauf zu richten, wie
  • vertrauenswürdig sie und von ihnen abhängig zu sein sind,
  • verständig-verständlich sie sind, lassen sich erratische Manöver doch nicht verstehen, und
  • sehr ihre Fähigkeit unsere Verantwortlichkeit bedingt,
und dies legt das Fundament der Herrschaftsformen des I Ching's, insofern unter der Herrschaft 
  • der Vernunft die Verständig-Verständlichkeit der Bürger im sozialen Fokus steht,
  • der Achtung ihre Vertrauenswürdigkeit,
  • der Lust ihre Fähigkeit,
  • der Unvernunft ihre Fähigkeit,
  • der Rücksichtslosigkeit ihre Vertrauenswürdigkeit und
  • der Abgemessenheit ihre Verständig-Verständlichkeit,
so daß in der Folge der Herrschaftsformen
  • der indogermanischen Hochkulturen der Fortschritt der sozialen Foki antizyklisch oder errichtend-verfallend ist (wie bei Alexander oder Karl den Großen), indem
    • der Verständig-Verständlichkeit unter der Herrschaft der Vernunft
    • die Vertrauenswürdigkeit unter den Herrschaften der Rücksichtslosigkeit und Achtung folgt und jener
    • die Fähigkeit unter der Herrschaft der Unvernunft, nach welcher sich der Kreis schließt,
  • der tibeto-japanischen Hochkulturen derselbe zyklisch oder abstürzend-aufrichtend (wie bei Sisyphos), indem
    • der Fähigkeit unter der Herrschaft der Lust
    • die Vertrauenswürdigkeit unter den Herrschaften der Rücksichtslosigkeit und Achtung folgt und jener
    • die Verständig-Verständlichkeit unter der Herrschaft der Abgemessenheit, nach welcher sich der Kreis schließt, und
  • der semitischen Hochkulturen derselbe azyklisch oder errichtend-abstürzend (wie bei Echnaton), indem
    • der Verständig-Verständlichkeit unter den Herrschaften der Vernunft und Abgemessenheit
    • die Fähigkeit unter den Herrschaften der Lust und Unvernunft folgt, nach welchen sich der Kreis schließt.
Die Begründung für den jeweiligen Fokus ergibt sich daraus, daß
  1. der größte Mangel herrscht und
  2. , wofern alles hinreicht, die größte Verheißung,
allerdings mit Ausnahme der Verständig-Verständlichkeit, deren Mangel keine Herrschaft begründet, und welche bereits, wenn sie hinreicht, sich selber verheißt.

Die Situation unter der Herrschaft der Unvernunft, etwa, ist die folgende:
  • Verständig-Verständlichkeit mangelt,
  • Vertrauenswürdigkeit reicht hin und
  • Fähigkeit verheißt.
Indem ich, etwa, zur Verständig-Verständlichkeit beitrage, ergeben sich drei mögliche Szenarien:
  1. die Verständigkeit wird unter dem Fähigkeitsfokus in Fähigkeiten überführt und diese verschieben den Fokus durch den dadurch enstehenden Mangel auf die Vertrauenswürdigkeit:
    • Verständig-Verständlichkeit hinreichend und verheißend,
    • Vertrauenswürdigkeit mangelnd und
    • Fähigkeit (nur den Kurzsichtigen Gutes) verheißend,
  2. der Fokus verschiebt sich auf die Vertrauenswürdigkeit und die Verständigkeit wird zur Feststellung derselben verwendet - nur blöd bei zu verbreitetem negativen Befund:
    • Verständig-Verständlichkeit hinreichend und verheißend,
    • Vertrauenswürdigkeit mangelnd und
    • Fähigkeit hinreichend und 
  3. der Fokus verschiebt sich auf die Verständig-Verständlichkeit:
    • Verständig-Verständlichkeit hinreichend und verheißend,
    • Vertrauenswürdigkeit hinreichend und
    • Fähigkeit hinreichend.
Das dritte ginge einigermaßen glatt in das Zeitalter der Wunder über, die anderen beiden werden die Welt in Blut ersäufen. Mehr als darauf hinweisen kann ich aber auch nicht - immerhin wurde mein Gebet, dies zu verstehen, erhört. Ich selbst habe Fähigkeiten und Vertrauenswürdigkeiten stets als hinreichend empfunden, aber die Verständig-Verständlichkeit als mangelnd, allerdings ganz im Gegensatz zu meiner Umwelt. Hoffen wir, daß das letzte Wort nicht Dumm gelaufen. heißt.

Labels: , , , , , , , , , , , , , ,

7. August 2026

Aristotle as the common foundation of Catholics and secular Jews.

Since that post yesterday I understand what Catholics and secular Jews mean. I could have done without, but it saves me a lot of head-scratching.

There was this time when an irate Catholic asked me whether I knew what the Eucharist meant. Communion with the Christian community? A sombre remembrance of the role of our life? No, nothing like that: The presence of the divine substance, that which made Christ God on earth, in the food we shared.

It's really rather decent and considerate: Instead of transferring the divine substance directly into us, a transfer left to the holy spirit, the priest lets Christ transfer it into bread and wine and those fill us then with it.

Of course, so could the holy spirit in sombre remembrance - the difference is: the holy spirit couldn't accidentally end up in a church mouse and these kinds of accidents seem to possess a strong fascination: If God is present as a substance, it would seem that we possess a certain amount of control over Him, which both angers and compels the faithful Catholic depending on who gets his hands on it.

And it's not just Catholics and that is where it gets very weird - and the more so since substance as the quality that distinguishes matter has taken quite a beating: all substances are convertible into energy and different forms of energy into each other so that there's really just different constellations of bumps on the quantum level.

Despite that Star Trek treats thought as an energy (Where No One Has Gone Before) and awareness as a substance (Errand of Mercy, Star Trek: The Motion Picture, Lonely Among Us, Power Play, Transfigurations and probably many more). And it's not just Roddenberry: In the recently discussed Disclosure Day Steven Spielberg uses light as the medium to bestow telepathic abilities and mathematical comprehension, treating awareness and intelligence again as substances.

Considering how remote Aristotle's scientific understanding is from ours and seeing that he's not exactly fashionable, this is mighty peculiar. Now, when you say it's like Paris being the city of love, one of these American conventions to signal culturedness, you're probably right, but then again considering that this is not about encouraging people to visit the Louvre, but to stick to a particular understanding of divinity, namely that of a potion that can be filled into bottles and experimented with, creating life, sentience and good fortune in the process, this is not so innocuous, but a decidedly alien foothold in our culture, one that should be experienced as such by anyone concerning himself with it, so I must conclude that those who don't act accordingly are part of a common tradition that consciously keeps it alive.

Labels: , , , , , , , , ,

5. August 2026

Der unregierte Rest unter den kulturellen Herrschaften

Indem
  • die Erlebniskultur die Entwicklung bestimmt,
  • die Repräsentationskultur die Haltung und
  • die Willenskultur die Vorhaben
besteht der unregierte Rest entsprechend in
  • sensationellen Eventualitäten,
  • fantastischen Rollen und
  • regressiven Verhalten,
wobei letzteres genauer durch die Vorhaben der Regierung bestimmt wird: Wenn sie
  • sucht, um aufzubauen, so besteht es in Unbeirrtheit,
  • klärt, um aufzubrechen, so in Eskapaden, und
  • erwächst, um zu formieren, so in Willkür,
wie denn auch eine Weise, mit dem Dritten Reich fertig zu werden, darin bestanden haben dürfte, sich betont unbeirrt ins Skatspiel zu vertiefen.

Die fantastischen Rollen sind in der Form des Karnevals ein etablierter Teil des Katholizismusses, und was die sensationellen Eventualitäten betrifft, so ergeben sie sich entweder aus
  • Entwicklungen, womit es sich bei ihnen um Naturkatastrophen handelt, oder
  • den Plänen eines Herausforderers.
Da die Vereinigten Staaten
  1. Immigranten aus allen Herren Ländern offenstehen und
  2. sich damit implizit über alle andern Länder stellen,
ist es nur logisch, daß ein solcher Herausforderer ein außerirdischer sein muß, denn
  1. tritt nur ein solcher keiner Immigrantengruppe auf den Schlips und vermeidet damit die Spaltung der amerikanischen Gesellschaft und
  2. verletzt nur ein solcher das Ego, den Überlegenheitsanspruch der Vereinigten Staaten an sich selbst nicht.

Labels: , , , , , , , , , , ,

27. Mai 2026

Leitungsprobleme

Das im vorigen Beitrag betrachtete Souveränitätsproblem ist nur eines von drei Leitungsproblemen, welche darin bestehen, daß die Verwaltung den es kennzeichnenden Ansatz der Menschen bestimmt, nämlich beim
  • Souveränitätsproblem ihre Ziele, indem sich letztere für ersterer Souveränität verpflichten,
  • Etabliertheitsproblem ihre Aufmerksamkeit, indem letztere geloben, sich von der Etabliertheit ersterer abhängig zu machen, und
  • Autoritätsproblem ihre Belange, indem letztere die Autorität ersterer anerkennen,
wobei die jeweilige Leitung gerade darin besteht, daß die ihr entsprechende Selbstfestlegung erfolgt, derart
  • der Segen der Menschen nicht mehr von ihrem Gewissen, sondern den Zielen des Souveräns abhängt,
  • ihre Gnade nicht mehr von ihrer Vorliebe, sondern der Aufmerksamkeit des Establishments, und
  • ihr Los nicht mehr von ihrem (subjektiven) Glauben, sondern den Belangen der Autorität.
Und die Lösungen der Leitungsprobleme bestehen entsprechend darin, daß der Gemeinde
  • Verfassung an die Umsetzung der individuellen Gewissen angepaßt ist, also die Gehießenheit unterstützt,
  • Markierung den individuellen Vorlieben begegnet, also deren Rollen anerkennt, und
  • Ausstattung die (subjektiven) Glauben befriedigt, also Konfessionen Selbständigkeit gewährt,
und darin besteht gerade die Rolle der Unterstützung, beziehungsweise Anerkennung oder Gewährung im generativen Zykel der Zeitalter, wobei die im vorigen Betrag behandelten Instinkte der Völker die eigene Gehießenheit in vier der behandelten Fälle ihrer charakterlichen Zusammensetzung nach unterstützen, nämlich
  • die Selbstjustiz der Muslime das Gewissen der Gestimmten, genauer gesagt ihren Verantwortungssinn für die gesellschaftliche Ordnung,
  • die Traditionalität der Katholiken die Profilierungsvorliebe der Leistungsfordernden und den (subjektiven) Fortschrittsglauben der Gestimmten,
  • die Zurückhaltung der Germanen dieselben beiden und zusätzlich die lokale Anpassungsvorliebe der Umgangsfordernden, und
  • die Miteinbeziehung der Slawen letztere und die Gehießenheit der Gestimmten als solche.
Daß die politische Ordnung im Zeitalter der Wunder so verfaßt ist, daß das Souveränitätsproblem nicht mehr besteh (sondern durch das Autoritätsproblem ersetzt wurde), ist dabei eine sie kennzeichnende notwendige Bedingung.Die Lösung des Etabliertheitsproblems erfolgte natürlich durch das Pantheon des Zeitalters der Wacht, indem es verschiedene Vorlieben heiligte (als daimonisch, also distinguierend zugewiesen) und dadurch den irdisch leitenden Patronen himmlisch leitende gegenüberstellte.

Indem der Fortschrittsglaube an Plausibilität verliert, verschärft sich das Souveränitätsproblem, und der traditionalistische Ansatz fällt auf eine frühere Entwicklungsstufe zurück, indem er die Entwicklung von Standards aufgibt und die entwickelten Gewerbe zu erhalten sucht, weshalb ich etwas flapsig meinte, daß ich heute nur noch von Daimonen Besessenen trauen würde, also weil jene von altersher das Korrektiv zum Establishment bilden, oder, um es moderner auszudrücken, weil die Natur das Korrektiv zur Kultur ist.

Übrigens, Rerum Novarum hat nicht eine denkbare technische Monstrosität verhindert, was also wohl Magnifica Humanitas ausrichten wird? Es ist, wie es ist.

Labels: , , , , , , , , , , , , ,

25. Mai 2026

Das Problem der Souveränität und die Dialektik seiner Lösungen durch die politischen Instinkte der Völker

Das Problem der Souveränität besteht darin, daß der Souverän das politische Ideal bestimmt und also ihm entsprechende Reichsausdehnungen anstreben mag.

Um es zu lösen, muß ein solches Bestreben durch ihm entgegengesetzte Reichsausdehungsbestreben, Unterstützung Unterdrückter oder Verbündung Schwächerer aufgewogen werden. Indes erlaubt diese Dialektik die Unterscheidung der politischen Instinkte der Völker nur sehr unvollständig, und damit wenden wir uns der folgenden zu.

Um das Problem der Reichsausdehnung zu lösen, müssen entweder die Ideale oder ihre Verwirklichungen beschränkt werden.

Eine Idealbeschränkung erfolgt entweder durch
  • statische zu berücksichtigende Ideale oder
  • im Rahmen der ideellen Entwicklung augenblicklich basale zu berücksichtigende Ideale.
Letztere setzen eine Autorität für ideelle Entwicklungsfragen voraus, welche sich vom Souverän unterscheidet und von mehreren Souveränen akzeptiert wird, so daß andere Souveräne den Angriffen der gemeinsamen Basis seitens eines entgegentreten. Eine solche Autorität ist etwa die katholische Kirche oder auch die humanistische Tradition.

Türken und Chinesen sind zwei Völker, welche die Berücksichtigung eines statischen Ideals fordern, nämlich ihren Wohlstand zu gewähren und sie von allen anderen politischen Idealen zu verschonen, wobei die Türken ihren Wohlstand bereits dadurch gewährt sehen, daß sie niemand beraubt, während die Chinesen ihrem Souverän die Möglichkeit geben, sie diesbezüglich zu beeindrucken.

Auch bei Teilen des englischen Volks hat sich eine pseudochinesische Einstellung breitgemacht, welche sich indes weniger rabiat gegen sonstige Ideale wehrt.

Ansonsten sind die Engländer nämlich wie die Katholiken Traditionalisten auf der Basis des Westfälischen Friedens, und diese supranationale Basis ist es, welche ich meine, wenn ich von dem System spreche.

Eine Verwirklichungsbeschränkung erfolgt entweder dadurch, daß
  • der Souverän schwach ist oder
  • die Verwirklichung Auflagen erfüllt, nämlich entweder
    • andere Ideale miteinzubeziehen oder
    • ihnen Raum zu lassen.
Schwach ist der Souverän im Islam, da jeder, der zur Waffe greift, um das Gesetz durchzusetzen, souverän ist, wozu der Islam einen jeden aufruft, so daß jede Gemeinde (im Sinne der Bewohner eines Dorfes) ihre eigenen Reichsvorstellungen hat. Was darüberhinaus, also im größeren Rahmen, an islamischen Reichsvorstellungen besteht, verdankt sich entweder dem Geprotze der Machthaber oder elementaren allgegenwärtigen Gehießenheitsvorstellungen.

Darauf zu bestehen, alle vorgebrachten Ideale miteinzubeziehen, ist ein slawischer Zug, wie ihn etwa Dostojewskij propagiert. Er führt in der Praxis entweder zu wässriger Subversivität oder ihr begegnender eisiger Willkür, wobei der Krieg die Eigenschaft hat, die Ideale in eine hierarchische Ordnung zu bringen und damit sowohl der Subversivität, als auch der Willkür zu begegnen. Theoretisch ließe er sich als Anleitung gebrauchen, um slawische Gesellschaften zu zivilisieren, aber das führte bei hinreichend komplexen zu stalinesken Gemeinwohlentwicklungsräten.

Und darauf zu bestehen, sich zurückzuhalten und Anderen ihren Raum zu lassen, ist ein germanischer Zug, welcher zu stets auf der Lauer liegender Widersetzung führt.

Und damit habe ich die politischen Instinkte der Völker jenseits der bisher behandelten vervollständigt.

Ich sehe keine Möglichkeit, auf der Basis des Systems in das Zeitalter der Wunder überzugehen oder auch nur die notwendigen Reformen vorzunehmen, um der Gefahr durch die Automatisierung des Denkens vorzubeugen. Nachdem ein neues System etabliert worden wäre, würden Traditionalisten kein Problem mehr darstellen, aber bis dahin tun sie es. Mein Ansatz besteht in der Ausräumung der Kriegsursachen, was am besten im kommunalen Rahmen erreicht werden kann, welcher im Islam das theoretische Ideal ist und zu welchem es die Germanen instinktiv zieht. Das einzige verbleibende Problem bei ihm stellt der Zugang zu Bodenschätzen dar, dessen ideale Lösung darin bestünde, jeder Gemeinde, welche Minenarbeiter stellt, vergleichbar schwer ausbeutbare Minen zuzuweisen, bis die einen oder die anderen erschöpft sind, wobei etwaige kommunale Gebiets- und Bauverluste zu entschädigen wären oder im Falle eines kategorischen Nutzungsverzichts des betroffenen Rohstoffs sogar Grund genug sein könnten, das Schürfrecht zu verwehren. Praktisch würde es indes genügen, wenn sich genügend viele Gemeinden nicht dem jeweiligen Kartell anschlössen, und dies würde der slawische Instinkt, alle vorgebrachten Ideale miteinzubeziehen, garantieren, indem er wenigstens selbst die ideale Lösung umsetzt und dadurch das Kartell bricht, siehe auch Imperiale und kleinstaatliche Wirtschaftsdynamik. (Ob es dazu dieses Instinkts bedarf, oder ob eine volkswirtschaftliche Kalkulation ebenfalls zu diesem Ergebnis führte, möchte ich hier nicht entscheiden. Meine Behauptung, daß sich in einer von Kleinstaaten dominierten Weltwirtschaft immer Rohstofflieferanten finden lassen, ist zunächst einmal eine historische Beobachtung.)

Im übrigen stellen Reichsvorstellungen auch dann ein Problem dar, wenn sie nicht zu Expansionskriegen führen, sondern das Staatsvolk lediglich zu internen Verrücktheiten zwingen, und wenn eine traditionalistische Zivilisation mehr keine derselben Tradition angehörenden Gegengewichte besitzt, wie das Byzantinische Reich seinerzeit, so ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Verschrobenheit des Souveräns das Staatsvolk dazu bringt, jede andere Herrschaft zu bevorzugen, wie seinerzeit die Seldschuken, welche ihm nur verspricht, es mit derartigen Verschrobenheiten zu verschonen; ein Prozeß, welchen man die Türkisierung eines Volkes nennen könnte.

Analog stellt die Aufgabe der Strategie, sich auf die Seite des Schwächeren zu schlagen, und stattdessen Wohlstand vom Stärkeren zu fordern, eine Anglisierung dar.

Labels: , , , , , , , , , , , , ,

20. Mai 2026

Die Nornenmasche

                 Gehießenheit
                  |
                  |
__________________|_____   ___________
 Establishment  Ehrgeiz \ /
                  |      Widersetzung
                  |     / \
                  L____/   \
                 Studium    \

Labels: , , , , , , , , ,

Gemeinschaftlich interpretierte und gewährte Gehießenheit

Es ist der (subjektive) Glaube eines Gläubigen, daß die Gehießenheit durch Vorliebe, (subjektiven) Glauben und Gewissen die Leitschnur des menschlichen Handels sein sollte, und dies hat Gläubige
  1. dazu geführt, sich zu fragen, welche gesellschaftliche Gestalt ihnen gehießen sei, und
  2. , wodurch sie dem Gehießensein dienen können.
Ersteres mündet in das Himmelreich interpretierende Reichsvorstellungen. Letzteres nimmt wieder zwei verschiedene Formen an:
  • Das Gewissen heißt uns, uns gegen die Unterdrückung der Gehießenheit zu stellen, und
  • die Vorliebe, möglichst wesentlich zu sein, da die eigene Gehießenheit mit der eigenen Wesentlichkeit zunimmt.
Und dies führt zu drei militärischen Zielen:
  • Die Ausdehnung des eigenen Reichs,
  • die Unterstützung andernorts unterdrückter Gläubiger und
  • die Verbündung mit der militärisch schwächeren Seite, sofern die stärkere als gehießenheitsunterdrückend empfunden wird, da die eigene Hilfe für erstere wesentlicher und sie also zu größeren Konzessionen bereit ist.
Freilich, diese Hilfe ist Ungläubigen nicht recht geheuer und in jedem Falle ein Menetekel, wiewohl Gläubige natürlich über jede Hilfe bei Gehießenem froh sind, wobei sich die Gehießenheit germanischer Völker mehr in der Verwerfung fremder Reichsvorstellungen als in der Gestaltung ihrer eigenen zeigt, was sie zur friedensgewährenden Ausgleichung entstehender Machtungleichgewichte und überbordender Reichsbildungen prädestiniert.

In ihrer unschuldigen Form haben wir die Ausdehnung des eigenen Reichs bis zum Ersten Weltkrieg erlebt. Die heutige ist das zynische Werk von Rechtsverdrehern und Werbefuzzis bar jeder Gehießenheit, am gehießensten sind da noch die Chinesen in ihrem Materialismus.

Und was die Unterstützung unterdrückter Glaubensbrüder angeht, so handelt es sich dabei um das Ideal der muslimischen Welt, also sich nicht in die Händel ferner Glaubensbrüder einzumischen bis eine Seite unterdrückt wird und dieser dann beizustehen, was wirklich gar kein schlechtes System ist, da es dazu führte, daß Nachbarn mit einander auskommen,
  1. weil sie sich nicht über fernen Konflikten zerstreiten und
  2. weil sie fürchten, auf fernen Abschußlisten zu landen.
Heute kommt die muslimische Welt diesem Ideal sogar ziemlich nahe, früher war sie freilich wie die übrige weniger vernetzt. Natürlich wird dabei bisweilen ein Unterdrücker durch einen schlimmeren ersetzt, hoffentlich nur für eine kleine Weile, wie es auch bis zur Ersetzung des ersten hoffentlich nur eine kleine Weile dauerte.

Auf dem Papier sind die Germanen also barbarischer als die Muslime, aber in der Realität ist es oftmals segensreicher, sich gegen die Pläne Vermessener zu stellen. Ironischerweise ist letzteres nicht nur sogar Einzelnen möglich, sondern darüberhinaus oftmals erfolgversprechender für sie, indem sie Funktionen ausfüllen, welche als brachliegend angenommen wurden.

Labels: , , , , , , , , , ,

9. Mai 2026

Die Tragik der tatsächlichen und die Chimäre der fabrizierten Zustimmung zum Krieg

Damit eine Bevölkerung einem Krieg (im undifferenzierten Sinne) zustimmt, muß sie
  1. an ihre Tradition glauben, also der Bahn, welche sie durchläuft, vertrauen,
  2. den strategischen Wert des Krieges für diese Tradition verstehen und
  3. die Kriegskosten für diesem Wert angemessen halten.
Die Staatspropaganda zielt auf den ersten Punkt, die Kriegspropaganda auf die übrigen beiden, auf den zweiten mit Fortschrittsausmalungen, um strategische Gewinne zu verdeutlichen, und Gefahrenbeschwörungen, um es mit ebensolchen Verlusten zu tun, und auf den dritten mit Über- und Untertreibungen der eigenen Stärke, beziehungsweise jener des Gegners.

Die beiden Verteidigungsmechanismen, mit welchen sich eine Bevölkerung gegen die Kriegspropaganda wehrt, sind entsprechend die Sympathie für den Schwächeren, den Underdog, und die nüchterne Erfassung der Kriegskosten, über welche Goebbels sls deutschen, aber leider nicht russischen Wesenszug klagte.

In der Tat sind Sympathie und Nüchternheit nicht bei allen Völkern gleich stark ausgeprägt, und entsprechend sind einige
  • rücksichtsvoller (Sympathie +),
  • rücksichtsloser (Sympathie -),
  • pragmatischer (Nüchternheit +) oder
  • fanatischer (Nüchternheit -).
Ungeachtet dessen haben die eurasischen Bevölkerungen den Kriegen ihrer Regierungen in den letzten 200 Jahren ausnahmslos deshalb zugestimmt, weil der tatsächliche strategische Wert des Krieges für ihre Tradition die tatsächlichen Kriegskosten ihrer Einschätzung nach überstieg und nicht, weil sie über Wert und Kosten getäuscht worden wären. Das einzige Mal, daß dies in der Moderne geschehen ist, war Napoléons Einbindung des Rheinbunds in den Rußlandfeldzug.

Und die einzigen Menschen, welche ihr Urteil an der Garderobe abgeben, sind die Propagandisten selbst, wenn sie in ihre Kunst eingeführt werden: Des Lied ich sing', wes Brot ich ess', was heute indes angesichts des Verlockung, online groß zu tun und den Meinungsführer zu geben, weitere Teile der Bevölkerung erfaßt als zuvor, muß man sich doch am Stammtisch kritische Einwände gefallen lassen.

Trotzdem glaube ich nicht, daß sich Zustimmung zu Kriegen mittlerweile herbeizaubern läßt. Im Falle Israels mag es so scheinen, daß die Zustimmung an- und ausgeschaltet werden kann, aber das liegt daran, daß Juden in erster Linie anderen Juden vertrauen und deshalb bereit sind, die vorherrschende Strömung unter ihnen bis auf weiteres mitzutragen, selbst wenn sie wenig von ihr halten*.

Nicht Wenige versuchen heute indes, Zustimmung zu Kriegen dadurch herzustellen, daß sie sie einfach beginnen und dann an das Prestige appellieren, welches nun auf dem Spiel steht. Mich überzeugt das nicht: Eine Machtdemonstration aus einem Versehen heraus ist nicht wirklich förderlich für das Prestige. Man stelle sich nur vor, man ohrfeigte ein Kind, weil man sich verhört hat und forderte anschließend seinen Respekt. Allenfalls bekäme man sein Mitleid, wahrscheinlicher aber sein Mißtrauen.

Nein, in einer solchen Situation ist ein anderer Weg aus der Verfahrenheit der Lage gefragt und das ist auch gar nicht so schwer einzusehen. Ich kann nur daran appellieren, sich nichz von bezahlten Wichtigtuern irre machen zu lassen.

* Owen Shroyer gefällt es zu sagen: If it can't be applied universally, it's propaganda. Das ist natürlich eine dumme Regel:  Wenn ich sage, daß die Post am Vormittag kommt, und dann kommt sie aber am Nachmittag, so handelt es sich nicht um Propaganda, sondern um eine Ungenauigkeit der Formulierung. Natürlich vertrauen auch Christen in erster Linie anderen Christen, aber es macht bei dieser Praxis einen großen Unterschied, wie groß die Gruppe ist, welcher man vertraut, und was verhältnismäßig kleine Gruppen dieser Art angeht, so verhalten sie sich in der erwähnten Hinsicht alle wie Juden.

Labels: , , , , , , , , , ,

7. Mai 2026

Some comments on Lawrence Wilkerson

Although my previous post is testament to my growing sense of alienation vis-à-vis the Iran war coverage, or maybe rather my unyielding sense, since I've been uncomfortable with it from the start, fleeing to the least bad coverage I could find, I'll comment on some of the things that Lawrence Wilkerson dangled in front of Glenn Diesen, though I'll not link to the interview, because it is upsetting.

So, Wilkerson revived the idea that people need a common enemy to bind them together. That argument was very popular in the early '90s and I remember it well, as well I should given that I mandatorily served my year in '93-'94.

Wilkerson was 48 then, so with the wisdom that comes with being four years older I'm stating now that civilisations simply aren't built on that: Whatever allowed the United States to flourish, it wasn't that, and if the United States are falling apart today, then they must have lost whatever it was along the way.

Glenn Diesen acts like a professor who lets other professors talk. Having spent a good many years in universities myself, I actually like his style. However, the devil must have gotten into Wilkerson trying to start an argument with Diesen. So Wilkerson in effect tested Diesen, putting forth an outright evil suggestion, which Diesen recognised as such but evaded rather than fight it.

Couldn't we overcome the fear of the other with the fear of the sun?

Couldn't we replace Christian ethics with: Thou shalt not pump oil?

There is one thing worse than tribalism. Tribalism is the mistrust of foreigners and the only thing that is a priori, without further analysis, worse than that is the mistrust of everybody. What, then, results in the mistrust of everybody? Well, obviously the unreliability of everybody. And how does that show most commonly? In the ubiquitous readiness to lie, to not defend the truth, to bear false witness against others, to defend lies. And by what are people like that ruled? By a government that shares this trait and incentivises it in its subjects, that is by a tyranny.

People have been slain so that the sun would rise the next morning before, at least that's what we've been told by the Catholic Church. But even if that were a fabrication, people acting out of fear of their fellow citizens certainly are not. So, in the face of the great, though elusive, evil that people are visiting on the earth by producing carbon dioxide, we sure would overcome the fear of foreigners by the fear of watchful neighbours.

The way the people of the United States behave today is most like that of the Danes, if I had to compare them to another nation, maybe with a little bit of Italy thrown in there. Anyway, if the United States were as big and populous and powerful as Denmark is, then that behaviour shouldn't cause them any serious problems, but it makes no sense to demand that
  1. one's nation should reflect the private choices of its citizens and
  2. be the dominant empire on earth,
either
  • separate the nature of the citizens from the nature of the empire or
  • mould the nature of the citizens according to the needs of the empire or
  • give up the empire.
The problem with atheists though is that they have no way of determining what an acceptable risk is and are hence wont to subscribe to maxims, theories and formulae, and that diminishes their responsibility. In particular in the situation the United States are in today they don't make good reformers, because they don't know on what they can count and on what not.

Protestants are co-operating with anybody who supports their respective cause and that effort lifted the fate of the United States over the obstacles in their way. If the United States have made a historic mistake, then it's to trust money more than good will, because money lends itself to a very calculating mindset that was never more than a convenience  in their affairs. That is not to say though that opportunities would otherwise not have diminished, only that the United States are now in a more traditional place as an empire than they'd otherwise have been.
 
Well, and with that I end my little excursion.

Labels: , , , , , , , , , , , ,

3. Mai 2026

Lacking resonance as a communicational barrier

When something, or someone, is weird or off, we tend to avoid becoming involved with it, or him or her, and the most fundamental reason for this, from a subjective perspective, is that we understand people via the issues they have and issues to the degree that they resonate within us.

Even though some people are restricted to the issues they've encountered and others are able to define issues from scratch, a function of the difference between the personal and the philosophical mental horizon in my terminology, all people use per se meaningless sounds or images, that is signs, to stir associated meanings in others, and whereas one exposition builds meaning by the unambiguous combination of unambiguously defined blocks another mentions seemingly unrelated phenomena that refer to an issue in which they all feature and that can only be identified when one has already encountered it and it resonates.

When you have issues that other people don't share, you'll notice that you'll say one thing and people hear another, acting as if you misspoke. Also, when you've reached the philosophical mental horizon, although this is not a certain indicator that you have, you start noticing all the times that people misspeak whereas before you were unconsciously correcting them.

Prophecies by their very nature can't be instructions that allow you to understand an issue before you've encountered it, because in that case they would change the development they predict. Of course, who is to say that a text doesn't? But if a text is considered off or weird and people avoid to concern themselves with it, chances are that it doesn't.

Considering the Revelation in particular, on the first level the events it describes can only be identified with events that have already been encountered and there are too many possible matches to reach any certainty, that is the resonance is frivolous and we can feel that.

Hence the Revelation feels like a forbidden book. It is only when we start looking at the world as τοῦ κόσμου τούτου, a place that is at odds with the divine expectation for (and of) the future, the place that we've been send to go to, that the issue that connects all the phenomena described in the Revelation can resonate in us and the book opens itself to us, the book with the seven seals that only the lamb that was slain can open.

On the one hand there are those who see the divine expectation become reality, on the other there are those who see the difference between this world and it and the latter see the fuller picture and it is them who recognise the path laid out in the Revelation as the trajectory of their mission.

America is all about pretending, or larping as it's recently been dubbed, it's the foundation of its maturity, that one is mature enough to pretend to be professional, and recently it has been creeping into religion as well, not just in the guise of professional preachers, but into the question of how to please God: Isn't Doug Wilson saying that you should pretend to be David in order to render your heart more favourable in the eyes of the Lord when he talks about earthly and divine anger? What would David do when someone cuts into his lane? You see the difference, don't you? You don't get to become Jesus, when you ask yourself what Jesus would do, but you would get to become David, when you asked yourself what he would do, just like with Thomas Edison or any other role model. Here it's the man, and there the cause and the cause is shared by virtue of divine calling.

Labels: , , , , , , , , , , , , , ,

25. April 2026

Glaubenstugenden und -verhandlungen

Insofern
  • Wertung (auch Gespür) auf gunstgenießenden Vertiefungen,
  • Weisheit (auch Rechtschaffenheit) auf anteilnahmsvollen Zeugnissen und
  • Stärke (auch Können) auf erfolgreichen Aufgeboten beruht,
handelt es sich bei diesen dreien um die (rekonstruierten) Glaubenstugenden, welche uns mit Wertschätzung, beziehungsweise Liebe oder Stolz im weiteren Sinne erfüllen.

Und wenn wir eine einer anderen wegen mindern, handelt es sich um eine Glaubensverhandlung, wobei die Weisheit allerdings unverhandelbar ist. Stärke wird durch Großzügigkeit verhandelt und Wertung dadurch, sich zu öffnen oder zu verschließen, indem wir die Wertung aufweichen oder verschärfen, was sie in beiden Fällen beeinträchtigt, und wir tun es
  • der Wertung wegen aus dynamischen Gründen,
  • der Weisheit wegen aus harmonischen und
  • der Stärke wegen aus strategischen,
so daß sich die folgenden neun Fälle ergeben:
  • Öffnen / Verschließen aus
    • dynamischen Gründen: Integrieren / Duplizieren,
    • harmonischen Gründen: Abschütteln / Abschirmen und
    • strategischen Gründen: Bitten / Abpressen und
  • Großzügigkeit aus
    • dynamischen Gründen: Zünglein (an der Waage spielen),
    • harmonischen Gründen: Schmiere (stehen...) und
    • strategischen Gründen: Steigbügel (halten),
wobei beim Öffnen und Verschließen alle drei Motive zusammenfallen mögen, aber nicht notwendigerweise alle zusammen befriedigt werden; bei der Großzügigkeit dürfte die Lage klar genug sein.

Das heißt, wenn sich jemand dazu entschließt, seine Wertung aufzuweichen, so mag er dadurch integrieren, abschütteln oder bitten, aber möglicherweise tut er auch nichts von alledem, ebenso wie jemand, welcher sie verschärft, dadurch duplizieren, abschirmen oder abpressen mag, aber möglicherweise auch nichts von alledem tun.

In Werner Bergengruens Sammelband Der Tod von Reval werden die Esten in einer Geschichte (jener mit dem Aalköder) etwa als verschlossen dargestellt, welche anderen unterstellen, ihnen etwas abzupressen, was duplizierend dazu führt, daß sie es selber versuchen, sobald sich ihnen die Möglichkeit dazu bietet. Die Kehrseite davon ist, daß, wenn sie sich derart in die Nesseln gesetzt haben, sie sich auf den Reichtum an Schönheit in der Armut besinnen.

Ich selbst habe meine Wertung aufgeweicht, um meine Verhältnisse abzuschütteln, aber ich bin von Natur aus offen und integriere andersartiges, statt meine Art zu duplizieren, und lieber bitte ich als abzupressen.

Ebenso besteht der imperiale Ansatz darin, Gesellschaften zu integrieren, aber nicht wenige Völker verschließen sich bewußt, um unter ihnen gleichwertigen Nachbarn zu leben, so etwa die Griechen vor Alexander dem Großen oder die Wikinger, und ich halte es für möglich, daß der Unterschied zwischen den Leistungs- und Umgangsfordernden genau daraus erwachsen ist, wobei es natürlich möglich ist, sich in einem Bereich, etwa um die eigene Souveränität zu wahren, zu verschließen, und in einem anderen zu öffnen, etwa als Mitglied einer Liga, wobei es allerdings wichtig ist, daß innerhalb einer Liga eine hinreichende Homogenität besteht, um in Fragen der Liga mit einer Stimme zu sprechen, so daß die kommunale Duplikation also einen höheren integrativen Zweck verfolgen mag, wie auch umgekehrt globale Integration bei globaler Heterogenität die lokale Homogenität auflösen mag, so daß Einigkeit also stets im Verschiedenartigen zu suchen ist und nie durch Ausblenden seiner Unterschiede hergestellt werden kann.

Labels: , , , , , , , , , , , , ,

24. März 2026

Geist, Eingebundenheitsverständnis und Glaubensweise

Und also schicke ich mich an, Klarheit in die charakterlichen Unterschiede zu bringen.

Ich behaupte, daß die charakterlichen Unterschiede, soweit sie den Geist betreffen, letztlich daher rühren, daß wir den eingebundenen Bewußtseinsmodus unterschiedlich verstehen, nämlich
  • Gestimmte als Eingebundenheit als Erfassende in eine größere Erfassung (jene Gottes),
  • Fordernde als Eingebundenheit als Entfaltende in eine größere Entfaltung (jene des Lebenskreises) und
  • Erregte als Eingebundenheit als Wirkende in eine größere Wirkung (jene des Seins),
was sich etwa dadurch rechtfertigen läßt, daß
  • die Liebe der Wertschätzung und jene der Anteilnahme im Rahmen der Anerkennung dient,
  • die Wertschätzung der Anteilnahme und jene der Liebe im Rahmen des Gelübdes und
  • die Anteilnahme der Liebe und jene der Wertschätzung im Rahmen der Verpflichtung,
und daß es sich so verhält, sind gerade die Glaubensweisen, also daß
  • die durch die Anerkennung des (subjektiven) Glaubens geklärte Haltung taugt, im Rahmen der Entdeckung ausgesetzt zu werden, um zur gelobten vorgezogenen Entwicklung aufzubrechen (vormals die nicht vorgezogene zu verneinen),
  • die durch ihre Gelobung gesuchte (vormals vorbereitete) vorgezogene Entwicklung taugt, im Rahmen der Nutzbarmachung aufgegriffen zu werden, um die pflichtigen gewissenhaften Vorhaben auf ihr aufzubauen (vormals in ihr anzugehen - aus ihr heraus zu ihnen aufzubrechen beruht auf einer fehlerhaft angenommenen Symmetrie) und
  • die durch gewissenhafte Verpflichtung erwachsenen Vorhaben taugen, im Rahmen der Einstellung eingesetzt zu werden, um eine dem anerkannten (subjektiven) Glauben entsprechende Haltung durch sie zu formieren (vormals sie einer solchen mitzugeben).
Mit anderen Worten bedeuten die Glaubensweisen nichts anderes, als daß
  • der (subjektive) Glaube der Begegnung der Vorliebe dient (Fokus der Gestimmten),
  • die Vorliebe der Umsetzung des Gewissens (Fokus der Fordernden) und
  • das Gewissen der Befriedigung des (subjektiven) Glaubens (Fokus der Erregten),
und dieses zu glauben heißt,
  • des (subjektiven) Glaubens gewiß zu sein (Klarheit & Erwartung),
  • der Vorliebe zu vertrauen (Verheißungsfülle & Erwartung) und
  • auf das Gewissen zu hoffen (vormals ihm zuzutrauen) (Verwandtheit & Erwartung),
wobei sich die Gesinnungsvariante der Gestimmten und Fordernden aus ihrer Glaubensphase ergibt:
  • klärende Gestimmte sind reflektierend und
  • aufbrechende engagiert und
  • suchende Fordernde sind reflektierend und
  • aufbauende engagiert,
und im Einklang mit all dem
  • klären wir, bis wir uns sammelnd gewiß sind und bereit aufzubrechen,
  • suchen wir, bis wir uns positionierend vertrauen und bereits sind aufzubauen und
  • wachsen wir, bis wir unsere Fähigkeiten überschlagend hoffen und bereit sind, sie zu formieren.
Insofern
  • Gestimmte ihre Eingebundenheit auf Gott beziehen und ihr Leben als Erfassen verstehen, sind sie an Anderen von Natur aus nur zum Zwecke des Erfahrungsaustauschs oder der Ordnungsetablierung interessiert,
  • Fordernde ihr Leben als Entfaltung im Rahmen des Lebenskreises verstehen, betrachten sie Andere entweder als Späher oder als Richtungsbestimmende, und
  • Erregte ihr Leben als Wirken im Rahmen des Seins verstehen, betrachten sie Andere als potentielle Verbündete oder Kontrahenten..
Mit anderen Worten betrachten
  • Gestimmte ihnen Verwandte als Funktionäre,
  • Fordernde sie als Führer und Geführte und
  • Erregte sie als Koalitionspartner (oder Faktoren),
wobei die gemeinschaftsstiftenden Erzählungen sie in heterogenen Gesellschaften verbinden:
  • die indogermanische Funktionäre (Brüder) als Forscher mit den Führern / Geführten (Gliedern) als Errichtern,
  • die semitische Funktionäre als Schlichter mit den Faktoren (starken Männern) als Verteidigern und
  • die tibeto-japanische Führer / Geführte als Zwinger mit den Faktoren als Bringern,
und mir der diesbezügliche Spielraum mittlerweile allgemein in allen seinen Formen überschaubar scheint, wiewohl ich hier keinen Überblick geben möchte und nur auf das bisher dazu Gesagte [1, 2] verweisen kann.

Offensichtlich versuchen kulturelle Herrschaften, die ihnen entsprechende Glaubensweise zu formen, indem
  • Repräsentationskulturen die Klärung steuern* und unabhängige Aufbrüche auszureden versuchen,
  • Erlebniskulturen die Richtung der Suche vorgeben** und unabhängiges Aufbauen zu erschweren trachten und
  • Willenskulturen das Erwachsen steuern und unabhängiges Formieren zu unterdrücken suchen,
und dies stellt einen möglichen Angriffspunkt dar:
  • der Klärung kann Gegensteuer gegeben werden und zu unabhängigen Aufbrüchen Ansporn,
  • der Suche Gegensteuer und unabhängigem Aufbauen Unterstützung und
  • dem Erwachsen Gegensteuer und unabhängigen Formierungen Freiräume,
was jedoch nur von China und Rußland gemacht zu werden scheint (beziehungsweise allgemeiner von Altkommunisten), während es sonst darauf hinausläuft, den Gegner als einen Teil des eigenen Herrschaftsbereichs zu betrachten, welcher nur noch nicht weiß, daß er einer ist. Das heißt, eine Ausnahme gibt es wohl: Die Zerrüttung des Erwachsens und der Formierung unabhängig von der kulturellen Herrschaft, welche als reaktionäre Subversion des Liberalismus seit Jahrhunderten geschürt wird, das heißt genauer gesagt seit 1789.

* oftmals durch Begriffsverwirrung, etwa wenn Tucker Carlson suggeriert wird, daß eine Strategie jeden Schritt konkret und unbedingt, und nicht etwa abstrakt oder bedingt, vorherbestimmen müsse (beziehungsweise dürfe). Ich möchte behaupten, daß ein Stratege genau dann, wenn er auf sein Ziel zusteuert, den Eindruck vermitteln wird, daß es sich um einen Zufall handelt, sofern es sich um ein unbeliebtes Ziel handelt, damit er nicht am Ende als dessen Nutznießer als sein Autor erkannt wird, und dazu taugen scheinbare Spieler und Verrückte - ja, sogar echte, wiewohl die Dinge dann etwas aus dem Ruder zu laufen pflegen.

** üblicherweise durch Aufwertung des Annehmlichen gegenüber politischen Mitgestaltungsmöglichkeiten: Patente gut, Gewerkschaften schlecht und so weiter, wobei Zölle, so lange die herrschende Klasse noch national war, gut waren, seitdem sie aber international ist, schlecht sind.

Labels: , , , , , , , , , , , , ,

17. März 2026

Menschen- und Regierungsvertrauen und Ehre

Nach der Definition im vorigen Beitrag zeichnet sich Ehre dadurch aus, daß die ihr entspringenden Taten den prüfenden Blicken Anderer standhalten, und das mag zu der irrigen Ansicht führen, daß sich Ehre durch Kontrolle  erzeugen läßt.

Zwar ist es sinnvoll, sie auslotenden Kindern ihre Grenzen aufzuzeigen, und gegebenenfalls auch so vorgehenden Erwachsenen, aber der Wert der Ehre ist ihr Mehrwert gegenüber dem Geforderten, welcher konkret der persönlichen Gehießenheit entspringt.

Zurückhaltung bei der Sittenberichtigung, wie sie in der Marktwirtschaft üblich ist, zeugt von einem Vertrauen auf die bürgerliche Reife der Menschen, welches ihnen erst den Spielraum verschafft, Ehrbares zu tun. Deshalb fordert Christus dazu auf, im Verborgenen zu beten und nicht mit den eigenen Verdiensten zu prahlen, damit sich die Gesellschaft nicht des Gehießenen bemächtigt und es zur Norm macht und es damit abtötet. Wo dieses Vertrauen nicht besteht, fürchten sich die Menschen vor Freiräumen und möchten alles möglichst reguliert sehen, da ihnen dies die beste Variante einer Sittenberichtigung zu sein scheint, bei welcher der Einzelne ihr Eigeninteresse verfolgenden Zusammenrottungen schutzlos ausgeliefert ist, das heißt indem sie als Mitglied des gesetzgebenden Kollektivs agieren, was entweder natürlichem Mißtrauen entspringt oder mit Hilfe von Kampf- und Kritiksitzungen anerzogen wird.

Fehlt das gesetzgebende Kollektiv und bilden sich die sittlichen Beziehungen nach dem Eigeninteresse, so sind wir wieder im bereits im vorigen Beitrag betrachteten Fall des Anreizes zum Attentat, aber, wie dort gesehen, kann auch dieser ehrbegünstigend gestaltet werden.

Und um dies alles zusammenzufassen:
  • herrschaftliche Ehre
    • verkommt durch Propaganda,
    • wird imitiert durch Sozialismus,
    • zeichnet sich durch Menschen- und Regierungsvertrauen aus, nach dem Satz: Wie der Herr, so das Geschär,
  • bürgerliche Ehre
    • verkommt durch Egoismus,
    • zeichnet sich (im Falle eines Falles) durch Widerständigkeit aus.
Solidarität ist ein problematischer Begriff: Eine Gewerkschaft mag sich unter Umständen nicht anders als Tributfordernde verhalten, also aus einer  Zusammenrottung von Egoisten bestehen. Oder es handelt sich um eine sozialistische Einrichtung. Oder es handelt sich um eine Form des Widerstands. Nur im letzteren Fall wäre die Solidarität eine Tugend, und da sie ja eine Tugend sein soll, möge sie als eine solche Form festgesetzt sein.

Nun, nicht jede Form des Widerstands ist Solidarität. Offensichtlich beinhaltet Solidarität Menschenvertrauen. Es handelt sich also um eine Form des Widerstands unter herrschaftlicher Ehre, aber natürlich nicht gegen dieselbe, mit anderen Worten also um eine sittliche Berichtigung, welche den bürgerlichen Freiraum nutzt, um ihn zu beschützen, wenn Andere ihren mißbrauchen, um ihn anzugreifen, und die Herrschaft dies versäumt, jedoch ohne den Angriff unterbinden zu können, sondern ihn lediglich zu vereiteln suchend, bis er sich erschöpft oder sich die Herrschaft bemüßigt fühlt, Frieden zu stiften. Letzteres mag für den Erfolg der Solidarität ausschlaggebend sein, da durchaus Augriffe auf die bürgerliche Freiheit vorstellbar sind, deren solidarische Vereitelung den Angreifer stärkt, etwa wenn Rechtsanwälte einen Weg fänden, um dafür zu sorgen, daß es zu mehr Klagen kommt, um ihre Auftragslage zu verbessern, und die Menschen daraufhin solidarisch spendeten.

Mit anderen Worten ist die so beschränkte Solidarität nur dann in jedem Falle eine bürgerliche Tugend, wenn die Herrschaft, unter welcher sie besteht, ihr Regierungsvertrauen verdient.

Labels: , , , , , , , , ,

15. März 2026

Pergamus

It is well they don’t have days of fog in the Latin countries — the countries of assassination.

Sir Arthur Conan Doyle: The Adventure of the Bruce-Partington Plans
Ein Attentat ist ein Mord mit dem Ziel, eine Person aus einer Rolle zu entfernen, und desto sinnvoller ist es, je stärker die Ausfüllung der Rolle von der Person abhängt, und dieses wiederum hängt davon ab, wie sehr ihre persönliche Ausfüllung unter dem prüfenden Blick Anderer erfolgt, was die Grundlage für den Gegensatz zwischen Attentaten und Ehre darstellt, nämlich daß das allgemeine Bemühen um ehrenwertes Verhalten Attentaten die motivationale Grundlage entzieht, oder, um es anders zu sagen, was Attentate in die Gefilde der Hinterlist verbannt, in welchen die Sonne der Ehre die Schwaden derselben nicht durchdringt.

Ich weiß nicht, ob Goebbels der erste war, der die prüfenden Blicke der britischen Öffentlichkeit als verblendet bezeichnet hat und in dieser Verblendung die Grundlage der Macht der britischen Elite gesehen hat, aber darin besteht natürlich die Funktion von Propaganda, also darin, die prüfenden Blicke der Öffentlichkeit zu verblenden, und je erfolgreicher sie dies tut, desto höher steigen Attentate wieder im Kurs, wobei es von der Allgemeinheit der propagandistischen Verblendung abhängt, ob die Attentate mehr den propagandistisch ummantelten Rollenausfüllenden oder den Propagandisten selbst gelten werden.

Jedenfalls verwandeln Dreistigkeit, Dummheit und Gefühlsduselei, letztere des öfteren in einem krankhaft übersteigerten Mißtrauen allen Fremdem gegenüber vereint: Trump's Erklärung, die Iraner hätten die Mädchenschule selbst in die Luft gesprengt, wirkte nicht sehr überzeugend, aber wenn ein britischer Minister das gestreut hätte, hätte er wahrscheinlich Zweifel gesät, den Segen geprüfter Transparenz in den Fluch undurchsichtiger Propagandaschlachten - und ja, sie sind auch dann grundsätzlich undurchsichtig, wenn eine Seite freiwillig Einblick in ihr Handeln gewährt (und oftmals gerade dann).

Und wenn es dahin gekommen ist, stellt sich dir Frage, ob eine solche Prüfung überhaupt noch besser ist als gar keine, insofern dann an die Stelle eines verblödeten Ehrbegriffs ein tyranneibegrenzender Widerstandsimperativ tritt, welcher sich gegen überzogene Anmaßungen verwehrt, und einen solchen Ansatz kodifiziert natürlich der Koran, welcher sich in weiten Teilen des einstigen Römischen Reichs durchgesetzt hat, um Sir Arthur Conan Doyle's Einschätzung die ihr gebührende Ehre zu geben.

Ein wesentlicher Teil des islamischen Widerstandsimperativs ist es, sich nicht an Greueln gegenüber anderen Muslimen zu beteiligen, was Omar Sharif in Lawrence of Arabia mit den Worten God help the men who lie under that. zum Ausdruck bringt, woran auch Peter O'Toole mit den Worten They're Turks. nichts zu ändern vermag, und mir ist auch kein Fall in der islamischen Geschichte bekannt, in welchem die Bevölkerung eine Erbfeindschaft wie zwischen Deutschen und Franzosen akzeptiert hätte, wenn man Fälle wie den Unabhängigkeitskrieg Bangladeschs einmal auf dezidiert unislamische Einflüsse zurückführt, so daß sich innermuslimische Kriege, ähnlich wie im europäischen Mittelalter, für die Bevölkerungen darauf beschränken, welchen Tyrann sie zu dulden haben, und eine in der Bevölkerung verwurzelte Regierung ist vor diesem Hintergrund unbesiegbar.

Mit anderen Worten: Wo das Abendland vom Feudalismus zum Totalitarismus aufgebrochen ist, sei es jener Napoléons, Lenins oder Hitlers, indem es das Vorrecht des Adels durch Propaganda ersetzt hat, hält die muslimische Welt am religiösen Widerstandsimperativ fest und schützt dadurch populäre Regierungen vor der propagandistischen Verblendung der Bevölkerungen anderer, oder, um es anders zu sagen: Während das Christentum lediglich bewirkt hat, daß sich Wölfe nun, da sie öffentlichen Ansprüchen genügen müssen, in Schafspelze kleiden, zwingt die islamische Distanz zur Regierung die dortigen Herrscher zunehmend, sich an einander zu messen: Anstatt alles Gute auf Erden als eigenes Verdienst ausgeben zu können, welches mit Treue zu bezahlen ist, müssen sie Verdienste vorweisen, um im Amt zu bleiben.

Natürlich ist nicht jede Regierung, welche sich auf Propaganda stützt, notwendig totalitär, aber im Rahmen der hiesigen Betrachtung handelt es sich dabei lediglich um eine Frage des Grades und das Extrem verdeutlicht das Wesen einer solchen am besten.

Labels: , , , , , , , , , , , , ,

15. Februar 2026

Zur Verflechtung der Existenzebenen durch die überschlagenden Verdeutlichungen

Ich werde die formumgehend charakterisierenden Aufgriffe fortan überschlagende Verdeutlichungen nennen, also die
  • Ehrungseinfühlung,
  • Rollenausmessung und
  • Effektausmalung.
Die transzendenten Einheiten, Gott / Heil, Lebenskreis / -teilnahme und Sein, entsprechen der ideellen, funktionalen und materiellen Existenzebene, wobei ich die Gegenstände der ideellen als Ordnungen und jene der funktionalen als Entwicklungen bezeichnen werde, um die Verflechtung der Existenzebenen durch die überschlagenden Verdeutlichungen zu studieren.

Die Ordnung bei der
  • Ehrungseinfühlung ist entwicklungsunabhängig,
  • Rollenausmessung wird hinsichtlich ihrer Entwicklungsrelevanz ermessenen.
wohingegen die
  • Effektausmalung ermißt, wie entwicklungsbestimmend die Rollen einer Ordnung sind,
und der Sinn der
  • Ehrungseinfühlung besteht darin zu ermessen, ob eine Entwicklung durch eine Selbstfestlegung angestoßen werden sollte, nämlich wenn die erste angepaßte Ordnung bei der totalen Anpassung liebenswert genug ist:
    • die Gnade des Gelübdes, also die Haltung, welche seiner Entwicklung begegnet,
    • das Los der Anerkennung, also die Vorhaben, welche seine Haltung befriedigen, und
    • der Segen der Verpflichtung, also die Entwicklung, welche seine Vorhaben umsetzt,
  • Rollenausmessung darin zu ermessen, ob die gegenwärtige Entwicklung einer Ordnung nach gesteuert werden sollte, nämlich wenn dies eine wichtige Rolle verspricht, und
  • Effektausmalung darin zu ermessen, ob es ratsam ist, die Rolle einer Ordnung auszufüllen, um in der gegenwärtigen Entwicklung zu bestehen, nämlich wenn die Rolle einen entscheidenden Effekt hat.
Die menschlichen Geister teilen sich das Leben also wie folgt auf:
  • die Gestimmten sinnen, welche Entwicklungen hinsichtlich der Ordnung des Lebens angestoßen werden sollten,
  • die Fordernden, welcher Ordnung Zeit gekommen ist, die Gegenwart zu steuern, und
  • die Erregten, welcher Ordnung Rollen am mächtigsten sind,
was wieder auf Schönheit, Wesentlichkeit und Mächtigkeit als orientierende Ideale führt, streng genommen der Gesinnungen und nicht der Geister, aber wo sie nicht feststeht, neigt der entsprechende Geist doch stark zu ihr, also der erregte zur reflektiven und der fordernde zur engagierten.

Ich sagte, daß der Geist New York's ein kalter, berechnender sei, der das Wasser liebe, aber die Gezeiten hasse, der alles dadurch zu kontrollieren sucht, daß es austauschbar und sein Verlust wettmachbar werde. Die Fordernden machen das Leben dynamisch, die zweite Zeile der Trigramme des I Chings ist der Abgrund - oder auch das Wasser. Die Zentren der Macht können sie nicht zu nahe kommen lassen, da dann auch ihre Strukturen vom Wandel betroffen wären. Und indem die Entwicklung der Technologie die zur Stabilität der Regierung notwendige Kontrolle immer weiter in das Leben der Regierten verschiebt, strecken die Machtzentren ihre Tentakel immer weiter aus, wobei Fordernde bezahlt werden, um gegen Windmühlen zu kämpfen, und Erregte, um die bestehende Ordnung zu stützen, doch indem ihnen so die Sicherheit des Systems anvertraut wird, wird ihnen natürlich nicht gestattet, selbst ein Sicherheitsrisiko darzustellen, weshalb sie auf Schritt und Tritt überwacht und instruiert werden, einschließlich der Schritte, in welchen sich ihr Haß auf diese Einrichtung entlädt. Sollte sich das Abendland als unfähig erweisen, diese Entwicklung aus eigener Kraft zu überwinden, wird sie China von außen überwinden. Der Grund hierfür besteht darin, daß
  1. der Freie vitaler ist als der Knecht,
  2. der Gehorsame weniger Fesseln braucht als der Aufrührerische und
  3. die Chinesen im Durchschnitt gehorsamer sind als die Abendländer.

Labels: , , , , , , , , , , , , , , ,

24. Januar 2026

Statische und dynamische Gemeinschaftsstrategien

Gestimmte neigen zu statischen und Fordernde zu dynamischen Gemeinschaftsstrategien, wie sofort aus deren Definitionen erhellt
  • statische suchen strategische Voraussetzungen zu planen und
  • dynamische beruhen auf sich im Rahmen natürlicher Entwicklungen ergebenden,
wobei es vor allem um menschliche Aspekte geht, denn die Jahreszeiten, beispielsweise, akzeptiert natürlich jeder als sich natürlich ergebende strategische Voraussetzungen, und bezüglich menschlichen Aspekten besteht das folgende Paradox:
Mit der Relativierung des menschlichen Verhaltens gegenüber den Umständen wird es selbst zunehmend unvorhersehbar, so daß die Strategie, natürliche Entwicklungen auszunutzen, sich selbst untergräbt.
Natürlich bliebe das menschliche Verhalten vorhersehbar, wenn es die Umstände eindeutig bestimmten, aber indem der Mensch das Verhalten Anderer vorwegzunehmen sucht, wird die Kausalität aufgehoben und der Schluß unsicher, es sei denn, er verfolgte ein Motiv, welches von der Vorwegnahme nicht betroffen ist.

Dieses Phänomen sehen wir etwa an den Aktienmärkten, wo es kaum fundamentale Investitionskriterien gibt, sondern fast ausschließlich relative zu den übrigen Investoren.

Die bedeutendste statische Gemeinschaftsstrategie unserer Zeit ist weiterhin der generative Zykel des Zeitalters der Werke, also die kulturelle und insbesondere wissenschaftliche Weiterentwicklung der Menschheit zu planen, aber auf dem Feld der Herrschaft wurde die statische imperiale Strategie des Römischen Reichs durch die dynamische Englands ersetzt, welche in ähnlicher Form auch jene Deutschlands ist.

Rom plante ein Verhältnis zur Welt, in welchem die Welt zu seinen Provinzen wurde, wozu natürlich auch gehört, sich darüber Gedanken zu machen, unter welchen Umständen die Leute glücklich sind.

Im Gegensatz dazu steht die Vorstellung im Mittelpunkt des englischen Denkens, Partner zu finden und ihnen zum Sieg zu verhelfen, wobei es drei verschiedene Fälle gibt:
  • überlegene Partner, welchen gegenüber man sich als nützlich erweisen muß,
  • konkurrierende Partner, welche zu beruhigen sind, und
  • Handlanger, von deren Erfolg das eigene Reich abhängt.
Die Arrangements mit den ersteren beiden sind integer, jene mit den letzteren invasiv und müssen es auch sein, da es einem unterlegene Partner nicht dankten, wenn man ihnen zum Sieg verhülfe. Allerdings kann man ihnen integer zu anderen Dingen verhelfen. England, freilich, hat sich in solchen Fällen darauf beschränkt, Waffen zu verkaufen, was ich nicht als Arrangement bezeichnen möchte, aber Deutschland, beispielsweise, hat seinerzeit das Osmanische Reich modernisiert.

Wie man somit auch sieht, wirken dynamische Gemeinschaftsstrategien gesellschaftsauflösend, da sie ihre Mitglieder auf die eine oder andere Weise dazu zwingen, sich situationsbedingten Stratagemen zu unterwerfen, wohingegen die statischen einen Identifikationskern bilden, und über lange Zeit der europäischen Geschichte standen diese beiden Kräfte in einem Gleichgewicht.

Es ist aber unzureichend, das Statische auf die Kultur zu beschränken. Bisweilen ufert das Dynamische aus, und es muß ein statischer politischer Ansatz unternommen werden, um neue Verkörperungen guten Zusammenlebens zu etablieren, bisweilen auch, weil das Statische fehlging, jedoch glauben die Leute hauptsächlich an das Dynamische, gleich ob sie aller Welt Freund sind oder ihr mißtrauen, die Wahrheit ist, daß sich das mehrmals in einer Sekunde ändern kann, und also liegt da die Schwierigkeit, nämlich das Grundsätzliche hinter Zierat auf Reflexhaftem herauszuarbeiten.

Labels: , , , , , , , , , , , , ,

15. Januar 2026

Integre und invasive Arrangements zwischen Gruppen

Ein integres Arrangement zwischen zwei Gruppen ist ein Arrangement zwischen diesen beiden Gruppen und ein invasives ist eines zwischen einer dieser beiden Gruppen und Teilen der andern.

Es gilt der Satz der Unverträglichkeit der Arrangements. Integre Arrangements zwischen Gruppen können nur so lange bestehen, wie diese Gruppen keine gewichtigeren invasiven Arrangements eingehen.

Beweis.Wenn eine Gruppe von einem invasiven Arrangement dominiert wird, kann sie selber allenfalls noch andere invasiv dominierende oder dominierte Arrangements eingehen, aber keine integren mehr. Und wenn sie selber andere Gruppen durch invasive Arrangements dominiert, so verspricht die Verschärfung der Dominanz ab einem bestimmten Gewicht größere Vorteile als es ein integres Arrangement mit anderen Gruppen tut.

Geschichtlich stechen zwei Beispiele hervor. Als Alexander der Große den Griechen die Möglichkeit erschloß, das einstige persische Reich durch invasive Arrangements mit den Satrapen zu dominieren, lösten sich die integren Arrangements zwischen den einzelnen griechischen Staaten auf. In Oliver Stone's Film (Alexander) bricht sich der Ärger über diese Weichenstellung in einer Szene an einem indischen Hof Bahn, als einer der Mazedonier die Inder als niederträchtige Menschen beschimpft, und ich teile diesen Freiheitsinstinkt: nicht bloß, sich nicht versklaven zu lassen, sondern auch, keine Macht zu suchen, welche auf Übereinkünften mit Sklaven beruht, denn wer sie sucht, wird bald nur noch Übereinkünfte mit Sklaven und Sklavenhaltern haben.

Das zweite Beispiel betrifft die abendländische Geschichte. Indem die europäischen Kolonien an Gewicht gewannen, verloren die integren Arrangements zwischen den europäischen Staaten an selbigem, bis Napoléon sie vollends aufkündigte. Seitdem trachten die abendländischen Staaten in der Sprache Julius Caesars invasive Arrangements anzustreben, im Namen der Demokratie, des Fortschritts oder der sozialen Gerechtigkeit: strukturell besteht kein Unterschied zwischen Transatlantikern, Maharadschas und der sowjetisch oder chinesisch finanzierten Internationale.

Die Grundlage jeder echten Gemeinschaft ist die Ächtung invasiver Arrangements. Über kurz oder lang führen invasive Arrangements zu Rücksichtslosigkeit, Chaos und Ohnmacht.

Labels: , , , , , , , , , , ,

24. November 2025

Unternehmensmotivationen

Die Unternehmen lassen sich nach 18 Jahren Klärung angemessen elementar definieren,
  • die Routine als durch einen Kurs vorgegeben (tatsächlich sogar durch einen Plan),
  • die Verkörperung als durch ein Seinsideal und
  • das Spiel durch ein Interesse.
Was
  • Erfahrungen motiviert, motiviert also auch Routinen,
  • Haltungen, auch Verkörperungen und
  • Vorhaben, auch Spiele,
womit wir die folgenden Tafeln erhalten.

Motivationen der Verkörperungen

anpassungs-
entsprechend
selbst-
entsprechend
revisions-
entsprechend
ideell Verbundenheit Liebe (i.e.S.)  Zufriedenheit
passend
(funktional)
Klarheit /
Bedeutsamkeit
-
-
tauglich
(materiell)
- - Stolz (i.e.S.)

Motivationen der Routinen

anpassungs-
entsprechend
selbst-
entsprechend
revisions-
entsprechend
ideell - -
 Verbundenheit
passend
(funktional)
Verwandtheit /
Sinnhaftigkeit
Verhießenheit /
Aufgerufenheit
Klarheit /
Bedeutsamkeit
tauglich
(materiell)
reflexive
Freude
:
- -

Motivationen der Spiele

anpassungs-
entsprechend
selbst-
entsprechend
revisions-
entsprechend
ideell Zufriedenheit - -
passend
(funktional)
-
- Verwandtheit /
Sinnhaftigkeit

tauglich
(materiell)
Stolz (i.e.S.) Genugtuung reflexive
Freude

Um nicht die ganzen Tafeln auswendig lernen zu müssen, lassen sie sich auch wie folgt zusammenfassen:
  • Verkörperungen sind liebefokussiert, klarheitsanpassend und stolzrevidierend,
  • Routinen wertschätzungsfokussiert, freudanpassend und verbundenheitsrevidierend und
  • Spiele sind anteilnahmsfokussiert, friedensanpassend und verwandtheitsrevidierend.
Als praktische Anwendung betrachten wir den politischen Diskurs in den Vereinigten Staaten.

Es wird von den Amerikanern erwartet, daß sie ihr ganzes Leben als ein Spiel betrachten, und damit :bestehen lediglich folgende Motivationsmöglichkeiten für ihren politischen Diskurs:
  • Genugtuung: schlecht, führt zu Blutfehden und so weiter,
  • Friedensanpassung: schlecht, führt zu Spießbürgertum, zu geringer Dynamik,
  • Stolzanpassung: weniger schlecht, jedoch etwas beliebig,
  • Sinnhaftigkeitsrevision: schlecht, zu flüchtig,
  • Freudrevision: schlecht, ebenfalls zu flüchtig und
  • Verwandtheitsrevision: ziemlich gut.
Mit anderen Worten widmet sich der politische Diskurs in den Vereinigten Staaten dem Aufbruch aus einem verwandten Umfeld in eine mit Stolz erfüllende Zukunft, was in einem nicht mehr als verwandt wertgeschätzten Umfeld nur noch den Stolz übrig läßt, was zur Analyse der gegenwärtigen Verrücktheit genügen sollte.

Korrekterdings sollte der politische Diskurs natürlich kein Spiel sein, sondern die Verkörperung einer geliebten rechtschaffenen politischen Ordnung, und ich kann nur hoffen, daß es noch genügend viele nicht amerikanisierte Europäer gibt, um hier nicht denselben Luftschlössern zu verfallen.

Labels: , , , , , , , , , , , , , ,

Zur Front Vorherige Beiträge