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Zur Front

31. Oktober 2018

Time to rename it Brimstone National Park?

I sensed something today about 5 minutes to 4 p.m. local time (13:55 UTC). It appeared to me as a need to sit and be still, to call it a day. Almost, as if my presence was requested, but not by somebody else, as if I had been ordered to withdraw to myself. I think it was connected with Steamboat's 25th this year:

I guess it is slightly worrying.

I also noticed that Tambora went off on the 17th day of Napoléon's 100 day rule. If Napoléon's hubris was worth Tambora, there's reason to believe the eighth king's, who is one of the seven, long story short Nero reincarnate, might be worth even more.

Though I'm not confident about the fifth vial, something is changing, something has begun, I'm feeling a relation to something and a need to act in an according way, although the nature of the accordance remains most vague. I have my feet in the water, and it sure is cold.

Logic does of course dictate that a natural disruption would be more merciful than an anthropogenic would be, in all likeliness. Yet it remains too early to call.

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Taking a reminder of the consequences of a world view for advice.

Somebody told me years ago that I shouldn't worry, because it's only envy, and it took me years to figure out what he meant: that the world is for the taking.

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29. Oktober 2018

Hélas!

Platonic remembrance

Why do things evolve?

Is it, because evolution allows the finite to approach the infinite and the complete lies beyond the finite?

I doubt it, methinks the complete is finite itself, because it singles out a state of being among its possible states and being consists of relations, which are summed up in it, and hence the sum is actual, meaning that only if the infinite was actual the complete could be infinite. But if the infinite was actual, there would be no need to approach it through the finite.

Either way there not being a reason to approximate the complete, why does rapprochement occur?

If leaving and entering the complete were themselves parts of an ordained cycle, at least there was a reason for the movement we observe. And there was a reason for having the feeling to have already seen the things we see. In any case, whatever the context of déjà-vus might be, I've grown convinced they deal with mistakes and their avoidance, like when you're playing Giana Sisters and you arrive at that point, where you have to jump within a frame's precision. Déjà-vus likewise mark critical stages, telling you whether you just missed or hit something. If we just missed something, more emptiness will ensue, if we just hit something, we can continue our pursuit.

And knowing the economy of recollection, the last decisions before the aim will be the ones best remembered. We anticipate the form, but we have to fill it with substance. Actually, we realise we just did when we are having a déjà-vu, sufficiently or insufficiently.

The form however is the idea immortally engraved in our souls.

Such is the guidance, such is the advent and, most importantly, such are the aims, lest we are fooled to pursue deserts.

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28. Oktober 2018

Klein? Groß? Mitleidslos?

Ich bin kein herrschsüchtiger Mensch, und doch kann ich mich keinem beugen, weil keiner sich mit meinen Belangen befaßt. Wie anders es wäre, wenn ich um 1750 lebte. Aber der Mensch tut nur, was er muß. Damals gab es ein breites Interesse an der Zukunft und miteinander konkurrierende Gestaltungsvorstellungen. Die Menschen wußten, was war, was sein muß und wie es ihnen künftig zu Diensten sein könne. Und ich wäre nur ein interessierter Zuhörer am Rande und wüßte mich vertreten, zufrieden, mich mit meinesgleichen auszutauschen.

Aber wozu sich Gedanken machen, wenn es nichts zu gestalten gibt? Und das scheint doch jeder zu wissen. Wenn sich seit 1900 einmal ein Gestaltungswille erhoben hat, war er der Wahn eines einzelnen Menschen. Warum? Weil es immer Wahn ist, wenn ein Mensch eine Gesellschaft gestaltet, und es unmöglich ist, daß eine Gruppe zu Gestaltungsvorstellungen kommt, wenn sich die Menschen nicht über sie austauschen.

Wenn Unternehmen und Regierungen zusammenkommen, um die Bedingungen der Maximierung des Bruttosozialprodukts zu besprechen, will ich nicht unbedingt dabeisein. Ja, der Mensch versucht zu überleben und sich fortzupflanzen, und es ist für alle besser, wenn die Wirtschaft brummt. Erstrahlet nur in eurem Glanz! Ihr, die ihr den Menschen zum Vieh degradiert habt.

Neil Tennant fand warme Worte für Österreich-Ungarn. Wie auch nicht? Hat uns Österreich-Ungarn doch Billy Wilder, Johann Baron von Neumann und Paul Wigner gegeben. Indes, während Österreich-Ungarn an der Ineffizienz seiner Administration zu Grunde ging, und zwar weil es im internationalen Wettbewerb stand, würde heute doch die Bevölkerung Europas an der Ineffizienz der konkurrenzlosen Administration der Europäischen Union zu Grunde gehen, und wer hat Österreich-Ungarn dann auch beerbt? Erst das Großdeutsche Reich, dann der Warschauer Pakt, gleichfalls multinationale Gebilde.

Ja, es wird gegessen, was auf den Tisch kommt. Schüler halten Schilder hoch, auf denen steht, daß sie Bolschewiken sind, nur daß sie's nicht wissen, also schon, daß sie die Mehrheitspartei bilden, aber nicht, daß dies als Argument vorzubringen Bolschewismus ist. Ecce Menschewik! Und ist es der Ausdruck ihres Gestaltungswillens? Und wenn er es wäre, sie wären präpotent.

Nichts, nirgendwo. Da sie nichts investieren, wird es wohl auch keine Gelegenheiten geben. Andererseits läßt sich das Vieh bereits durch einen elektrischen Draht entmutigen. Aber wenn sie auch so gehalten werden, daß sie es seien, sag' ich nicht. Nein, ich stimme ja auch zu, Gelegenheiten gibt es keine aufgrund von Geldpolitik und Besteuerung im Namen des Humanismusses und mit dem Segen der Kirchen, und besser wird's, länger leben die Menschen, und mehr von ihnen können lesen, auch wenn's immer weniger zu schreiben gibt.

Sicher, ich hätte lieber eine 10 Prozent Chance 80 zu werden, dann aber von meinem ganzen Dorf um Rat gefragt zu werden, als eine 100 Prozent Chance 80 zu werden, um im Altenheim entsorgt zu werden.

Das Ganze ist eine makabre Ironie. Aber es ist hinnehmbar, und wir leben d'rin. Zu bedenklich ist die Neuverhandlung der Verhältnisse. Der Mensch wartet im Warteraum, bis seine Mauern fallen.

Und so nimmt Gott ihn immer wieder an die Hand.

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27. Oktober 2018

Genug geträumt?

Die im vorletzten Beitrag beschriebene Geborgenheit finde ich zwar in der Beschränkung auf mein Schicksal, aber sie mag doch etwas über dieses hinaus bedeuten. Jede gesellschaftliche Bewegung geht durch die Phasen der Verträumtheit, Sportlichkeit, Schwülheit und Parteiischkeit. Fremd vor der Welt bleibt nur der Traum. Und die selbe Sicherheit, mit welcher mich meine Weltsicht anlächelt, legt mir zugleich den Schluß nahe, daß die Zeit nun wohl beginnen mag, sie zu erproben.

Auf der einen Seite bleibt das Leben als kindsköpfischer Diktator, auf der and'ren die Suche nach der Wirklichkeit, welche durch das Bewußtsein uns'res In-der-Welt-Seins hindurchscheint, gottergeben, um das rechte Verhältnis zu ihm bemüht.

Doch auch dies wird mit jedem Schritt weniger Erkundung und mehr Befolgung, alles läuft so über Wichtigtun weiter hin zum Streit, denn wir verschlingen alles, was uns in den Rachen fällt, verleiben so's uns ein.

Mein Herz aber ist froh. Ein Schritt wurde gemacht, der generationale Automatismus des Beharrens auf der Rollbahn über den Abgrund hinaus gebrochen.

(Gehört es doch zu den vielen Lügen der Moderne zu behaupten, daß die Jugend das Werk der Älteren umstürzen wolle und nicht fortführen, einzig daß der Staat und seine Schulen das Geschäft der Fortführung übernommen haben, und so unter dem Mantel der jugendlichen Rebellischkeit den Eltern ihre Kinder entwinden. Ich glaube im übrigen nicht an die paternalistische Autorität, welche dem Begriff Bildungsminister zugrunde liegt: Dies sollte kein Mensch für 'zig Millionen Jugendliche derart detailliert und allgemeingültig entscheiden wie es heute geschieht.)

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26. Oktober 2018

An meinem Platz

Um aus dem vorigen Beitrag das Fazit zu ziehen:
Gott hat mir ein Leben der Besinnung anbefohlen.

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25. Oktober 2018

Geborgenheit

Seit ich 20 bin, habe ich mich für künstliche Intelligenz interessiert, um den Menschen darzulegen, wie wenig sie sich auf ihre Fähigkeiten einbilden können. Ich konnte ihren Dünkel und ihre Verschwendung auf Stellenausschreibungen nicht ausstehen. Nicht für diese Dinge werden Menschen gebraucht, wenigstens heute nicht mehr. Das Urteil stimmt auch. Aber für welche Dinge sind wir noch bestimmt, wenn uns nichts zu tun verbleibt?

Wer jung genug ist, dem gefällt die Tat freilich um ihrer selbst willen, die Frage nach dem Nutzen stellt sich nicht. Kinder kümmern sich eh nicht um das Wesentliche: ihr Wesentliches ist das Spiel. Je umfassender das Gestaltungsvermögen, desto ausgefeilter das Spiel, und während dem Erwachsenen immer weniger zu tun verbleibt, öffnet sich dem Kind die Spielwelt immer weiter.

Wir verkürzen unser Leben, den erreichten Entwicklungsstufen nach. Das Alter schaffen wir ja bereits ab, seitdem wir unser Wissen von der Wissenschaft bezieh'n. So sind wir alle Kinder, bis daß uns einer stört.

Nein, was in uns wirkt, ist mächt'ger, seltsam, freilich, erscheint mir meine Beziehungslosigkeit, damals ohne Lehrer, heute ohne Schüler, immer schon und nur auf meiner Bahn.

Wie's mich doch durch Öden zieht.

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The dialectic of artificial intelligence

  1. The 20% complain about the treatment they receive from artificial intelligence that focuses on the 80%.
  2. The versatility of artificial intelligence fuels fears about the purposes it's being used for.
  3. The successful employment of artificial intelligence leads to the realisation that man has lodged it in his own house.

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24. Oktober 2018

In memoriam Facebook

Really, who would have thought that Mahoney & Kaktus came up with Facebook's business model, when they joked:

If you like this demo, tell your friends.
If you don't like your friends, tell us.
Mahoney & Kaktus - His Master's Noise - Musicdisk 5

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21. Oktober 2018

ἔρχου, κύριε Ἰησοῦ.

Das Verhältnis zwischen Nervenreizen und Anschauung ist das des Erratens, wie jeder bestätigen kann, dessen Augen schlechter werden.

Und wie es in einer Richtung gilt, so gilt es auch in der anderen: Die Anspannung unserer Muskeln wird ebenfalls erraten.

In beiden Fällen greifen wir dabei auf Formen zurück, welche dem Er- oder Aufgegriffenen Sinn verleihen, indem sie es gliedern und unterscheiden, so daß es also als Zuordnungen verstanden werden kann (Farben den Punkten einer Sphäre etc.)

Transzendente Akte werden ebenfalls rudimentär vorgestellt, und zwar als Entsprechungen von Begriffen, als das Etwas, was sich als etwas erkennen läßt, und ihr Vollzug gleicht dementsprechend der Verfolgung eines Begriffs, nur daß sich an ihn keine Einsicht anschließt, sondern eine selbstverantwortete neue Gegenwart wie nach einer Muskelanspannung.

Auch unsere Erwartung muß erraten, zugleich aber muß sie von uns bestätigt werden, indem wir an sie glauben: Wir holen eine Ahnung ein und erklären sie als verbindlich, und so entsteht unser Glaube, welcher durch ideelle Transzendenz und unser Glauben in die Welt ausstrahlt, wobei der Akt hierbei in der Annahme eines neuen Glaubensteils besteht, und diesen Akt wenigstens sollte auch jeder kennen: Zunächst der Verfolgung eines Begriffs gleich, der Frage, woran wir glauben, dann eine selbstverantwortete neue Gegenwart (und in diesem Fall auch eine Einsicht, auf den tieferen Ebenen aber nicht.)

Die allgemeine transzendente Ausstrahlung des Glaubens läßt sich auch in transzendenten Gottesurteilen konzentrieren, wo die Frage dann lautet, ob es denn so sein soll, woran sich keine Einsicht anschließt, sondern nur eine selbstverantwortete neue Gegenwart, und was auch als (in höherem Dienst stehender) materieller transzendenter Akt zu werten ist.

Die Bibel suggeriert an mehreren Stellen, Jesu Kreuzigung, Offenbarung 11, ebenso wie meine eigene Erfahrung Weihnachten 2004, Ostern 2005 und die Archäologie (Potidaia, 479 vor Christus), daß diese speziellen Gottesurteile zu Erdbeben führen, was darauf hindeutet, daß die Elemente unserem Glauben auf metaphorische Weise gehorchen (ebenso wie auch bei der Teilung des Roten Meeres).

Und deshalb ist es die vornehmste Pflicht eines jeden Mannes, seinen Glauben derart zu kultivieren, daß er Gottes Gehör findet (Johannes, 9:31) und sich die Heilsgeschichte durch ihn entfalten kann.

Um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen: Von der baldigen Herrschaft jener hängt das Überleben der menschlichen Rasse ab. Ich schreibe dies, weil die Bilder des Auszugs aus Ägypten, diesmal unter Jesu Führung (Offenbarung, 16-19), und der wiederholten Himmelfahrt (Offenbarung, 11:12) nicht recht zusammenzupassen scheinen, insofern ersteres Bild Geformtheit suggeriert und letzteres ihr Gegenteil, weshalb ich keinen Zweifel daran lassen kann, worin die Geformtheit hier besteht, so daß ein jeder selbst abwägen kann, in welchem Maß und zu welchem Grad sie bereits anfangs bestehen muß, und in und zu welchen später.

Post Scriptum vom folgenden Tag. Der lieben Genauigkeit halber einige Worte mehr zum Einholen und Bestätigen. Jede Erwartung wird durch einen Eindruck ihrer erraten, welchen wir dann allerdings erst einmal als den Begriff von etwas Bestimmtem erkennen müssen, vergleiche Verfolgung und Beachtung in der Vernunft. Wir wissen immerhin, daß es etwas Erwartetes ist, und wenn wir Glück haben, gelingt es uns auch, es genauer zu benennen.

Nun macht es allerdings einen Unterschied, von welcher Art das Erwartete genau ist, das heißt, es macht einen Unterschied, ob wir etwas von uns erwarten oder vom Rest der Welt. Wenn ich oben das Verb glauben benutzt habe, so meine ich damit, an etwas unbedingt festzuhalten, selbst wenn es einem das eigene Leben kosten würde, und dies ist eine Erwartung von einem selbst.

So eine Erwartung von sich selbst hat den Vorzug, daß sie sich wiederholt abrufen läßt, weil das, worauf sie sich bezieht, nämlich unsere Seele, stets bei uns ist, so wie wir auch wiederholt auf ein Blatt Papier kucken können, bis wir schließlich hinreichend sicher sind, ein Zeichen richtig erraten zu haben. Die übrigen Erwartungen aber gleichen einem Blick durch einen Spalt zwischen flatternden Schleiern, und wir können nur ein Mal raten.

Allerdings können wir eine Erwartung von uns selbst nicht nur wiederholt abrufen, wir müssen es auch, denn sie hängt davon ab, daß wir uns zu dem, was wir von uns erwarten, nachdem wir es uns einmal bewußt gemacht haben, auch bewußt entscheiden, das heißt, wir fragen zunächst: Woran würde ich glauben, wenn ich an das glaubte, was diesem Eindruck entspricht? und dann: Glaube ich wirklich daran?, was durch eine Entscheidung zu einem bestimmten Verhalten beantwortet wird.

Selbstverständlich kann man sich aber auch eine Liste von bestimmten Verhaltensweisen vorlegen und sich dann fragen, ob man wirklich daran glaubt, nur sonderlich interessant ist das nicht, denn das Wesentliche steigt aus dem Unbewußten auf.

Schopenhauer meinte, daß derartige Vorsätze nichts bedeuteten, da man sich erst, wenn es ernst wird, wirklich entschiede. Dies ist nachweislich falsch, und zwar aus zwei Gründen:
  1. Die meisten Ereignisse treten nicht aufgrund einer, sondern aufgrund einer Kette von Entscheidungen ein. Mit anderen Worten wird es meistens erst ernst, wenn man nichts mehr am Ausgang ändern kann. Wenn ich beispielsweise nach Georgien reisen wollte, aber wüßte, daß ich dort unheilbar an Schwindsucht erkranken könnte, werde ich eine Entscheidung treffen, ob mir die Reise dieses Risiko wert ist oder nicht, und wenn ich mich dazu entscheide, mich in diese Gefahr zu begeben, wann wird es dann ernst? Wann ich ins Flugzeug einsteige? Wann ich aus ihm aussteige? Wann ich in einen georgischen Bus einsteige? Oder wann mich der erste Georgier anhustet? Und so ist es doch mit den meisten Dingen, wir handeln unseren Vorsätzen gemäß, ohne daß wir eine Rückmeldung darüber erhielten, wie klug dies war, bis wir schließlich keinen Handlungsspielraum mehr besitzen.
  2. Wenn wir aber tatsächlich einmal direkt geprüft werden, so können wir oftmals selbst, wenn uns unser Vorsatz auf einmal fürchterlich dumm erscheint, doch nichts anderes tun, da uns schlicht nichts anderes in den Sinn kommt. Beispielsweise habe ich einmal mit größtem Vergnügen miterlebt, wie unserem Retriever die Leine riß, nachdem er einen doppelt so schweren Hund wütend anbellte. Auch wenn Hunde nicht sprechen können, war es doch überdeutlich, daß er Scheiße! dachte. Dann schluckte er wohl ein Mal schwer und ging zum sofort vereitelten Angriff über, von dem er genau wußte, daß er hoffnungslos war. Der andere Hund hatte alsbald seine Kehle im Maul, bis dessen Herrchen ihn wieder zu mir zurücktrotten ließ. Und so ergeht es oftmals auch uns Menschen, weshalb übermäßiges Ego-Shooter-Spielen auch zu lockereren Zeigefingern bei Polizisten und Soldaten führt.
Mit anderen Worten sind unsere Vorsätze sehr wohl wirkmächtig, und unser Glaube im besonderen und über solch Profanes hinaus.

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20. Oktober 2018

Finsternis und leeres Grab: Die Zeichen des Triumphs

Wer Not leidet, will aus seiner Not befreit werden, und so kann der Unterdrücker den Glauben an die Errettung brechen, indem er den Befreier bezwingt.

Diese Betrachtungsweise ist der Zurücksetzung des Glaubenszykels aber nicht gemäß. Vielmehr ist die Verkörperung des Heils einem bewässerten Garten zu vergleichen, und daß Wasser des Glaubens für die eigene Sache gewonnen zu haben, wird sich an der Verdunkelung des alten Glaubens zeigen und daran, daß sich der neue Glaube an unerwarteten Orten zeigt und sich weder begraben, einsperren, noch konservieren läßt.
Sie fanden aber den Stein abgewälzt von dem Grabe und gingen hinein und fanden den Leib des HERRN Jesu nicht.
steht in Zusammenhang mit
Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr der Propheten Gräber bauet und schmücket der Gerechten Gräber und sprecht: Wären wir zu unsrer Väter Zeiten gewesen, so wollten wir nicht teilhaftig sein mit ihnen an der Propheten Blut! So gebt ihr über euch selbst Zeugnis, daß ihr Kinder seid derer, die die Propheten getötet haben:
die alte Tradition und Vereinnahmung ist gebrochen, der Fluß des Glaubens in ein neues Bett gelenkt, ebenso wie
Und nach der sechsten Stunde ward eine Finsternis über das ganze Land bis um die neunte Stunde.
das Verdorren des alten Glaubens bezeugt.

Mit anderen Worten ist ein spiritueller gesellschaftlicher Neuanfang aus der Perspektive des Einzelnen keine große, ruhmreiche Sache, sondern vielmehr etwas Geheimnisvolles und Überraschendes, was seine Wahrheit nicht erst aus der Exegese bezieht, sondern bereits aus dem Verhältnis der Lebensdauer eines Glaubens verglichen mit der Lebensdauer eines Einzelnen, also völlig gewiß ist und bei jeder Glaubenserneuerung zu bedenken.

Verbunden mit dem Bild der Ernte und dem Prozeß der Reorganisation der Sorge, welcher in der Offenbarung beschrieben ist, ergibt sich das Verhältnis der Notwendigkeiten zur Weitung des Übergangs zum spirituellen Neuanfang, welcher indes vage bleibt.

Es ist aber tröstlich, seine ersten Stationen zu kennen und somit zu wissen, daß er begonnen hat.

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Accessing time

Schopenhauer's historic achievement was to dust off the history of what has been essential through time at a time when people lost sight of it and either turned to their whims or bodies through which they could participate in world government, the former leading to apathy and the latter to self-mechanisation.

The banker rules the tribe of the psychological hunchbacks who live to prove that they are bigger than the next guy like a king, without his subjects even knowing how he raises or lowers them.

He stepped forward to replace the aristocrat, who had turned to idle pursuits, only to end with idle pursuits himself.

It is not that the two lacked a greater aim, the guiding light of what's holy, it is only that not experiencing the essential anymore themselves they forgot what it was and couldn't understand their holy texts any longer.

Some aristocrats though understood the times and established functional aristocracies through the institutions of the state, first in France, if we may call Napoléon an aristocrat, then in Prussia. Anyway, it matters not whom the institutions serve, it only matters that they give common people the chance to become part of the ruling class, thus raising them out of the unessentialness of their lives into the responsibilities of the state.

This is an encroachment on the kingdom of the banker, which takes its fuel from that part of humanity that doesn't consist of psychological hunchbacks, but the ends to which it leads these people seldom coincide with their natural places in the world, for the mass appeal of this route lies in forgetting that governance is not an end in itself.

Universities, of course, are state sponsored, which is something else. Amongst other things they serve to bind the intellectual elite of a people to the idea of a national body, whose head they form, which is a very effective way to prevent them from dissecting the state.

We have institutionalised self-unawareness, overbearingness and doggedness, and amongst the ones provided with sufficient leisure a wandering, unsteady spirit. And we have it since Napoléon's days. It really is not a pretty sight and I am immensely grateful to Arthur Schopenhauer for having taken a spiritual turn, without which I cannot imagine to have found the key to access my time.

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15. Oktober 2018

Der Chauvinierer

Wiewohl ich nicht recht weiß, ob der Begriff Identitärer ersonnen wurde, um den Begriff Chauvinist zu verdrängen, will es mir doch scheinen, daß ein rechter Chauvinist jedenfalls auch ein Identitärer sein muß, und wenn ich den Poensgen dann etwas griffiger fass', erscheint seine Lagezeichnung doch wie folgt, wobei ich es der Urteilskraft meiner Leser anheimstelle zu ergründen, ob sich die Sache wirklich so verhält.

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14. Oktober 2018

Ein Lebensweg

Ich geh' ins Moor mein Leben suchen, die Andern bringen ihres mit. Immer habe ich geangelt, heraufzuholen aus der Zukunft Tiefe, was wert mir schien zu sein. Verborgen ist mein Leben, und im Verborg'nen lebe ich. Unter der Sonne Aug' hielt ich den Kopf gesenkt, zu büßen meine Leere, seh' ich's nun über Wüsten steh'n, im Dienst weiß ich den Stern.

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13. Oktober 2018

Entering what's already there.

Seeking life man delves into the depths of his nerves,
what then does his spirit seek when it strives to escape them?

Thoughtless, blind, numb, content -
and sleep approaches like a tender friend.

It is the season when the geese break up and start their flight,
yet here is only peace and no inkling to avoid.

Still, it seems the same: It's facing up to -
only in a different way.

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11. Oktober 2018

Zur Funktion der verschiedenen Schulfächer für die bürgerliche Bildung


weltan-
schaulich
 fertigend sprachlich analytisch schulisch orientierend
Physik + + + - - -
Chemie - + + - - -
Biologie + - - - - -
Mathematik - + + + - -
Sport - + - - - -
Werken - + - - - +
Informatik - + + - - +
Kunst - + - - - +
Musik - + + - - -
Deutsch - - + - + -
Englisch - - + - - -
Latein - - + - + -
Geschichte - - - - + -
Religion + - - - - -
Philosophie - - - - + +
Erdkunde - - - - - +

Zu den Weltanschauungen.  Die Weltanschauung der Physik ist der materielle Determinismus, die Weltanschauung der Biologie der Darwinismus und die Weltanschauung der Religion die Verantwortung vor Gott.

Zur Analytik.  Die analytisch bürgerlich relevanten Teile der Schulmathematik sind der Dreisatz und die Wahrscheinlichkeitsrechnung.

Zu den Schulen.  Die Schule, an welche der Deutschunterricht heranführt, ist die Schule der politischen Auffassungen der deutschen Schriftsteller. Die Schule, an welche der Lateinunterricht heranführt, ist die Schule der Interpreten der griechisch-römischen Kultur. Die Schule, an welche der Geschichtsunterricht heranführt, ist die Schule der deutschen Geschichtsdarstellung. Und die Schule, an welche die Philosophie heranführt, ist die Schule der Feuilletonphilosophie.

Zur Orientierung.  Werken orientiert im Baumarkt, Informatik bei computerbetreffenden Sicherheitsfragen, Kunst beim Mischen von Farben, Philosophie bei der Betrachtung der innereuropäischen philosophischen Differenzen und Erdkunde im Urlaub.

Fazit.  Orientierung findet verhältnismäßig wenig statt, die eröffneten Schulen sind überwiegend national geprägt, die Analytik ist auf quantitative Fragen beschränkt (eine Erweiterung auf Fragen der begrifflichen Erfassung, welche ihrerseits in der Hochschulmathematik, etwa in der Topologie (Was ist zusammenhängend?) oder der Algebra (Welche Eigenschaften hat das Volumen eines von drei Vektoren aufgespannten Spats? Wie verhält es sich als Funktion der drei Vektoren? Wie verändert sich diese Funktion, wenn man eine Orientierung des Tripels der drei Vektoren einführt? Wie wird diese Orientierung eingeführt?) eine wesentliche Rolle spielen, wäre sicherlich wünschenswert), die Sprachen scheinen mir adäquat unterrichtet zu werden, die Fertigung wird in Deutschland in einem Maße unterrichtet, welches beim Bürger einen starken Basteltrieb voraussetzt, und zwischen den unterrichteten Weltanschauungen besteht eine erhebliche logische Spannung, welche ethische Schizophrenie nahelegt:
  • stoisch der Technik gegenüber,
  • egoistisch bei der Verfolgung der eigenen Karriere und
  • schüchtern in politischen Fragen.
Mit anderen Worten sehen wir also in der Unterrichtung der deutschen Bürger durchaus die Anfänge dessen, wofür sie bekannt sind: Naivität, Eigenart, technische Intelligenz: Fähigkeit zur Ermessung und Kommunikation bei eingeschränkter Flexibilität der Betrachtungsweise, Patentheit und die bereits erwähnte schizophrene Ethik.

Zu den unerfreulicheren Eigenschaften der Feuilletonphilosophie gehört es freilich, daß sie nie auf diese Dinge zu sprechen kommt.

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9. Oktober 2018

Geistiger Horizont und Bewegung der Zykeln

So trivial die folgende Aussage auch sein mag, so bedenkenswert ist sie doch:
Bewegung im materiellen, funktionalen oder ideellen Zykel findet stets durch die Beschäftigung mit ihren jeweiligen Gegenständen im körperlichen oder persönlichen und philosophischen oder gläubigen geistigen Horizont statt.
Das Streben nach Harmonie in weltlichen Dingen läßt den materiellen Zykel atmen. Das Streben nach Nachwirkung in den gesellschaftlichen Verbünden läßt den funktionalen Zykel atmen. Und das Streben nach Wesentlichkeit vor Gott läßt den Glaubenszykel atmen.

Fehlt eine dieser Beschäftigungsweisen, so stagniert der entsprechende Zykel. Zwar ist es möglich, daß sich die Beschäftigung mit den Gegenständen eines niedrigeren Zykels gegen die Einrichtungen eines höheren wendet, aber diese Zerstörung aus Unachtsamkeit vollzieht sich niemals in freiem Belieben, denn es ist die Aufgabe der Erdverbundeneren die Einrichtungen der höher Fliegenden entweder anzunehmen oder zu verwerfen, und zwar auf der Grundlage des Gedeihens ihrer eigenen Beschäftigung, also als deren Rahmenbedingungen, und deshalb kann sich die Beschäftigung mit den Gegenständen einer niedrigeren Zykels nur so lange gegen die Einrichtungen eines höheren wenden, bis sie bemerkt, daß sie sich selber schadet, und da sie unfähig ist, im höheren Zykel irgendetwas auszubessern, wird dies stets früher oder später geschehen. Mit anderen Worten sind die Einrichtungen eines höheren Zykels, welche einmal von den Erdverbundeneren eines niedrigeren Zykels angenommen wurden, als Ast, auf welchem jene sitzen, vor unachtsamem Kappen geschützt.

Wenn ein höheren Zykel allerdings durch die höher Fliegenden, welche sich mit seinen Gegenständen beschäftigen, soweit vorangetrieben wurde, daß er an die Grenzen der in ihm entwickelten Einrichtungen stößt und bald zurückgesetzt werden muß, nimmt die Verwerfung dieser Einrichtungen durch die Erdverbundeneren in einem Maße zu, welches den Zug zu seiner Zurücksetzung unaufhaltbar macht.

Für den körperlichen geistigen Horizont zählt dabei die Harmonie der eigenen Umwelt, oder anders gesagt der eigene Wohlstand. Und für den persönlichen und philosophischen geistigen Horizont zählt ein glaubwürdiges Fortschrittsversprechen, in dessen Rahmen die eigene Nachwirkung eingeht. Sobald dieses nicht mehr gegeben ist - und es ist heute nicht gegeben - wird die, zumindest in christlichen Gesellschaften beträchtliche, Masse von Personen des persönlichen und philosophischen geistigen Horizontes zu einer großen, scheinbar gänzlich irrationalen, Abrißbirne.

Nichts anderes besagt das Hexagramm Abgrund unter dem See, Herrschaft der Unvernunft über die Achtung: Die Austrocknung.

Sowohl die katholische Kirche, als auch die Freimaurer, kümmern sich beflissentlich um allgemeinen, weltweiten Wohlstand, aber beide reagieren geradezu allergisch gegenüber dem Anspruch auf ein glaubwürdiges Fortschrittsversprechen, woraus allein ich den Schluß zu ziehen wage, daß die Freimaurer ein Ableger der katholischen Kirche sein müssen: Gäbe es eine Religion, welche forderte, daß Flugzeugkapitäne mit ihren Flugzeugen abstürzen müssen, und kämen dann Flugzeuge ohne Schleudersitz auf den Markt, was würde ich von ihren Herstellern denken?

Das letzte von katholischer Seite anerkannte Fortschrittsversprechen, wenngleich unter ungeheuerlichem selbstverleugnerischen Theater, gipfelnd in der Plünderung der Vatikanischen Bibliothek, war der Code Napoléon. Seitdem haben weder Freimaurer, noch katholische Kirche irgendein neu ersonnenes Fortschrittsversprechen gut geheißen, was freilich nicht heißt, daß sie nichts mit derartigen politischen Bewegungen zu tun gehabt hätten. Genauer gesagt versuchen beide seitdem, das Ersinnen solcher Versprechen selbst nach Kräften zu ersticken und wo dies nicht gelingt, es zu vergiften, beziehungsweise abzulenken.

Freilich, angesichts des Eifers, mit welchem amerikanische Institutionen die Offenbarung in die Tat umsetzen, kann ich nicht gänzlich ausschließen, daß die Freimaurer dort insgeheim ein anderes Drehbuch befolgen. Aber was das angeht, kann ich es auch bei der katholischen Kirche nicht gänzlich ausschließen. Irritierend ist es aber doch, vor allem bei der katholische Kirche:

Der Papst gibt jeden katechonischen Anspruch auf,
aber die Endzeit ruft er nicht aus.
Glaubt euren Augen, nicht euren Ohren. Oder wie soll man es deuten?

Nun denn, ich hätte formal mehr herausarbeiten können, doch die (nicht) erreichte Genauigkeit genügt mir, das Schwatzen anfangen will ich aber auch nicht - so beende ich den Beitrag hier.

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7. Oktober 2018

λαοὶ καὶ ὄχλοι καὶ ἔθνη καὶ γλῶσσαι

Stämme und Massen und Völker und Sprachen
So wie ein Stamm mehr ist als eine Masse, indem seine Mitglieder ihre Abstammung mit einander teilen, ist ein Volk mehr als eine Sprachgemeinschaft, indem seine Mitglieder ihre Kultur mit einander teilen.

Johannes definiert ἔθνη en passant durch begriffliche Symmetrie.
ἄχρι οὗ πληρωθῶσιν καιροὶ ἐθνῶν

bis die Zeit der Völker erfüllt ist
Die Zerstörung der Kulturen ist endzeitliches Programm, gleichzeitig aber sind die Kulturen das Vehikel, in welchem sich die Geschichte der Christenheit bis zur Endzeit vollzog.

Der Schluß daraus ist doch der, daß die Kulturen weder in ihrer bisherigen Form fortbestehen können, noch daß die Herrschaft der Heiligen auf etwas anderem fußen könnte als den verschiedenen christlichen Kulturen, welche auch immer das in den Augen Gottes sein mögen.

Die Vereinigten Staaten in ihrer EPCOT-Center-artigen Melange europäischer Einflüsse haben sich selbst dieses Schicksal eingeschrieben: die Auflösung der Kultur mündet in die Erneuerung des Glaubens durch die Wiederkehr Christi: wer sich an nichts halten kann, muß sich neu gründen.

Ich vertraue den Kulturen wie den Felsen durch die Stromschnellen, sie sind das Fundament, welches menschliches Zusammenleben, so wie ich es verstehe, überhaupt erst ermöglicht. Indes mag sich aus diesem Gestein etwas neu bauen lassen, das schließe ich gewiß nicht aus.

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6. Oktober 2018

Ethics

Ethics based on heed demand the completion of the form and thus allow the completion of the duty, but an animal's completion it is, for it is the obedience of the law of the species: it doesn't judge what's just, but which path we are prepared to take.

Ethics based on care on the other hand demand the consideration of the consequences and hardly ever allow one to regard one's duty fulfilled.

It is from this, whence both the inconsistency of suppression and the contortion of justice spring, both prices being paid, the former for survival, the latter for the grace of God.

The Revelation is very much about this, the ultimate text on the historicality of God's grace, the protracted, contorted path of those, who keep Christ's words.

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Soros' technique

It should be completely obvious by now, but since people are still falling for it:
  • the classical technique of the Trojan Horse consists of supporting a group that is aligned with you, helping it beat the enemies of your enemy (other than yourself), thus allowing it to rise to power within the ranks of your enemy,
  • the Soros Variation of the classical technique consists of not supporting one group that is aligned with you, but a multitude of expendable groups, whose course you control, helping them to score political points against the enemies of your enemy (other than yourself), thus incentivising your enemy to align his politics with them and to lead him thus by the ring you've punched through his nose.

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3. Oktober 2018

Der geistige Horizont als persönlicher Himmel

Ich traf jüngst wieder auf eine seltsame Frage, welche mich seit Jahrzehnten beschäftigt hat, und in diesem Zusammenhang bin ich noch einmal den Weg zur Erreichung des gläubigen geistigen Horizonts durchgegangen, wobei mir auffiel, daß der gläubige Horizont als Abschluß der Sorge, also als Antwort darauf, wozu die Verfolgung der rechten Haltung durch die eigene Stimmung dient, exakt dem Verhältnis des Zeitalters der Wunder zum Zeitalter der Werke als dessen heilige Hoffnung entspricht, mit anderen Worten der geistige Horizont also die persönlichen Vorstellungen der Selbstvervollkommnung enthält.

Weil die Sorge in ihrer Unterordnung unter ihre Schönheitsideale das Wesentliche nicht ungehindert verfolgen kann, bedarf sie des Wunders, der Transzendenz in und aus Glauben, um sich vor dem Wesentlichen zu rechtfertigen. Und also entspricht ihr Reifungsprozeß auch dem in den Sieben Feuern des Gerichts beschriebenen Weg durch das Zeitalter der Wunder.

Entsprechendes gilt für die Achtung und den persönlichen oder philosophischen geistigen Horizont. Die Achtung ist sich ihres Vermächtnisses nicht sicher, und findet deswegen in der Nachwirkung in Form des Einflusses auf den Zeitgeist oder die Wissenschaft ihren Abschluß, weshalb der Weg zu ihrer Reife dem des Zeitalters der Wacht gleicht.

Und im Falle des Lust und des körperlichen geistigen Horizonts ist es die Harmonie der Umwelt, welche den aus eigenem Prinzip nicht erreichten Abschluß bildet, weshalb der Weg der geistigen Reifung hier dem des Zeitalters der Werke entspricht.

In allen Fällen fragt sich ein Teil unserer Seele, auf welche Weise er seine eigene Daseinsauffassung rechtfertigen kann, wobei derjenige, dessen geistiger Horizont hinter seinem (persönlichen) Geist zurückbleibt, an dieser Inkongruenz leidet:
  • wer gestimmt ist, dem nützt es weder Nachruhm, noch Harmonie in seiner Umwelt zu suchen, beides geht an seinem Herzen vorbei,
  • und wer fordert, ist mit der Harmonie seiner Umwelt auch nicht bedient.
Umgekehrt heißt dies aber auch, daß alle, welche reif im Glauben geworden sind, ihren Frieden haben, denn der höhere geistige Horizont schließt den niedrigeren ein, einschließlich der vorangegangenen Wegstrecke auf dessem Weg, weshalb Kindern ja auch die Welt geschmückt wird.

Soweit fügt sich das alles stimmig zusammen. Indes stellt sich die Geschlechterfrage hier mit unerwarteter Brutalität. Eine im gläubigen geistigen Horizont gereifte Frau scheint schlicht unvorstellbar, und während es hin und wieder unreife Frauen des gläubigen Horizonts gibt, wohl so oft wie Männer auch, scheinen diese erstens alle verdammt und zweitens den Glauben als solchen verunzierend, wiewohl sie ihm freilich als Fanale dienen mögen, in etwa wie es Damaskios Hypatia nachgesagt hat.

Es liegt etwas für die meisten Menschen unerträgliches im Frieden der gereiften Gläubigen, welche sich nicht engagieren, sondern lediglich die Welt reflektieren, was schlicht daher rührt, daß sie die jene rechtfertigende Glaubensgewißheit nicht besitzen. Und wiederum, welche Frau könnte sie besitzen? Das Engagement der Gläubigen ist freiwillig und entspringt keinem Schuldgefühl, es beugt sich der göttlichen Ordnung allein. (Gläubige hier kurz für jene des entsprechenden Horizonts, es läßt sich freilich glauben, ohne diesen Glauben auf seine logischen Voraussetzungen hin analysiert zu haben, beziehungsweise sich dazu gedrängt zu fühlen).

Damit kann ich den allgemeinen Teil beschließen. Im speziellen beschäftigt mich die seltsame Schicksalsleere mancher Frauen aber auch weiterhin. Die Welt ist Stoff, daraus der Zukunft ein Kleid zu weben, und jene bleiben außen vor, werden nicht verwoben und weben auch nicht selbst?

Bin ich blind?

Und doch sehe ich da nur die Frage, welche im Raum steht, buchstäblich. Es wäre inzestuös, sich mit ihnen einzulassen, welche Hoffnung verfolgte die Evolution da? Sie müssen sich verschenken, nur nicht an Gott, oder sie lassen es.

Ein jeder blickt auf seinen Nächsten und sieht, was in ihm selbst ist. Das Opfer dort, das Opfer hier. Die Frage dort, die Frage hier.

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1. Oktober 2018

Bekehrung und Verbitterung

Das Bittere mundet nicht, es mag einem wohl Zeit geben, aber seine Zeit ist ein Gefängnis, daraus wir zu fliehen trachten, weil sie quer zu unserem Wesen liegt. Bekehrung hingegen ist das unerwartete Einschwenken der Zeit entlang unseres Wesens. Was aber ist diese Zeit? Eine Sammlung dessen, was wir vor uns sehen.

Oftmals verkennen wir die Zukunft dabei, es kommt uns die Lösung nicht in den Sinn, und wir verbittern. Und wenn sie uns in den Sinn kommt, bekehren wir uns.

Seit ich 12 Jahre alt war, stand ich vor dem Dilemma, mich den Menschen weder anschließen zu mögen, noch getrennten Weges von ihnen gehen zu wollen, welches sich durch die Erfüllung der Offenbarung auflöst, indem die Menschen zum Bekenntnis getrieben werden, in dessen Glut die faulen Kompromisse verdunsten.

Jeder, der den Ruf seines Wesens sehnsüchtig hört, sieht in der Bekehrung sein Glück und in der Verbitterung sein Unglück, und nicht nur in seiner eigenen, sondern noch viel mehr in jener derer, welche von Herzen das Glück aller anstreben.

Diese verdienen die Freiheit, ihrem Wesen zu folgen, und sie werden sie erhalten. Der mechanische Schraubstock nähert sich seiner Vollendung und zwingt sich der menschlichen Ethik auf und gibt den Zusprechern sein Antlitz. Also vor die Wahl gestellt, werden die Seinen dem Herrn folgen und der Herr sie nicht verbittern lassen.

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