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30. Dezember 2018

Christliche Sublimierung

Entlaubt ist uns der WaldeLob Gott getrost mit Singen,
gen diesem Winter kalt. frohlock du christlich Schar.
Beraubet werd ich baldeDir soll es nicht mißlingen,
meins Liebs, das macht mich alt. Gott hilft dir immerdar.
Daß ich dich Schön muß meiden,     Ob du gleich hier mußt tragen
die mir gefallen tut, viel Widerwärtigkeit,
bringt mir mannfaltig Leiden,noch sollst du nicht verzagen,
macht mir ein schweren Mut. er hilft aus allem Leid.

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28. Dezember 2018

Die Ausrichtungsmechanismen der Hochkulturen

Indogermanische Hochkulturen. Das Zusammenleben der Gestimmten und Fordernden wird durch die Vermittlung des Gemeinwohls als verpflichtenswürdigstes Gut ausgerichtet, wie es etwa im Christentum geschieht. Mit anderen Worten wird die Gesellschaft durch die psychologische Ausgleichung der Fordernden gesteuert.

Semitische Hochkulturen. Das Zusammenleben der Gestimmten und Erregten wird durch die Schlichtung der widerstreitenden Ansprüche der Erregten ausgerichtet, wie es etwa im Islam geschieht. Mit anderen Worten wird die Gesellschaft durch die physische Ausgleichung der Erregten gesteuert.

Tibeto-Japanische Hochkulturen. Das Zusammenleben der Fordernden und Erregten wird durch die Aneinanderkettung der beiden ausgerichtet, wie es etwa in Japan geschieht. Mit anderen Worten wird die Gesellschaft durch die materielle Belastung der Fordernden und die sittliche Belastung der Erregten gesteuert.

Es ist vor diesem Hintergrund völlig klar, daß die Offenbarung nur die notwendige Wiederausrichtung des Christentums beschreiben kann und weder seine Ersetzung, noch das Schicksal anderer Hochkulturen (das der Juden nur in sofern sie in das Christentum eingebettet sind).

Ich weiß, daß diese Worte Vereinigern aller Art nicht schmecken, aber es besteht wirklich nicht der geringste Zweifel an ihnen: Menschen lassen sich nicht gegen ihre Natur beherrschen.

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Zu Gast

Sitzt du bei andern zu Gast, färbt doch stets etwas auf dich ab.
Du siehst sie in die Zukunft spähn und sinnst bald mit ihnen, wie ihr zu begegnen:

Halten sie Ausschau wie Frösche, worauf zu springen, musterst du mit,
suchen sie Wege, ihre Welt zu schützen, ermißt auch du den gemeinsamen Fundus,
suchen sie Kunde, um Pläne zu schmieden, bemerkst auch du deinen eigenen Stand.

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26. Dezember 2018

Führung

Wenn Menschen sich auf einen gemeinsamen Weg aufmachen wollen, müssen zwei Dinge gewährleistet sein:
  1. daß ihnen vermittelt wird, in wiefern es einen Fortschritt auf ihre Ziele zu bedeutet, wenn sie die nächste Wegstrecke gehen,
  2. daß sie das auf diesem Weg Anbrechende bewältigen.
Um hier nicht über meine eigenen Füße zu stolpern, werde ich die Selbstvermittlung erlauben, üblicherweise auf der Grundlage eines Lehrbuchs.

In soweit ein Ziel nur gemeinsam erreicht werden kann, ist die Vermittlung des gemeinsamen Weges unabdingbar für seine Erreichung. Wo immer etwas gemeinsam angestrebt wird, findet sie statt. Und wer darauf zu hoffen wagen dürfen möchte, mit anderen zusammen ein gemeinsames Ziel zu erreichen, der darf sich der Vermittlung von Wegen nicht kategorisch verschließen.

Die Neuorientierung der Gemeinde kommt auf natürliche Weise zustande, sobald das Anbrechende in der alten Form der Gemeinde nicht mehr bewältigt wird oder sich ihr Weg nicht mehr als Fortschritt vermitteln läßt.

Wenn dies geschieht, wird die Gemeinde selbständig die Bewältigung des Anbrechenden übernehmen müssen und nach einem Weg suchen, welcher sich ihr als Fortschritt vermitteln läßt, wobei alles Vermittelbare selbstverständlich zunächst einmal begrifflich fixiert sein muß, was den Rückgriff auf Altbewährtes begünstigt.

Jede Verfeinerung des Weges durch zusätzliche Erwägungen kann zunächst einmal nur derjenigen Gemeinde vermittelt werden, welche letztere anstellte, später allerdings bei erwiesener Vorbildlichkeit auch von anderen übernommen werden, ob nun mit oder ohne Bewerbung. In jedem Falle erfolgt eine solche Übernahme aber bei Interesse und dezentral, so lange sich die Gemeinden keiner gemeinsamen Führung unterstellt haben.

Aber auch ohne eine solche kann eine neue Tradition sowohl an Inhalt als auch an Verbreitung wachsen, wobei ein starkes und umfassendes gemeinsames Grundbekenntnis für das weitere Gedeihen von naturzentraler Bedeutung ist.

Ich fragte gerne: Könnten wir nicht?, aber es ist die Frage: Wie können wir?, welche die kommende Zeit bestimmt.

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Steamboat no. 32

Presumably the last eruption this year.

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25. Dezember 2018

Herz und Nieren

Man sehe die Gemeinde darauf an, was sie zu erreichen sucht, was sie sich dabei für sich erhofft und mit wem sie sich verbündet, ob sie
  • ein Gut erreichen will oder das Gute,
  • hofft, sinnvoll eingebunden oder in die Gemeinschaft Christi eingebunden zu werden,
  • sich verbündet, um gehört zu werden oder um zu ehren.
Die Zeit des Ertragens kommt zum Ende.

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Gottesdienst

Es will mir scheinen, daß der Gottesdienst heutzutage die Funktion hat, das Bewußtsein, eine Gemeinde von Brüdern in Christus zu bilden, zu unterbinden. Es ist meine eigene Natur, welche von mir verlangt, diese Veranstaltung aufzusuchen, in welcher der Beziehung des Menschen zu Gott gedacht wird, aber genau darauf beschränkt sich die Veranstaltung auch, des abstrakten Gedenkens der Beziehung des Menschen zu Gott, eine konkrete gemeinschaftliche Ausgestaltung dieser Beziehung gibt es gerade nicht im heutigen Gottesdienst.

Solange wir diese Veranstaltung aufsuchen, werden wir durch sie auf uns selbst zurückgeworfen, es ist ganz und gar so, als ob wir gemeinschaftlich von verschiedenen Seiten gegen eine Gummisäule rennen würden. Aber so muß es durchaus nicht sein. Das Vaterunser an diesem Ort gesprochen ist bedeutsam. Jedenfalls wenn man von der Bedeutung der eigenen Gebete überzeugt ist, welche man im Vaterunser gelobt, auf bestimmte Ziele hin auszurichten, also das Reich Gottes herbeizubeten und darauf zu verzichten, seine Schuldiger mit Flüchen zu belegen.

In Paulus' reichlich seltsamer Rede zum Gottesdienst, in welcher er sich ausgiebig mit dem Unsinn der Zungenrede, sowie seiner eigenen Gewohnheit, genau diesem Unsinn zu fröhnen, beschäftigt, redet er auch vom Prophezeien und sagt, es errichte die Kirche (1. Korinther 14). Wie soll man diese Worte anders verstehen, als daß uns das Reich Gottes durch das, was uns Gott zu offenbaren bereit ist, und sei es bloß durch Einsicht, näher kommt, und daß wir den Gottesdienst dazu nutzen sollten, derart auf es zuzuhalten?

Und wir könnten dies auch tun. Wenn wir bereit wären, an dasselbe zu glauben und uns gemeinsam auf den Weg zu machen. Der Gottesdienst könnte die Schmiede sein, in welcher wir unser Schicksal als Glaubensgemeinschaft schmieden. Und selbstverständlich müßten Frauen dann die Klappe halten, es ist schon viel, sie dabei überhaupt zugegen sein zu lassen, wie sie heute ja auch nirgends zugegen sind, wo dies noch geschieht. Werden wir eines schönen Tages die Versprenger aus den Kirchen treiben und zusammenkommen?

In den Angelegenheiten, welche unser Schicksal bestimmen? Aus natürlichem Trieb, in natürlicher Form? Und doch der christlichen Lehre verpflichtet? Direkt unmöglich ist es weiß Gott nicht. Und doch ist es noch eine Weile hin, und nur über die Ruinen der Götzen der Moderne führt der Weg, als welche die Menschen in ihren Dienst zwingen. Die Verantwortung muß zurückerobert werden, aber nicht Verlangen, sondern Mißbrauch ebnet diesen Weg. Doch wenn es soweit ist, werden wir vielleicht zu unserem Erstaunen feststellen, wie kurz die Strecke ist.

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24. Dezember 2018

Zum Ursprung der Inspiration

Indem Johannes den Begriff des Heiligen zum Ausgangspunkt von Gottes Wirken macht und die Kinder Gottes dadurch ausweist, daß sie durch den heiligen Geist geboren werden, weist er auch den heiligen Geist aus, und zwar als den Geist, welcher sich einstellt, wenn wir den Begriff des Heiligen verfolgen.

Ich möchte dies wie folgt verallgemeinern. Jeder Begriff, welchen wir aktiv verfolgen, so er uns überhaupt zu einem Geist führt, führt uns zu einem überweltlichen Geist, wobei Geist das unseren persönlichen Geist Bewegende bezeichnet.

Und dies komplementierend: Jeder Geist, welcher von uns ohne unser Zutun Besitz ergreift, ist ein innerweltlicher Geist.

Der Einfachheit halber sollte es sich so verhalten, ist die Wahrheit doch meistens einfach. Aber es bilden sich augenblicklich etliche Einwände, welche ich im folgenden durchgehen möchte.

1. Inspiration durch die Landschaft. Diese halte ich durchaus für einen überweltlichen Geist, selbst wenn ich diese Geister Erdgeister nenne, denn ein innerweltlicher Geist setzt einen innerweltlichen Geisteingeber voraus, und dazu ist die Landschaft durchaus nicht in der Lage, daß sie auf transzendentem Wege einen Geist einzuflößen vermöchte. Aber auch wenn wir es nicht bemerken, behaupte ich, daß die Inspiration durch die Landschaft noch jedes Mal einer aktiven Verfolgung des Begriffes entspringt, welchen die Landschaft in uns hervorruft.

Und gänzlich analog dazu ist die Inspiration durch ein Buch oder ein Kunstwerk, wobei bei Bild- und Tonaufnahmen menschlichen Handelns allerdings die Grenzen verschwimmen, da nicht ausgeschlossen werden kann, daß es in dem Falle tatsächlich einen Geisteingeber gibt.

2. Spirituelle Warnungen, Offenbarungen. Hier liegt es nahe, Gott als Warnenden zu vermuten, auch wenn diese geisteingebenden Erfahrungen passiv in uns aufkommen. Was die alltäglicheren Warnungen betrifft, so vermute ich als Quelle aber den Geist, welcher uns in Form unseres Charakters auf natürliche Weise innewohnt und welchen wir zeitweilig mutwillig verdrängt hatten. Und im Falle der weniger alltäglichen Warnungen und der Offenbarungen vermute ich einen schicksalsmäßigen Zusammenhang mehrerer Menschen, welcher auf solche Weise Rollen zuteilt.

In Bezug auf die Johannesoffenbarung ist dies selbstverständlich nur möglich, wenn sich der fragliche Zusammenhang über verschiedene Zeitalter erstreckt, aber möglicherweise kann er das. Außerdem sagt Johannes:
Und ich bin Johannes, der solches gehört hat. Und da ich's gehört und gesehen, fiel ich nieder, anzubeten zu den Füßen des Engels, der mir solches zeigte. Und er spricht zu mir: Siehe zu, tu es nicht! denn ich bin dein Mitknecht und deiner Brüder, der Propheten, und derer, die da halten die Worte dieses Buchs. Bete Gott an!
und das ist selbstverständlich ein recht klares Bekenntnis, daß es sich genau so verhält, daß der überweltliche Geist durch die Anbetung Gottes gesucht werden muß und daß die Offenbarung lediglich die innerweltlichen Erwägungen Seiner Knechte ausdrückt.

Der grundlegende Gedanke ist selbstverständlich, daß, was zeitlich an einen herantritt, mit den Ausfüllern der Zeit zu tun haben muß, und in Bezug auf Gott, daß Sein Plan sich nach ihnen richtet. Deshalb heißt es auch:
Und ich sah, und siehe, mitten zwischen dem Stuhl und den vier Tieren und zwischen den Ältesten stand ein Lamm, wie wenn es erwürgt wäre, und hatte sieben Hörner und sieben Augen, das sind die sieben Geister Gottes, gesandt in alle Lande. Und es kam und nahm das Buch aus der Hand des, der auf dem Stuhl saß. Und da es das Buch nahm, da fielen die vier Tiere und die vierundzwanzig Ältesten nieder vor dem Lamm und hatten ein jeglicher Harfen und goldene Schalen voll Räuchwerk, das sind die Gebete der Heiligen, und sangen ein neues Lied und sprachen: Du bist würdig, zu nehmen das Buch und aufzutun seine Siegel; denn du bist erwürget und hast mit deinem Blut für Gott aus allerlei Geschlecht und Zunge und Stamm und Volk eingekauft, und hast dieselben unserm Gott zu Königen und Priestern gemacht, und sie werden Könige sein auf Erden,
die individuelle Bedeutung Christi für die Geschichte der Christenheit unterstreichend.

Die innerweltlichen Geister werden also durch funktionale transzendente Akte vermittelt, selbst über die Zeiten hinweg, und basieren auf dem Prinzip Mitgefangen: Mitgehangen.

Ich will nicht behaupten, daß es so sein muß, aber es erscheint mir wahrscheinlich genug, um es als Modell auszuprobieren. Gesellschaftlich folgt im besonderen, daß die aktive Verfolgung des Heiligen das Überweltliche in die Welt einläßt und anschließend die schicksalsmäßigen Abhängigkeiten die weiteren Rollen hinsichtlich des Umgangs mit ihm zuweisen.

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23. Dezember 2018

A modern parallel to ancient Rome

In the post Die Demut der Caesaren I equated the lines of hexagram 36 Darkening of the Light of the I Ching with the first Roman emperors starting with Caesar, that is with him, Augustus, Tiberius, Caligula, Claudius and Nero.

And in the previous post I explored the possibility that not only Nero, but also Caligula could refer to a person of our time.

Here now I consider a modern parallel to Caesar, Caligula, Claudius and Nero, which could possibly be extended onto Augustus and Tiberius as well, but my knowledge of modern history isn't good enough for that.

The modern Caesar would be Napoléon. There's no real need to explain that. So the question is what we are focusing on in Caligula to find a modern counterpart. I'd say we'd have to point to the public defilement of the Roman gods. Then Caligula's counterpart becomes Lenin. And Claudius would consequently be seen as a cautious restaurateur. And his counterpart would be the West during the Cold War, headed by the United States, trying to be as little of an empire as Claudius tried to be of an emperor. And Nero thus is the brazen restaurateur, whose modern counterpart is in the making ever since George W. Bush.

So we see that it's possibly today as it was then: People during Nero's day thought that they had found the beast in Caligula, but as the years of Nero's reign passed, they realised that they were being premature in their judgment. And thus it may repeat, when people realise that the answer to the communistic defilement of Christianity does not restore the light, but ushers in the final chapter of its darkening.

For it is all too clear what has been corrupted, but far less clear, how we can pass the test of our time and cope with the environment and in particular the science and technology that we have created.

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616 or 666? The number of the beast and Revelation 17.

And there are seven kings: five are fallen, and one is, and the other is not yet come; and when he cometh, he must continue a short space. And the beast that was, and is not, even he is the eighth, and is of the seven, and goeth into perdition.
1. Caesar, 2. Augustus, 3. Tiberius, 4. Caligula, 5. Claudius, 6. Nero, 7. President Unknown of the United States of America.

If Nero was when these verses were written and the beast had already been then, it follows that the beast has to be one of the first five Caesars. And since 616 may refer to Caligula, that number would be consistent then with Revelation 17:10-11.

If, one the other hand, the number is 666, Nero is indicated and the beast that was, and is not, even he is the eighth does not refer to the time when the verse was written, but is a mere description of the coming and going of the beast through time.

This seems possible enough, because if Nero was during the time of writing of these verses it would have been wise to mislead any possible censors by letting it appear as if Nero couldn't be the beast, because he was and the beast was not.

I am assuming in both cases that the eighth king is not only one, but two of the seven kings, the seventh and a prior one, because the way that the seventh is described indicates it. But this assumption is not essential, unless somebody wanted to make the thus newly introduced unknown seventh king the first occurrence of the beast, which, however, is only possible with the abstract understanding of the passage of the beast through the times. If we understand the temporal statements in Revelation 17:11 concretely, the seventh king would thus be unknown and irrelevant.

I have tried to figure out the symbolic content of Nero as a ruler. I haven't found out much. Nevertheless, the post Die Demut der Caesaren contains an interpretation of both Caligula and Nero as rulers. I don't necessarily think this whole line of thought amounts to much. In any case the beast is the US Army respectively its Commander in Chief, whether he'll resemble Caligula or Nero won't probably make much of a difference.

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22. Dezember 2018

The saddest thing

Nothing is sadder than a young man who dies
questioning the reality of his own heart,
his own soul, his own belief.

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21. Dezember 2018

Die Demut der Caesaren

Ich habe zu meinem Erstaunen festgestellt, daß die Zeilen des Hexagramms 36 Feuer unter der Erde des I Chings den ersten Caesaren ziemlich genau entsprechen, und zwar zunächst, und auch zuvörderst, am Beispiel von Claudius. Doch gehen wir die Zeilen des Hexagramms der Reihe nach durch.

1. Verdunklung des Lichts während der Flucht. Er läßt die Flügel sinken. Der überlegene Mann fastet drei Tage auf seinen Wanderungen, aber er hat ein Ziel. Der Wirt hat Anlaß über ihn zu schwatzen.

Dieses läßt sich als Caesars gallischer Feldzug deuten, auf welchem Caesar aus der Ferne die Aussicht auf die Reformation der römischen Einrichtungen erwogen hat.

2. Die Verdunklung des Lichts verletzt ihn am linken Oberschenkel. Er hilft mit der Kraft eines Pferds. Günstiges Geschick.

Ich denke, daß sich Augustus in der Tat als Ausbesserer mit der Kraft eines Pferdes gesehen hat.

3. Verdunklung des Lichts während der Jagd im Süden. Ihr großer Führer wird gefangen genommen. Man darf Beständigkeit nicht zu bald erwarten.

Tiberius ist dadurch bekannt geworden, daß er Akten über alle anlegen ließ. Wahrscheinlich hat er dabei auch ein paar korrumpierte Lenker erwischt.

4. Er durchstößt die linke Taille. Man gelangt zum innersten Kreis der Verdunklung des Lichts.

Caligula sah sich selbst als Feldherrn, erinnert wird er aber wegen seiner Übertretungen, welche die Hoffnungslosigkeit der politischen Verhältnisse Roms offengelegt haben.

5. Verdunklung des Lichts wie bei Prinz Chi. Beständigkeit führt weiter.

Prinz Chi hat sich verstellt, indem er Wahnsinn vorgetäuscht hat. Claudius hat seine körperlichen Gebrechen übertrieben, um nicht als Gefahr für den Thron wahrgenommen zu werden. Gesehen hat er sich aber, wie Prinz Chi auch, als vollwertiges Mitglied der dynastischen Familie.

6. Nicht Licht, sondern Dunkelheit. Erst erklamm er den Himmel, dann stürzte er in die Tiefen der Erde.

Nero hingegen hat sich als Caesar gleichwertig gesehen, also als vollwertigen Imperator, mit dem bekannten Ergebnis.

Es läßt sich behaupten, und ich halte es sogar für wahrscheinlich, daß mit der dynastischen Abfolge der Caesaren die Demut vor der Aufgabe der Reformation der römischen Einrichtungen Schritt für Schritt geschrumpft ist, wie normalerweise die Demut vor der selbstgestellten Aufgabe mit dem Erklimmen der Stufen der Karriereleiter schwindet.

Wesentlich an Hexagramm 36, dem Schicksal der Neubegründung der gesellschaftlichen Achtung, ist die Unmöglichkeit dieser Aufgabe ohne den Zusammenbruch des Bestehenden, wobei die Demut die Rolle der Verdrängung derselben spielt und zugleich die Funktion des Abstandhaltens zu jenem wahrnimmt.

Da sich dies wahrscheinlich alles so verhält, ist es dann auch wahrscheinlich, daß Nero als derjenige, der ist, nicht sein wird und wieder sein wird, auf gerade diesen Mangel an Demut verweist, also zu glauben, den notwendigen Reformen in ihrer Gänze gewachsen zu sein.

Wenn ich mir so ansehe, was die Leute auf Breitbart.com von Trump fordern, ist es in der Tat zweifelhaft, ob Trump Nero ist, nicht aber, daß sie auf Nero warten.

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20. Dezember 2018

Hoffnungswiederherstellung

Der gestrige Beitrag legt zwei Weisen der Hoffnungswiederherstellung nahe:
  1. die Erschütterung der eingebildeten Gleichgültigkeit der Lustgestörten durch die Beschädigung der Einrichtungen, auf welchen ihre Lebensweise beruht,
  2. die Wiederbelebung der Erwägung des Möglichen in den Verbiesterten durch seine Vorführung.
Die Schalen des Zorns Gottes entsprechen der erstgenannten Restauration, der zweiten entspricht es, Hure und Tier entgegenzutreten, wobei Hure und Tier selbst Sinnbilder der Lustgestörtheit und der Verbiesterung sind.

Dies scheint etwas paradox, aber im Sinne der in die Herrschaft der Sorge mündenden Restauration des Heiligen ist die Verbiesterung selbst eine spezielle Form der Lustgestörtheit, nämlich der höheren Formen der Lust, in welchem Sinne ich letztere im vorigen Beitrag aber nicht gebraucht habe.

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19. Dezember 2018

Schicksalsgemeinschaft und Hoffnung

Zur Hoffnung gehören zwei Teile:
  1. die Bejahung der eigenen Lust im allgemeinen Sinne,
  2. die Erwägnug des Möglichen.
Unter der Lust im allgemeinen Sinne verstehe ich jedwedes Streben nach einer in einem selbst liegenden Form. Das Gegenteil ihrer ist die völlige Beliebigkeit, wie sie tatsächlich, und nicht nur eingebildet, beispielsweise in Form des Wassers begegnet, welchem es gänzlich egal ist wie es sich bewegt, ob es gefriert oder verdunstet. Tatsächlich bejaht jedes Lebewesen die Lust im allgemeinen Sinne, aber die obige Definition erlaubt die Selbsttäuschung, also die bewußte Verneinung jedweder eigenen Willkür, welche freilich in dem Moment endet, in welchem der eigene Körper verletzt wird.

Daß jemand bewußt jedwede eigene Willkür verneint, ist gar nicht so selten und in heutiger Zeit sogar geradezu erwünscht, heißt es doch, daß er sich beliebigen Bedingungen anzupassen versucht.

Ich will so jemanden aber lustgestört nennen, und als Nietzsche meinte, Weiber seien nicht mehr als eine wild bewegte Oberfläche, hat er sie alle lustgestört genannt, wiewohl ich nicht glaube, daß ihm das selber klar gewesen ist.

Wenn sich jemand hingegen weigert, das Mögliche zu erwägen, so will ich ihn verbiestert nennen.

Daß jemand zugleich lustgestört und verbiestert ist, erscheint mir geradezu unmöglich, die meisten Menschen, welche mir begegnen, neigen klar einer der beiden Richtungen zu. Ich will aber nicht ausschließen, daß manche Menschen, insbesondere solche, welche im Parteiauftrag die Jugend erziehen, sowohl partiell lustgestört als auch partiell verbiestert sind, nicht aber beides völlig.

Und freilich gibt es auch manche Menschen, welche weder lustgestört, noch verbiestert sind, und damit hoffnungsfähig.

Selbstverständlich sind diese Einschätzungen subjektiv, der eine betrachtet den anderen als nicht zu seiner Hoffnung fähig, weil dieser entweder lustgestört oder verbiestert ist, wobei es aber zu unterschiedlichen Reaktionen kommt.

Es mag sein, daß die Lustgestörtheit, beispielsweise, zu einem klaren Gefühl verschiedener Schicksale führt, und in einem wohl die Vorstellung nährt, wie es sich verhalten würde, wenn das Gegenüber kein gestörtes Verhältnis zu seiner eigenen Natur hätte, oder die Verbiestertheit etwa begegnet als undurchsichtiges Hindernis, welches auf dem eigenen Weg liegt, weil wir nicht erwarten, schicksalsmäßig von ihr getrennt zu werden.

Mit anderen Worten wird man finden, daß das an der eigenen Hoffnung Nicht Teilnehmende entweder schicksalsmäßig von einem geschieden ist, oder aber daß man die Schicksalsgemeinschaft mit ihm in ihrer Form noch nicht erkannt hat, daß man sie noch weiter durchdringen muß. Und so ist der eigene Lebensweg ein Prozeß der Enthüllung der Grenzen der eigenen Hoffnung, an dessem Ende das eigene Schicksal steht, und insbesondere die eigene soziale Bedeutung.

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18. Dezember 2018

Steamboat no. 31

Even if it's getting old, I'll keep track of the eruptions until the end of this year. The YNM station is down, but the gage at Tantalus Creek is still working. Times below are in Mountain Standard Time.

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15. Dezember 2018

Nochmals zum Christusbild der Offenbarung

Ich hatte das Christusbild der Offenbarung im Beitrag Bilder Christi als Hirte angegeben. Dies war mehr oder weniger ein Schuß ins Blaue. Nachdem ich bei der Beschäftigung mit dem vorigen Beitrag wieder auf das hinter allen Wahrnehmungen stehende Sein gestoßen wurde, erscheint es mir nun hinreichend klar, daß das Christusbild der Offenbarung Christus als Aufrichter ist, welcher dieses Sein in die richtige Form bringt.

Zur richtigen Form gehört mit Sicherheit die Kenntnis der eigenen Seele und die der Formen der die drei Seelenteile erlösenden Transzendenz,
  • die Lust die materiellen transzendenten Akte,
  • die Achtung die funktionalen transzendenten Akte und
  • die Sorge die ideellen transzendenten Akte,
sowie im besonderen die hoffnungserhaltenden Anrufungen Gottes, aber das ist wirklich nur ein sehr allgemeiner Rahmen.

Die Aufrichtung mag durch spirituelle Lenkung geschehen, aber ich erwarte darüberhinaus konkrete die kulturellen Einrichtungen verbessernde Maßnahmen. Das Ziel dieser Bemühungen aber, auf welches sich das Augenmerk richtet, ist die seelische Verfassung der Welt, wie ja alle Seelen in Gott verbunden sind.

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14. Dezember 2018

Die Mechanismen der Erkenntnis des Möglichen

Einsicht haben wir nur in das, was uns vor Augen steht. Es bleibt also der Ursprung unserer Urteile über das Mögliche zu klären.

Unsere Urteile über das Mögliche sind logische Schlußfolgerungen, welche auf bestimmten Grundannahmen bezüglich unserer Besinnungen beruhen. Es wird am besten sein, die hierbei auftretenden Elemente der Reihe nach vorzustellen.

1. Unter einer Sammlung verstehen wir eine Besinnung, welche zu einer endlichen Anzahl gleichartiger (unter einen gemeinsamen Begriff fallenden) Gegenstände einen weiteren solchen Gegenstand hinzufügt. Über die Art der Gegenstände ist dabei nichts gesagt, sie müssen nur allesamt zugleich durch die Besinnung im Bewußtsein verbleiben, beziehungsweise durch sie in es hinzutreten.

2. Wir nehmen an, daß wir die Gegenstände einer Sammlung versehen können (ihnen etwas zuordnen).

3. Selbst wenn uns die versehende Besinnung Schwierigkeiten bereiten sollte, nehmen wir an, daß ihr Ergebnis stets bewußt gemacht werden kann. Mit anderen Worten setzen wir es voraus.

4. Wir nehmen an, daß unsere Besinnungen und das, was wir an ihnen grundsätzlich erkennen, an einer Sammlung etwa, daß etwas durch sie hinzukommt, unabhängig davon sind, worauf wir sie anwenden. Mit anderen Worten verallgemeinern wir sie.

Die Transitivität des Größeren (A>B und B>C => A>C) ergibt sich aus der Verallgemeinerung der hinzufügenden Natur der Sammlung. Die Transitivität des Ferneren beruht fernerhin auf der Versehung von Lagen mit Entfernungen, sowie der Voraussetzung des Erfolgs dieser Vorstellung.

Die Einsicht in die logische Möglichkeit (daß etwas unter einen Begriff fällt oder nicht) gestaltet sich ähnlich kompliziert. Hier muß jeder Begriff zunächst mit der Wahrnehmung seines Enthaltenseins in dem Teil unseres Bewußtseins, in welchem er wahrgenommen wird, versehen (also reflektiert) werden, bevor erkannt werden kann, daß er nur in diesem Bereich liegen kann oder nicht, indem die logische Möglichkeit zu einer Frage der Existenz des betreffenden Begriffs im betreffenden Teil unseres Bewußtseins wird und Nichtexistenz aufgrund des fehlenden Vorliegens eines Bezugpunktes gar nicht anders definiert werden kann als durch die logische Verneinung der Existenz, womit wir wie folgt auf die Unmöglichkeit eines dritten Daseinszustandes schließen können: Wenn nicht existent, dann nichtexistent, (weil nichtexistent eben nur als nicht existent definiert sein kann). Mit anderen Worten wird das prädikative Sein durch Reflexion in existentielles Sein überführt, und dann aus dem parmenides'schen Unmöglich kann doch sein, daß das Nichtseiende ist. geschlossen, daß es sich beim Nichtsein nur um das Nicht Sein handeln kann (ausgehend von der Notwendigkeit der Bezugnahme beim Begreifen).

Weitere Beispiele erspare ich mir. Aber da mir heute eine Sache klarer geworden ist als sie es mir bisher war, möchte ich dies noch hinzufügen. Begriffe treten natürlicherweise als Teil von Eindrucksbündeln während der Wahrnehmung auf und der Vergleich mehrerer solcher Bündel, welche denselben Begriff enthalten, hilft sowohl, den einzelnen Begriff zu isolieren, als auch seine Bedeutung zu erkennen. Im besonderen bilden sich relative Begriffe, also Verhältnisse, automatisch bei Sammlungen, wobei es immer der gegenwärtig erfaßte Gegenstand ist, welcher unter den relativen Begriff fällt, und der vorangegangene, zu welchem er im Verhältnis steht. Bei nur zwei Gegenständen ist es dabei selbstverständlich möglich, wiederholt vom einen zum anderen zu wechseln und so abwechselnd in sich einander entgegengesetzte Begriffe hervorzurufen. Ob eine Wahrnehmung eine Vorstellung oder eine Erinnerung oder im engeren Sinne wahrgenommen ist, wird durch die Besinnung darauf, durch welche Entscheidung die Wahrnehmung verantwortet wurde, beantwortet. Erinnerungen und Vorstellungen sind in dem Sinne flach, daß es zwar möglich ist, sich zu erinnern oder sich vorzustellen, sich entschieden zu haben, aber nur als reflexives Fazit, als angenommene Aussage, nicht aber in dem Sinne, daß die Besinnung auf den verantwortenden Akt jemals etwas anderes als die gegenwärtige Erinnerung oder Vorstellung selbst in den Sinn riefe, wie auch die Besinnung zur Bestätigung eines Begriffs als Teil eines Eindrucksbündels ihn nur bei dessem Enthaltensein im Sinn behält, woran die Vorstellung nichts zu ändern vermag, was nichts anderes heißt, als daß Wahrnehmungen im weiteren Sinne auf das Ergebnis einzelner Besinnungen beschränkt sind, wie ja auch der Alkoholkonsum einzelne Wahrnehmungen gänzlich unterdrücken kann, ohne die Entscheidungsfähigkeit selbst zu beseitigen, im Gegensatz wozu der Traum darum so kurz ist, weil er aus unerwogenen Vorstellungen heraus entspringt, der Entscheider also ruht und bloß wahrnimmt, wobei in allem die Wahrnehmung die der Entscheidung widerfahrende Gnade ist.

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11. Dezember 2018

Besitzverwaltung

Es gibt vier Arten der Verwaltung von Besitz, nämlich ihn
  • zu haben,
  • zu nehmen,
  • zu tauschen oder
  • zu geben.
Der Souverän hat den Besitz. Wer den Besitz hat, verfügt über ihn, und die Verfügung führt zu einer Bereitstellungskultur.

Das Militär nimmt den Besitz. Wer sich seinen Besitz nehmen läßt, ordnet sich unter, und die Unterordnung führt zu einer Verwertungskultur.

Die Wirtschaft tauscht den Besitz. Wer den Besitz tauscht, handelt, und der Handel führt zu einer Projektionskultur.

Dies müssen wir etwas näher erläutern. Unter Projektion verstehen wir das Glaubhaftmachen von Umständen, welche den Preis bestimmen. Eine Projektionskultur zeichnet sich dadurch aus, daß sich der Reichtum in den Händen jener sammelt, deren Angebote mit den größten Zukunftserwartungen verbunden sind.

Die Wissenschaft gibt den Besitz, denn nur Wissen wird freiwillig vergeben. Es gibt aber zwei Arten des Gebens, nämlich das Abgeben und das Weitergeben. Wer sich Wissen abgeben läßt, stellt es dar, und die Darstellung führt zu einer Überformungskultur. Wer sich Wissen weitergeben läßt, nimmt es auf, und die Aufnahme führt zu einer Ergänzungskultur.

Es gilt folgender Satz:
Je umfassender Verfügung und Unterordnung gesellschaftlich geregelt sind, desto geringer ist das Gewicht des Handels.
Wer also nicht in einer Welt leben möchte, in welcher Weißmachen alles bestimmt, der muß zu Diensten bereit sein, welche die Verfügungsmöglichkeiten des Einzelnen erhöhen: Entweder eine Gesellschaft ist sich ihrer grundlegenden Bedürfnisse im Klaren und bereit die Deckung dieser gemeinschaftlich zu erleichtern, oder sie muß sich den überzeugendsten Projektoren anvertrauen.

Meine Umwelt wird zu sehr von Projektionen bestimmt für meinen Geschmack. Angesichts meiner Beschäftigung mit der Offenbarung mag dies lächerlich erscheinen, aber dies ist wahrscheinlich ein Fall, in welchem Feuer mit Feuer bekämpft werden muß, das Gleißnerische von der Katastrophe ausgetrieben werden.

Auch gefällt es mir ganz und gar nicht, daß die Ergänzungskultur ausschließlich inneruniversitär beheimatet ist und der Rest der Welt unter einer Überformungskultur lebt. Dies mag in einigen wenigen Fällen angehen, aber in den meisten nicht, weder in der Medizin, noch in kirchlichen Fragen.

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10. Dezember 2018

Unangebrachter Stolz

Ich stieß gestern mehr oder weniger zufällig wieder einmal auf Hitlers Visage und konnte nicht recht finden, daß er dort sonderlich stutzerhaft aussähe, wie ich es in Erinnerung hatte. Nun, der stutzerhafte Eindruck wird schon stimmen, wenigstens relativ, im Vergleich zu anderen Bildnissen Hitlers, aber mich sprang etwas anderes an, und dem bin ich heute auf den Grund gegangen.

Jeder Mann zeigt bisweilen einen Stolz, welcher ihm eher nicht so gut ansteht, aber es nicht immer der gleiche Stolz, die Art des Stolzes hängt vom Mann ab, das heißt genauer gesagt von seinem Geist, ob er erregt, fordernd oder gestimmt ist, und was mir heute an Hitler auffiel war Hortungsstolz.

Allgemeiner gesehen verhält es sich wie folgt:
  • Erregte zeigen unangebrachterweise Hortungsstolz,
  • Fordernde unangebrachterweise Ehrungsstolz und
  • Gestimmte unangebrachterweise Eigenartsstolz,
wobei sich letzterer vor allem beim Anblick der eigenen Kinder zeigt.

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8. Dezember 2018

Steamboat no. 30

Eine etwas ungewöhnliche Wellenform, aber es wird schon eine Eruption sein. Am 19. Februar erwähnte ich zum ersten Mal explizit, angedeutet hatte ich es bereits am 3. September des vorigen Jahres, daß Yellowstone als fünfte Schale des Zornes Gottes ausbrechen könnte, und knapp einen Monat später, am 15. März 2018, begann Steamboat Geyser seine Rekordserie.

Und wo ich gerade von diesen Dingen spreche: die CDU hat gestern bewiesen, daß ihr Kadergeist stark genug ist, um sie im Falle eines Ausbruchs damit zu betrauen, die internationalistische Linie gegenüber den Vereinigten Staaten als europäisches Feigenblatt unter chinesischer Führung mitzutragen, und damit einen politischen Umsturz in Deutschland zu provozieren.

Selbstverständlich bedarf es europäischer Feigenblätter, aber ich denke Italien, Skandinavien und Osteuropa fallen sämtlich aus. Auch Österreich ist auf Abstand gegangen, und wenn sich das Vereinigte Königreich daran beteiligte, wäre das wahrscheinlich das Ende der englischen Monarchie, weil es dem englischen König unmöglich ist, sich klar gegen die Politik seiner Regierung zu stellen. Der spanische König könnte es vielleicht, wenn sich die spanische Regierung Deutschland und Frankreich anschlösse, wobei ich voraussetze, daß Frankreich als europäisches Feigenblatt unverzichtbar ist. Und in diesen Staaten putschten sich dann einige oder sämtliche der zehn Könige mit amerikanischer Unterstützung an die Macht.

So habe ich es zuvor geschildert, und es gibt auch jetzt noch keinen Grund, nicht dabei zu bleiben. Wie gesagt, ein Yellowstone-Ausbruch ist nicht zwingend nötig, um diese Konstellation herbeizuführen, aber er ist wohl das einzige natürliche Ereignis, welches es vermag.

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7. Dezember 2018

Von den hoffnungserhaltenden Anrufungen Gottes

Der vorige Beitrag ist vornehmlich intuitiver Natur, doch verweist er dabei auf das Verhältnis zwischen Gott und Mensch.

Ich habe dieses Verhältnis bisher als das zwischen Erlebendem und Wägendem beschrieben, in welchem der Gläubige Gott um die Auflösung der Seinen Schöpfungsprinzipien zuwiderlaufenden Strömungen bittet. Dieses Gebet beruht auf Einsicht und es trachtet nach rechtmäßiger Ordnung. Es ist ein ideeller transzendenter Akt, und es entspringt der Auslieferung in der Bestürztheit der Besessenheit, vergleiche Die sieben Feuer des Gerichts. Besessen ist der Betende aber nicht in seiner konkreten Lebenslage, sondern als Zuträger des angestrebten Heils, also als Bruder.

Die Zyklik des vorigen Beitrags aufgreifend heißt das, daß es sich um die Anrufung Gottes im Zeitalter der Werke handelt, welche darum bittet, daß Gott Seinen Bereich, also den Himmel, in welchem alles Seinem Belieben und nicht unseren Anstrengungen untertan ist, und welcher im Zeitalter der Werke die Sphäre des Wesentlichen ist, unsrer geistlichen Not gemäß, welche aus unsrer Vernachlässigung des Wesentlichen herrührt, füge.

Es handelt sich also um eine hoffnungserhaltende Anrufung Gottes.

Dieses läßt sich nun verallgemeinern. Im Zeitalter der Wunder liegt die Sphäre der Macht im Belieben Gottes, und somit fügt es sich ganz natürlich, wenn wir ihn aus der Unterwerfung in der Bestürztheit der Betretenheit heraus anrufen, wie es etwa die Prostration während der Priesterweihe symbolisiert. Dieses Gebet beruht auf Sensibilität und trachtet nach Lenkung und ist ein funktionaler transzendenter Akt. Der Bruder sieht seine Willkürlichkeit und bittet Gott, ihn auf den bleibenden Weg Seines Ratschlusses zu führen.

Auch diese Anrufung kenne ich, die folgende aber nicht oder jedenfalls nicht mit Sicherheit, und entsprechend vorsichtig ist sie zu genießen. Alles folgt der Analogie und Vorstellung.

Im Zeitalter der Wacht liegt die Sphäre des Schönen im Belieben Gottes, und so sollte Seine hoffnungserhaltende Anrufung aus der Enthebung in der Bestürztheit der Beklommenheit heraus erfolgen. Diese müßte ein materieller transzendenter Akt sein, welcher, soweit ich es sehen kann, nur dazu dienen kann, etwas geschehen zu lassen, was aus einer Klemme herausführte. Das Gebet beruhte auf Willenskraft und trachtete nach Befreiung. Hier wäre die Analogie zu den sieben Feuern des Gerichts allerdings nicht ganz genau, da es hier der göttliche Geist ist, welcher eine Weg finden sollte, das Hindernis zu beheben, und nicht der eigene. Indes mag es sich hier auch anders verhalten und das Gebet kein materieller transzendenter Akt sein, sondern lediglich ein Gebet um Inspiration, um selbst einen Weg aus der Klemme zu finden. Und dann wieder könnte beides auch in Form eines Orakelspruchs verbunden sein, eine unter Vorbedingungen versprochene Befreiung.

Um es also zusammenzufassen: Gott wird angerufen um
  • Heilsliebe zu teilen und durch neue Gesetze zu stützen,
  • Folgsamkeit zu bedenken und durch Ahnungen zum ewigen Leben zu führen,
  • Opferbereitschaft auszuzahlen und durch Geschickswendungen zu belohnen,
und Christus macht dies als Mensch in Gottes Rolle als
  • Friedefürst (Pantokrator)
  • Hirte und
  • Heil'ger Rat
sinnenfällig.

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6. Dezember 2018

Bilder Christi

Die Kennzeichnung der drei Zeitalter durch den Beitrag Die Grundzüge der Zeitalter der Werke, Wunder und Wacht führt auf drei ihnen auf verschiedene Weisen entsprechende Bilder Christi, nämlich Christus als
  • Heil'ger Rat, welcher die Fähigkeit zur schönen Erkenntnis verkörpert,
  • Friedefürst (Pantokrator), welcher die Fähigkeit zur wesentlichen Entscheidung verkörpert, und
  • Hirte, welcher die Fähigkeit zum mächtigen Bestehen verkörpert.
Gemäß der Darstellung im genannten Beitrag ist jeweils eines dieser Bilder irdisch und ein weiteres himmlisch. Genauer gesagt ist
  • der Heil'ge Rat im Zeitalter der Werke irdisch und der Friedefürst himmlisch,
  • der Friedefürst im Zeitalter der Wunder irdisch und der Hirte himmlisch,
  • der Hirte im Zeitalter der Wacht irdisch und der Heil'ge Rat himmlisch.
Das Bild des wiederkehrenden Christus, welcher das Tier überwindet, ist das Bild des himmlischen Hirten, dessen Ruf die dem Friedefürsten ähnelnden Schafe hören. Meine jüngste Gewissensnot entspringt der Aufgabe, das himmlische Bild Christi zu ersetzen, aber es verschwindet ja nicht, sondern wird nur häufiger bis zu einem befriedigenden Grade erreicht.

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5. Dezember 2018

Im Angesicht des Feindes

Das Bild des Engels mit der scharfen Hippe, welcher kalt über dem Horizont steht, beschäftigt mich weiterhin. Es steht für eine Art Katastrophe, aber zugleich ist ein persönliches Element enthalten. Doch Schuld möchte ich dieses Element auch wieder nicht nennen, dafür ist das Bild zu allgemein und distanziert. Der Engel verdankt seine Existenz, so weit ich es sehen kann, etwas, das die Welt in sich birgt. Er steigt aus ihr auf. Und ihm eignet nichts persönliches, sondern er übernimmt eine systemische Funktion. Er ist blind gegenüber seinen Opfern, aber nicht stumm. Er kündigt sich an und mäht die Tauben. Doch nicht entfliehen kann man ihm, sondern sich nur aus dem Wind drehen.

Was nimmt er von der Erde?

Alles Unheil, indem es seinen Lauf nimmt? So daß wir darauf achten müssen, was böse endet und ihm ausweichen, auf daß es uns nicht treffe? Allzu viel wartet schon. Ein Steinschlag der Vermessung.

Ja, ich denke, das ist dies Bild. Der Engel steht für das Aufstehen der Vermessung. Und Christus muß den Weg aus ihr weisen, nicht verbessernd, sondern ersetzend. Je länger wir bauen, desto mehr bauen wir wider den heiligen Geist. Überall begegnet eine andere Gesinnung. Es ist seine manifestierte Lästerung. Und der Engel erhebt sich wie Morgennebel. Stehen wird, was die Gesetze kennt.

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4. Dezember 2018

Mein Völkchen

Meine weiteren Verwandten sind ein eingerolltes Völkchen, sie verbergen ihre Aspirationen in ihrer Brust und meistens lassen sie sie auch dort. Wenn sich einmal einer von ihnen streckt, so gleicht sein Weg dem Flug eines Pfeils, alle nötigen Stufen verzugslos nach vorgefaßtem Plane nehmend, aber das wagen sie nur, wenn der Erfolg hinreichend gewiß ist. Bis er es ist lauern sie und suchen den weiteren Weg von Hindernissen zu säubern, so dies aus der Deckung heraus möglich ist.

Sie sind ein kindlicher, mäusischer Menschenschlag. Nichts haben sie jemals etabliert, denn nie haben sie die Welt und sich selbst in ihr auf die Tragfähigkeit der politischen Einrichtungen hin abgeklopft. Der Gedanke ist ihnen suspekt, sie glauben nicht, daß sich etwas allgemeingültiges fassen ließe. Das Leben mesmerisiert sie. Und ihre politischen Entscheidungen treffen sie auf der Grundlage von Mustern, welche sie gegenwärtig zu erkennen glauben.

Einstweilen tut ihnen Not, ihnen die richtigen Muster in Erinnerung zu rufen, auf daß sie nicht fehlschlössen. Dazu reicht ein Wort, eine kryptische Bemerkung vor sich hin genuschelt. Das verstehen sie sofort und in seiner vollen Tragweite. Was ihnen an innerer Mitte abgeht, gleichen sie durch Allgegenwart ihres Geistes aus.

Den Kern dieses Verhaltens bildet ihr Gefallen an den Dingen um sie herum, wie sie sind. Ihre Wünsche sind nicht grundsätzlich, und so fällt es ihnen leicht, stoisch ihnen gegenüber zu sein. Es gibt nichts hartes, feindliches in ihrer Welt, alles ist weich und gutmütig, und so sinnen sie nicht auf große Dinge, welche sie bräuchten, sich zu behaupten, sondern rollen sich wie eine Katze vorm Ofen zusammen.

Längerfristig werden sie aber erkennen müssen, daß sie dort, wo sie sind, nur finden können, was dort ist, und es das natürlichste auf der Welt ist, den eigenen Bedürfnissen in fremde Regionen zu folgen, wo sich fände, woran es ihnen mangelt. Es wird aber ein komischer Anblick sein zu sehen, wie sie sich nach all der Zeit zu strecken suchen und die ersten Schritte wagen. Nicht wenige verachteten und verspotteten sie da. Aber die sollen sich wundern, wenn sie erst einmal die Grundzüge der eigenen Bewegung verstanden haben.

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