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„Daß du nicht weißt, was dir frommt, des faß ich jetzt deines als Pfand!“
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23. September 2017

Three steps to disaffection

Definition. We consider relations* over a finite set {1, ..., n} of n elements. The relations corresponding to the single elements {1}, ..., {n} we term void-relations, the relations corresponding to pairs of elements {1, 1}, ..., {1, n}, ..., {n, 1}, ..., {n ,n} we term direct relations and the relations corresponding to the complementary sets {2, ..., n}, ..., {1, ..., n-1} of the single elements we term complementary relations. (in German Leere-, direkte und komplementäre Verhältnisse.)

Human behaviour depends on the analysis of the complementary and the void-relation of the person in question relative to significant groups of others, the purpose of which usually is to find out in which area one might make a difference, for instance the analysis of the complementary (the world without me) relation might give White men can't jump. and the analysis of the void-relation I'm a natural born basketball player.

The interest of this article however lies in the structure of the complement, i.e. in what happens, when n is small.

n=1. If a person is isolated, then there is no complementary relation to study, and hence the person's behaviour will be self-indulgent (selbstgefällig in German).

n=2. If there are only two people in a group, then the complement is the self-indulgent other, and hence the analytical person's behaviour will be conciliatory, striving to attain a working balance between the interests of the two parties concerned (entgegenkommend in German).

n=3. If there are three people in a group, then the complement is the balanced pair of others, and hence the analytical person's behaviour will be manipulative, trying to tip the balance in his own favour (manipulativ in German).

n=4. If there are four people in a group, then the complement is the warring set of three, and the analytical person's behaviour will be one of disaffected profiting (teilnahmsloses Gewinnstreben in German).

n>4. The analysis of the complementary relation leads to the same result as in a group of four.

The soul has three parts (Lust (ger.), heed and care) and a person can choose any of these over the other two (or rather be born with a preference of one of these over the other two, but that's not the point currently in question) and so we end up with three potential groups of acolytes A, B, C.

A tribal society consists of acolytes of only one group and it is self-indulgent.

A high culture consists of acolytes of two different groups and it is conciliatory.

And a heap consists of acolytes of all three groups and it is manipulatively at war with itself.

Had God divided the soul into more than three layers, then societies could not die in heaps and be reborn, but instead heaps would merely be transitional stages on our way into an eternal prison called hive (Schwarm in German, alongside Stamm, Hochkultur und Haufen).

* commonsensically understood, i.e. the values of a function over the set of all m-relations, 0<m<n, over the aforementioned finite set formally mathematically understood.

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21. September 2017

Der Geist in den Dingen

Die Formen des Selbstvertrauens der Würdigkeit, Bedachtheit, Geborgenheit und Hoffnung, sind zugleich Tore zum Schlaf und die Formen des Selbstvertrauens der Gewachsenheit, Betrautheit, Getragenheit und Gedecktheit, die Tore zum Tod, denn so sind wir geschaffen, daß wir zur weiteren Entwicklung in den Schlaf gehen und zur Prüfung des Gereiften in den Tod.

Die Welt besteht aus der Entfaltung des Geprägten heraus, doch der Geist über den Wassern bestimmt zu jeder Zeit, was er prägt. Es ist müßig, den Anfang sehen zu wollen, doch die gestaltende Hand des Ozeans, auf welchem die Gepräge schwimmen, wie sie ihre Leben innerlich hervorbringt und lenkt, läßt sich noch zu jeder Zeit erblicken.

Der Mensch selbst ist sein empfindlichstes Instrument, doch wenn er in die falsche Richtung schaut, bemerkt er selbst die größten Veränderungen nicht. Sag mir nur, zu was erschafft der Zeitfluß dich?

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20. September 2017

Die sechs Formen des Selbstvertrauens

Würdigkeit.
  • Beklommenheit: Hoffnung.
  • Besessenheit: Geborgenheit.
  • Betretenheit: Bedachtheit.
Gewachsenheit.
  • Betretenheit: Betrautheit.
  • Besessenheit: Getragenheit.
  • Beklommenheit: Gedecktheit.
Die Hoffnung habe ich hier behandelt und die Gedecktheit der eigenen idealen Vorstellungen durch das göttliche Gesetz als Erfahrung des Himmels im Beitrag Zwischen Himmel und Hölle gestürzt.

Die Geborgenheit ist das Vertrauen darauf, daß Gott einen erhält, und die Getragenheit das Vertrauen auf die Erhörung eines bestimmten Gebets.

Das Gefühl der eigenen Bedachtheit ist das Vertrauen darauf, daß sich einem eine Gelegenheit bieten wird, sich zu etablieren, und das Gefühl der Betrautheit das Vertrauen darauf, daß man an der richtigen Stelle wirkt.

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19. September 2017

Vom Abhandensein der Stimmung

Es gibt zwei Gemütsverfassungen, in welchen uns unsere Stimmung abhanden kommt, also unterdrückt wird,
  1. die im Beitrag Die Weltenlieferanten der drei Seelenteile beschriebene Raserei,
  2. die Reduziertheit auf eine tierische Gegenwartserfassung.
Der Unterschied zwischen diesen beiden Verfassungen besteht darin, daß sich die erstere in der Vorstellung ergeht, was auch den Grund für die Raserei darstellt, also daß sich sich der Geist immer weiter aufstachelt, weil das Gewicht des Folgenreichtums der Bewegung innerhalb der Wirklichkeit in der Vorstellung entfällt.

Reden wir an dieser Stelle aber über die verbleibende zweite Gemütsverfassung, das rein verstandesmäßige Gewahrsein, welches eine Einschränkung unseres Wachens ist.

Um vollständig wach zu sein, braucht der Mensch Ruhe, sowohl ausreichend viel Schlaf, als auch Lebensumstände, welche ihn nicht zur vordringlichen Bewältigung bestimmter Aufgaben zwingen.

Ein Umfeld, in welchem beides fehlt, ist die Armee, und ich erinnere mich noch gut an die geistlose Wachheit mit welcher ich bei der Übung im Feld von einer Deckung zur nächsten huschte, die selbe geistlose Wachheit, mit welcher ich später in den französischen Alpen die Felswand hochging, ohne auch nur einmal zu zaudern, nachdem ich die Nacht zuvor vielleicht drei Stunden geschlafen hatte.

In beiden Fällen war ich zu taub, um mich zu fürchten, zu gebannt, um mehr als den Raum um mich herum zu denken.

Und wenn man sich in diesem Zustand befindet, und man sich ins Gedächtnis ruft, daß man als Mensch eine persönliche Verantwortung für seine Entscheidungen trägt, fühlt man nichts als die Beklommenheit, der dazu notwendigen Qualifikation zu ermangeln, und verwirft sich selbst in dieser Funktion, indem man stattdessen wie ein Tier nach dem sich jeweils aufdrängenden Ausweg greift.

Schlafentzug wird von anderen mit Suggestibilität oder Gehirnwäsche in Verbindung gebracht; das ist übertrieben: der rein verstandesmäßig Gewahrende läßt sich leichter dirigieren, weil ihm der Sinn für die Tragweite seiner Taten fehlt, denn genau das ist die eigene Stimmung, aber geistig formbar ist er darum nicht, höchstens läßt er sich zu gewissen Kurzschlüssen provozieren, da ihm die leitende Übersicht fehlt.

Und was die derzeitige gesellschaftliche Lage betrifft, so wirkt es fast, als ob die Unterdrückung der Stimmung in systemisch relevantem Ausmaß zum Zwecke irgendeiner Manipulation das eigentliche Ziel der Politik ist, also die Menschen dazu zu bringen, eine politische Entwicklung mitzutragen, gegen welche sich ihr Seinssinn, ihr Bewußtsein dafür, als Menschen in der Welt zu sein, auflehnen würde, etwas, daß mich, so formuliert, an den Gang zum Schlachthof denken läßt, wiewohl ökonomische Pfostenverschiebungen vordergründig, und der tierischen Natur entsprechend, das wahrscheinlichere Ziel sind.

Was aber auch immer ihr Ziel wäre, eine solche Manipulation wäre offen blasphemisch und der Augenblick, in welchem auf dieses Fundament gebaut würde, der kanonische Moment der heiligen Auflehnung gegen sie: Gott gab den Menschen nicht Augen, damit sie sie sich ausstächen.

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17. September 2017

Hoffnung

Kann einer sagen, worauf er wirklich hofft, wenn er sagt, er glaube zwar nicht daran, aber er hoffe?

Welche Zuversicht drückt sich hier aus?, denn eine verhohlene Zuversicht muß es doch sein.

Ist es nicht die Zuversicht, daß sich durch unsere Fährnisse schon unsere Begriffe dessen, was uns stolz, liebend, wertschätzend und glücklich macht, bilden werden?

Deshalb sind wir auch nur selten enttäuscht, wenn sich unsere Hoffnungen nicht erfüllen, da wir für gewöhnlich adäquaten Ersatz finden, etwa, wenn wir wieder einmal nicht im Lotto gewonnen haben, dafür aber im neu eröffneten Restaurant Glück hatten: die Hoffnungen geben nur die allgemeine Richtung vor, von welcher wir uns eine Entwicklung unseres Begriffs des uns widerfahrenden Gesetzes versprechen, wobei das Versprechen auch nur ein Dümmer wirst du nimmer! ist.

Indes, wer hofft, hat das Gewölbe seiner Hoffnung, den vollentwickelten Begriff des Werturteils seiner Vernunft, noch nicht gefunden, und was die Erfahrung des Himmels angeht, so führt der einzige Weg zu ihr über einen Begriff, welcher sich dem Gesetz ergibt, anstatt versucht, ihm zu entkommen.

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Zwischen Himmel und Hölle gestürzt

Der Lust Natur ist Betretenheit, denn allzeit ist des Körpers Kraft ihr anvertraut.

Die Natur der Sorge ist Beklommenheit, denn allezeit sucht sie in der Vorstellung Rat für die Gegenwart.

Und die Natur der Achtung ist Besessenheit, da sie weder Lust noch Sorge ist und weder verfügt noch aufbricht, an ihre Stelle gebunden ist und sich stets den Folgen ihrer Entscheidungen überlassen muß, ein flackerndes Licht gehalten vom Schöpfer der Welt.

Das Gemüt, welches dies alles erfaßt und bewertet, richtet sich zum einen auf den konkreten Vollzug in Form von Gewachsenheit und zum andern auf die allgemeine Gerüstetheit in Form von Würdigkeit.

Die Hölle ist die Schuld der sich gegen das Gesetz stellenden Sorge, die einsetzende Verwesung im Fleisch, und der Himmel ist die Zuversicht der Sorge, daß sich das Gewölbe der eigenen Hoffnung im Gesetz erfüllt.

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The kiss of death

When a tree gets brittle, it has to be axed.
You don't put rotten people with the help of your soldiers into positions of power,
because you can control them better than your soldiers.

You do that, because they are rotten and you can't command your soldiers to be so.

And once they are firmly embedded in an institution,
you can then axe that institution at a time of your choosing.

Arguably that is even desirable for your own institutions,
although you risk that somebody else learns of the rot
and axes your institution at a time of his choosing,
but then again it's far easier to refill an institution with fresh people
than to purge an infestation by unfit people from one.

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12. September 2017

Reconciling revelation and reason

What can a group of people sharing a common resource do?
  1. Every each exploits it on his own sharing only his dreams about the future.
  2. All work together to maintain and advance their prosperity.
  3. Factions form that fight over the distribution of the wealth.
Apart from aggregation and superposition that covers it and a quick glance at American popular culture from the last century exposes that America's self-image  has gone through all of these states relative to the Cold War:
  1. state prior to the Cold War,
  2. state during the Cold War and
  3. state since the Cold War.
The significance of the rush to China since the end of the Cold War seems to be that wealth could shift from production to distribution, formerly known as trade, thus globalising it in nature and creating a common aim for greed worldwide, i.e. a common game, a common prize, a common resource, namely the labour of the global workforce.

The distribution of wealth mentioned under 3. thus doesn't mean American wealth, but global wealth, and it is of some import that that wealth is legal in nature, i.e. consists in the possession of licenses, as is exemplified in the record fines that the European Union has dished out against the company which hosts this blog, among equally illustrious others, i.e. Microsoft and Apple. (An unintentional joke, but too good to be removed.)

Differently put we have to regard the present era as a global competition over privileges. It lies in the nature of things that this makes for sweeping changes the likes of which outpace people's ability to adapt.

I still don't see how this will lead to a conflict between New York and the United Nations on one side and the United States on the other, but it does occur to me that the wealth already invested in the global prize will hinder any effort to shift the wealth back to a steadier form.

And it also heightens the likeliness that the eventual return to stability, i.e. the ascent of the beast, will not be confined to the United States alone, but rather a concerted international effort.

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Vernunft im Verstand

- Ein Affe hat keinen Begriff von Wahrheit!

- Aber einen Begriff von Übereinstimmung hat er doch: Meinst du etwa nicht, daß ein Affe dazu gebracht werden könnte, den Kopf zu schütteln, wenn ihm ein Bild vor die Augen gehalten wird, welches seinen Käfig zeigt, nur mit einem Fehler darin? Und daß er sogar mit einem Finger auf den Fehler zeigen könnte?

- Und was eine Primzahl ist, könnte er wohl auch verstehen?

- Lege nur zwei Haufen Nüssen vor den Affen. Wird er etwa nicht vom größeren wiederholt dieselbe Anzahl Nüsse abziehen können, welche auf dem kleineren liegt, bis er schließlich dabei scheitert oder keine Nüsse übrig behält?

- Wohl schon.

- Und daß er Schritt für Schritt, angefangen mit zwei Nüssen, den kleineren Haufen um eine Nuß vergrößern könnte, bis er, falls er beständigt scheitert, einen gleichgroßen Haufen erhält, in welchem Fall er sich mit den Fäusten auf die Brust trommeln möge? Dies sei nicht zu bewerkstelligen?

- Dies schon.

- Und erkennt er nach einiger Gewöhnung nicht die ersten Primzahlen auf den ersten Blick, genau wie ein Mensch?

- Auch das.

- Dann weiß er aber doch, daß diese ersten Primzahlen etwas Bestimmtes sind! Etwas, daß andere kleine Anzahlen nicht sind.

- Soviel muß ich dir freilich zugeben. Aber meinst du, daß sie ihm mehr sind als eine günstige Ausgangslage zu einer bestimmten Unternehmung?

- Und wenn du sagt, daß eine Zahl eine Primzahl sei, was ist sie dir?

- Oftmals auch nur eine günstige Ausgangslage zu einer bestimmten Unternehmung. (fröhliches Gelächter)

- Und an sich?

- Unteilbar.

- Also ungünstig beim Teilen.

- Was uns lediglich zum Begriff des Teilens bringt. Was weiß der Affe vom Teilen? Ich will es dir sagen: Nichts, außer daß es eine Möglichkeit für ihn ist.

- Du sagt, ein Mensch beschreibt seine Möglichkeiten durch Überführungstafeln, ein Affe nicht.

- Ebendies.

- Und das soll Wahrheit sein?

- Du meinst wohl, dies sei mir allzu technisch geraten?

- Erweckt es doch den Anschein.

- Und doch ist es nicht nur nicht zuviel Technik, sondern überhaupt keine Technik, was hier zum Vorschein kommt!

- Da der Affe bekanntermaßen auf genau dieselben Überführungstafeln zurückgreift wie der Mensch, wie's der praktische Versuch leicht erweist.

- Genau dieselben sind es nicht...

- ...der Mensch irrt, der Affe nicht.

- Der Affe hinterfragt die Intuition nicht. Du siehst wohl warum: Sie ist ihm nichts außer seine Einschätzung, in welcher die Gunst der Möglichkeit enthalten ist, welche allein zählt, um sich zu entscheiden.

- Und was ist Wahrheit?

- Du mußt fragen, wodurch sie besteht. Sie besteht durch den Eindruck des Entsprechens auf uns, durch die bange Frage, was es ist, das sei, ist der Mensch doch stets darum besorgt, wodurch er eben Mensch ist.

- Der Mensch steht also im Nebel, und Geister treten an ihn heran, derweil der Affe im klaren Licht der Sonne steht?

- Bemerktest du etwa nicht, wie du ihn zu Geistern im Nebel zogest, als du ihm die Primzahlen lehrtest? Und wenn du den Menschen auf dieselbe Weise lehrtest, bemerktest du nicht, wie er begänne, unter dem spröden Licht der Sonne zu verdursten?

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10. September 2017

Den Vorangegangenen so nah.

Mir ist's, als würde ich die Welt aus den Augen meiner angeheirateten Großtante Lissa sehen, alles ist gewöhnlich und klar, die sich Erklärenden verstummt, die Karten liegen offen auf dem Tisch, Ansprüche und Angebote fein säuberlich neben einander ausgebreitet, und es bedarf keines großen Scharfsinns, um zu sehen, wie das Spiel ausgeht.

Wie oft kommen noch Freundlichkeit, Schaffensdrang und Eigensinn zusammen?

Wahrlich, wenn die Geliebten alle tot sind, ist es eine Gnade, wenn sich das eigene Herz ihnen öffnet, denn nur dadurch öffnet sich einem ihre Welt.

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9. September 2017

Plan B

Der Mensch folgt seiner Erwartung, aber zugleich besitzt er die zweifelhafte Freiheit, Vorkehrungen auch für jene Ereignisse zu treffen, an deren Eintreten er nicht glaubt, und sich also einen Plan B zuzulegen.

Sozialer Druck besteht überwiegend gerade darin, diese Freiheit dahingehend auszunutzen, Konformität auch in solchen Situationen einzufordern, in welchen sie sinnlos scheint, aber nicht immer werden derartige Durchhalteparolen von außen an uns herangetragen, oftmals sind wir es auch selbst, welche uns zum Weitermachen zwingen, weil wir eine Hoffnung, auch wenn sie uns unrealistisch erscheint, nicht aufgeben mögen.

Aber fragen wir zunächst, warum etwas denn unrealistisch sei. Dafür gibt es zwei grundverschiedene Gründe, nämlich
  1. daß wir ungeeignet sind und
  2. daß unsere Lage ungeeignet ist.
Auch wenn es trivial ist, ist unbedingt festzuhalten, daß ein Plan B im ersten Fall keinerlei Nutzen haben kann, denn dazu müßte sich unsere Eignung, für welche wir doch selbst verantwortlich sind, unerwartet ändern.

Wer also beispielsweise etwas Unethisches tut, weil er sich selbst für zu schwach hält, braucht keine Gedanken daran zu verschwenden, was er tun würde, wenn er stark genug wäre. Vielmehr muß er sich nur einmal ernsthaft fragen, ob er wirklich nicht stark genug ist.

Und um diese beiden Fälle soll es mir in diesem Beitrag konkret gehen:
  1. daß wir zu schwach sind und
  2. daß unsere Lage aussichtslos erscheint.
Meine schulische und akademische Bildung war für mich stets ein Plan B in vermeintlich aussichtsloser Lage, und jetzt mit 43 Jahren kann ich wohl sagen, daß ich die Dinge mit 12 Jahren durchaus richtig eingeschätzt hatte, soweit es die Verfaßtheit der Gesellschaft betrifft. Die interessante Frage ist hingegen:
Was war die ganze Zeit über mein Plan A?
Ich sah jüngst The Gamers: Hands of Fate, und da ich selbst mit 17 Jahren Fantasy-Rollenspiele gespielt habe, kenne ich die Scham, welche darin besteht mitanzusehen, wie man es sich in einer Phantasiewelt so gemütlich gemacht hat, daß man gar nicht mehr recht zurück möchte.

Nur... Zurück zu was?

Kann man daran glauben, mit geschärften Sinnen zu leiden?

Nein, durchaus nicht. Aber hier liegt ein Geheimnis von mechanischer Einfachheit:
Wer seine Verbundenheit mit dem Göttlichen nicht kennt und sich darum verwirft, sich also für zu schwach für ein richtiges Leben hält und sich damit auch des Sinnes jedes ethischen Plan Bs beraubt, dem gewährt Gott einen Blick auf seine wahre Stärke.
Ich gab mit 3 Jahren auf, und mit 30 wieder. Über das letztere Ereignis möchte ich an dieser Stelle nicht sprechen, aber was das erstere betrifft: Bevor mir dies widerfuhr, ein Aufwallen all dessen, was Schönheit erfaßt, in mir, kannte ich den Verrat an der Suche nicht, welche durchlebt, um Einsicht zu finden, und daran kann man glauben, daß sich Gottes Herrlichkeit entfalte.

Daß Erkennen nicht alles sein kann, erkennt man auch irgendwann, aber bevor man diesen Pfad betritt, sollte man das Erkennen hinreichend erfahren haben, um seine Bedeutung erkannt zu haben.

Und so schließe ich denn, daß der Plan B wohl für das Kind taugt, sich gegen dasjenige zu wappnen, was die Älteren aus ihrer Erfahrung heraus fürchten, das Kind aber schon rein konzeptuell nicht erwarten kann, nicht aber für den Erwachsenen, sich die Tür zu einem sinnerfüllten Leben offenzuhalten, denn es ist gerade die scheinbare Sinnlosigkeit, welche sowohl die Möglichkeit als auch die Notwendigkeit zur Verbindung mit dem Göttlichen begründet, so daß ein Plan B nur entweder die dazu nötige Auseinandersetzung verhindert oder, wenn de Verbindung bereits erfolgte, zu Lasten eines Plan As geht, aus welchem der Sinn allen Lebens sprießt:
Alle Dinge sind durch denselben gemacht, und ohne denselben ist nichts gemacht, was gemacht ist.
Im Übrigen steht der zur Verbindung nötigen Auseinandersetzung der Hochmut im Weg, welcher sich zusätzliche Rechte zu jenen, in welche man durch seinen Körper hineingeboren wurde, ausbittet, denn solche garantiert der eigene Schöpfer nicht, so daß die Hochmütigen sich folgerichtig auch nicht an ihn wenden.

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6. September 2017

Hochkulturelles Zusammenleben als Versöhnung unterschiedlicher Gewilltheiten

Ich habe im Beitrag Nahe Abweichungen vom Ideal, ohne es zu merken, eine weitere Sichtweise auf die menschlichen Geister entwickelt, genauer gesagt in ihrer dreifaltigen Vergröberung auf Erregte, Fordernde und Gestimmte, welche ich an dieser Stelle Gewilltheit taufen möchte, und rein aus ästhetischen Gründen möchte ich mich nochmals mit dieser Terminologie an den Übereinkünften, welche Hochkulturen begründen, versuchen, ohne dabei den Anspruch zu erheben, über den Beitrag Gemeinschaftsstiftende Erzählungen, und schon gar nicht über den Beitrag Nochmals zur Unvereinbarkeit aller Seelenteile in einer Kultur, hinauszugehen.

Mein Interesse an der Gewilltheit rührt daher, daß sie die charakterlichen Unterschiede zwischen den Menschen in ein spirituelles Licht rückt, in welchem sie als Reifeunterschiede erscheinen, wobei es mir weniger um Wertung als vielmehr darum geht, daß gewertet wird, und zwar im Rahmen der eigenen spirituellen Reifung, mit anderen Worten Charakterunterschiede oftmals als Entwicklungsstörungen mißverstanden werden, und zwar auf vielfache Weise - letztlich bei jeder Abweichung von der eigenen Entwicklung.

Die Gewilltheit der Lust ist der Triumphalismus, welchen wir freilich alle aus unseren Kindertagen kennen, die oftmals verstohlene Zusammenballung der eigenen Kräfte, um irgendeinen symbolischen Erfolg zu erringen.

Die Gewilltheit der Achtung ist das Arrangement, der zumeist genervte Blick auf Verbindlichkeiten, welche das Zusammenleben im Hinblick auf gegenseitige Unterstützung und Behinderung regeln.

Und die Gewilltheit der Sorge ist das Friedenswirken, das Selbstverständnis im Rahmen guter und böser Geister, also solcher, welche die Friedensordnung hervorbringen, und solcher, welche sie zersetzen, wonach wir also dafür verantwortlich sind, wem wir in uns Raum geben.

Was nun Erregte zu Erregten macht, ist, daß ihr Triumphalismus durch ihre Abhängigkeit von ihrer eigenen Größe geweiht und an die erste Stelle erhoben wird. Sie sind also keineswegs Kindsköpfe, welche es verpassen, sich ernsteren Dingen zuzuwenden, sondern Verächter der Hilflosigkeit und natürliche Anhänger des Rechts des Stärkeren.

Gleichsam sind Fordernde Fordernde, weil das Arrangement für sie durch die durch es erreichte Leistung oder Versicherung geheiligt wird, so daß sich für sie die Frage nach einer weitergehenden Zufriedenstellung nicht stellt.

Umgekehrt können Gestimmte nur deshalb Gestimmte sein, weil sie ihre eigene Ausgeliefertheit ertragen: Fordernde setzen auf die Macht der Organisation, Erregte auf die Macht jedes einzelnen Glieds, Gestimmte sehen sich in Gottes Hand.

Die Verbindung von Gestimmten und Fordernden in einer Hochkultur beruht auf der Hinwendung des Friedenswirkens zu einer Friedensordnung, in deren Mittelpunkt das rücksichtsvoll geordnete Kollektiv steht, und der Hinwendung des Arrangements zu eben derselben. Beispiele sind wie gesagt das Christentum und der Hinduismus.

Die Verbindung von Gestimmten und Erregten in einer Hochkultur beruht analog auf der Hinwendung des Friedenswirkens zu einer Friedensordnung, in deren Mittelpunkt allumfassende menschliche Größe steht, und der Hinwendung des Triumphalismusses zu eben derselben. Ein Beispiel ist wie gesagt der Islam.

Anders ausgedrückt erklären die Gestimmten einmal, was wahre Rücksicht sei, und einandermal, was wahre Größe sei. Daß Gestimmte sich mit beidem anfreunden können, liegt daran, daß sie auf die Menschen schauen, um deren Frieden sie sich sorgen, wird ihnen aber von diesen als schlangenhafte Doppelzüngigkeit ausgelegt.

Aber auch Fordernde und Erregte können sich in einer Hochkultur verbinden, wenn Arrangement und Triumphalismus sich nur gegenseitig Raum geben, wie dies beispielsweise in Japan oder Tibet der Fall ist oder jedenfalls gewesen ist. Der Schlüssel liegt hier in einer Situationsabhängigkeit des leitenden Aspekts, Rücksicht oder Größe, wobei die Gesamtleistung oder -versicherung genausowenig in Mitleidenschaft gezogen werden darf wie die Gesamtgröße, was zu den für die genannten Kulturen typischen Arenen für die Willkür in einem anderweitig strikt geregelten System führt.

In jedem Fall aber sollte man über ausgewachsene Männer nicht lachen, sondern sich lieber fragen, was sie bereitstellen oder gegen einen wenden werden, wobei eine gedeihliche Verbindung aller drei Arten als buchstäblicher Turmbau zu Babel wie gesagt aufgrund sich gegenseitig ausschließender Ansprüche zum Scheitern verurteilt ist.

Post Scriptum vom 7.9.2017. Die obigen Ausführungen können im Zusammenhang mit dem Beitrag Nahe Abweichungen vom Ideal den Eindruck erwecken, daß nur Gestimmte verhärmt sein könnten und Erregte ausschließlich verzärtelt. Dem ist nicht so. Indem sich Fordernde beispielsweise Gestimmten zuwenden, nehmen sie am Friedenswirken teil, sie würden es nur nicht aus eigenem Antrieb ohne die Gegenwart von Gestimmten tun, und entsprechendes gilt für die übrigen gesellschaftlich bedingten Hinwendungen zu einem höheren Seelenteil: Es ist ja nicht so, daß die Betroffenen diesen Seelenteil nicht besäßen, es ist lediglich so, daß ihre eigene Prägung sie davon abhält, ihm in erfreulichem Ausmaß zu folgen - den jeweiligen gesellschaftlichen Partner erfreuend, was so auch für die Hinwendung zum niederen Seelenteil gilt.

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4. September 2017

Some thoughts on Star Trek: Generations

Who is in the Nexus?

Supposedly, experiencing it, only those who physically entered, independent of whether they chose to leave or not, with the only restriction on those who chose to leave being that they can't leave again.

When Soran re-entered the Nexus he simply regained the ability to leave again, only that he'd never use it. The destruction of his alter-ego in an alternative timeline has to be considered inconsequential for the Nexus.

Those who have not physically entered the Nexus are merely experienced, but don't experience themselves, where the principle that guides their actions is the deepest wish of those who experience them, but therein lies a problem, because they might be experienced by more than one person.

Also, what makes two people, who both experience, meet?

How would it be resolved, if one person would like to meet the other, but the other person had rather not met the former?

Considering what is shown to us, we must assume that these issues are resolved in the Nexus in the following way: You can both summon another person into your world and insert yourself into another's, but you're only dealing with one of many versions of that person, who is simultaneously pursuing his own pursuits unpestered by you.

Still, if animosity did arise, a clash of wills in someone's world would occur and we can only speculate as to the consequences of that, most likely the death of the disturber in the way that suited the world creator best. If the person who suffered this fate could in return summon the tormentor into his world, a whole lot of unpleasantness could ensue, though it would exist parallelly to the entirety of pleasantness.

Whether you can insert yourself into someone's world, after he has once killed you there, is a question that we cannot with any certainty answer. And on the question of memories from parallel existences we are left to assume that all possible states of remembering exist parallelly, i.e. that time truly has no meaning as all possible chronological permutations of events exist parallelly, so with regard to dying in particular, there would be one string of events in which the memory of that would come last, i.e. never, since we're considering infinite strings, and another in which it would come first.

Curtly put, the Nexus seems to be a place, where omnipotence and evasion are intertwined.

But does that mean that nothing in the Nexus mattered?

After all, you could summon all people who ever entered the Nexus into your world, and they would be real.

As it is shown in the film, you get the idea that what makes things matter is that people can't avoid each other's powers, but have to add or subtract them. But is the basic arithmetic of power accumulation really a nobler cause to pursue than what can be pursued in the Nexus?

Seen like this, Soran is right: It does not matter what happens in a universe of mutual coercion compared to the opportunity to leave it.

But what is the basis of this whole speculation?

It's that we know, what we would like to happen. Based on that we can develop alternative scenarios of human existence. But all out of the whole of our existence that created these fantasies is that we're aware that we anticipate satisfaction.

That should give us pause. Perhaps that what matters to us isn't linked to that anticipation at all? - as opposed to hinging on the latter's importance to us by way of alternative outcomes.

Differently put, it might not be about winning, but about having done something lasting in true accordance with oneself.

We have a concept of the world and ourselves, before we have experienced any of the two. It is a mistake to base one's thinking on these concepts alone. Both the world and oneself have to be found. We find what matters to us in retrospect, possibly ex negativo, and once we have experienced the notion, we begin to be able to anticipate it as well, but not before.

The world is not a bleak place, because our pre-existing notions suggest it, and neither is it likewise blessed: we must first live, before we conclude, our understanding needs to develop.

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3. September 2017

Yellowstone... an idea.

Pressure = Force / Area.
If it becomes clear that Yellowstone will erupt, I suggest placing a grid of hydrogen bombs into the entire area of critical thickness of the earth's crust and detonating them simultaneously.

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2. September 2017

Hippies

I was watching Tobe Hooper's Eggshells and it occurred to me that oftentimes you're really lucky when you've just got a camera rolling, only that you usually don't know in advance just when: just when the sun will light the scene just right, just when you'll meet an animal near the forest or a person in a mood, you'll not catch that person in again.

Now, sometimes however, you'll have plenty of opportunities to capture something extraordinary and still pass them by, because you start to think that it will never end, that something has changed and what you're seeing has become a part of a new normality. That is, some bizarre extremity you might capture, but the common heart of it you miss.

It's good that Tobe Hooper didn't make that mistake and clearly saw the extraordinary for what it was: a temporary public spike in care in face of the Vietnam War.

When I was six, eleven years after Eggshells was made, the local youth in my Zeitgeist-backwater still aspired to be Hippies, had long hair, sat in tree houses and talked about new ways.

Now, we can of course all talk about new ways and consider ourselves to be the ones entrusted with making this world a better place, but if we actually do so, it will always be accompanied by massive incompetence management, introducing every second sentence with I think or I feel, highlighting the virtue of the effort as such, affirming that virtue every time someone bows to practical needs, venerating one another's thoughts by building a shrine around every each of them, but then tacitly trying to push one's own shrines into the center of the vast reaches of the sanctuary that is forever threatened by forgetfulness.

As we say in Germany: We all cook with water, but when it comes to solving any kind of problem, the ratio between the efforts spent on sustaining the process and making progress is decisive and therein lies the extraordinariness of the Hippie culture.

That is not to say that it would be extraordinary, when everybody talked to everybody else, when all worked together, but it is extraordinary, when all become full-time members of the city council.

Yet, it actually happened, and the subtleties are worth beholding: the shyness, the embarrassment, the silent hierarchy, the tendency to establish oneself in the basement and inwardly turn away from the effort and the impulse to turn back to it, the difficulty to trouble a simple mind and the ultimate anguish of the complex mind to be caught up in it all.

It's all natural, but not in this concentration. In particular the bouncing back of bimbos is supposed to be more laborious.

So, nature can be trusted, but has to be put into its environment, those who employ too mindlessly create anomalies. But too mindful an employment, seeking not to let nature do its work, but to fit it to the purpose, won't end well either.

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30. August 2017

Die Ausprägungen der Assoziation der Dreifaltigkeiten des Ichs und der Seele


Lust Achtung Sorge
Gewahrsein beobachtend aufmerksam verstehend
Tun gründlich wählerisch vorsichtig
Wesen körperlich gesellig idealistisch
Die möglichen eineindeutigen Zuweisungen ergeben also die folgenden kulturell nahegelegten Selbstverständnisse
  1. körperlich, wählerisch, verstehend,
  2. gesellig, vorsichtig, beobachtend,
  3. idealistisch, gründlich, aufmerksam,
  4. körperlich, vorsichtig, aufmerksam,
  5. gesellig, gründlich, verstehend und
  6. idealistisch, wählerisch, beobachtend.
und diese scheinen mir auch tatsächlich vorhandene kulturelle Unterschiede zu beschreiben, etwa so
  1. germanisch,
  2. chinesisch,
  3. freimaurerisch,
  4. finnisch,
  5. französisch und
  6. arabisch.
Nun, der Nachweis, daß es die Sprachen der betroffenen Völker sind, in welchen sich diese kulturelle Prägung manifestiert, ausgehend von der im Beitrag Sprache und Ich beschriebenen Gleichsetzung der Dreifaltigkeit der Konsonanten mit der des Ichs, dürfte schwerfallen, auch wenn ich ihn ebenda bereits für das Deutsche ansatzweise erbracht habe. Ein weiteres Indiz im Deutschen ist etwa, daß seine Fragewörter mit einem Lippenlaut beginnen, und so verstehen mit wahrnehmen in Zusammenhang bringen. Allerdings führt derselbe Gedanke im Finnischen (und ebenso im Slawischen und tendentiell auch im Französischen) zur Verbindung des Verständnisses mit dem Willen, und also zum idealistischen Selbstbild, wiewohl sich natürlich einwenden läßt, daß auch der Gaumen als ein Ort der Wahrnehmung verstanden werden kann, wie etwa goût (franz.), im Gegensatz zu flavour (eng.), Geschmack (deu.) oder maitse (est.) nahelegt.

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29. August 2017

Sprache und Ich

Es erscheint mir so, daß der Artikulationsort eines Konsonanten auf natürliche Weise einen Teil unseres Ichs ins Gedächtnis ruft, und zwar
  • die Lippen die Wahrnehmung,
  • die Zungenspitze die Handlung und
  • der Zungenrücken den Willen.
Das Wort gut beispielsweise bildet den Ausfluß des Willens durch Taten ab, wohingegen das französische bon die Affizierung des Willens durch die Wahrnehmung widerspiegelt.

Freilich ist diese Empfindung kein Leitfaden zur Entschlüsselung auch nur einer mir bekannten Sprache, doch halte ich sie dessen ungeachtet für kanonisch und in gesprochenen Sprachen wirkmächtig, indem sie ihren Sprechern nahelegt, wie ihnen ein bestimmtes Thema begegnet.

Post Scriptum vom 30.8.2017. Die im Beitrag Der Zeitbegriff der drei Seelenteile angesprochenen Meditationen auf die drei Zeitträger werden meinem Empfinden nach und im Einklang mit dem oben Beschriebenen durch die folgenden drei Silben unterstützt: Die Meditation auf
  • die Auffassung durch die Silbe hmm,
  • das Durchleben durch die Silbe thh (aspiriert, kein Frikativ) und
  • die Formbarkeit durch die Silbe hng,
und diese Silben sind auch, soweit ich es sehe, volkstümlich in diesen Funktionen gebräuchlich,
  • hmm bei der Besinnung,
  • thh, thh, thh als Kommentar, wenn etwas Denkwürdiges geschehen ist, und
  • hng bei der Mobilisierung der eigenen Kräfte.
Damit ist nicht gesagt, daß die Dreifaltigkeit der Seele mit der des Ichs übereinstimmt, sondern lediglich, daß die Zeitträger der drei Seelenteile vorherrschend wie beschrieben mit den drei Teilen des Ichs assoziiert werden. Wie man sich aber leicht vergewissert, sind andere Assoziationen durchaus möglich.

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Weiber, Kirchen, Gecken: Gestern, heute und morgen.

Wenn sich die Masse in eine Regel fügt,
auch wenn diese den Machterwerb einseitig hindert,
macht sie die Regel doch durch ihr verbleibendes Machtstreben stark.

Also bleibt die öffentliche Forschung der privaten Forschung Herr
und die Gesetzestreuen den Kriminellen:
Der Einzelne ist im Nachteil, aber das Kollektiv stärker.

Und also haben wir uns zivilisatorische Standards geschaffen.

Je stärker die Macht indes in den Händen Weniger konzentriert ist,
desto seltener verschiebt das Machtstreben Vieler ihr Gleichgewicht.

Und also verlieren zivilisatorische Standards ihre Grundlage.

Der Feudalismus ist ein System der Machtverteilung,
welches auf der Selbstgefälligkeit der Menschen beruht,
sein natürlicher Feind ist die Hingabe,
und inmitten wachsender Machtmittel selbst unter Druck kommend,
muß er danach trachten, alle Hingabe zu ersticken.

Deshalb ist eine grundlegendere Machtneuverteilung notwendig.

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28. August 2017

Zur rationalen Approximation quadratischer Wurzeln ganzer Zahlen

Um die Quadratwurzel einer nicht quadratischen ganzen Zahl n durch rationale Zahlen zu approximieren, können wir analog zum vorigen Beitrag die rationalen und vorzugsweise ganzzahligen Lösungen der Gleichung
A) nx²-c=y², wobei c ganzzahlig und vorzugsweise klein ist,
heranziehen,  denn wir können die lineare Transformation der Lösungen allgemein aus den Koeffizientenvergleichsgleichungen
x'=αx+βy, y'=γx+δy,
nα²-n=γ²,
nαβ=γδ und
nβ²+1=δ²
durch Einsetzen
n²α²β²=n²α²β²+nα²-n²β²-n
zu
B) nβ²+1=α²
bestimmen. Da wir als Koeffizienten hier nur positive Zahlen betrachten gilt weiterhin
γ=nβ und
δ=α.
Nachdem wir also für geeignetes c (im Falle n=3 beispielsweise c=2) eine Lösung x, y von A gefunden haben, können wir wie gehabt durch ihre lineare Transformation zu x', y' die Quadratwurzel von n approximieren, vorausgesetzt, daß B eine rationale und vorzugsweise ganzzahlige Lösung α, β besitzt.

Nun, B besitzt solche Lösungen. Wir müssen lediglich a, d so wählen, daß
a²+d=n oder
a²-d=n
gilt. Damit ergeben sich α, β dann zu
α=2a²/d+1 oder 2a²/d-1 und
β=2a/d,
wie ein Blick auf die eingesetzten Lösungen
4a4/d²+4a²/d+1=4a4/d²+4a²/d+1 oder
4a4/d²-4a²/d+1=4a4/d²-4a²/d+1
beweist, und umgekehrt gilt offensichtlich
a=(α-1)/β oder
a=(α+1)/β,
so daß es zu jeder Lösung α, β zwei Darstellungen durch a, d gibt.

Damit diese Lösungen ganzzahlig sein können, muß der Zähler des reduzierten Bruches d ein Teiler von 2n sein, in welchem Fall er 2a² teilt und unter Umständen, etwa wenn er quadratfrei ist, auch schon 2a.

Genauere Betrachtungen zur Existenz ganzzahliger Lösungen α, β sind interessant, aber nicht ganz einfach, jedenfalls auf den ersten Blick nicht, und einstweilen möchte ich die Angelegenheit auf diesem Stand belassen.

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25. August 2017

Eine induktive diophantische Gleichung bei der Approximation der Wurzel von 2

Definition. Eine induktive diophantische Gleichung ist eine Gleichung ganzzahliger Größen mit der Eigenschaft, daß sich aus ihren einzelnen Lösungen jeweils weitere Lösungen logisch ableiten lassen.

Beispiel. Die Gleichung y=x+1 ist eine induktive diophantische Gleichung, da wir zu jeder ihrer Lösungen x, y weitere Lösungen erhalten, indem wir zu x und y den gleichen Betrag addieren oder subtrahieren.

Beim Studium der Zahl 196 stieß ich auf die Zahl 49, darauf auf die Zahl 50, darauf auf die Zahl 25 und schließlich auf die Zahl 5. Anders ausgedrückt,  x=5, y=7 ist eine Lösung der diophantischen Gleichung
A) 2x²-1=y²,
welche zur Approximation der Wurzel von 2 herangezogen werden kann, da aus ihr folgt, daß
y²/x²=2-1/x².
Satz. A ist eine induktive diophantische Gleichung. Ihre Lösungen lassen sich sämtlich aus der Lösung x=1, y=1 nach der folgenden Vorschrift ableiten:
B) x'=3x+2y, y'=x'+(x'-x)/2
Beweis. Zu x, y definieren wir δ=x-2(y-x)=3x-2y und ε=y-x-δ=3y-4x. A ist dann logisch äquivalent zu
A') δx-1=(y-x)²=(δ+ε)²=δ²+2δε+ε².
Mit B gilt aber δ'=x, ε'=y. Also kann in A' ε'² durch 2δ'²-1 ersetzt werden. Wir erhalten also
x'=3δ'+2ε'=3x+2y, δ'≠0,
das heißt durch B werden in der Tat weitere Lösungen angegeben.

Aber auch die folgende Vorschrift gibt weitere Lösungen an:
C) x''=δ, y''=ε.
Es gilt x=3δ+2ε. Setzen wir dies in A' ein, so erhalten wir:
A'') 2δ²-1=ε².
Wir finden also zu jeder größeren Lösung eine kleinere, bis wir in einen Bereich gelangen, über dessen Lösungen wir einen Überblick haben, nämlich
(1,1), (5,7), (29,41), (169, 239), (985, 1393)...
Korollar. Vorschrift B gibt einen Algorithmus zur Annäherung der Wurzel von 2 an, dessen erste Resultate die folgenden sind:
1, 7/5, 41/29, 239/169, 1393/985, ...
Post Scriptum vom 26.8.2017. Ich habe B und δ und ε auf geometrischem Wege in Kenntnis der ersten Lösungen von A bestimmt. Allgemeiner läßt sich der Ansatz machen, daß die Induktion durch eine lineare Transformation von x, y geschieht, also
x'=αx+βy, y'=γx+δy.
Setzen wir dies in A ein, so erhalten wir die Gleichungen
2α²-2=γ²,
2αβ=γδ
und
2β²+1=δ².
Quadrieren wir die zweite Gleichung und setzen die erste und dritte in sie ein, so erhalten wir
4α²β²=4α²β²+2α²-4β²-2
und daraus
2β²+1=α²,
was durch α=3, β=2 gelöst wird, also B ergibt, und ebenso durch α=3, β=-2, was δ und ε aus dem gestrigen, ursprünglichen Beitrag ergibt und die erste lineare Transformation invertiert.

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