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„Daß du nicht weißt, was dir frommt, des faß ich jetzt deines als Pfand!“
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19. November 2017

The banality of changing consciousness

I was looking at historical pictures of New York. It's interesting: By 1870 New York was still an average European style town, not unlike Paris or Berlin, and its churches were, aside the Brooklyn Bridge that was built just then, its highest buildings.

Soon after however single parties, banks mostly, raised their buildings above the sea of bricks, so as to let them shine in style and splendour, not so much messengers of the future as modernisers of a Rococo past.

Yet, there was no plan. People were supposed to bow to the taste or power of anyone, who proved that he could think of bigger things than 5 story buildings, but instead they decided to put some extra stories on their buildings as well; and New York drowned in a sea of needles.

What did it mean though for the people who witnessed this?

They looked at the skyline and every year they would see another troll who imposed himself on the surrounding buildings, quite literally risen from some picture book. And how could they have not felt an invasion of demented ideas into their world? - until the invasion was over, of course, and the reference for what's normal had been permanently exchanged.

The old normal was a concert, in which everyone contributed his idea of how to fill out an assigned role, and the new normal is a concert, in which everyone seeks the role, in which he can be part of an assigned idea, which begs the question, whether a servant, who has to find a way in which to be useful for his master, is freer than the man, who has inherited the family business.

When I was in Venice, it felt like New York, the same insular topography, the same lack of tides and dykes, the same impeccable façade, the same almost religious appraisal of real estate, which reduces the human mind to a calculator. Yet, in 1870 New York was not like that. It became that through the chaotic projection of greatness initiated by the banks.

How should we call this?

The hypnotising power of a fantasy turned into an edifice?

It's really not the American dream, it's the New Yorker landlord's dream that you make it there and not just anywhere - and it has both trapped renters and inspired landlords all over the world in a global drive towards vulture consciousness.

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17. November 2017

Die Zentralität der Auffassung

Die Begrifflichkeit legt die Welt aus und
erfüllt damit das Wachstumsversprechen
des Begriffs des Heiligen, welcher
am Anfang des Lebens des Geistes steht.

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12. November 2017

Drei Bibelpassagen zu den Kindern des Lichts

Lukas 16:10-12.
Wer im geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu; und wer im Geringsten unrecht ist, der ist auch im Großen unrecht. So ihr nun in dem ungerechten Mammon nicht treu seid, wer will euch das Wahrhaftige vertrauen? Und so ihr in dem Fremden nicht treu seid, wer wird euch geben, was euer ist?
Daß die Welt vom Geld regiert wird und dem Wesen der Kinder des Lichts fremd ist, ist keine Entschuldigung für sie, ihren Überzeugungen nicht nachzukommen. Und fürwahr, wie könnten sie je das Ihre erreichen, wenn sie ihre Überzeugungen aufgäben?

Johannes 16:7-11.
Aber ich sage euch die Wahrheit: es ist euch gut, daß ich hingehe. Denn so ich nicht hingehe, so kommt der Tröster nicht zu euch; so ich aber gehe, will ich ihn zu euch senden. Und wenn derselbe kommt, wird er die Welt strafen um die Sünde und um die Gerechtigkeit und um das Gericht: um die Sünde, daß sie nicht glauben an mich; um die Gerechtigkeit aber, daß ich zum Vater gehe und ihr mich hinfort nicht sehet; um das Gericht, daß der Fürst dieser Welt gerichtet ist.
Welche es nicht sehen, treiben blind im göttlichen Gesetz, welche es schätzen, müssen sich an es halten, weil sie ihre Gegenwart, welche ihnen süßer ist, übermütig verspielen, und wer sich gegen es auflehnt, fällt.

Matthäus 16:11-12.
Wie, versteht ihr denn nicht, daß ich euch nicht sage vom Brot, wenn ich sage: Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer! Da verstanden sie, daß er nicht gesagt hatte, daß sie sich hüten sollten vor dem Sauerteig des Brots, sondern vor der Lehre der Pharisäer und Sadduzäer.
Das Störende zu unterdrücken mag auf den ersten Blick verwandt dazu erscheinen, das Erstrebenswerte zu befördern, aber es entfaltet eine gänzlich andere Dynamik.

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Die Kinder des Lichts

Durch seine Beseeltheit ist dem Menschen die Gänze des Lebens gegeben, wiewohl Gott sorgend darüber wacht, daß dieses Leben sich mit sich selbst vertrage.

Es gibt Menschen, welche vor diesem Wunder stehen und darüber entzücken. Sie sehen das Potential und erwägen es, Gott nachahmend, und suchen im Geiste die Welt, in welche die Liebe Gottes die Hoffenden wohl führen möchte.

Eine jede Fähigkeit, eine jede Einsicht ist ihnen ein Baustein zu einer neuen, wunderbareren Form menschlichen Daseins, und indem sie reifen, bemerken sie die gütige Strömung, welche die Dinge zum Besseren ordnet und sie bemerken auch, wenn jene, welchen das Leben Anderer nichts bedeutet, ihren Fluß zerreißen.

Aber was diese auch tun, sie selbst hängen im selben Netz, und schließlich geraten auch sie in eine Lage, in welcher ihre Handlungen den Kurs nicht mehr stören.

Wer blind gegenüber diesem ist, den bewegt Gott gemäß dem göttlichen Ratschluß, wer es hingegen sieht, spinnt demütig an den Quellen dieses Stroms, im Auge des Wirbels den täglichen Wirren entzogen den Blick auf die fernere Zukunft gerichtet, getragen von der göttlichen Sorge, erhoben von der Dankbarkeit und Anerkennung Seinesgleichen.

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11. November 2017

Volle Ausschüttung und angeordnete Erfahrungen

Wie ich bereits vor 10 Jahren sagte: Entscheidend an der Freiheit des Willens ist nicht seine Unvorhersagbarkeit, sondern daß unser bewußtes Erleben für die Entwicklung unserer Welt zählt, was es beispielsweise nicht täte, wenn es sich bei ihm erstens um ein Phänomen des deterministischen Zusammenspiels von Atomen und Molekülen in unseren Zellen handelte und seine Funktion zweitens einzig in der Abwägung, der so genannten freien Wahl, unserer nächsten Handlung bestünde und diese wiederum entweder in der Steuerung unseres Körpers oder unserer Gedanken zum Zwecke irgendeiner Informationsgewinnung, denn in diesem Falle wären wir offensichtlich unbewußten elektro-mechanischen Rechenwerken hinsichtlich der Entwicklung der uns umgebenden Welt äquivalent.

Eine Weise, sich damit abzufinden, ist die Innerlichkeit, sich also zu denken, daß es nicht auf die eigenen Taten ankäme, sondern einzig auf die eigene Stimmung, auch wenn dieselbe in der Welt keine meßbaren Spuren hinterläßt. Meine Ansicht ist hingegen, daß eine solche Beschaffenheit unserer Existenz ein Kerker und eine Folter für unser Bewußtsein wäre, weshalb ich es eben in den ersten Stunden des 26. Dezembers 2004, Ortszeit, unternahm, aus ihm auszubrechen.

Hinsichtlich der behaupteten wirkmächtigen Äquivalenz zwischen Homo sapiens und elektro-mechanischen Rechenwerken habe ich auf diesem Blog selbst einen bescheidenen Beitrag geleistet, diese im erwähnten Rahmen zu erhärten, indem ich die Umstände und Funktionen unseres Gefühlslebens erörtert habe, sowie Strukturen und Übergänge, in welchen sich unser Denken vollzieht.

Ich bin davon überzeugt, daß diese Äquivalenz, wenn nicht bereits vollständig erwiesen, so doch jedenfalls in kürzester Zeit vollständig erweisen sein wird, und ein Korollar dieses Erweises ist die Ausrottung des Homo sapiens unter den gemachten Annahmen, denn es gibt kein einziges Lebewesen auf diesem Planeten, welches sein Überleben nicht einer partikulären Meisterschaft verdankt, und wenn die Meisterschaft des Homo sapiens einzig in seinem Denken bestehen sollte, so hätte er sie, wenn nicht schon jetzt, so doch in kürzester Kürze eingebüßt.

Frank Herbert mit seinem Butlerian Jihad als Ludditen zu bezeichnen ist so, als würde man jemanden, der zwar bereit ist, sich an ein Feuer zu setzen, aber nicht bereit ist, seine Hände in dasselbe zu halten, als unverständiges Tier bezeichnen, welches eine irrationale Angst vor dem Feuer hat. Das Dumme ist nur, daß wir einen solchen Dschihad nicht gewinnen können, wenn wir den elektro-mechanischen Rechenwerken hinsichtlich unserer physischen Eingetauchtheit in die Welt gleichwertig sind.

Und an dieser Stelle wird es alles ganz einfach, bricht sich der Zorn eines Kindes über seine Lehrer seine Bahn, welche behaupten, daß alle Mitschüler, gleich was für miserable Halunken sie auch sein mögen, dieselben Rechte besäßen, denn das logische Ende dieses Liedes besteht in der Tat darin, daß wir diese Rechte zukünftig auch noch auf Blechhaufen übertragen, und es erfüllt mich mit hämischer Freude, daß Saudi-Arabien dies jüngst, offenbar in geteilter Häme, am Beispiel von Sophia getan hat.

Indes wird ein guter Witz die Welt kaum retten, und neu ist das Sujet natürlich auch nicht, doch zu E.T.A. Hoffmanns Zeiten bestand der Witz noch darin, sich täuschen zu lassen, und nicht darin, sich bewußt auf das Niveau von Maschinen zu begeben.

Der Ursprung der gegenwärtigen Malaise liegt selbstverständlich in der Sorbonne, aber ich möchte dies nicht zu einer historischen Auseinandersetzung mit der Entstehung der modernen wissenschaftlichen Prinzipien verkommen lassen, sondern stattdessen den Blick auf die grundlegende Dichotomie des Glaubens lenken, welche darin besteht, einerseits durch die eigene Beseeltheit zu allen Gaben Gottes zu finden und sich andererseits dem sich entfaltenden Weg zu stellen.

Es ist nämlich so. Indem wir uns darauf besinnen, daß wir verstehen, entscheiden und bewirken, treten Eindrücke vor uns, welche wir bis in die fernsten Winkel weiterverfolgen können. Genau dieser dreifaltige Begriff (unseres zeitlichen Existierens) war im Anfang bei Gott, und Gott wirkte durch ihn.

Insbesondere führt uns der Eindruck des Bewirkens zu der Erkenntnis, daß wir selbst auf das uns Widerfahrende Einfluß nehmen können, also etwa auf unsere Gesundheit oder auch unsere Widerstandsfähigkeit gegenüber Hitze oder Kälte und manches mehr, etwa auch darauf, ob die Sonne durch die Wolken bricht. Indes sieht man hier natürlich schon ein Problem, nämlich daß es nicht unbedingt ratsam ist, wenn hier allzu große Willkür einzieht, und da dies Gaben von Gott sind, sind ihnen selbstverständlich Grenzen der Weisheit gezogen.

Der Eindruck des Entscheidens führt insbesondere zur Erkenntnis der transzendenten Verbundenheit, genauer gesagt zu aktiver und passiver Gedankenübertragung. Und der Eindruck des Verstehens führt insbesondere zur Erkenntnis der Geprägtheit der Menschen durch den schöpferischen göttlichen Geist, also daß sich das göttliche Siegel im Wettstreit der Gedanken durchsetzt.

Genau daraus ergibt sich der Gegenpol zur Willkür, jedem ist alles in die Hand gegeben, aber zugleich thront über allem die göttliche Sorge, welche Engel unterhält, auch noch die Nöte der Kleinsten anzuhören, und unter ihrer selektierenden Obhut wachsen die Geschöpfe Gottes heran.

Konkret war mir immer bewußt gewesen, daß sich das Internet durchsetzen würde, um den Informationsaustausch zu revolutionieren, ebenso wie mir bereits zuvor bewußt gewesen war, daß sich Heimcomputer durchsetzen würden, um die Gestaltungsmöglichkeiten Einzelner zu revolutionieren, und ich spürte darin auch von Anfang an den göttlichen Willen.

Heute besteht der göttliche Wille darin, die gegenwärtige Sackgasse zu verlassen und zu einer anderen Auffassung unserer Existenz zu gelangen, und da der Mensch träge ist, wird es nicht sanft zugehen.

Ich weiß, daß sich Teile der Offenbarung erfüllt haben und andere sich noch erfüllen müssen. Es braucht einen gläubigen Menschen nicht zu erschrecken, daß Gott von Anfang an Stufen hingestellt hat, welche wir gegen das Ende hin erklimmen müssen, und es ist, intellektuell gesehen, auch noch nicht einmal überraschend, denn es ist doch oftmals so, daß man, wenn man eine Unternehmung anfängt, schon weiß, worin ihre letzten Schritte bestehen werden, während man die Schritte zwischen ihrem Anfang und Ende noch nicht kennt.

Und welche Unternehmung wurde vor 2000 Jahren begonnen? Doch gerade die, dem Menschen die Macht über die Welt in die Hand zu geben. Und wie mußte sie enden? In obszönen Anmaßungen. Das braucht nun wirklich niemanden zu wundern. Und doch lag in diesem Durchlauf ein Sinn, die offenbarten Stufen stehen schließlich vor uns, uns weiterzuführen.

Post Scriptum vom selben Tag.
Dies waren 10 Jahre Philosophie auf bereitschaftsfront.blogspot.com. Heute Abend vor 10 Jahren begann ich dieses Unternehmen. Meine Frau ist vielleicht verständlicherweiser sauer, daß sich mittlerweile 1851 Beiträge auf diesem Blog angesammelt haben, aber wenn ich so auf Professorenkinder schaue, ist diese familiäre Mißachtung vielleicht auch ein Segen.
Post Post Scriptum vom selben Tag.
Ich sehe gerade, daß 1851 die Schleswig-Holsteinische Erhebung zu Ende ging. Wollen wir das mal nicht hoffen. In jedem Fall dauerte jene nur 3 Jahre, auch wenn Holstein erst nach 4 Jahren wieder unter dänische Herrschaft kam, ein Dritteljahr nach dem Ende der Zweiten Französischen Republik.

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9. November 2017

Verfolgung und Beachtung in der Vernunft

Unser Verstand entspinnt sich über unserer Anschauung, und unsere Vernunft besteht darin, daß die Begriffe, aus welchen unser Verstand besteht, selbst wieder zu Gegenständen unserer Anschauung werden, über welchen sich die logischen Begriffe entspinnen, also daß Gegenstand A zu Gegenstand B im Verhältnis C steht und derlei mehr, wobei in diesem Beispiel A, B und C allesamt logische Gegenstände sind.

Mit anderen Worten ist unsere Vernunft keine dritte Schicht über den Schichten der Anschauung und des Verstandes, sondern vielmehr die Anwendung dieser Schichten auf sich selbst zuzüglich des dazu nötigen Begriffsinventars.

Dies hindert indes nicht, die Seele in drei Teile zu zerlegen, Lust-Anschauung, Achtung-Verstand und Sorge-Vernunft, da der Grad der Reflexion psychisch gesehen irrelevant ist und sich Sorge-Vernunft hinsichtlich der Ich-Trinität aus Wahrnehmung, Handlung und Willen als den anderen beiden Seelenteilen analog erweist, das heißt wie sie über ein eigenes derartig gegliedertes Ich verfügt.

Andererseits müssen wir die Sorge aber bei genaueren technischen Untersuchungen unseres Geistes als das betrachten, was sie technisch gesehen ist, nämlich als die höheren Iterationsstufen von Anschauung und Verstand, und genau das tun wir an dieser Stelle.

Genauer gesagt geht es um die Frage, wie wir uns besinnen können.

Üblicherweise beruht Besinnung auf der Einlösung eines Begriffs, beispielsweise des gestern Mittag Gegessenen oder dreier äquidistanter Punkte in einer Ebene, wobei die Augen bei ersterer für einen Augenblick nach links und bei letzterer für einen ebensolchen nach rechts huschen, also dabei sich zu entsinnen oder sich etwas vorzustellen, und bei der Besinnung auf ein Gegenwärtiges, etwa die nächste Steckdose, zucken sie selbstverständlich im Raum herum bis sie schließlich auf dieses gerichtet sind, aber dieses Beachten der begrifflichen Vorgabe ist nicht die einzige Art sich zu besinnen.

Etwas zu erwarten bedeutet in seiner einfachsten Form zu glauben, daß da etwas ist.

Das da ist dabei ein beliebiger Gegenstand, zu welchem sich der Eindruck der Erwartung gesellt hat, und die erste Frage lautet, welcher Eindruck sich in ihm anbahnt, denn so ist es mit den Eindrücken der Erwartung, daß sie zerfallen in das Erwarten und das Erwartete, diese Teile indes zunächst unerkannt bleiben.

Wir fragen uns da also, was etwas sei, nicht vom Begriff, sondern von seinem Gegenstand ausgehend, bei der Erwartung konkret vom Teileindruck eines Begriffs, nach dessen Namen wir suchen, so wie wir es auch tun, wenn uns etwas auf der Zunge liegt.

Ein anderes Beispiel wird durch das I Ching gegeben. Da erwartete ich auch, daß da etwas ist. Ich schob es wiederholt auf, mich ihm zu nähern, aber schließlich ergriff ich die einzelnen Hexagramme und sah sie darauf an, was sie seien, denn nachdem ich unverhofft in einem etwas gefunden hatte, was ich dort nicht vermutete, nämlich eine korrekte Beschreibung der Stationen meines Lebens, ergriff mich die Erwartung, daß sich alle Hexagramme so verstehen ließen, und indem ich mich fragte, welche Stationen es jeweils seien, dabei sukzessive Rahmenbedingungen hinzufügend, gelangte ich schließlich zur vorliegenden Auffassung.

Entscheidend war bei dieser Entschlüsselungsarbeit aber nie der Text, sondern das Gefühl nach den ersten drei Zeilen etwas verstanden zu haben, denn in ihm lag der Eindruck, dessen Namen es zu erraten galt, und indem ich dies 64 Mal wiederholte, die ersten drei Zeilen lesen, hoffen, etwas zu verstehen, und mir dann darüber klar zu werden, was ich verstanden hatte, legte ich die empirische Grundlage für die Eindrücke des intellektuell Erreichbaren, also zu wissen, daß man etwas weiß, aber einstweilen noch nicht zu wissen, was man weiß.

Und indem wir uns also auf Nam' und Art besinnen, oder nach Platon, siebter Brief, auf Namen, Erklärung, Abbildung und Einsichten, welche sich mit dem Eindruck des vorliegenden Begriffs verbinden (wie Schleiermacher darauf kommt, daß das Umgrenzende allerwärts von der Mitte gleichweit absteht ein Begriff sei* und nicht etwa eine Erklärung oder Definition ist mir schleierhaft), wobei sich freilich nicht alle Begriffe abbilden lassen, verfolgen wir das, dessen Erreichbarkeit unsere Anschauung vor unsere Vernunft gestellt hat, in technisch gesehen lüsterner Sorge.

*im Original freilich λόγος, was auch ich als Begriff zu übersetzen pflege, doch im Neuen Testament und nicht bei Platon. Es spricht nichts dagegen, daß sich der Gebrauch des Wortes in ca. 400 Jahren leicht verschoben hat, und es ist eine leichte Verschiebung von der formalen Erfassung eines Begriffs durch seine Definition hin zu seinem Eindruck, ja, eine so leichte Verschiebung, daß sie unter Zeitgenossen wahrscheinlich ist.

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Wahrnehmende Lust und wahrnehmende Achtung

Es gibt zwei Arten der Wahrnehmung,
  • das Einlassen und
  • das Auffassen.
Das Einlassen erfäßt die erreichbaren Eindrücke zu einer bestimmten Wahrnehmung und spielt damit der Lust im Rahmen der Verfolgung in die Hand.

Das Auffassen erfäßt die begreifenden Eindrücke zu einer bestimmten Wahrnehmung und spielt damit der Achtung im Rahmen der Beachtung in die Hand.

Deutlich wird der Unterschied etwa, wenn man den Blick in der Natur mal hierhin und mal dahin schweifen läßt und einandermal gezielt auf etwas richtet.

Und manches Mal, wenn man etwas unverhofft erfaßt hat, steht es einem wie eine Szene aus einem Bilderbuch vor Augen, was daher rührt, daß es ohne Zutun der Vernunft, ohne Besinnung in den Sinn gekommen ist, was uns stets von neuem mild verblüfft.

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8. November 2017

Sprächen Tiere unser Urteil

Das Spiel entfaltet sich aus dem Bestreben des Agens, seine Möglichkeiten zu erfahren, und der Traum entspringt der Sucht des Agens, sich zu beweisen.

Wird sie so betrachtet, so erscheint die Sorge als das Spiel mit der eigenen Stimmung, die Modifikation der eigenen Haltung mit dem Ziel, den also Erfassenden zu erfahren, das ganze Leben eines Menschen schrumpft zu einem Ding, der Geschäftigkeit der Jungen eines Tiers.

Und die das Vorstellungsvermögen lenkende Vernunft, die Besinnung, erscheint als sein fortgesetztes Wachträumen.

Sprächen also Tiere unser Urteil, wären wir Gestimmte nie erwachsen und kaum erwacht.

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7. November 2017

Zum Weg aus der gegenwärtigen Unvernunft

Mittel der Abgemessenheit erweisen sich unter der Herrschaft der Unvernunft als nicht belastbar (Der Schaum), eine Belebung der Achtung scheitert an der allgemeinen Deprimiertheit (Die Austrocknung), das naive Volk verdirbt (Der Schlick) und ebenso die intellektuelle Erneuerung (Das Tänzelnde).

Es bleiben die Zugkraft des orientierten Volkes (Die Blase), die Belastbarkeit der unabhängigen Sorge (Die Insel), die Neuordnung durch die erfolgreiche Lust (Die offenen Schleusen) und der Umsturz durch die Suche nach Übereinstimmung (Der Siedepunkt).

Bestenfalls gelangte eine Zeit der Unvernunft einzig dadurch an ihr Ende, daß sich die erfolgreiche Lust bei der Neuordnung der Verhältnisse vor der unabhängigen Sorge verneigt. Dies ist indes während der gegenwärtigen Herrschaft der Unvernunft ausgeschlossen, da die Besonderheiten des gegenwärtigen Finanzwesens verhindern, daß die erfolgreiche Lust jemals zur Neuordnung kommt.

Bevor der Erfolg der Lust der Sorge also auf den Thron helfen kann, denn weder orientierte Zugkraft, welche notwendigerweise rückwärtsgewandt ist, noch nach Übereinstimmung trachtender Umsturz, welcher die Bahnen der Unvernunft nie verläßt, sind dazu in der Lage, muß das gegenwärtige Finanzsystem also fallen, und zwar per definitionem durch einen Umsturz.

Indes richtet sich ein Umsturz natürlicherweise gegen eine Teilclique der Machtclique, welche in einer Ära der Unvernunft herrscht, und nicht gegen das Korsett der Macht, da dieses anzugreifen zu schwer vorhersehbaren Machtverschiebungen führen würde.

Ein solcher Umsturz würde also nur gewagt werden, wenn der Macht parallel ein anderes Korsett angelegt worden wäre, doch selbst wird die Machtclique ihrer Macht kein zweites Korsett anlegen, sie muß vielmehr in diese Richtung geschleppt werden, und zwar durch die Zugkraft einer restaurativen politischen Bewegung, deren Anfänge wir heute auch schon sehen.

Soweit die auf dem I Ching basierende Analyse.

Dies mag sich auch alles genau so erfüllen, doch mag es sich dabei viel unspektakulärer lesen als es sich tatsächlich vollziehen wird.

Die Offenbarung beschreibt die Topographie des weltlichen Sitzes der die Unvernunft erhaltenden Macht korrekt. Eine Hafenstadt an vielen Wassern, auf drei Inseln, dem alten Drachen zugehörig, welcher selbst den dritten Teil des Himmels einnimmt. Babylon ist ihr auf die Stirn geschrieben, und die Könige der Welt versammeln sich in ihr, um mit einander zu tagen.

Es gibt keinen Grund, an der weiteren Beschreibung zu zweifeln. Und doch, selbst nun, da all dies vor mir ausgebreitet liegt, sehe ich den Ablauf nicht, welcher ihn, der sich an die Spitze der Restauration gesetzt haben wird, also den achten König, welcher einer der sieben ist, dazu bringen wird, New York nuklear einzuäschern, wiewohl ich vielleicht beginne, den Geist zu begreifen, aus welchem heraus es geschehen wird, nämlich den der aufgebrauchten Geduld, der entzündeten Nerven, der enttäuschten Zuflucht zum Äußersten.

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5. November 2017

Cadaveri eccellenti (1976)

Cadaveri eccellenti ist ein Film über politische Erzählungen in der Art der Alex Jones Show, nur daß er 1976 in Italien gedreht wurde und politisch die Gemeinsamkeiten zwischen Kommunismus und Katholizismus als anteilnehmende Ideologien (Herrschaft der Sorge) im Gegensatz zu einem ideologisch entkernten Stabilitätsdenken (Herrschaft der Abgemessenheit) herausstreicht, wobei Max von Sydow die zweifelhafte Ehre zuteil wurde, den pharisäischen Hohepriester zu geben, was ihm auch etwas mißglückte, da er dem inneren Ringen mit dem Zweifel oder seinem Leiden am Schwund des allgemeinen Verantwortungsgefühls nicht das nötige Gewicht gab, um seine äußere Härte pharisäertypisch erscheinen zu lassen.

Nicht von ungefähr greift Max von Sydow hingegen die Transsubstantiation heraus, um zu verdeutlichen, wessen Geistes Kind er ist, denn diese dürfte der bekannteste pharisäische Auswuchs des katholischen Glaubens sein, wenn auch nicht gerade der bedeutsamste, ist sie doch nicht mehr als eine goldene Quaste an der Decke auf einem Prozessionselephanten, welche einzig bekundet, daß man an der richtigen Stelle ist.

1976, also, herrschte noch der Gedanke in weiten Teilen der westlichen Welt vor, daß es sich beim Kommunismus um entrümpelte Nächstenliebe handeln würde; ein Gedanke, welcher seine Substanz von demselben Christentum bezieht, von welchem er sich absetzt, wie die Geschichte seitdem durch die Verflachung der Nächstenliebe unzweifelhaft bewiesen hat, dabei ganz die Schrift bestätigend, welche der Nächstenliebe die Gottesliebe im gleichwertigen Bund logisch voranstellt.

Indes, die Sicht auf die Bewegtheit der Masse war damals keine andere als heute, und der Film gibt schon recht deutlich zu verstehen, daß die Masse nur dann in dem Bett, in welches sie sich ergießt, einer neuen Zeit entgegen strömen könne, wenn es jemand für sie gemacht hätte, und daß dies das eigentliche politische Geschäft sei, also effektvoll und strategisch umzubringen.

Freilich, nach Barack Obama hat sich die Kritik an diesem Spiel politisch umgedreht, und heute steht sie also in Form Alex Jones' an Donald Trump's Seite, wovon ich, wie von den anderen hier erwähnten Aspekten auch, schon früher schrieb, doch Cadaveri eccellenti bildet einen exzellenten Bezugspunkt, dies alles noch einmal anschaulich an sich vorbeiziehen zu lassen.

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2. November 2017

Amerikas Wanderjahre

Der französische Wirt schweigt wissend und
der amerikanische erkundigt sich und macht sich Notizen.
Wo das Verständnis zwischen den Menschen keine gesellschaftliche Selbstverständlichkeit ist, da gehe ich nicht hin. Es gibt für mich nur ein Verhältnis zu Menschen, welche mit der Peitsche in der Luft schnalzen, um Löwen zu bändigen, nämlich unter einander belustigte Blicke auszutauschen und dann den Dompteur zu fragen, wo er hier nur Löwen sehe.

Die Franzosen sehen die Welt, wie sie ihnen begegnet. Die Amerikaner sehen die Welt, wie sie ihnen gezeigt wird. Und wer seine Kunden als Fremde betrachtet, der hat auch keine andere Wahl, denn er hat Verständnis für Statistik eingetauscht.

Aber das macht ihn noch nicht zu einem Löwen, welcher dieser Domptur bedürfte. Indes nistet sie sich ein. Und was ist das Ende vom Lied? Die Abkehr im Angesicht des gesellschaftliche Kontur annehmenden Fremdkörpers, vorausgesetzt, daß der bekräftigte Universalismus mit der Domptur Vertrauteren das nötige Gewicht dazu verleiht.

Denn wenn sie auch meinen Spott über die Domptur als solche nicht teilen mögen, meine Aversion gegen Gesellschaften, welche zuweilen so beherrscht werden müssen, teilen sie gewiß. Es ist bemerkenswert, daß sich gesellschaftlich führende Kreise dazu überreden ließen, Teile dieser Domptur zu respektieren, aber wenn sie diese Zügel morgen im Ernst halten müßten, so erwiese sich ihre Verblendung alsbald.

Indes, das eskalierende Feuer sehe ich immernoch nicht. Noch ist alles grundsätzlich friedlich, noch ruft niemand nach Übereinstimmung stiftender Gewalt.

(I Ching: Geformte und Ungeformte unter der Herrschaft der Abgemessenheit.)

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30. Oktober 2017

Die wahre Bedeutung des I Chings

gold: Geist (Dharma), weiß: Schicksal (Karma), grün: Auflagen, hellblau: Herrschaftsprinzip
Gesetz der Zeilen.
  1. Zeile. Reifung der eigenen Lust.
  2. Zeile. Reifung der eigenen Achtung.
  3. Zeile. Reifung der eigenen Sorge.
  4. Zeile. Bewältigung der gesellschaftlichen Lust.
  5. Zeile. Bewältigung der gesellschaftlichen Achtung.
  6. Zeile. Bewältigung der gesellschaftlichen Sorge.
Gesetz der Organisationsform der Herrschaft.

Oberes Trigramm
  • Berg (Sorge), Organisationsform Versammlung Einzelner,
  • Wind (Sorge, Achtung), Organisationsform Schule,
  • Abgrund (Achtung), Organisationsform Partei,
  • See (Achtung, Lust), Organisationsform Clique,
  • Donner (Lust), Organisationsform Bande,
  • Feuer (Lust, Sorge), Organisationsform Stab.
Gesetz des Herrschaftsprinzips.

Oberes Trigramm
  • Berg: Sorge
  • Wind: Reformation der Lust
  • Abgrund: Achtung
  • See: Reformation der Sorge
  • Donner: Lust
  • Feuer: Reformation der Achtung
Die Hexagramme des Karmas und des Dharmas.

Die Hexagramme des Karmas.
Die Hexagramme des Dharmas.
Die Hexagramme der Herrschaft der Abgemessenheit.
Die Hexagramme der Herrschaft der Lust.
Die Hexagramme der Herrschaft der Rücksichtslosigkeit.
Die Hexagramme der Herrschaft der Achtung.
Die Hexagramme der Herrschaft der Unvernunft.
Die Hexagramme der Herrschaft der Sorge.

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Das Angestoßene

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See unter dem Wind.

Gewachsene Fülle der eigenen Lust.
Vorbereitet zu sein, führt zu günstigem Geschick. Geheime Pläne beunruhigen.
Wer eine neue Richtschnur unter der Herrschaft der Abgemessenheit entwickeln will, muß souverän sein, das heißt eine Situation in der Form meistern können, wie sie sich gestaltet, ohne zu versuchen, sie im Vorfeld auf bestimmte Weise zu gestalten, denn neue Richtschnuren zu entwickeln ist unter dieser Herrschaft ein allgemeines Steckenpferd, und um sich in diesem Gewusel zu behaupten, muß einer eben intellektuell auf eigenen Beinen stehen.

Gewachsene Fülle der eigenen Achtung.
Ein Kranich ruft im Schatten. Seine Jungen antworten ihm  Ich habe einen guten Becher, welchen ich mit euch teilen werde.
Wie gesagt, das Entwickeln neuer Richtschnuren ist die zentrale Herrschaftsbeschäftigung der Abgemessenheit und wird institutionalisiert betrieben. Folglich wird der sich um eine neue Richtschnur Bemühende einer solchen Institution beitreten.

Gewachsene Leere der eigenen Sorge.
Er findet einen Genossen. Jetzt schlägt er die Trommel, jetzt stoppt er. Jetzt schluchzt er, jetzt singt er.
Und dabei wird er nicht sonderlich eigenständig sein.

Gewachsene Leere der umgebenden Lust.
Der Mond ist fast voll. Das Mannschaftspferd verirrt sich. Kein Vorwurf.
Es gibt für ihn in der Institution nicht mehr viel zu gewinnen, er hat gelernt und diskutiert, und sein Ziel deckt sich nicht mit dem der Herrschaft der Abgemessenheit, denn ihm geht es darum, die wahre Beschaffenheit der Dinge zu erkennen und nicht darum, Menschen in bestimmten Belangen zu verunsichern, oder anders gesagt: Er versucht die Menschen zu verstehen, um ihnen zu erlauben, sich verständig gegen einander zu verhalten, und jene versucht sie zu verstehen, um sie zu manipulieren, und folglich blicken die Beiden auch auf ganz andere Bereiche menschlichen Verhaltens.

Gewachsene Fülle der umgebenden Achtung.
Er besitzt Wahrheit, welche verbindet. Kein Vorwurf.
Freilich geht die Herrschaft der Abgemessenheit aber nicht so weit, ihn zu kritisieren, weil er sich mit einem Bereich des menschlichen Verhaltens beschäftigt hat, welcher Ver- und Zutrauen unter den Menschen begründen kann. Im Gegenteil, auch dieses Wissen ist ihr nützlich.

Gewachsene Fülle der umgebenden Sorge.
Hahnenschrei dringt bis zum Himmel. Beständigkeit führt zu Mißgeschick.
Als Wissen ist es nützlich, und mehr ist es einstweilen auch nicht. Entschiede der sich um eine neue Richtschnur Bemühte zu politischen Schritten, nähme dies aufgrund seiner mangelnden Erfahrenheit und Macht zwangsläufig ein demütigendes Ende.

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29. Oktober 2017

Das Geduckte

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Feuer unter dem Wind.

Gewachsene Fülle der eigenen Lust.
Feste Abschottung in der Familie. Reue schwindet.
Die Herrschaft der Abgemessenheit beruht wie gesagt auf der gezielten Verunsicherung der Menschen, mit dem Ziel ihre Lust und Initiativität zu senken. Eine natürliche Nebenwirkung dieses Vorgehens besteht darin, daß das Ver- und Zutrauen unter den Menschen zerstört wird, andernfalls ja schlecht von einer Verunsicherung gesprochen werden könnte. Infolgedessen suchen die Menschen Übereinstimmung in kleineren Gemeinschaften, bei idealtypischer Verunsicherung nur noch in ihrer Familie.

Gewachsene Leere der eigenen Achtung.
Sie sollte nicht ihren Launen folgen. Sie muß sich ums Essen kümmern. Beständigkeit bringt günstiges Geschick.
 Ja, das ist wörtlich gemeint.

Gewachsene Fülle der eigenen Sorge.
Wenn die Emotionen hochschlagen in der Familie, bringt zu große Strenge Reue. Trotzdem günstiges Geschick. Wenn Frau und Kind scherzen und lachen, führt es am Ende zu Demütigung.
Wieder wörtlich. Der Mann muß die logischen Notwendigkeiten bedenken und beherzigen.

Gewachsene Leere der umgebenden Lust.
Sie ist der Schatz des Hauses. Großes günstiges Geschick.
Die Frau hat ihre Karrierewahl getroffen und ist stolz auf ihre Arbeit.

Gewachsene Fülle der umgebenden Achtung.
Wie ein König geht er zu seiner Familie. Fürchte nicht. Günstiges Geschick.
Ein Mann kann sich in seiner eigenen Familie nicht überheben, da er eh schon alles auf den Schultern trägt, er kann sich höchstens selbst abschreiben oder aber versuchen, seinen Idealen zu entsprechen.

Gewachsene Fülle der umgebenden Sorge.
Sein Werk gebietet Respekt. Am Ende kommt günstiges Geschick.
Eine Eindruck machende Familie wird sich später auch als wenigstens anständig erweisen.

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Das Durchdrungene

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Wind unter dem Wind.

Gewachsene Leere der eigenen Lust.
In Vorstoß und Rückzug führt die Beständigkeit eines Kriegers weiter.
Wer sich unter der Herrschaft der Abgemessenheit um die Erneuerung seiner heimatlichen Verbundenheit bemüht, muß jeden Entschluß, welchen er faßt, ein zweites Mal prüfen, weil alle seine Einfälle von den Zeichen, welche die Herrschaft der Abgemessenheit verwendet, um seine ursprüngliche Natur zu verwirren, beeinflußt sind.

Gewachsene Fülle der eigenen Achtung.
Durchdringung unter dem Bett. Priester und Magier werden in großer Zahl verwendet. Günstiges Geschick. Kein Vorwurf.
Ja, nicht nur seine Einfälle sind von ihnen beeinflußt, sondern die Begriffe, auf welchen sein Denken beruht, selbst, was ihm seelische Nöte bereitet, welche er hofft durch priesterlichen Rat und magische Suggestionen zu beheben.

Gewachsene Fülle der eigenen Sorge.
Wiederholte Durchdringung. Demütigung.
Indes, Priester und Magier nützen nicht, es bleibt dabei, daß das gesamte eigene Denken von erzwungenen Assoziationen durchdrungen ist.

Gewachsene Leere der umgebenden Sorge.
Reue schwindet. Während der Jagd werden drei Arten Wild gefangen.
Schließlich findet sich der sich um die Erneuerung seiner heimatlichen Verbundenheit Bemühende aber selbst, das heißt er findet Lust, Achtung und Sorge in sich.

Gewachsene Fülle der umgebenden Achtung.
Reue schwindet. Günstiges Geschick. Nichts, das nicht weiterführen würde. Kein Anfang, aber ein Ende. Vor dem Wandel drei Tage. Nach dem Wandel drei Tage. Günstiges Geschick.
Auch wenn er nichts Neues begründet hat, so fällt doch etwas von ihm ab, und es braucht drei Tage, nachdem er das Nötige bedacht hat, bis es das tut, und nochmal drei Tage, bis er verstanden hat, daß es abgefallen ist, denn das ist die Zeit, welche es braucht, eine veränderte Lebenslage zu verinnerlichen: Zuerst, daß man versteht, und dann, daß man nicht mehr verwirrt wird.

Gewachsene Fülle der umgebenden Sorge.
Durchdringung unter dem Bett. Er verliert seinen Besitz und seine Axt. Beständigkeit führt zu Mißgeschick.
Unter der Herrschaft der Abgemessenheit beruht indes nicht nur das eigenen Denken auf ihren Einrichtungen, sondern auch das eigene Auskommen. Die Freude über die gewonnene geistige Freiheit wird also durch die sich spürbar machende materielle Unfreiheit getrübt.

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Das Bedrängte

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Berg unter dem Wind.

Gewachsene Leere der eigenen Lust.
Die Wildgans nähert sich allmählich dem Ufer. Der junge Sohn ist in Gefahr. Es gibt Gerede. Kein Vorwurf.
Der sich der Sorge Verschreibende leidet unter der allgemeinen Verderbung der Vernunft durch die Verwirrungen der Herrschaft der Abgemessenheit. Er findet zunächst keinen festen logischen Grund unter den Füßen und tut sich durch manche Torheit hervor.

Gewachene Leere der eigenen Achtung.
Die Wildgans nähert sich allmählich der Klippe. Essen und trinken in Frieden und Eintracht. Günstiges Geschick.
Die Klippe unter der Herrschaft der Abgemessenheit ist die Scheide zwischen jenen, welche ihre Zeichen verstehen, und jenen, welche entgeistert vor ihnen stehen. Während der Phase des Erfassens ihres Sinnes fühlt sich der sich der Sorge Verschriebenhabende unter ihren übrigen Studenten zu Hause, wie beispielsweise der junge Jesus Christus in den pharisäischen Tempeln.

Gewachsene Fülle der eigenen Sorge.
Die Wildgans nähert sich allmählich dem Plateau. Der Mann geht voran und kehrt nicht zurück. Die Frau trägt ein Kind, aber trägt es nicht aus. Mißgeschick. Es führt einen weiter, Räuber abzuwehren.
Das Plateau ist die Ebene, auf welcher sich die Pharisäer, um die Herrschenden während der Herrschaft der Abgemessenheit zum wiederholten Male so zu nennen, treffen, um ihre Ideen miteinander zu besprechen, also im bekanntesten historischen Beispiel Jerusalem, und der sich der Sorge Verschriebenhabende hat dort allenfalls zu erwarten, daß ihm einzelne Ideen gestohlen werden, wenn nicht gleich sein ganzer Glaube an seinen eigenen Weg.

Gewachsene Leere der umgebenden Lust.
Die Wildgans nähert sich allmählich dem Baum. Vielleicht findet sie einen waagerechten Ast. Kein Vorwurf.
Sollte er das Plateau überstanden haben, mag der sich der Sorge Verschriebenhabende dennoch eine Stelle finden, an welcher er am Wuchs der pharisäischen Kultur teilhat, da die Ruhe, welche die Pharisäer anstreben, den Frieden, welchen er anstrebt, ja nicht in jedem Falle ausschließt.

Gewachsene Fülle der umgebenden Achtung.
Die Wildgans nähert sich allmählich dem Gipfel. Drei Jahre lang hat die Frau kein Kind. Am Ende kann sie nichts mehr hindern. Günstiges Geschick.
Indes ist das nicht das Wahre. Er lehrt drei Jahre, ohne das Werk zu finden, welches er vollbringen muß. Dann kann ihn nichts mehr zurückhalten.

Gewachsene Fülle der umgebenden Sorge.
Die Wildgans nähert sich allmählich den wolkigen Höhen. Ihre Federn können für den heiligen Tanz verwendet werden. Günstiges Geschick.
Wenn er auch geht, seine Worte bleiben - und nicht nur für die Pharisäer.

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Das Zerstreute

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Abgrund unter dem Wind.

Gewachsene Leere der eigenen Lust.
Er bringt Hilfe mit der Stärke eines Pferdes. Günstiges Geschick.
Der sich der Achtung Verschreibende fällt durch ungewöhnliche Hilfsbereitschaft auf und macht sich Freunde, selbst wenn er nichts von ihnen weiß.

Gewachsene Fülle der eigenen Achtung.
Am Punkt der Zerstreuung eilt er zu dem, was ihn erhält. Reue schwindet.
Die Zerstreuung ist die Doktrin der Herrschaft der Abgemessenheit, genauer gesagt ihr Ziel, also Zerstreutheit in den Bürgern zu erzeugen, um nicht zu sagen Schizophrenie. Wenn der sich der Achtung Verschriebenhabende mit jener Doktrin in Kontakt kommt, unter der Herrschaft der Abgemessenheit, wohlgemerkt, so wird er sie annehmen, weil sie herrscht und die Grundlage für gesellschaftliche Anerkennung darstellt. Anfangs verstört ihn der eigene psychische Zerfall etwas, aber mit der Zeit lernt er mit ihm zu leben.

Gewachsene Leere der eigenen Sorge.
Er zerstreut sein Selbst. Keine Reue.
Er übernimmt die Vorschriften der Pharisäer, um die während der Herrschaft der Abgemessenheit Herrschenden wieder so nennen, wiewohl jene selbstverständlich nur ein Beispiel von vielen bilden.

Gewachsene Leere der umgebenden Lust.
Er zerstreut seine Bande mit seiner Gruppe. Höchstes günstiges Geschick. Zerstreuung führt in der Folge zu Ansammlung. Dies ist etwas, woran gewöhnliche Männer nicht denken.
Er versteht sich nur noch als Befolger der pharisäischen Vorschriften, ob es nun die Mosaischen Gesetze oder die Dogmen der katholischen Kirche sind, und tritt damit in die große Gemeinschaft der erfolgreich Zerstreuten ein.

Gewachsene Fülle der umgebenden Achtung.
Seine lauten Schreie sind zerstreuend wie Schweiß. Zerstreuung! Ein König besteht ohne Vorwurf fort.
Einmal herrschaftsdienlich aufgeladen erweist sich der Zerstreute als nützlicher Verbreiter weiterer Zerstreuung und stützt auf diese Weise die Herrschaft der Abgemessenheit.

Gewachsene Fülle der umgebenden Sorge.
Er zerstreut sein Blut. Wegzugehen, wegzubleiben, auszugehen ist tadellos.
Er treibt seine Kinder in die Welt, weil er so viel genommen hat, daß er nichts mehr geben kann.

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Das Beflügelte

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Donner unter dem Wind.

Gewachsene Fülle der eigenen Lust.
Es führt einen weiter, große Taten zu vollbringen. Höchstes günstiges Geschick. Kein Vorwurf.
Die Herrschaft der Abgemessenheit ist der Lust gegenüber feindlich gesonnen, und also muß sich der sich der Lust Verschreibende als so fähig erweisen, daß selbst ihre Herrscher nicht auf ihn verzichten wollen.

Gewachsene Leere der eigenen Achtung.
Jemand erhöht ihn wahrhaftig. Zehn Paare Schildkröten können es nicht verhindern. Fortwährende Beständigkeit führt zu günstigem Geschick. Der König präsentiert ihn vor Gott. Günstiges Geschick.
Er wird an die Herrschaft der Abgemessenheit gekettet.

Gewachsene Leere der eigenen Sorge.
Man wird durch unglückselige Ereignisse bereichert. Kein Vorwurf, wenn du ernst bist und in der Mitte gehst und dem Fürsten versiegelt berichtest.
Ein unzerbrechliches Spielzeug ist dazu gut, andere Spielzeuge zu zerbrechen. Dem sich der Lust Verschriebenhabenden schmeckt sein Dienst nicht, weil er sich gegen Dinge richtet, gegen welche er sich selbst nicht gerichtet hätte. Um seinen Glauben an sich selbst nicht zu verlieren, ist es für ihn unablässig, sich auf seine Gehorsamspflicht zu berufen, seinen Dienst korrekt zu machen und die Verantwortung beim befehlshabenden Fürsten abzuladen, indem er ihm schonungslos berichtet.

Gewachsene Leere der umgebenden Lust.
Wenn du in der Mitte gehst und dem Fürsten berichtest, wird er folgen. Es führt einen weiter, bei der Verlegung der Hauptstadt Verwendung zu finden.
Schließlich wird der sich der Lustverschriebenhabende Umstände vorfinden, welche der Fürst zu reformieren gewillt sein wird, und es führt ihn weiter, bei dieser Reform Verantwortung zu übernehmen, weil es ihn aus seiner Rolle als reines Werkzeug herausholt.

Gewachsene Fülle der umgebenden Achtung.
Wenn du wahrhaftig ein gütiges Herz hast, frage nicht. Höchstes günstiges Geschick.
Ohne gütiges Herz wird er seinen Platz unter den Mächtigen unter der Herrschaft der Abgemessenheit nicht einnehmen können. Es ist keine Frage der Initiative, sondern der Natur.

Gewachsene Fülle der umgebenden Sorge.
Er bringt niemandem Erhöhung, ja, jemand trifft ihn sogar [ins Herz]. Er erhält sein Herz nicht fortwährend fest. Mißgeschick.
Die Herrschaft der Abgemessenheit fällt, indem jemand, der noch ein Herz und hinreichend große Macht in ihr hat, sich gegen sie wendet.

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Das Aufklarende

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Himmel unter dem Wind.

Gewachsene Fülle der eigenen Lust.
Rückkehr zum Weg. Wie könnte dies tadelnswert sein? Günstiges Geschick.
Der Geformte sieht den Wert der Vorschriften der Pharisäer, um die Herrschenden während der Herrschaft der Abgemessenheit der Einfachheit halber an dieser Stelle einmal so zu nennen, ein.

Gewachsene Fülle der eigenen Achtung.
Er erlaubt es sich, dazu bewegt zu werden zurückzukehren. Günstiges Geschick.
Und wo die Vorschriften der Pharisäer einmal keinen Wert haben, sieht er doch den Wert des gesellschaftlichen Friedens ein.

Gewachsene Fülle der eigenen Sorge.
Die Speichen springen aus dem Wagenrad. Mann und Weib rollen ihre Augen.
Aber irgendwann ist das Maß wirklich voll!

Gewachsene Leere der umgebenden Lust.
Wenn du ernst bist, schwindet das Blut und die Furcht läßt nach. Kein Vorwurf.
Auch wenn man die Pharisäer für bekloppt hält (Und nachdem Jesus geboren wurde, hat Gott Maria wieder zur Jungfrau gemacht, weil Jungfräulichkeit besser ist als Mutterschaft; an diesem Punkt läuft die ansonsten nur amateurhaft pharisäerhafte katholische Kirche einmal zur Hochform auf, die orthodoxe ist da, glaube ich, auch nicht besser, ja, um Salz in die Wunde zu reiben, pflichtet in dem Punkt sogar der Koran bei, in der völlig infantilen Sure Maria), so lassen sie einen doch in Ruhe, wenn man sich als gewissenhaft erweist.

Gewachsene Fülle der umgebenden Achtung.
Wenn du ernst bist und treu verbunden, bist du reich an deinem Nachbarn.
Ja, sie können sogar gute Nachbarn sein, wenn man selbst einer ist.

Gewachsene Fülle der umgebenden Sorge.
Der Regen kommt, es herrscht Ruhe. Dies ist die Folge der bleibenden Wirkung des Charakters. Beständigkeit bringt die Frau in Gefahr. Der Mond ist fast voll. Wenn der überlegene Mann beharrt, kommt Mißgeschick.
Die Pharisäer kennen einen lange genug, um einen anzuerkennen. Viel mehr kann man nicht erreichen, und wenn man weiter auf Prinzipien herumreitet, bringt man nur die gesellschaftlichen Beziehungen, um welche die Frau besorgt ist, in Gefahr.

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Das Schweifende

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Erde unter dem Wind.

Gewachsene Leere der eigenen Lust.
Jungenhafter Blick. Bei einem unterlegenen Mann, kein Vorwurf. Für einen überlegenen Mann, demütigend.
Die Herrschaft der Abgemessenheit bedient sich öffentlicher Zeichen, Rituale, Prozessionen, Schreine und dergleichen mehr, um Lust und Initiative zu verwundern und durch dem Unverständnis geschuldeter Unsicherheit niederzuhalten. Zugleich werden in diesen Zeichen indes Ideen ausgedrückt, welche die Prinzipien der öffentlichen Ordnung ausdrücken, und welche dazu gedacht sind, in feineren Sinnen eine Faszination mit ihnen auszulösen, welche indes demütigend ist.

Daß die Herrschaft der Abgemessenheit sich so verhält, kann ich zwar nicht aus eigener Anschauung bestätigen, denn was die katholische Kirche in dieser Angelegenheit betreibt ist etwas anderes, allenfalls ein sinnentleerter Nachklang, aber diese Lesart ist die einzige, welche zu diesem Hexagramm paßt.

Gewachsene Leere der eigenen Achtung.
Blick durch die Spalte einer Tür. Weiterführend für die Beständigkeit einer Frau.
Die Frau will nicht vollbringen, sondern kosten. Die Zeichen bleiben unnahbar, die Faszination bleibt erhalten.

Gewachsene Leere der eigenen Sorge.
Der Blick auf mein Leben entscheidet die Wahl zwischen Vorstoß und Rückzug.
Der Ungeformte begreift, daß sich der Sinn der Zeichen in ihm selbst finden läßt und beginnt dort zu suchen, und je nachdem, ob er dort etwas für ihn wichtiges findet oder nicht, tritt er an die Herrschenden unter der Herrschaft der Abgemessenheit heran oder aber er verliert seine Faszination und wendet sich von ihnen ab.

Gewachsene Leere der umgebenden Lust.
Blick auf das Licht des Königreiches. Es führt einen weiter Einfluß als Gast des Königs auszuüben.
Der Ungeformte hat das Prinzip der Herrschaft der Abgemessenheit verstanden und kann selbst seinen Beitrag zu ihr leisten, indem er Zeichen und Einrichtungen vorschlägt.

Gewachsene Fülle der umgebenden Achtung und Sorge.
Blick auf sein Leben. Der überlegene Mann ist tadellos.
Die Übereinstimmung unter den Herrschenden während der Herrschaft der Abgemessenheit ergibt sich dadurch, daß sie das Leben der Menschen an sich studieren. Dieses Studium besteht aus zwei Phasen, zunächst der Gesamtbetrachtung des eigenen Lebens und anschließend der Betrachtung des Lebens der Menschen insgesamt. Die höheren Ränge der Hierarchie der Herrschaft der Abgemessenheit verbringen ihre Zeit also mit ihm.

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