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30. Oktober 2017

Die wahre Bedeutung des I Chings

gold: Geist (Dharma), weiß: Schicksal (Karma), grün: Auflagen, hellblau: Herrschaftsprinzip
Gesetz der Zeilen.
  1. Zeile. Reifung der eigenen Lust.
  2. Zeile. Reifung der eigenen Achtung.
  3. Zeile. Reifung der eigenen Sorge.
  4. Zeile. Bewältigung der gesellschaftlichen Lust.
  5. Zeile. Bewältigung der gesellschaftlichen Achtung.
  6. Zeile. Bewältigung der gesellschaftlichen Sorge.
Gesetz der Organisationsform der Herrschaft.

Oberes Trigramm
  • Berg (Sorge), Organisationsform Versammlung Einzelner,
  • Wind (Sorge, Achtung), Organisationsform Schule,
  • Abgrund (Achtung), Organisationsform Partei,
  • See (Achtung, Lust), Organisationsform Clique,
  • Donner (Lust), Organisationsform Bande,
  • Feuer (Lust, Sorge), Organisationsform Stab.
Gesetz des Herrschaftsprinzips.

Oberes Trigramm
  • Berg: Sorge
  • Wind: Reformation der Lust
  • Abgrund: Achtung
  • See: Reformation der Sorge
  • Donner: Lust
  • Feuer: Reformation der Achtung
Die Hexagramme des Karmas und des Dharmas.

Die Hexagramme des Karmas.
Die Hexagramme des Dharmas.
Die Hexagramme der Herrschaft der Abgemessenheit.
Die Hexagramme der Herrschaft der Lust.
Die Hexagramme der Herrschaft der Rücksichtslosigkeit.
Die Hexagramme der Herrschaft der Achtung.
Die Hexagramme der Herrschaft der Unvernunft.
Die Hexagramme der Herrschaft der Sorge.

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Das Angestoßene

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See unter dem Wind.

Gewachsene Fülle der eigenen Lust.
Vorbereitet zu sein, führt zu günstigem Geschick. Geheime Pläne beunruhigen.
Wer eine neue Richtschnur unter der Herrschaft der Abgemessenheit entwickeln will, muß souverän sein, das heißt eine Situation in der Form meistern können, wie sie sich gestaltet, ohne zu versuchen, sie im Vorfeld auf bestimmte Weise zu gestalten, denn neue Richtschnuren zu entwickeln ist unter dieser Herrschaft ein allgemeines Steckenpferd, und um sich in diesem Gewusel zu behaupten, muß einer eben intellektuell auf eigenen Beinen stehen.

Gewachsene Fülle der eigenen Achtung.
Ein Kranich ruft im Schatten. Seine Jungen antworten ihm. Ich habe einen guten Becher, welchen ich mit euch teilen werde.
Wie gesagt, das Entwickeln neuer Richtschnuren ist die zentrale Herrschaftsbeschäftigung der Abgemessenheit und wird institutionalisiert betrieben. Folglich wird der sich um eine neue Richtschnur Bemühende einer solchen Institution beitreten.

Gewachsene Leere der eigenen Sorge.
Er findet einen Genossen. Jetzt schlägt er die Trommel, jetzt stoppt er. Jetzt schluchzt er, jetzt singt er.
Und dabei wird er nicht sonderlich eigenständig sein.

Gewachsene Leere der umgebenden Lust.
Der Mond ist fast voll. Das Mannschaftspferd verirrt sich. Kein Vorwurf.
Es gibt für ihn in der Institution nicht mehr viel zu gewinnen, er hat gelernt und diskutiert, und sein Ziel deckt sich nicht mit dem der Herrschaft der Abgemessenheit, denn ihm geht es darum, die wahre Beschaffenheit der Dinge zu erkennen und nicht darum, Menschen in bestimmten Belangen zu verunsichern, oder anders gesagt: Er versucht die Menschen zu verstehen, um ihnen zu erlauben, sich verständig gegen einander zu verhalten, und jene versucht sie zu verstehen, um sie zu manipulieren, und folglich blicken die Beiden auch auf ganz andere Bereiche menschlichen Verhaltens.

Gewachsene Fülle der umgebenden Achtung.
Er besitzt Wahrheit, welche verbindet. Kein Vorwurf.
Freilich geht die Herrschaft der Abgemessenheit aber nicht so weit, ihn zu kritisieren, weil er sich mit einem Bereich des menschlichen Verhaltens beschäftigt hat, welcher Ver- und Zutrauen unter den Menschen begründen kann. Im Gegenteil, auch dieses Wissen ist ihr nützlich.

Gewachsene Fülle der umgebenden Sorge.
Hahnenschrei dringt bis zum Himmel. Beständigkeit führt zu Mißgeschick.
Als Wissen ist es nützlich, und mehr ist es einstweilen auch nicht. Entschiede der sich um eine neue Richtschnur Bemühte zu politischen Schritten, nähme dies aufgrund seiner mangelnden Erfahrenheit und Macht zwangsläufig ein demütigendes Ende.

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29. Oktober 2017

Das Geduckte

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Feuer unter dem Wind.

Gewachsene Fülle der eigenen Lust.
Feste Abschottung in der Familie. Reue schwindet.
Die Herrschaft der Abgemessenheit beruht wie gesagt auf der gezielten Verunsicherung der Menschen, mit dem Ziel ihre Lust und Initiativität zu senken. Eine natürliche Nebenwirkung dieses Vorgehens besteht darin, daß das Ver- und Zutrauen unter den Menschen zerstört wird, andernfalls ja schlecht von einer Verunsicherung gesprochen werden könnte. Infolgedessen suchen die Menschen Übereinstimmung in kleineren Gemeinschaften, bei idealtypischer Verunsicherung nur noch in ihrer Familie.

Gewachsene Leere der eigenen Achtung.
Sie sollte nicht ihren Launen folgen. Sie muß sich ums Essen kümmern. Beständigkeit bringt günstiges Geschick.
 Ja, das ist wörtlich gemeint.

Gewachsene Fülle der eigenen Sorge.
Wenn die Emotionen hochschlagen in der Familie, bringt zu große Strenge Reue. Trotzdem günstiges Geschick. Wenn Frau und Kind scherzen und lachen, führt es am Ende zu Demütigung.
Wieder wörtlich. Der Mann muß die logischen Notwendigkeiten bedenken und beherzigen.

Gewachsene Leere der umgebenden Lust.
Sie ist der Schatz des Hauses. Großes günstiges Geschick.
Die Frau hat ihre Karrierewahl getroffen und ist stolz auf ihre Arbeit.

Gewachsene Fülle der umgebenden Achtung.
Wie ein König geht er zu seiner Familie. Fürchte nicht. Günstiges Geschick.
Ein Mann kann sich in seiner eigenen Familie nicht überheben, da er eh schon alles auf den Schultern trägt, er kann sich höchstens selbst abschreiben oder aber versuchen, seinen Idealen zu entsprechen.

Gewachsene Fülle der umgebenden Sorge.
Sein Werk gebietet Respekt. Am Ende kommt günstiges Geschick.
Eine Eindruck machende Familie wird sich später auch als wenigstens anständig erweisen.

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Das Durchdrungene

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Wind unter dem Wind.

Gewachsene Leere der eigenen Lust.
In Vorstoß und Rückzug führt die Beständigkeit eines Kriegers weiter.
Wer sich unter der Herrschaft der Abgemessenheit um die Erneuerung seiner heimatlichen Verbundenheit bemüht, muß jeden Entschluß, welchen er faßt, ein zweites Mal prüfen, weil alle seine Einfälle von den Zeichen, welche die Herrschaft der Abgemessenheit verwendet, um seine ursprüngliche Natur zu verwirren, beeinflußt sind.

Gewachsene Fülle der eigenen Achtung.
Durchdringung unter dem Bett. Priester und Magier werden in großer Zahl verwendet. Günstiges Geschick. Kein Vorwurf.
Ja, nicht nur seine Einfälle sind von ihnen beeinflußt, sondern die Begriffe, auf welchen sein Denken beruht, selbst, was ihm seelische Nöte bereitet, welche er hofft durch priesterlichen Rat und magische Suggestionen zu beheben.

Gewachsene Fülle der eigenen Sorge.
Wiederholte Durchdringung. Demütigung.
Indes, Priester und Magier nützen nicht, es bleibt dabei, daß das gesamte eigene Denken von erzwungenen Assoziationen durchdrungen ist.

Gewachsene Leere der umgebenden Sorge.
Reue schwindet. Während der Jagd werden drei Arten Wild gefangen.
Schließlich findet sich der sich um die Erneuerung seiner heimatlichen Verbundenheit Bemühende aber selbst, das heißt er findet Lust, Achtung und Sorge in sich.

Gewachsene Fülle der umgebenden Achtung.
Reue schwindet. Günstiges Geschick. Nichts, das nicht weiterführen würde. Kein Anfang, aber ein Ende. Vor dem Wandel drei Tage. Nach dem Wandel drei Tage. Günstiges Geschick.
Auch wenn er nichts Neues begründet hat, so fällt doch etwas von ihm ab, und es braucht drei Tage, nachdem er das Nötige bedacht hat, bis es das tut, und nochmal drei Tage, bis er verstanden hat, daß es abgefallen ist, denn das ist die Zeit, welche es braucht, eine veränderte Lebenslage zu verinnerlichen: Zuerst, daß man versteht, und dann, daß man nicht mehr verwirrt wird.

Gewachsene Fülle der umgebenden Sorge.
Durchdringung unter dem Bett. Er verliert seinen Besitz und seine Axt. Beständigkeit führt zu Mißgeschick.
Unter der Herrschaft der Abgemessenheit beruht indes nicht nur das eigenen Denken auf ihren Einrichtungen, sondern auch das eigene Auskommen. Die Freude über die gewonnene geistige Freiheit wird also durch die sich spürbar machende materielle Unfreiheit getrübt.

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Das Bedrängte

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Berg unter dem Wind.

Gewachsene Leere der eigenen Lust.
Die Wildgans nähert sich allmählich dem Ufer. Der junge Sohn ist in Gefahr. Es gibt Gerede. Kein Vorwurf.
Der sich der Sorge Verschreibende leidet unter der allgemeinen Verderbung der Vernunft durch die Verwirrungen der Herrschaft der Abgemessenheit. Er findet zunächst keinen festen logischen Grund unter den Füßen und tut sich durch manche Torheit hervor.

Gewachene Leere der eigenen Achtung.
Die Wildgans nähert sich allmählich der Klippe. Essen und trinken in Frieden und Eintracht. Günstiges Geschick.
Die Klippe unter der Herrschaft der Abgemessenheit ist die Scheide zwischen jenen, welche ihre Zeichen verstehen, und jenen, welche entgeistert vor ihnen stehen. Während der Phase des Erfassens ihres Sinnes fühlt sich der sich der Sorge Verschriebenhabende unter ihren übrigen Studenten zu Hause, wie beispielsweise der junge Jesus Christus in den pharisäischen Tempeln.

Gewachsene Fülle der eigenen Sorge.
Die Wildgans nähert sich allmählich dem Plateau. Der Mann geht voran und kehrt nicht zurück. Die Frau trägt ein Kind, aber trägt es nicht aus. Mißgeschick. Es führt einen weiter, Räuber abzuwehren.
Das Plateau ist die Ebene, auf welcher sich die Pharisäer, um die Herrschenden während der Herrschaft der Abgemessenheit zum wiederholten Male so zu nennen, treffen, um ihre Ideen miteinander zu besprechen, also im bekanntesten historischen Beispiel Jerusalem, und der sich der Sorge Verschriebenhabende hat dort allenfalls zu erwarten, daß ihm einzelne Ideen gestohlen werden, wenn nicht gleich sein ganzer Glaube an seinen eigenen Weg.

Gewachsene Leere der umgebenden Lust.
Die Wildgans nähert sich allmählich dem Baum. Vielleicht findet sie einen waagerechten Ast. Kein Vorwurf.
Sollte er das Plateau überstanden haben, mag der sich der Sorge Verschriebenhabende dennoch eine Stelle finden, an welcher er am Wuchs der pharisäischen Kultur teilhat, da die Ruhe, welche die Pharisäer anstreben, den Frieden, welchen er anstrebt, ja nicht in jedem Falle ausschließt.

Gewachsene Fülle der umgebenden Achtung.
Die Wildgans nähert sich allmählich dem Gipfel. Drei Jahre lang hat die Frau kein Kind. Am Ende kann sie nichts mehr hindern. Günstiges Geschick.
Indes ist das nicht das Wahre. Er lehrt drei Jahre, ohne das Werk zu finden, welches er vollbringen muß. Dann kann ihn nichts mehr zurückhalten.

Gewachsene Fülle der umgebenden Sorge.
Die Wildgans nähert sich allmählich den wolkigen Höhen. Ihre Federn können für den heiligen Tanz verwendet werden. Günstiges Geschick.
Wenn er auch geht, seine Worte bleiben - und nicht nur für die Pharisäer.

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Das Zerstreute

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Abgrund unter dem Wind.

Gewachsene Leere der eigenen Lust.
Er bringt Hilfe mit der Stärke eines Pferdes. Günstiges Geschick.
Der sich der Achtung Verschreibende fällt durch ungewöhnliche Hilfsbereitschaft auf und macht sich Freunde, selbst wenn er nichts von ihnen weiß.

Gewachsene Fülle der eigenen Achtung.
Am Punkt der Zerstreuung eilt er zu dem, was ihn erhält. Reue schwindet.
Die Zerstreuung ist die Doktrin der Herrschaft der Abgemessenheit, genauer gesagt ihr Ziel, also Zerstreutheit in den Bürgern zu erzeugen, um nicht zu sagen Schizophrenie. Wenn der sich der Achtung Verschriebenhabende mit jener Doktrin in Kontakt kommt, unter der Herrschaft der Abgemessenheit, wohlgemerkt, so wird er sie annehmen, weil sie herrscht und die Grundlage für gesellschaftliche Anerkennung darstellt. Anfangs verstört ihn der eigene psychische Zerfall etwas, aber mit der Zeit lernt er mit ihm zu leben.

Gewachsene Leere der eigenen Sorge.
Er zerstreut sein Selbst. Keine Reue.
Er übernimmt die Vorschriften der Pharisäer, um die während der Herrschaft der Abgemessenheit Herrschenden wieder so nennen, wiewohl jene selbstverständlich nur ein Beispiel von vielen bilden.

Gewachsene Leere der umgebenden Lust.
Er zerstreut seine Bande mit seiner Gruppe. Höchstes günstiges Geschick. Zerstreuung führt in der Folge zu Ansammlung. Dies ist etwas, woran gewöhnliche Männer nicht denken.
Er versteht sich nur noch als Befolger der pharisäischen Vorschriften, ob es nun die Mosaischen Gesetze oder die Dogmen der katholischen Kirche sind, und tritt damit in die große Gemeinschaft der erfolgreich Zerstreuten ein.

Gewachsene Fülle der umgebenden Achtung.
Seine lauten Schreie sind zerstreuend wie Schweiß. Zerstreuung! Ein König besteht ohne Vorwurf fort.
Einmal herrschaftsdienlich aufgeladen erweist sich der Zerstreute als nützlicher Verbreiter weiterer Zerstreuung und stützt auf diese Weise die Herrschaft der Abgemessenheit.

Gewachsene Fülle der umgebenden Sorge.
Er zerstreut sein Blut. Wegzugehen, wegzubleiben, auszugehen ist tadellos.
Er treibt seine Kinder in die Welt, weil er so viel genommen hat, daß er nichts mehr geben kann.

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Das Beflügelte

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Donner unter dem Wind.

Gewachsene Fülle der eigenen Lust.
Es führt einen weiter, große Taten zu vollbringen. Höchstes günstiges Geschick. Kein Vorwurf.
Die Herrschaft der Abgemessenheit ist der Lust gegenüber feindlich gesonnen, und also muß sich der sich der Lust Verschreibende als so fähig erweisen, daß selbst ihre Herrscher nicht auf ihn verzichten wollen.

Gewachsene Leere der eigenen Achtung.
Jemand erhöht ihn wahrhaftig. Zehn Paare Schildkröten können es nicht verhindern. Fortwährende Beständigkeit führt zu günstigem Geschick. Der König präsentiert ihn vor Gott. Günstiges Geschick.
Er wird an die Herrschaft der Abgemessenheit gekettet.

Gewachsene Leere der eigenen Sorge.
Man wird durch unglückselige Ereignisse bereichert. Kein Vorwurf, wenn du ernst bist und in der Mitte gehst und dem Fürsten versiegelt berichtest.
Ein unzerbrechliches Spielzeug ist dazu gut, andere Spielzeuge zu zerbrechen. Dem sich der Lust Verschriebenhabenden schmeckt sein Dienst nicht, weil er sich gegen Dinge richtet, gegen welche er sich selbst nicht gerichtet hätte. Um seinen Glauben an sich selbst nicht zu verlieren, ist es für ihn unablässig, sich auf seine Gehorsamspflicht zu berufen, seinen Dienst korrekt zu machen und die Verantwortung beim befehlshabenden Fürsten abzuladen, indem er ihm schonungslos berichtet.

Gewachsene Leere der umgebenden Lust.
Wenn du in der Mitte gehst und dem Fürsten berichtest, wird er folgen. Es führt einen weiter, bei der Verlegung der Hauptstadt Verwendung zu finden.
Schließlich wird der sich der Lustverschriebenhabende Umstände vorfinden, welche der Fürst zu reformieren gewillt sein wird, und es führt ihn weiter, bei dieser Reform Verantwortung zu übernehmen, weil es ihn aus seiner Rolle als reines Werkzeug herausholt.

Gewachsene Fülle der umgebenden Achtung.
Wenn du wahrhaftig ein gütiges Herz hast, frage nicht. Höchstes günstiges Geschick.
Ohne gütiges Herz wird er seinen Platz unter den Mächtigen unter der Herrschaft der Abgemessenheit nicht einnehmen können. Es ist keine Frage der Initiative, sondern der Natur.

Gewachsene Fülle der umgebenden Sorge.
Er bringt niemandem Erhöhung, ja, jemand trifft ihn sogar [ins Herz]. Er erhält sein Herz nicht fortwährend fest. Mißgeschick.
Die Herrschaft der Abgemessenheit fällt, indem jemand, der noch ein Herz und hinreichend große Macht in ihr hat, sich gegen sie wendet.

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Das Aufklarende

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Himmel unter dem Wind.

Gewachsene Fülle der eigenen Lust.
Rückkehr zum Weg. Wie könnte dies tadelnswert sein? Günstiges Geschick.
Der Geformte sieht den Wert der Vorschriften der Pharisäer, um die Herrschenden während der Herrschaft der Abgemessenheit der Einfachheit halber an dieser Stelle einmal so zu nennen, ein.

Gewachsene Fülle der eigenen Achtung.
Er erlaubt es sich, dazu bewegt zu werden zurückzukehren. Günstiges Geschick.
Und wo die Vorschriften der Pharisäer einmal keinen Wert haben, sieht er doch den Wert des gesellschaftlichen Friedens ein.

Gewachsene Fülle der eigenen Sorge.
Die Speichen springen aus dem Wagenrad. Mann und Weib rollen ihre Augen.
Aber irgendwann ist das Maß wirklich voll!

Gewachsene Leere der umgebenden Lust.
Wenn du ernst bist, schwindet das Blut und die Furcht läßt nach. Kein Vorwurf.
Auch wenn man die Pharisäer für bekloppt hält (Und nachdem Jesus geboren wurde, hat Gott Maria wieder zur Jungfrau gemacht, weil Jungfräulichkeit besser ist als Mutterschaft; an diesem Punkt läuft die ansonsten nur amateurhaft pharisäerhafte katholische Kirche einmal zur Hochform auf, die orthodoxe ist da, glaube ich, auch nicht besser, ja, um Salz in die Wunde zu reiben, pflichtet in dem Punkt sogar der Koran bei, in der völlig infantilen Sure Maria), so lassen sie einen doch in Ruhe, wenn man sich als gewissenhaft erweist.

Gewachsene Fülle der umgebenden Achtung.
Wenn du ernst bist und treu verbunden, bist du reich an deinem Nachbarn.
Ja, sie können sogar gute Nachbarn sein, wenn man selbst einer ist.

Gewachsene Fülle der umgebenden Sorge.
Der Regen kommt, es herrscht Ruhe. Dies ist die Folge der bleibenden Wirkung des Charakters. Beständigkeit bringt die Frau in Gefahr. Der Mond ist fast voll. Wenn der überlegene Mann beharrt, kommt Mißgeschick.
Die Pharisäer kennen einen lange genug, um einen anzuerkennen. Viel mehr kann man nicht erreichen, und wenn man weiter auf Prinzipien herumreitet, bringt man nur die gesellschaftlichen Beziehungen, um welche die Frau besorgt ist, in Gefahr.

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Das Schweifende

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Erde unter dem Wind.

Gewachsene Leere der eigenen Lust.
Jungenhafter Blick. Bei einem unterlegenen Mann, kein Vorwurf. Für einen überlegenen Mann, demütigend.
Die Herrschaft der Abgemessenheit bedient sich öffentlicher Zeichen, Rituale, Prozessionen, Schreine und dergleichen mehr, um Lust und Initiative zu verwundern und durch dem Unverständnis geschuldeter Unsicherheit niederzuhalten. Zugleich werden in diesen Zeichen indes Ideen ausgedrückt, welche die Prinzipien der öffentlichen Ordnung ausdrücken, und welche dazu gedacht sind, in feineren Sinnen eine Faszination mit ihnen auszulösen, welche indes demütigend ist.

Daß die Herrschaft der Abgemessenheit sich so verhält, kann ich zwar nicht aus eigener Anschauung bestätigen, denn was die katholische Kirche in dieser Angelegenheit betreibt ist etwas anderes, allenfalls ein sinnentleerter Nachklang, aber diese Lesart ist die einzige, welche zu diesem Hexagramm paßt.

Gewachsene Leere der eigenen Achtung.
Blick durch die Spalte einer Tür. Weiterführend für die Beständigkeit einer Frau.
Die Frau will nicht vollbringen, sondern kosten. Die Zeichen bleiben unnahbar, die Faszination bleibt erhalten.

Gewachsene Leere der eigenen Sorge.
Der Blick auf mein Leben entscheidet die Wahl zwischen Vorstoß und Rückzug.
Der Ungeformte begreift, daß sich der Sinn der Zeichen in ihm selbst finden läßt und beginnt dort zu suchen, und je nachdem, ob er dort etwas für ihn wichtiges findet oder nicht, tritt er an die Herrschenden unter der Herrschaft der Abgemessenheit heran oder aber er verliert seine Faszination und wendet sich von ihnen ab.

Gewachsene Leere der umgebenden Lust.
Blick auf das Licht des Königreiches. Es führt einen weiter Einfluß als Gast des Königs auszuüben.
Der Ungeformte hat das Prinzip der Herrschaft der Abgemessenheit verstanden und kann selbst seinen Beitrag zu ihr leisten, indem er Zeichen und Einrichtungen vorschlägt.

Gewachsene Fülle der umgebenden Achtung und Sorge.
Blick auf sein Leben. Der überlegene Mann ist tadellos.
Die Übereinstimmung unter den Herrschenden während der Herrschaft der Abgemessenheit ergibt sich dadurch, daß sie das Leben der Menschen an sich studieren. Dieses Studium besteht aus zwei Phasen, zunächst der Gesamtbetrachtung des eigenen Lebens und anschließend der Betrachtung des Lebens der Menschen insgesamt. Die höheren Ränge der Hierarchie der Herrschaft der Abgemessenheit verbringen ihre Zeit also mit ihm.

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28. Oktober 2017

Der Marsch

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Erde unter dem Donner.

Gewachsene Leere der eigenen Lust.
Begeisterung, welche sich ausdrückt, führt zu Mißgeschick.
Der Ungeformte muß seine Zustimmung zum Herrscher unter der Herrschaft der Lust erhalten, indem er seine Begeisterung über seinen Anteil an seiner Herrschaft erhält, also seine Begeisterung über seine Arbeit. Und damit er diese nicht verliert, ist es zunächst einmal wichtig, daß er nicht damit anfängt, Lobhymnen auf sie zu schreiben, denn das begeisterte ihn bald mehr als sie selbst. Oder anders gesagt: Der Gegenstand seiner Begeisterung muß sich manifestieren.

Gewachsene Leere der eigenen Achtung.
Fest wie ein Fels. Keinen ganzen Tag. Beständigkeit führt zu günstigem Geschick.
Um sich seine Begeisterung an seiner Arbeit zu erhalten ist es weiterhin wichtig, daß man, wie das Sprichwort sagt, feste arbeitet und Feste feiert. Oder anders gesagt: Der Gegenstand seiner Begeisterung muß etwas Begehrtes bleiben, indem er immer wieder zu ihm zurückkommen kann, wodurch er ihn achtet.

Gewachsene Leere der eigenen Sorge.
Begeisterung, welche aufblickt, schafft Reue. Zögern führt zu Reue.
Die Begeisterung, um welche es hier geht, ist die Begeisterung durch die Lust, nicht die Begeisterung durch die Achtung oder die Sorge. Sinnfragen zu stellen, läßt die Sorge stark werden, und abzuwägen die Achtung. Da Beide höhere Seelenteile als die Lust sind, wird man seine Lust bald verlieren, wenn man ihnen gestattet, vom eigenen Geist Besitz zu ergreifen.

Gewachsene Fülle der umgebenden Lust.
Die Quelle der Begeisterung. Er erreicht große Dinge. Zweifle nicht, du sammelst Freunde um dich, wie eine Haarklammer das Haar sammelt.
Mit dem Spaten in der Hand beim Autobahnbau.

Gewachsene Leere der umgebenden Achtung.
Fortwährend krank, und stirbt trotzdem nicht.
Wenn sich die unangenehmen Aspekte des Lebens häufen, wie sie es zu tun pflegen, wenn man mit seinen Schwierigkeiten betraut wird, sollte man sich dennoch in einer Kammer seines Herzens die fröhlich pfeifende Begeisterung durch die Lust erhalten.

Gewachsene Leere der umgebenden Sorge.
Fehlgeleitete Begeisterung. Aber wenn man sich nach der Vollendung ändert, gibt es nichts Tadelnswertes.
Ja gut, es war alles sinnlos, aber was soll's? Es war eine schöne Zeit. Und jetzt im Ruhestand kann man sich immernoch den wahren Gütern des Lebens widmen, wie Ruhe und Frieden und Kaffee und Kuchen.

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Der Thron

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Himmel unter dem Donner.

Gewachsene Fülle der eigenen Lust.
Macht in den Zehen. Fortzufahren führt zu Mißgeschick. Das ist mit Sicherheit wahr.
Die einzigen Geformten unter der Herrschaft der Lust sind der Throninhaber und der Thronfolger, wobei sie beide anfangs letzteres sind. Der Rat läuft also darauf hinaus, den Alten bloß nicht durch präpotentes Auftreten zu ärgern.

Gewachsene Fülle der eigenen Achtung.
Beständigkeit führt zu günstigem Geschick
Warten zu können ist nicht unwichtig für Thronfolger.

Gewachsene Fülle der eigenen Sorge.
Der unterlegene Mann wirkt durch Macht. Der überlegene Mann wirkt nicht so. Fortzufahren ist gefährlich. Eine Ziege rammt eine Hecke und bekommt ihre Hörner nicht mehr los.
Doch wenn es so aussieht, daß es der Alte nicht mehr lange macht, wird der Junge ungeduldig. Er sollte aber wissen, daß ein König nicht durch Gewalt König ist, sondern durch die Zustimmung seiner Untertanen zu ihm. Prescht er vor, will der die Dinge beschleunigen, verstimmt er seine Untertanen, welche Besseres von ihm erwarten, und gefährdet damit die Grundlage seiner eigenen Herrschaft.

Gewachsene Fülle der umgebenden Lust.
Beständigkeit führt zu günstigem Geschick. Reue schwindet. Die Hecke öffnet sich. Es gibt keine Verwicklung. Macht hängt von der Achse eines großen Wagens ab.
Der Alte hat ins Gras gebissen. Jetzt gilt es, die Vasallen an Bord zu holen.

Gewachsene Leere der umgebenden Achtung.
Er verliert die Ziege mit Leichtigkeit. Keine Reue.
Wer auf dem Thron sitzt, gibt bald das Meckern auf.

Gewachsene Leere der umgebenden Sorge.
Eine Ziege rammt gegen eine Hecke. Sie kann nicht zurückgehen, sie kann nicht vorangehen. Nichts dient dazu weiterzuführen. Wenn man die Schwierigkeit bemerkt, führt es zu günstigem Geschick.
Der Kreis schließt sich: Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr.

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Der Schock

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Donner unter dem Donner.

Gewachsene Fülle der eigenen Lust.
Schock kommt: Oh, oh! Dann lachende Wörter: Ha, ha! Günstiges Geschick.
Unter der Herrschaft der Lust bedenkt sich die Lust ein wenig, was sie vollbringen könnte, und ruft alsbald: Überfall, ahoi! (euphemistischerweise auch Blitzkrieg genannt)

Gewachsene Leere der eigenen Achtung.
Schock kommt und bringt Gefahr. Hunderttausend Mal verlierst du deine Schätze und muß die neun Hügel erklimmen. Gehe nicht, sie zu verfolgen. Nach sieben Tagen kriegs du sie wieder.
Je demütigender die militärische Ausbildung ist, desto stolzer der Soldat, welcher sie bestanden hat.

Gewachsene Leere der eigenen Sorge.
Schock kommt und schüchtert einen ein. Wenn der Schock einen zu Taten anspornt, vermeidet man Mißgeschick.
Der Soldat muß lernen, im Gefecht zu bestehen.

Gewachsene Fülle der umgebenden Lust.
Schock versackt.
Die ersten Überfallversuche sind nicht hinreichend elaboriert, um erfolgreich zu sein. (Die Herrschaft der Lust kennt keinen Gehorsam für den übergeordneten Zweck, jeder Soldat entscheidet sich für das, was er für sich selbst am besten hält, und übergeordnete Befehlshaber müssen das in Rechnung ziehen. Insbesondere heißt das auch, daß erfahrene Soldaten unerfahrene meiden und unter sich bleiben.)

Gewachsene Leere der umgebenden Achtung.
Schock geht hierhin und dorthin. Gefahr. Allerdings, überhaupt nichts ist verloren. Aber es gibt Dinge, die zu tun sind.
Klappt es mit dem Überfallen, ergibt sich das Problem, daß man plötzlich alle möglichen Ziele zu diesem Zwecke in Erwägung zieht (Operation Seehund und so) und es bedarf charakterlicher Stärke, um eine kohärente Strategie zu entwickeln (Lebensraum, Operation Barbarossa).

Gewachsene Leere der umgebenden Sorge.
Schock bringt Verderben und erschrecktes Umherblicken. Voranzugehen führt zu Mißgeschick. Wenn es den eigenen Leib noch nicht betroffen hat, sondern den eigenen Nachbarn zuerst erreichte, besteht kein Grund zum Tadel. Die eigenen Kameraden können sich das Maul zerreißen.
Der Krug geht zum Brunnen, bis er bricht. Und glücklich ist derjenige, welcher das an seinem Nachbarn studieren kann. Wie beispielsweise Generalleutnant Ramcke.

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Der Salut

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Abgrund unter dem Donner.

Gewachsene Leere der eigenen Lust.
Tadellos.
Der Herrscher während der Herrschaft der Lust hat nichts dagegen, verehrt zu werden, und das ist die natürliche Neigung des sich der Achtung Verschreibenden.

Gewachsene Fülle der eigenen Achtung.
Man tötet drei Füchse im Feld und erhält einen gelben Pfeil. Beständigkeit führt zu günstigem Geschick.
Der sich der Achtung Verschreibende tut sich hervor und wird selbst geehrt.

Gewachsene Leere der eigenen Sorge.
Wenn ein Mann eine Last auf seinem Rücken trägt und dennoch in einer Kutsche fährt, ermuntert er damit Räuber, sich zu nähern. Beständigkeit führt zu Demütigung.
Der sich der Achtung Verschriebenhabende wird geneigt sein, seine Mittel für Ehrenzeichen aufzuwenden, während er dringlicheren Gebrauch für sie hätte, was alle Arten von Scharlatanen anzieht.

Gewachsene Fülle der umgebenden Lust.
Befreie dich von deinem großen Zeh. Dann kommt der Gefährte, und ihm kannst du vertrauen.
Um unter den Würdeträgern fußzufassen, muß er an sich ablegen, was einem solchen nicht würdig ist.

Gewachsene Leere der umgebenden Achtung.
Wenn der überlegene Mann sich nur befreien kann, führt es zu günstigem Geschick. Also beweist er unterlegenen Männern, daß er ernsthaft ist.
Unter der Herrschaft der Lust besteht die Neigung, Ehrungen als bloße Preise für glänzend gefochtene Gefechte zu betrachten, welche also auch nur bis zum nächsten Gefecht andauern sollten. Dies liegt im Wesen der vollbringenden Lust selbst. Um also nicht ständig herausgefordert zu werden, sollte der sich der Achtung Verschriebenhabende in seinem öffentlichen Umgang auf Distanz achten.

Gewachsene Leere der umgebenden Sorge.
Der Fürst schießt einen Falken auf einer hohen Mauer. Er tötet ihn. Alles dient dazu weiterzuführen.
Wenn oben auf der Leiter eine Stelle frei wird, können viele aufsteigen.

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Die Lawine

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Berg unter dem Donner.

Gewachsene Leere der eigenen Lust.
Der Vogel begegnet Mißgeschick durch Fliegen.
Der sich der Sorge Verschriebenhabende ist unter der Herrschaft der Lust in keiner Position, eigenständig etwas zu unternehmen, und bemerkt das alsbald, wenn er naiv vorprescht.

Gewachsene Leere der eigenen Achtung.
Sie geht an ihrem Ahnen vorbei und trifft ihre Ahnin. Er erreicht seinen Fürsten nicht und trifft den Beamten. Kein Vorwurf.
Er hat seine Lektion gelernt und hält sich gesellschaftlich zurück.

Gewachsene Fülle der eigenen Sorge.
Wenn man nicht äußerst vorsichtig ist, mag sich jemand von hinten anschleichen und einen niederschlagen. Mißgeschick.
Der sich der Sorge Verschriebenhabende ist nicht wirklich auf Karriere bedacht und macht eine schlechte Figur, wenn es um die Verteilung von Posten geht.

Gewachsene Fülle der umgebenden Lust.
Kein Vorwurf. Er trifft ihn, ohne vorbeizugehen. Gehen bringt Gefahr. Man muß auf der Hut sein. Handle nicht. Sei fortwährend beständig.
Dennoch trifft er schließlich den Fürsten. Er darf ihn aber nicht zu drängen versuchen, sondern muß sein Werk für sich selbst weiterentwickeln.

Gewachsene Leere der umgebenden Achtung.
Dichte Wolken. Kein Regen aus unserem westlichen Gebiet. Der Fürst schießt und trifft ihn, der in der Höhle ist.
Auch wenn es danach aussieht, daß sich etwas anbahnen könnte, muß der sich der Sorge Verschriebenhabende an seiner Stelle bleiben. Wenn der Fürst auf ihn zugeht, so nicht, weil er ihm menschlich nähergekommen wäre, sondern einzig, weil er ihn für nützlich bei einer seiner Unternehmungen hält.

Gewachsene Leere der umgebenden Sorge.
Er geht an ihm vorbei, ohne ihn zu treffen. Der fliegende Vogel verläßt ihn. Mißgeschick. Dies bedeutet Unglück und Verwundung.
Indes macht der Fürst auch weiterhin was er will, und wird sich keine um ihn sorgenden Einwände anhören. Der Berg kann die Lawine nicht zurückhalten.

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Das Fortreißende

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Wind unter dem Donner.

Gewachsene Leere der eigenen Lust.
Fortdauer zu hastig zu suchen, führt zu anhaltendem Mißgeschick.
Unter der Herrschaft der Lust vollzieht sich die Erneuerung der heimatlichen Verbundenheit durch die Thronfolge und ist somit keine Unternehmung, sondern ein Naturereignis, welchem man sich gewachsen zeigen muß. Die erste Aufgabe besteht darin, darauf zu achten, was neu in den eigenen Beziehungen ist, und was alt geblieben ist.

Gewachsene Fülle der eigenen Achtung.
Reue schwindet.
Man findet seinen Weg in der neuen Zeit.

Gewachsene Fülle der eigenen Sorge.
Wer seinem Charakter keine Fortdauer gibt, begegnet Schande. Anhaltende Demütigung.
Die zweite Aufgabe besteht darin, den eigenen Weg zu definieren, ihn auf den eigenen Charakter zurückzuführen, um nicht ständig in Verwirrung darüber zu geraten, was zu tun ist, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert.

Gewachsene Fülle der umgebenden Lust.
Kein Wild im Feld.
Nachdem wir in der neuen Zeit zurechtzukommen gelernt haben, müssen wir uns überlegen, was wir in ihr aktiv verfolgen wollen.

Gewachsene Leere der umgebenden Achtung.
Seinem Charakter Fortdauer durch Beständigkeit zu geben: Das ist günstiges Geschick für eine Frau und Mißgeschick für einen Mann.
Eine Frau sollte Rückschläge ertragen, ein Mann aus ihnen lernen, denn Frauen geben die Ziele vor und Männer die Ansätze, sie zu erreichen.

Gewachsene Leere der umgebenden Sorge.
Unruhe als fortdauernde Verfassung führt zu Mißgeschick.
Und schließlich müssen wir unseren Frieden in der neuen Zeit definieren.

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27. Oktober 2017

Der Blitzschlag

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Feuer unter dem Donner.

Gewachsene Fülle der eigenen Lust.
Wenn ein Mann den ihm bestimmten Herrscher trifft, können sie zehn Tage zusammen sein, und es ist kein Fehler. Zu gehen begegnet sich zu erkennen.
Wer keine Übereinstimmung mit seinem Herrscher unter der Herrschaft der Lust empfindet, muß sich wohl oder übel nach anderen Herrschern umsehen, denn wie das Sprichwort schon sagt: Wie der Herr, so das Gescherr, oder anders ausgedrückt: Ein Herrscher, welcher alles nach seinem Gutdünken eingerichtet hat, hat es gewiß nicht so eingerichtet, daß er allgemein für verkommen gehalten wird, sondern so, daß seine Untertanen seine Verkommenheit teilen. Und also hängt alles für den sich um Übereinstimmung Bemühenden davon ab, daß er einen Herrscher findet, mit welchem er übereinstimmt.

Gewachsene Leere der eigenen Achtung.
Der Vorhang ist von einer solchen Fülle, daß der Polarstern mittags zu sehen ist. Durch Gehen begegnen einem Mißtrauen und Haß. Wenn man ihn durch Wahrheit weckt, kommt günsitges Geschick.
Die Sache ist trivial. Wer einen verkommenen Herren sein eigen nennt, wird mit derselben Notwendigkeit, welche ihn austreibt, selbst für verkommen gehalten, also weil sein Herr nur Verkommene um sich herum duldet. Aber wenn er die Dinge klar beim Namen nennt, gewinnt er Vertrauen.

Gewachsene Fülle der eigenen Sorge.
Das Unterholz ist von einem solchen Reichtum, daß die kleinen Sterne mittags zu sehen sind. Er bricht seinen rechten Arm. Kein Vorwurf.
Er versucht etwas gegen die Mißstände in seiner Heimat zu unternehmen, aber in seiner niedrigen Position überwältigen ihn die technischen Schwierigkeiten. Dennoch ist dieses Bemühen kein Fehler, denn er gewinnt weiter an Glaubwüridgkeit.

Gewachsene Fülle der umgebenden Lust.
Der Vorhang ist von einer solchen Fülle, daß der Polarstern mittags zu sehen ist. Er trifft seinen Herrscher, welcher von der selben Art ist. Günstiges Geschick.
Auch wenn man selber scheinbar keine Fortschritte macht, schreiten die Dinge manchmal voran.

Gewachsene Leere der umgebenden Achtung.
Konturen kommen. Segen und Ruhm nähern sich. Günstiges Geschick.
Der Krieg zur Absetzung des verkommenen Herrschers wird geplant.

Gewachsene Leere der umgebenden Sorge.
Sein Haus ist in einem Zustand des Reichtums. Er beschirmt seine Familie. Er späht durch das Tor und nimmt niemanden mehr wahr. Drei Jahre lang sieht er nichts. Mißgeschick.
Es gibt zwei Möglichkeiten, nämlich entweder dem ins Gesicht zu sehen, was einen umgibt, nämlich die verkommenen Untertanen des abgesetzten verkommenen Herrschers, was bedeutete sie unter der Herrschaft der Rücksichtslosigkeit zu reformieren, oder aber es sich in ihrer Mitte so bequem im neu erworbenen Reichtum zu machen, wie es eben geht. Realistischerweise wird stets zunächst das letztere versucht werden, weil es an der zur Rücksichtslosigkeit nötigen Bitterkeit mangelt. Indes mag die nächste Generation diese unter dem Eindruck des vorigen Mißgeschicks aufbringen.

Eine Bemerkung zur Logik des Hexagramms.

Der Blitzschlag bezeichnet im Unterschied zum Blitz dasjenige, was der Blitz anrichtet, ist also als göttliche Strafe zu verstehen.

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Der Wasserfall

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See unter dem Donner.

Gewachsene Fülle der eigenen Lust.
Die heiratende Magd als Konkubine. Ein lahmer Mann, der fähig ist zu schreiten. Unternehmungen führen zu günstigem Geschick.
Unter der Herrschaft der Lust verdankt alles dem Wohlgefallen des Herrschers an ihm seine Lage, und so auch der sich um eine neue Richtschnur Bemühende. Indes hat er neben seinen Verpflichtungen die Zeit für eigene Unternehmungen und sollte sie auch nutzen.

Gewachsene Fülle der eigenen Achtung.
Ein Einäugiger, der fähig ist zu sehen. Die Beständigkeit des Einzelgängers führt weiter.
Aufgrund der Tatsache, daß jeder seine Lage dem speziellen Wohlgefallen verdankt, welches der Herrscher an ihm findet, findet der sich um eine neue Richtschnur Bemühende keine Gleichgesinnten in seinem Umfeld. Folglich muß er seine Überlegungen alleine vorantreiben.

Gewachsene Leere der eigenen Sorge.
Die heiratende Magd als Sklave. Sie heiratet als Konkubine.
Dem sich um eine neue Richtschnur Bemühenden wird die Unfreiheit seiner Lage zunehmend zuwider, aber er kann nichts dagegen tun und muß sich das stets von neuem ins Gedächtsnis rufen.

Gewachsene Fülle der umgebenden Lust.
Die heiratende Magd wartet, bis die ihr zur Verfügung stehenden Zeit zu Ende geht. Eine späte Heirat kommt zur fälligen Zeit.
Der Herrscher versetzt den sich um eine neue Richtschnur Bemühenden in eine interessantere Position, in welcher er seine Prinzipien anwenden kann.

Gewachsene Leere der umgebenden Achtung.
Der Herrscher I gibt seine Tochter zur Ehe. Die bestickten Gewänder der Prinzessin waren nicht so herrlich, wie die der dienenden Magd. Der Mond, der beinahe voll ist, führt zu günstigem Geschick.
Der sich um eine neue Richtschnur Bemühende hat das große Los gezogen: Der Herrscher hat einen Narren an seinen Ideen gefressen und leiht ihm herrschaftliche Gewalt, sie umzusetzen. Damit er aber ein günstiges Geschick besitzt, ist es notwendig, daß er versteht, daß er von diesem Augenblick an nur noch wenig zu gewinnen hat.

Gewachsene Leere der umgebenden Sorge.
Die Frau hält den Korb, aber es sind keine Früchte in ihm. Der Mann ersticht das Schaf, aber kein Blut fließt. Nichts, das eine Weiterführung bewirken würde.
So wie ein See unter einem Wasserfall austrocknet, wenn dieser versiegt, so schwindet auch das Reich des sich um eine neue Richtschnur Bemühthabenden, wenn der alte Herrscher es nicht mehr stützt. Denn die Richtschnur des sich zu hoch aufgeschwungen habenden neuen Herrschers hat vor allem das Gefallen des alten Herrschers gewonnen, und sonst zu wenige Herzen. Steht kein Restaurator bereit, weil die alten Prinzipien zu gründlich erschüttert wurden, beginnt die Herrschaft der Unvernunft.

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Die Rodung

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Erde unter dem Feuer.

Gewachsene Leere der eigenen Lust.
Fortschritte machend, aber zurückgeschickt. Beständigkeit führt zu günstigem Geschick. Wenn man keinem Vertrauen begegnet, sollte man stumm bleiben. Kein Fehler.
Der Ungeformte, welcher die Herrschaft der Rücksichtslosigkeit über sich akzeptiert und versucht, ihren Zielen zu entsprechen, hat einen strengen und bärbeißigen Lehrmeister.

Gewachsene Leere der eigenen Achtung.
Fortschritt, aber in Kummer. Beständigkeit führt zu günstigem Geschick. Dann erfährt man große Glückseligkeit von seiner Ahnin.
Je strenger der Lehrer, desto tantenhafter seine Gratulation bei bestandenem Examen.

Gewachsene Leere der eigenen Sorge.
Alle sind sich einig. Reue schwindet.
Ist es nicht nett? Er ist Kadett.

Gewachsene Fülle der umgebenden Lust.
Fortschritt wie ein Hamster. Beständigkeit bringt Gefahr.
Es kommt nicht auf die Anzahl der Sterne auf der Schulter an, was zählt ist, was man aus seinem Leben macht.

Gewachsene Leere der umgebenden Achtung.
Reue schwindet. Nimm dir nicht Gewinn und Verlust zu Herzen. Unternehmungen führen zu günstigem Geschick. Alles dient dazu weiterzuführen.
Es bietet sich die Chance, seinen Beitrag zum öffentlichen Leben zu leisten. Die eigene Position ist sicher, und was man sich an Ruhm oder Einfluß erwirbt sekundär.

Gewachsene Fülle der umgebenden Sorge.
Fortschritt mit den Hörnern zu machen ist nur erlaubt, um die eigene Stadt zu züchtigen. Sich der Gefahr bewußt zu sein, führt zu günstigem Geschick. Kein Vorwurf. Beständigkeit führt zu Demütigung.
Ungeformte sind von Natur aus anders veranlagt, als jene, welche die Herrschaft der Rücksichtslosigkeit errichtet haben, und weder besteht das Ziel der Herrschaft der Rücksichtslosigkeit darin, sie rücksichtslos zu machen, noch stellte sie das selbst zufrieden. Wenn Ungeformte also zu den höchsten Posten aufsteigen, müssen sie zunächst einmal verstehen, in welchem Geist sie zu handeln haben, und in ihrem eigenen Interesse sollten sie sich ihm nicht anhaltend verschreiben, sondern dies den Feuerzungen überlassen.

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Die Sonne

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Himmel unter dem Feuer.

Gewachsene Fülle der eigenen Lust.
Keine Beziehungen zu dem, was schädlich ist. Darin liegt nichts tadelnswertes. Wenn man der Schwierigkeit bewußt bleibt, bleibt man tadellos.
Der Geformte unter der Herrschaft der Rücksichtslosigkeit befindet sich in der Lage, daß der Auftrag, welchen die Herrschenden verfolgen, bereits erfüllt ist, soweit es ihn betrifft. Er kann es sich deshalb leisten, sich aus der Politik herauszuhalten, darf aber nicht vergessen, welche Ziele sie verfolgt.

Gewachsene Fülle der eigenen Achtung.
Ein großer Wagen zum beladen. Man mag etwas unternehmen. Kein Vorwurf.
Das Hexagramm ist in mancherlei Hinsicht ähnlich zu dem des Leuchtturms, der Unterschied besteht nur darin, daß die Natur des Geformten statisch ist, während die des sich der Sorge Verschriebenhabenden dynamisch ist. Beide haben aber unter der Herrschaft der Rücksichtslosigkeit genügend viele Möglichkeiten, sich gemäß ihren eigenen Wertvorstellungen zu betätigen.

Gewachsene Fülle der eigenen Sorge.
Ein Fürst bringt es dem Sohn des Himmels dar. Ein kleinlicher Mann kann dies nicht tun.
Im Gegensatz zum Hexagramm Der Leuchtturm unterstellt sich der Geformte proaktiv der Herrschaft der Rücksichtslosigkeit, weil er versteht, daß sie keine unabhängigen Einrichtungen duldet.

Gewachsene Fülle der umgebenden Lust.
Er macht einen Unterschied zwischen sich und seinem Nachbarn. Kein Vorwurf.
Sich der Herrschaft der Rücksichtslosigkeit zu unterstellen bedeutet gleichwohl nicht für ihn, sich mit ihr gemein zu machen.

Gewachsene Leere der umgebenden Achtung.
Er, dessen Wahrheit erreichbar, und doch zugleich würdevoll ist, besitzt günstiges Geschick.
Insofern der Geformte verstärkt in der Öffentlichkeit steht, ist es für ihn zunehmend wichtig, stets die Mitte zu halten, also sich weder überheblich oder rücksichtslos zu zeigen, noch in irgendeiner Weise unwert.

Gewachsene Fülle der umgebenden Sorge.
Er ist vom Himmel gesegnet. Günstiges Geschick. Nichts, das nicht weiterführen würde.
Letztlich gilt für ihn, was auch für den Kümstler im Blasebalg gilt, nämlich daß er den Herrschenden als Vorbild nützlich ist, in seinem Fall, weil sein Ansehen unter den Menschen besser ist als ihres, aber diese Ehrung wird ihm erst zuteil, wenn er alt genug erscheint, um keine eigenmächtigen Unternehmungen mehr anzugehen.

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Der Amboß

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Donner unter dem Feuer.

Gewachsene Fülle der eigenen Lust.
Seine Füße stecken in den Stöcken, so daß seine Zehen verschwinden.
Der sich der Lust Verschreibende lernt unter der Herrschaft der Rücksichtslosigkeit von Anfang an, daß Regelverletzungen nicht geduldet werden, und das läßt entsprechende Triebe in ihm gar nicht erst aufkommen.

Gewachsene Leere der eigenen Achtung.
Er beißt durch zartes Fleisch, so daß seine Nase verschwindet. Kein Vorwurf.
Und in der Folge entwickelt er sich zu einem strengen jungen Mann, welcher manches Mal etwas zu harsch mit seinen Mitmenschen ins Gericht geht, aber unter der Herrschaft der Rücksichtslosigkeit wird ihm niemand einen Strick daraus drehen können.

Gewachsene Leere der eigenen Sorge.
Er beißt auf altes getrocknetes Fleisch und trifft auf etwas Giftiges. Leichte Demütigung, kein Vorwurf.
Dann begegnet er irgendwann zum ersten Mal der Art von Gesinnung, sei es Pragmatismus, sei es Verkommenheit, gegen welche sich die Rücksichtslosigkeit richtet, und welche sich also auch bewußt gegen jene richtet, worauf er nicht gefaßt ist.

Gewachsene Fülle der umgebenden Lust.
Er beißt auf getrocknetes, knorpeliges Fleisch und empfängt metallene Pfeile. Es führt einen weiter, Schwierigkeiten zu bedenken und beständig zu sein. Günstiges Geschick.
Der sich der Lust Verschriebenhabende kommt an einen Punkt in seiner Laufbahn, an welchem er selbst die Verantwortung dafür trägt, gegen was er sich richtet. Entsprechende Erwägungen sind also seine Pflicht.

Gewachsene Leere der umgebenden Achtung.
Er beißt auf getrocknetes schieres Fleisch und empfängt gelbes Gold. Beständig der Gefahr bewußt. Kein Vorwurf.
Er betreibt sein Geschäft mit Bedacht und ruht in seiner Ausübung.

Gewachsene Fülle der umgebenden Sorge.
Sein Kopf steckt im Holzkragen, so daß seine Ohren verschwinden. Mißgeschick.
Indes wird er dabei schließlich selbstgerecht und unfähig, die Gründe für und wider rücksichtsloses Vorgehen anzuhören, welche sich mit der Lage zusammen wandeln.

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26. Oktober 2017

Die Gußform

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Abgrund unter dem Feuer.

Gewachsene Leere der eigenen Lust.
Sein Schwanz gerät ins Wasser. Demütigend.
Die Herrschaft der Rücksichtslosigkeit unterdrückt die Achtung im Namen eines Auftrags, ob er nun kreativ oder konservativ sei, und erzürnt also jeden, welcher sich der Achtung verschreibt. Aber sein Zorn trifft auf einen vorbereiteten Gegner. Und also ist die erste Lektion für den sich Verschriebenhabenden, daß seinem Gegner unvorbereitet nicht beizukommen ist.

Gewachsene Fülle der eigenen Achtung.
Er bremst seine Räder. Beständigkeit führt zu günstigem Geschick.
Er weiß, daß er die Lage verstehen muß, und bremst sich.

Gewachsene Leere der eigenen Sorge.
Vor der Vollendung führt Angriff zu Mißgeschick. Es führt einen weiter das große Wasser zu überqueren.
Vor der Vollendung führt Angriff zu Mißgeschick und sonst sowieso. Aber unmittelbar vor der Vollendung des Auftrags der Herrschaft der Rücksichtslosigkeit besteht für die sich der Achtung Verschreibenden die Möglichkeit, den Spieß umzudrehen, indem sie selbst die Frucht dieses Auftrags achten und verteidigen und Angriffe gegen sie zu Angriffen gegen ihn werden. Dazu müssen sie sich aber in die entsprechende Form bringen, worin die Überquerung des großen Wassers besteht.

Gewachsene Fülle der umgebenden Lust.
Beständigkeit führt zu günstigem Geschick. Reue schwindet. Schock, auf diese Weise das Land des Teufels zu züchtigen. Drei Jahre lang werden große Reiche zur Belohnung vergeben.
Ist die Vertauschung der Rollen erfolgt, so gilt es die defensive Rolle lange genug beizubehalten, bis die Entschlossenheit für den entscheidenden Schlag gereift ist, welchen die Dynamik der Zeit begünstigt. Anschließend wird die Herrschaftsform ersetzt.

Gewachsene Leere der umgebenden Achtung.
Beständigkeit führt zu günstigem Geschick. Keine Reue. Das Licht des überlegenen Mannes ist wahr. Günstiges Geschick.
Der sich der Achtung Verschriebenhabende hat mit der Verteidigung der Frucht des Auftrags der Herrschaft der Rücksichtslosigkeit das Wahre ergriffen, und dies zeigt sich in der folgenden Zeit.

Gewachsene Fülle der umgebenden Sorge.
Wein wird in echtem Vertrauen getrunken. Kein Vorwurf. Aber wer sein Haupt feucht macht, der verliert es, wahrhaftig.
Die Herrschaft der Achtung muß aufpassen, daß sie ihr Vorbild über der Beschäftigung mit den angenehmen Dingen des Lebens nicht vergißt.

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Der Leuchtturm

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Berg unter dem Feuer.

Gewachsene Leere der eigenen Lust.
Wenn der Wanderer sich mit trivialen Dingen befaßt, zieht er Mißgeschick auf sich herab.
Wer sich unter der Herrschaft der Rücksichtslosigkeit der Sorge verschreibt ist in einer delikaten Lage: Einerseits sieht er die Notwendigkeit zur Rücksichtslosigkeit ein und wird also keine Freunde unter jenen finden, gegen welche sie sich richtet, und andererseits verfolgt er höhere Ziele als die Rücksichtslosen. Da er also zwischen den Stühlen sitzt, darf er sein Licht nicht unter einen Scheffel stellen, sondern muß sich an Gegenstände heranwagen, an welchen es seinen Wert beweist, um sowohl seine persönliche Würde, als auch die des Lichts zu wahren, denn sie ist sein einziger Besitz.

Gewachsene Leere der eigenen Achtung.
Der Wanderer kommt zu einer Herberge. Er hat seinen Besitz bei sich. Er gewinnt die Treue eines jungen Dieners.
Der sich der Sorge Verschriebenhabende findet ein Betätigungsfeld und etabliert sich in ihm. Derer gibt es unter der Herrschaft der Rücksichtslosigkeit genug an Zahl und Dringlichkeit.

Gewachsene Fülle der eigenen Sorge.
Des Wanderers Herberge brennt nieder. Er verliert die Treue seines jungen Dieners. Gefahr.
Die Herrschaft der Rücksichtslosigkeit duldet keine unabhängigen Einrichtungen.

Gewachsene Fülle der umgebenden Lust.
Der Wanderer ruht unter einem Obdach. Er erhält seinen Besitz und eine Axt. Mein Herz ist nicht froh.
Und also dient der sich der Sorge Verschriebenhabende fortan in abhängiger Position.

Gewachsene Leere der umgebenden Achtung.
Er schießt einen Fasan. Er fällt mit dem ersten Pfeil. Am Ende bringt ihm das sowohl Lob als auch ein Amt.
Jemandem fällt auf, daß er verständig ist, und befördert ihn entsprechend.

Gewachsene Fülle der umgebenden Sorge.
Des Vogels Nest brennt ab. Der Wanderer lacht zuerst, doch muß dann von Klagen und Weinen Gebrauch machen. Durch Sorglosigkeit verliert er seine Kuh. Mißgeschick.
Der sich der Sorge Verschriebenhabende kann nicht fortwährend von ihr getrennt seiner Arbeit nachgehen, ohne jener gegenüber ein bitteres Verhältnis zu entwickeln, welches sie ihm schließlich kostet. Und auch wenn er darüber zunächst lacht, trifft es ihn doch hart.

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Der Blasebalg

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Wind unter dem Feuer.

Gewachsene Leere der eigenen Lust.
Ein Kessel, der auf dem Kopf steht, erleichtert die Entfernung von festklebendem Kram. Man nimmt eine Konkubine um ihres Sohnes willen.
Der Herrschaft der Rücksichtslosigkeit ist eine Zeit großer Umwälzungen, in welcher die Herrschenden Wichtigeres zu tun haben, als sich um die Details der Kunstproduktion zu kümmern, auch wenn sie ein vitales Interesse an derselben haben, weshalb der Künstler, welcher ein neues Gefühl heimatlicher Verbundenheit erschaffen möchte, enorme Chancen unter ihrer Herrschaft hat, wenn er nur opportunistisch genug ist.

Gewachsene Fülle der eigenen Achtung.
Es ist Essen im Kessel. Meine Genossen sind neidisch, aber sie können mir nicht schaden. Günstiges Geschick.
Vorzugsbehandlung bedeutet meistens große Nachteile, aber unter der Herrschaft der Rücksichtslosigkeit nicht, da die Bande der Achtung zerrissen sind.

Gewachsene Fülle der eigenen Sorge.
Der Griff des Kessels ist verändert. Man wird in seinem täglichen Leben behindert. Das Fett des Fasans wurde nicht angerührt. Wenn der Regen fällt, ist die Reue verbraucht. Günstiges Geschick kommt am Ende.
Als nützlicher Künstler ist man dem gerade Nützlichen unterworfen, und wenn sich dies ändert, ändert sich auch die Unterstützung, welche man erfährt. Schließlich aber besinnen sich die Herrschenden auf die Qualitäten eines nützlichen Mannes.

Gewachsene Fülle der umgebenden Lust.
Die Beine des Kessels sind zerbrochen. Das Mahl des Fürsten ist verdorben und sein Leib beschmutzt. Mißgeschick.
Früher oder später vergessen die Herrschenden, zu was genau der nützliche Mann Nütze ist und überfordern ihn.

Gewachsene Leere der umgebenden Achtung.
Der Kessel hat gelbe Griffe, goldene Trageringe. Beständigkeit führt weiter.
Es ist für die Herrschenden nicht minder peinlich als für ihren Protegé, wenn dieser versagt. Also muß er nur weitermachen und zuwarten, daß seine Gönner die Spuren seines Versagens beseitigen.

Gewachsene Fülle der umgebenden Sorge.
Der Kessel hat Ringe aus Jade. Großes günstiges Geschick.
Und am Ende flechten ihm die Herrschenden eine Heldenlegende um das Haupt.

Eine Bemerkung zum Zustandekommen der Erklärung des Hexagramms.

Ich habe das Vorwort von Alexei Nikolajewitsch Tolstois Peter der Große gelesen. Die sowjetische Auflage, in welcher er sich bei Stalin dafür bedankt, daß er alle trotzkistischen Literaturkritiker umbringen ließ, um ihm, Tolstoi, die ihm gebührende Anerkennung in der Literaturwelt zu verschaffen.

Ich bezweifle, daß mir die Entschlüsselung des Hexagramms andernfalls gelungen wäre.

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Die Feuerzunge

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Feuer unter dem Feuer.

Gewachsene Fülle der eigenen Lust.
Die Fußstapfen verlaufen kreuz und quer. Wenn man ernsthaft gewillt ist, kein Vorwurf.
Der sich um Übereinstimmung Bemühende weiß unter der Herrschaft der Rücksichtslosigkeit zunächst nicht, wohin er sich wenden und an was er sich versuchen soll. Alles scheint groß und wichtig.

Gewachsene Leere der eigenen Achtung.
Gelbes Licht. Höchstes günstiges Geschick.
Schließlich findet er eine Aufgabe und setzt seine Hoffnungen in ihre Erfüllung.

Gewachsene Fülle der eigenen Sorge.
Im Licht der untergehenden Sonne, schlagen Männer entweder den Topf und singen oder beklagen lautstark das sich nähernde Alter. Mißgeschick.
Der sich um Übereinstimmung Bemühende bemerkt, daß die Ausfüllung seiner Aufgabe unter der Herrschaft der Rücksichtslosigkeit ihn nicht in Übereinstimmung mit anderen versetzt, und er reagiert darauf entweder mit zynischer Leichtfertigkeit oder schwermutsvoll. In jedem Fall zeigt er sich zunehmend unzufrieden mit ihr.

Gewachsene Fülle der umgebenden Lust.
Sein Kommen ist plötzlich. Es flackert auf, erstirbt und wird weggeworfen.
Der sich um Übereinstimmung Bemühende hat sein Fazit gezogen und versucht es noch einmal mit größerer Klarsicht, seinem Ziele näherzukommen. Er hat aber keinen Erfolg, und sieht das auch bald ein.

Gewachsene Leere der umgebenden Achtung.
Tränen in Fluten, Seufzen und Klagen. Günstiges Geschick.
Der sich um Übereinstimmung Bemühende versteht, daß die Rücksichtslosigkeit der Herrschaft ihren Ursprung in demselben Streben hat, welches auch ihn bewegt, und daß er folglich keine Übereinstimmung finden kann, bis das der Rücksichtslosigkeit Aufgetragene bewältigt ist und die Grundlage für neue Achtung gelegt.

Gewachsene Fülle der umgebenden Sorge.
Der König hat ihn gerufen, auszugehen und zu züchtigen. Jetzt ist es am besten, die Anführer zu töten und die Anhänger gefangen zu nehmen. Kein Vorwurf.
Er bemüht sich mit abmessender Vernunft um die Übereinstimmung, welche nach der Herrschaft der Rücksichtslosigkeit auf ihre Zeit wartet.

Eine Bemerkung zur Logik des Hexagramms.

Es bedarf nicht unbedingt der Herrschaft der Rücksichtslosigkeit, um diese Situation zu kennen, eine Episode der Rücksichtslosigkeit genügt schon.

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Die Sturmlampe

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See unter dem Feuer.

Gewachsene Fülle der eigenen Lust.
Reue wird schwinden. Wenn du dein Pferd verlierst, renne ihm nicht nach. Es wird von selbst zurückkommen. Wenn du böse Menschen siehst, wappne dich gegen Fehler.
Eine neue Richtschnur unter der Herrschaft der Rücksichtslosigkeit zu entwickeln ist offensichtlich nur im privaten Bereich möglich, weshalb der sich um sie Bemühende von Anfang an lernen sollte, öffentlich nachzugeben, auszuweichen und abzumildern.

Gewachsene Fülle der eigenen Achtung.
Man trifft seinen Herrn in einer engen Gasse. Kein Vorwurf.
Und als nächstes wird er seine Kontakte unauffällig halten wollen.

Gewachsene Leere der eigenen Sorge.
Man muß mitansehen, wie der Wagen zurückgezogen wird, der Ochse gehalten, eines Mannes Haare und Nase abgeschnitten werden. Kein guter Anfang, aber ein gutes Ende.
Die ersten Gehversuche nach der eigenen Richtschnur werden demütigend verhindert, aber man hütet das eigene Feuer.

Gewachsene Fülle der umgebenden Lust.
Isoliert durch Opposition trifft man einen Gleichgesinnten, mit welchem man sich in gutem Glauben verbinden kann. Trotz der Gefahr, kein Vorwurf.
Man lernt, wem man vertrauen kann.

Gewachsene Leere der umgebenden Achtung.
Reue schwindet. Der Gefährte beißt seinen Weg durch die Umschläge. Wenn man zu ihm geht, wie könnte es ein Fehler sein?
Man lernt, wie man Gleichgesinnte findet.

Gewachsene Fülle der umgebenden Sorge.
Isoliert durch Opposition sieht man seinen Gefährten als ein schmutzbedecktes Schwein, als einen Wagen voller Teufel. Erst zieht man den Bogen gegen ihn, dann legt man den Bogen zur Seite. Er ist kein Räuber, er wird zur richtigen Zeit werben. Während man geht, fällt Regen. Dann kommt günstiges Geschick.
Man lernt, Gegensätze zu vereinen und ein allgemeines Dissidenznetzwerk zu spinnen.

Eine Bemerkung zur Logik des Hexagramms.

Der Zweck des gebildeten Netzwerkes und das ihm zugrundeliegende Bedürfnis bestehen darin, dissidenten Gedanken einen Resonanzraum zu verschaffen, und nicht darin, einen bestimmten politischen Gegenentwurf zu organisieren, aber selbstverständlich bemächtigen sich politische Gegenentwürfe dieses Resonanzraumes, wenn sie stark genug dazu sind.

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