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30. November 2018

Begegnende Zeichen

Ich saß im kalten Wind und sah auf das Meer und mir war, als näherte sich ein Engel mit einer scharfen Hippe, ein unerbittliches Blutvergießen in nicht mehr allzu großer Ferne. Und dann im Moor rangen ihre ätzenden Leiber schon mit einander, der Leviathan des unrechten Rechts der Blinden und die jedes Einwandes beraubte Gewalt des Behemoths. Wieder am Meer, der Wind noch kälter, eisig, der Sinn von den tragenden Pfeilern gefesselt, die Ahnung des Gerichts, der Aufruf, sich dem Zweck zu fügen, doch welchem Zweck?

Zu oft wurden wir vor die Wahl gestellt, uns dem Fortschritt anzupassen oder zu erleben, wie wir für unsere Weigerung gerichtet würden, als daß der Aufruf, an Bord zu kommen, nicht unweigerlich Stimmen der Rechtsleugnung heraufbeschwörte.

Aber gehen diese Stimmen von dem aus, der da ruft? Oder bellen uns nur Echos uns'rer Sünden aus vergang'nen Leben hinterher?

Jedenfalls liegt große Kälte in der Botschaft, und der da ruft hat nicht den Gestus Christi als Pantokrator, doch ginge der auch verloren, wenn der aufstünde, der da thront.

Gewiß ist aber, daß Christus nur aufstünde, um die Sache zu retten, auf's rechte Gleis zu setzen, was seine Bahn verlor, dem Menschlichen im Menschen wieder Gehör zu verschaffen, dem neues Leben zu geben, was nun schon seit Hunderten von Jahren für's Leben verkauft wird.

Ich sagte, der Mensch muß in Etappen über sich selbst erschrecken und auf der Treppe der Erkenntnis der eigenen Fehler emporsteigen.

Mag dies also hinter der Kälte stehen, daß sie den Lärm erfriert, bis die süße Stimme des Heils wieder vernommen wird?

Das Bild der Gerechten, welche leuchten werden wie die Sonne in ihres Vaters Reich (Matthäus 13:43), erschrickt mich im Angesicht der konkreten Entscheidung, mich zur Umwandlung zu gesellen, da Christus nicht nach dem Weizen giert, sondern Ruhe hat, daß der zu seinem Recht kommt. Nicht zu belohnen, nicht zu erheben, nicht Versuche anzustellen kommt der Herr, nur das Hohe neu zu verwurzeln, den Grundstein für die neuerliche Verehrung Gottes zu legen.

Aber so mag es auch sein, müde bin ich der Abwege, unwiderstehlich ist die sanfte Kraft der Gutmütigkeit. Mein Glaube daran, daß meine Seele dieses Mal nicht verhökert wird, wächst, denn es dauert ja nicht mehr lange, bis das Gute beweisen muß, daß es letztlich stärker ist.

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29. November 2018

Steamboat no. 29

Record tied, one more to set a new one.

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25. November 2018

Professionelle Deformation im Kapitalismus und Sozialismus

Nach der Gesellschaftspsychologie und der gesellschaftlichen Bindung möchte ich nun die professionelle Deformation der freien Marktwirtschaft der des real existiert habenden Sozialismusses gegenüberstellen.

Exemplarisch für die professionelle Deformation des Arbeiters im Kapitalismus ist das Leben eines Matrosen. Dieser hat in jedem Hafen eine andere Braut, weil er sich, die Unwägbarkeiten seines Berufs verallgemeinernd, unterschwellig im Krieg wähnt und dementsprechend eine Kriegsethik und keine Friedensethik befolgt, und dies ist eben typisch für die freie Marktwirtschaft, daß sie die Arbeiter in Arbeitswelten treibt, welche sehr stark von der gesellschaftlich geteilten Welt abweichen können. Mit anderen Worten neigt die freie Marktwirtschaft dazu, Arbeiter zu entorten, sie auf eigenartiges Terrain zu treiben, und die Arbeiter im Kapitalismus neigen dazu, darauf mit Überanpassung zu reagieren, also dadurch, daß die gesellschaftlich geteilte Welt für sie hinter ihrer Arbeitswelt zurücktritt.

Exemplarisch für die professionelle Deformation des Arbeiters im Sozialismus ist das Leben eines Schulleiters. Dieser zeigt echte Freude, wenn sein Schützling im Staatsfernsehen auftritt und ein beklopptes Lied zum besten gibt, weil er unterschwellig glaubt, daß die Weise, auf welche die Staatsgeschäfte von der Partei geführt werden, notwendig sei, und jede gelungene Inszenation damit ein essentieller Erfolg. Hier hat die Natur das Joch angenommen und begonnen, sich mit ihm zu identifizieren, um sich dadurch zu erhöhen, wie es zuweilen auch bei Knechten geschieht, welche die Stilsicherheit ihres Herren im Vergleich zu anderen Herren rühmen, und ganz besonders häufig, wenn es sich bei dem Knecht um einen Knecht und bei dem Herren um eine Dame handelt (ein Verhalten, welches ich erschreckenderweise bei meinem Vater in Bezug auf Angela Merkel beobachten konnte). Mit anderen Worten beschränkt der Sozialismus Arbeiter, und diese neigen dazu, darauf mit Naturersetzung zu reagieren, also dadurch, ein Amalgam aus Staatsdoktrin und eigenem Wesen auszubilden.

Im Zusammenhang mit dem vorigen Beitrag ist dabei von Bedeutung, daß dieses Amalgam nur noch innerhalb bestimmter Grenzen Zufriedenheit sucht, also eine Selbstbescheidung stattgefunden hat. Entsprechend schmalvergnügt sind Modellsozialisten denn auch, Sahra Wagenknecht ist sicher ein Beispiel. Aber ich würde auch Michael Klonovskys allgemeine Mißvergnügtheit hierauf zurückführen, er muß an einem bestimmten Punkt in seinem Leben die allgemeine Beschränkung der Bürger der DDR einschließlich seiner selbst akzeptiert haben, selbst wenn er sich dabei als Dissidenten gesehen haben sollte. Und so geht es wahrscheinlich Millionen mehr: Ist das Band der Zufriedenheit eingeschränkt, sind die Menschen folglich leichter gereizt, was wiederum auch zukünftige Unfreiheit begünstigt, da die Freiheit von den Schätzen lebt, welche, wie es sich herausstellt, nur Freie im Busen bergen.

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23. November 2018

Dialektik der Zufriedenheit

Dialektik wieder im platonischen Sinne: Klärung durch Wörter, und Zufriedenheit im Sinne des Beitrags Von den beurteilenden Gefühlen.


Beurteilt werden:

Tüchtigkeit: Glück* (... der Gestaltung), Selbstsicherheit (... der Darstellung), Erhobenheit (... der Ermessung)

Möglichkeit: Erwartungsvollheit (... der Gestaltung), Wertschätzung* (... der Darstellung), Absehbarkeit (... der Ermessung)

Einrichtung: Frieden (als Medium), Anerkennung (als Umsetzung), Liebe* (als Urbild)
  • Frieden: Nützlichkeit (Gestaltendes / Geist), Verläßlichkeit (Darstellendes / Verstand), Vertrauenswürdigkeit (Ermessendes / Vernunft)
  • Anerkennung: Virtuosität (Gestaltung), Diszipliniertheit (Darstellung), Klarheit (Ermessung)
  • Liebe: Zweckmäßigkeit (Gestalt), Anmut (Darstellbares / Haltung), Herrlichkeit (Maß / Begrifflichkeit)

Aussicht: Genugtuung (... der Gestaltung), Freude (... der Darstellung), Stolz* (... der Ermessung)

*verallgemeinerungsfähig, das heißt im engeren und im weiteren Sinne verständlich.


Die Vernunft stellt einerseits den Begriff des Begreifens bereit, durch welchen die Welt als eingerichtet, also Begriffen entsprechend, erscheint, und treibt andererseits die Suche nach der richtigen Haltung in ihr voran, wobei sie ihre Vorschläge in ihrer eigenen Sprache, also in begrifflichen Erfassungen formuliert, welche also zu Urbildern ihrer selbstverantworteten Einrichtungen werden.

In sofern die Haltung eine Handlungsregelung ist, wird sie dargestellt. In sofern sie die Entwicklung der Haltung zu etwas anderem leitet, ist sie das Maß derselben. Nur der Mensch entwickelt seine Haltung aktiv, da sie nur ihm gegenständlich bewußt ist. Und nicht nur den Teil seiner Haltung, welcher Anstrengungen der Lust regelt, entwickelt der Mensch aktiv, sondern auch seine Begrifflichkeit, durch welche er ermißt.

Tiere haben sowohl Haltung als auch Begrifflichkeit, aber beide sind ihnen unbewußt und ändern sich deshalb bei ihnen auch nur unbewußt.

So kommt es, daß ein Tier sehr wohl das Gefühl der Absehbarkeit kennt, nicht aber die anderen Gefühle der Ermessung, denn während es Sinn ergibt, die Möglichkeit der Ermessung auch bei unbewußter Ermessung zu beurteilen, nämlich um ein Gefühl von Gefahr oder Sicherheit zu erzeugen,
  • bezieht sich Erhobenheit auf die Suche nach dem rechten Maß,
  • ebenso wie Vertrauenswürdigkeit,
  • Klarheit und
  • Herrlichkeit, welche letzteren beiden Begriffe außerdem zu Gegenständen haben,
  • ebenso wie der Stolz, wobei zu diesem zu sagen ist, daß die Aussicht, welche er beurteilt, die Umsetzung der eigenen begrifflich gefaßten Vorhaben auf der Grundlage des bisher Umgesetzten betrifft.
Ich habe hier zwei Trinitäten aus dem Beitrag Trinitäten aufgegriffen, Ethik allerdings durch Herrlichkeit ersetzen müssen, weil das natürlich ein kategorischer Fehler war. Indes, eine Begrifflichkeit, welche als Maß der Entwicklung unserer Haltung dient, ist eine Ethik, und das Ziel dabei Eudaimonie, beziehungsweise Erhobenheit. Die Trinität der Herrschaft aus dem genannten Beitrag paßt hier allerdings nicht, wiewohl sie durchaus einen Aspekt der hiesigen Trinität des Friedenseinflößenden beschreibt, und damit entspricht die hiesige Trinität der Einrichtungsglieder ansatzweise auch der dortigen der ästhetischen Ideale. Im Gegensatz zu jenem ist dieser Beitrag aber von oben her dialektisch abgesichert, das heißt, die Prinzipien der Homogenitäten der Heterogenen sind vollständig angegeben, wurzelnd in den vier Bewußtseinsbereichen. Die Trinität der Aussichtsbeurteilung entstammt den sieben Feuern des Gerichts, und die übrigen beiden Trinitäten treten hier zum ersten Mal auf.

Man beachte im übrigen den hierarchischen Unterschied zwischen Verläßlichkeit und Vertrauenswürdigkeit. Ich habe zeitlebens genausowenig auf Verläßlichkeit wie auf Hierarchien gegeben, und wenn ich auch nur daran denke, jemanden nach Verläßlichkeit zu beurteilen, meine ich sofort, ihn zum Tier zu degradieren.

Und was die Vertrauenswürdigkeit betrifft: Sie wird stets geteilt, für einen selbst heißt sie Seelenfrieden, für die andern Vertrauenswürdigkeit, aber nie wird jemand, der nicht vertrauenswert ist, seinen Seelenfrieden haben, noch jemand der vertrauenswert ist, ihn nicht haben, denn beide beurteilen dasselbe, das Maß, welches die Entwicklung der Haltung bestimmt, den Geist, welcher die eigenen Schritte oder die des andern lenkt, aber das Urteil der Seele über den Geist ist in allen Seelen gleich.

Hier liegt die Hoheit des, dessen Name Treu und Wahrhaftig heißt, hier liegt die Brüderschaft der Menschen.

Die profanere Bedeutung der Dialektik der Zufriedenheit liegt natürlich darin, daß der Unzufriedene destruktiv wird, man also genau sehen muß, was man zu beschützen hat und wie.

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21. November 2018

Die beiden Formen der Selbstverliebtheit

Ich mag es nicht, wenn Wörter verdreht werden. Michael Klonovsky nennt Peter Sloterdijk eitel. Jemand, der wie Sloterdijk rumläuft, ist nicht eitel. Nur weil sich jemand für den Größten hält, muß er noch lange nicht eitel sein. Er mag eitel sein, aber er muß es nicht.

Der Eitle erträgt die Verletzung seines Selbstbilds nicht, sei's durch graue Haare, Falten oder durch ein schlechtes Abschneiden in einem Wettkampf. Er verlangt, daß er sei, das heißt, er weigert sich, die Früchte seines Lebens anzunehmen. Wird er mit ihnen konfrontiert, so versucht er, sie zu unterdrücken, wohingegen der Selbstgefällige sie sich schönredet.

Mit anderen Worten ist der Eitle ein kämpferischer Selbstverliebter und der Selbstgefällige ein ignoranter, doch nicht jeder Kampf ist eitel und nicht jedes Verkennen selbstgefällig, sondern nur jene, welche die eigene, faktenbasierte Bewertung betreffen, welche nicht hinzunehmen selbstverliebt ist, woraus die Unfähigkeit zur eigenen Besserung entspringt.

Daß die Bewertung faktenbasiert ist heißt, daß die Wahrheitsliebe es erfordert, sie hinzunehmen. Eine Änderung der Bewertung durch Besserung, also der ihr zu Grunde liegenden Fakten, bedeutet nicht, die Bewertung nicht hinzunehmen, sondern es bedeutet, das Fortbestehen ihrer Basis nicht ohne Kampf hinzunehmen.

Ich halte Peter Sloterdijk noch nicht einmal in irgendeinem wesentlichen Punkt für selbstverliebt, also einem, der Besserung erforderte. Aber als Salvador Dali für einen Augenblick die Grenzen überschritt, welche den Menschen gesetzt sind, war er durchaus für eine Sekunde eitel. Freilich, Selbstverliebtheit ist nur dann eine Sünde zum Tode, wenn sie anhält.

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19. November 2018

Johannes Ülo Keskküla

Ich habe gerade gesehen, daß der Priester, welcher mich mit meiner Frau verheiratet hat, vor bald neun Jahren verstarb. Am Tag zuvor schrieb ich diesen Beitrag: Kein schöner Schlußpunkt, unziemlich und beliebig, mit der mitleidslosen Feststellung, moderne, das heißt nicht älter als 30 000 Jahre alte, Gesellschaften müßten von Albert Einsteins Geistes- und Geistigenhorizontsgenossen gelenkt werden, was dann wohl doch etwas zynisch ist, wiewohl am Ende vielleicht noch nicht einmal ganz falsch, jedenfalls in der dritten Phase des Glaubenszykels, also jetzt wieder seit ungefähr 1744.

Gestiftet wird der Glaube durch die engagierten Gestimmten des gläubigen Horizonts, abgesegnet von den reflektierten Gestimmten der gleichen Art, ausgebaut von den engagierten Fordernden des gläubigen und philosophischen Horizonts, wiederum abgesegnet von den reflektierten Fordernden der gleichen Art, und schließlich fällt er in die Hände der Rothschilds, deren Namen ich 2009 noch nicht einmal kannte, wiewohl ich ihn bereits etliche Male in James Bond-Filmen gehört haben mußte.

Da war ich also an jenem Tag, denke ich jedenfalls, denn ganz zweifelsfrei kann ich meine damalige Terminologie nicht mehr entschlüsseln, da sie aus der Zeit vor der Trennung von Geist und Gesinnung stammt, also alle Fordernden engagiert annimmt und alle Gestimmten reflektiert. Auch hieß damals so ziemlich alles anders, philosophisch ordnungsliebend, gläubig ursprünglich, engagiert heroisch und reflektiert philosophisch - auch nicht wirklich schlechter.

Seit bald neun Jahren tot, nicht einmal 60 Jahre alt geworden. Ich hatte ihn zuletzt in der Sauna in Tartu getroffen. Und immer wenn ich da bin, habe ich nach ihm Ausschau gehalten. Die Welt ist wirklich nicht das, für was wir sie halten. Etwas schien einem Gespräch im Wege zu stehen, ich beschloß voll Zuversicht auf einen Wink des Schicksals zu warten. Nun denn, wenigstens hatte ich noch einen Weg zu geh'n in dieser Zeit. Am Ende freilich sind wir alle tot und hoffentlich damit im Reinen. Komisch, wie uns unsere Unfertigkeit wie Leitplanken leitet, selbst nachdem sie ihr Ziel verlor. Und jetzt bin ich um eine weitere ärmer, neue kommen irgendwann ja nicht mehr hinzu.

Aber habe ich es geschafft? Kann ich den Schriftgläubigen ertragen? Denn es ist Eines, an Gott zu glauben, und ein Anderes, die Schrift als seine Botschaft zu verehren.

Ich kann es wohl bejahen, doch zu welchen Gesprächen sollte das noch führen? Schön hier. - Ja. ist doch nichts Rechtes, vielleicht Was hebt den Ungeist auf und was ersetzt ihn? Wo sind wir fehlgegangen? Was haben wir verkannt, welch Willkür in die Welt gesetzt? Wie entdecken wir das Rechte, erhalten's und erweitern's? Woran zerbricht Gewohnheit und Verblendung?, doch hätte ihn das interessiert? Nah ist allen Priestern die Verfehlung der Menschen, und auch bei mir wäre er fündig geworden, wiewohl vor allem in Folge meiner Abgemessenheit in allen Dingen, die's auch ist, welche mich Priestern gegenüber bald verstummen läßt.

Was soll ich Überflüss'ges tun? Mein Herz ist leicht bewegt, ich muß ihm folgen, nur versteh'n die Wenigsten auf welchen Bahn'n:
Wer ein Stück komponiert, ist von einer Idee ergriffen, welcher er Form gibt. Doch wer hundert Stücke komponiert, verfolgt einen weit entlegenen Begriff seiner selbst.

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18. November 2018

Coming into this world by going out of it.

What a joke it is that a man, who has never felt any responsibility for his fellow men for no common goal ever joined them and who has looked at the people around him as potential runaways only, would start to consider them as potential allies, after he has removed himself beyond even having a common trait with them left, only, because he formulated his own goals, and no matter how offbeat they may be.

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Feelings of guilt among the real Nazis

Michael Klonovsky just claimed they had none. I guess I should recount what I've seen when I was young, while I can still do that.

The real Nazis I knew were not idealistic, they were swayed, hooked by promises of a great future. The common man doesn't separate the causes of his opportunities: if a government lets him partake in technical advances, he'll perceive it as a progressive force.

The war, the defeat, the reckoning, they follow the same pattern as getting inebriated and such is the guilt.

While no-one ever defended the virtues of the binge, understanding that those caused it, the whole story was, from their perspective, nothing more than a folly of youth and an error in judgment, for which they had paid by fighting the war and shouldering the defeat.

The beginning of the Cold War meant that they got off the hook easily, the Brits thought too easily, as is very apparent when you watch The Mouse That Roared, but all that would naturally inspire is a desire to reciprocate the magnanimity. Of course, the rather not so warm welcome whenever they were abroad muffled that.

The specific guilt that Klonovsky deals with is a political guilt: to have allowed that the institutions of the state would serve the dreams of one man. However, Germany didn't really have any group that could have defended the institutions of the state after aristocracy was abolished after World War I. So the political guilt is non-existent, 14 years are not enough to develop a functioning bourgeois system. The forces of order did seize an opportunity to launch a short lived revival, the rather sad joke being that the forces of order were organising themselves chaotically, putting Hitler on top.

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Ein kommutatives Diagramm

Ich habe im Beitrag The true role of the media ein paar Dinge behauptet, welche ich gerne veranschaulichen würde. Außerdem bietet sich mir so die Gelegenheit, mal ein kommutatives Diagramm zu benutzen, wogegen ich mich ja während meines gesamten Mathematikstudiums standhaft gewehrt habe.

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17. November 2018

Sechs Kleinigkeiten

1. Wenn es heißt
Sollte aber Gott nicht auch retten seine Auserwählten, die zu ihm Tag und Nacht rufen, und sollte er's mit ihnen verziehen? Ich sage euch: Er wird sie erretten in einer Kürze. Doch wenn des Menschen Sohn kommen wird, meinst du, daß er auch werde Glauben finden auf Erden?
so ist damit nur gemeint, daß Christi nicht wiederkehrt, um die Glaubensstarken aus weltlichen Nöten zu befreien, aus welchen sie, auf welche Weise auch immer, ihr Glaube errettet, sondern um den Glauben unter Glaubensschwachen neu aufzurichten, und nicht, daß er keine Menschen mehr fände, welche bereit wären, an ihn zu glauben.

Anders ausgedrückt ist es Gott, welcher errettet, und Christus, welcher die Menschen zum Glauben an Gott bringt.

2. Die da sagen, sie seien Juden, und sind's nicht, sondern sind des Satans Schule, werden durch drei Aussagen charakterisiert:
  1. daß sie die Liebevollen zu Smyrna lästern,
  2. daß sie zu den Füßen der Barmherzigen zu Philadelphia niederfallen und
  3. daß der Satan bei den Streitenden zu Pergamus thront.
Lästert die Liebevollen, aber fällt zu den Füßen der Barmherzigen nieder: ein Journalist, ich kann beim besten Willen an niemanden sonst denken. Und daß er in des Satans Schule ist, wenn der Satan bei den Streitenden thront, heißt dann doch, daß er ein Journalist ist, welcher Kriege herbeischreibt. Zu der Bedeutung der Gemeinden siehe Die sieben Engel der sieben Gemeinden.

3. Da Jesus der Morgenstern ist (Offenbarung 22:16), und er den gerecht gebliebenen Streitenden versprochen ist (Offenbarung 2:26-28), führt ein räumliches Verständnis der Gemeinde Pergamus zwangsläufig darauf, Christi Wiederkehr in den Vereinigten Staaten zu erwarten. Sicher ist dies aber wie gesagt nicht. Auch scheint mir die Abfolge der Engel im 14. Kapitel der Offenbarung indirekt darauf hinzudeuten:
  1. Und ich sah, und siehe, eine weiße Wolke. Und auf der Wolke saß einer, der gleich war eines Menschen Sohn; der hatte eine goldene Krone auf seinem Haupt und in seiner Hand eine scharfe Sichel. Und ein anderer Engel ging aus dem Tempel und schrie mit großer Stimme zu dem, der auf der Wolke saß: Schlag an mit deiner Sichel und ernte; denn die Zeit zu ernten ist gekommen, denn die Ernte der Erde ist dürr geworden! Und der auf der Wolke saß, schlug mit seiner Sichel an die Erde, und die Erde ward geerntet.
    Dies dürfte Offenbarung 19:11-21 entsprechen.
  2. Und ein anderer Engel ging aus dem Tempel, der hatte eine scharfe Hippe. Und ein anderer Engel ging aus vom Altar, der hatte Macht über das Feuer und rief mit großem Geschrei zu dem, der die scharfe Hippe hatte, und sprach: Schlag an mit deiner scharfen Hippe und schneide die Trauben vom Weinstock der Erde; denn seine Beeren sind reif! Und der Engel schlug an mit seiner Hippe an die Erde und schnitt die Trauben der Erde und warf sie in die große Kelter des Zorns Gottes. Und die Kelter ward draußen vor der Stadt getreten; und das Blut ging von der Kelter bis an die Zäume der Pferde durch tausend sechshundert Feld Wegs.
    Und dies entspricht mit Sicherheit der siebten Schale.
Wenn wir also annehmen, daß dies verschiedene Gruppen von Engeln sind, so wären es auch zwei verschiedene Ereignisse, das erste in den Vereinigten Staaten nach der Zerstörung New Yorks, und das zweite bei Harmageddon. Freilich, auch dies ist ungewiß. In jedem Fall muß aber zunächst New York fallen.

4. Offenbarung 11:14 bezieht sich auf die sechste und die siebte Posaune. Die sechste ist ein Panzerkrieg am Euphrat, meines Erachtens der Zweite Irakkrieg, und die siebte die nukleare Zerstörung einer Hafenstadt, meines Erachtens New York's. Die Himmelfahrt der beiden Zeugen ereignet sich also nach dem Zweiten Irakkrieg und kurz vor der Zerstörung New York's, möglicherweise im Zusammenhang mit der fünften Schale.

5. Zur vierten Schale ist festzuhalten, daß Kalifornien nun bereits drei Waldbrandrekorde in den letzten zwölf Monaten gebrochen hat. Zunächst der Fläche nach:
  1. Thomas Fire,
  2. Ranch Fire,
und nun der Tödlichkeit nach das Camp Fire.

Was die fünfte Schale angeht, so heißt dies zwar noch nichts bestimmtes, aber Steamboat Geyser muß dieses Jahr lediglich noch drei Mal ausbrechen, um den bisherigen Rekord von 1964 zu brechen.

6. Ich bin geneigt Offenbarung 11:6 auch in dem Sinne zu verstehen, daß die Spezifik der Plagen das Gemüt der beiden Zeugen widerspiegelt, mit anderen Worten also der Plagen öffentliche Wirkung ihrer Einschätzung nach dosiert ist, soll heißen, daß eher flaue Zeichen auf einen eher flauen Zeugen schließen ließen, und eher feurige auf einen eher feurigen, mit anderen Worten die Entscheidung zwischen absolutem Minimum und eiferndem Darüberhinausgehen in ihrer Natur wurzelt.

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16. November 2018

Das Seelenmeer

Es gibt in der Tat ein Gesetz des Heiligen, wie ich heute morgen schon bemerkte, und viele seiner Wirkungen sind in der Bibel beschrieben, doch nehme ich es nun zum ersten Mal als eine Art Meer wahr: Spannungen zwischen allen Dingen.

Es ist das eigene Bemühen um das Heilige, was uns auf ihm trägt, eine süße Note, welche die Wogen zähmt. Aber was ist es selbst, diese Tiefe um uns herum?

Es ist das Seelenmeer, und das Gesetz des Heiligen wälzt es um. In ihm wirkt nicht der Seelenansatz, welcher jede Seele bestimmt, sondern das alles an seinen Platz führende Schicksal, und was wir dabei letztlich erkennen ist die Liebe Gottes für das für seine Liebe Empfängliche, als welches sie somit seinem Ratschluß gemäß auf die Erde schüttet.

Auch wenn ich auf diese Weise, dem Heiligen nach besten Kräften folgend, Schreckliches aufdecke, fürchte ich mich doch nicht, denn es ja der Prozeß der Weltgestaltung selbst, welcher sich mir zu erkennen gibt. Wenn ich gehen sollte, wiese er mich das, bis dahin bin ich an einem guten Platz.

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Das Gesetz des Heiligen ist noch stets in Kraft.

Der Rücksichtslose amputiert seine Gliedmaßen und weiß es nicht, und der Selbstgerechte verzeiht der Welt nicht, wenn sie damit anfängt, seine Auffassung von Gerechtigkeit nicht zu teilen.

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15. November 2018

Halbe Oliven von Gräbern stehlen

Nun steht im Babylonischen Talmud, daß sich die Gelehrten stritten, ob der, der das Verbot eine Olive von einem Grab zu stehlen, dadurch umgeht, erst eine halbe und dann wieder eine halbe von ihm zu stehlen, in seinem Recht wäre oder nicht, die Alten dies aber verneinten, doch würde ich gerne wissen, was sie davon hielten, die Leute zu lehren, sie möchten nur recht fleißig halbe Oliven von verschiedenen Gräbern stehlen?

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Verheißung

John Carpenter schildert, wie mir erst gestern aufging, in The Thing die Verständnisbarriere zwischen jenen, welche Gottes Ratschluß erkannt haben, und ihrer Umwelt.

Wesentlich falsch an dieser Darstellung ist aber die Leere, welche sie als verhießen erkannt haben, denn nicht ist uns Leere verhießen, sondern eine aufzudeckende Zukunft.

Nur wer den Geist in allen Dingen zu erfassen weiß und auf den wesentlichen in einer Angelegenheit zu weisen versteht, welche gleich einer Bühne von ihr heterogenen Auftretenden erfüllt ist, kann den Menschen helfen, den göttlichen Ratschluß in dieser Angelegenheit zu erkennen, und nur darin besteht die Verständnisbarriere.

Die Aufgabe ist bewältigbar, und sollte auch nicht gescheut werden, sondern im Vertrauen auf Gottes ordnende Hand angegangen. Daß es so steht, wie es steht, daß jene, welche etwas erkannt haben, stets die Nichtigkeit von etwas erkannt haben, ist die natürliche Folge der Verachtung unserer Gesellschaft für das Geschäft, Gottes Ratschluß zu ergründen, als welche den Menschen gemeinhin den Glauben nimmt, durch es etwas Gutes zu wirken, da sie ja nicht auf bereitwilliges Mitmachen der Zuhörenden zählen können. Einzig, wer aus den Fehlern der Menschen eine Dynamik zum Guten aufweist, kann sich aus dieser Falle befrei'n, und mit Glück die ganze Gesellschaft mit ihm.

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14. November 2018

Von der Korruption des vornehmsten Gebots

Dem einen ist es schon zur zweiten Natur geworden, seine Nächsten zu übergehen, der and'ren erschien schon immer alles gleich heilig.

Nach Dick & Doof jetzt also Dick & Kund:

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13. November 2018

Inspirations- und Gebetsverfolgungsweisen

Ich habe mir gerade Pee-wee's Big Adventure angesehen, und der Film enthält eine Verhaltenskritik, welche, um sie recht zu würdigen, gewisse dialektische Auseinandersetzungen zu den verschiedenen Weisen, Inspiration und Gebet zu verfolgen, voraussetzt.

Unterscheiden wir den Geist, welchen wir suchen, also zunächst danach, ob er bekräftigend oder auffinderisch sein möge. Wer jung ist, hat nicht viel zu bekräftigen, wer manches auffindet, mit der Zeit immer mehr.

Der bekräftigende Geist ist statisch und seine weitere Untergliederung nicht nötig. Den auffinderischen Geist aber, welcher dynamisch ist, müssen wir weiterhin danach unterscheiden, ob aktiv oder passiv ist.

Der aktiv auffinderische Geist leitet sein Ziel von Vorstellungen ab, der passiv auffinderische Geist von Erlebnissen, und an dieser Stelle können wir den bekräftigenden Geist auch gleich wieder neben die beiden dynamischen stellen, indem wir bemerken, daß er sein Ziel von Erinnerungen ableitet.

Im Gegensatz zu der Gewichtsverschiebung, welche dynamischer und statischer Geist mit zunehmendem Alter erfahren, handelt es sich bei der Präferenz für den aktiven oder passiven auffinderischen Geist um eine Frage der Persönlichkeit - ich, beispielsweise, bin beinahe gänzlich unfähig, mir meine Ziele durch Vorstellungen vorzugeben, und zwar weil mich alsbald der schneidendste Selbstvorwurf überkommt, nicht auf die Zeit zu hören.

Auch hängt vom uns inspirierenden Geist unser Gebet ab. Was auf Erinnerung oder Vorstellung beruht, kann nur in die Affirmation bestimmter Ideen münden, also das Voranschreiten des Glaubenszykels durch Bewahrung und Verfeinerung tragen. Seine Zurücksetzung auf dieser Grundlage, ohne die gegenwärtige Erfahrung einzubeziehen, ist unmöglich, wie auch materielle und funktionale transzendente Akte, denn auch sie entspringen Bedürfnissen der Zeit.

Illustrieren wir das nun am oben genannten Film. Das zentrale Motiv des Films ist das selbstvergewissernde Ritual, etwas, wodurch man sich beweist, auf dem rechten Weg zu sein, indem man sich etwas fetischhaft Geliebtem hingibt. Also gerät insbesondere die Koexistenz zu einem zufälligen Reigen von Absonderlichkeiten, und der Witz des Films, soweit ich es sehe, besteht darin zu zeigen, wie sich durch die natürlichen Interessen dabei doch noch so etwas wie Leben entfaltet.

Der Zustand ist einer des gesellschaftlich gepuschten aktiven Auffindens, eines bedrohlich einseitigen Beruhens auf der Vorstellung. Dessen ich freilich unverdächtig bin und bleibe. Aber eine gewisse Verlockung, das Leben nach der Treue den eigenen Idealen gegenüber zu ermessen, wenn auch in meinem Fall auf der Erinnerung beruhend, verspüre ich schon: Alles ist so schön geordnet dort, kein ständiges aus dem Ruder Laufen. Und wie sollte die Klarheit, welche man hatte, bevor die Welt war, in die Welt gelangen, wenn man selbst meint, ihren Kurs aufarbeiten zu müssen? Die Zeit kommt, zu welcher die offenbarte gewonnene Einsicht schwerer wiegt als die Möglichkeit, weitere Einsicht zu gewinnen.

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11. November 2018

Vernünftige Zeitzonen für Europa

Angesichts des Gedenkens heute stößt es doch etwas merkwürdig auf, daß Paris 1918 noch Greenwich-Zeit hatte und heute Görlitz-Zeit hat.

Um ähnlich peinliche Auffälligkeiten in den kommenden Jahrhunderten zu vermeiden, empföhle es sich, der Sonne zukünftig wieder größeres Gewicht zukommen zu lassen.

Ich schlage hiermit die Hamburg-Helsinki-Sonnenzeit-Zeitzoneneinteilung vor.


Post Scriptum vom selben Tag. Ich weiß, es ist völlig irre, aber der Ort paßt! https://goo.gl/maps/zecypchPpxt: kreisrund, auf dem Rücken eines Sees, welcher aussieht wie zwei rennende Pferde, auf einem hintergelagerten Höhenzug, der die Nordschleife des gelben Flusses strategisch kontrolliert. Die Koordinaten sind 40°41'17'' N, 105°55'14.5'' E. Und was liegt 180° weiter auf derselben Breite? Port Liberté, Jersey City. Ist es Dschingis Khans Grabhügel? Zwischen den beiden Orten, wieder selbe Breite, jeweils 90° weiter, liegt übrigens mit einer Präzision von circa 40 Kilometern Castel del Monte (etwas nordöstlich von Citulo), das heißt, wie ich gerade sehe, 40 Kilometer in die eine Richtung liegt Castel del Monte und 70 Kilometer in die entgegengesetzte Richtung liegt Elea (leicht nordwestlich von Ascea), die Verbindungslinie zwischen Castel del Monte und Elea kann den um 90° rotierten Punkt höchstens um ein paar hundert Meter verfehlen. Die nächstgelegene Stadt ist aber Potenza, etwa 10 Kilometer Westsüdwest, und in vorchristlicher Zeit war es Potentia.

(Falls Sie sich fragen, wie mein Gehirn hier verdrahtet ist: Offenbarung 17:5 suggeriert im hiesigen Zusammenhang, daß New York etwas mit der Görlitz-Zeit zu tun hat, nämlich, daß Görlitz ungefähr auf dem Meridian von Potenza liegt.)

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My early years, continuing.

Things may not always be what they seem, but my voice sure sounds like the voice of a goat herder:
Would you stubborn beast eventually move over in this direction?
It's puzzling, how anybody could talk for a longer period of time to goats, but the answer lies in the root of that behaviour, I'm convinced that I have to move on, that time isn't waiting, but demanding.

I haven't turned to the study of how to set the goats in motion, I've just observed some patterns. I'd rather convert than manipulate. But then some beast will always feel the change in the weather first.

That's the projection of the true state of things into this world and my life in particular. It has to express itself in the limited language of social relations. I'm drawn to stubbornness, and so that is my world. It's like a bird landing on a rock. You don't really know the bird from the rock it landed on.

So, like with the seeds I guess, under the thorns and on the rocks, but the stubbornness that draws me is neither overladen, nor fickle, it's a form of carelessness, of thinking that anything can be dealt with at a later date, the seeds then might just need their time.

Not much to be seen for the time being, except which season it is.

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10. November 2018

Schöpfungswelten

  • 60er Alter der Maschinen,
  • 70er Alter der Elektronik,
  • 80er Alter der Computer,
  • 90er Alter der Internetdienste.
Und in diesem Jahrtausend nur noch warten.

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Reason, sagacity, surrealism, macros and memes.

When I speak of macros, I'm referring to these kind of things. An example of surrealism is given here.

People, according to Kant and Schopenhauer, cf. Beleuchtung eines Streites zwischen Immanuel Kant und Arthur Schopenhauer bezüglich der Dummheit der Masse des Volkes, possess two different kinds of intelligence:
  • sagacity, which deals with the concrete, and
  • reason, which deals with the abstract.
While Kant was of the opinion that every higher intellect would excel through its ability to abstract from the concrete, Schopenhauer pointed out that abstract deductions are simple, whereas concrete judgments are not. You can read the article linked to above to see how I reconcile both views.

But here the topic is the opposite, not how to reconcile and resolve, but how to divide and deride.

Of course, nothing has changed since Schopenhauer's days. He complained about Hegel and Fichte just extracting from notions what they themselves had put into them without any understanding of or even bearing on reality, and he observed that attending a university doesn't automatically make you more intelligent. And when he turned to the concrete, it was in full knowledge of that he was relying thus on common sense as opposed to the understanding of the learned.

Actually, there is an old dislike amongst free cities against universities. Hamburg, for instance, Schopenhauer's home town, got its first university only in 1919, whereas Kiel got its already in 1665 under Christian Albert, Duke of Holstein-Gottorp, and there is an old liking amongst dukes, kings and the like for them, which probably tells us something about their political effects, i.e. that they make the youth regard themselves superior, on the grounds that they know and are able to apply the maxims of the state, without however being able to judge their purported merit.

So, this is an old conflict, as old as the human intellect: How to weigh experience and logical conjecture?

And since politics has begun to be shaped by visionaries, it has become a political conflict as well, although less honest, for for a visionary to succeed his followers must just do that, follow, whereas logical conjecture in engineering needs valid premises to work.

Then, what are the methods of derision?

As Schopenhauer explained, the triumph of sagacity over reason expresses itself in laughter, i.e. that if our judgment finds that a thing isn't what our reason had suggested, we laugh. So the propaganda of common sense against the understanding of the learned relies on showing a thing and what the learned call it.

Hence Dali's surrealism, mixing opposing suggestions, and macros and memes, pointing out what's ridiculous.

But as Schopenhauer also said:
Everything is ridiculous to the sagacious, and nothing to the reasonable.
So this war will never be won. Because the propaganda of the learned must likewise make all its proclamations hallowed in fatefulness.

It's best, when both camps find a solid hold in society, thus the sagacious make the visionaries prudent and the learned the sagacious innovative. When both camps fear to be eradicated, it's worst. Then the learned will authorise transgressions and the sagacious grow grim.

People are good, overall, when they forget that they lose their sanity - and goodness. The learned fall easier than the sagacious. This is not the time to strive to be learned, nor the time to despise the human race. But you see the world as it is.

I have to end on this note. Understand the world around you, assess the depth into which people have fallen, whether it's shallow or lasting, keep your spirit up high, understand the intellectual emptiness, understand its bad, but inevitable effects, understand the constraints put upon the world, and then withdraw and take it in.

Postscript from the following day. Even though this has the potential to ruin your day by bouts of returning laughter, I cannot not share this wonderful example of spoofing, which totally agrees with the spirit of this article:
  • Vendémiaire - Wheezy,
  • Brumaire - Sneezy,
  • Frimaire - Freezy,
  • Nivôse - Slippy,
  • Pluviôse - Drippy,
  • Ventôse - Nippy,
  • Germinal - Showery,
  • Floréal - Flowery,
  • Prairial - Bowery,
  • Messidor - Hoppy,
  • Thermidor - Croppy,
  • Fructidor - Poppy.
Far from mocking, I find these names rather appealing. Let's take a trip to the Midlands for a week in Bowery! What a vintage! Wheezy 1869! Come near me, come hear me, it's the 15th of Sneezy, when Guy Fawkes, the fop, tried to blow the parliament up! When did he pop the question? On Poppy, the 2nd, he had already done it once before. The sun's already warmer, but it's nippy! Well, there's nothing you can do about that, after Drippy comes Nippy. I guess I better stop this before I get melancholic over a past that never was.

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9. November 2018

The true role of the media

Although of little benefit for the masses, Amanda Lear is at least for me the perfect antidote to the changes that the notion transvestite has undergone, because she is firstly in a ruling position in this field and secondly because she is staying clear of the human angle and focuses on the notions she evokes, something that Karl Lagerfeld also manages reasonably well.

And this in turn is important, because the classical notion of a transvestite is the perfect metaphor for television.

So, after the last post it literally hit me: All the media does is to hammer associations into our heads in order to dress us in its chosen drag, lest we show our natural colours to each other.

And they, the transvestites, used to relish this precisely, that they could influence whom and what people would adore. They are the natural connaisseurs of the game they play in the talk shows, deciding, whom to let appear witty, original, fashionable. It is their psyche institutionalised.

Truly, that Nero shall return is wondrous, who these days has the background of Tiberius und Caligula having done before him, what they did, and he now has to pick up in his own way?

And how would anybody approaching Nero would be accepted by the people, who have not witnessed those before him?

But the media is working on it while I write these words. Votes showing up in Florida, elections the results of magic tricks. A paranoid president needs a paranoid people. If this is a response to the Sessions firing, it makes no sense. By stirring paranoia, you lend credibility to paranoid accusations. I went and looked what Trump said on the subject. He seems incensed. Had he been quiet, I'd have thought, he's behind it himself, knowing that it serves his legal offensive. So, it's probably another spider in the center of the web, but a spider there clearly is.

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Salvador Dali

Ich bin von der ???-Folge Hexenhandy ziemlich gradlinig zu Salvador Dali gelangt. Also über Amanda Lear. Dazu später mehr. Klären wir zuvor die Frage, um wen es sich bei Salvador Dali gehandelt hat.

Es ist bequem nach Zitaten zu suchen, aber vertrauen kann man ihnen nicht. Bleibt also nur das Werk, wenn sich denn in ihm was finden läßt.

Nun, für meine Zwecke genügen drei seiner Gemälde.

Jirafa en llamas.


Unaufgearbeitete und unaufarbeitbare Lebenskapitel.

Galatea de las esferas.


Illusionarität der Darstellung.

Construcción blanda con judías hervidas (Premonición de la Guerra Civil).


Die Entrücktheit des Visionärs.

Fazit. Salvador Dalis Thema war die vielfältige Überforderung des Menschen durch die ihn bestimmende Epoche, der Bürger im Griff der modernen Bürgerlichkeit. Ein Reaktionär, keine Frage, ich möchte aber sagen, von einer gewissen Zärtlichkeit, der Sinnlichkeit der Menschen bewußt, also auch der sinnlichen Verführung und Verstörung.

Ich hatte ein ähnliches Thema schon einmal am Haken, The gravitational pull on idols, da ging es um die Extraktion eines Seelensplitters von Faye Dunaway und seine satanische Vereinnahmung durch Hans Ruedi Giger. Die Methode ist ähnlich, aber das Ziel mag konträr sein.

Gigers Werke sind homogen, gänzlich verschmolzen, die Sinnlichkeit frißt sie und wird sie nicht mehr los, mit anderen Worten begnügt sich Giger damit zu faszinieren. Dalis Werke hingegen sind heterogen, es gibt klare Bruchlinien, welche die Sinnlichkeit verstören.

Beiden Künstlern war die gesellschaftliche Wirkung der Bildersprache der Werbung suspekt. Giger hat sie verhöhnt, Dali sie bekämpft. Beide dürften die Versuchung verspürt haben, selbst Idole zu schaffen. Giger hat es auch im Rahmen seiner Kunst getan, bei Dali hingegen konnte ich soweit keine entdecken. Allerdings wollte er José Ferrers Rolle in Lynch's späterer Verfilmung von Frank Herbert's Dune in der geplanten Jodorowsky-Verfilmung spielen, was als tatsächlicher Beleg dieser Bestrebung gewertet werden kann.


Was drückt sein Gesicht hier aus? Traurigkeit unter den Augen, das Kinn kleinlaut, als wäre es sein Geschöpf.



Gigers Endprodukt ist wie gesagt dies:


Zwei Boote auf dem Meer der Bilder. Zum Bewußtsein erhebt die Masse nichts. Nur die unverdauten Splitter wirken, und auf diese Weisen nicht zum Guten. Einzig die Natur könnte das bewirken. Noch einmal Faye.

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8. November 2018

Selbstgeißelung

Nachts in der Stadt, auf den Straßen, irren sie umher, wie Motten vom Licht von den Schatten angezogen, welche sich wie Strahlen der Dunkelheit zwischen die Lichter strecken, ausgeschlossen, im Abseits der ungeheuren Manifestation des Willens um sie herum, vergessend, daß auch sie einen Weg hüten, welcher durch das Leben führt.

Die Ödnis ist voll vom Ich, und das begegnende Etwas verdrängt es. Eine Böe in den nächtlichen Straßenschluchten, und vielleicht vermißt du dich.

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Sacrifice

Sacrifice is any effort we make in order to improve the circumstances of our lives, both as individuals and as a group of people relying on our individual efforts. The former type of sacrifice is a personal investment and the latter a social one.

When I say that there is no common defense of our belief left in western societies, then I mean in particular that there is no public recognition of the vital role sacrifice plays for our well-being.

We argue that greed and envy will provide us with the services we need, as long as we stop them from pursuing criminal ventures.

But let us take health care for instance. The truth is that if we don't care for the health of others, there is no efficient health care system. What are the options?
  1. Single payer leads to a dysfunctional market: one consumer, a handful of producers, one side saying You can only buy from us, the other You can only sell to me, no price discovery, ensured corruption. So if a state takes health care into its own hands, it either has to rely on foreign research or it has to assign medical research to state institutions, i.e. research centers and universities, in order to avoid that, but the former alternative really is only for small states. Big states then will depend on the sacrifices their state employed researchers are ready to make on the behalf of those in need of new treatments.
  2. A free medical market will create no incentives to look after the health of people who are not well off. So these people depend on the sacrifices in the form of charity that common practitioners are ready to make.
You may mix, but you'll get mixed results too: some corruption, some indifference, some wasted research funds, if no sense of sacrifice is present.

For a health care system to work properly, you need sacrifice somewhere, be it at the top, as in the first alternative, or at the bottom, as in the second.

There are other fields with similar dynamics, the dissemination of knowledge being one of them, in which the monastery systems combines the sacrifices of both of the described approaches, taking in monks independent of their means and pursuing research independent of worldly reward.

It is wrong to ride greed and envy as we do and denounce sacrifice, wrong to aspire to be a beast tamer and not a fellow man. But vice will rear its ugly head until its hubris will have caused its fall.

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5. November 2018

Seelengüter

Jedem Zykel entspricht ein Gut, auf dessen Entwicklung er beruht.

Der ideelle oder Glaubenszykel beruht offensichtlich auf der Entwicklung eines Glaubens. Der funkionale Zykel beruht auf der Entwicklung einer Organisation, gleich der Organisation der einzelnen Fasern eines Baums. Es ist aber unbefriedigend, es dabei zu belassen. Ein jeder weiß, was ihm sein Glaube bedeutet, ob dieser nun gesellschaftlich geteilt wird oder nicht, also sollte auch ein jeder wissen, was ihm die Organisation, deren Teil er ist, bedeutet, und einen dem entsprechenden Begriff von ihr haben.

Also, was ist dieser Begriff? Was ist das Seelengut der Achtung, gleich wie der Glaube das Seelengut der Sorge ist? Es ist die Stellung. Allerdings ist Stellung mehrdeutig und ich habe den Begriff bereits im Sinne von sich etwas stellen verwendet, also ziele ich gleich ins Herz der Angelegenheit, auch wenn ich sie dadurch etwas simplifiziere, und spreche vom Rang.

Bleibt der materielle Zykel. Das Gut, welches im materiellen Zykel entwickelt wird, ist die eigene Gesundheit.

Dies alles wird ein Mensch verteidigen, wenn er es hat: Zunächst seinen Glauben, dann seinen Rang und schließlich seine Gesundheit, und diese Verteidigung bedeutet, daß der entsprechende Zykel voranschreitet. Die Zurücksetzung eines Zykels findet immer dann statt, wenn die Verteidigung zusammenbricht, am alltäglichsten, wenn wir zu müde sind, um die Augen offen zu halten.

Der materielle Zykel wird auf vielerlei Weise zurückgesetzt, durch das Einatmen, Essen, Trinken, Schlafen, die Fortpflanzung, für jeden Prozeß eine. Doch beschäftigen wir uns mit den gesellschaftlich relevanteren Gütern.

Ich möchte behaupten, daß es in den westlichen Gesellschaften heutzutage keine gemeinschaftliche Verteidigung des Glaubens gibt, gleich welchen Glauben wir hier einsetzten, ja, diese Wartehaltung gegenüber der Zurücksetzung des Glaubenszykels, also Christi Wiederkehr, firmiert sogar als zivilisatorische Errungenschaft unter dem Namen der Glaubensfreiheit, vulgo Glaubenszerstreuung. Doch eine gemeinschaftliche Verteidigung des Ranges gibt es sehr wohl, und sie hat einen derartigen Vorrang vor der Verteidigung der eigenen Gesundheit, daß sich der einzelne Verteidiger seines Ranges beleidigt fühlt, wenn man ihm nahelegt, er solle doch besser seine eigene Haut retten, als zu versuchen, am Tisch obenan zu sitzen. Das Blut in den Adern des Systems ist stark und ewig von der Bildungsindustrie verjüngt.

Aber wer beherrscht die Lebensströme, wer garantiert den Rang?

Derjenige, welcher die Stabilität der globalen Leitwährung garantiert, denn in Vermögen wird der Rang gemessen und nicht in Ehr'.

Deshalb wird sich der Ring auch nicht einfach ins Feuer oder den Rhein zurückwerfen lassen, weder Kröte noch Hobbit hütet ihn, sondern die ihren Rang entwickeln wollende westliche Welt. Ein Fallnetz läßt sich unter ihm aufspannen, doch vom Seil stoßen wird das Federal Reserve System kein Mensch, es muß schon selbst nach der Masse der Vornehmen seines Ranges schlagen, damit der Rang sich neu bestimmen wird, und ohne Betriebsunfall würd's sich dabei nicht in den Finger schneiden:
Der Bänker ist ein Mittelsmann,
nur wenn's in der Mitte eng wird,
ist er dran.

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4. November 2018

Die Fakultät der Lust

Die Fakultät der Sorge ist die Vernunft und die Fakultät der Achtung der Verstand, aber bei der Lust fällt die Benennung etwas schwerer.

Die Anschauung ist in der Tat Teil der Fakultät der Lust, aber nicht diese selbst. Ich sprach von Formung, zuletzt auch vom Erraten. Dies alles bedenkend ist die Fakultät der Lust der Geist, ein anderer gebräuchlicher Begriff vermag es keinesfalls zu treffen, der Geist als Bewußtsein und Welt verbindende Kraft, welche dem Anschein nach in der elektrischen Aktivität von Nervensystemen existiert, aber der Logik nach nicht nur dort existieren sollte.

Ich habe in einigen Beiträgen aus dem Jahre 2012 die Fakultät der Achtung Ich genannt, womit das substantielle Ich gemeint ist und nicht die Ich-Struktur bestehend aus Wahrnehmung, Tat und Wille, das substantielle Ich, welches in der Zeit ist, indem es die Zeit erzeugt.

Interessant daran ist unter dem hiesigen Blickwinkel, daß es keinerlei Versuchung gibt, auf die Ebene der Lust hinabzusteigen: Ich ist etwas konkretes für uns, aber Geist ist eine Hypothese, da wir von dem, was er mit unserem Bewußtsein verbindet, nämlich der Welt, unmittelbar nichts wissen.

Da ich nunmal ein Mal eine Offenbarung erfahren habe (nach welcher die Herrschaft Tariks, beziehungsweise des Morgensterns, am 15. Februar 2015 begonnen hat oder jedenfalls begonnen war, ohne mich hier weiter mit Ich bin die Wurzel des Geschlechts David, der helle Morgenstern. und seinen Implikationen für die Beziehung zwischen Christen, Juden und Luzifer auseinandersetzen zu wollen), weiß ich, daß eine solche Offenbarung definitiv nicht geistvermittelt ist, also nicht durch die Fakultät der Lust erraten wird. Ihr Ursprung liegt auf derselben Ebene wie unser Bewußtsein, und der wahrscheinlichste Offenbarungsmechanismus ist Bewußtseinsausweitung, was im übrigen nicht unbedingt eine angenehme Erfahrung ist, sondern definitiv furchteinflößend.

Das Verständnis der drei Ebenen der Transzendenz, materieller, funktionaler und ideeller, beruht darauf, die Fakultäten der Lust, Achtung und Sorge gewissenhaft studiert zu haben, zu wissen, wo sie anfangen und wo sie enden, was den besten Begriff dessen, was jenseits ihrer liegt, vermittelt, zu welchem wir ohne Ausweitung unseres Bewußtseins gelangen können. Eine etwas tollpatschige Vorwegnahme dieses Programms versuchte ich bereits im Beitrag Die drei Zeugen, aber auch wenn ich da recht willkürlich Brauchbares zusammenraffte, hat er mich doch zu zentralen Einsichten wie der der Depression als evaluativer Inkongruenz geführt. Wahre Philosophie arbeitet mit Hilfskonstrukten, das ist ihr Wesen und Weg, die Aufklärung der Verwirrung, und was die größere Welt betrifft, von welcher Alec Guinness im Krieg der Sterne sprach, so gehen wir doch nicht ohne Grund an den Rand des Meeres, sondern weil wir wissen, daß uns're Seele schon eine Antwort auf das enthüllte Ende finden wird.

Ich war heute wieder im Moor, die Mittagssonne stand so niedrig, daß es schien, als wolle sie sich nur in Erinnerung bringen, sie ergoß ihr Licht wie in eine Schublade und ich fühlte mich wie in einem Speicher, in welchem der Besitz der Vögel bis zum nächsten Lenz verwahrt wird, unter den Augen der periodisch nach dem Rechten schauenden Sonne. Aber seltsam dieses Licht, kalt war's ja noch nicht, das Moor nur etwas gelber, war hier ein Ort gemacht für mich? Erstummt, doch bergend? Das Bild der Insel mag mich treffen, bedeuten tut's mir nichts, doch Noah gleich achselzuckend Zuflucht zu gewähren, strömt mir aus jeder Pore. Einen Augenblick jedenfalls, auf dem Rücken liegend gegen die geschlossenen Augenlider, schien alles wohl geordnet, rechtwinklig, nirgends schief. Mein Studium der Alten, der Mathematik, über Schopenhauer zu Augustinus, den Upanischaden, Platon, der Bibel, über Philip K. Dick zu A. E. van Vogt und zum I Ching, um nur die Hauptstränge zu nennen, ist jedenfalls in dem Sinne erfolgreich gewesen, daß mir die Neuen nun auch geistig nicht mehr größer scheinen, als es mir meine Verachtung der Verhältnisse, in welchen sie leben, schon immer nahelegte.

Just spank it! (Rename it .mod after unpacking and WinAmp might play it depending on the plug-ins you've installed, DeliPlayer certainly will. It is NOT the same as in SCOOPEX' Stunner. It is FAR better.)

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3. November 2018

On signs (updated)

That stone which fell off the Western Wall, it did so on the 23rd of July 2018. I learned about it yesterday, while reading some tripe about a snake in said location. So, I looked into my archives to see what I was doing at the time. I found the answer in the article Die Kapitulation des Weiblichen: I had entered Germany on Monday, after staying the night before in Kolberg. Not that said event needs any explanation, the metaphor of a 100 kilo stone falling on the platform for egalitarian prayer is of no uncertain semiotic content, and the whole episode demonstrates the veracity of what John wrote in Revelation 11:2
But the court which is without the temple leave out, and measure it not; for it is given unto the Gentiles
(interesting question where in the political spectrum of Israel Yohanan would fit in these days), but considering my own experiences revolving around Germany, women and stones, I can only once again testify to the authorship of God behind a seemingly mundane event.

I also stumbled over a criticism of divination. I have in fact lengthily discussed its dangers, though not under that title: When picking up premonitions, it is important not to fall into the trap of creating a world of superstition for oneself by tacitly agreeing with the idea that one's life should be arbitrary. If I remember correctly, Philip Kindred Dick has expressed the view that some people's lives simply are arbitrary, and that it is they who should consult the I Ching, a view I do not agree with (although I suspect that his words were meant in a self-deprecating way, ironising his open mindedness), and remarkably enough the I Ching itself states in Lake over Lake:
Six at the top means:

Seductive joyousness.

A vain nature invites diverting pleasures and must suffer accordingly. If a man is unstable within, the pleasures of the world that he does not shun have so powerful an influence that he is swept along by them. Here it is no longer a question of danger, of good fortune or misfortune. He has given up direction of his own life, and what becomes of him depends upon chance and external influences.
It is noteworthy that we live under the rule of Unreason (Lake), hence the hexagrams, in which the upper trigram is Lake, are the ones naturally associated with our time, and the pursuit of any system of superstitions falls under the hexagram here ending in seductive joyousness, because the world of signs without guiding principles is a world ruled by unreason itself, in which no attempt at laying the foundations of reason will ever succeed as explained in the article linked to above on the hexagram.

Having been prone twice to the current towards arbitrariness originating from oracle consultations, I've decided that that path isn't for me and made the decision to consult the I Ching in another spirit, conscious of the power my mind gives to the outcome, namely as a ritual of soul manifestation, i.e. observing, whether the outcome does indeed mirror the depths of my soul.

As such the consultation is relatively safe and mainly used as a reminder of the existence of transcendence.

In the same spirit I consider bible verses matching the timestamp of a post of mine.

The God I believe in would actually show himself and express his knowledge through minor signs like these and larger ones like that stone which fell from the Western Wall, in order to assure his followers of his guidance.

Actually, in truth, divination is the field, in which the victory of the believer over the unbeliever is quickest achieved, because it hinders a person's will the least. By allowing oneself to consider that one has supernatural powers, one opens up to changing oneself, and in the unbeliever those changes destroy him quickly, because no principles keep them in check.

And a framework like the Revelation is most important in finding a path on which signs will be followed like road signs. Without it, there would only be archaic knowledge, which had to be stirred, and the procession would be a coarse one. With it, surgical interventions become possible. Of course, the procession can't be all surgical, because then it could not be noticed and its function is communal guidance in the renewal of the belief in God, but, as I explained before, this way the public can be steered through just the right places to understand its shortcomings, starting with the most concrete things, advancing towards the higher principles.

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1. November 2018

Vom waltenden Gott

Die Trägheit der Welt ist das Spiegelbild ihres seelischen Elans, seelische Offenheit muß sich aber nicht gegen sie stellen, sondern einzig die Brüche antizipieren, welche sich trotzdem vollzieh'n. Die größere Welt begutachtet die kleinere und stiftet all so das Wesentliche, und wie auf einem Netz gilt es so, über die Schluchten zu kommen, welche die Entwicklung für gewöhnlich einzwängen.

Wie man lebt, entscheidet man selbst auf der Grundlage des eig'nen Vertrau'ns. Was man nicht in Erwägung zieht, das kann man auch nicht studieren. Einzig der offene Geist vertraut Selbsterprobtem, doch die Offenheit, welche ich meine, gilt der Interpretation des Erlebten, ob es wohl für einen auftritt.

Ein Mensch ist erst ein Bruder, wenn seinen Taten die Überzeugung zu Grunde liegt, daß ihm die Welt seiner Haltung gemäß begegnet, und allgemeiner den Menschen insgesamt.

Post Scriptum vom selben Tage.
  • ἀδικῶν: ein Gesetzesbrecher,
  • ῥυπαρὸς: jemand, der sich gehen läßt, verlottert ist, sich nicht um sich kümmert, ein Spieler, Säufer, Faulpelz, Lustmolch, Wüterich et cetera,
  • δίκαιος: ein Rechtschaffener,
  • ἅγιος: jemand, der den Ratschluß Gottes über den bestehenden Grad der Klarheit hinaus zu klären sucht, ein Heiliger, ein Prophet.
Rechtschaffenheit ist notwendig und hinreichend für die Teilhabe an der Heilsgeschichte, nur nicht während der Zeit der Salbung.

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