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„Daß du nicht weißt, was dir frommt, des faß ich jetzt deines als Pfand!“
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10. Oktober 2026

Mögliche Gründe anscheinender Lagebewältigungsunfähigkeit

Nur allzu oft scheint es mir so, daß ich in einer Zeit mangelnder Arrangierungtechniken, gewitzter Fazite und mangelnden Begrenztheitswissens lebe, und dafür gibt es nach dem vorigen vier mögliche Gründe:
  1. Scheu (der Scham nahe verwandter Modus der Angst): die Leute wagen sich nicht, öffentlich Fehler zu benennen,
  2. Verlust der exemplarischen Bestürztheiten (Spiele, Gerangel und Vorschriften),
  3. Ausbreitung des philosophischen geistigen Horizonts und
  4. LSD, wobei ich nach erneuter Sichtung von Hendrickson's Film vor allem einen Mangel an Begrenztheitswissen sehe und eine Erosion der Arrangierungstechniken, was das gewitzte Fazit angeht, so ist es zwar vorhanden, aber zynisch, das heißt den (subjektiven) Glauben und das Gewissen verspottend, einzig auf eine ekstasenorientierte Vorliebe ausgerichtet, also darauf, die Voraussetzungen für die größtmögliche Beeindruckung zu schaffen, wobei ich die Sinatra-Metapher für das wahre Kreuz zugegebenermaßen sehr witzig fand, allerdings nur so lange, bis ich mir eingestehen mußte, daß diese Leute es tatsächlich tun würden.
Es mag schon sein, daß die exemplarischen Bestürztheiten in der heutigen Welt an Bedeutsamkeit eingebüßt haben, und daß dies zu primitiveren Arrangierungstechniken, Faziten und primitiverem Begrenztheitswissen geführt hat, also zu
  • bloßem Anfragen,
  • schulterzuckender Resignation und
  • Zurückhaltung,
doch ist das zu klischeehaft, als daß ich es glauben mag. Andererseits würde die Ausbreitung des philosophischen geistigen Horizonts zwangsläufig zu wenigstens lokal ordentlicheren Lebensverhältnissen führen, welche die exemplarischen Bestürztheiten bedeutungsloser machten, was uns allerdings auch allen seit jeher bewußt ist, weshalb wir mit unseren Kindern auf Reisen in die Vergangenheit gehen.

Wie dem auch sei: Der philosophische geistige Horizont bildet die Voraussetzung für die im Zeitalter der Wunder anstehende gemeinschaftliche Entwicklung der Erfassungsweise, und wenn die Atrophie des Instinkts sonst auch erschreckt, ganz abgesehen von den erschreckenden Verirrungen des philosophischen Horizonts im Bereich des Woken und den Auswüchsen des LSD-Konsums, einzig die Scheu erschreckt hier nicht, besteht in jener grundlegenden platonisch dialektischen Funktion des philosophischen Horizonts doch der Ausweg aus diesem Schreckenstal.

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9. Oktober 2026

Natürliche und drogeninduzierte Dissoziation

Der Unterschied zwischen dem persönlichen und dem philosophischen geistigen Horizont läßt sich auch so ausdrücken, daß die Recharakterisierung der logischen Gegenstände vor Erreichen des philosophischen geistigen Horizonts in einem bloßen Austauschen besteht, welches größere Ordnung nicht durch sukzessive Verfeinerung zu erreichen trachtet, sondern durch die komplette Ersetzung eines Begriffssystems durch ein anderes.

Und derart zusammenhängende Begriffssysteme beinhalten alle möglichen impliziten Assoziationen, welche bei der analytischen Verfeinerung der Begriffe wenigstens partiell verlorengehen, und darin besteht die natürliche Dissoziation, der Grund, warum ein Professor verwirrt ist, also weil er sich dazu zwingt, die Regeln seiner Fachsprache einzuhalten.

Im Gegensatz dazu besteht die von LysergSäureDiethylamid induzierte Dissoziation, soweit ich das aufgrund von Philip Kindred Dick's Schilderung und dem Gebaren von Manson Family-Mitgliedern beurteilen kann, darin,
  1. das Bewußtsein in den Augenblick zu vertiefen und
  2. spontane Assoziationen zu ihm zu fördern,
derart dieselben die natürlichen impliziten Assoziationen ersetzen, welche der Instinktsicherheit des Handelns zugrundeliegen, so daß Acidgebrauch zu verblendetem oder gar traumatischem Verhalten führt, wenn die instinktive Hemmung verlorengeht oder Traumata nach einem schlechten Trip assoziiert werden, wobei dies bei bereits vorliegender Traumatisierung als Chance begriffen werden mag, jedoch auch im besten Falle in eingeschränkter Vertrauenswürdigkeit endet (im besten Falle marginaler, quantitative Aussagen kann ich selbstverständlich nicht machen, aber der hervortretende Typus läßt sich durchaus einordnen und erklären).

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1. Oktober 2026

Die Verführung der Unschuld

Unter der Verführung eines Menschen sei die Ersetzung des gehießenen Ziels seiner Glaubensweise durch ein anderes verstanden, also, wenn jemand an
  • die geistige Heimat als Kriterium glaubt, die Bewerbung einer geschuldeten Rolle als sein Ziel,
  • die göttliche Ordnung als solches, die Bewerbung einer geistigen Heimat als jenes, und
  • die geschuldete Rolle als solches, die Bewerbung einer göttlichen Ordnung als jenes.
Es lassen sich aber nicht alle Menschen verführen, sondern nur jene des körperlichen geistigen Horizonts, denn jene des
  • gläubigen geistigen Horizonts kennen ihre Gehießenheit und betrachten die Bewerbung eines anderen logischen Zusammenhangs als feindlichen Akt ihnen und Gott gegenüber,
  • persönlichen oder philosophischen Horizonts suchen die Bestätigung ihres Einsatzes nach dem Kriterium eines Unternehmens, und wenn sie dieselbe erfahren, spüren sie bereits, wie sehr sie ihrem Ziel dabei näher gekommen sind, was sie oftmals umkehren läßt, doch jene des
  • körperlichen geistigen Horizonts lassen sich von einem ihrem Kriterium genügenden Einsatz beeindrucken, ohne an ihr Ziel zu denken, und das erlaubt es, ihnen glaubhaft zu machen, daß jene, welche die Ekstasen organisieren, ihr gehießenes Ziel kennen.
Offensichtlich werden die Verführer sagen, daß sie im Namen Gottes handeln (wenn sie nicht gerade mit Atheisten sprechen) und das Gute bewerben, nur suchen sie in Wahrheit nur nützliche Idioten für ihre eigenen Zwecke, da sie nur ungern selber in Erscheinung treten, sind sie zum ersten doch schwach und werden zum zweiten nicht gern mit ihren Zwecken in Verbindung gebracht.

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9. August 2026

Granulare und ganzheitliche Seinsauffassung

Es mag verwundern, warum ich im vorletzten Beitrag nicht geschrieben habe:
  • uns gemäß durch einen Schwierigkeitszusammenhang erleichterten Haltungen uns in ihm bewegend fassen können.
Der Grund hierfür besteht darin, daß ich der ganzheitlichen Seinsauffassung anhange, welche darin besteht, eine Haltung für das ganze Sein anzunehmen, was auch Einfalt genannt wird.

Es ließen sich aber auch je nach Lage unterschiedliche Haltungen annehmen: When in Rome, do as the Romans do. oder But when the blast of war blows in our ears, Then imitate the action of the tiger: Stiffen the sinews, conjure up the blood, Disguise fair nature with hard-favoured rage: Then lend the eye a terrible aspect; Let it pry through the portage of the head, Like the brass cannon; let the brow o'erwhelm it As fearfully as doth a galled rock O'erhang and jutty his confounded base, Swill'd with the wild and wasteful ocean. Now set the teeth and stretch the nostril wide; Hold hard the breath and bend up every spirit To his full height.

Nun mag man einwenden, daß es sich bei diesen nicht unbedingt um gesonderte Haltungen handelt, sondern lediglich um Spezialfälle einer, aber das müssen wir hier nicht entscheiden, sie könnten gesonderte sein, das genügt, und wenn sich Haltungen widersprechen, müssen sie gesonderte sein.

Nach kurzer Reflexion wird man finden, daß es genau genommen nicht die Lage ist, nach welcher unterschiedliche Haltungen angenommen werden, sondern die Rolle, oder gleichbedeutend damit, die eigene Funktion, um welche naturgemäß eine Blase aus Parametern und möglichen Funktionswerten besteht, welche die Eventualitäten der Haltung bestimmt, und welche ich Funktionsblase nennen möchte - Rollenblase führte nur zu schlimmstenfalls tagelangen Spekulationen darüber, wie sich Seifenblasen wohl rollen ließen.

Diese Funktionsblasen also bilden das granulare Sein der granularen Seinsauffassung, und sie erklären, warum der Abgrund in den Einfaltslosen blickt, wenn der Einfaltslose in ihn blickt, nämlich weil der Abgrund jenseits der Funktionsblase liegt und sich die Funktion des Einfaltslosen ändert, wenn er sich mit Gegenständen außerhalb seiner Funktionsblase beschäftigt.

Ich denke, es ist besser, die der granularen Seinsauffassung Anhangenden einfaltslos zu nennen als etwa schizophren oder vielfältig.

Grundsätzlich schätzen wir Menschen nach ihrer Haltung ein, einschließlich, wenn auch zu einem geringeren Grade, uns selbst, und so kommt es bei Einfaltslosen zu Selbst- und Fremdbildtransformationen, worüber ich im vorigen Beitrag gescherzt habe: B und D sind einfältig, C ist es nicht und A trachtet, letzteres auszunutzen.

Das Sprichwort: Was ich selber denk' und tu', das trau' ich auch den andern zu.  macht sich allgemein über diese Transformationen lustig, also daß die bloße Verdächtigung des Andern ausreicht, den Einfaltslosen in das zu verwandeln, wessen er den Andern verdächtigt, indem sich seine Funktionsblase ändert - in Gedanken wird ihm stets ein: wenn noch nicht jetzt, so doch bald! hinzugefügt, was auch seine Reduktion auf Was ich selber mach' und tu', das trau' ich auch den andern zu. erklärt.

Betrachten wir exemplarisch zwei nahe verwandte, doch grundsätzlich verschiedene Selbst- und Fremdbildtransformationen infolge des Ukrainekriegs, nämlich
  1. Demokraten verteidigen die Demokratie,
  2. indem sie die russische Regierungsmafia bekämpfen.
Daß sich eine Mafia am besten mit Mafiamethoden bekämpfen läßt, ist eine vertretbare These, welche ein Einfältiger unterstützen mag, wiewohl sie den Einfaltslosen natürlich in einen Mafioso verwandelt, aber kein Einfältiger, welcher ein prinzipientreuer Demokrat ist, würde ein Volk jemals zwingen, seine Freiheit zu verteidigen, selbst wenn sie tatsächlich auf dem Spiel stünde. Er wird es vielmehr als gegeben ansehen, daß Freiheit Voraussetzungen besitzt und Opfer erfordert, und zu einem entsprechend vorsichtigen Vorgehen raten, siehe auch meinen nun schon 13 Jahre alten Beitrag zur Gesellschaftspsychologie der Marktwirtschaft. Mit anderen Worten können jene, welche es dennoch tun, entweder keine prinzipientreuen Demokraten gewesen sein, oder sie sind einfaltslos. In letzterem Falle wären sie vor kurzem noch Demokraten gewesen, aber jetzt sind sie es nicht mehr.

Die interessante Frage ist natürlich, wie hoch der Anteil der Einfaltslosen an der Bevölkerung ist, welche ich einstweilen nicht beantworten kann, da es gesellschaftlich akzeptiert wird, diesbezügliche Verdachtsmomente nicht auszuräumen, so daß sich viele aus Bequemlichkeit widersprüchlich verhalten. Das müßte sich zunächst ändern, uns müßte die Wichtigkeit der Einfalt bewußt werden und dann müßten wir unsere Politiker auf sie hin überprüfen.

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29. Juli 2026

Regressive und progressive Herbeiführungsweisen

Insofern die
  • Kursvollendung zu einer aufgedeckten Position,
  • Seinsherstellung zu einer verfassenden Ordnung und
  • Einfallsverwirklichung zu einer angewandten Funktion
führt, und also von der vorgefundenen fort, läßt sich die Annahme machen, daß letztere nicht hinreichend vorbereitet wurde, wobei
  • Gleichgültigkeit und Bedeutsamkeit die Begegenbarkeit einer Position mit einer Ordnung,
  • Verdruß und Eifer die Befriedigbarkeit einer Ordnung durch eine Funktion und
  • Ungunst und Gunst die Umsetzbarkeit eines Vorhabens in einer Position
beurteilen.

Die regressiven Herbeiführungsweisen bestehen dann darin, auf eine hinreichend vorbereitete Position, Ordnung oder Funktion zurückzugreifen, was Ersatzstolz im weiteren Sinne spendet, namentlich
  • die Willkür darin, einen bedeutsamen Kurs um seiner Stolz im engeren Sinne spendenden Bedeutsamkeit Willen zu vollenden, wie etwa wenn Kinder aus Langeweile Dinge zerbrechen,
  • die Unbeirrbarkeit darin, ein eifererlaubendes Sein um seines Genugtuung spendenden Eifers Willen herzustellen, wie etwa wenn Kinder sich weigern, etwas neues zu probieren, und beim Altbekannten bleiben, und
  • der Eskapismus darin, einen begünstigten Einfall um seiner Freude spendenden Begünstigung Willen zu verwirklichen, wie etwa wenn Kinder zu unsichtbaren Freunden sprechen oder Erwachsene zu einem Glas Rotwein und einer Schallplatte greifen,
wobei es natürlich auch zu Apathie statt Regression kommen kann, womit die vier Temperamente vollständig wären:
  • willkürliche Sanguiniker,
  • unbeirrte Choleriker,
  • eskapadische Melancholiker und
  • apathische Phlegmatiker.
Und die progressiven Herbeiführungsweisen beruhen darauf, ihren Sinn zu erkennen, namentlich
  • das Erwachsen darauf, daß die der Formbarkeit wehrende Gleichgültigkeit der Ordnung sich durch eine entstörte eifrige Funktion auflösen mag, etwa jener, wenn der Regen den Lehm aufweicht, gleich was man tut, das Feuer eifrig immer heißer zu schüren, bis der Backstein ihm widersteht,
  • das Suchen darauf, daß die der Erhabenheit wehrende Verdrießlichkeit der Funktion es durch eine sicherstellende günstige Position tun mag, etwa jene einen Speer zu werfen durch jene auf einem Hügel, und
  • das Klären darauf, daß die der Unerschöpflichkeit wehrende Ungunst der Position es durch eine begegnende bedeutsame Ordnung tun mag, etwa jene fortwährender Blutfehden durch jene eines Rechtssystems.
Die reflektierende (philosophische) Phase der Glaubensweisen führt also zu den existentiellen Bedingungen, nach welchen die Gesinnungen streben,
  • das Erwachsen zum Kurs des formenden Wissens, wobei es wie gesagt meist unwillkürlich erfolgt,
  • das Suchen zum Sein des erhabenen Maßstabs, und sei es in einer Folge von Schritten, bei welcher die Erleichterung in einer Position benutzt wird, um weitere erleichternde Voraussetzungen zu finden, wie es sich beispielsweise in der Mathematik und Physik beobachten läßt, und
  • das Klären zum Interesse der Funktion des unerschöpfenden Fazits, indem die Ordnung erkannt wird, nach welcher der Mensch sich selbst im Wege steht oder nicht.
Im übrigen ist
  • die Anwendung der Ordnung resonant, so daß das Versprechen einer bedeutsamen Ordnung infolge einer eifrigen Funktion davon abhängt, daß in der ausgelösten Position etwas neues anklingt (erwacht),
  • die Formulierung der Funktion determiniert, so daß das Versprechen einer eifrigen Funktion infolge einer günstigen Position nur von der passenden Einlösung der erwachten Ordnung abhängt, und
  • der Übergang zu einer Position inkrementell, derart das Versprechen einer günstigen Position infolge einer bedeutsamen Ordnung von der vorgesehenen Auslösung der eingelösten Funktion abhängt,
und hinsichtlich der Charaktere ergibt sich, daß
  • Erregte an progressive Kursvollendung oder die Formbarkeit glauben,
  • Fordernde an progressive Seinsherstellung oder die Erhabenheit und
  • Gestimmte an progressive Einfallsverwirklichung oder die Unerschöpflichkeit.
Die im vorigen Beitrag betrachtete oberflächliche Positionsbejahung stellt also in ihrer ostentativen Begünstigtheit für apathische und eskapadische Gestimmte eine schmerzvolle Mahnung dar, und für klärende oder aufbrechende eine erschreckende Leere und zugleich Grenze der als unerschöpflich angenommenen Menschlichkeit.

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16. Juli 2026

Die Herbeiführungsweisen während der gewerblichen Phasen des I Chings

Bei den gewerblichen Phasen des I Chings handelt es sich um die Zeilen des oberen Trigramms, namentlich um
  • die Schicksalslenkung (oberste Zeile),
  • die Umfeld- oder Wegessuche (5. Zeile) und
  • die Gesetzesausfüllung (4. Zeile).
Das Gesetz im Sinne des ethischen Sollzustands wurde in der obersten Zeile des unteren Trigramms, also in der 3., bestimmt, und der es anerkennende junge Mann versucht, sich ihm gemäß zu fassen, wobei er bereit ist, es mit diversen Haltungen zu probieren, was ihn anfällig für (beispielsweise der von Tucker Carlson projizierten) Daimonie macht. Wenn er den Maßstab des Gesetzes hingegen nicht aus den Augen verliert, wird er sich der Lösung des (Sich-)Fassungsproblems gemäß überlegen, welche Fundierung das gesetzgemäße Sein erfordert und in wiefern die erwogene Haltung ihm ent- oder widerspricht, wie ich es am Beispiel im vorigen Beitrag vorgeführt habe.

Hat er schließlich genügend viele passende Teilhaltungen gefunden, um das Gesetz in seiner gewerblichen Gesamthaltung das gesetzgemäße Sein geleitend zu substantiieren, so kann er das Fazit ziehen, inwiefern sein Umfeld sein Gewerbe begünstigt und gegebenenfalls ein günstigeres suchen, wozu er seine Einfälle verwirklicht und die von ihnen geschaffenen Umfelder bewertet, bis er ein ihm genehmes aufgespürt hat.

Und nachdem er also weiß, wie er sein Umfeld zu wählen hat, stellt er sich dem Problem, das beste aufzudecken, wozu er erforscht, wie Umfelder aufgedeckt werden können, bis er Kurse planen kann und ihre Einhaltung überprüfen und davon abhängig den ausstehenden einschlagen und somit sein Schicksal lenken.

Mit anderen Worten liefert
  • das Gesetz den Maßstab, welcher dem Gewerbe ein gewissenhaftes Los bescheidet,
  • das Gewerbe das Fazit, welches seinem Betreiber ein erfahrenes (und somit vorzügliches) Los bescheidet und
  • die Erfahrenheit die Fragen, deren sie beantwortendes Wissen ihm ein glaubenserfüllendes Los bescheidet,
und das ist die natürliche Hierachie:
  1. sei gewissenhaft, damit du
  2. erfahren werden kannst und dies seiend
  3. deinen Glauben in Erfüllung gehen sehen,
wobei Christus im besonderen darauf hingewiesen hat, daß man sich dabei nicht unbedingt einem Gewerbe widmen muß, sondern daß sich der gewerbliche Aspekt, wenn man es richtig anstellt, nebenbei ergibt, wobei man wiederum ehrlicherweise sagen sollte, daß dies
  1. ein Marschbefehl ist und
  2. für gewöhnlich als Kriegserklärung empfunden wird,
so daß die Gangbarkeit dieses Weges tatsächlich in Gottes Händen und in Gottes Händen alleine liegt, wobei Gott ihn freilich auf vielfältige Weise öffnen kann.

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1. Juni 2026

Bildungsschwierigkeiten

Zunächst einmal hängen das gestörte Bewußtsein der Achtung und die Bestürztheiten mit den Bildungs-, also
  • Erwachens-,
  • Planungs- und
  • Substantiierungsschwierigkeiten
zusammen:
  • Ärger ist umstandsbedingte Erwachenshinderung (beziehungsweise -umleitung),
  • Schrecken umstandsbedingte Planungshinderung und
  • Angst umstandsbedingte Substantiierungshinderung
und
  • Betretenheit mangelndes Erwachen,
  • Besessenheit mangelnde (Umgangs-)Planbarkeit und
  • Beklommenheit mangelnde Substantiierungsmöglichkeit,
wobei ersteres instinktiv ist und letztere reflektiv sind.

Die Änderung der Reihenfolge der gestörten Bewußtsein, Angst und Schrecken haben ihre Plätze vertauscht, stellt nicht wirklich einen Symmetriebruch dar, da die Reihenfolge bisher nur vage (bezüglich, aber wie?) begründet wurde.

Wenn uns Bildungsschwierigkeiten begegnen reagieren wir darauf oftmals mit der Aufgabe dessen, was wir gerade revidieren, namentlich mit
  • Rückzug in eine Zuflucht,
  • Zerstreuung der Gedanken oder
  • Regression des Verhaltens (zu einem daimonischen),
wobei es vom Charakter abhängt, was eine Zuflucht darstellt; der eine mag in die Kneipe zu Freunden fliehen, der andere in die Einsamkeit der Wüste.

Ich glaube, ich sagte es schon früher: Apollon und Dionysos sind keine natürlichen Götter des Zeitalters der Wacht, sondern kündigten das heraufziehende Zeitalter der Werke an, Apollon, weil intellektuelle Entwicklungen das Zeitalter der Wacht unterminieren, wie Platon in den Nomoi auch nicht müde wird zu betonen, wonach sich die Rolle der Mathematik darauf beschränken sollte, den Geist zu trainieren, und nicht in technische Neuerungen münden, und Dionysos, weil sein Kult nicht bloß der Zerstreuung der Gedanken in einer sich zunehmend von ihren daimonischen Wurzeln entfernenden Welt diente (und in Form des Karnevals auch immernoch dient), sondern darüberhinaus eine Bewährungsprobe darstellte, um die unter solchen Umständen entstehende neurotische Angst vor dem außerhalb der täglichen Routine Liegenden zu entkräften (wie sie heute vornehmlich von Führungskräften in ihrer Freizeit gesucht wird).

Natürlich stellen Gifte nicht wirklich eine Zuflucht dar, daß es anders empfunden wird, liegt daran, daß sie die Sorge unterdrücken, wobei die Sorge in Form der Einsicht in das Notwendige die beste Arznei gegen Ärger ist, weshalb man ja auch erst einmal bis Zehn zählen sollte, wenn einen etwas ärgert. (Es zeichnet sich hier vielleicht ab, wem es in der Wüste besonders gut gefällt: What [...] attracts you personally to the desert?)

Eine der wichtigsten, wenn nicht die wichtigste Regression überhaupt, stellt das Gebet in scheinbar aussichtsloser Lage dar, wovon ich schon heute morgen in anderem Gewande schrieb.

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20. Mai 2026

Die Nornenmasche

                 Gehießenheit
                  |
                  |
__________________|_____   ___________
 Establishment  Ehrgeiz \ /
                  |      Widersetzung
                  |     / \
                  L____/   \
                 Studium    \

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14. Mai 2026

Beachtung und Herbeiführung von Beziehungen

Es gibt zwei Möglichkeiten zu beziehen:
  1. Zu einem gegebenen Gegenstand a wird ein Bezug genannter Gegenstand b und das Verhältnis φ beachtet, in welchem b zu a steht.
  2. Zu vorgegebenem Begriff B und Verhältnis φ wird ein Bezugspunkt genannter Gegenstand a herbeigeführt, zu welchem b im Verhältnis φ steht, wobei b ein Inbegriff von B ist.
Wir nennen die beiden Gegenstände a und b dann auch (etwas ungenau) im Falle der
  • Beachtung Gegebenheit (oder Datum) und Bezug und
  • Herbeiführung Bezugspunkt und Vorgabe.
Stattfinden tut die Beziehung in den drei Zeiten und bezogen werden insbesondere in Revisionsverhältnissen zu einander stehende Bildungen auf einander, womit ich mich im Rest des Beitrags beschäftigen werde. Der größeren Übersicht halber verzichte ich dabei auf sprachliche Einkleidung.

Erfahrungsrevision

beachtend herbeiführend
Handlungs- Verwenden
strategie Nutzbarmachen
Anwenden
revidiert umgehen vorsetzen
revidierend aufgreifen studieren
passend
umsetzbar
Zielzeit
Anspruch*
Datizeit Gegenwart
bilden erwachen (des Interesses und Gedankens)
vorbereiten sicherstellen

Haltungsrevision

beachtend herbeiführend
Handlungs- Entdecken
strategie Erforschen
Aufdecken
revidiert angehen aussetzen
revidierend freilegen umgehen
passend
begegenbar
Zielzeit
Gegenwart
Datizeit Bedingung
bilden planen
vorbereiten bemerken (vormals erkunden)

Vorhabenrevision

beachtend herbeiführend
Handlungs- Einstellen
strategie Aktualisieren
(sich) Fassen
revidiert studieren
bewerten**
revidierend einsetzen angehen
passend
befriedigbar
Zielzeit
Bedingung
Datizeit Verantwortlichkeit***
bilden substantiieren
vorbereiten entstören

* vormals Ausstand; es handelt sich um einen Anspruch an sich selbst, nämlich die ausstehenden Aspekte eines Interesses, welche in ihrer Gedanken baumförmig verbindenden Struktur eine Methode bilden, in einen konkreten Gedankengang zu überführen.

** die Revisionsverhältnisse zwischen Vorhaben und Haltung waren bisher fehlerhaft; richtigerweise werden Vorhaben in Haltungen eingesetzt und Haltungen bewerten Vorhaben.

*** im Gegensatz zu den anderen beiden Zeiten muß man bei der punktförmigen zwischen Aussicht und Rückschau streng unterscheiden:
  • Bedingungen sind gültig und
  • Abhängigkeiten gegenwärtig, aber
  • für Ansprüche sind wir nicht verantwortlich. 
Gegen das Beachten von Beziehungen ist nie etwas zu sagen, und tatsächlich gehen wir stets so vor, selbst wenn wir Beziehungen herbeiführen, es handelt sich dabei lediglich um eine Frage der Perspektive, aber das ist ein technischer Punkt, welchen wir hier getrost übergehen können, wichtiger scheint mir, darauf hinzuweisen, daß die Herbeiführung von Beziehungen oftmals in vergebliches und geistloses Durchprobieren mündet und deshalb nur unternommen werden sollte, wenn es Hinweise auf (der Chiasmus ist didaktisch bedingt: es wäre falsch, mit dem schwierigsten Fall einzusteigen)
  • Bedingungen gibt, auf welche wir gefaßt sein müssen,
  • Gegenwarten gibt, welche wir aufdecken wollen, und
  • Ansprüche gibt, deren Methoden sich anwenden lassen.
Zum Beispiel verdankt sich dieser Beitrag einem Hinweis auf die Anwendbarkeit der Methode des Zurückführens auf den Unterschied des Übergehens von a zu b von jenem von b zu a nicht zur Unterscheidung des sich dabei umkehrenden Verhältnisses zwischen diesen, sondern zu jener der Übergänge selbst, an welcher unser Verstand ein ähnlich großes Interesse haben sollte und eine ähnlich etablierte Praxis. Zu welchen Verrenkungen der Wunsch, erlernte Methoden anzuwenden hingegen üblicherweise führt, läßt sich exemplarisch an der mathematischen Forschung beobachten, doch auch wenn die meisten dies nicht wie ich aus nächster Nähe gesehen haben oder jemals sehen werden, ist die Problematik dieses Vorgehens doch sprichwörtlich geworden: It is tempting, if the only tool you have is a hammer, to treat everything as if it were a nail. (Abraham Maslow) oder auch in der deutschen Redensart davon, sich die Hose mit der Kneifzange anzuziehen.

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2. Mai 2026

On the division of church and state

I've recently talked about the division of church and state in a more general sense, encompassing the divergence of long from short term interests, but since this issue is such a political football in the United States today, I'd like to set some things straight.

I appreciate Daniel Davis' YouTube channel, mostly because his guests respect him and he doesn't turn his interviews into a show either. However, his argument here is missing the point.



Whenever you fall back on an established view that isn't held anymore, you are missing an essential transformation. Now, the view here, that earthly authority is bestowed from above, is, in its original sense, an eternal truth, but that sense deviates from the moral imperative, that is, it is stoic and states that the true alone stands the test of time and hence a stable order can't be all wrong. The moral imperative, however, asks for compliance and is thus stabilising even an awful order.

That is the traditional Christian view though, not withstanding that Jesus might well have been stoic when he told Pilate: Thou couldest have no power at all against me, except it were given thee from above: therefore he that delivered me unto thee hath the greater sin.

According to the traditional Christian view, Attila is the scourge of God and the Vikings were a scourge of God. Self-flagellation is still going on in Iran, but nobody holds that traditional Christian view anymore, for otherwise somebody wouldn't take offense when confronted with the statement that Adolf Hitler was a scourge of God.

So, I don't believe that Daniel Davis is that somebody, but rather that he's lazy when invoking that view, that is, that he means something else, something weaker: not that it's wrong to ever impose one's morality on those in power, but that Christianity flourishes most readily when staying in its own sphere.

This little extra effort in stating the thesis pays off handsomely when asking the question why anybody would seek to abolish the division of church and state, for now it's not any longer about dogmatic heresy, a lacking trust in an eternal guidance that in earnest nobody considers as such, not even a practicing pacifist like an Amish, who trusts man's love of peace and not just any order, but about a collapse of the respective spheres, a change in their interplay that creates problems that ask for a structural change.

Having seen this kind of thing over and over, I've stated that those in power will always defend the way they govern by its historic achievements, repeating ad infinitum how its different parts all work together in perfect harmony, and, seeing this now in Daniel Davis' case, I'll add that they're wont to elect perspectives that don't even allow them to intellectually follow criticisms of it.

I prefer to be cautious when it comes to stating what other people think though maybe because of that I'm more qualified to do it than anybody else, so right now I'll leave it at that. However, generally speaking, and not about Daniel Davis in particular, let me point out that when the kingdom of heaven is supposed to be otherworldly, again, when Christ says: My kingdom is not of this world: if my kingdom were of this world, then would my servants fight, that I should not be delivered to the Jews: but now is my kingdom not from hence. he might very well mean that it hasn't been established just yet, but is still in its conceptual state from whence Christ rules, sticking to one's own sphere is the safest way to get there, for everything is morally clear there, whereas, when God's will be done on earth as in heaven, the results here on earth matter and we have to risk moral ambiguity at times.

Anyway, as for my personal sphere, I don't really have one and neither can I conceive of one. Mainly I'm aware of the degree of my understanding - and that of other people - and my entire life, and the life of all humanity as I see it, is to delve into the truth so as to walk in it.

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23. November 2025

"Maailma suurim lobamokk" or "Der Prinz mit den Eselsohren" of course in English!

I usually don't state my opinions, but showcase ways to look at things. Even in the previous, somewhat padded post I followed a common theme, namely the source of being disturbed by what somebody else says or does.

I basically never agree with the American spin on anything. Neuro-linguistic programming, for instance, is Plato's dialectic, and gaslighting is simply the purposeful mockery of somebody else's difficulty to comprehend, why somebody else is doing, what he's doing, like a kid who doesn't understand why other kids should find it amusing to fool him, and kids do that all the time and no one ever trained them in psychological warfare.

This difficulty, then, causes a feeling of disturbedness (ger. Verstörtheit), but it is not always intended. Plato, for instance, doesn't really think that a philosopher should be like a dog and only consider the opinions of his friends, independent of whether those do him any good, nor that homosexuals are superior, because all statesmen started as male prostitutes looking for a mentor. He's having fun. But if you take it seriously, it's quite disturbing.

And in the previous post I unveiled another source of disturbedness, namely that due to different focusses people believe in different approaches. I am however an absolutist when it comes to these things, that is to say: You would not feel disturbed, if something was not wrong. It is an insight, like 1+1=2. And that means in the case in question that one focus is mistaken (cf. Luke 14:8).

However, at times I have given an overview of where I think things are going. Right now though, they're still going according to plan. Since Marjorie Taylor Greene just resigned, I think it proper to explain why I trusted her, which I have done so far only cryptically and disturbingly.

It's really quite simple. People do what they want: If they're happy, they'll preserve things, if they're unhappy, they'll change them. And only an unhappy person would seek advice from a daimon, that is, only an unhappy person would rely on a fixed compulsion (I think that fairer than obsessive) in order to give his life direction, because just like gods are role models, daimons are less impressive behaviours.

Things can still go wrong though, if the compulsion becomes cynically engaged in. But I have observed for some time that Marjorie Taylor Greene has been asserting her conscience.

On this point: Trump is bribing and blackmailing at least as much as he is being bribed and blackmailed, and of course outsiders can't see where all of this is going. On the other hand: There is really just one thing that globalists don't like, and that are tariffs.

Now, Nick Fuentes, his is the bear daimon, same as the Nashville shooter's and Philip K. Dick's, in other words an artificial intellectual rigidity of an intellect that is by nature a little too fluent.

By the way, nothing of this has anything to do with Carpenter's Prince of Darkness, about which I was writing in the previous post, that film boils down to this:
i.e. the replacement of a Christ who died to bring God into the world by one who did so He'd stay out of it, i.e. one who taught how to believe, by one whose ass is taking the spanking for us.

But back to Nick, who'll spank you for a handful of dollars instead. He's got 50,000 viewers, most of them trolls like him, probably some masochists who like to be spanked too. With an audience like that, whom could he ever invite? Either a troll on his level or a masochist. In other words, he's built a pretty inescapable cage around him.

So he appeals to pity and the self-pity of those who feel trapped as well.

However, a dreamer must purge his dreams by logic and the bear daimon may not be good enough for that, actually, isn't. So...
  • one man's desire to be or have a faithful assistant isn't the key to the political structure of society,
  • there can be no form of inquisition, public avowing of belief or loyalty in a free society, people will just lie and do what they want anyway: Most of the 144,000 Sephardic Jews who had been forcibly converted to Catholicism during the Iberian Inquisition returned to Judaism once they had the chance, so they should know that it's pointless and not themselves pursue this course, but then again Jews do many strange things and it's generally a bad idea to take them as an example.
And then, what are you left with? What is Nick Fuentes' dream? Some soul searching is in order.

Tucker Carlson on the other hand is happy and tries to preserve things by being charitable. Life is good in the first half of Richard Donner's Superman. I agree, said I'd like to live in The Bad News Bears cleaning pools myself, which is basically the same thing - good, Give a Little Bit had not yet been released, but Crime of the Century, Crisis, What Crisis?, Indelibly Stamped and the self-titled Supertramp album had, although in '76 the latter would have been a little hard to come by.

Speaking of which, in his preserving way Tucker is almost as mind numbing on YouTube as on television, so I watched his interview with Cheryl Hines and in the back of my mind the thought grew that all of this sounds awfully familiar, until, around the 40 minutes mark, Tucker pointed out the importance of taking good care of a woman's feet for a happy marriage, no that was of course Christopher Walken in The Maiden Heist, Tucker just said that it's a thing, and in a burst of understanding my mind went:
There's such a shame about it!
I used to think that it would feel so good.
But who's to blame about it?
So many creeps in Hollywood.
I'm in this dumb motel
near the Taco Bell
without a chance in hell
I can't believe that I'm still around.
Ditto. 40 mintues! I must find some other way to waste my time, this one is killing my brain cells.

Well, it will all become clear, what the problem with re-establishing a society in which people are being treated as if they were essential is, even to Tucker Carlson, namely that people don't treat anything as if it were something it is not.

Another American take I disagree with: Cringe doesn't result from something being too close to home, but from weaving the pitiful into the absurd and that's plain bad taste where not judgment.

I'll not allow myself to write something like this for some time, so: Tucker Carlson is a Charles Grodin impersonator!

The co-ordinates of Genghis Khan's burial mound are 40°41'17'' N, 105°55'14.5'' E!

It will all come out eventually.

You see, even if you said all the things that you'd ever want to tell these entertainers in their one way personal addresses, it'd be hardly anything at all compared to the briefest non sequitur: Tucker is dense, Nick melodramatic and Genghis Khan's burial mound is located 90° east of Potentia and 180° of the Statue of Liberty (well, actually of the Jersey side of the Hudson River not too far from it).

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7. September 2025

Das Unheimlichkeitssyndrom

Der deutsche Begriff drückt im Gegensatz zum englischen creepy sehr genau aus, was den Kern der speziellen Angst, welche wir als Unheimlichkeit bezeichnen, ausmacht, nämlich fremde Umstände nicht einschätzen zu wissen. Genauer gesagt handelt es sich darum, hinter einer Entwicklung eine falsche Intention, einen falschen Zweck zu vermuten, also einen teleologischen Irrtum, welcher auftritt, wenn etwas nicht in die gewohnten Schemen paßt und wir zu abseitigen Erklärungen greifen, welche unsere Stimmung augenblicklich trüben, indem sie uns verunsichern, und Phantasien erzeugen, welche sich vor unsere Erwartung schieben, derart der Unerfahrene wohl gar meint, er würde sie erwarten, ungeachtet dessen, daß es sein (subjektiver) Glaube ist, welcher sich gegen die abseitigen Erklärungen, zu welchen er gegriffen hat, wehrt, indem er ihn verunsichert.

Das heißt, streng genommen reicht es bereits, seine Erwartung zu vergessen, um sich unheimlich zu fühlen, etwa an einem warmen Septembertag, an welchem man vergißt, daß der Herbst ansteht, aber bei den üblichen Formen der Unheimlichkeit liegt ein teleologischer Irrtum vor, etwa bei Geistern, dem Erlkönig oder auch bei artifiziellen Verhaltensweisen.

Aaron Lewis meinte, Marilyn Mason würde das Unheimliche meisterhaft bespielen, aber ich halte nicht viel von seinen Anspielungen, Rob Zombie geht den geraderen Weg, nämlich ungewöhnliche Intentionen hinter scheinbar gewöhnlichen Verhaltensweisen zu verstecken, nicht unähnlich zu Alice Cooper's Platzierung von albernen Motivationen hinter mehr oder weniger ungewöhnlichen Verhaltensweisen: in beiden Fällen hält die Inkongruenz dazu an, die gesellschaftlichen Normen zu reflektieren.

Die Art und Weise, wie sich Trump zurzeit verhält, legt in ihrer Sprunghaftigkeit den Boden zu weit verbreiteter Unheimlichkeit, und ihre zahlreichen (falschen) Interpretationen tun ihr übriges.

Ich hatte Nayib Bukele ja als eigenständigen Denker gelobt, doch nach dem, was er nun über die Bargeldschöpfung in den Vereinigten Staaten gesagt hat, möchte ich folgendes festhalten:
Nur so lange werden Banken Treasury Bonds kaufen, wie sie Investitionsmöglichkeiten sehen.
Freilich, das ist doppelt zu qualifizieren:
  1. Selbst wenn sie sich versehen, sind sie too big to fail.
  2. Bei ausländischen Investitionen liegt deren Sicherheit, das heißt die Entscheidung, sie nicht zu verstaatlichen oder anderweitig ihre Verläßlichkeit einzuschränken, in den Händen einer fremden Nation.
Und viel ist dazu gesagt worden, was sich mit der natürlichen Konzentration des Kapitals verbindet. Weit wichtiger aber ist:
Investitionsmöglichkeiten beruhen auf Effizienzsteigerungen der Produktion.
Die Effizienz der Produktion steigt monoton, und jedesmal, wenn sie steigt, verdienen die Banken daran, kann das Gleiche zu geringeren Lohnkosten produziert werden, wird es profitabler, die Produktion zu skalieren, also größere Stückzahlen zu produzieren, und kontrollieren also immer weniger Personen die menschliche Geschäftigkeit.

Deshalb sagt das I Ching im Hexagramm 17 die schließliche Neuordnung der Gesellschaft durch die Mächtigsten voraus. Dem entgegen steht indes das Bankenregime selbst, denn das Gebot der Effizienzsteigerung verhindert jeglichen Gestaltungsspielraum.

In diesem Zusammenhang macht die Offenbarung eine durchaus bemerkenswerte Vorhersage, nämlich daß es zu einem doppelten Fall vor der Neuordnung kommt, zunächst fällt die Hure, dann das Tier, und erst dann kommt der Messias.

Bemerkenswert ist die Vorhersage, da sich ja leicht ein anderer Verlauf vorstellen läßt: Warum sollten die Banken nicht die Produktionsmittel in die Hände einer politischen Organisation übertragen, welche mit ihnen verbündet ist und die Macht hat, das Bankenregime aufzuheben? Genau das hatte Lew Davidowitsch Bronstein bereits seinerzeit vorgeschlagen: die Sowjetunion in ein Niedriglohnland zu verwandeln und also effizienter zu produzieren und Investitionen anzulocken. Sein Aufenthalt in New York 1916 stellte jedenfalls die Finanzmittel für die Oktoberrevolution sicher, weiters möchte ich die Frage seiner möglichen Verbündetheit mit den amerikanischen Banken nicht berühren, da die Realität eh eine andere ist, also ob sich die Juden verschworen haben oder nicht, die mögliche Verschwörung scheitert an einem Hindernis, welches ich hier beschreibe.

Trotzkis Pläne scheiterten zunächst, wie er selbst beklagte, am Eigeninteresse der kommunistischen Partei der Sowjetunion, welche es in der Person Stalins besser vertreten sah, und dann an der Person Hitlers, welcher sie in den Zweiten Weltkrieg zwang.

Unter Clinton schlüpfte dann China in die Rolle des Niedriglohnlands, welches Investitionen anlockte, die Wirtschaft der Sowjetunion war dazu nie in der Lage, aus welchem Grund auch immer, ich vermute aber, nicht zuletzt, da die Russen kein Interesse daran hatten, für den Rest der Welt zu arbeiten.

Die Chinesen tun es nun de facto, doch warum? Folgende Gründe scheinen mir notwendig:
  1. Die Technologie ist effizienter geworden.
  2. China hat viermal so viele Einwohner wie die Sowjetunion hatte.
  3. Die Chinesen denken, daß sie nicht für den Rest der Welt arbeiten, sondern für sich selbst.
Mit anderen Worten ist das Gebot der Effizienzsteigerung, welches die Banken beherrscht, so zwingend, daß sie etwaige Verschwörungsabsichten des besseren Angebots halber aufgeben, oder jedenfalls doch gefährden mußten, da die Arbeiter dieser Welt ihnen nicht hinreichend motiviert bei denselben zu helfen bereit sind.

Jetzt mag jemand einwenden, daß die Ukrainer hinreichend motiviert scheinen, aber am Arbeitsplatz stellt sich die Ernüchterung leichter ein als an der Front.

Angenommen China wäre vertrauenswürdig, so müßte es nur die Führung übernehmen und schlüpfte unmittelbar im Anschluß an den Fall New York's in die messianische Rolle und ein Tier hätte nie geherrscht, aber Johannes hat dies bereits vor 1967 Jahren ausgeschlossen.

Natürlich wird jeder vernünftige Mensch sagen, es sei doch besser, sich zu verschwören, als in eine unkontrollierte Katastrophe hineinzulaufen, und der Einwand, daß eine solche Verschwörung jedoch scheitere, wenn sie zu Wenige einbezieht, mag gar nicht Anwendung finden, da wir es mit einer sehr breiten Verschwörung zu tun haben könnten, und nicht einer jüdischen, jedoch verkennt diese Betrachtungsweise meines Erachtens die Sachzwänge der Dynamik der Entwicklung, in welcher wir uns befinden, und wie sie potentiell Verschworene von ihrem Pfad abbringen, gleich von welcher Art die letzteren sind, so lange der Wandel des Zeitalters nicht als solcher verstanden wird.

Selbstverständlich gibt es ein solches Verständnis heute nicht, oder jedenfalls nur sehr eingeschränkt. Und die Sachzwänge werden dementsprechend auch nur eingeschränkt verstanden, und der Impuls ist, sich ihnen gegenüber zu verschwören, und durch diese Brille wird die Welt zunehmend betrachtet, werden Intentionalitäten angenommen und Fehler dabei begangen, und dies erzeugt bereits jetzt Unheimlichkeit, welche noch zunehmen wird, aber im Grunde überflüssig ist und verschwände, wenn das Bemühen, sich an der Offenbarung vorbei zu verschwören, zum Erliegen käme.

Leute! Das Orakel von Delphi hat wirklich Ereignisse vorhergesagt, welche trotzdem eingetreten sind! Und es waren Fallstudien, welchen den Leuten damals ein Beispiel gaben, was es heißt, sich tragisch zu verwickeln, derart sie verstünden, daß es tragische Verwicklungen gibt, vor welchen die Gesetze der Götter sie bewahren. Es wird höchste Zeit, das wieder zu verstehen, und die Schlingen abzustreifen, welche allenorts ausgelegt sind.

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5. August 2025

Voranschreiten und Zurücksetzen der drei Zykeln als Bildungsanpassungen

Zunächst ein paar Definitionen, welche die Bewegung in der netzförmigen Zeit betreffen.

Eine Annahme anzunehmen heiße Formierung, Konsequenzen aus ihr zu ziehen Probieren und eine Annahme durch eine andere angesichts der Konsequenzen der ersteren zu ersetzen Reformierung.

Das Voranschreiten in den materiellen, funktionalen und ideellen Zykeln ist ein Probieren und sie zurückzusetzen eine Reformierung.

Genauer gesagt schreiten wir im
  • materiellen Zykel voran, indem wir unter der Annahme, daß unsere Vorhaben es wert seien, uns an sie anzupassen, sie umsetzend die an sie angepaßten Erfahrungen probieren,
  • funktionalen, indem wir unter der Annahme, daß unsere Erfahrung es wert sei, uns an sie anzupassen, ihr begegnend die an sie angepaßte Haltung probieren und
  • ideellen, indem wir unter der Annahme, daß unsere Haltung es wert sei, uns an sie anzupassen, sie befriedigend die an sie angepaßten Vorhaben probieren,
und setzen den
  • materiellen zurück, indem wir angesichts einer probierten Erfahrung unsere Vorhaben die Begegnung unserer Vorliebe befriedigend reformieren,
  • funktionalen, indem wir angesichts einer probierten Haltung unsere Erfahrung die Befriedigung unseres (subjektiven) Glaubens umsetzend reformieren und
  • ideellen, indem wir angesichts eines probierten Vorhabens unsere Haltung der Umsetzung unseres Gewissens begegnend reformieren.
Damit durchschreiten also
  • Traditionen den materiellen Zykel,
  • Schwärme den funktionalen und
  • Arten den ideellen,
und zwar entweder frei oder von einem anderen Gefäß eingespannt abgesteckt, also indem
  • Traditionen Mannschaften organisieren, welche der Umsetzungserfahrung begegnen,
  • Schwärme Analysten erziehen, welche die Begegnungshaltung befriedigen, und
  • Arten Fächer gründen, welche die Befriedigungsvorhaben umsetzen.
Reformierungen in einem abgesteckten Zykel entspringen einem Freiheitsstreben, jene im freien
  • materiellen der strategischen Überholtheit der Vorhaben,
  • funktionalen der dynamischen Verödung der Erfahrung und
  • ideellen der harmonischen Verwaisung der Haltung.
Zur Befriedigung des Glaubens des Glaubenszykels eines Zeitalters gehört indes dreierlei, nämlich
  • die Markierung seines Glaubens in der dogmatischen Phase,
  • die Verfassung der Schwärme, in welche seine Art zerfällt, in der gemeinschaftlichen und
  • die Ausstattung der Traditionen, in welche seine Art zerfällt, in der persönlichen,
und alle diese Ordnungen müssen frei objektiviert werden,
  • Glaubensmarkierungen durch harmonische Vorhaben,
  • Schwarmverfassungen durch dynamisierende Haltungen und
  • Traditionsausstattungen durch strategische Erfahrungen.
Die letzten drei Reformationen der Geschichte des Abendlands ergeben sich nun wie folgt,
  1. die Ausstattung der Traditionen gemäß dem generativen Zykel des Zeitalters der Werke wird überholt und somit unverantwortlich,
  2. die Einspannung der vormalig freien Bürger in Mannschaften der zweckmäßig reformierten Tradition wird als unfreie Abhängigkeit empfunden und
  3. die Einspannung der vormals Gewissensfreien als Analysten der provisorisch reformierten Schwärme wird als unfreie Gesetzesverkennung empfunden.

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15. Dezember 2024

Führung durch wahrhaftiges Empfinden

Die anpassungsleitenden Gefühle der Sorge, Wertschätzung, Liebe und Stolz im weiteren Sinne, mögen Bewunderung wecken, was indes davon abhängt, ob die Erwartung der Menschen mit ihnen übereinstimmt, und folglich Aufschluß über das Wesen einer Zeit gibt, indem es die Erwartung sozusagen objektiviert.

Ich gerate immer an den Rand der Depression, wenn ich mir Filme aus den '70ern ansehe, gestern Superman, wiewohl ich weiß, daß, was mich deprimiert, durch hinreichende Analyse so aufgelöst werden kann, daß sich ihm unverzagt begegnen läßt, einzig, daß ich müde bin und mit zunehmendem Schaudern an die Schwierigkeit der Klärung denke, gestern also angesichts der still zu einem sprechenden Stimme gelebter Verbundenheit, welche das Leben verheißungsvoll erscheinen läßt, oder genauer gesagt ließ. Selbstverständlich sind gerade Superheldencomicverfilmungen Ausdruck gerade dieses ohrenbetäubenden Schweigens, indem sie alles Menschliche ausradieren, aber auf den '78er Superman trifft das nicht zu, er reiht sich nahtlos zwischen Close Encounters of the Third Kind und Star Trek: The Motion Picture ein, ja, für ein paar Sekunden ertönt sogar Give a Little Bit im Radio.

Ich habe diese Stimme ja noch gehört, doch meine Erwartung hat mir unmißverständlich zu verstehen gegeben, daß sich all diese Verheißungen in Luft auflösen werden, daß ich mich dem da Vorbeiziehenden nie verbunden fühlen werde, und gestern sagte sie mir, daß, was ich heute selber lebe, nur in größter Dunkelheit eines Andern Licht sein kann, und daß ich Angst vor solchen hätte.

Heute, da sich dies alles begrifflich gekIärt hat, erscheint es natürlicher und weniger beunruhigend, aber harsch bleibt es.

Das Prinzip hinter der Bewunderung ist, daß, wenn sich eine Bildung für jemanden als äußerst annehmenswert erwiesen hat, die ihr voraufgehende eigene Bildung der entsprechenden Art auch annehmenswert sein sollte, weil sie wahrscheinlicherweise jener verwandt ist, von welcher aus der Andere zur auf sie folgenden gelangte, siehe auch Ureigene und vorherrschende Aussichten.

Und somit führt wahrhaftiges Empfinden zu Glaubensschüben:
  • Liebe im weiteren Sinne inspiriert Wertschätzung und befeuert damit den Glauben an eine Anpassung, da sie vielversprechend erscheint,
  • Wertschätzung inspiriert Stolz im weiteren Sinne und befeuert damit den Glauben an eine Bildung, da sie korrekt erscheint, und
  • Stolz im weiteren Sinne inspiriert Liebe im weiteren Sinne und befeuert damit den Glauben an eine Aussicht, da sie anziehend erscheint.
Beim Glauben an eine Anpassung handelt es sich um die Glaubensmodi: Beim Glauben an die
  • Begegnung zum Zwecke der Ermessung um die Klärung, wobei es bei jener nicht nur darum geht, das Schlechte vom Guten zu scheiden, sondern auch darum, eventuell Besseres zu finden,
  • Ermessung zum Zwecke der Begegnung um die Verneinung und
  • Umsetzung um die Bejahung.
Unter Anwendung der Beziehungen zwischen den Anpassungen und den beurteilenden Untergefühlen und bei Verwendung der Teilmengenrelation (⊂) zur Anzeige der einer Anpassung entsprechenden Vorbereitung inspiriert

wahrhaftiger Liebe im weiteren Sinne Wertschätzung der Glaubensmodi, namentlich
  • verheißungsvolle Klärung, Begegnung zum Zwecke der Überzeugung (⊂ Ermessung), angesichts verbundener Begegnung, insbesondere im Rahmen des Voranschreiten des Glaubenszykels,
  • klare Verneinung, das heißt Ermessung zum Zwecke der Begegnung, angesichts im engeren Sinne geliebter Ermessung, insbesondere im Rahmen der Zurücksetzung des Glaubenszykels, und
  • verwandte Bejahung, das heißt Umsetzung, angesichts der Umsetzung von Frieden, insbesondere im Rahmen des ewigen Glaubens,
wahrhafte Wertschätzung Stolz im weiteren Sinne bei der Anpassung im Rummel, namentlich
  • bei ermutigter reflexiv freudiger Positionierung (⊂ Begegnung) angesichts verheißungsvoller Überzeugung (⊂ Ermessung),
  • nachahmende (tendentiell selbstgefällige) stolze im engeren Sinne Ermessung angesichts klarer Begegnung und
  • erwidernde genugtuende Umsetzung angesichts verwandter Umsetzung, insbesondere durch eigenen Einsatz im Mannschaftssport, wenn es läuft, also sich anzustrengen, wenn jemand zu wissen meint, wie er die Lage zu nehmen hat,
wahrhafter Stolz im weiteren Sinne Liebe im weiteren Sinne in Form der Überzeugtheit von einer Anpassung, namentlich
  • von der Initiative, das heißt der verbundenen Begegnung, angesichts reflexiv freudiger Positionierung (⊂ Begegnung), nach dem Motto: Ich will auch Glück haben können. oder Fortune favours the bold,
  • von der Besonnenheit, das heißt im engeren Sinne geliebter Ermessung, angesichts im engeren Sinne stolzer Ermessung und
  • vom Verdienst, das heißt der Umsetzung des (eigenen) Friedens, angesichts genugtuender Umsetzung.
Was unsere Zeit also auszeichnet, ist das Fehlen von Glauben, beziehungsweise eines Glaubens, welcher über die Bejahung der Rudimente hinausgeht: Weder mögen wir unsere Verhältnisse vollumfänglich bejahen, noch verbessern, noch entschieden mit ihnen brechen; unser Glaube ist paralysiert, teils durch innere Widersprüche, teils durch Betäubung.

Große Überzeugtheit sehen wir auch nur selten, und meistens bei Schwachköpfen. Am ehesten noch sehen wir Rummel, sowohl ermutigten, als auch nachahmenden und erwidernden, aber der ist naturgemäß kurzlebig, die von einer Ahnung geweckte Zuversicht.

Initiative, Besonnenheit und Verdienst müssen im Ansehen steigen, werden es aber nur in Ansicht der Folgen ihres Fehlens. Sind sie einmal vorhanden, kann die Zurücksetzung des Glaubenszykels gelingen.

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23. November 2024

Verzücktheit als Einfindungszwang

Unser soziales Interesse leitet unsere Einfindung in den Staat, aber bisweilen wird es sozusagen überschrieben, und zwar durch die Verzückung über eine Rolle, welche uns zur Einfindung angeboten wird, durch welche unserem Gewissen vorgegaukelt wird, seine Aufgabe, unsere gesellschaftliche Rolle mit unserem sozialen Interesse in Einklang zu bringen, mit ihr erfüllt zu haben.

Verzücktheit ist dabei eine durch beständiges Vorstellen erneuerte Entzücktheit. Ein Beispiel ist durch Angelique Pettyjohn gegeben, welcher irgendwann weisgemacht wurde, daß ihre Kühnheit sie zur Vorkämpferin für die freie Liebe prädestiniere, durch welche ein neues, goldenes Zeitalter anbräche, möglicherweise von Gene Roddenberry höchstpersönlich.

Die einzigen sozialen Interessen, welche dabei gegen die Verzückung immun sind, sind die dirigistischen: Kiebigkeit und Geltungssucht, weil sie der Liebe bewußt abgeschworen haben, und die Aufgeschlossenheit (des gläubigen geistigen Horizonts), weil sie den willkürlich gezogenen Horizont der Verzücktheit erkennt. Ich vermute stark, daß die im 2. Kapitel der Offenbarung erwähnte Jesabel diese Art der Verzücktheit predigte.

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24. Juni 2024

A blessed St. John's Day!

Quite like David Knight, I've recently been overwhelmed by the sheer madness of the self declared Christian right in America, but instead of saying anything, I resorted to speaking through pictures. Today, I'll respond to some of these mad propositions, but I'll do it in a light hearted way and not an infuriated one.

It appears that the religious thought of the American right is increasingly dominated by the idea that God haunts His enemies by daemons and that this presents an opening for moral rectification.

To wit, I'll keep it light hearted and not build a case, I'll stop the logical argument right here and start talking.

Joe Rogan said that some people don't have a moral compass and that only Jesus could save them, Julie Green said that God will fill His enemies with fear when we ask Him to, Alex Jones said that God and the devil are archetypes, but that they would have to come from somewhere. I suppose some people succumb to the lure of the devil, but others won't stand the company of daemons and run to Christ. But what are we talking about?

Julie Green talks about district attorneys and school boards. If you have a problem with those, kick them out, don't ask the Lord to make them run away. I don't exactly know whom Joe Rogan and Alex Jones are talking about.

In any case, the Old Testament describes specific situations in such a way that their essential aspects are relayed to help future generations deal with them. It is foolish to try to infer causality from an incomplete record like this. So a mother boiled her son and ate him. This is mentioned, because that is part of the challenge that a siege poses. Are we to infer that God transferred the boy's horror into the dreams of the Hittites, which made them abandon the siege? Should we boil our children, so that district attorneys and school board members have nightmares?

Exegesis isn't safer than following your own moral compass. So, let us talk about the more general question of the roots of human behaviour.

I say we are directed (Ger. gehießen) to follow our preference, the things that come natural to us, our (subjective) belief, the things that we know in our heart of hearts to be true, and our conscience, that is to provide the things we take for granted. Some are more extensively directed than others, but all are directed to some extend.

Secondly, we experiment with our behaviour by assuming arbitrary techniques and subsequently observe whither that gets us. Such techniques may be individual inventions or they may be following a school of thought or they may be certain inborn elementary stratagems.

A close analysis of ancient Greek literature reveals that they used the word δαίμων (daemon) to signify any internal, but superindividual source of specific human behaviour, whereas χαρακτήρ (character) signified the internal superindividual source of general human behaviour, i.e. tendencies.

Thus they called both the source of our directedness and the inborn elementary stratagems daemons and examples for both of this can be found in Plato's The Laws, whereas I, for entirely technical reasons, that is the want for a technical term, use daimon exclusively for the latter, but Socrates' daemon, for instance, is his directedness.

In any case, arbitrarily assumed behaviour may conflict with our directedness and it is our directedness that will cause us emotional turmoil of the horrific kind when our arbitrariness runs afoul of it.

Nota bene: Our moral compass is responsible for our anguish.

Corollary: People without a moral compass would feel no spiritual anguish.

So, Christ is only the rescue of people who already had a well developed moral compass, or maybe an average one, if fate pushed them into some dire decisions.

Most of the inborn stratagems are rather practical, by the way, but some are merely of a comforting nature and in particular those whom we'd consider as purely evil, such as torturing the defenceless for self-aggrandising.

But maybe Joe Rogan didn't mean it like that, maybe he was just expressing that Americans should cut back on their arbitrariness. The problem with that though is that it's a voluntary decision and can't be ordained. You could intentionally seduce people, lead them astray, until their moral compass revolts, but traditionally that is seen as the work of the devil, and really, what good comes from inflicting a wound merely to cause the body to mend it?

Well, under specific circumstances there may be benefits, but this is hardly the straight path to take.

Now, as to God, Anselm of Canterbury said, even the fool would recognise God, and Descartes said, even the fool would recognise a unicorn. Well, a unicorn is a horse with the tooth of the narwhal on its forehead and the imagination of the fool suffices to recreate the image from its parts. Out of which parts is God then constructed? Or could the fool imagine a unicorn, if there were no horses on earth and the next best thing would be a rhinoceros?

I think that Anselm of Canterbury is right in that the fool has an understanding of what is meant by God and since this translates into traits of people, in such a way that these
and these
document the awareness of God's presence just as much as these document the sly stratagems of a chameleon
- and even the fool agrees - then how could such distinctions be made, which eyes are soulful and which aren't, for instance, although that alone is insufficient, if there was no reality behind them to inform them? Well, I gave an answer to this question in the upper part of this post already, that what is behind them is a well developed directedness, but then... a directedness by what? I maintain that if you look at the upper two pictures, not only do you recognise directedness, but the understanding of the nature of the director as well.

Of course, there are more direct ways to become convinced of God's presence, but Anselm of Canterbury's argument is fine.

Well, one more thing, if you want to live in a society that develops, it is best to motivate the people to develop things themselves, better than to restrict research to the upper class as England did in the 19th century and hence lost ground on France and Germany, and in order to do so, you must make the people believe that they are making progress to ever higher heights, but if you tell the people that there are already secret technologies that they can't even imagine, all they want to do is to get those technologies handed to them and no help with developing new technologies they will be. So, this tale of ancient knowledge, back in Plato's day when he exhorted Egypt's ways, saying that they have been singing the same songs and dancing the same dances for 10000 years, and today is a recipe for stagnation and more immediately obedience and confiscation.

I could of course be this loquacious all of the time, but I'll treat it as a Sunday's break from my worries.

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6. Mai 2024

Ärgerliche Entwicklungen

Nicht jede Entwicklung verläuft, wie wir es uns wünschen, und Ärger als dasjenige Gefühl, welches Umgangsschwierigkeiten beurteilt, läßt sich a priori auf die Klassen problematischer Entwicklungen beziehen, und a posteriori zeigt sich, daß dies ein sehr natürlicher Bezug ist, da sich unsere Albträume um diese ärgerlichen Entwicklungen drehen, was den Schluß nahelegt, daß wir Albträume haben, damit wir Ärger aus dem Weg gehen können, oder, um es aus einem anderen Blickwinkel heraus zu betrachten, daß uns die Eindrücke des Ärgers mit in unsere Träume begleiten, um ihren Anliegen durch vorgestellte Fallstudien Gehör zu verschaffen.

Es gibt nur drei Klassen, und ihre Dialektik ist auch sehr einfach. Die erste Unterscheidung betrifft die Frage, ob uns etwas problematisches widerfährt, oder ob unser Vorhaben vereitelt werden. Was uns problematischerweise widerfährt, sind Entwicklungen welche gefahrlaufen, uns zu entmachten, uns zu fesseln, lähmen, verkrüppeln und so weiter, und das ist auch die erste Klasse unserer Albträume. Ärgerlich sind diese Entwicklungen, insofern sie uns zwingen, ihre Angriffe auf uns zu parieren.

Und die zweite und letzte Unterscheidung betrifft die Frage, ob unsere Bemühungen folgenlos bleiben, in welchem Fall sie verpuffen, oder ob sie in etwas anderes verkehrt werden.

Das Ärgerliche daran, wenn unsere Bemühungen verpuffen, ist, daß wir unsere Kraft verschwenden, und in den entsprechenden Albträumen entzieht sich uns etwas, oder wir werden blockiert, und so weiter, und das Ärgerliche daran, wenn unsere Bemühungen verkehrt werden, ist, daß wir es mit Entwicklungen zu tun haben, welche unsere Vorstellungen davon, was Frieden darstellt, nicht zu respektieren scheinen, welche man also gleichsam, oder auch tatsächlich, unbeholfen jongliert, und in den entsprechenden Albträumen werden wir von hämischen Kobolden geplagt und ähnliches.

Die Klassen des Ärgers und der Albträume, oder die ärgerlichen Entwicklungen, sind also
  • Entmachtungen,
  • Verpuffungen und
  • Verkehrungen,
und die durch sie definierten ursächlichen Prinzipien
  • Feindlichkeit, beziehungsweise
  • Entzogenheit oder
  • Fremdartigkeit.
Ein gewisser Zug der modernen Deutschen war mir immer schon suspekt, ich glaube ich erwähnte es auch schon, ich stand einmal im Winter vor verschlossener Tür und läutete heftig, weil ich unter Schneeballbeschuß kam, und nachdem mir schließlich geöffnet wurde und ich meine Lage geschildert hatte, hieß es, wer so heftig läute, dürfe sich nicht wundern, wenn er warten müsse, als ob es eine wichtige Lektion für's Leben wäre, in der Not mit guter Miene zum bösen Spiel zu sterben. Ich schlief meine ganze Kindheit gleich neben einer Hauptverkehrsstraße, aber wenn sich heute jemand mitten in der Nacht und völlig übermüdet in einem Wohviertel verirrt und 50km/h fährt, um dort noch vor der Morgendämmerung wieder herauszukommen, muß er sich bereits darum sorgen, seinen Führerschein wegen Ruhestörung zu verlieren. Diese Art der guten Sitten und Sorge um das Gemeinwohl ist, ich muß es so sagen, ganz und gar monströs, und es ist gar nicht schwer, sich bis ins Kleinste auszumalen, wie diese Monster an ihrer Monstrosität zu Grunde gehen werden, durchaus ähnlich den Dinosauriern, wenn ihnen denn Kleingetier, etwa Mäuse und Vögel, die Eier weggefressen hätten. Freilich, allzu Vieles erscheint mir fremdartig, sich das Gemeinsame bewußt zu machen, ist eine wichtige Pflicht, auch wenn es Frieden nur in der Einsamkeit gibt: Wie ich schon sagte, die nächtlichen Ängste sind kein guter Ratgeber, sie sind ein rücksichtsloser Einpeitscher, welchem man keine größere Weisheit zuschreiben sollte als die Gattung für das Individuum übrig hat.

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3. April 2024

Noch zwei Verlockungen: Ausfuchsung und Zusammenarbeitskanalisierung

Neben der im vorigen Beitrag behandelten gnostischen Verlockung der Gewissensstutzung zur Erlangung einer untadelbaren Haltung, scheinen mir noch zwei weitere Verlockungen zeitgenössische Relevanz zu besitzen.

Zum ersten die Verlockung, den Wettbewerb durch bessere Vorbereitung zu den eigenen Gunsten zu verzerren, welche eine wesentliche Triebfeder des Nationalsozialismusses war, also stets zu versuchen, die Nase vorn zu haben, um es leichter zu haben.

Und zum zweiten die Verlockung, mit Verheißungen und ihrer Erfüllung zu spielen, um Menschen dazu zu bringen, sich in einem kontrollierten Umfeld niederzulassen, um dort gerecht, bereit oder tapfer zusammenzuarbeiten und auf diese Weise Wissen, Zugang oder Macht zu schöpfen, beziehungsweise zu teilen oder zu verteidigen. Der ein vorgesetztes Gut also Veredelnde mag sich dabei schon bald fragen, was das für ein Wissen ist, welches er voranzubringen trachtet, oder was das für Menschen sind, welchen er Zugänge vermittelt, oder was für Anfechtungen der gemeinschaftlichen Macht er sich wohl stellen soll. Noch verhängnisvoller erscheint es mir aber, der Gier nach den kooperativen Früchten Anderer zu verfallen und dabei die eigene Gehießenheit zu vergessen, denn sie ersetzt die geschichtliche Anstrengung, deren Teil man ist, durch die eigenen Anstrengungen, zu deren Teilen man Andere macht, wie zum Beispiel an Max Planck Instituten, aber das M.I.T. habe ich auch im Verdacht,  die Gerechtigkeit der Studenten für seine eigenen Zwecke auszunutzen.

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Gnostizismus

Ich möchte mich in diesem Beitrag mit der allgemeinen gnostischen Tendenz beschäftigen, welche sich zu allen Zeiten beobachten läßt, und nicht mit ihrer von Epiphanios von Salamis im Panarion geschilderten Zuspitzung.

Die eigene Gehießenheit mag dazu führen, daß man unter der Welt leidet, weil einen die Flut des Gehießenen überwältigt, derart man Ruhe und Abgeschiedenheit sucht, um sich Luft zum Atmen zu verschaffen: Je feiner das eigene Gespür für das Heil ausgebildet ist, desto erschütternder ist das Leben, und so mancher hat darum die Einsamkeit der Wüste oder der Berge gesucht.

Das ist nicht die gnostische Tendenz. Die gnostische Tendenz entspringt vielmehr der Ungehießenheit, und nicht die Überwältigtheit durch die eigene Gehießenheit bewegt sie, sondern die Verlockung der moralischen Unbeflecktheit, also eine Haltung einzunehmen, in welcher einem nichts mehr vorgeworfen werden kann, weil man alle Streitigkeiten beigelegt hat, und allenfalls selbst andere für ihre Bemühungen rügt, Engeln über den Wirren des Lebens gleich, welche von Zeit zu Zeit hinabfahren, um einen Anstoßerregenden zu sich hinaufzuziehen.

Den Gnostiker heiligt nicht die Einsamkeit, sondern andere Gnostiker. Nicht sucht er einen Weg zu finden, die Menschen aus ihrer Verstricktheit zu führen, sondern er postuliert den Weg und ordnet ihm das ihm Entgegengesetzte unter. Und nicht seinen Einsatz opfert er, sondern seine möglichen Erfahrungen.

Das sollte zur Klärung reichen.

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26. März 2024

Heilsentzugserscheinungen

Ich möchte die Mahnung

Open the gates
and let opportunity
wash the pillars away.

Shut the gates
and let audacity
take their place.

noch einmal in einem anderen Licht betrachten.

Wir suchen das Heil, und bisweilen entzieht es sich uns in dem Sinne, daß wir es an einer anderen als der gewohnten Stelle suchen müssen, derart wir es an letzterer immer seltener und in immer verdünnterer Form finden. Wenn wir dem dann nicht nachkommen, so gibt es immernoch drei Weisen, mit dem Heilsentzug umzugehen, nämlich
  • ihn entweder verbissen zu verdrängen, oder
  • ihm selbstvergessen auszuweichen oder
  • dreist auf das Heil zu verzichten,
und diese drei Umgangsweisen bestimmen die heutige politische Landschaft:
  • Alex Jones und Donald Trump liefern Beispiele verbissener Verdrängung,
  • die akademische Landschaft und die Grünen Beispiele selbstvergessenen Ausweichens auf Nebenschauplätze und
  • Tucker Carlson und Elon Musk Beispiele dreisten Verzichts.
Letztere fällt aber nicht so ins Auge wie die ersteren beiden, was daran liegt, daß das Heil nicht zum bürgerlichen Bewußtsein der Vereinigten Staaten von Amerika gehört, sie in meiner Terminologie also keine Repräsentationskultur bilden. Doch nur weil das Reich Gottes die Vereinigten Staaten von Amerika nicht legitimiert und die von einer Erlebniskultur in den Mittelpunkt gerückte Freiheit seine Ahnung ausschließt, wird der heilige Geist nicht daran gehindert, den Bürgern einer Erlebniskultur einen Eindruck davon zu vermitteln, was sie konkret in dieser Welt verbessern können. Der Witz ist nur, daß dies stets spontan aus der Gelegenheit zu einer solchen Verbesserung heraus geschieht, und nicht aus dem Bemühen, der eigenen Verpflichtung zur Verwirklichung des Reiches Gottes nachzukommen, und wenn nun diese Gelegenheiten ausbleiben, findet der Verzicht faktisch statt, ohne daß er formal erklärt werden müßte. Was Tucker Carlson aber tut, und weshalb ich ihn hier mit Elon Musk zusammen aufführe, ist, daß er den Leuten Mut zuspricht, ihr Leben wie gehabt zu leben und sich keine Sorgen über den mangelnden Kompaß zu machen, und somit die Selbstbestimmung zugunsten der Zufriedenstellung unterminiert.

Dasselbe würde ich so von Elon Musk übrigens nicht sagen, denn er glaubt durchaus an die Selbstbestimmung, nur daß sie für ihn lediglich eine korrektive Rückkopplung darstellt, um Korruption vorzubeugen, und kein aktiv gewähltes Schicksal, an welches er nicht glaubt, wie seine Unternehmen ja auch nicht visionär sind, sondern lediglich der zeitgenössischen Industrieplanung gehorchen. Gelangten die Amerikaner aber dahin, sich von der Politik nicht mehr als eine effiziente Modernisierung zu versprechen, so wäre Elon Musk offensichtlich ihr Mann. Indes liegt hier nur in der Formulierung ein Dissenz zu Tucker Carlson vor, denn die korrektive Rückkopplung ist gerade die Zufriedenstellung der Vorliebe und des Gewissens, während der (subjektive) Glaube, welcher der Selbstbestimmung zugrundeliegt, stets aktiv sein Schicksal wählt, so daß es nichts weiter als geschickte Vermarktung ist, wenn die ungehinderte Mitteilung der eigenen (Un-)Zufriedenheit als gesellschaftliche Selbstbestimmung bezeichnet wird: Das ist sie nicht wirklich, sondern lediglich ein ausgleichendes, stabilisierendes Element.

Ich möchte nicht sagen, daß Elon Musk auch gar keinen (subjektiven) Glauben hat, dessen Objektivierung er vermissen könnte, doch sein (subjektiver) Glaube ist sehr profan. Bei Tucker Carlson liegen die Dinge anders: Er fühlt sich von den Heilsauguren betrogen, er ist tatsächlich ein sehr offener, beinahe weiblicher Mann in diesen Dingen, das heißt nicht mit Sturheit geschlagen und ein guter Zuhörer. Gleichzeitig ist er aber auch stolz und der Meinung, daß Amerika schon etwas besseres finden wird.

Ich traue dem Heilsverzicht wie gesagt nichts zu, aber das heißt nicht, daß er sich nicht als Haltung durchsetzt, vorausgesetzt, daß man den Menschen auch nicht allzu viel zutraut: Es ist sehr schwierig, das Heil an anderer Stelle zu suchen, wenn einen die Ideologie und die Organisation eines Zeitalters davon abhalten, und auf Nebenschauplätze auszuweichen rächt sich schließlich auf den Hauptschauplätzen. Verbissenheit läßt sich nur defensiv über längere Zeit aufrecht erhalten, offensiv - und die aktive Wahl des eigenen Schicksals ist offensiv - führt sie zu Verbohrtheit, doch Verbissenheit vermag immerhin, Restbestände einstweilen gegenwärtig zu erhalten. Und was Donald Trump betrifft: Bisweilen scheint er vernünftig genug, sich auf das Machbare zu beschränken, bisweilen scheint er davorzustehen, sich zu überheben, aber natürlich kann er nur tun, was er gelassen wird, und das ist anscheinend wenig. Was er aber in jedem Fall einstweilen gegenwärtig erhält, ist die amerikanische Normalität vor ihrer neojakobinischen Verrückung.

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