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25. Juli 2015

Tonintervalle und Befinden

Nach den beiden speziellen Betrachtungen in Mi-la-do-mi re-mi-sol-do re-mi la-sol und Try it out versus Hayling möchte ich nun endlich die von den Tonintervallen evozierten Gefühle allgemein betrachten.

Die so evozierten Gefühle fallen in drei Klassen, die aktiven, die passiven und die rezessiven, und zwar wie folgt.

Intervall aufwärts.

Aktiv:
  • Sekunde - Schwermütig
  • Terz - Beschwingt
Passiv:
  • Quarte - Schüchtern (Untertroffen, Kraft bleibt hinter dem Maß zurück)
  • Quinte - Getroffen
  • Sexte - Verzaubert (Übertroffen, Kraft geht über das Maß hinaus)

Intervall abwärts.

Rezessiv:
  • Sekunde - Schwärmerisch
  • Terz - Gelöst

Es handelt sich bei diesen Gefühlen um Kommentierungen des eigenen Befindens, nämlich ob man einer Aufgabe gewachsen ist (aktiv beschwingt, rezessiv gelöst) oder nicht (aktiv schwermütig, rezessiv schwärmerisch), sowie des eigenen Entbrennens für die Aufgabe (passiv schüchtern, getroffen oder verzaubert).

In der Systematik der Gefühle gehört dieses Befinden zu den Ausdrücken der Sorge, genauer gesagt zu den Stimmungen, aber es handelt sich bei ihm um Stimmungen der abstraktesten Art, vergleichbar zu Gefallen, Mißfallen, Vermissen, Scheuen, Zuversicht, Sorge und Verpflichtung, wobei Zuversicht als Spezialfall der Beschwingtheit betrachtet werden kann und Sorge als Spezialfall der Schwermut, siehe Die Stimmungen des Waltens der Sorge und Seelische Schmerzen und Wege ihrer Auflösung zur die Ergebenheit betreffenden Korrektur.

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