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„Daß du nicht weißt, was dir frommt, des faß ich jetzt deines als Pfand!“
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1. Mai 2018

Die unterschiedlichen Erscheinungsweisen einer Sache in den Formen der Zeit

Ich beziehe mich wiederum auf die Zeitbegriffe der drei Seelenteile.

Der Zeitbegriff der Sorge: die sich verästelnde begriffliche Erfassung.

Dasjenige, was sich bei sich weiter verästelnder begrifflicher Erfassung ändert, ist der Fall des betrachteten Begriffs.

Der Zeitbegriff der Achtung: das linear vergehende Leben.

Dasjenige, was sich beim linearen Vergehen des Lebens ändert, ist der Zustand des betrachteten Gebildes.

Der Zeitbegriff der Lust: die punktförmig pulsierende Formung.

Dasjenige, was sich beim punktförmigen Pulsieren der Formung ändert, sind die Chancen der betrachteten Anstrengung*.

Die unterschiedlichen Erscheinungsweisen
  • eines Begriffs sind seine Fälle,
  • eines Gebildes sind seine Zustände und
  • einer Anstrengung sind ihre Chancen,
und Begriff, Gebilde und Anstrengung sind die drei zeitlichen Gegenstände.

* Jede Formung entspringt einer Anstrengung und jede Anstrengung mündet in eine Formung, und die Lust formt unser Bewußtsein unablässig. Allerdings ist es durchaus so, daß dabei Formungen andere Formungen vorbereiten, und deshalb können wir davon sprechen, daß die Chancen einer bestimmten Anstrengung auf der Grundlage einer vorbereitenden Formung eher gut oder eher schlecht sind, also beispielsweise einen Salto nach vorangegangener Konzentration korrekt auszuführen.

Post Scriptum vom selben Tag. Ein paar Worte zum Abgleich mit dem eingangs referenzierten Beitrag.

Die Frage hier ist nicht, wodurch die Zeit jeweils voranschreitet, sondern wessen Änderung wir in der Zeit jeweils verfolgen, das heißt, wem mit dem Vergehen der Zeit jeweils unterschiedliche Eindrücke zugewiesen werden oder, logisch äquivalent dazu, was die vorhandenen natürlichen Funktionen der Zeit in die Menge der Eindrücke sind.

Im Rahmen der begrifflichen Auffassung werden einem untersuchten Begriff seine nach einander betrachteten Entsprechungen als dessen Fälle zugewiesen. Der Witz ist, daß dies automatisch geschieht.

Im Rahmen des Durchlebens werden inneren und äußeren Gebilden ihre nach einander betrachteten Erfassungen als deren Zustände zugewiesen, und zwar wiederum automatisch. Es ist dabei möglich, sich selbst als ein inneres Gebilde, das heißt als eine von den eigenen Entscheidungen betroffene Datenstruktur, zu betrachten, in welchem Fall die jeweils gefällte Entscheidung in den eigenen Zustand mit eingeht, und zwar als das, wofür wir gerade verantwortlich sind. Es ist aber nicht so, daß das jeweils zu Entscheidende aufgrund dieser Stellung automatisch an anderes zu Entscheidendes gereiht wird. Vielmehr wird das zu Entscheidende, sofern es nicht anderweitig, sich selbst reflektierend aufgefangen wird, umgehend wieder vergessen. Mit anderen Worten sind die inneren und äußeren Gebilde Orientierungshilfen auf dem Weg zu einer gesegneten Zukunft und genauso sekundär wie Orientierungshilfen auf einer Wanderung.

Auch die anderen beiden zeitlichen Objekte sind Orientierungshilfen, die Begriffe und die Anstrengungen, zugleich aber die jeweiligen primären Motoren der Zeit.

Schließlich werden im Rahmen der sinnesmäßigen Durchdringung unseres Körpers Anstrengungen nach Intensität und Ausmaß von einander unterschieden, also als unterschiedliche Anstrengungen erkannt, welche gerade nicht auf einander bezogen werden. Aber jeder so unterschiedenen Anstrengung werden ihre Chancen aus der gerade waltenden Anstrengung heraus automatisch zugewiesen. Deshalb ist die Form dieser Zeit punktförmig, weil alle Anstrengungen potentiell in jedem Augenblick vorhanden sind, also jeder Augenblick in diesem Sinne jedem anderen gleicht, und es keine Beziehungen gibt, welche die Menge der Augenblicke ordnen würde. Zwar unterscheiden sich die Chancen der potentiellen Anstrengungen der waltenden Anstrengung nach, aber zu einer Anordnung der Augenblicke taugt dies nicht, wiewohl es wohl kurze Zeitabschnitte bei einsetzender Müdigkeit gibt, deren Anordnung sich am Chancenverlauf jeder beliebigen potentiellen Anstrengung ablesen läßt.

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6. Dezember 2019

Verbundenheit in punktförmiger Zeit

Nach den vorigen beiden Beiträgen sei nun also auch die punktförmige Zeit betrachtet. Die lineare Zeit besteht in der Anschauung, die netzförmige in der Reflexion und die punktförmige in der Anstrengung. Die Verbundenheitsanker der Anstrengung sind:
  • Kondition: Erweckung,
  • Qualität: Stärke,
  • Evolution: Aufdeckung.
Neben der Erwartung sind die folgenden Gefühle der Lust bekannt:
  • Begehren,
  • Aufbegehren,
  • Schwindel,
  • Desorientierung,
  • Verwirrung,
  • Schmerzen,
  • Hunger,
  • Durst,
  • Gereiztheit,
  • Nervösität,
  • Dumpfheit,
  • Müdigkeit,
  • Übelkeit.
Es wäre unsinnig, diese alle im einzelnen durchzugehen, und ihre Kategorisierung im Beitrag Gefühle ist unfertig und sei also wie folgt verbessert:
  • Begehren,
  • Aufbegehren,
  • Leid: Schwindel, Desorientierung, Verwirrung, Schmerzen,
  • Erschöpfung: Hunger, Durst, Gereiztheit, Nervösität, Dumpfheit, Müdigkeit,
  • Übelkeit.
Qualitative Verbundenheit

Die einzige qualitative Verbundenheit der Anstrengung ist die qualitative Aufdeckungsverbundenheit, welche sich im Gefühl der Erwartung zeigt, welches die Anstrengung begleitet, und welches sich daraufhin verfolgen läßt, was die Aufdeckung zeitigen wird.

Ich habe dieses Phänomen im Beitrag Von den vollständigen Wahrnehmungen ausführlich besprochen, bin zuletzt aber dazu übergegangen, die genauen Verhältnisse beim Übergang der Einlösung zur Auslösung zu ignorieren. An dieser Stelle sei aber bemerkt, daß die Anschauung der (Handlungs-)Absicht immer von einem Gefühl der Erwartung begleitet wird, und daß sich diese Anschauung zur Klärung des Begriffs des Erwarteten auch wieder verfolgen läßt. Also wie schon zuvor gesagt: die tatsächliche Abfolge der Besinnungen ist weit verwickelter als Verfolgung, Einlösung, Auslösung. Und dennoch besitzt diese Reduktion grundsätzliche ordnende Bedeutung.

Konditionale Verbundenheit

Konditionale Erweckungsverbundenheit zeigt sich im Gefühl des Leides, welches die Anstrengung begleitet, und welches wir daraufhin verfolgen müssen, was sich der Erweckung verweigert, um durch Rückzug auf das Gesunde zur Gesundung des sich Verweigernden zurückzufinden, bedenke aber auch die nachfolgende Diskussion des Aufbegehrens.

Konditionale Stärkeverbundenheit zeigt sich im Gefühl der Erschöpfung, welche die Anstrengung begleitet, und welches wir daraufhin verfolgen müssen, was uns zu unserer Stärke fehlt, um uns durch dessen Gewinn zu stärken.

Konditionale Aufdeckungsverbundenheit zeigt sich im Gefühl der Übelkeit, welches die Anstrengung begleitet, und welches wir daraufhin verfolgen müssen, wessen Erweckung die Aufdeckung beeinträchtigte, um durch dessen Vermeidung die Aufdeckung zur erwarteten Ordnung zurückzuführen.

Daß es sich tatsächlich so mit der Übelkeit verhält, folgt daraus, daß Betrunkenheit durch reine Konzentration vermieden werden kann, also daß sie keine Frage der Gewöhnung, sondern des sich Bewußtseins und -bleibens der punktförmigen Zeit ist.

Evolutive Verbundenheit

Die einzige evolutive Verbundenheit der Anstrengung ist die evolutive Erweckungsverbundenheit, welche sich im Gefühl des Begehrens zeigt, welches unsere Anstrengung begleitet, und welches wir daraufhin verfolgen müssen, wessen Aufdeckung wir begehren, um durch dessen Aufdeckung zur zeitlichen Entfaltung der Erweckung vorzustoßen, oder mit Jürgen Prochnow:
A person needs new experiences. They jar something, deep inside.
Und was schließlich das Aufbegehren angeht, so handelt es sich bei ihm um gleichzeitige konditionale und evolutive Erweckungsverbundenheit, wo die zeitliche Entfaltung einer Erweckung das sich Verweigern einer anderen Erweckung wettzumachen hilft.

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11. Juli 2013

Freiheit, Unfreiheit und der Zykel der Lust

Das Freiheitsspektrum stellt sich uns in etwa so dar.
  • Ausgeliefertheit
  • Nachlässigkeit
  • Auf sich gestellt Sein
  • Eingebundenheit
  • Ausübung
Ich hätte es auch Machtspektrum nennen können, aber wie wir gleich sehen werden, gibt es einen Grund für die gewählte Bezeichnung.

Da der Zykel der Lust ja die Phasen jeder Anstrengung beschreiben sollte, stellt sich die Frage, welcher Zusammenhang zwischen den Graden der Freiheit und ihm besteht. Dies verhält sich nun wie folgt.

Hoffnung: Auf sich gestellt Sein
Vertrauen: Eingebundenheit
Genuß: Ausübung
Sexualität: Nachlässigkeit
Schmerz: Ausgeliefertheit

Man vergleiche auch die Beiträge Der Lebenszyklus des Betens und die Beiträge zu den geheiligten Formen der Lust bis hin zur Gelöstheit.

Wie man sieht, spielt das Gewahrsein hier keine Rolle, aber wie das Ziel manches religiösen Lebens darin besteht, in die Phase des Gewahrseins einzutreten und in ihr zu bleiben, so ist es das Ziel einiger, dafür zu sorgen, daß andere (möglichst) direkt von der Hoffnung in die Sexualität übergehen, um die Entfaltung ihrer Freiheit zu verhindern.

Die Vertrauensbildung ist die Phase einer Anstrengung, welche im eigentlichen Sinne Anstrengung ist, der Aufstieg auf den Berg, die Zurüstung auf die Aufgabe, die Mobilisierung der vorhandenen Kräfte. Fällt sie aus, so verflacht die ganze Anstrengung. Und das Bewußtsein dieses Sachverhalts nimmt im Unerfahrenen, welcher ja als Hoffender das Licht der Welt erblickt, die Form des Freiheitsspektrums an, als welches ihn motiviert, den nächsten Schritt im Zykel der Lust zu tun und in die Phase des Vertrauens einzutreten.

Daß die Frühsexualisierung darauf zielt, die Bildung von Persönlichkeiten zu verhindern, hatte ich schon vor längerem behandelt, hier fällt es nun aber als ein Resultat einer Theorie der Anstrengung ab. Wen weitere Aspekte der Angelegenheit interessieren, der sei an dieser Stelle auf den Beitrag Sexiness and sexual liberation verwiesen.

Es ist diesbezüglich übrigens der Gipfel der Frechheit, daß Jungen, welche aus dem nämlichen Grunde Mädchen meiden, nahegelegt wird, daß sie schwul seien. Freilich, wenn es nicht übertrieben wird, mag dieses Vorgehen eine Klassengesellschaft stabilisieren, indem die Unterschicht ihres Potentials beraubt wird, aber wenn es zum allgemeinen Glaubenssatz aufsteigt, unter welchem der eine oder andere verbliebene freiheitsliebende Junge am liebsten persönlich in eine Schwulenbar geleitet würde, zu was führt es dann?

Dieser Art sind die Spannungen unserer Zeit und die Maneuver, welche sich auf sie beziehen.

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14. Mai 2013

Zykeln im Inneren und Äußeren

Meine jüngste detaillierte Betrachtung des Zykels der Lust anhand der Popmusik der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts hat etwas in mir in Bewegung gesetzt, nämlich ein leicht mitleidendes Verständnis der menschlichen Konditionierung darauf, sich zu verlieben, der Unschuld Träume, des Draufergängertums Avancen, der Einsicht Forderungen, der Nähe Verführung, der Leidenschaft Fesseln.

Aber wem begegnet dort sein eigen Wesen?

Eben der einfachsten Bewußtseinsform, dem Streben auf ein Ziel zu, der Anstrengung der vorhandenen Kräfte.

Und wie verhält es sich mit den Phasen des funktionalen Zykels, der Verwaltung, der Selbstdarstellung, des parasitärer Befalls und des chaotischen Kollaps'? Widerfahren die lediglich Gesellschaften oder auch einem Bewußtsein?

Interessanterweise auch letzterem, und zwar dem tierischen, Alternativen wählenden Bewußtsein, zwar nicht mit diesen Namen, aber man erkennt die Übereinstimmung doch: zunächst wird ein Handlungsplan entworfen, dann umgesetzt, darauf folgt die Reaktion des Anderen und durch sie verlieren sich die gemachten Handlungsvoraussetzungen im Chaos.

Hier ist es die Konstruktion, welche an der Stelle der Anstrengung kollabiert, und nennen wir das organische Bewußtsein auch ein anstrengendes und das tierische ein konstruierendes.

Die Phasen des idellen Zykels schließlich sind durch die Ebenen gegeben, auf welchen sich ein Glaube konkretisiert, zunächst wird er begrifflich erfaßt, dann überträgt er sich in Lebensregeln und begründet dadurch eine Haltung und schließlich wendet er sich konkreten weltlichen Aufgaben zu.

Dies ist nun genau dieselbe Unterscheidung wie bei den Gesinnungen, also ob einer philosophisch, heroisch oder materiell gesonnen ist, beziehungsweise melancholisch, cholerisch oder sanguinisch ist. Der Gegenstand selbst fällt aber nicht mit der Gesinnung in eins, denn derjenige, welcher von den eigenen Voraussetzungen hinabsteigt gleicht nie dem, welcher von den Voraussetzungen anderer hinabsteigt, letztere sind selbstverständlich und wurden nie hinterfragt, erstere hingegen bleiben immer problematisch.

Wenn also ein Philosoph irgendwann damit beschäftigt ist, sich seine selbsterarbeitete Disziplin anzueignen, so bleibt er doch ein Philosoph, ebenso wie ein Held, welcher seiner selbstangeeigneten Disziplin gemäß zur Tat schreitet, ein Held bleibt. Entscheidend ist hier der Grad der jeweils empfundenen Selbstformungsnotwendigkeit, und nur dann wird beispielsweise aus einem Philosophen ein Held, wenn äußere Ereignisse diese Formungsnotwendigkeit umstürzen. Sanguiniker aber werden beide aufgrund ihres dynamischen Selbstbildes, als welches angeboren ist, nie und umgekehrt verhält es sich genauso, statisch bleibt statisch.

Daß diese Phasen einem Bewußtsein begegnen, nämlich dem menschlichen, ist dabei trivial. Von einem Kollaps kann man hier aber nicht sprechen, es handelt sich um eine Erstarrung, und entsprechend den vorigen Bezeichnungen sollten wir das menschliche Bewußtsein auch das anpassende nennen, Tiere und Pflanzen werden angepaßt, Menschen passen an.

Nun stellt sich allerdings die Frage, welchen Zusammenhang es zwischen inneren und äußeren Zykeln gibt. Im Falle der Lust fallen sie ja noch mehr oder weniger in eins, die Anstrengung der Kräfte bringt die einzelnen Vertreter hervor, aber schon beim funktionalen Zykel muß man es sehr einschränken, Gemeinwesen wurzeln zwar in den Konstruktionen Einzelner, aber sie überleben ihre Erzeuger für gewöhnlich bei weitem. Und für den ideellen Zykel gilt das noch in weit höherem Maße. Hier kann man noch nicht einmal fassen, daß tatsächlich ein Einzelner für eine Anpassung, welche sich im Rahmen von Jahrtausenden vollzieht, verantwortlich ist, wiewohl man es durchaus glauben kann.

An dieser Stelle muß ich kurz etwas klarmachen, weil es hier naheliegt, etwas falsch zu verstehen. Auch eine Welt aus lauter Sanguinikern kann durch ideelle Zykeln laufen, sofern es Sanguiniker vom gläubigen geistigen Horizont gibt, nur daß die Motivation für den jeweils neu gefundenen Glauben rein materiell wäre. Da kann man freilich Einspruch erheben und fragen, was das denn bittesehr für unterschiedliche Glauben sein sollen, wenn der eigentliche Glaube bei allen unumstößlich der Materialismus ist.

Nun, zum einen gibt es selbstverständlich auch unterschiedliche Ausprägungen des Materialismusses, entsprechend den unterschiedlichen Möglichkeiten zur Anstrengung, und zum anderen läßt sich selbst noch der Glaube desjenigen, welcher überhaupt kein Interesse an seiner Gestimmtheit hat, dadurch formen, daß man ihn an diese oder jene unbewiesenen und möglicherweise unwahren Behauptungen glauben läßt, glauben hier in seiner profanen, verflachten Bedeutung.

Diese Glauben sind also unedler, aber das sind die Glauben der Erwartenden auch, denn ihnen geht es letztlich nur um Gruppenerlebnisse und nicht um die Anpassung an ein als heilig empfundenes Seinsideal, wodurch der Mensch erst an das von ihm erfaßte Ganze anschließt.

Aber zurück zur Frage nach dem Zusammenhang von inneren und äußeren Zykeln. Was der Mensch zuinnerst ist, begegnet ihm auch äußerlich, und je umfassender es innerlich ist, desto umfassender ist es auch äußerlich.

Das ist in gewisser Weise nicht sonderlich verwunderlich, der Übergang von Gedanken zu Taten ist ein Isomorphismus, wenn ein Gedanke den anderen enthält, dann muß auch die ihm entsprechende Tat die dem anderen entsprechende enthalten. Aber da bleibt ein Rest von Ahnung: was wir im Keim sind, begegnet uns erwachsen, doch dieses Gewaltige, es fließt so zu uns zurück, und beides wird so zu einem Teil eines Ganzen.

Darin liegt unsere Freiheit, wir sind dieser Welt nicht ausgeliefert, sondern sie fließt aus uns und durch uns zurück. Unser Zeugnis wiegt ebenso viel wie alle Sonnen des Weltalls in der Architektur des Ganzen. Es liegt wirklich nur an uns, ob wir unserem Zeugnis Bedeutung verleihen, indem wir es in Beziehung zu unserem Glauben, unseren direkten oder indirekten Seinsidealen setzen, oder nicht, wobei das Charakteristikum eines direkten Seinsideals darin besteht, daß wir es unserem höchsten Bewußtseinsteil, also unserer Vernunft, überlassen zu wählen, ja, zu wählen. Die Lust ist der einzige weltliche Agens und so betrachtet sind Achtung und Sorge, respektive Vernunft, nur ihre Diener, aber in beiden steckt zugleich noch der Wille überhaupt in dieser Form zu existieren, und dieser Wille ist niemandes Diener, was er zeigt, wenn er seine eigenen Rahmenbedingunen der Existenz dem Individuum diktiert, sei es in dessem Charakter, dessem Geist, oder eben dessem Entwicklungstrieb, welcher bei Erwartenden auf gesellschaftliche Konstruktionen zielt, wodurch die Vielfalt der verschiedenen Unterarten der Erwartenden bedingt ist und bei Gestimmten auf Anpassungen an durch die eigene Lebenserfahrung erahnte Seinsideale zur Befriedung der Sorge selbst, mit anderen Worten sind also Macht, Eingespieltheit und Einklang die Leitsterne der Menschheit.

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13. Januar 2009

Und nochmals zur Transzendenz

Ich habe mich bisher weitgehend an das Prinzip gehalten, nur von dem zu schreiben, was mir auf irgendeine Weise begegnet ist, aber um Ordnung in diese Phänomene zu bringen, habe ich auch Strukturbau um des Strukturbaus willen betrieben.

Dazu gehört auch die Dreifaltigkeit der Transzendenz, welche eher willkürlich zu ihrer Dreizahl gelangt ist.

Es gibt im Menschen zwei verschiedene wirksame Kräfte, das Organische, die Anschauung, und das Tierische, den Verstand. Diese Kräfte besitzen Leben und in diesem liegt der Grund für die Transzendenz.

Das Leben des Verstandes liegt in der Anstrengung einerseits und der Aufnahme einer Handlung andererseits. Gründet sich der Verstand auf die Reflexion, so ist die Anstrengung eine Besinnung und die Aufnahme ein Begreifen, tut er das nicht, so ist die Anstrengung eine Anspannung und die Aufnahme eine Bewegung.

Das Leben der Anschauung liegt im Sehnen einerseits und im Aufgehen andererseits. Im Falle der Reflexion ist das Sehnen dabei auf eine Einsicht gerichtet, in welchem es aufgeht, ansonsten ist es auf ein Erleben gerichtet, in welchem es das tut. Ein Beispiel für letzteres wird durch die Unrast gegeben, deren Ziel es ist, daß uns Neues begegnet.

Was ich die Seinsheimat nannte, gehört zum Sehnen, das Lebensgeflecht zur Anstrengung und Aufnahme und die Einheitsschwelle zum Aufgehen.

Die Transzendenz besteht dabei darin, daß Sehnen, Anstrengen, Aufgehen und Aufnehmen von einem Bewußtsein auf andere überspringen, wofür es eine Reihe von Beispielen in allen acht Bereichen gibt. Daneben bildet es das natürliche Werden der Dinge, daß auf ein Aufgehen immer wieder ein Sehnen folgt und auf ein Aufnehmen immer wieder ein Anstrengen.

Nun gut, das ist die saubere Erklärung dieser Dinge. Was ich sonst noch davon sagte, unter der Überschrift der geistigen Zeugung, ergibt sich rein logisch, also der existentielle Drang, das allgemeine Konzept und das Verschmelzungsvermögen mit dem Zielbewußtsein.

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12. Februar 2009

Wiederaufnahme der Erfassung des Tuns

Ich brach letztes Jahr die systematische Betrachtung der Verstandesverhältnisse mit der mißglückten Betrachtung des Tuns ab. Ich will das nun zurecht rücken und dieses Kapitel abschließen.

In einer Tat erfassen wir zwei Dinge, eine Anstrengung und ein Ziel. Die Form dieses Zieles hängt davon ab, ob unsere Anschauung handelt, in welchem Falle es ein Aufgehen in der betroffenen Anschauung ist, oder unser Verstand, in welchem Falle es im Aufnehmen eines Verstandesverhältnisses in unser Sein besteht, m.a.W. also in dessen Verwirklichung.

Unmittelbar verantwortlich fühlen wir uns nur für unsere Anstrengungen, wobei Anstrengung hier und bei der vorigen Verwendung Sehnen einschließt, ich es also in diesem Kontext für wenig sinnvoll erachte, in diesem Punkt Anschauung und Verstand getrennt zu betrachten.

Insbesondere versuchen Menschen in ihrer Ausrichtung auf die Welt aufzugehen, also einer Vorstellung rechten Handelns. Eine solche, nicht notwendigerweise vollständig ausgearbeitete, Vorstellung habe ich Seinsheimat genannt. Im jetzigen Rahmen betrachtet, ist das Bemühen um die Verwirklichung der Seinsheimat ihre Ausarbeitung. Wenn diese ausgearbeitet ist, hat man schließlich einen Begriff vom eigenen Handeln, in dem man aufgehen kann und die Seinsheimat wird Wirklichkeit. Allerdings, dies kann nicht passieren, bevor man nicht auch Stellung zum Verhalten anderer bezogen hat, und wenn man dazu Stellung bezogen hat, formuliert hat, was zu welchem taugt, so wird man in der Folge noch etwas tun wollen, nämlich die Ausrichtung anderer der eigenen gemäß beeinflussen, was für diese konkret bedeutet, ihre eigene Sehnsucht neu zu entdecken und ihrer Erfüllung gemäß in der so geformten Ausrichtung aufzugehen.

Diese Beeinflussung ist aber eine Verstandestat, deren zugehöriges Verhältnis ich als Lebensgeflecht beschrieben hatte. Konkret besteht es zwischen einem anderen Bewußtsein und einer Ausrichtung, zu welcher man es drängt. Die Einheitsschwelle bezeichnet dabei das Bewußtsein der Anstrengung zu dieser Tat.

Anstrengung und Aufnahme finden nie getrennt von einander statt, ebensowenig wie Sehnen und Aufgehen. Dieses sind retrospektive Zerlegungen eines stets ganz im Bewußtsein liegenden Verhältnisses. Freilich, gerade Sehnen hält üblicherweise länger an und resultiert somit in vielen verschiedenen Aufgehenserfahrungen, jedenfalls neigen wir dazu, die beteiligten Sehnensakte mit einander zu identifizieren.

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7. März 2020

Verhältnisse

Wie es fünf verschiedene Gedanken gibt, so gibt es auch fünf verschiedene Verfolgungen, nämlich die Aufgreifungen derselben:
  • gleichnishafte Deutung (Abgleichung) durch Entsprechung,
  • anzeichenhafte (symptomatische) Deutung durch Verbindung,
  • Eingriff durch Handlung,
  • objektive Wahrnehmung durch Veränderung und
  • subjektive Wahrnehmung durch Erfahrung.
Aufgreifungen sind Ausweitungen, aber nicht jede Ausweitung ist eine Aufgreifung, und ebenso ist jede Ausweitung eine Beschäftigung, aber nicht jede Beschäftigung eine Ausweitung: Ausweitungen umfassen die Einlösungen, aber nicht die Auslösungen.

Beschäftigen tun wir uns also stets, und zwar mit den Bedingungen der Beschäftigung. Ensprechend gibt es zwei Arten von Begriffen, nämlich
  • Beschäftigungsbegriffe und
  • Bedingungsbegriffe.
Beschäftigungsbegriffe sind identisch mit unseren Gefühlen, Bedingungsbegriffe hingegen mit den Verhältnissen.

Nun muß natürlich der Einwand kommen, daß es Beschäftigungsbedingungen gibt. Fürwahr, wir können alle unsere Eindrücke reflektieren, und so wird die Weise unserer Beschäftigung zur Bedingung unserer Beschäftigung. Ob ein und derselbe Gegenstand unter den einen oder den anderen Begriff fällt, hängt also vom Grad der Reflexion ab. Doch konkret wird uns das nie die geringsten Schwierigkeiten bereiten, wie wir gleich sehen werden.

Die Gefühle wurden bereits hinreichend konkret behandelt, und was die Verhältnisse betrifft, so genügt die folgende, reichlich triviale Feststellung, um einen vollständigen Überblick über sie zu gewinnen:
Alle Verhältnisse zeigen sich in der Erfassung von Gedanken.
Mit anderen Worten können wir die Verhältnisse also den Gedanken nach klassifizieren.

Entsprechungsverhältnisse. Es gibt nur ein einziges Entsprechungsverhältnis, nämlich die
  • Selbigkeit.
Verbindungsverhältnisse. Es gibt nur ein einziges Verbindungsverhältnis, nämlich die
  • Zugeordnetheit.
Handlungsverhältnisse. Es gibt nur ein einziges Handlungsverhältnis, nämlich das der
  • Erlangung 
zwischen Anstrengung und Absicht, wobei mit Anstrengung die konkrete Nervenanstrengung gemeint ist, sowohl die körperliche, als auch die geistige.

Veränderungsverhältnisse. Es gibt etliche Veränderungsverhältnisse, welche ich an dieser Stelle aber bloß unter dem Namen der
  • Verhältnisse der sinnlichen Wirklichkeit
zusammenfassen möchte.

Erfahrungsverhältnisse. Es gibt drei Erfahrungsverhältnisse, nämlich jeweils eines für Verfolgung, Einlösung und Auslösung. Diese sind in derselben Reihenfolge:
  • Ausdruck,
  • Gültigkeit und
  • Verantwortlichkeit,
wobei der Ausdruck zwischen dem Gedanken und seiner Erfassung besteht, die Gültigkeit zwischen Verhältnis und Gegenständen, beziehungsweise Gefühl und Beschäftigung, und die Verantwortlichkeit zwischen Anstrengung und Auswirkung.

Es ist schon seltsam, wie selbstverständlich einem dies schließlich in den Schoß fällt. Damit sind also alle Gedanken und Begriffe erklärt, ausgehend von einer Analyse der Gefühle als Beschäftigungsbegriffe.

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7. Dezember 2019

Tafel der Symptome der Verbundenheit

der Reflexion
 der Anschauung
 der Anstrengung


subjektive Kondition subjektive Qualität subjektive Evolution
objektive Kondition Ärger
Leid3
Vergessenheit
Angst1
Erschöpfung
Schrecken
Übelkeit
objektive Qualität Wertschätzung
Gunst
Liebe
 Sicherheit1
Anteilnahme2
Eifer
Erwartung
objektive Evolution Einsicht
Neugierde
Begehren3
Kühnheit1
1 relativ zur subjektiven Kondition
2 Glück oder Stolz
3 Bestandteil des Aufbegehrens

Post Scriptum vom selben Tag. Mit Blick auf die Kategorien des Zeitlichen läßt sich die Tafel auch wie folgt begreifen.

bei der Entgegnung
 bei der Begleitung
 bei der Einstellung


Zusammen-
hang
Beschaffenheit
 
Verträglichkeit
 
Prüfung durch Ärger
Leid3
Vergessenheit
Angst1
Erschöpfung
Schrecken
Übelkeit
Beschäfti-
gung mit
Wertschätzung
Gunst
Liebe
 Sicherheit1
Anteilnahme2
Eifer
Erwartung
Gelegenheit zu Einsicht
Neugierde
Begehren3
Kühnheit1
Die Farben entsprechen zweifellos den unterschiedlichen Formen der Zeit (netzförmig, linear und punktförmig), doch zugleich existiert das Subjekt in der Reflexion, das Objekt in der Anschauung und die Vernunft in der Anstrengung, wobei
  • die Anschauung die Kondition der Vernunft ist,
  • die Reflexion ihre Qualität und
  • die Anstrengung ihre Evolution.

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29. Februar 2008

Von der Gegebenheit der Gegenstände

Es gibt drei Arten von Gegenständen, die vorgefundenen, die verwendeten und die gebildeten. Die vorgefundenen sind die Anschauungsgegenstände ausschließlich der gebildeten, sie erscheinen in Urteilen als die den Analysen zu grunde liegenden Synthesen, während die verwendeten Gegenstände jene sind, durch deren Verwendung wir diese Synthesen begreifen, also die uns bekannten Verstandesgegenstände. Die gebildeten Gegenstände schließlich entstehen durch unsere Wahlen, also aus unbestimmtem Vorsatz, es sind die erst nachträglich bekannten Anstrengungen.

Vorgefundene und gebildete Gegenstände können sein, entstehen und vergehen, verwendete Gegenstände sind immer schon gewesen, sie sind die Bausteine unserer Vernunft. Von den Urteilen haben wir indessen schon gesprochen, und es bleibt somit nur die Bildung von Gegenständen genauer zu betrachten.

Bei der Bildung von Gegenständen handelt es sich stets um die Bildung einer willkürlichen Assoziation, denn was man auch wählt, dem Vorsatz als solchem wird es dadurch assoziiert. Diese einfachste Bildung ist indes nicht sonderlich hilfreich, da wir dazu neigen, sie auf der Stelle wieder zu vergessen, sie bedeutet uns ganz einfach nichts. Damit uns etwas bedeute, müssen wir es in Gemeinschaft mit etwas bringen, welches uns bereits etwas bedeutet, wie z.B. das Wort „Dieses“, welches eine der häufigsten Bildungen ist, nämlich sich anzustrengen, daß etwas dazu auserwählt werde, mit dem Wort „Dieses“ ein Ganzes innerhalb der entstehenden Anstrengung zu bilden. Selbstverständlich muß es nicht das Wort „Dieses“ sein, es genügt irgendein Eindruck, welcher uns irgendetwas bedeutet, an welchen wir uns also erinnern können, und am natürlichsten ist es freilich, die Reflexion der Verkörperung des Vorsatzes, mit dieser Reflexion ein Ganzes zu bilden, zu verwenden, wobei die Reflexion als bloß beschriebene noch vor ihrer Gewahrung Teil des Vorsatzes sein darf und bereits während der Anstrengung gewahrt wird.

Allgemeiner handelt es sich bei den Vorsätzen aus etwas vorgegebenen mit etwas gewähltem ein Ganzes zu bilden, um Zuordnungen des Gewählten zum Vorgegebenen und indem man diese Anstrengung wiederum einer Bezeichnung zuordnet, wird das zuerst Gewählte als so Bezeichnetes zugeordnet. Damit sind dann aber auch die Anbindungsmöglichkeiten der Wahl an bereits Bekanntes erschöpft und eine vollständige Übersicht der Gegenstandsbildungen gegeben.

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17. Mai 2009

Von den vollständigen Wahrnehmungen

Ich kann mich hier nun endlich mit der Frage auseinandersetzen, welcher Art das ist, wessen wir uns irgendjemals nur bewußt sind.

Alles Bewußtsein wurzelt in einer ursprünglichen Form, der organischen, anschaulichen, in welcher es keinen Unterschied zwischen Wahrnehmungen und Taten gibt, vielmehr gibt es nur das Bemühen zu einem rechten Zustand zu gelangen, m.a.W. ist dasjenige, was wahrgenommen wird, und dasjenige, was beeinflußt wird, ein und dasselbe.

Diese Form wird nun zunächst dadurch erweitert, daß Wahrnehmungen nach den folgenden drei Klassen unterschieden werden, zum ersten Erfahrungen, zum zweiten Erwartungen und zum dritten Absichten. Innerhalb der Erfahrung gibt es zum einen das Erfahrene und zum anderen seine Bewertung, sowie das Bewußtsein zu assoziieren, welches die unwillkürliche Anstrengung ist, welche mit jeder Erfahrung einher geht. Innerhalb der Erwartung gibt es zum einen das Erwartete und zum anderen dessen Bewertung, sowie das Bewußtsein sich auszurichten, welches die willkürliche Anstrengung ist, welche mit jeder Erwartung einher geht. Und innerhalb der Absicht gibt es zum einen das Abgesehene und zum anderen wiederum seine Bewertung, sowie das Bewußtsein zu wägen, welches die willkürliche Anstrengung ist, welche mit jeder Absicht einher geht, wobei hier das Abgesehene auch das Bewußtsein der Anspannung der Muskeln enthält, welche zur Ausführung der Absicht notwendig sind und die Bewertung mit der Entscheidung, die Absicht umzusetzen, untrennbar verbunden ist

Der Mensch nun unterscheidet sich von den Tieren dadurch, daß seine Ausrichtung zumeist auf die Beachtung der Bedingungen einer oder mehrerer seiner eigenen Regeln hinausläuft, wobei diese Regeln angeben, unter welchen Umständen er als Mensch befähigt ist, die Ausrichtung durchzuführen, also die Absicht zu bilden, und bewirken, daß ein Mensch, indem er sich ausrichtet, Hilfsausrichtungen heranzieht, also z.B. ein Mensch zunächst die Regel aufstellt, daß er die Erwartung, einen Raum zu verlassen, nur dann in eine Absicht überführen kann, wenn er weiß, wo die Tür ist, so daß er also, würde er ersteres erwarten, sodann zur Hilfe erwartet, die Tür zu finden und indem er sie findet, sogleich die gesamte Absicht des Verlassen des Raumes zu bilden. Ein anderes Beispiel ist durch das Aufrechterhalten eines Feuers gegeben. Die Erwartung weiterer Wärme wird auf die Erwartung weiteren Holzes auf dem Feuer zurückgeführt, in welchem Fall die Absicht auf bloßes Zuwarten hinausläuft, diese wiederum auf die Erwartung Holz in der Hand zu halten, wobei die Absicht an dieser Stelle beinhaltet, selbiges auf das Feuer zu legen, diese wiederum auf die Erwartung Holz irgendwo rumliegen zu sehen, wobei die Absicht nun darin besteht, es in die Hand zu nehmen, und diese wiederum auf die Erwartung eines sich in der Nähe befindenden Waldes, wobei die Absicht da das Durchsuchen desselben ist.

Im Zuge dieser Suche wird der Mensch dann auf den Gedanken kommen einen Vorrat anzulegen, weil er absieht, daß dieses die Aufrechterhaltung des Feuers vereinfachen wird, wobei es sich beim Aufkommen dieses Gedankens um eine Assoziation handelt, welche eine vergleichende Erwartung gebiert.

Ich denke, dies ist alles hinreichend deutlich geworden. Aber um auch noch den tierischen Fall abzuhandeln, sei an dieser Stelle auf einen Löwen verwiesen, welcher die Erwartung hegt, einem Gnu in die Kehle zu beißen und sich nun dergestalt ausrichtet, sich den weiteren Verlauf der Dinge vorzustellen.

Wenn eine Erfahrung unmittelbar in eine Absicht übergeht, spricht man von Instinkt, und wenn eine Erfahrung auf diese Weise zur Bildung einer neuen Regel führt, von Einsicht.

Post scriptum vom 27. Mai 2009. Als kleinen Nachtrag möchte ich noch anfügen, daß die obigen drei Bewertungen als Gefallen, Gefallen und Sicherheit bezeichnet werden können und daß wir uns durch sie Aufschluß über die Qualität unseres Existierens geben.

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14. November 2007

Das denkende Ich

So hilfreich es auch ist, die intellektuellen Leistungen unterschiedlichen intellektuellen Vermögen zuordnen zu können, die Entwicklungsphasen des Intellektes zu kennen und die ihm möglichen Beiträge zur Entwicklung einer Kultur, nämlich, um dies noch einmal systematischer zu fassen, daß er entweder ein kulturstiftendes Wollen in die Welt bringt oder kulturnotwendige Einsichten verbreitet oder die in einer Kultur angelegten Fragestellungen weiterverfolgt oder kulturerhaltende Dienste übernimmt oder schließlich der Kultur ein neues Herrschaftsgebiet erschließt, so wenig kommen wir umhin, uns des Denkens als stattfindenden Vorgangs anzunehmen, wenn uns das vorige etwas konkretes bedeuten soll. Nun sind es aber Wir, welche denken, und bevor wir unser jeweiliges Ich verstehen, können wir also auch unser jeweiliges Denken nicht als jenes ändernden Vorgang verstehen.

Überlegen wir uns also zunächst einmal, was unser Ich für uns ausmacht. Offenbar doch wohl unsere Wahrnehmungen, unser Wollen und unsere, im weitesten Sinne verstandenen, Taten.

Nun mag einer einwenden, daß in unserem Bewußtsein doch stets nur Wahrnehmungen sind. Das hält uns aber nicht davon ab, uns in jedem Augenblick als wahrnehmend, wollend und handelnd aufzufassen, also eine Wahrnehmung um die Wahrnehmung der in ihr bestehenden Verhältnisse zu erweitern. Daß in einer Wahrnehmung Verhältnisse bestehen ist dabei in einem begründenden Sinne zu verstehen, wir mögen einen Eindruck dieses Bestehens haben, aber ohne zu wissen was da besteht. Wir ermitteln es nun, indem wir einen nicht notwendigerweise angeschauten, aber sonstigenfalls in einer Anschauung eingebundenen Gegenstand† zu einem Bezugspunkt eines von uns untersuchten Verhältnisses machen, welches wir dann nach jenem Gegenstand auflösen, welcher zum ersten Gegenstand in der zu grunde liegenden Anschauung im untersuchten Verhältnis steht. Diese Wahrnehmung eines bestehenden Verhältnisses nennen wir auch die Reflexion dieses Verhältnisses oder den Begriff des herausgegriffenen Gegenstandes. Beispiele solcher Begriffe sind insbesondere die Ermessungen einer Größe, also einer Weite, einer Dauer oder einer Stärke, welche einem angeschauten Gegenstande innewohnen mag. Nun werden durch das Zusammenkommen zweier Gegenstände in einer Reflexion selbstverständlich wiederum Verhältnisse gebildet, und die Frage stellt sich, in welcher Form wir uns dieser bewußt sein können. Verstandesverhältnisse sind nämlich stets binär, dieses Zusammenkommen hingegen ternär, kann also ganz nicht von uns erfaßt werden und muß somit auf verschiedene Weisen zerbrochen werden, um durch deren Zusammennahme wieder vollständig verstanden zu sein. Eine theoretische Lösung dieses Problems bestünde in der Ersetzung der Beziehung a~b~c durch die Menge {a~b, b~'c} (in einem linearen Text erscheint diese Aussage freilich nicht sonderlich glücklich), welche aber nicht die Lösung ist, welcher wir uns in unserem Denken bedienen, dort verwenden wir vielmehr a~(b~'c). Genauer gesagt bilden wir die Verkörperung eines bestimmten oder unbestimmten Verhaltens, also eines im Verhältnis zu einem Gegenstand Stehens oder eines im Verhältnis Stehens an sich, durch spezielle Verstandesgegenstände, eben den Nachbildungen, syntaktisch nach. Sei zum Beispiel eine Fläche rot ausgefüllt, dann lauten unsere Nachbildungen der Fläche nach dem vorigen „Ausgefülltes“ und „rot Ausgefülltes“ (b~'c). Nachdem wir diese Nachbildung gebildet haben, steht sie im Verhältnis der Darstellung zum, wie wir nun sagen, auch sie verkörpernden Gegenstand, und damit haben wir das Zusammenkommen vollständig verstanden (a~(b~'c)).

An dieser Stelle sollte man eine gewisse Schwierigkeit zur Kenntnis nehmen. Die Fläche, welche ich eben ansprach, verkörpert also „rot Ausgefülltes“, dann verkörpert sie aber auch „rot Ausgefülltes Verkörperndes“ und so weiter. Wenn man sich also fragt, was die Fläche verkörpert, und man muß es ja, um zur Reflexion dessen zu kommen, muß einem das Worin klar sein, in welchem die Fläche etwas verkörpert, also das angeschaute bestehende Verhältnis, oder, um die Situation hier klarer zu benennen, die zu grunde liegende Reflexionsstufe. Das kann es aber nur, wenn verschiedene Reflexionsstufen nicht nebeneinander in unserer Anschauung bestehen können, was allerdings auch nicht der Fall ist.

Was ich zuvor Vernunft genannt habe ist also auch ein Teil des Verstandes, nämlich jener, welcher sich mit den reflektiven Gegenständen beschäftigt, genauer wäre also vernünftiger Verstand, und wenn wir reflektieren, so spüren wir im Falle eines Mißerfolgs auch wieder einen Schwindel, genauer gesagt Verwirrung, da die Reflexion eben eine Anschauung ist, und wir verspüren die bereits erwähnten wertschätzungsartigen Gefühle im Umgang mit den Gegenständen der Vernunft, den Nachbildungen, welche das Gefallen unseres vernünftigen Verstandes an ihnen ausdrücken, was wiederum mit der Anstrengung ihrer Ersetzung durch Verbesserungen oder ihrer Sicherung für die Zukunft einhergeht. Wo es sich allerdings vermeiden läßt, werde ich auch in Zukunft die Vernunft nicht weiter sezieren, sondern sie als ein integrales Vermögen betrachten.

Das Wollen nun besteht ganz allgemein in einem Gefühl des Mißstands oder der Zufriedenheit, welches der Verstand auf Gegenstände der Wahrnehmung bezieht. Ist es ein Gefühl des Mißstands, so folgt auf es eine unwillkürliche Abwendungshandlung, welche im Falle der Bezogenheit auf reflektierte Verhältnisse darin besteht, sich auf angenehmere Verhältnisse zu besinnen.

Taten sind entweder die Ergebnisse von Anstrengungen, nämlich wenn sie auf Gegenstände einer nicht abgesehenen Anschauung gerichtet sind, oder andernfalls die vollzogenen Anstrengungen selbst und entstehen aus beschlossenen Vorsätzen, mit welchen zusammen sie im ersten Falle die Teile der reflektierten Anstrengung bilden, während der beschlossene Vorsatz im zweiten dem obigen gemäß unter sie gezählt wird. Ein Vorsatz besteht dabei entweder in einer selbstbezüglichen Anschauungsaufforderung, also daß aus ihm eine Anschauung entstehe, einschließlich eines rein gefühlsmäßig bestimmten, unreflektierten Verständnisses, darin, Anschauungsgegenstände, im zweiten Falle die Anstrengung selbst, in vorgesetzten Verhältnissen zu gewahren oder darin, das Vorige in regelhafter Begleitung zuzusichern, wie es bei der Verwendung von Begriffen und der Befolgung sonstiger Maximen geschieht, wann also aus einem Vorsatz eine unbestimmte Zahl an Taten ensteht.

Das Wesen der Reflexion bringt es aber auch mit sich, daß Wir uns noch auf eine andere Weise begegnen denn als welt-, heil- und schuldgenerierende Struktur des Verstandes, auf welche wir uns übrigens, auf einer Reflexionsstufe stehen bleibend, auch ausschließlich konzentrieren können, um dann mit der größten Sicherheit zu sagen: „Das bin ich.“, nämlich als einen Teil dieser Struktur in der reflektierten Gegenwart.

Die Zeit dabei ist zunächst einmal eine anschauliche Abfolge von Wahrnehmungen, welche eine solche freilich erst durch den Verstand wird, und ebenfalls durch ihn entsteht inmitten dieser die Verkörperung des gegenwärtigen Augenblicks als auf sinnlichem Wege Wahrgenommenes‡. Seine Reflexion als solcher nun bewirkt hingegen merkwürdiges, nämlich ein überwältigendes Gefühl von Wirklichkeit, was wohl daran liegt, daß die Reflexion stets neue Augenblicke zur Anschauung der Vernunft bringt, derer der vernünftige Verstand nicht Herr wird. Bei dieser Reflexion müssen wir uns aber auf bestimmte Bereiche unseres Ichs, also z.B. auf den Flügelschlag eines Vogels in der von uns wahrgenommenen Welt, beschränken, denn ein Übergang zwischen seinen einzelnen Teilen unterbricht stets die Reflexion der Gegenwart, und wenn wir sagen, daß wir sind, so meinen wir Uns damit entweder als Wahrnehmende, Handelnde oder Wollende, welches somit die kanonischen Formen der subjektiven Kontemplation sind, wobei uns die erste die Welt verdeutlicht, die zweite unser Schicksal und die dritte unseren Glauben, dies alles aber nur auf anschaulicher Ebene, ohne Erfassung der aufkommenden Verstandesstrukturen, auf welche wir uns zwar besinnen könnten, aber nicht ohne die Kontemplation zu beenden. Erst die Wirkung objektiver Kontemplationen, wie des Flügelschlags, ermöglicht es Verstandesstrukturen als solche und in ihren Teilen in der vergehenden Zeit zu erfassen, was daran liegt, daß die betrachteten Teile die ganze Zeit über fixiert sind. Verbunden mit der subjektiven lassen sich so in einem Prozeß der subjektiven Sammlung auch die eingangs erwähnten Prinzipien der Besonnenheit, Progressivität, Ehrfurcht und Bereitschaft aufspüren, wie geworfene Würfel verkörpert sich das fixierte Schema nach und nach. Genauer will ich auf diese Dinge aber nicht eingehen, das sei der Erfahrung jedes Einzelnen überlassen, nur soviel sei noch gesagt, daß man den Verstand auch ohne Reflexion der Gegenwart ausschalten kann, was aber lediglich eine vollere Anschauung bewirkt. Auch muß, damit eine Kontemplation eine Wirkung entfalten kann, der Wunsch dazu vorhanden sein. Es handelt sich also um eine spezielle Form der Besinnung, nämlich Besinnung bei überfordertem Verstand.

Denken nun, soweit wir es verstehen, besteht aus lauter Schritten der Besinnung, sei es, daß wir uns erinnern, uns etwas vorstellen, etwas reflektieren oder nach einem entsprechenden Begriff suchen, wohl gar auch nur einer assoziierten Anschauung. Eine genauere Betrachtung sei auf später verschoben, hier geht es nur darum zu verstehen, wie Anschauung, Verstand und Vernunft in unserem Denken zusammenwirken und auf welche Weise sich uns dieser Vorgang zu erkennen gibt, nämlich vermittels der Leistung unseres Verstandes.

weiter


Gegenstände, welche uns die Anschauung gibt, nennen wir auch Anschauungsgegenstände, lediglich in einem Anschauungsgegenstand verbundene Gegenstände hingegen Verstandesgegenstände. Die einfachsten Beispiele für Verstandesgegenstände sind Lagen und Farben, welche in farbigen Flächen verbunden sind.
Die Nachbildungen des Wahrgenommenen, auf sinnlichem oder sonstigem Wege Wahrgenommenen werden durch das Entstandensein aus unseren Anschauungsanstrengungen erklärt. Wenn wir einen Traum nicht von der Gegenwart unterscheiden können, so liegt es in der Tat daran, daß wir uns während des Träumens unserer Anstrengungen nicht bewußt sind, und indem wir uns im Traum auf unsere Anstrengungen besinnen, können wir ihn auch als solchen erkennen und uns zugleich aufwecken.

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18. Oktober 2012

Erweiterungen des Bewußtseins des Wollens

Ich bin mit meinem Beitrag Die drei Zeugen nicht zu Frieden und werde ihn an dieser Stelle berichtigen.

Wer jenen Beitrag liest, bemerkt wahrscheinlich eine geradezu kuriose Weigerung, die drei Zeugen mit den drei Teilen der Seele, Sorge, Ich und Lust, zu identifizieren, wie ich sie im Beitrag Das Ich beschrieben habe.

Diese Weigerung ist strukturell bedingt, die drei Teile der Seele stehen in keinem unmittelbar erfaßbaren Verhältnis zu einander. Die drei Zeugen müssen hingegen in einem linearen Verhältnis der Erweiterung zu einander stehen.

Wie gesagt, unmittelbar erfassen läßt sich da nichts, aber anhand der Welt, wie sie sich uns darstellt, haben wir gute Gründe das folgende zu vermuten.

Bewußtsein heißt wiegen, und was man wiegt ist stets Wollen. Dieses kann indes innerhalb verschiedener intellektueller Rahmen geschehen. Die elementarste Form des Bewußtseins des Wollens besteht ausschließlich in einer zu überwindenden Anstrengung zwischen dem, was ist, und dem, was sein soll. Es ist dies der Rahmen, in welchem die Lust wirkt, und wir vermuten wohl zu Recht, daß genau dies das Bewußtsein der einfachsten Tiere ist.

Die erste Erweiterung dieses Rahmens besteht darin, neben der Anstrengung auch die Entscheidung zu ihr zu sehen, was man ganz richtig absichtsvoll nennt, womit die Wahl der besten Alternative zu einem Aspekt des Wollens wird. Dieser Rahmen ist das Ich, in ihm wirkt das Wertgefühl, und wir nehmen ihn wohl zu Recht bei höheren Tieren, wie etwa Katzen oder Raben, an, bei welchen kaum ernsthafte Zweifel daran bestehen dürften, daß sie zur Absicht, wenn auch nicht zur Reflexion all ihrer Folgen, fähig sind; für eine Handlungsweise entscheiden sie sich jedenfalls augenscheinlich. Übrigens habe ich da auch bei Rindern keine Zweifel, denn entgegen dem, was für gewöhnlich so gesagt wird, wissen Rinder recht genau, wenn sie zum Schlachter gebracht werden und zeigen alle Anzeichen von Angst, was ich weiß Gott oft genug miterlebt habe, um es mit Sicherheit sagen zu können, was freilich nicht ausschließt, daß man sie, wenn man es darauf anlegte, durchaus auch täuschen könnte, ebenso wie Menschen allerdings.

Die zweite Erweiterung des Bewußtseins des Wollens besteht schließlich darin, das Wollen in einem begrifflich erfaßten und logisch verbundenen Zustandsraum zu verstehen, also als fortdauernde Existenz in der Welt gemäß ihren Gesetzen (sowohl jenen, welche a priori gelten, also den geometrischen, als auch jenen, welche es a posteriori tun, also den physikalischen), wobei fortdauernd hier eigentlich gar nicht anders denn als ewig gedacht werden kann. Diesen Rahmen nun nehmen wir wohl zu Recht nur beim Menschen an. Ich bezeichne ihn für gewöhnlich als Vernunft, in welcher die Sorge wirkt.

Damit wäre das Nötige gesagt, aber ich gönne mir noch einmal einen kleinen Abstecher in das letzte eigentlich. Wer die äußere Welt als seine Welt annimmt, begeht natürlich einen Fehler. Es ist ein bißchen, als wenn jemand nicht bemerkt, daß eine Bank ausgeraubt wird, weil vor ihrer Eingangstür eine nackte Frau steht. Die unendliche Ausdehnung der Zeit gehört zu dieser äußeren Welt, womit ich die Anschauungsform meine, also eine a priori feststehende Aussage getroffen habe. Und also läßt sich das Ich in ihr nur ewig denken, und wenn es rein materialistisch geschähe, gestützt auf den Energieerhaltungssatz.

Aber das ist natürlich Unsinn, nicht die äußere Welt ist unsere, sondern unser Bewußtsein selbst. Und in ihm ist die äußere Welt nur ein, nun, nicht gänzlich, unbedeutender Winkel. Unser Bewußtsein aber ist im Kern zeitlos, was wir auf seine Waagschale legen ändert sich zwar, aber nicht die Waagschale selbst. Zeit ist, von diesem Standpunkt aus betrachtet, nicht mehr als ein Datenformat.

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15. Mai 2013

Nochmals zu den transzendenten Akten des ideellen Zykels

Ich wurde gestern, ohne es recht beabsichtigt zu haben, auf eine genauere Erfassung der transzendenten Akte des ideellen Zykels geführt: Erregte formen den organischen Teil ihres Bewußtseins um, Erwartende den tierischen und Gestimmte den menschlichen.

Dies ist allerdings nicht so ganz leicht zu verstehen. Bei der Lust ist es noch vergleichsweise einfach, es findet eine Neuformung einer Fähigkeit statt, also eine Erweiterung des organischen Bewußtseins um etwas weiteres, was die Anstrengung zu vollbringen vermag.

Nun ist es allerdings töricht zu fordern, daß die Lust ein Monopol darauf haben sollte, denn in dem Falle wäre es mit den Neuformungen der Achtung und der Sorge nicht weit her. Wir müssen die Angelegenheit vielmehr unter dem Aspekt der Direktion betrachten, das heißt die Lust hat eine konkrete Anstrengung vor Augen, die Achtung einen Plan und die Sorge eine Anpassung, wobei die letzteren beiden Gegenstände die jeweils elementareren Gegenstände auf beliebige Weise enthalten können.

Dieses vorweg gesagt darf ich wohl annehmen, daß die Achtung neues Verhalten formt. Neue Fähigkeiten und neues Verhalten, soweit läßt es sich fassen.

Aber was formt die Sorge?

Keineswegs neue Begriffe, welche auf neuem Verhalten und als Teil dessen gegebenenfalls neuen Fähigkeiten beruhen. Durch des Tieres Ahnung wurde der Mensch erschaffen, nicht durch seine eigene. Aber als er erschaffen ward, da wurde er zu mehr als vormals vorhanden war.

Ich habe den Begriff Einklang verwendet. Was meine ich damit?

Letztlich eine Form annehmbarer Existenz in einer Welt, weiter will ich es nicht spezifizieren. Aber es ist natürlich klar, daß eine neue Form annehmbarer Existenz ohne neue Fähigkeiten oder neues Verhalten nur schwer zu haben ist, wie gesagt, der direktive Aspekt ist der entscheidende.

Ich sehe für unsere Zukunft drei mögliche Wege.
  1. We are Borg.
  2. Das Unabomber Manifest.
  3. Age of Aquarius (bin ich übrigens.)
Nun, wiederum ist es die dritte Variante, welche nicht so leicht zu fassen ist. Ich schrieb schon von den transzendenten Anteilen an Glauben, ich fürchte, ich muß diesbezüglich weiter gehen.

Wenn wir die ersten beiden Varianten vermeiden wollen, dann können wir nicht vermeiden, die Welt als etwas anzusehen, das mit uns in einer atmenden Beziehung steht, gegen uns anbrandet und dann wieder uns in sich aufnimmt, mit anderen Worten müssen wir uns in den elementaren transzendenten Akten des Fortschreitens und Zurücksetzens des materiellen Zykels, welche eben darin bestehen, sich in einer feindlichen Welt zu bewähren (Fortschreiten), und eine freundliche Welt zu segnen (Zurücksetzen), zu üben.

Wir müssen dahin gelangen, uns bei Bedarf von der Welt distanzieren zu können und ebenso, sie bei Bedarf zu befruchten, denn nur dadurch werden wir die Macht der Koerzion brechen und zugleich in einem stabilen, Koexistenz bejahenden Rahmen bleiben. Ich halte das ehrlich gesagt schon für prinzipiell möglich. Das Zeitalter des Wassermanns begänne also ausgesprochen diszipliniert mit Atemübungen, denn das ist der einzige Weg, das Gleichgewicht zu halten.

Ich bitte darum, das mit dem Atmen rein metaphorisch zu verstehen.

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22. Juni 2023

Aussichten als Wahrnehmungsfokussierungen auf Besinnungsansätze

Ich habe die Aussichten, Aufmerksamkeit, Verständnis und Bedacht, sowie Vertrautheit, bisher eher vage gehalten, weil ich es seit nun 9 Jahren vermeide, mich mit der Frage nach der Koexistenz von Vorstellungen und Wahrnehmungen zu befassen, welche mich damals weitgehend hilflos zurückließ. Seitdem habe ich indes die nötigen Einsichten gewonnen, um sie zu beantworten, was hiermit geschehe.

Die Eindrücke, welche unsere Wahrnehmung bilden, sind von unterschiedlicher Art, wobei die Art durch die Weise bestimmt wird, auf welche wir uns auf sie beziehen. Eine Weise, diese Arten zu beschreiben, besteht darin zu sagen, daß Eindrücke entweder zur linearen, netzförmigen oder punktförmigen Zeit gehören, eine andere darin, linear- und netzförmigzeitliche Vorstellungen und Wahrnehmungen zu unterscheiden.
  • Die Aufmerksamkeit ist auf linearzeitliche Wahrnehmungen gerichtet,
  • die anschauliche Vertrautheit auf linearzeitliche Vorstellungen,
  • die kategorische Vertrautheit auf netzförmigzeitliche Vorstellungen,
  • das Verständnis auf netzförmigzeitliche Wahrnehmungen und
  • der Bedacht im Falle von Taten auf linearzeitliche Vorstellungen und im Falle von Haltungsannahmen auf netzförmigzeitliche Wahrnehmungen.
Linearzeitliche Vorstellungen und Wahrnehmungen sind abgesehen von ihrem Auftreten in unserem Besinnungskreislauf, linearzeitliche Vorstellungen ergeben sich immer aus Ausmalen und manchmal aus Erwachen und Einlösen, linearzeitliche Wahrnehmungen hingegen nie aus einer dieser drei Besinnungen, gleichartig.

Netzförmigzeitliche Vorstellungen sind Verhältniseindrücke (Platons Ideen), welche unser Befinden betreffen, also seinen Ort, seine Zeit und seine Umgebung, sowohl weltlich als auch gedanklich. Dieser Bezug ist aber vage und läßt sich nicht formalisieren, mit anderen Worten lediglich eine praktische Hilfe dabei, zu versuchen, das Verhältnis auf seinen wahrscheinlichen Bezugspunkt zu beziehen.

Dies kann auf zwei Weisen geschehen,
  1. bei der Reflexion der netzförmigzeitlichen Vorstellung und
  2. bei der Einlösung einer auf ihr beruhenden netzförmigzeitlichen Wahrnehmung.
Netzförmigzeitliche Wahrnehmungen sind Eindrücke von gegenstandsbezüglichen Verhältnissen, das heißt Begriffseindrücke (ebenfalls Platons Ideen) oder auch schlicht Verständnisse, und im Normalfall gehen wir bei der Reflexion eines Befindenseindrucks zum Begriffseindruck seines Namens über, also wie wir das nämliche Befinden nennen. Wenn wir diesen Begriff dann einlösen, gelangen wir zum Befindensverhältniseindruck zurück, aber wir können mehr als das einlösen, zum Beispiel, was wir alles über dieses Verhältnis wissen, welche Aussagen über es wir als wahr annehmen, und wo dieses Verhältnis überall auftritt, und es ist bei dieser letzten Einlösung, wo wir, wenn wir unser Befinden verstehen wollen, an unsere nähere Umgebung denken sollten, etwa wenn wir erkennen, daß das Verhältnis einen drohenden Verlust beschreibt, und also zusehen sollten, uns klarzumachen, was uns verlorenzugehen droht.

Es ist aber auch möglich, bei der Reflexion das Befindensverhältnis gleich richtig zu beziehen und zum entsprechenden Begriff überzugehen.

Wie auch immer, Ziel der Einlösung ist es zunächst, das eigene Befinden zu verstehen und dann, in einer weiteren Einlösungsetappe, eine geeignete Antwort auf es zu finden, welche im Falle einer Tat eine linearzeitliche Vorstellung ist und im Falle einer Haltungsannahme ein als Kriterium des Befindens fungierendes Verständnis samt eines die Reaktion auf es bestimmenden Verständnisses.

Beim Ausmalen begegnet uns unser Befinden hingegen anschaulich linearzeitlich vorgestellt und wird, Gott weiß wie, von einer ebensolchen Vorstellung beantwortet.

Beim Auslösen gibt es nun wieder zwei verschiedene Fälle,
  1. entweder wir lösen eine Anstrengung aus, von welcher wir erwarten, die linearzeitliche Vorstellung wahrnehmbar werden zu lassen, oder
  2. unsere Anstrengung ändert unsere Haltung dahingehend, auf ein bestimmtes Befindensverständnis stets nach der Einlösung eines bestimmten Reaktionsverständnisses zu reagieren.
Letzteres wirft die Frage auf, wie genau wir unsere Haltung ändern. Nun, es geschieht, und wir wissen, daß es geschehen ist, weil es mit einer Änderung unserer Stimmung einhergeht. Stimmungen, wie alle Gefühle, sind ebenso wie Anstrengungen punktförmigzeitliche Eindrücke, und können oftmals mit ihnen in Zusammenhang gebracht werden, etwa beim Öffnen oder Schließen einer Hand, welcher Vorgang ja eine gewisse Zeit dauert, während der wie die entsprechende Haltung annehmen. Instruktiv ist aber vor allem die Anreicherung einer linearzeitlichen Wahrnehmung um ein Verständnis dadurch, eine Gruppe von Gegenständen aufzugreifen, etwa die Finger einer Hand, um dabei zu bleiben, wann nämlich der Gegenstand, auf welchen sich das Verständnis bezieht, die eigene Stimmung ist, welche die fortwährende Haltung, just diese Gruppe gegenständlich zu erfassen, widerspiegelt, und es uns dadurch erlaubt, die Gegenstände der Gruppe als in einer bestimmten endlichen Menge enthalten zu verstehen, bestimmt nämlich durch die Stimmung.

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24. Juni 2023

Zur Verwirrung über die Mengen

Und noch ein Nachtrag, diesmal zum Beitrag Aussichten als Wahrnehmungsfokussierungen auf Besinnungsansätze.

Wenn wir etwas tun, so bemerken wir eine Anstrengung und eine mit ihr einhergehende linearzeitliche Wahrnehmung, welche der absichtbildenden Vorstellung in etwa entspricht, und auf dieser Grundlage machen wir uns für das Bewirkte verantwortlich, das heißt, betrachten die Wahrnehmung als gesetzmäßig aus der Vorstellung hervorgehend, wobei das Gesetz aus der fraglichen Tat besteht.

Wenn wir hingegen eine Haltung annehmen*, so bemerken wir wieder eine Anstrengung, aber mit ihr einhergehend lediglich eine punktförmigzeitliche Wahrnehmung, unsere Stimmung, welche keine Ähnlichkeit mit den netzförmigzeitlichen Verständnissen von Befinden und Reaktion** aufweist, welche in dem Fall die Absicht bildeten. Dennoch übezeugen wir uns auch in diesem Fall von der Gesetzmäßikeit der Stimmungsänderung, und kommen auf dieser Grundlage zu der Einsicht, daß wir Mengen bilden können, indem wir unsere Aufmerksamkeit auf Gruppen von Gegenständen richten.

Dafür haben wir den anschaulichen Beweis, wenn wir die entsprechende Haltung annehmen. Dies führt dazu zu erwägen, ob nicht bereits eine Menge vorläge, wenn wir unsere Haltung, und damit unsere Stimmung, durch die Annahme einer Spezifikation gemeinter Objekte ändern, und das ist eben nicht so, denn die spezifizierten Objekte mögen von einer Art sein, daß ihr gleichzeitiges Vorliegen unmöglich ist, weil sich aus ihm weitere mitspezifizierte Objekte bilden lassen, welche von den vorliegenden verschieden sind (Russell's Paradox).

Aber dies wirft eine wichtige Frage auf: Wenn die Annahme einer Spezifikation gemeinter Objekte Humbug ist, warum führt sie dann nicht zu einer schlechten Stimmung?

Nun, sie ist eben kein Humbug, sie taugt nur nicht zur auf dem hypothetischen Vorliegen dieser Objekte aufbauenden Betrachtung.

Es gibt Aussagen, welche sich auf alle Mengen beziehen und gültig sind, etwa daß alle Mengen durch ihre Elemente bestimmt werden, aber diese Gültigkeit folgt aus der unbedingten Reaktion, das heißt dem fortgesetzten Akt, durch welchen Mengen gebildet werden, nämlich die Aufmerksamkeit auf das Spezifizierte zu richten, welches aufgrund der Natur der Spezifikation als netzförmigzeitlicher Wahrnehmung aus Gegenständen, nämlich den möglichen Einlösungen des fraglichen Verständnisses, welche die Elemente der Menge bilden, bestehen muß. Wir können in diesem Fall also bereits vor dem Auftreten der Menge, das heißt, vor dem Vorliegen ihrer Elemente in einer Wahrnehmung, etwas über sie aussagen, und deshalb ist es möglich, sich in diesem Fall auf alle Mengen zu beziehen und kein Humbug. Sofern eine Aussage aber das Vorliegen aller Mengen erforderte, ist sie unanwendbar, denn die Gesamtheit aller Mengen liegt nie vor.

Hier lassen sich a priori und a posteriori also als termini technici definieren, und unser Denken in seiner Gesamtheit ist uns eben nur a priori bekannt, wiewohl wir seine Gesetzmäßigkeiten auch erst nach hinreichend umfangreichen Proben vermuten.

* insbesondere auch wenn wir beten, denn Gelübde, Anerkennungen und Verpflichtungen sind offensichtlich Haltungsannahmen, und bei den funktionalen und materiellen Gebeten liegen ebenfalls Haltungsannahmen vor, nämlich die Annahme von Verträgen, beziehungsweise Wetten.

** keine Beziehung zu Beholfenheit, Bedrängtheit und Betroffenheit

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14. März 2024

Seelennöte

Die Seele leidet
  1. darunter, wenn ihr keine Gedanken erwachen, weil es an Stimulanzen mangelt,
  2. darunter, wenn ihr keine Gedanken erwachen, weil sie zwanghaft andere verfolgt, und
  3. darunter, erwachte Gedanken nicht weiterverfolgen zu können,
wobei
  • die Sorge Gedanken durch Reflexion verfolgt,
  • die Achtung durch Navigation und
  • die Lust durch Anstrengung,
und folglich ergibt sich folgende Tafel der Seelennöte, welche die Verheißungsfülle nach dem Wirkungsbedürfnis der Seelenteile beurteilen.

Mangelnde
Stimulanz
Zwanghafte
Verfolgung
Unmögliche
Verfolgung
Reflexion Verlassenheit Verplantheit
(Bitterkeit)
Verhindertheit
Navigation Langeweile Getriebenheit Konsterniertheit
Anstrengung Lustlosigkeit Atemlosigkeit Hilflosigkeit
Je höher der Seelenteil, desto weniger umstandsabhängig ist das Erwachen und desto leichter die Verfolgung, wiewohl vorgestellte Umstände die erste Gesetzmäßigkeit scheinbar außer Kraft zu setzen vermögen. Aus diesem Grund zieht es die Seele in die Höhe, wo sie dann darauf achten muß, ihre Pläne so zu gestalten, daß sie sie in einen Stand versetzen, welcher für die Reflexion zu verwirklichender lieblicher Ordnungen offen ist.

Der wahre Hedonismus, sozusagen, und eines der größten Vergehen an ihm ist das mit der Sammelleidenschaft einhergehende Streben nach Vollständigkeit.

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11. März 2009

Klärung von Reflexion und Nachbildungen

Ich bin mit meiner bisherigen Darstellung dieses Themas nicht wirklich zufrieden und versuche es also erneut.

Ein Verständnis besitzt stets die Form einer Aussage über zwei Gegenstände und das zwischen ihnen bestehende Verhältnis. Somit hat eine Aussage drei Gegenstände, welche in einem sie verbindenen Verhältnis stehen und läßt sich also selber nicht unmittelbar verstehen.

Womit sich die Frage stellt, wie wir sie reflektiv verstehen.

Wenn man sich das Wörtchen „etwas“ vornimmt, und sich fragt, wie man es versteht, so lautet die Antwort, daß es sich dabei um dasjenige handelt, was im entsprechenden Verhältnis einer Verkörperung steht, und zwar ohne Bezug auf ein spezielles Verkörpertes. Dieser Bezug ist also nicht mitgedacht, wenn wir „etwas“ verstehen. Das heißt aber, daß das eine Rolle eines Verhältnisses Ausfüllen ein Verstandesgegenstand sein muß. Ich nenne ihn mal hoffnungsvoll Begriff, wir werden ja sehen, ob ich damit durchkomme. Die Idee dahinter ist natürlich, daß ein Begriff die Art ist, auf welche wir einen Gegenstand fixieren, wobei beim vorigen Beispiel diese Fixierung lediglich durch die Rolle eines Verhältnisses geschieht, in welchem der Gegenstand steht.

Nun steht ein Gegenstand auf diese Weise allerdings isoliert da und die Frage drängt sich auf, wie er wohl mit einem zweiten verbunden sein kann. Und da kann man nun nicht darum umhin zu sagen, daß die Fixierung in dem Fall durch den anderen Gegenstand bedingt ist. Das nächstliegende ist nun einfach von zwei Arten Begriffen zu sprechen, nämlich Rollenbegriffen und Verhältnisbegriffen, am Beispiel, eine Fläche ist ein Rollenbegriff und eine rote Fläche ein Verhältnisbegriff.

Dies wirkt freilich etwas willkürlich und es stellt sich auch die Frage nach der Symmetrie der reflexiven Erfassung, wobei eine konkrete Reflexion nicht symmetrisch ist, sondern zum Zwecke der Spiegelung des Verhältnisses erneut reflektiert werden muß. Interessant dabei ist aber, daß wir beide Reflexionen miteinander vergleichen können und ihre Gegenstände jeweils miteinander identifizieren. Dazu müssen aber beide Gegenstände als Gegenstände zunächst mal in der Reflexion vorliegen und nicht nur einer.

Es gibt also zu jedem Verhältnisbegriff einen adjungierten Verhältnisbegriff, nämlich seinen Bezugsbegriff, welcher den zweiten Gegenstand zur Entsprechung hat und einen zweiten, seinen Artbegriff, welcher das Verhältnis zur Entsprechung hat.

Das ternäre Verhältnis a~b~c, wobei b das binäre Verhältnis zwischen a und b bezeichnet, reflektieren wir also durch a~'bc, c~''bc und b~'''bc, wobei bc den durch b und c gebildeten Verhältnisbegriff bezeichnet, ~' das Verkörperungsverhältnis, ~'' das Bezugsverhältnis und ~''' das Artverhältnis.

Dieses Bezugsverhältnis ist aber dasselbe wie das bereits zuvor betrachtete Begleitungsverhältnis, die Verhältnisbegriffe werden von ihren Bezugsgegenständen begleitet. Allerdings zwingt mich diese Bemerkung dazu auch das Begleitungsverhältnis noch einmal genauer zu betrachten, denn es stellt sich die Frage, ob die Begleitung analytisch, synthetisch oder manchmal das eine und manchmal das andere ist.

Hier ist die Begleitung natürlich analytisch, und es geht kaum an diesen Fall synthetisch umzugestalten, da Verhältnisse im allgemeinen keineswegs von Bezugsgegenständen begleitet werden, wenngleich es für konkret erfaßte Verhältnisse schon gilt. Genau das ist aber wohl stets der springende Punkt bei der Begleitung, daß sie innerhalb einer konkreten Erfassung Gültigkeit besitzt. Was das allerdings bedeutet ist, daß die Menge, welche begleitet wird, variiert und jedes Mal mitangegeben werden muß. Außerdem mag hier ein und dasselbe Verhältnis mehrmals auftreten und also von mehreren Bezugsgegenständen begleitet werden, allerdings zwingenderweise jeweils einzeln. Nur wie geht das vonstatten?

Die Begleitung kann nicht für diese Synthese herangezogen werden, die Konjunktion durch „und“ hingegen schon, es lägen also mehrere Begleitungen zugleich vor, mit jeweils passender Grundmenge.

Nun, so läßt sich die Angelegenheit natürlich lösen, nur hieße das verschiedene Begleitungen von einander unterscheiden zu können, was uns ganz offenbar nicht möglich ist.

Was einzig bleibt ist zu sagen, daß nicht die Verhältnisse begleitet werden, sondern die Verhältnisbegriffe, m.a.W. bei der obigen Darstellungsweise zu bleiben. Bei Zeit und Raum allerdings wird man auf einer synthetischen Begleitung bestehen wollen, da hier die Gegenstände aus einer umfassenderen Anschauung heraus entstehen, wodurch die Eindeutigkeit der Begleitung a priori gewährt ist.

Es ist verlockend Ähnliches auch für unsere Begriffe zu entwickeln, nur wie sehr schnell klar wird, wenn man sich auch nur die Bedeutung des Satzes „Dieser Stab ist am längsten.“ anschaut, geht es ganz einfach nicht. Unsere Verhältnisse ergeben schlicht kein Raster, durch welches wir die Welt erfassen, wie es Zeit und Raum tun. Wir verwenden sie vielmehr kreativ und flexibel, ohne Absicht der dabei entstehenden Struktur.

Damit bleibt aber die Frage, durch welches Vermögen wir von einer Fläche auf die Farbe übergehen können, welche sie ausfüllt. Ich neige zu der Ansicht, daß wir einfach mit einer ausgefüllten Fläche vor Augen, diese eine ausgefüllte Fläche zur Antwort heranziehen und dabei schlicht voraussetzen, daß die so erhaltene Antwort eindeutig ist. Dasselbe könnten wir auch mit einem Verhältnisbegriff anstellen, nur wäre die Antwort da eben nicht eindeutig.

Desweiteren stellt sich so natürlich wieder die leidige Frage nach der Symmetrie, denn ein Ganzes wird offenbar von allen seinen Teilen begleitet. Da aber Begleitungen nur innerhalb konkreter Erfassungen bestehen, kann man voraussetzen, daß die betroffenen Ganzen immer das Ergebnis spezieller, asymmetrischer Synthesen sind, welche immer als Beziehung einer Funktion auf ihr Argument verstanden werden, auch wenn dies nicht eindeutig geschieht.

M.a.W. ist es sinnvoll davon auszugehen, daß es für jedes begleitete Ergebnis stets einen begleitenden Bezug gibt und eine begleitende Methode, wobei die Reflexion durch „ist Bezug von“ und „ist Methode von“ stattfindet.

Die Methode allerdings ist nicht mit ihrem Index gleichzusetzen. „Rot“ ist etwas anderes als „rot ausfüllen“. Letztlich handelt es sich hier in allen Fällen um eine kreative Synthese, nämlich den Übergang zur Vorstellung zweier in bezug gesetzter Teile, wobei dem einen die Rolle des Beziehenden und dem anderen die Rolle des Bezogenen zugeschrieben wird.

Eine solche kreative Synthese ist einem Verhältnis nicht gerade unähnlich, besitzt aber als Ergebnis kein Verständnis, sondern einen Verstandesgegenstand. Trotzdem stehen ihre Argumente zugleich in einem Verhältnis, nämlich dem von konkretisierendem und konkretisierten. Nur darüberhinaus gibt es auch noch das Konkrete, welches von den anderen beiden gebildet wird.

Ob nun rot eine Fläche konkretisiert oder umgekehrt ist eine Frage der Auffassung, wobei natürlicherweise ersteres der Fall ist. Bei Verhältnis und Bezugsgegenstand ist es allerdings üblicherweise der Bezugsgegenstand, welcher das Verhältnis konkretisiert, und zwar durch Beziehung des Verhältnisses.

M.a.W. wird a~b~c durch a~'bc, c~''b, b~'''bc und c~'''bc reflexiv erfaßt, wobei ~' das Verkörperungsverhältnis bezeichnet, ~'' das Konkretisierungsverhältnis und ~''' das Bildungsverhältnis.

Begleitung braucht man hierbei also gar nicht zu verwenden, sondern ist vielmehr etwas, was man zusätzlich betrachtet, um gewisse Überlegungen anzustellen. Genauer gesagt besagt Begleitung, daß jedes Element einer Menge von einem Element begleitet wird, welches zum jeweiligen Element in einem bestimmten Verhältnis steht, z.B. eine Partition der Ebene, welche von Farben begleitet wird, welche die jeweilige Fläche konkretisieren. Wenn ich allerdings oben ein Bildungsverhältnis einführe, so verallgemeinert es offenbar das Verhältnis zwischen einem Ganzen und seinen Teilen.

Es ist hierbei übrigens wichtig, Bildung auf Synthesen zu beschränken. Das Ergebnis einer bloßen intellektuellen Funktion, welche sich auf es von einem Argument ausgehend besinnt, wird nicht auf diese Weise verstanden werden, sondern über den Umweg des Verständnisses einer Tat, also als dasjenige, welches die Aufnahme nach einer Anstrengung darstellt.

Anstrengungen sind übrigens Begriffen analog, sie mögen für sich bestehen, oder aber auf einen Verstandesgegenstand bezogen sein, allerdings nicht wahlweise für jede Anstrengung, sondern wenn man die Menge der Anstrengungen als Ganzes betrachtet. In letzterem Falle wird eine Anstrengungsweise also ebenfalls konkretisiert, nur muß sie dann auch konkretisiert werden.

Für die Rollenbegriffe ändert dies alles nichts, allerdings lassen sich diese natürlich spezialisieren. Dafür braucht man aber keine weiteren Verhältnisse einzuführen, daß ein Begriff spezieller als ein anderer ist, ist eine Aussage, welche sich mit den vorhandenen Verhältnissen formulieren läßt, und daß der spezialisierte Begriff aus dem Rollenbegriff hervorgegangen wäre, läßt sich so nicht sagen, da ein Verhältnisbegriff stets schon eine Rolle enthält.

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2. Juni 2025

Welten

Ich habe es mir vor fünf Jahren mit den Verhältnissen und jenen der sinnlichen Wirklichkeit etwas leicht gemacht und werde hier rigorosere Forderungen an sie stellen.

Die Welt ist eine Welt, nämlich der erfüllte (euklidische) Raum, wobei eine Welt ein Verständnisrahmen ist, in welchem sich zu einander verhaltende Gegenstände vorgestellt werden können.

Gegenstände heißen dabei Varianten (eines Gegenstands), wenn sie sich aus ihrem Verhältnis zu einem (beziehungsweise diesem) Gegenstand ableiten lassen. Beispiele von Varianten sind
  • Orte vermöge ihrer Lage,
  • Quantitäten vermöge ihrer Größe,
  • Intensitäten vermöge ihrer Stärke,
  • Tomhöhen vermöge ihrer Höhe,
wobei die letzteren drei natürlich isomorph sind.

Eine Welt birgt weitere Welten, wenn ihre Gegenstände jene letzterer bergen, beziehungsweise sich jene letzterer in ihnen ergänzen. Beispielsweise birgt die Klangwelt die Klangfarben-, Lautstärken- und Tonhöhenwelt, wobei wir natürlich nur alle drei im Verband wahrnehmen oder uns als solche vorstellen können.

Welten heißen (von Varianten) entfaltet, wenn ihre Gegenstände (diese) Varianten oder Zuordnungen zu ihnen sind, und fernerhin die erfüllte Welt der Welt der Varianten. Der Raum ist trivialerweise eine entfaltete Welt, und die Welt ist, wie schon gesagt, seine erfüllte Welt oder schlicht der erfüllte Raum und somit ebenfalls entfaltet, wobei sich in einer Zuordnung als ungeordnetes Paar des Zugeordneten und des Ordnendem verstanden die letzteren beiden wiederum ergänzen, so daß die Welt nicht nur den Raum birgt, sondern auch die Farb- und die Geschwindigkeitswelt (Vektorfeld v) und die sie bergende visuelle, sowie die Klang-, Wärme- und Druckwelt und so weiter.

Allerdings ist nicht nur der Raum entfaltet, sondern auch die Tonhöhe und unter Rückgriff auf sie, die Klangfarbe der harmonischen Schwingung und die Fouriertransformation läßt sich die Klangwelt als die ungeordneten Paare zweier die Tonhöhe erfüllender Welten enthaltend verstehen, nämlich jene der Zuordnung der Lautstärke zu den ganzzahligen Frequenzen der harmonischen Schwingung, sowie jene ihrer Zuordnung zu den cosinusoidal verschobenen, und wenn wir völlig ungeniert komplexe Schwingungen und Lautstärken einführten, könnten wir tatsächlich behaupten, daß die Klangwelt selbst entfaltet sei.

Im letzten Fall, in welchem wir einen Klang durch die Zuordnung von Lautstärken zu unendlich vielen Klängen ersetzt haben, wobei diese Formulierung im Hinblick auf die Verschiebung der harmonischen Schwingung etwas problematisch ist, da wir dieselbe nur wahrnehmen, wenn sie sich mit einem anderen Klang überlagert, es also zu scheinbar unerklärlichen (links die Sinusschwingungen, rechts die Cosinusschwingungen - viel Spaß!) Einfärbungen kommt, begegnet uns nach dieser Ersetzung eine Weltenwelt, also eine, deren Gegenstände selber wieder Welten sind, beziehungsweise ohne komplexe Zahlen eine Weltenpaarewelt. Übrigens, schon stark wie unser Gehirn bei dieser Sachlage entscheidet, ob etwas ein Klang ist oder aus mehreren überlagerten Klängen besteht.

Es gibt also die Welt und alle Verhältnisse, welche sie birgt, wozu die Zugeordnetheit gehört, wie zu allen entfalteten Welten, sowie das Verhältnis des Bergens, wie zu allen bergenden.

Die Bewußtseinswelt birgt, gerade weil sie alles enthält, keine anderen Welten, wozu ja eine andere Welt in allem bewußten geborgen sein müßte, und kennt keine anderes Verhältnisse als das Enthaltensein und das Ergänzen ihrer Gegenstände in ihr, und zwar in Form von endlichen Mengen, welche sie und nur sie enthalten, und damit Teilwelten ihrer sind, also aus bestimmten Gegenständen der bewußten Oberwelt bestehen. Durch die Fokussierung des Bewußtseins auf eine Menge muß es sich aber ändern, um dieselbe als Gegenstand enthalten zu können, und das gilt auch für hypothetisch bewußte Mengen, wie die Menge aller Mengen, welche es also aufgrund der Unmöglichkeit, alle dazu nötigen Änderungen abschließend vorgenommen zu haben, auch hypothetisch nicht geben kann, ebensowenig wie sie voraussetzende, wie jene aller, welche sich nicht selbst enthalten (Russell's Paradox).

Selbstverständlich sind alle anderen Welten Teilwelten der bewußten Oberwelt, und durch die Bedingung, daß ihre Gegenstände in ihren Verhältnissen zu einander stehen müssen, läßt sich die Enthaltenheit beliebiger bewußter Gegenstände in ihnen klären.

Die Gegenstände der logischen Welt sind bestehende Verhältnisse und Aussagen, wobei letztere in den Formen der Kon- (Λ An) und Disjunktion (V An) weitere bergen, welche Mengen bilden, bezüglich welcher wir im Falle der
  • Konjunktion fragen, ob in ihnen ein Widerspruch zu den bestehenden Verhältnissen enthalten ist, und
  • Disjunktion, ob in ihnen eine Entsprechung der bestehenden Verhältnisse enthalten ist,
wobei Entsprechung die Gültigkeit der Aussage über die bestehenden Verhältnisse bezeichnet und Widerspruch ihre Ungültigkeit. Die Gültigkeit ihrer Ungültigkeit fordert dabei die Negation (-A) einer Aussage.

Wir können also die Kon- und Disjunktionen von Aussagen, sowie ihre Negationen bilden, und von den so erhaltenen Aussagen kommen wir wie beschrieben zu Behauptungen über bestehende Verhältnisse zwischen Gegenständen zurück, deren Gültigkeit wir beurteilen können.

Dies ist der Fall bestimmter Aussagen, also solcher über bestimmte Gegenstände. Bei allgemeinen Aussagen betrachten wir lediglich begrifflich bestimmte Gegenstände, und somit mag die allgemeine Aussage in bestimmten Fällen gültig sein oder auch nicht, wobei sich das Entsprechungsverhältnis zwischen Begriff und Gegenstand auf das Konkretionsverhältnis zwischen mehr oder weniger allgemeinen Aussagen überträgt. Ebenso können wir aus der Enthaltenheit jedes Falles, in welchem eine allgemeine Aussage A gilt, in allen Fällen, in welchen eine allgemeine Ausssage B gilt, das Verhältnis der logischen Abhängigkeit von A von B (A => B (<=> -B => -A)) ableiten, und dies führt insbesondere zu den logischen Regeln:
  • --A <=> A,
  • -Λ An <=> V -An,
  • (A => B) <=> (-B => -A),
  • A V B <=> (-A => B),
  • (A => B) Λ (B => C) => (A => C),
ohne daß ich jetzt wüßte, ob die Aufzählung vollständig ist.

Bestehende Verhältnisse sind durch zeitlich zugeordnete Gegenstände und den sie ergänzenden Begriffseindruck (Platons Ideen) gegeben, aber es ist leichter, ihr Bestehen als dem Verhältnis (welches, wenn man so will, aus den beiden zeitlich das Aufgreifen der Gegenstände umkehrenden Begriffseindrücken besteht, etwa näher als p - weiter als q, beziehungsweise weiter als p - näher als q) Entprechen der Gegenstände zu formalisieren. Festgehalten werden sie dann in bestimmten Aussagen, wobei der Begriffseindruck (die Idee) zum Begriff (Logos bei Platon) mutiert, wie gerade eben.

Nachdem wir dies also alles behandelt haben, können wir in den Beitrag Verhältnisse einbiegen. Es ist vernünftig, in der Erlangung ein Verhältnis zwischen Bedacht und Anstrengung und in der Verantwortlichkeit eines zwischen Anstregnung und Auswirkung herzustellen, und die entsprechenden Begriffseindrücke dürften auch tatsächlich bestehen, wiewohl sie nicht zeitlich umkehrbar sind. Die Selbigkeit ist tatsächlich ein Verhältnis, wessen es beim Vergleich im engeren Sinne bedarf, um verschieden Geborgenes identifizieren zu können. Bei verschieden Enthaltenem ist dies aufgrund des Ober-Teilmengenverhältnisses im Bewußtsein nicht nötig. Bleibt der Ausdruck als das Verhältnis zwischen seinem Impuls und dem gefaßten Gedanken. Dies nicht mit der Begriffsentsprechung gleichzusetzen ist ebenfalls vernünftig. Die Frage stellt sich natürlich, wo dabei die (Entwicklungs-)Abhängigkeit bleibt. Nun, sie besteht als logische zwischen Gegenständen des Gedankens des Anstrebens, genauer gesagt zwischen Gegebenheiten und Zielen, welche durch ihr Aufgreifen angestrebt werden und deren Erreichbarkeit logisch von ersteren abhängt, was damit übereinstimmt, daß das Vorhandensein eines Umstands von einem anderen abhängt, wenn vom eigenen Streben abstrahiert wird, Aufgreifen hier als Revision, weiter oben hingegen als Übergang zu bestimmten Gegenständen, welcher bei der Revision selbstverständlich auch statt hat. Um aber bei dem elementareren Begriff zu bleiben: Es ist nicht möglich, einen Gegenstand zu fixieren, ohne ihn einem Eindruck zuzuordnen, ihn etwa dies oder das zu nennen, so daß dabei also stets auch der Gedanke eines (begrifflichen) Anstrebens erwacht. Wir sehen also, daß es selbst dabei Abhängigkeiten gibt.

Insgesamt betreffen die hier hinzugekommenen Verhältnisse, Erlangen, Verantwortlichkeit, Selbigkeit und Ausdruck unser Verständnis der Entstehung des Bewußtseins aus Bewußtsein,
  • der Ausdruck die Reflexion (Verfolgung) des Impulses,
  • das Erlangen die Realisierung (Auslösung) der Absicht,
  • die Verantwortlichkeit das Realisiert worden Sein (Ausgelöst worden Sein) der Anstrengung und
  • die Selbigkeit das Heranziehen (die Einlösung) einer Analogie,
wobei letzteres, wenn man bedenkt, daß Begriffe zeitlich nachfolgend zugeordnete Eindrücke sind, bei jeder Einlösung eines Verhältnisses stattfindet, also denselben Begriffseindruck an irgendeinem inbegriffenen Gegenstand (Beispiel) wiederzufinden.

Ausdruck und Verantwortlichkeit beschreiben dabei Rückschauen, die übrigen Verhältnisse Aussichten, und auch die Begriffsentsprechung ist wie gesagt eine Rückschau, welche sich vom Ausdruck dadurch unterscheidet, daß die Impulse im Gegensatz zu den Begriffseindrücken der Rückschau voraufgehen und situationsbedingt und nicht -unabhängig sind und damit tendentiell einmalig und nicht wiederkehrend und in Verhältnisse zerlegt werden müssen und nicht zu Beschreibungen (Aussagen) verbunden, wobei die Verhältnisse wie gesagt die Gedanken beschreiben und insbesondere auch das Erleben von (Entwicklungs-)Abhängigkeit als Rückschau auf die Gültigkeit einer logischen, wiewohl ich einstweilen nicht zu sagen weiß, warum. Da Impulse unbewußt erwachen, kann es keine sie betreffenden Verhältnisse der Aufmerksamkeit geben, mit anderen Worten sind die Welten der Aussichten und Rückschauen auf Besinnungen so gesehen vollständig, und ich möchte sagen mit ihnen alle uns verständlichen Welten, sofern nicht alle möglichen speziellen Beurteilungen, etwa der politischen Landschaft, auf eigene Welten bezogen werden, angefangen mit den gefühlsmäßigen Beurteilungen, aber ohne Absicht des Endes, wie auch bei der Bildung künstlicher Varianten durch angenommene Bergung uns bekannter wie höherdimensionalen Räumen, angenommenen Zuordnungen zu ihnen, Welten von derart erfüllten Welten, Welten von Teilmengen von Welten von derart erfüllten Welten, Welten von Teilmengen von Welten von Teilmengen von derart erfüllten Welten, und dies als variantenbildendes Verhältnis nehmend, der Welt aller so variierten Welten von Welten, womit wir auch schon die Grenzen der Zermelo-Fraenkel'sche Mengenlehre gesprengt haben, welche lediglich das Verhältnis des Enthaltenseins einer einzigen Menge in einer anderen, der leeren in jener, welche sie enthält, dieser in jener, welche sie enthält und so weiter als variantenbildendes Verhältnis erlaubt, um die entfaltete Welt der natürlichen Zahlen zu bilden, wobei in beiden Fällen kein direktes Verhältnis zwischen dem Bezugspunkt und seinen Varianten besteht, sondern lediglich ein indirektes (die Welt aller erfüllten Welten einer Welt ist der  entsprechende Funktionenraum über ihr und die Welt aller Teilmengen einer Welt ihre Potenzmenge), wobei diese Bildung allerdings nicht bedeutet, daß uns die Gegenstände dieser Welten bewußt werden könnten.

Daß ich hier auf unbegreiflich obskurante Weise die explizite Unterscheidung zwischen dem Produkt von Welten (geborgene Welten) und Funktionenräumen von einer Welt in ein Produkt anderer (einer Welt zugeordnete Welten) unterlassen habe, auch bei der Ergänzung keinen Unterschied zwischen Tupeln und Mengen gemacht habe, ist zuvörderst der Art und Weise geschuldet, in welcher sich Gegenstände in unserem Bewußtsein verbinden, wo wir ein Tupel nicht als solches wahrnehmen und ein Funktionenraum, beziehungsweise eine Zuordnung, nur über (räumlichen) Varianten veranschaulicht werden kann.

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4. Februar 2026

Interessen: Anhaltspunkte und Erweckungstrichterung

Jeder Gedanke geht von einem Anhaltspunkt aus und zu einem Interesse, welchem er sich verdankt, über:
  • das Abhängigkeitserlebnis von einem Aufbau zu seiner Basis (Ermöglichung),
  • das Gültigkeitserlebnis von  einer Konstellation zu ihrer Erfassung,
  • das Verantwortlichkeitserlebnis von einer Auswirkung zu ihrer Ursache (Rückführung - einübend zugeordneten Anstrengung ist viel zu speziell),
  • das Anstreben von einer Einkehr zu einem Bedacht (einer Versetzung),
  • die Entsprechung von einem Exemplar zu einem Merkmal (Bezug) und
  • die Verbindung von einem Hinweis zu einem Bewußtsein (einer Evokation).
Da die Interessen zu den erwachten Anhaltsbegriffen eingelöst werden, kann man sie allesamt als Bedachte betrachten, was ich aber, wie die eingeklammerten Bezeichnungen, lieber lasse, und zwar weil nur die Bedachte einer Auslösung voraufgehen. Die übrigen wirken sich dadurch aus, daß sie die erwachten Impulse trichtern, wie natürlich auch die Auslösung, jedoch nicht der unausgelöste Bedacht, also die Aufmerksamkeit verschieben, und zwar auf Gedanken, deren Interesse von ihnen geweckt wird.

Das aus Aspekten bestehende Interesse ist das Beuwßtsein einzelner Interessen, welche gerade seine Aspekte bilden, wobei üblicherweise nur Aspekte einer Art, welche also zu einem Gedanken gehören, in einem Bewußtsein vereint sind, also entweder Basen oder Erfassungen oder Ursachen oder Bedachte oder Merkmale oder Bewußtsein, wobei letztere als Mengen zu vereinigen und nicht als Elemente einer Potenzmenge zu betrachten sind.

Die Erweckungstrichterung der Aussichtsversammlungen aktualisierenden Gedanken erlaubt die ablesende Bildung der Bildungen:
  • die Gegenwart nach der Auslösung des Bedachts eines Anstrebens die Zuordnung dieser Wendung zu ihr,
  • das Merkmal einer Entsprechung die Erfassung der Bedingtheit durch es und eines zuordenbaren Verhaltens in ihr, und
  • ein erweckungstrichterndes Bewußtsein einer Verbindung (also eines von zugeordneten Interessen, beziehungsweise ausgelösten Einkehren, andere taugen nicht) die Zuordnung des Anhaltspunkts des getrichterten Gedankens zum sich in ihm zeigenden Ausstand*.
*während sich verschiedenartige Interessen nur schwerlich in einem Trichter verbinden lassen, ist die Kombination von trichterndem Interesse und trichternder Auslösung durchaus schaffbar.

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2. November 2022

Über- und innerzeitliche Antizipationen

Der vorige Beitrag beschreibt die überzeitliche Antizipation der linearen Zeit, aber ich möchte den Gegenstand noch einmal grundsätzlicher fassen.

Gleich ob es sich um punktförmige, lineare oder netzförmige Zeit handelt, wir tauchen zu bestimmten Zwecken in sie ein und haben nicht nur allgemeine Begriffe des Eintauchens, sondern auch spezielle, welche den jeweiligen Zweck eines Eintauchens betreffen, und zwar in beiden Fällen aus überzeitlicher Perspektive.

Allgemeine Begriffe des Eintauchens in die punktförmige Zeit. Die punktförmige Zeit wird hervorgerufen, und zwar aus einer Spannung (Anstrengung), welcher sich unserer Entschlossenheit stellt und welche von ihr in das Erwartete zerbrochen wird.

Spezieller Begriff des Eintauchens in die punktförmige Zeit. Unser Eintauchen in die punktförmige Zeit wird dabei von unserem Gewissen mit der Absicht, unsere Entschlossenheit zu bewahren, überzeitlich angeleitet. Es ist uns also, mit anderen Worten, klar, daß wir mit unseren Kräften haushalten müssen, weil wir wissen, daß das Eintauchen in die punktförmige Zeit kraftzehrend ist. (Wir gewinnen Kraft durch Schlaf und Nahrung zurück, doch in beiden Fällen unmerklich.)

Allgemeine Begriffe des Eintauchens in die lineare Zeit.
Die lineare Zeit wird durchlaufen, und zwar dem dem jeweiligen Augenblick (Nu) Adäquaten zustrebend.

Spezielle Begriffe des Eintauchens in die lineare Zeit. Unser Eintauchen in die lineare Zeit wird dabei von unserer Vorliebe mit der Absicht, das Programm zur Angleichung der geistigen Konfiguration an die geistige Heimat zu entfalten und also seine Stationen zu durchlaufen, überzeitlich angeleitet.

Allgemeine Begriffe des Eintauchens in die netzförmige Zeit. Die netzförmige Zeit wird erfahren, und zwar durch von Stimmung eingeschätzter Erfassung.

Spezieller Begriff des Eintauchens in die netzförmige Zeit. Unser Eintauchen in die netzförmige Zeit wird dabei von unserem (subjektiven) Glauben mit der Absicht, uns Erwachtes anzueignen, überzeitlich angeleitet, wie zum Beispiel, wenn in uns die Vorstellung erwacht, daß alles eine Ursache haben sollte, und wir beginnen, die Mondsichel als von der Sonne beschienene Seite einer Kugel zu betrachten und wohl bald auch den von der Erde beschienenen Rest entdecken und so weiter und so fort.
  • Das Gewissen antizipiert die punktförmige Zeit also überzeitlich, und die Erwartung detailliert seine Antizipation innerzeitlich,
  • die Vorliebe die lineare Zeit, und die Adäquanz detailliert seine Antizipation innerzeitlich, und
  • der (subjektive) Glaube die netzförmige Zeit, und die Stimmung detailliert seine Antizipation innerzeitlich,
aber das sind lediglich Teilaufgaben des Gewissens, der Vorliebe und des (subjektiven) Glaubens, welche uns allgemein heißen, was wir für das Mächtige, beziehungsweise Wesentliche oder Schöne zu tun haben.

Und dabei kommt es eben auch dazu, daß
  • das Gewissen in Ansicht unserer Verantwortung durch den Segen ein Fenster auf die Erfahrung der netzförmigen Zeit öffnet,
  • die Vorliebe in Ansicht unserer Abhängigkeit durch die Gnade eines auf die Spannung der punktförmigen Zeit und
  • der (subjektive) Glaube durch das Los eines auf den Nu der linearen Zeit,
was ebenfalls überzeitliche Antizipationen sind, und holistische obendrein, indem
  • die überzeitliche Antizipation der netzförmigen Zeit aus jener der punktförmigen hervorgeht,
  • jene der punktförmigen aus jener der linearen und
  • jene der linearen aus jener der netzförmigen.
Gerade mit Blick auf die Eindrücke des Segens ist dies nicht ganz unerheblich, heißt es doch, daß es Wege zu anderen logischen Erfassungen gibt.

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