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„Daß du nicht weißt, was dir frommt, des faß ich jetzt deines als Pfand!“
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15. Februar 2026

Zur Verflechtung der Existenzebenen durch die überschlagenden Verdeutlichungen

Ich werde die formumgehend charakterisierenden Aufgriffe fortan überschlagende Verdeutlichungen nennen, also die
  • Ehrungseinfühlung,
  • Rollenausmessung und
  • Effektausmalung.
Die transzendenten Einheiten, Gott / Heil, Lebenskreis / -teilnahme und Sein, entsprechen der ideellen, funktionalen und materiellen Existenzebene, wobei ich die Gegenstände der ideellen als Ordnungen und jene der funktionalen als Entwicklungen bezeichnen werde, um die Verflechtung der Existenzebenen durch die überschlagenden Verdeutlichungen zu studieren.

Die Ordnung bei der
  • Ehrungseinfühlung ist entwicklungsunabhängig,
  • Rollenausmessung wird hinsichtlich ihrer Entwicklungsrelevanz ermessenen.
wohingegen die
  • Effektausmalung ermißt, wie entwicklungsbestimmend die Rollen einer Ordnung sind,
und der Sinn der
  • Ehrungseinfühlung besteht darin zu ermessen, ob eine Entwicklung durch eine Selbstfestlegung angestoßen werden sollte, nämlich wenn die erste angepaßte Ordnung bei der totalen Anpassung liebenswert genug ist:
    • die Gnade des Gelübdes, also die Haltung, welche seiner Entwicklung begegnet,
    • das Los der Anerkennung, also die Vorhaben, welche seine Haltung befriedigen, und
    • der Segen der Verpflichtung, also die Entwicklung, welche seine Vorhaben umsetzt,
  • Rollenausmessung darin zu ermessen, ob die gegenwärtige Entwicklung einer Ordnung nach gesteuert werden sollte, nämlich wenn dies eine wichtige Rolle verspricht, und
  • Effektausmalung darin zu ermessen, ob es ratsam ist, die Rolle einer Ordnung auszufüllen, um in der gegenwärtigen Entwicklung zu bestehen, nämlich wenn die Rolle einen entscheidenden Effekt hat.
Die menschlichen Geister teilen sich das Leben also wie folgt auf:
  • die Gestimmten sinnen, welche Entwicklungen hinsichtlich der Ordnung des Lebens angestoßen werden sollten,
  • die Fordernden, welcher Ordnung Zeit gekommen ist, die Gegenwart zu steuern, und
  • die Erregten, welcher Ordnung Rollen am mächtigsten sind,
was wieder auf Schönheit, Wesentlichkeit und Mächtigkeit als orientierende Ideale führt, streng genommen der Gesinnungen und nicht der Geister, aber wo sie nicht feststeht, neigt der entsprechende Geist doch stark zu ihr, also der erregte zur reflektiven und der fordernde zur engagierten.

Ich sagte, daß der Geist New York's ein kalter, berechnender sei, der das Wasser liebe, aber die Gezeiten hasse, der alles dadurch zu kontrollieren sucht, daß es austauschbar und sein Verlust wettmachbar werde. Die Fordernden machen das Leben dynamisch, die zweite Zeile der Trigramme des I Chings ist der Abgrund - oder auch das Wasser. Die Zentren der Macht können sie nicht zu nahe kommen lassen, da dann auch ihre Strukturen vom Wandel betroffen wären. Und indem die Entwicklung der Technologie die zur Stabilität der Regierung notwendige Kontrolle immer weiter in das Leben der Regierten verschiebt, strecken die Machtzentren ihre Tentakel immer weiter aus, wobei Fordernde bezahlt werden, um gegen Windmühlen zu kämpfen, und Erregte, um die bestehende Ordnung zu stützen, doch indem ihnen so die Sicherheit des Systems anvertraut wird, wird ihnen natürlich nicht gestattet, selbst ein Sicherheitsrisiko darzustellen, weshalb sie auf Schritt und Tritt überwacht und instruiert werden, einschließlich der Schritte, in welchen sich ihr Haß auf diese Einrichtung entlädt. Sollte sich das Abendland als unfähig erweisen, diese Entwicklung aus eigener Kraft zu überwinden, wird sie China von außen überwinden. Der Grund hierfür besteht darin, daß
  1. der Freie vitaler ist als der Knecht,
  2. der Gehorsame weniger Fesseln braucht als der Aufrührerische und
  3. die Chinesen im Durchschnitt gehorsamer sind als die Abendländer.

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7. Dezember 2007

Besinnung

In sofern wir uns unserer Besinnungen bewußt sind, handelt es sich um Ansinnen. Das Ziel jeden Ansinnens ist es, zu einem bestimmten Verständnis zu gelangen und die erste Unterscheidung allen Ansinnens also, ob wir versuchen etwas wahrzunehmendes zu verstehen, in welchem Fall wir von Auffassung sprechen, oder einen einem vorgegebenen Verständnis gemäßen Anschauungsgegenstand zu erlangen, in welchem Fall es eine Entsprechung ist. Auffassungen unterscheiden wir nicht weiter, es handelt sich bei ihnen stets um die Deutung einer Anschauung durch Begriffe, welche wir uns auf der Grundlage unserer Überzeugung von ihrer Nützlichkeit zum Gebrauche angewöhnt haben, deren Vorsatz zur regelhaften Begleitung gewisser Anschauungen wir also beschlossen. Nichtsdestotrotz wird der Akt des Auffassens in jedem einzelnen Augenblick spontan als jeweils beste Verstandesleistung vollzogen, welche nicht durch Beschlüsse erschöpfbar ist und liefert somit ein Ergebnis, von dem wir zu keiner Zeit einen hinreichenden Begriff haben, so daß eine Auffassung auch durch Reflexion nicht zu einer Entsprechung werden kann.

Die Entsprechungen nun unterscheiden wir als nächstes danach, ob sie uns widerfahren, dann sind es Auffindungen, oder ob wir sie durch Taten verantworten, wann es Erfüllungen sind, welche wiederum in Verwirklichungen und Vorstellungen unterschieden werden, abhängig davon, ob die Taten Gegenstände einer Gegenwart sind oder nicht, und Vorstellungen schließlich unterscheiden wir in Verdeutlichungen und Verfassungen, je nachdem, ob die Taten Erweiterungen ihrer Vorsätze zu Anstrengungen sind oder die Anstrengungen selbst, oder, mit den vorigen Bezeichnungen, vorgefundene oder gebildete Gegenstände.

Die Auffindungen schließlich werden danach unterschieden, ob der angeschaute Gegenstand der Beschreibung direkt entspricht oder mittelbar durch zusammentreffen in der Ich-Erfassung, ob ich also ihn beschreibe oder mich, während er mir widerfährt, was darauf hinaus läuft, daß ich entweder auf meinen Willen oder mein Tun bezug nehme, auf meinen Willen nämlich, was mir gefiele, wenn die Entsprechung noch aussteht, und auf mein Tun, was ich verantworte, wenn sie in mir liegt. Wird der Gegenstand direkt beschrieben, handelt es sich um eine Suche, nehme ich auf meinen Willen bezug, um eine Ersehnung und wenn ich auf mein Tun bezug nehme, um eine Entsinnung, da ich versuche meinen tätigen Verstand als solchen zu verstehen, etwa wenn ich mich frage, was mir gestern passiert ist oder durch welche Begriffe die menschliche Existenz zu deuten wäre. All dies verfaßt nämlich jederzeit der Verstand, ohne daß ich ein klares Bewußtsein dieser Anstrengungen hätte, aber indem ich mich auf diese meine Haltung besinne, finde ich es auf.

Zum Abschluß will ich noch den Irrtum ausräumen, daß man Entscheidungen erfüllen würde. Es ist ja auch der größte Blödsinn: „Los, entscheide dich endlich!“ Jede Entscheidung beruht auf einer Einsicht dessen, was einem zuträglich ist und kann also nur ersehnt werden, aufgefunden als das, worin man sich gefiele.

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