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21. April 2026

Die Kosmologie des einen Geistes

Das im vorigen Beitrag besprochene Vorliegen anzunehmender transzendenter Aussichten, sowie jenes der transzendenten Akte führen auf die Kosmologie des einen Geistes, in welchem das All existiert, wobei
  • Aufmerksamkeit und Verfolgung als Empfänglichkeit verallgemeinert werden müssen,
  • Verständnis und Einlösung als Gewahrsein und
  • Bedacht und Auslösung als Schöpfung.
Die Empfänglichkeit ist dann geschieden, das Gebet um die Entfaltungsweise (die Bahn), das sich aufgerufen zubewegen lassende und das gebietende rufen zur Ergänzung der geschiedenen Empfänglichkeit auf und die Inspiration ist die Aufgerufenheit zur selben, vergleiche auch zeitenüberbrückende Hintergründe.

Das Gewahrsein ist hingegen verteilt, und zwar redundant, das Gebet um die Erfassungsweise (die Gnade), das Bedeutsamkeit merken lassende und das entlohnende stimmen das verteilte Gewahrsein auf sich ab und die Offenbarung ist die Entgrenzung eines Teils.

Und die Schöpfung wird durch ihre Teile aufgespannt, das Gebet um die Wirkungsweise (das Amt), das Sinnhaftigkeit nachvollziehen lassende (dieser Fall ist interessant, insofern er Jahrhunderte überbrücken kann, insbesondere bei monumentalen Anstrengungen) und das fügende tarieren die Aufspannung aus und die Erfüllung (oder Infusion) ebenso.

Diese Kosmologie stellt selbst eine Weltanschauung dar, für deren Erfassungsweise sich beten läßt, was natürlicherweise miteinschließt, daß auch andere sie übernehmen, denn es gehört zur Beziehung zwischen Gott und Mensch, daß sie nicht nur zwischen Gott und einem selbst besteht. Wo sie abgelehnt wird, darf sie indes auch weiterhin abgelehnt werden - nur jene, welche sie suchen, daran zu hindern, erlaubt Gott nicht.

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Halbschlaf oder bewußt gesteuertes Halluzinieren



Ingo Swann fragt hier in die Runde, ob die Leute das, was sie sich vorstellen, sehen können, und sie bejahen es, worauf er sagt, daß dies niemand erklären könne. Nun, ich kann das, was ich mir vorstelle, nicht sehen, und wenn ich die Augen schließe, sehe ich Farbtöne im rot bis violettem Spektrum, welche unter Umständen auf der roten Seite bis ins Gelbgrüne übergehen.

Im Halbschlaf allerdings verhält es sich anders: Ich stelle mir etwas vor, ob ausgemalt oder eingelöst, und in einem Moment des Fallenlassens, welcher dem Einschlafen ähnelt, wache ich gleichsam gleich wieder zu einer tatsächlichen Wahrnehmung des Vorgestellten auf, vermisse jedoch die Tat und die (linear) zeitlich voraufgegangene Wahrnehmung, aus welchen sie hervorgegangen ist und mit ihnen meine Verantwortlichkeit für sie, an welcher Stelle ich begreife, daß ich mich im Halbschlaf befinde. Ein- oder zweimal in meinem Leben wollte ich aus ihm aufwachen und konnte es aber nicht, so daß sich das mit offenen Augen Wahrgenommene mit dem Ausgemalten vermischte, sich eine Nachttischlampe schlängelte und dergleichen mehr, aber glücklicherweise nur für einen Augenblick.

Vorliegenden Schilderungen nach scheint es chemische Substanzen zu geben, deren Konsum diesen Geisteszustand (möglicherweise auch diese Geisteszustände) einleiten, und insbesondere wird auch gemutmaßt, daß die delphische Sybille derartige Dämpfe inhalierte - mich würde allerdings mehr interessieren, ob sich Ingo Swann's damaliges Publikum tatsächlich zeitlebens, wenn es sich etwas vorstellt, in ihm befindet.

Nach dem, was Schopenhauer zu den Begriffen schreibt, müßte es für ihn so gewesen sein, aber ich bezweifle es, sagt er doch, daß sie Abstraktionen der konkreten Vorstellungen seien, welche sie in unserem Denken vertreten, da wir andernfalls, wenn wir einem Gespräch folgten, von einer Bilderflut überrannt würden. Ich glaube aber nicht, daß Schopenhauer auch nur ein vorgestelltes Bild jemals im wachen Zustand gesehen hat und er dies nur deshalb sagt, weil es ihn als Philosophen wurmt, nicht erklären zu können, auf welche Weise uns Vorstellungen bewußt sind, denn er sagt ja auch, daß das Träumen dadurch zu Stande käme, daß sich die Kausalität zwischen Gehirn und Sinnesorganen umkehrt, und wenn dies so wäre, ist es ausgeschlossen, daß wir im wachen Zustand ein vorgestelltes Bild sehen.

Tatsächlich sind wir uns unserer Vorstellungen nur mittelbar dadurch bewußt, daß sie unsere Besinnungen zu steuern vermögen, das heißt: Wir erleben, daß wir in unterschiedlichen Lagen sind, nämlich in die Lage versetzt, uns auf die jeweilige Weise zu besinnen, also
  • Aufmerksamkeiten verfolgen,
  • Verständnisse einlösen und
  • Bedachte auslösen zu können,
wobei wir nur während der Aufmerksamkeit einen identifizierbaren Gegenstand wahrnehmen, immer einen Aufgriff, aber sie reflektierend auch Be- und Angriffe, und die übrigen beiden Aussichten auf der Basis der Selbstreflexion dem Modell des Selbstbildes nach rekonstruiert werden.

Eine Offenbarung findet demnach genau dann statt, wenn sich die Lage, uns zu besinnen, in welcher wir uns befinden, nicht rekonstruieren läßt, wobei dies in Form der Inspiration auch die Aufmerksamkeit, jedoch eine Offenbarung im engeren Sinne das Verständnis betrifft, wohingegen ein nicht rekonstruierbarer Bedacht als ein außerordentliches Erfülltsein von einer Kraft erlebt wird.

Daß sich Offenbarung jemals in Träumen oder Halluzinationen vollzieht ist keinesfalls klar, dieselben mögen lediglich Begleiterscheinungen sein, derart ein unrekonstruierbares Verständnis eingelöst wird und dann im oben besprochenen Geisteszustand infolge des Fallenlassens der resultierenden Vorstellung wahrgenommen. Wo dies hingegen nicht stattfindet, bildet sich schlicht der Bedacht, bestimmte Worte auszusprechen oder auch nur das zusätzliche Verständnis, durch welches wir uns an deren zugehörigen Klang erinnern, im Geist, wobei ich allerdings zugeben muß, daß als innere Stimme vorgestellte Worte tatsächlich gewissermaßen gehört und also nicht rekonstruiert werden müssen, also etwa wenn ich diesen Satz schreibe und mir dabei die Frage stelle, ob er glücklich formuliert ist.

Eine direkte Offenbarung in der Aufmerksamkeit, welche nicht alleine die Verfolgung betrifft, wie es die Inspiration tut, sondern auch dasjenige, worauf sich die Aufmerksamkeit richtet, müßte als plötzliche Erweiterung der Wahrnehmung erlebt werden, wobei etwaig auftretende Ahnungen aber als zu ihr erwacht inspirierte Verfolgungen betreffen und keine Erweiterung der Wahrnehmung darstellen, wie von Rudolf Steiner suggeriert, und die einzigen Berichte, welche dem entgegen die Erweiterung der Wahrnehmung selbst schildern, betreffen Visionen entfernter Umstände, wobei es im oben geschilderten Geisteszustand aber nicht ausgeschlossen werden kann, daß es sich um Vorstellungen unrekonstruierbar Verstandenens handelt, und Ingo Swann's Schilderungen der größten Erfolge seines Musterschülers, nämlich daß sie stets gerade etwa zu wenig wahrnahmen, um die angeblich gesehenen Objekte zu identifizieren, deuten darauf hin, daß es sich tatsächlich um solche Vorstellungen handelt.

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19. April 2026

Zum derzeitigen Wachstum der Resilienz unter der politischen Verfolgung der Effizienz

Die bezügliche Effizienz ergibt sich antiproportional aus dem bezüglich bemessenen Aufwand zur Erreichung eines Ziels und die bezügliche Resilienz ist die bezügliche Effizienz zur Behebung eines Schadens.

Indem die Zeitspanne zur Ausbeutungen von Ressourcen (lokal zeitlich) unterdurchschnittlicher Entropie im Laufe der Zeit immer kürzer wird (gegen ein Infimum konvergiert), um die Behauptung in Life as a Manifestation of the Second Law of Thermodynamics einmal so zu fassen, nimmt die zeitliche Effizienz dieser Ausbeutung also zu, und angesichts der alltäglichen Verkürzung der Zeitspanne, welche wir für Reparaturen benötigen, .möchte ich ohne weitere Prüfung behaupten, daß auch die Zeitspanne, welche die Ressourcen, welche durch die Beschädigung der Ausbeutungsinfrastruktur entstanden sind, durch die Reparatur derselben ausbeutet, im Laufe der Zeit immer kürzer wird.

Die politische Verfolgung der Effizienz hat wenigstens drei Gründe:
  1. erhöht sie den Lebensstandard,
  2. maximiert sie (insbesondere) das (militärische) Leistungsvermögen der Gesellschaft und
  3. kontrolliert sie die Bürger dadurch, daß sie keine Reserven bilden können.
Ihr vorrangiges Mittel ist wie gesagt die Subventionierung von Krediten durch Fiatwährungen, das heißt die Gesellschaft Innovationen finanzieren zu lassen, wobei die so erzeugte Inflation desto höher ausfällt, je ertragloser letztere sind, also während Kriegen am höchsten, wobei Kriege das Bindeglied zwischen der politischen Verfolgung der Effizienz und dem Wachstum der Resilienz sind.

Es ist nämlich so, daß Menschen, welche nichts zur Effizienz beitragen, unter der politischen Verfolgung derselben eliminiert werden, Stalin, etwa, sprach von nutzlosen Essern, und das gilt nicht nur national, sondern unter den Bedingungen des freien Markts auch international, weshalb die Europäische Union ja auch auf offenen Grenzen besteht, also damit potentiell effizienten fremdländischen Arbeitern die Möglichkeit gegeben wird, sich anstelle vergleichsweise ineffizienter ansässiger in effiziente Strukturen einzugliedern anstatt rein geburtsortsbedingt eliminiert zu werden.

Freilich kommt es dabei zu einer eliminativen Rückkopplung: Je weniger Menschen, desto weniger Bedürfnisse, und je weniger Bedürfnisse, desto weniger benötigte Menschen, um sie zu befriedigen.

Je mehr also freier Markt und Freizügigkeit begrüßt werden, desto schneller vollzieht sich die Elimination unter friedlichen Umständen, was eine Motivation dafür darstellt, sie nicht zu begrüßen, und dies wiederum stellt eine Motivation für Kriege dar: Nur wer besitzt, profitiert von der Effizienz, nicht, wer nur Besitztum ist, wobei im Sozialismus diesbezüglich eine beständige Schizophrenie herrscht, welche zu Paranoia und politischen Säuberungen führt.

Im Krieg, aber, wendet sich die auf Kosten der Resilienz verfolgte Effizienz gegen sich selbst, und das gesamte System muß aufgrund fehlender bürgerlicher Reserven umgestellt werden, und in dem Maße, in welchem diese Umstellung die Effizienz senkend eine Kaskade von Systemausfällen anstößt, zwingt der Krieg es zur Berücksichtigung der Resilienz, wobei die von mir im Namen der Autonomie geforderten Industriereformen, namentlich
  • Deskalierung: kleinere Fabriken,
  • Modularisierung: möglichst frei zusammensetzbare Einzelteile und
  • Depatentierung: Aufhebung des Patentrechts,
potentiell kriegsentscheidend sind und somit infolge des Widerstands gegen die eliminative Logik der politischen Verfolgung der Effizienz eingeführt werden könnten.

Daß der Dritte Weltkrieg einen möglichen Übergang zum Zeitalter der Wunder darstellt, habe ich freilich schon früher gesagt, nur wünschen tue ich ihn mir nicht. Die derzeitige Dummheit ist indes atemberaubend:
  • eine ganze Generation wurde zu Selbstdarstellern erzogen,
  • die Automatisierung des Urteilens wird als Qualitätsgarantie begrüßt,
  • zum Schutz vor dem globalen Freihandel werden immer größere Handelsunionen gegründet, welche intern den Freihandel durchsetzen,
  • bis sie ihre Interessen in Kriege gegeneinander treiben, da sie sich endlich stark genug fühlen, sie zu führen,
  • wobei sich bei der Wahl der Angriffsziele allerdings wieder grenzenlose Dummheit zeigt,
  • so daß es den Anschein hat, daß nur zur Entvölkerung krieggeführt wird.
Das Geschäft der Pharisäer, Männer für die Durchsetzung ihrer Ordnungsvorstellungen zu gewinnen, oftmals tatkräftige, deren Taten sie bedrücken, ist der Pferde- oder Hundezucht nicht unähnlich, und was sind unsere Adelshäuser anderes als ihre Rassen?, wobei sie allerdings seit Ende des 17. Jahrhunderts davon abgekommen sind, sich auf jene zu konzentrieren, so daß sich natürlicherweise die Frage stellt, welche Qualitäten zur Durchsetzung dieser Vorstellungen von ihnen angestrebt werden.

Nach meiner Interpretation der Bibel bezieht sich die Ernte am Ende unseres Zeitalters primär auf das in ihm von uns Entwickelte, und eine weitere Auslese findet nur in dem Maße statt, wie es das Zeitalter der Wunder von dem in ihm Lebenden fordert, aber wer sich als Menschenfischer versteht, wird es anders sehen und eine bestimmte Art Mensch ernten wollen, um auf ihrer Basis eine neue Gesellschaft zu begründen. Haben unsere Geistlichen einen Menschenschlag gezüchtet, welchem es vorrangig um Effizienz geht? Ja, und wohl auch absichtlich. Um aber dann was auf ihm zu begründen?

Ich sagte, daß die Vereinten Nationen so angelegt seien, daß sie idealerweise in eine Willenskultur mündeten. Nun, diese Willenskultur wäre ein Abbild der Sternenflotte Gene Roddenberry's, welche der leidigen Eliminierung der Ineffizienten durch die Unendlichkeit des Weltraums entgeht, in welchem sich noch ein Planet für jeden Dussel findet. Das ist aber nicht die Welt, in welcher wir heute leben.

Unsere Geistlichen glauben denn auch nicht, daß die Ernte erst am  Ende des Zeitalters kommt. Sie sagen, sie käme am Ende der Welt und beträfe die Menschen, welche gen Himmel fahren, und sie glauben, daß sie in jeder Generation von neuem stattfindet und immer effizientere Menschen heranzüchtet bis zum Ende der Welt, da es sich aus den oben genannten drei Gründen bei der Effizienz um eine wundersame und unter allen Umständen zu begrüßende Qualität handelt.

Für sie wäre die gegenwärtige Wiederkehr Christi monströs, denn die in derem Rahmen erfolgende Ernte bedeutete in ihrem Verständnis, alle Menschen zu töten, welche nicht für die Kolonisierung des Weltraums taugen, bis zu welcher es aber noch ein bißchen hin ist, und wenn sie ansteht, wird sich alles schon zivilisiert regeln lassen.

Das ist ihre Welt. In der realen bereitet uns die Automatisierung indes ein Problem, welches sie nicht sehen und Johannes indes sehr wohl gesehen hat, indem er die Verformung des Lebens unter dem Gewicht der Technik sah.

Vielleicht ist es ganz gut, daß ich nie Freunde hatte. Einen anderen Menschen würde es wahrscheinlich um den Verstand bringen zu sehen, wie er dafür, daß er auf einen selbstzerstörerischen Zug hinweist, angefeindet wird, wohingegen ich, seit ich drei Jahre alt war, die Welt nur als ein trauriges Ärgernis betrachtet habe, soweit es die Verfassung der Menschen betrifft. Was kann ich schon tun, außer mich darüber zu freuen, wenn einmal die Sonne scheint?

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17. April 2026

Die Zwei Reiche Lehre in den säkularen kulturellen Herrschaften

Die Zwei Reiche Lehre, die bestehenden gesellschaftlichen Belange institutionell von jenen der gesellschaftlichen Entwicklung zu trennen, ist nicht auf das Christentum beschränkt, sondern setzt sich in den säkularen kulturellen Herrschaften auf für die jeweilige charakteristische Weise fort: In der
  • Erlebniskultur in Form konkurrierender Agenden, welchen der Staatsapparat konzeptionell untergeordnet ist und praktisch zu dem Grad, zu welchem die Vertreter der Agenden es verstehen, ihn zur Umsetzung derselben zu organisieren, wobei das konservative politische Lager für die bestehenden Belange Verantwortung trägt und das progressive für jene der gesellschaftlichen Entwicklung,
  • Repräsentationskultur in Form konkurrierender Parteien, welchen der Staatsapparat unter der Bedingung untergeordnet ist, daß sie die universalistischen Autoritäten anerkennen, welche sich um die Entwicklung kümmern, während erstere für verschiedene bestehende Belange Verantwortung übernehmen, und
  • Willenskultur in Form von Abteilungen mit unterschiedlichen Zuständigkeiten, etwa des für die Entwicklung verantwortlichen Kommunistischen Partei und der für die Sicherheit verantwortlichen Roten Armee im Falle der Sowjetunion.
Der Unterschied zwischen den politischen Lagern der Erlebnis- und der Repräsentationskultur zeigt sich insbesondere in der Angst, welche die Ideologen eines Lagers vor dem anderen haben: In Repräsentationskulturen ärgert sie ein anderes universalistisches Lager höchstens, aber in Erlebniskulturen müssen sie darum flehen, als jeweils anderes Reich anerkannt zu werden, was ich in der Zeit zwischen Trump's Überfall auf Venezuela und jenem auf den Iran bei vielen amerikanischen Altlinken beobachten konnte, welchen fast das Herz brach, wenn sie an Rubio's Pläne für Kuba dachten, und da der Wind nun wieder in die andere Richtung weht, werden etliche amerikanische Neurechte nervös.

Und in der jetzigen Konfliktlage ist das Verständnis der beiden Reiche im Iran und in China notwendig, um zu verstehen, warum sich die Dinge entfalten, wie sie es tun: Das iranische Militär kann verteidigen, wie es will, aber nicht angreifen, und die politischen Führungen Irans und Chinas arbeiten zusammen, um größeren Schaden abzuwenden, wobei die politische Führung Chinas das chinesische Militär zuletzt in seine Grenzen verwiesen hat und vorrangig auf wirtschaftliche Druckmittel setzt. In solchen politischen Systemen entwickelt sich im Laufe der Jahrzehnte eine gewisse Ohnmacht angesichts der Vorstellung, was das jeweils andere Reich wohl als nächstes beschließen könnte, und es ist bemerkenswert, daß das Verhältnis zwischen Tier und Hure, beziehungsweise zwischen den Vereinigten Staaten und den Vereinten Nationen von dieser Art ist, also daß bereits eine Art Weltregierung besteht, welche zwar keine Willenskultur ist, aber so angelegt, daß sie idealerweise in eine münden würde.

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15. April 2026

Zeitenüberbrückende Hintergründe

Die zeitenüberbrückenden Aussichten,
  • Basis,
  • Ordnung und
  • Bemühung,
lassen sich auch als Besinnungshintergründe verstehen, ebenso wie die Bildungen als Handlungshintergründe,
  • die Entwicklung als jener des Ausrichtens,
  • die Haltung als jener des Berücksichtigens und
  • die Vorhaben als jener des Rechenschaftgebens,
und die drei Zeiten überbrücken sie dabei auch, nur daß die zeitenüberbrückenden Aussichten ursprünglich sind und die Bildungen gebildet, und um von der Anknüpfung an den Hintergrund zu abstrahieren, möchte ich
  • Entwicklungen auch gebildete Basen,
  • Haltungen auch gebildete Ordnungen und
  • Vorhaben auch gebildete Bemühungen nennen,
wobei Hintergründe entweder ursprünglich sind, erwachsen oder aus bereits vorhandenen gebildet.

Daß die Bildungen die gebildeten darstellen und die zeitenüberbrückenden Aussichten die ursprünglichen ist eine Erfahrungstatsache, ebenso wie der Ursprung der erwachsenen, welchen ich in diesem Beitrag erörtern werde. Fragen der Überprüfbarkeit des Ganzen sind angesichts fehlender frühkindlicher Erinnerungen durchaus berechtigt.

Eine ursprüngliche Basis ist etwa die Gesellschaft, also die Gegenwart anderer Menschen, ursprüngliche Ordnungen etwa jene der Freund- und Feindschaft und ursprüngliche Bemühungen insbesondere jene, welche sich auf die vorigen drei Beispiele beziehen.

Die im vorigen Beitrag betrachteten materiellen transzendenten Akte beten für ursprüngliche Hintergründe,
  • gebietend für uns verbundene Basen, beziehungsweise Bedingungen,
  • entlohnend für rechtschaffene Ordnungen, beziehungsweise Bedeutungen und
  • fügend (vormals abschirmend) für friedliche Bemühungen, beziehungsweise Einwirkungen,
während die ideellen transzendenten Akte dafür beten, daß uns ein hinreichend an unsere Selbstfestlegung angepaßter Hintergrund erwachse, im Gebet für
  • die Bahn oder Entfaltungsweise dringlich notwendige Basen, beziehungsweise Bedingungen für die Umsetzung unserer Verpflichtung,
  • die Gnade oder Erfassungsweise bedeutsame Ordnungen, beziehungsweise Bedeutungen für die Begegnung des von  uns Gelobten, und
  • das Amt oder die Wirkungsweise sinnhafte Bemühungen, beziehungsweise Einwirkungen für die Befriedigung des von uns Anerkannten,
wobei die Erfüllung des Gebets einerseits von der Ehrbarkeit der Selbstfestlegung, idealerweise ihrer Gehießenheit, und andererseits von der Inadäquanz bei gleichzeitiger Ernsthaftigkeit des eigenen Anpassungsbemühens, das heißt des eigenen Suchens, beziehungsweise Klärens oder Probierens, abhängt.

Insbesondere können wir also gebietend für die Inspiration beten, weil sie uns verbunden ist, und als notwendige Basis der Verpflichtung für den Frieden und für eine Ordnung, beziehungsweise Bedeutung, welche es uns erlaubt, sie aufzuspüren.

Alle diese Dinge sind mittlerweile in Bewegung, die Basen, Ordnungen und Einwirkungen, wobei die Änderung der Ordnungen unwiderstehlich ist, während die daraus resultierenden, sie verwirklichenden Einwirkungen, und die aus ihnen resultierenden, ihnen zugewandten Basen als ureigene Schöpfung der ureigenen Entscheidung der ureigenen Betrachtung der sich reformierenden Gesellschaft von ihren erstarrten Teilen bekämpft werden, wobei ihnen die Frivolität, mit welcher manche die neue Ordnung verwirklichen, in die Hände spielt, aber diese Wirren gehen vorüber und Ernsthaftigkeit markiert den kürzesten Weg aus ihnen.

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14. April 2026

Aussichten und Besinnungen in der zeitenüberbrückenden Wahrnehmung

Die drei Zeiten lassen sich nicht nur durch teleologische Verständnisse verbinden, sondern auch in zeitenüberbrückender Wahrnehmung, in welcher die Aussichten als
  • Basis, die Aufmerksamkeit,
  • Ordnung, das Verständnis, und
  • Bemühung, der Bedacht,
erscheinen und die Besinnungen als
  • Zuwendung zur Bemühung, die Verfolgung,
  • Beziehung auf die Basis, die Einlösung, und
  • Verwirklichung der Ordnung, die Auslösung,
wobei wir
  • uns friedlichen Bemühungen zuwenden, also verfolgen, was sie auslösen,
  • uns auf uns verbundene Basen beziehen, also einlösen, was sich aus ihrer Verfolgung ergab, und
  • rechtschaffene Ordnungen verwirklichen, also auslösen, was sich aus ihrer Einlösung ergab,
und dies bildet die Grundlage für unser Gehießensein, also
  • uns dem Gewissenhaften zuzuwenden,
  • uns auf das Vorgezogene zu beziehen und
  • das (subjektiv) Geglaubte zu verwirklichen,
welches uns, wenn wir es erfahren und reflektieren, oder gleich als Abhängigkeit erleben, selbst wieder verbunden ist, derart wir gebietend für diese Basis beten, also daß sich uns die Welt uns heißend öffnen möge, wobei Gott das Verbindungsglied ist, welches dies ermöglicht, indem er das Existente und dessen Aufgreifen auf einander ab- und damit die Bedingungen bestimmt, und es ist die Freude über diese Abstimmung, welche ein fünfjähriges Kind erfüllt, wenn es die ersten Kräuter im Frühling keimen sieht und den gelben, zu Heu gewordenen Flor abgestorbener Halme dem frischen Grün des sprießenden Teppichs weichen.

Dort also liegt der Ursprung jenes Glaubens, wie wir auch
  • allgemein gebietend, beziehungsweise sie verfolgend für den Bezug auf uns verbundene Basen beten,
  • unsere Haltung in ihnen spiegelnd für die Verwirklichung rechtschaffener Ordnungen, wobei Gott die Haltung mit dem Freigelegten ab- und damit ihre Bedeutung bestimmt (wie gesagt, kleine Sünden bestraft der liebe Gott sofort), und
  • dieselben behütend für die Zuwendung zu friedlichen Bemühungen, wobei Gott die Einwirkung bestimmt (der Symmetrie folgend indem die Vorhaben mit der aufbauenden Haltung abgestimmt werden, was allerdings zwar nicht notwendig falsch, jedoch wenig erhellend ist, wohl weil sich die Einwirkung auf eine Materie und nicht auf eine Haltung bezieht).
Spiegeln tut sich unsere Haltung in jeder von uns abhängigen Ordnung (Wie es in den Wald hineinschallt, so schallt es auch wieder heraus), und der Sinn künstlicher, also menschlicher Ordnungen besteht darin, einen Rahmen für die natürliche, also göttliche Ordnung zu setzen, welchen die ihnen Unterworfenen nicht verlassen können, so lange die künstliche Ordnung aufrecht erhalten wird.

Ich möchte dazu an dieser Stelle nur bemerken, daß ein solcher Rahmen, wenn er zu eng wird, dazu führt, daß die Einsicht, etwas besser ordnen, beziehungsweise die natürliche Ordnung durch entsprechende Haltungen besser ausnutzen zu können, folgenlos bleibt und man also sehenden Auges in unheilvolle Dynamiken hineingezogen wird.

Andererseits weiß ich, daß Gott in der Tat über Bedingungen, Bedeutungen und Einwirkungen gebietet, und daß wir ihm verbunden sind, im doppelten Sinne.

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12. April 2026

Das elementare Verständnis der gegenwärtigen Zeitpunkte der drei Zeiten und das es teleologisch verbindende

Ein umständliches Verständnis der gegenwärtigen Zeitpunkte der drei Zeiten habe ich etwa hier angegeben.

Das elementare, also, besteht darin, den gegenwärtigen Zeitpunkt
  • der linearen Zeit durch Umstände zu erfassen, das heißt durch die Konjunktion linear gleichzeitiger Aufgriffe,
  • der netzförmigen Zeit durch Zustände, das heißt die Konjunktion netzförmig gleichzeitiger Begriffe, und
  • der punktförmigen Zeit durch Einstände, das heißt die Konjunktion punktförmig gleichzeitiger Angriffe,
wobei Umstände und Zustände stets auf einander bezogen werden müssen, um nicht zu Erfassungen à la das, dies und jenes oder eines ist größer als ein anderes zu gelangen, und Einstände zu ihrer Fixierung auf beide.

Das elementare Verständnis teleologisch verbindende Verständnis besteht hingegen darin, die voraufgehende Vergangenheit antizyklisch einzubeziehen, also
  • die vorigen Zustände in die gegenwärtigen Umstände in Form ihrer Bedeutung für letztere,
  • die vorigen Einstände in die gegenwärtigen Zustände in Form ihrer Einwirkung auf letztere und
  • die vorigen Umstände in die gegenwärtigen Einstände in Form der Bedingungen für letztere, welche erstere bilden.
Natürlich läßt sich dies auch auf die Handlungshintergründe und deren Anpassungen an einander beziehen, also in Form der
  • Bedeutung, welche die Materie für die Begegnung der Entwicklung hat,
  • Wirkung, welche die Vorhaben hinsichtlich der Befriedigung der Materie haben, und
  • Bedingungen, welche die Entwicklung für die Umsetzung der Vorhaben schafft,
und entsprechend
  • halten wir uns die Bedeutung vor,
  • streben die Wirkung an und
  • gehen mit den Bedingungen um.
Am natürlichsten, aber,  ist der Bezug auf die Glaubensweisen: Wir
  • fassen im Verständnis auf, um eine Bedeutung zu klären,
  • entheben uns im Bedacht, um eine Einwirkung zu probieren (vormals erwachsen zu lassen), und
  • öffnen uns in der Aufmerksamkeit, um Bedingungen zu suchen,
womit die Spiritualität der Bestürztheiten nun auch um diesen Aspekt symmetrisch erweitert wurde, wobei sich Auffassung, Enthebung und Öffnung natürlicherweise auf die Welt beziehen, in welcher wir bestürzt unserem Glauben folgen, also an
  • die Klärung der Bedeutung glaubend auffassen, weil wir besessen, oder
  • das Probieren von Einwirkungen glaubend uns entheben, weil wir beklommen, beziehungsweise
  • die Suche von Bedingungen glaubend uns öffnen, weil wir betreten sind,
wobei die Klärung der Bedeutung dieses Sachverhalts darauf führt, daß Glaube die daimonische Antwort auf Bestürztheit ist, was wohl auch jeder ahnt, also daß derjenige, welcher keine Schwierigkeiten damit hat zu entdecken, sich einzustellen oder nutzbarzumachen, auch an nichts glaubt, wobei die Schwierigkeit aus dem Mißverhältnis zwischen Können und Wollen erwächst, und, wenn man dieses kulturgeschichtlich betrachtet, so läßt es sich, aufgrund des Wachstums des Könnens innerhalb eines Zeitalters, auf das ihm nicht entsprechende Wachstum des Wollens zurückführen, derart der Glaube eines Zeitalters an der Gleichgültigkeit gegenüber der ihm entsprechenden Handlungsstrategie stirbt, im Zeitalter der
  • Wunder gegenüber dem Entdecken,
  • Werke gegenüber dem Einstellen und
  • Wacht gegenüber dem Nutzbarmachen:
Sollte aber Gott nicht auch retten seine Auserwählten, die zu ihm Tag und Nacht rufen, und sollte er's mit ihnen verziehen? Ich sage euch: Er wird sie erretten in einer Kürze. Doch wenn des Menschen Sohn kommen wird, meinst du, daß er auch werde Glauben finden auf Erden?

Lukas 18:7-8
Post Scriptum vom selben Tag. Ich sollte der Flüssigkeit des Textes halber nicht übergehen, daß der hier betrachtete Glaube die ideellen Gebete im besonderen betrifft und die übrigen nicht und auch nicht den Glauben an Gott als solchen. In jedem Falle aber ist der Glaube in Form von Verhaltensmustern in uns angelegt.

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10. April 2026

Kursbestimmung mit und ohne Einsichtsvermittlung

Einsichtsvermittlung setzt den philosophischen geistigen Horizont voraus, welcher also die Verfassung (das Rollenverständnis) eines Schwarms dadurch formt, daß er ihr Beschreibungen von Materien unterlegt, und der gläubige geistige Horizont eine Beschreibung des menschlichen Daseins im besonderen, wobei es sich nur dann um Einsichtsvermittlung handelt, wenn der betreffende Sachverhalt zum Zeitpunkt seiner Vermittlung als wahr erkannt werden kann.

Letztere Einschränkung ist nötig, um die Einsichtsvermittlung von der Erfahrungsvermittlung abzugrenzen, also daß etwas auf eine bestimmte Weise abzulaufen pflegt. Letztere ist denn auch die Alternative* zur ersteren, nur daß sie diese nicht alleine bildet, sondern zusammen mit der Instinktauslese: Die Jugend hat den Instinkt, das Alter die Erfahrung, und wenn das Alter abtritt, wählt es die Jugend mit dem Instinkt, welcher ihm am besten gefällt, aus, um ihr seine Erfahrung zu vermitteln.

Einsichtsvermittlung findet in den Wissenschaften statt und bisweilen in Religionen , Erfahrungsvermittlung in den meisten andern Institutionen.

Die katholische Kirche schwingt ja große Reden über die Familie als Keimzelle der Gesellschaft, Platon nennt sie in den Nomoi (wenn man so will) die Keimzelle der schönsten Tragödie (wenn ein Mann der Witwe seines Bruders Samen erzeugen soll, und ein Bruder den andern aus Haß umbringen darf, ist es, glaube ich, recht leicht nachzuvollziehen, wie das eine zum andern führt), ich möchte an dieser Stelle hingegen auf einen wichtigen Unterschied zwischen Familie und Gesellschaft verweisen, welcher zum so genannten Generationenkonflikt führt, welcher in Wahrheit ein Koalitionskonflikt ist.

Den Lieblingsinstinkt zu wählen fällt in einer Familie, sofern die Frau treu ist, nicht weiter ins Gewicht, da der Charakter väterlicherseits ererbt wird. Und gleichzeitig stellt es auch keine unnatürliche Einschränkung dar, da die Jugend nur ihren Instinkt besitzt.

Wenn in einem beliebigen Schwarm hingegen Führungspositionen auf diese Weise besetzt werden, kommt es zu zwei Problemen:
  1. Kursänderungen können nur gegen den Willen der Führung zustande kommen, das heißt Neuanfänge werden systematisch verroht, und
  2. Kursfortsetzungen werden systematisch instinktiviert, indem unnötigerweise vorhandene Erfahrung übergangen wird (wogegen sich das Haus Saud selbst als Familie, mit allerdings sehr vielen Kindern,  lange gewehrt hat, jetzt allerdings wohl davon abzukommen scheint).
Letzteres ist unter Studienräten als Schweinezyklus bekannt: Die alten gehen alle in Pension, die neuen kommen frisch von der Universität. Die Verrohung sieht man etwa im Wahlkampf, die Instinktivierung, wenn ein politisches Lager zu lange unangefochten bleibt, natürlich auch. Daß der Wunsch der Alten, ihre Brut an ihre Stelle zu setzen, Generationenkonflikt genannt wird, ist nur wieder ein Beleg für die Verlogenheit unserer Kultur. Übrigens dürfte auch King Lear's Verhalten so zu erklären sein: Er ist einfach zu alt geworden und seine Kinder zu selbständig und also geht er Schmeichlern auf den Leim - wieder ein Argument auf Hamlet'sche Art durch Königsmord dem Gemeinwohl zu dienen. (Aber bitte nicht im Falle Trump's: Vance ist ein Musterbeispiel der Instinktivierung und taugt höchstens zum Klassensprecher.)

Weiterhin stellt sich die Frage, wie eine Kirche Schwärme zu beeinflussen gedenkt, durch Einsichtsvermittlung oder durch Begünstigung genehmer autonom ihre Erfahrungen vermittelnder, und ich denke, daß dies der entscheidende Unterschied zwischen der orthodoxen und der katholischen Kirche ist, welcher sich in der Verfeindung katholischer Nationen untereinander einerseits, schließlich braucht es den Krieg, um eine Partei zu begünstigen (angefangen hat es, wenn auch verheimlicht, mit den Wikingerüberfällen, mit den Kreuzzügen wurde es zur offiziellen Politik, welche alsbald zur Usurpation des Papsttums zu nationalen Zwecken führte, und nachdem dieser formale Austritte aus der katholischen Kirche folgten, setzte es sich noch einmal in den napoléonischen Kriegen fort, wobei Napoléon die Katholiken bekanntlich dadurch von seiner Vertrauenswürdigkeit überzeugte, daß er die Bücher, welche er dem Vatikan entwandte, nicht verbrannte: Was habt ihr bloß alle für Ängste? Ich soll unzurechnungsfähig sein? Denkste!), und den von Dostojewskij in den Brüdern Karamasow geschilderten Eitelkeiten im Kloster Sossimas andererseits, sind die Gläubigen doch zumeist weniger an den eigenen Einsichten interessiert, als es einem lieb wäre, ausdrückt, woher denn auch die demonstrative Bescheidenheit aller östlichen Geistlichen rührt, also um jedem potentiellen Geistlichen zu verdeutlichen, daß er ohne Bescheidenheit seine Rolle nicht ausfüllen können wird. Bei westlichen Geistlichen kommt das schlicht nicht zu tragen:  Je stattlicher sie auftreten, je wichtiger sie scheinen, desto mehr fällt ihre politische Parteinahme ins Gewicht.

Freilich, eine Kirche kann nicht lehrsame Katastrophen einfädeln, und wenn sie noch so geschickt dabei vorgeht, es fällt doch auf sie zurück, sie muß es dabei belassen, dem Falschen genug Raum zu geben, um von genügend Vielen als solches erkannt zu werden.

* Erfahrungen lassen sich tatsächlich nur als logisch zu erwarten oder gemachte vermitteln, wobei letztere vom Instinkt vorbereitet werden, jedoch gibt es mehr als nur die beiden näher besprochenen Ansätze, so etwa jenen der Saudis bisher, Abd al-Aziz' Söhne der Reihe nach durchzugehen, oder jenen der Freimaurer, nützliche Potentiale in ihre Logen einzuladen.

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6. April 2026

Die Spiritualität der Bestürztheiten

Die Bestürztheiten,
  • besessen nicht entdecken,
  • beklommen nicht einstellen und
  • betreten nicht nutzbarmachen zu können,
scheitern also an der Verfolgung
  • der Anteilnahme (im weiteren Sinne*) oder Gewahrung, beziehungsweise
  • des Erfolges oder
  • der Gunst,
* dieselbe ist identisch mit dem Interesse. Die Anteilnahme im engeren Sinne (Stolz im weiteren Sinne oder Glück) ist das Interesse am Erfolg. Den Erfolg zu verfolgen, heißt, sich bei den eigenen Vorhaben anzustrengen, erfolgreich zu sein, das Interesse am Erfolg zu verfolgen, hingegen, sich anzustrengen, die eigene Erfolglosigkeit durch Anteilnahme an Erfolgsfaktoren zu überwinden.

und ergeben sich also komplementär zu
  • anteilnahmsvollen Haltungen, welche interessante Entwicklungen entdecken können,
  • geplanten Vorhaben, welche garantierende Haltungen einstellen können, und
  • konventionalen Entwicklungen, welche von konventionalen Vorhaben nutzbargemacht werden können,
wobei eine Konvention eine Haltung ist, welche eine Interaktion zwischen Rollen regelt, und bilden folglich den Glaubensweisen entsprechede Paare:
  • durch die Gehießenheit die eigene Anteilnahme zu klären und, sofern sie logisch ausgeschlossen ist, für eine anteilnahmsvolle Erfassung(s-, vormals Erfahrungsweise) betend aufzubrechen (ersteres betrifft das Gebet für die Gnade der Inspiration und letzteres jenes für jene die Ordnung),
  • durch gehießene Planung die eigenen Vorhaben erwachsen zu lassen und sie um das Amt ihrer Umsetzung betend zu formieren, und
  • das Gehießene in Konventionen zusammentragend zu suchen und um die Bahn ihrer Befriedigung betend auf ihnen aufzubauen,
was den Hintergrund für die
  • besessene Auslieferung im Aufbruch (und, wenn man so will, auch bei der Klärung),
  • beklommene Enthebung zur Planung und
  • betretene Unterwerfung beim Aufbauen (und, wenn man so will, auch bei der Suche)
bildet, indem der weitgehenden Profanität der Formierung Rechnung getragen wird.

Eine Bestürztheit schließt dabei eine andere nicht aus. Im Gegenteil, wer planen möchte, mag zuvor klären wollen, um bei der Planung auch alles zu berücksichtigen, woran er interessiert ist oder sein sollte. Dies ist insbesondere bei der Anwendung auf die generativen Zykel der Zeitalter zu bedenken. Beispielsweise bestünde die Art der Lehre im Zeitalter der Werke dem Muster folgend aus Erfindern, während Grundlagenforscher dem Schwarm der Teilhabe im Zeitalter der Wunder entsprächen, aber letztere sind ersteren natürlich als Mannschaften ihrer Disziplinen und Schulen unterzuordnen. (Vieles läßt sich selbstverständlich auf vielerlei Weise betrachten.)

Und zuletzt noch eine Bemerkung zur Besessenheit. Unsere Anteilnahme bildet unseren Bezug zur Welt und auch zu uns selbst in ihr. Ersterer ist a posteriori, letzterer a priori: Wir wissen anfangs nicht, worin Erfolge bestehen, einer der ersten etwa darin, auf zwei Beinen zu laufen, aber wir wissen sehr wohl von Anfang an, daß wir erfolgreich sein müssen. Und wenn nun die Welt fehlt, welche es uns erlaubt, unserer Anteilnahme an uns in ihr zu genügen, so fühlen wir uns von dem a priori Bekannten besessen, und dazu gehört unsere Beziehung zu Gott, welche die Welt aus ihrer Wesensfremdheit mit uns holt und eine Vermittlung auf der Basis des sie bestimmenden Geistes ermöglicht, siehe auch den Bewußtseinsmodus der Eingebundenheit.

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2. April 2026

Gemeinschaftliche Entwicklung ureigener Aussichten und Reformen derselben

Wo Gemeinschaften zugleich verschiedene Gehießenheitsgefäße bilden, werden gemeinschaftlich ureigene Aussichten gebildet wie im vorigen Beitrag gesehen, umgekehrt sowieso und kraft des erzeugten gesellschaftsdynamischen Moments auch in dieser Richtung.

Doch um was handelt es sich bei den reformierenden Eingriffen der Aufgleisung, Indoktrination und Betrauung?

Die gemeinschaftliche Entwicklung der ureigenen Aussichten erfolgt wie folgt:
  • Traditionen modernisieren die ureigene Schöpfung,
  • Schwärme fundieren die ureigene Betrachtung (durch ihre Erfahrung) und
  • Arten ordnen die ureigene Entscheidung,
und
  • Modernisierung führt zur Erschütterung von Schwärmen,
  • Fundierung zum Ausscheren aus Arten (daher etwa das Verbrüderungsverbot für Besatzungstruppen) und
  • Ordnung zur Aufgabe von Traditionen.
Eine Reform des jeweils letzteren Gehießenheitsgefäßes wird also notwendig, da sein Fundament aufgeweicht wird. Die Frage ist nur, ob die Entwicklung der jeweils fundamentalen ureigenen Aussicht abgeschlossen wurde, in welchem Fall die Reform auf ihr aufbaut, oder nicht, in welchem Fall die Reform sie auffängt.

Die unter Karl dem Großen erfolgte Indoktrination baute auf der von den Kirchenvätern akzeptierten ureigenen Betrachtung Jesu Christi auf, und eine vorherige Indoktrination hat es nicht gegeben, denn in dem Fall hätten die indoktrinierten Griechen und Römer in ihren Fundierungsprozessen aus der Doktrin ausscheren müssen und zu ureigenen Betrachtungen kommen müssen, was aber nicht geschehen ist, was sofort erhellt, wenn man etwa Augustinus' Schriften oder jene Damaskios' betrachtet, denn beide kommentieren das Christentum aus vorchristlich antiker Perspektive.

Wiewohl die abendländische Indoktrination also auf Christi Fundierung aufbaut, fängt sie zugleich die germanisch-slawische auf, und stellt sich also später gegen das Ausscheren der Böhmischen Brüder.

Entsprechend baut die im Vertrag von Saragossa fixierte Betrauung auf der iberischen Ordnung auf, wohingegen sie jene Nord- und Osteuropas auffängt und sich also später gegen die Aufgabe der mittelalterlichen Verpflichtungen seitens insbesondere der Holländer und Engländer stellt.

In diesen beiden Fällen ist es nicht ganz klar, was die katholische Kirche zu diesen Eingriffen motivierte: Angst vor den Barbaren oder Zufriedenheit mit ihrer ureigenen Aussicht, zunächst Christi Betrachtung und später der iberischen Entschiedenheit? (Ich fürchte im ersten Fall Angst und im zweiten Zufriedenheit.)

Was hingegen den dritten Eingriff angeht, die globalistische Aufgleisung, sie erfolgt offensichtlich aus Angst vor jeder weiteren Modernisierung, denn bisher ist noch keine abgeschlossen worden, mit welcher jemand zufrieden sein und auf ihr aufbauen könnte, was hingegen damit zusammenhängt, daß wir der Logik des generativen Zykels des Zeitalters der Werke und nicht jener jenes der Wunder folgen, denn letztere sucht den Frieden nicht durch Geräte, sondern durch Ratschläge herzustellen.

Übrigens ist es nicht so, daß die globalistische Aufgleisung einen besonderen Einfluß auf die sich zeigende Oberflächlichkeit der Verbundenheit bei den sie erschütternden Modernisierungen hätte: Jede Modernisierung seit 1970 bringt erschreckende Oberflächlichkeit der Verbundenheit zum Vorschein, gleich welche Verfassung sie erschüttert, selbst wenn der einzelne Modernisierer anderes im Sinn gehabt haben mag, denn gerade das zeichnet den Geist der '70er Jahre aus, daß die Moderne, soweit es die Ansprüche des Volks betrifft, an ihr Ziel kam, so daß also jede weitere Modernisierung nichts mehr für das Volk zu leisten vermag (demgemäß denn auch Flipper zu den beliebtesten Computerspielen gehört).

Als ich noch an der Universität Hamburg studierte, bemerkte ich dieses Phänomen in Form des Gegensatzes zwischen den so genannten langweiligen Seminaren, in welchen es nur um die Entwicklung von Verständnissen mathematischer Sachverhalte ging, und den so genannten interessanten, bei welchen technische Anwendungsmöglichkeiten dazu motivierten, denn letztere erfüllte ein spürbar oberflächlicherer Geist, das heißt, sie erfüllte ein oberflächlicher Geist, während die Teilnehmer der ersteren eher verschlossen waren - nur sehr wenige Mathematikprofessoren und -studenten sprühen vor Freude an der Erkenntnis (Peter Slodowy etwa, welchen ich zwei Jahre vor seinem Tod beim Gedenken zu Emil Artins 100. Geburtstag sah, dessen Sohn auch da war und mich mit Star Trek-Termini im Bereich der nicht-kommutativen Algebra nervte.)

W. F. war auch da - was ich damals bereits komponiert hatte, drückt die Betretenheit aus, in einem oberflächlich verbunden verfaßten Schwarm eine persönliche Beziehung zu einem anderen Zweck als dem strategisch-technischen Fortschritt knüpfen zu wollen: Wiewohl ich damals noch an dessen tiefere Bedeutung glaubte, war mir doch klar, daß es eine solche unmöglich inmitten von Oberflächlichkeit geben könne. Andererseits hatte ich bereits 11 Jahre vorher angesichts Tschernobyls den Schluß gezogen, daß, wenn es auch eine solche geben sollte, sie doch nicht politisch protegiert wird, sondern allenfalls, wie Unkraut, zwischen den Fliesen gedeihen kann.

Nun, die Chinesen haben einen optimistischeren Technikbezug, da sie noch nicht am Ziel der Moderne waren, aber auch sie sind sehr oberflächlich in ihrem Modernismus, wiewohl  ein bißchen weniger, und ich denke, daß sie genau deswegen auch sinnvollere Innovationen studieren als der Westen: Es gibt schon noch hier und da Abhängigkeiten, welche es in schwieriger Lage im Namen des Volks zu überwinden gilt, was uns indessen nicht betrifft, da wir letztere nicht erleiden, sondern in sie zwingen, und diesbezügliche Fortschritte würden uns schließlich alle autarker machen. Aber brauchen tun wir diese Dinge nur für den Übergang und vielleicht noch zur Stabilisierung der neuen Verfassung.

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1. April 2026

Fundierungskonflikte

Die im vorigen Beitrag betrachtete Glaubensverwahrlosung tritt insbesondere bei Fundierungskonflikten auf.

Ein Fundierungskonflikt besteht, sobald eine Gemeinschaft zwei Gehießenheitsgefäße zugleich bildet, namentlich ein
  • systemisch-doktrinaler, wenn sie einen Schwarm und eine Art bildet,
  • doktrinal-strategischer, wenn sie eine Art und eine Tradition bildet, und
  • strategisch-systemischer, wenn sie eine Tradition und seinen Schwarm bildet.
Infolge dieser Konflikte mag es zu Fundamentaufweichungen kommen, welche mit Glaubensverwahrlosungen einhergehen, infolge eines
  • systemischen-doktrinalen zum Ausscheren des Schwarms im Rahmen seines Entdeckens, welches die Haltung der Art aufweicht,
  • doktrinal-strategischen zum Aufgeben von Vorhaben der Art im Rahmen ihres Einstellens, welches dieselben der Tradition aufweicht, und
  • strategisch-systemischen zum Erschüttern des Schwarms im Rahmen des Nutzbarmachens der Tradition, welches die Entwicklung des Schwarms aufweicht.
Ausscheren führt zu Risikobereitschaft, Aufgeben zu Einseitigkeit und Erschüttern zu Oberflächlichkeit, und Fundierungskonflikte treten insbesondere bei angeleiteten ureigenen Aussichten auf, das heißt, wenn eine Bildung aus einer Delegation resultiert und eine andere eine ureigene Aussicht darstellt, namentlich wenn
  • die Haltung dadurch bestimmt wird, daß ein Prüfer einen Kandidaten indoktriniert, und die Entwicklung zu einer ureigenen Schöpfung gehört,
  • die Vorhaben dadurch bestimmt werden, daß ein Auftraggeber einen Auftragnehmer betraut, und die Haltung zu einer ureigenen Betrachtung gehört, und
  • die Entwicklung dadurch bestimmt wird, daß ein Herr einen Diener aufgleist, und die Vorhaben zu einer ureigenen Entscheidung gehören,
und dieses hat insbesondere in der Geschichte des Abendlandes stattgefunden:
  • die katholische Kirche hat den Adel indoktriniert, welcher ausgeschert ist und dadurch risikobereit wurde und also in Katastrophen hineingeschlittert ist (die sieben Siegel der Offenbarung),
  • dann hat sie den Adel betraut, welcher einige Vorhaben aufgab, indem er zu einer ureigenen Betrachtung gelangte, einseitig wurde und also übergriffig (die sieben Posaunen) und
  • schließlich haben die Vereinigten Staaten von Amerika den Westen aufgegleist, welcher dieses System seitdem erschüttert, indem er zu ureigenen Entscheidungen gelangt ist, oberflächlich wurde und sich dadurch verstrickt (die sieben Schalen des Zorns Gottes).
Die Logik hierbei ist, daß die Anleitung dazu dient, ureigene Aussichten auf ihrer Basis erwachsen zu lassen, daß es sich also um eine Art Aussaat handelt, und daß die Anleitung also der Saat weichen muß, und zwar, je weiter der Wachstumsprozeß gediehen ist, mit desto größerem Recht, so daß am Ende die erwachsene ureigene Schöpfung steht.

Nicht jeder akzeptiert die amerikanische Aufgleisung, aber jene, welche sie akzeptieren, verfolgen ihre Vorhaben mit erschreckender Oberflächlichkeit und haben jede tiefere Verbundenheit aufgegeben. Indes wird jede solche Strategie dadurch zum Mahnmal für alle, welche es nicht getan haben, und nicht nur jene des Tiers in der Zeit des achten Königs, was deshalb von Bedeutung ist, weil diese Mahnung erst hinreichend deutlich erfolgen muß, bevor es möglich wird, dafür zu beten, daß diese Aufgleisung endet. Ich sagte dies, wenn auch nicht so explizit, bereits zuvor, also daß nicht alles, was vom Tier gesagt wird, notwendigerweise auf die Zeit des achten Königs zu beziehen ist, und insbesondere nicht, was von seinem Malzeichen gesagt wird, denn daß sich Hure und Tier in dieser Beziehung nichts nehmen, ist schon seit längerem klar, genauer gesagt seit dem 11. September 2001.

Eine Weise, auf welche das Tier das Fleisch der Hure essen kann, ist natürlich durch Militärausgaben, aber ganz so profan hat die Offenbarung den Vorgang nicht geschildert - auch steht zu befürchten, daß es dabei zunächst das Fleisch aller anderen Menschen auf Erden äße. (Der achte König befehligt das Tier, nur in dem Sinne ist er es, aber damit habe ich genug wiederholt.)

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