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30. März 2023

Sharing interests

Let 1/n be the likelihood that any given person is interested in a certain topic. Assuming that authors don't differ from the general population insofar as their interests are concerned and assuming further that they only produce works that deal with all the topics they're interested in and that all authors are equally prolific and that the likelihood that any given person is interested in some topic is 1, the likelihood that any given work is on the given topic is also 1/n. (Instead of equally prolific stochastically independently from the topic prolific would of course suffice.)

If n is a big number, the search for works of interest becomes arduous, which leads to the question how it could be facilitated.

Ironically, the way to facilitate it, is to make it more cumbersome by funnelling all works through a group of selectors whose interests also don't differ from the general population and who only select works that interest them and always select two at once and join them in a bundle and letting the general public only have access to these bundles of pairs of works.

Kind of like when you want to download a certain song but can only download a hit compilation, because, when you find a compilation on which all songs are good, you know that the compiler has the same taste that you have and that allows you to profit from his search of interesting songs by looking at his other compilations (TimeLife comes to mind).

The reason for this is that the likelihood for both works being about a certain topic, when the selector is not interested in that topic, is only (1/n)2, stochastic independence between topics presumed, whereas the likelihood of finding such a bundle is slightly higher than 1/n, i.e. 1/n+(n-1)/n3, so that only about every n-th time we found a bundle we'd be mistaken in the presumption that we found a partner in the search for works on the given topic and even if we were mistaken about such a partner, we'd soon find out and have wasted little time.

So, by not searching works directly, but relying on others to bundle works according to their interests, we lay the foundation for networks of like minded people working together sharing their findings.

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26. März 2023

Zur Dynamik der Menschenführungsverhältnisse

Der vorige Beitrag war notwendig geworden, weil mir gestern eine ganze Reihe interessanter geschichtlicher Entwicklungen aufgefallen sind, welche auf der Veränderung der Menschenführungsverhältnisse beruhen, sich aber nicht aus den ursprünglichen Theorieansätzen heraus erklären lassen.

Zunächst folgende Beobachtung:
  • Wer umsetzt, trägt Verantwortung,
  • wer begegnet, bezieht sich auf Abhängigkeiten, und
  • wer einordnet, auf Gültigkeiten.
Wenn sich also Verantwortlichkeiten, Abhängigkeiten und Gültigkeiten ändern, so sollte das auch Auswirkungen auf die Menschenführungsverhältnisse haben.

Betrachten wir zunächst die Arten der Änderung von Verantwortlichkeit, Abhängigkeit und Gültigkeit, wie wir sie aus den drei Zeitaltern in folge des generativen Zykels kennen:
  • Verantwortlichkeit konzentriert sich in immer weniger Händen,
  • komplexe Abhängigkeiten werden entrückt und
  • zunehmend ausgeleuchtete Gültigkeiten erzeugen einen intellektuellen Auftrieb,
und dies wirkt sich wie folgt auf die Menschenführungsverhältnisse aus:
  • Auftragnehmersterben und Auftraggebermetamorphose,
    1. Dienersterben und Herrenmetamorphose,
    2. Prüfersterben und -metamorphose und
  • Kandidatenmetamorphose
Bei der Auftraggeber-, Herren- und Prüfermetamorphose handelt es sich um Alleingänge der Delegierten, welchen die einst Delegierenden nachziehen, nämlich beim Wandel
  • des Auftraggebers zum Inspektor, welcher selbst ausrichtet, um Verplanung,
  • des Herren zum Beherbergenden, welcher selbst berücksichtigt, um Individualisierung und
  • des Prüfers zum Sieger, welcher selbst Rechenschaft gibt, um Losreißung,
bei der Metamorphose des Kandidaten handelt es sich hingegen um seine erleuchtungsbedingte Loslösung aus den Menschenführungsverhältnissen.

Losreißung tritt nur innerhalb einer Gruppe von führenden Verwaltern in folge des Entrückungsstrebens eines von ihnen auf, welchem es gelingt, sich der Prüfung durch die übrigen zu entziehen. Und Individualisierung tritt nur in folge einer sich zunehmend entrückenden Ausleuchtung auf.

Karl Marx hat die Verplanung vorhergesagt, und sie ist auch zunehmend bei der Verschmelzung von Staat und Banken zu beobachten. Neben Moses liefert auch die britische Herrschaft über Indien ein Beispiel für die Individualisierung, insofern die Inder den Briten beim Gesellschaftsentwurf nicht zur Hand gehen konnten und sich also zunehmend als Gäste in einer fremden Architektur wiederfanden. Beispiele für die Losreißung sind Alexander der Große und Julius Caesar, aber auch die Normannen, Habsburger oder Hohenzollern.

Allerdings läuft jeder Alleingang gefahr, einer Revolte zum Opfer zu fallen, nämlich
  • die Individualisierung der Revolte der Schüler (Aufgreifer), siehe etwa die Geschichte vom Goldenen Kalb oder den Ärger der Briten darüber, daß sich die Inder nun erdreisten mitzubestimmen, was britische Literatur ist,
  • die Losreißung der Revolte der Nießer (Freileger), etwa beim Übergang der Macht Alexanders an die Satrapen, dem Aufstieg des Christentums in Rom oder dem Niedergang der Rolloniden, und
  • die Verplanung die Revolte der Benutzer (Einsetzer), von Marx als Überwindung des Sozialismusses zum Kommunismus vorhergesagt und auch oftmals bei rekrutierten Hilfstruppen zu beobachten.
Neben der Delegation gibt es aber auch noch die Möglichkeit der Koordination von Erfahrungen, Haltungen und Vorhaben, und diese sind zum Teil nicht von den Veränderungen betroffen. Genauer gesagt ist die Koordination
  • von Erfahrungen gegen die Individualisierung immun,
  • der Haltung gegen die Loslösung, nicht aber gegen die Losreißung, und
  • der Vorhaben gegen die Verplanung,
weshalb eine bestehende kommunale Ordnung, etwa, gar nicht erst in den Sozialismus abgleiten müßte.

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Reaktionen

Die Reaktionsmuster sind einem algebraischen Spiel entstiegen, und ihr wahrer Ursprung liegt weiterhin im Nebel, welchen ich nun zu heben gedenke.

Eine Reaktion liegt vor, wenn eine Aktion (ein Aktionsmuster) eines Anderen den eigenen Rechtfertigungs- oder äquivalent auch den eigenen Besinnungskreislauf durchbricht, das heißt
  • ein Entwicklungsmuster, beziehungsweise eine Abhängigkeit, namentlich eine Behelfung,
  • eine Behandlung, beziehungsweise eine Gültigkeit, namentlich ein Angebot, oder
  • eine Abzielung, beziehungsweise eine Verantwortlichkeit, namentlich eine Belohnung,
stiftet, derart die Einfügung in den natürlichen Kreislauf aussetzt, also
  • das Ausrichten nach dem Natürlichen,
  • sein Berücksichtigen oder
  • das Rechenschaftgeben über es, 
und stattdessen eine neue Aktion ansetzt, welche die Stiftung einbezieht, nämlich bei
  • der Beholfenheit durch eine Behelfung ein begegnendes Angehen,
  • der Bedrängtheit durch ein Angebot ein einordnendes Studieren und
  • der Betroffenheit durch eine Belohnung ein umsetzendes Empfangen,
wobei
  • das begegnende Entwicklungsmuster das Wirken des Behelfenden ist,
  • die einordnende Behandlung die Stützung auf den Anbieter und
  • die umgesetzte Abzielung der Erlaß des Belohnenden.
Zwischen Stifter und Reagierendem bestehen die Menschenführungsverhältnisse, welche neben der Stiftung noch dadurch variiert werden, daß eine die Natur einbeziehende Aktion des Stifters zu variablem Grade mit der die Stiftung einbeziehenden Reaktion überlappt, derart die Reaktion
  • erstere übernimmt, wenn die Einfügung der Reaktion durch jene der Aktion des Stifters bestimmt wird,
  • erstere aufnimmt, wenn die Einfügung der Reaktion sich in jene der Aktion des Stifters einfügt, und
  • erstere revidiert, wenn die Reaktion die Aktion des Stifters revidiert,
und somit erhalten wir folgende, geklärte Tafel.
Naturein-
beziehung
des Stifters
Revision Aufnahme Übernahme
umsetzendes
Empfangen
Beherbergender - Gast:
einordnendes
Aufgreifen
Herr - Diener:
begegnendes
Angehen
Abrichtender - Gefügiger:
umsetzendes
Empfangen
begegnendes
Angehen
Sieger - Duldender:
umsetzendes
Freilegen
Prüfer - Kandidat:
einordnendes
Studieren
Investor - Protegé:
begegnendes
Angehen
einordnendes
Studieren
Inspektor - Rekrut:
begegnendes
Einsetzen
Auftraggeber - Auftragnehmer:
umsetzendes
Empfangen
Direktion - Gehorsamer:
einordnendes
Studieren

Sich in seiner Reaktion nicht frei einfügen zu können, sondern das Ausrichten des Abrichtenden, das Berücksichtigen des Investors oder das Rechenschaftgeben der Direktion zu übernehmen, bedeutet, sich dem Stifter zu überlassen. Wird das Ausrichten des Herren hingegen berücksichtigend, das Berücksichtigen des Prüfers rechenschaftgebend oder das Rechenschaftgeben des Auftraggebers ausrichtend aufgenommen, so wird das eigene Empfangen von Entwicklungsmustern, beziehungsweise das eigene Angehen von Behandlungen oder das eigene Studieren von Abzielungen an den Stifter delegiert (kurz die Erfahrung, die Haltung, die Vorhaben). Und wenn das Empfangen des Beherbergenden, das Angehen des Siegers oder das Studieren des Inspektors revidiert wird, so zieht der Reagierende dem Stifter nach.

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24. März 2023

Methoden der weltanschaulichen Formung

Der gestrige Beitrag suggeriert vielleicht, daß die weltanschauliche Formung durch Aufhetzung, Reinreiten und Verwirrung erfolgt, aber dem ist nicht so, auch wenn sie meistens bis zu einem gewissen Grad von diesen Erscheinungen flankiert wird, welche aber zu sehr auf spezielle Lebensverhältnisse zugeschnitten sind, als daß die weltanschauliche Formung üblicherweise durch sie erfolgen könnte.

Das Ziel der weltanschaulichen Formung ist es,
  • Gelübde unabhängig von der Vorliebe zu erzeugen,
  • Verpflichtungen unabhängig vom Gewissen und
  • Anerkennungen unabhängig vom (subjektiven) Glauben,
und die Menschen dazu zu bringen,
  • sich einem Korsett anzuschmiegen, welches schließlich zum Skelett wird,
  • sich Zügel anzulegen, welche schließlich zu Scheuklappen werden, und
  • ein Besteck zu benutzen, welches schließlich zum Prisma wird,
wozu
  • die Wertschätzung dahingehend manipuliert wird, daß das Unannehmliche annehmlich erscheint,
  • der Stolz dahingehend, daß das Unwichtige wichtig erscheint, und
  • die Liebe dahingehend, daß das Beliebige natürlich erscheint.
Übrigens, wo wir das gerade betrachten: Bei der weltanschaulichen Formung liegt ein Symmetriebruch vor, nämlich indem
  • das Begegnen die Auslösung einschränkt,
  • das Umsetzen die Verfolgung und
  • das Einordnen die Einlösung
und nicht etwa das Begegnen die Verfolgung, das Umsetzen die Auslösung und das Einordnen die Einlösung, aber so verhält es sich eben.

Bevor wir nun ins Detail gehen und von Annehmlich-, Wichtig- und Natürlichmachung handeln, noch eine grundsätzliche Betrachtung zur Unterrichtung: Es gibt drei Tiefen des Verständnisses,
  1. das logische Abstrakt in Form von Aussagen,
  2. auf anschauliche Gegenstände bezogene Verhältnisse und
  3. das Verständnis der ursächlichen Zusammenhänge,
und die weltanschauliche Formung kann sich der dritten nicht bedienen, weil sie zur Wahrheit führt. Wenn sie sich aber nur der ersten bedient, und das ist in sozialistischen Staaten so, genauer gesagt in der bolschewistischen Tradition der Wiederholung der Parteilinie, so versetzen sich die Menschen nicht in die entworfene Welt, sondern nehmen sie allenfalls zum Maßstab. Es ist aber nötig, daß sie sich in sie versetzen, um das Ziel der weltanschaulichen Formung zu erreichen, denn ein Maßstab bleibt immer etwas aufgezwungenes.

Die Methode der Vorstellung von Verhältnissen an Beispielen hat einen Namen: Theater.

Wir suchen also Formen des Theaters zur Annehmlich-, Wichtig- und Natürlichmachung.

Die Annehmlichmachung erfolgt schlicht durch (staatlich angeregte) soziale Anerkennung, Nettigkeiten, welche jenen zukommen, welche das weltanschauliche Gelübde ablegen, beziehungsweise das Gegenteil dessen für jene, welche es nicht tun.

Die Wichtigmachung erfolgt durch die Rühmung jener, welche sich um die Sache, welche an Wichtigkeit gewinnen soll, verdient gemacht haben oder sich auch nur angeblich verdient machen. Will ich etwa, daß sich die Leute um individuelle Selbstbestimmung bemühen, so mache ich Leute wie Amanda Lear zu Stars. Die so geförderte individuelle Selbstbestimmung ist freilich nichts anderes als eine Puppe, welche den Leuten zum spielen gegeben wird, damit sie sich mit jenen identifizieren, welche ihr Spiel mit ihnen treiben: Sie gibt den Ohnmächtigen das Gefühl, Macht zu haben, und bringt sie dazu, sich mit den Mächtigen zu verbrüdern.

Und die Natürlichmachung erfolgt durch selektive Berichterstattung von Begebenheiten, welche in ein bestimmtes Muster passen.

Das Problem eines sozialistischen Staats ist, daß er mißgünstig ist, hierbei und sonst auch, hierbei, weil er es den Menschen nicht überlassen mag, soziale Anerkennung auszuteilen, weil er es ihnen nicht gönnt, zu Stars aufzusteigen, und weil er sich die Analyse des Weltgeschehens selber vorbehält, anstatt seine Bürger bei ihr anzuleiten. Es sollte aber klar sein, daß dies hinsichtlich ihrer Lenkbarkeit lediglich einen psychologischen Unterschied macht und keinen bezüglich Korsett, Zügeln und Besteck, und zwar indem es diesen anschauliche Plausibilität verleiht.

Ich sagte, daß niemand ohne den Segen der katholischen Kirche in westlichen Gesellschaften erfolgreich Theater spielen kann. Abgesehen von den Agenten ihrer linken Hand liegt das daran, daß die Agenten ihrer rechten zu jeder Zeit die Kontrolle über soziale Permissibilität, gemeinschaftlichen Verdienst und öffentliche Aufmerksamkeit haben, und jeder, der das bezweifelt, hat nicht alle Tassen im Schrank. Auch kann die katholische Kirche diese Kontrolle nicht verlieren, da jede ihrer diesbezüglichen Verfehlungen sofort vergeben wird, sobald sie sie eingesteht.

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23. März 2023

Ludwig van Beethovens Y-DNA Haplogruppe...

...ist I. Das mußte sie auch unbedingt sein, wenn meine diesbezüglichen Theorien richtig sind. Genauer gesagt gibt es niemanden, der meiner Vorstellung eines Gestimmten mehr entspricht als Ludwig van Beethoven, und die übrigen Y-DNA Haplogruppen, welche damit übereinstimmen, F, G, H, J, L und T, sind allesamt selten in Nordeuropa. Auf Beethovens Bild habe ich zur Illustration allerdings verzichtet, weil seine Portraits allesamt von minderer Qualität sind und ihm zum Teil einen unnatürlichen Ausdruck in die Augen legen. Übrigens, was mögliche Fehler bei meiner Bilderwahl angeht, bei Stonewall Jackson bin ich mir wie gesagt nicht sicher, im Alter sah er ganz anders aus, aber sein Jugendbild transportiert auch dann die richtige Attitüde, wenn es sich um Mimikry handeln sollte. Nun ja, hier sieht Beethoven natürlich aus, aber ich wollte nicht als Rosinenpicker gelten.


Und was die Hillerlocke betrifft: Leonore! (Wahrscheinlich ja nicht ganz wahrscheinlich.)

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Weltanschauliche Formung

Im vorigen Beitrag habe ich von unserer gemeinsamen Aufgabe gesprochen,
  • die Leistung zwischen Versorgung und Vorteil zu rejustieren,
  • die Organisation zwischen Zusammenhalt und Erschließung und
  • den Ausblick zwischen Anstand und Gebotenheit,
und in diesem beschreibe ich die weltanschauliche Präjustierung durch den Staat.

Die weltanschauliche Formung beruht auf der Formung
  • der Leistung durch ein weltanschauliches Gelübde, auch Skelett genannt, welches Auslösung und Begegnen durch soziale Rücksichten (Bedeutsamkeiten) fixiert,
  • der Organisation durch eine weltanschauliche Verpflichtung, auch Scheuklappen genannt, welche Verfolgung und Umsetzen durch übereingekommene Förderlichkeiten fixiert, und
  • des Ausblicks durch eine weltanschauliche Anerkennung, auch Prisma genannt, welche Einlösung und Einordnen durch systemische Übersicht fixiert.
Skelett, Scheuklappen und Prisma sind zugleich auch die Endpunkte der Lebensverfälschung,
  • die Aufhetzung legt der Lust zunächst ein Korsett an, welches, wenn es nicht mehr empfunden wird, zum Skelett wird,
  • das Reinreiten der Achtung zunächst Zügel, welche, wenn sie nicht mehr empfunden werden, zu Scheuklappen werden, und
  • das Verwirren legt der Sorge zunächst ein Besteck vor, welches, wenn es nicht mehr als solches erkannt wird, beginnt, als Prisma zu wirken (der Löffel spaltet das Flüssige ab, die Gabel das Feste).
Die Lebensverfälschung beginnt stets mit falscher Selbstberichtigung, sich anzugleichen, sich zurückzuhalten, die Dinge zu verdrehen, aber wenn sie fortschreitet, mag sie schließlich selbstverständlich werden. Und um also zu verhindern, schließlich auf dem falschen Dampfer zu landen, darf man eben nicht vor dem Falschen einknicken.

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20. März 2023

Resozialisierung

Wenn sich Menschen auf
  • der ideellen Ebene verbinden, so geht es ihnen um ihren Ausblick,
  • verbinden sie sich auf der funktionalen, so geht es ihnen um ihre Organisation und
  • tun sie's auf der materiellen, so um ihre Leistung.
Ausblick, Organisation und Leistung bilden Spektren zwischen Grundlagen und Vorstößen, nämlich
  • Ausblicke zwischen Anstand und Gebotenheit,
  • Organisationen zwischen Zusammenhalt und Erschließung und
  • Leistung zwischen Versorgung und Vorteil.
Wenn nun Achtung und Sorge Anderen anvertraut werden, so gibt es keine gesellschaftliche Verbindung auf der funktionalen oder ideellen Ebene. Anvertraut sind sie dem Handel (Leviathan), während der Staat (Behemoth) dafür Sorge trägt, daß der militärische Vorteil erhalten bleibt, und so gerät das Fortbestehen des akzeptierten Ausblicks und der akzeptierten Organisation in Konflikt mit dem Bemühen, den militärischen Vorteil zu bewahren.

Wenn dieser Konflikt aufbricht, endet das Anvertrauen der Achtung und Sorge und die Verbindung zum Vorteil wird radikaler, und in ihrem Angesicht müssen sich die Menschen auf der funktionalen und ideellen Ebene neu verbinden, oder auch resozialisieren.

Auf der funktionalen Ebene kann das nur im Einsatz für den Zusammenhalt geschehen, da es im gegenwärtigen Weltaugenblick keine Erschließungsaufgaben gibt (vielleicht eine etwas seltsame Behauptung angesichts der Notwendigkeit, sich in die Transzendenz einzuleben, aber die Freiheit, dies um seiner selbst willen zu tun, kommt erst später), und auf der ideellen muß es in den Einsatz für das Gebotene münden, wiewohl ein anfänglicher Einsatz für den Anstand katalytisch auf die Resozialisierung wirkte. Daß die radikalisierte militärische Vorteilssuche den gesellschaftlichen Zusammenhalt auf die Probe stellen wird, ist fast sicher, wir sehen es ja heute schon, daß sie dabei auch den Anstand überschreiten wird, ist nicht sicher, aber wie gesagt, täte sie es, so beschleunigte das die Resozialisierung auf der ideellen Ebene nur.

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18. März 2023

Zur Fokussierung auf die drei transzendenten Einheiten

Nachdem ich die Gebete vor kurzem wieder einmal durchgegangen bin, möchte ich hier einen Überblick über
  • Gott / Heil,
  • Lebenskreis und
  • Sein
geben, und zwar hinsichtlich der Frage, womit wir uns beschäftigen, wenn wir uns in sie vertiefen.

Nun, die Analyse des erwähnten Beitrags führt auf folgendes: In der Vertiefung in
  • Gott / das Heil erwählen wir eine Tradition,
  • den Lebenskreis sammeln wir Mitstreiter in einem Bezugskontext und
  • das Sein gestalten wir dasselbe,
wobei die Erwählungen von Revisionen zwangsläufig zu einer Tradition führt, von welcher es drei Arten gibt
  • Aufbautraditionen in folge einer Verpflichtung,
  • Aufgriffstraditionen in folge eines Gelübdes und
  • Aufdecktraditionen (Nebenform des Freilegens) in folge einer Anerkennung.
Vertiefen wir uns also in das Sein, so vergessen wir unsere Mitstreiter, und wenn wir uns in den Lebenskreis vertiefen, so vergessen wir, daß der augenblickliche Bezugskontext über die Rechtfertigung, welche er informiert, hinausweist und damit die Tradition, deren Teil er ist.

Antizipieren oder beten wir dann, so mögen wir mit etwas kollidieren, was wir ausgeblendet haben. Behalten wir hingegen stets das Ganze im Blick, so mag uns das sehr ermüden.

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Rechtfertigungskontexte

Nach den letzten vier Beiträgen habe ich jetzt Kopfschmerzen, welche daher rühren, daß die Theorie der Rechtfertigungen unterentwickelt ist.

Die drei Rechtfertigungen sind
  • in einem Entwicklungsmuster Zurechtfinden,
  • mit einer Behandlung Beschäftigen und
  • eine Abzielung Vorgeben,
und als solche stehen sie kontextlos dar, aber die drei Bildenden stehen in Verhältnissen zu einander, nämlich
\  Bezug  
Bezugspunkt  
Entwicklungs-
muster
Behandlung Abzielung
Entwicklungs-
muster
-
Ausge-
setztheit
Bedeut-
samkeit
Behandlung Übersicht-
lichkeit
- Erforder-
lichkeit
Abzielung Erfolg  Förder-
lichkeit
-
und diese bilden die möglichen Kontexte der Rechtfertigungen, wobei der Bezug auf das vorige Bildende im Rechtfertigungszykel als Einfügung bezeichnet sei und der auf das vorvorige als Beziehung und der zugehörige Kontext entsprechend als Einfügungs- oder Bezugskontext. Die Rechtfertigungen im Einfügungskontext habe ich bereits benannt, nämlich als
  • Erfolg einbeziehendes Rechenschaftsgeben,
  • Ausgesetztheit einbeziehendes Ausrichten und
  • Erforderlichkeit einbeziehendes Berücksichtigen,
und die Rechtfertigungen im Bezugskontext seien es hiermit als
  • Übersichtlichkeit einbeziehendes Einordnen,
  • Förderlichkeit einbeziehendes Umsetzen und
  • Bedeutsamkeit einbeziehendes Begegnen.
Der Unterschied zwischen der Einfügung und der Beziehung besteht darin, daß wir bei der Einfügung keine Bezugsfreiheit haben, sondern auf einen vorgegebenen Bezugspunkt reagieren müssen, und das heißt umgekehrt, daß sich unsere Vorsätze stets in Bezugskontexten vollziehen, nämlich
  • als Bestrebungen das Rechenschaftsgeben um Ansprüche zum Einordnen erweitern,
  • als Umgänge das Ausrichten um Ziele zum Umsetzen und
  • als Vorhaltungen das Berücksichtigen um Wirkungen zum Begegnen.
Und da
  • Förderlichkeit die Abhängigkeit vor dem Hintergrund der Verantwortlichkeit betrifft,
  • Bedeutsamkeit die Gültigkeit vor dem Hintergrund der Abhängigkeit und
  • Übersichtlichkeit die Verantwortlichkeit vor dem Hintergrund der Gültigkeit, 
kommt es also gerade so heraus, daß wir die Adäquanz
  • der Umsetzung als Aufgerufenheit empfinden,
  • der Begegnung als Bedeutsamkeit und
  • der Einordnung als Zuversicht,
was selbstverständlich auch die jetzt dreifache Verwendung des Begriffs Bedeutsamkeit rechtfertigt.

Post Scriptum vom selben Tag. Es besteht eine offensichtliche Entsprechung zwischen den Beziehungen und Revisionen, nämlich zwischen
  • Einordnen und Freilegen,
  • Umsetzen und Einsetzen und
  • Begegnen und Aufgreifen,
doch während sich erstere durch das referierte Bildende rechtfertigen, verwerten letztere es, nehmen es also nicht als Soll, sondern als Haben, und so können wir die Revisionen auch als Verwertungen bezeichnen.

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17. März 2023

Die Gefühle der Lust als Bewertungen des Gesetzgebenden, des Gesetzes und der Entwicklung des Gesetzgebenden

Nennen wir das Gesetzgebende in diesem Beitrag der Prägnanz halber mit Schopenhauer den Willen.

Der Wille in uns ist stets zugleich
  • begegnend,
  • bestimmend und
  • abstimmend,
derart etwas Abgestimmtes zur Begegnung bestimmt wird und wiederum in etwas Abgestimmtem mündet - das ist das Wesen der punktförmigen Zeit. Und mithilfe dieser in einem Punkt zusammengerollten Dreifaltigkeit können wir die Gefühle der Lust jenen der Achtung und Sorge in ihren dreiphasigen linear und netzförmig ausrollenden Zeitzykeln vergleichen.

Ungenügende
  • Begegnung macht sich uns als Leid bemerkbar,
  • Bestimmung als Erschöpfung und
  • Abstimmung als Übelkeit.
Das Gesetz des Willens insgesamt, nicht nur in uns, erscheint uns als das Abgestimmte, in welches die beschriebene Bestimmung mündet, und die Erwartung antizipiert es.

Der einzige Aspekt des Willens in uns, welcher sich durch das Gesetz entwickelt, ist seine Begegnung, und wenn uns die Entwicklung der Begegnung zusagt, empfinden wir Begehren.

Und damit können wir die Zeitwerdung
  • der Lust als Wille,
  • der Achtung als Rechtfertigung* und
  • der Sorge als Besinnung
bezeichnen.

* siehe auch Vergegenwärtigung und Rechtfertigung

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Die Gefühle der Sorge als Bewertungen der Besinnung, des Besinnten und der Besinnungserweiterung

Die Besinnung erfolge in Form der Verfolgung, Einlösung und Auslösung, und das Besinnte sei als Rückschau erfaßt,
  • das durch die Verfolgung Besinnte als Abhängigkeit,
  • das durch die Einlösung Besinnte als Gültigkeit und
  • das durch die Auslösung Besinnte als Verantwortlichkeit,
wobei die Gültigkeit und Verantwortlichkeit, wenn sie bewußt zu Bewußtsein gebracht werden, zugleich auch durch Verfolgung besonnen werden, nämlich im Rahmen ihrer Auffrischung, aber das brauchen wir nicht weiter zu beachten.

Die Struktur der Gefühle der Sorge ergibt sich dann analog zu jener der Achtung.

Eine ungenügende
  • Verfolgung kann als solche nicht erkannt werden, lediglich eine Verfolgungsschwierigkeit,
  • Einlösung kann als solche, im Gegensatz zu einer Einlösungsschwierigkeit, nur dann erkannt werden, wenn wir wissen, daß wir etwas vergessen haben, und
  • Auslösung wird als solche selbst dann nicht erkannt, wenn ein Nerv durchtrennt sein sollte,
eine zusagende
  • Abhängigkeit erfüllt uns mit Wertschätzung (i.a.S.),
  • Gültigkeit mit Liebe (i.a.S.) und
  • Verantwortlichkeit mit Anteilnahme
und
  • Gültigkeiten, welche unsere Verfolgungsmöglichkeiten erweitern, mit Einsicht,
  • wohingegen weder unsere Einlösungs-,
  • noch Auslösungsmöglichkeiten bewußt erweitert werden,
wiewohl im Falle der Auslösung selbstverständlich ein assoziativer Effekt beobachtbar ist, welcher es uns erlaubt, Bewegungen bewußter auszulösen, wenn wir uns zunächst auf die Empfindungen der betroffenen Muskeln konzentrieren.

Auch wenn hiermit kaum Neues zu den Gefühlen der Sorge gesagt ist, ist die Fixierung ihrer Struktur doch ein wesentlicher Gewinn.

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16. März 2023

Die Gefühle der Achtung als Bewertungen der Gebildetheit, des Bildenden und der Bildung

In den Aussichten sind wir uns des Bildenden gewahr,
  • in der Aufmerksamkeit Entwicklungsmustern,
  • im Verständnis Behandlungen und
  • im Bedacht Abzielungen
und unsere Achtung bewertet es gefühlsmäßig, ebenso wie auch unsere Gebildetheit und Bildung durch Revision.

Ungenügende
  • Erfahrung entlädt sich in Ärger,
  • Haltung in Angst und
  • Vorhaben entladen sich in Schrecken,
zusagende
  • Entwicklungsmuster erfüllen uns mit Gunst,
  • Behandlungen mit Adäquanz, genauer gesagt
    • Umgänge (Ausrichtungen) mit Aufgerufenheit,
    • Vorhaltungen (Berücksichtigungen) mit Bedeutsamkeit und
    • Bestrebungen mit Zuversicht, und
  • Abzielungen mit Eifer
und
  • Behandlungen, welche Entwicklungsmuster aufdecken, mit Neugierde und
  • Abzielungen, auf welchen sich Behandlungen aufbauen lassen, mit Kühnheit,
  • Entwicklungsmuster, in welchen sich Abzielungen aufgreifen lassen, erfüllen uns hingegen höchstens mit Konzentriertheit.
Aus der Zulässigkeit dieser Betrachtung folgt nicht die Unzulässigkeit anderer, doch hat sie den Vorteil, die Gefühle der Achtung anhand der Rechtfertigung und Bildung (Zurechtfinden im Entwicklungsmuster, Beschäftigen mit einer Behandlung, Vorgeben von Abzielungen; Rechenschaftgeben für Abzielungen im Entwicklungsmuster, Ausrichten in einem Entwicklungsmuster durch eine Behandlung, Berücksichtigen bei einer Behandlung durch Abzielungen), beziehungsweise Aktions- und Revisionsmuster (empfangen, angehen, studieren; aufdecken, einsetzen, aufgreifen) präzise abzuleiten, was durchaus bemerkenswert ist, wenn man bedenkt, daß die Gefühle der Achtung seit bald neun Jahren bekannt sind.

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14. März 2023

Subjektiver Glaube und Gebet

Unser (subjektiver) Glaube besteht aus unseren Antizipationen und unsere Antizipationen bestehen darin, Aussichten, Rückschauen und Bildungen vorzeitig mit einander in Verbindung zu bringen.

Genauer gesagt bringt unsere Stimmung unsere Haltung mit unseren Rückschauen in Verbindung, indem
  • die Heiligkeit sie mit der Abhängigkeit in Verbindung bringt,
  • die Geheuerheit mit der Gültigkeit und
  • die Stimmigkeit mit der Verantwortlichkeit,
unser Adäquanzgefühl die voraufgegangene Rückschau mit der nächsten, indem
  • die Aufgerufenheit die Verantwortlichkeit mit der Abhängigkeit in Verbindung bringt,
  • die Bedeutsamkeit die Abhängigkeit mit der Gültigkeit und
  • die Zuversicht die Gültigkeit mit der Verantwortlichkeit,
unsere Erwartung unseren Bedacht mit der auf ihn folgenden Aufmerksamkeit, und zwar sowohl
  • aktiv, wenn wir fragen, ob ein aktiver Bedacht unsere Aufmerksamkeit erfüllen wird, als auch
  • passiv, wenn wir fragen, ob ein passiver Bedacht unsere Aufmerksamkeit erfüllen wird,
unsere Überschlagung (vormals uneigentliche Erwartung) die Aussichten mit den auf sie folgenden Rückschauen, indem
  • die Einschätzung die Aufmerksamkeit mit der Abhängigkeit in Verbindung bringt,
  • die Abschätzung das Verständnis mit der Gültigkeit und
  • die Absicht den Bedacht mit der Verantwortlichkeit, und
unsere Einfühlung (vormals überzeitliche Antizipation) unsere Bildungen mit einander, indem
  • die Versicherung der Gnade die Erfahrung durch die Anteilnahme mit den Vorhaben, welche sie aufgreifen, in Verbindung bringt,
  • die Vergewisserung des Loses die Haltung durch die Wertschätzung mit der Erfahrung, welche sie aufdeckt, und
  • die Bestätigung (vormals Verortung) des Segens die Vorhaben durch die Liebe mit der Haltung, welche auf ihnen aufbaut,
wobei
  • Gelübde die Erfahrung fixieren,
  • elektive Glauben (auch Anerkennungen) die Haltung und
  • Verpflichtungen die Vorhaben.
Gebete, nun, bitten darum, Antizipationen Wirklichkeit werden zu lassen.

Materielle transzendente Akte (Eingeholtheit: Aufmerksamkeit, Berufenheit: Verständnis, Wagemut: Bedacht) bitten um die Wirklichkeit der Überschlagung,
  • gebietende um jene der Einschätzung (üblicherweise, um etwas nicht zu bedürfen, sei es Luft, Wasser, Nahrung oder Kleidung),
  • entlohnende um jene der Abschätzung (stets in Form der Verwirklichung der göttlichen Gerechtigkeit, des Karmas), und
  • fügende (einst abschirmende) um jene der Absicht (Abrakadabra!)
Die
  • Verbundenheit ist dabei dasjenige, was der antizipierten Abhängigkeit ihre Seinsberechtigung verleiht, und ebenso
  • verleiht die Rechtschaffenheit der antizipierten Gültigkeit ihre Seinsberechtigung und
  • der Friede der antizipierten Verantwortung.
Funktionale transzendente Akte bitten um die Wirklichkeit der Adäquanz, allerdings in dem Sinne, daß Andere das Adäquate tun mögen. Genauer gesagt wird bei
  • zubewegenden Akten darum gebeten, daß die Verantwortlichkeit der selbstempfundenen Aufgerufenheit auch in anderen Aufgerufenheit erzeuge, wozu es am besten ist, in der Rückschau auf die Abhängigkeit bedenkend zu verharren (dabei geht es immer darum, Andere zum Mitmachen zu bewegen, üblicherweise, um sie nicht als Feinde behandeln zu müssen, also etwa umzustoßen, wenn sie einem den Weg versperren. Freilich, im Falle des Jagdinstinkts ist es umgekehrt: Da geht es darum, Andere als Feinde behandeln zu dürfen),
  • merkenden darum, daß die Abhängigkeit der selbstempfundenen Bedeutsamkeit auch in Anderen Bedeutsamkeit erzeuge, wozu es am besten ist, in der Rückschau auf das Gültige verstehend zu verharren, und
  • nachvollziehenden darum, daß die Gültigkeit der selbstempfundenen Zuversicht auch in Anderen Zuversicht erzeuge, wozu es am besten ist, in der Rückschau auf die eigene Verantwortlichkeit aufmerksam zu verharren,
Ideelle transzendente Akte bitten um die Wirklichkeit der Einfühlung,
  • das Gebet um die Bahn um den Segen dessen, wozu wir uns verpflichtet haben, also daß wir unsere Haltung auf unseren Vorhaben aufbauen möchte,
  • das Gebet am die Gnade um die Gnade dessen, was wir gelobt haben, also daß wir in unserer Erfahrung Vorhaben aufzugreifen fänden, und
  • das Gebet um das Amt um das Los dessen, was wir anerkannt haben, also daß unsere Haltung die Ausgesetztheit in unserer Erfahrung bestehe,
wobei die Seinsberechtigung
  • des Segens die Dringlichkeit ist,
  • der Gnade die Bedeutsamkeit und
  • des Loses die Sinnhaftigkeit.
Es gibt hierbei einen recht interessanten Spezialfall, nämlich daß die Erfahrung jene des Gebetes zu Gott ist und sich die Bedeutsamkeit aus einer mangelhaften Bildung ergibt, welcher auftritt, wenn wir zur Ruhe kommen und das Gefühl entwickeln, daß es eine bessere Bildung geben müsse als unsere, welche uns in einer Abhängigkeit hält, deren Erfahrung keine Gnade verspricht, und indem wir also um die Gnade unseres Gelübdes, unser Leben Gott anzuvertrauen, beten, beten wir zugleich auch um die Gnade einer gnädigeren Bildung, also darum, daß uns neue Entwicklungsmuster, Behandlungen und Abzielungen zugänglich werden, und wem das widerfährt, stellt es sich gewiß als Anamnese dar, als Wiedererinnerung in Vergessenheit geratener Bildung.

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13. März 2023

Der Sinn als entfaltete Bezüglichkeit der Seele

Unter der Bezüglichkeit einer Menge verstehe ich die Verhältnisse, welche zwischen ihren Elementen bestehen, und unter einer entfalteten Bezüglichkeit einer Menge eine Teilmenge, deren Elemente mittelbar durch Verhältnisse miteinander verbunden sind, sowie die entsprechenden Verhältnisse.

Die Seele sei nun als eine Menge aufgefaßt, welche aus drei disjunkten Teilmengen bestehe, nämlich
  • der Sorge als Menge des Bestimmenden,
  • der Achtung als Menge des Betreffenden und
  • der Lust als Menge des Besinnenden.
Das Bestimmende besteht aus Eindrücken, welche wir lieben, also Gültigkeiten, das Betreffende aus Eindrücken, welche wir wertschätzen, also Abhängigkeiten, und das Besinnende aus Eindrücken, an welchen wir anteilnehmen, also Verantwortlichkeiten, wobei es jeweils der Sinn ist, der bestimmt, betroffen und besinnt wird.

Zwischen dem Bestimmenden, Betreffenden und Besinnenden bestehen nun die folgenden Verhältnisse:
  • das Bestimmende ist das Bestimmende des Besinnenden und verleiht ihm Sinnhaftigkeit (dem menschlichen Sinn einen rationalen, auf Englisch the mind a rationale),
  • das Betreffende ist der Ausdruck des Bestimmenden und verleiht ihm Bedeutsamkeit und
  • das Besinnende ist die Entgegnung des Betreffenden und verleiht ihm Dringlichkeit.
Mit Sinnhaftigkeit und Bedeutsamkeit habe ich zugleich die Eindrücke der Adäquanz bezeichnet, welche die anstehende Sinnhaftigkeit des Bedachts, beziehungsweise Bedeutsamkeit des Verständnisses antizipieren. Die Antizipation der anstehenden Dringlichkeit der Aufmerksamkeit ist entsprechend die Aufgerufenheit.

Und indem der Sinn so die Bezüglichkeit der Seele entfaltet,verdeutlich er uns zugleich die transzendenten Einheiten und was wir an der Seele haben:
  • das Bestimmende ihren göttlichen Auftrag*,
  • das Betreffende ihre Lebenskreisteilnahme und
  • das Besinnende ihre Seinsstiftung.
* alle Gültigkeiten sind mit dem Auftrag verbunden, sie zu berücksichtigen, insbesondere aber jene, welche der eigenen Vorliebe, dem eigenen (subjektiven) Glauben oder dem eigenen Gewissen entspringen.

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12. März 2023

Wanderschaft und Beheimatetheit im Spiegel der Transzendenz

Wenn wir einerseits unsere Inspiration und andererseits unsere Gebete betrachten, erscheint uns die Wanderschaft einerseits als vor dem Gegenwärtigen warnend und in die Ferne weisend und andererseits als das Gegenwärtige für das Ferne öffnend, dem Wanderer, welcher in der Einsamkeit Gefahren besteht und Wunder mitansieht, und entsprechend erscheint uns die Beheimatetheit einerseits als auf das Gegenwärtige weisend und vor dem Fernen warnend und andererseits als das Ferne für das Gegenwärtige öffnend, den Brüdern, welche gemeinsam an Wundern festhalten und Gefahren vertreiben.

Viel wird geredet, doch das Herz achtet die Wahrheit.

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11. März 2023

Drei Arten der Zähmung durch Systemzwänge

Den Weisen der staatlichen geistigen Betreuung sind Arten der Zähmung durch Systemzwänge verbandelt, welche in unmittelbarem Zusammenhang mit nationalen Identitäten stehen.

Angesichts des zunehmenden Hervortretens von Systemzwängen ist
  • die instrumentelle Sorglosigkeit gerechtfertigt, insofern die Instrumente der natürliche Niederschlag des generativen Zykels sind, doch pervers, insofern sich der Mensch seiner Schöpfung anpaßt,
  • die naturbewahrende Resignation gerechtfertigt, insoweit der Versuch, sich vor der Dynamik des Systems zu schützen, nur tiefer in Systemzwänge verstrickt, doch falsche Freiheit, insofern sich der Mensch von der Entfaltung des Lebens abkoppelt, und
  • die bewußt zähmende Einschüchterung gerechtfertigt, insofern das Bestehen unter Systemzwängen Abstimmung erfordert, doch falsche Schuld, insofern die Koordination nur dem Abwälzen von Systemzwängen auf Andere dient.
Da Deutschland als föderaler Staat germanischer Stämme in der Abspaltung von den romanisierten Franken entstand, waren Koordination und politische Stabilität von Anfang an mit einander verbunden und die Einschüchterung als zähmendes Mittel, letztere zu garantieren, allgemein akzeptiert. Heute allerdings dient die Koordination nur noch dazu, sich vor den destruktiven Erscheinungen des Systems auf Kosten anderer zu schützen, auch wenn das natürlich auf das heftigste bestritten wird, doch ist es offensichtlich so, da eine gemeinsame Behebung von Systemzwängen mehr erfordert als Gewerkschaften, Kartelle und Zölle, doch darauf geht die Zähmung in diesem Fall.

Ein gutes Beispiel für die zweite Art der Zähmung liefert Italien, wo die Bürger weitgehend vor der Kriminalität resignieren, aber das ist natürlich auch eine Lösung, nicht zusammenzustehen, um sich bestmöglich vor den Unbillen des Systems zu schützen, sondern sich schlicht auf kriminelle Weise über seine Ordnung hinwegzusetzen.

Und wenn man wie die Engländer die Instrumente des Systems begrüßt, anstatt sie kritisch zu betrachten, so zähmt einen das System selbst und gießt einen in eine seiner Paßformen.

Zähmung findet also in jedem Fall statt, und nicht nur, wenn sie bewußt ergriffen wird: Das Holz gibt den Blättern des Baums ihre Erhebung, doch zwingt es sie auch an ihren Platz, und der Niederschlag des generativen Zykels bestimmt die Organisiertheit und Organisationen der Menschen.

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10. März 2023

Zur Aufhebung von Achtung und Sorge

Der Grund, warum wir auf etwas achten, ist, daß wir glauben, daß es wesentlich ist, und der Grund, warum wir Sorge für etwas tragen, ist, daß wir glauben, es zum Schönes gestalten zu können.

Glauben wir nicht, etwas zum Schönen gestalten zu können, so liegt das entweder daran, daß uns äußere Zwänge davon abhalten, oder daran, daß wir unserem Geist nicht hinreichend vertrauen, in welchem Falle wir uns einem anderen Geist anvertrauen. Im ersteren Fall handelt es sich um einen Notstand, im letzteren um die Gehaltenheit von Gezähmten.

Glauben wir nicht, daß etwas wesentlich ist, so kann das nur daran liegen, daß wir einem anderen statt unseres Geistes vertrauen und somit (wie Hühner, Schweine oder Kühe) gehalten  werden.

Und also gibt es nur zwei verschiedene Formen der Aufhebung von Achtung und Sorge, eine partielle, den Notstand, und eine totale, die Gehaltenheit, und eine Rückkehr aus der Gehaltenheit zur Achtung setzt das Scheitern der Sorge des Halters voraus und damit einen Notstand, an welchem sie scheitert. Doch indem die Rückkehr zur Achtung erfolgt, wird nicht nur die Gehaltenheit, sondern endlich auch der Notstand überwunden, und sobald er überwunden ist, kann auch die Rückkehr zur Sorge erfolgen.

Übrigens, auch wenn sich der Halter freiwillig aus seiner Rolle zurückziehen sollte, erzeugte das immernoch einen Notstand, da sich stets äußere Zwänge ergeben, wenn das Wesentliche vernachlässigt wird.

Dabei mag mancher subjektiv meinen, daß er auf das Wesentliche achte, obwohl er es gar nicht tut, gerade wie Tiere auf der Weide subjektiv meinen mögen, auf das Wesentliche zu achten, wenn sie sich der Pforte nähern, wann immer sich ihr ein Mensch nähert. Der Beweis tatsächlicher Achtung beim Menschen besteht hingegen darin, daß er sich diejenigen, welche auf das Wesentliche achten, nicht nur zum Vorbild nimmt, sondern sie auch achtet, anstatt sich über sie zu ärgern.

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8. März 2023

Zur staatlichen geistigen Betreuung

Die aktive Eingliederung in einen Staat erfolgt dadurch, sich einzufinden, anzuvertrauen und einzubringen, und die passive (anhängende Korrektur) durch Koordination und Delegation, und letztere beiden werden von staatlicher geistiger Betreuung begleitet.

Die Koordination ist eine symmetrische Beziehung, doch die Delegation besteht zwischen zwei verschiedenen Rollen, und dem entsprechend gibt es drei Formen staatlicher geistiger Betreuung, nämlich
  • die Einschüchterung der Koordinierten,
  • die Resignation gegenüber dem Delegierten zu fördern und
  • die Sorglosigkeit der Delegierenden.
Die Einschüchterung ist das Ziel des politischen Zeremoniells, welches von den Medien zelebriert wird und darin besteht, die Wichtigkeit, koordiniert zu handeln, zu betonen und in den Koordinierten eine falsche Schuld darüber zu erzeugen, ihre Koordination selbst bestimmen zu wollen.

Die Förderung der Resignation ist das Ziel des richterlichen Zeremoniells, welches den Bürgern das Gefühl geben soll, an den Entscheidungen der Richter nicht beteiligt zu sein, indem diese scheinbar unabhängig, alleine schon aufgrund ihrer Erscheinung losgelöst von ihrer Welt, und selbstherrlich handeln. Dies verschafft den Bürgern eine falsche Freiheit, welche sie nicht hätten, wenn sie das Gefühl hätten, daß die Richter nur in ihrem Auftrag Urteile sprächen, für welche also letztlich sie selbst verantwortlich wären einschließlich ihrer Fehlurteile. Freilich, resignieren muß man hier immer, wenn nicht vor der Autorität der Richter, so vor der Notwendigkeit der Rechtssprechung oder der Gewalttätigkeit der Menschen.

Die Förderung der Sorglosigkeit ist das Ziel des (staats-)kirchlichen Zeremoniells, welches den Bürgern Bedenken ausreden soll, daß sie als Delegierende an Unheiligem mitwirken, etwa indem ihnen die Möglichkeit gegeben wird, für die Obrigkeit zu beten, oder, dreister, ihnen direkt gesagt wird, daß Jesus für diese Sünden gestorben ist und sie sich nichts zu Schulden kommen lassen, weil sich, zwar inmitten fallender Späne, aber doch das Höhere verfolgend, nur Gottes Plan erfüllt. Dabei handelt es sich um die Pervertierung ihrer Sorge, worin der kirchliche Auftrag auch bestehen muß, wenn die Kirche dem Staat nicht über-, sondern untergeordnet ist.

Was natürlich auffällt, ist, daß es im Islam all dies nicht gibt, sondern daß die Umma geradezu ein Bollwerk gegen staatliche geistige Betreuung darstellt, und es stellt sich die Frage, in welchem Ausmaß eine Kirche diesen ganzen Zauber erlauben kann, ohne daß Gott dabei ein Ärgernis aufgerichtet wird.

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5. März 2023

Zur Perspektivität der Rückschauen

Dadurch, daß die Bildungen einander revidieren, kommt es dazu, daß mit den Rückschauen Aussichten verbunden sind, denn dadurch, daß
  • die Behandlung die Abzielung einsetzt, wird die Einsicht der Abzielung zur Auffassung (Verständnis) der Behandlung,
  • das Entwicklungsmuster die Behandlung sich aussetzt, die Verlegenheit der Behandlung (genauer gesagt Bestrebung) zur Veranlassung (Aufmerksamkeit) zum Entwicklungsmuster, und
  • die Abzielung das Entwicklungsmuster aufgreift, die Lage des Entwicklungsmusters zur Gelegenheit (Bedacht) zur Abzielung,
womit mit anderen Worten der Einsicht die Auffassung, der Verlegenheit die Veranlassung und der Lage die Gelegenheit als Perspektive zugeordnet wird.

Der geistige Ertrag des Lebens eines Menschen, nun, besteht in seiner Bildung, und indem die Bildungsformen einander revidieren, setzen sie einander voraus, so daß auch die Vermittlung einer Bildungsform die Angleichung jener Bildungsform, welche sie revidiert, voraussetzt, nämlich
  • die Vermittlung einer Behandlung die Normierung der Einsichten der eingesetzten Abzielungen,
  • die Vermittlung eines Entwicklungsmusters die Eichung der Verlegenheit der ausgesetzten Behandlung (Bestrebung), und
  • die Vermittlung  einer Abzielung die Kanonisierung der Lage des vorgesetzten Entwicklungsmusters.
Die Normierung wird durch standardisierte Werkzeuge und -stoffe erreicht (letztlich elektive Glauben, nämlich ihnen zu vertrauen), die Eichung durch standardisierte Aufgaben (letztlich Gelübde, nämlich sich von ihrer Bewältigung abhängig zu machen oder anders ausgedrückt, sie als verbindlich zu betrachten) und die Kanonisierung durch standardisierte Einrichtungen (letztlich Verpflichtungen, nämlich mit ihnen fertig zu werden).

Im fortgeschrittenen Zeitalter der Werke ist die Norm Gesetz (bei uns als DIN), und ebenso im fortgeschrittenen Zeitalter der Wunder das Geeichte (etwa die Lebensweise des unsichtbaren Volks in John Boorman's Smaragdwald) und im fortgeschrittenen Zeitalter der Wacht der Kanon (etwa in Form von Tochterstädten), aber anfangs ist das selbstverständlich nicht so und der einzige Grund, warum es zur Standardisierung kommt, das Interesse am Übernehmen von Bildung aufgrund begehrter Haltungen, beziehungsweise Erfahrungen oder Vorhaben.

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Die Revisionsverhältnisse zwischen den verschiedenen Bildungsformen

Ich bin weder mit meiner ursprünglichen Behandlung der Revisionsmuster, noch der aktuellen zufrieden und werde sie deshalb noch einmal von neuem ableiten.

Zwischen den verschiedenen Bildungsformen, Entwicklungsmustern, Behandlungen und Abzielungen, bestehen die folgenden Revisionsverhältnisse:
  • die Behandlung revidiert die Abzielung,
  • das Entwicklungsmuster revidiert die Behandlung und
  • die Abzielung revidiert das Entwicklungsmuster
indem
  • die Abzielung in der Behandlung eingesetzt wird und die Behandlung auf die Abzielung aufbaut,
  • die Behandlung dem Entwicklungsmuster ausgesetzt wird und das Entwicklungsmuster durch die Behandlung freigelegt, und
  • das Entwicklungsmuster sich der Abzielung vorsetzt und die Abzielung das Entwicklungsmuster aufgreift,
und entsprechend mögen
  • Studieren und Einsetzen das Lenken,
  • Angehen (ursprünglich Verfolgen) und Freilegen das Entdecken und
  • Empfangen und Aufgreifen das Nutzbarmachen
bilden, womit den Revisionsmustern ihre folgerichtigen Bezeichnungen zugewiesen sind.

Für das Entdecken gibt es die folgenden Präzisierungen im Deutschen,
  • das sich in eine Lage Begeben,
  • das in Bewegung oder in eine Empfindung Versetzen und
  • das Freisetzen sonstiger Kräfte,
was eine vollständige Unterteilung ist, wenn man den Begriff von schlummernden Kräften zuläßt, auf welchem die Unterscheidung zwischen Begeben und den übrigen Formen des Entdeckens beruht. Ich muß aber zugeben, daß ich den Begriff Freisetzen leicht irreführend finde, weil er zu sehr eine Gewalterscheinung von der Art eines Funkens oder eines Blitzes suggeriert, Freilegen ist gemesseneren Entwicklungsmustern angemessener.

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3. März 2023

Reflexion und Koexistenz

Herr Lichtmesz hat mir unverhoffterweise die Grenzen von ChatGPT aufgezeigt, wofür ich ihm hiermit danke.

Alle Begriffe, welche wir von etwas haben, beruhen auf der Koexistenz von Eindrücken in Wahrnehmungen, aber sobald wir geboren worden sind, und womöglich auch schon davor, assoziieren wir mit den Eindrücken des Begreifens all die Dinge, welche Platon im siebten Brief nennt, also Namen, Aussagen und Bilder oder Szenen, und räumen ihnen dadurch einen speziellen Rang ein, nämlich eben den von Begriffen und Verhältnissen (Begriff bezeichnet ein einstelliges Verhältnis oder auch ein Prädikat, Verhältnis einen mehrstelligen Begriff oder auch eine Relation, wobei ich bisweilen aus Bequemlichkeit von der Stelligkeit absehe).

Und so kommt es, daß wir eine Reihe ausgezeichneter Verhältnisse angeben können, siehe Leitgedanken und -vorstellungen, Die Verhältnisse der sinnlichen Wirklichkeit und auch Gleichartige Verhältnisse mit Eintaucheindrücken, Gruppen und logische Gesetze, welche zwischen koexistenten Gegenständen bestehen, doch daneben gibt es selbstverständlich immernoch das einzig wahre Verhältnis, nämlich das Verhältnis der Koexistenz selbst.

Dieses Verhältnis ergibt sich aus der Reflexion, und abhängig von der Stufe der Reflexion möchte ich die folgenden Formen der Koexistenz unterscheiden:
  1. Stufe der Reflexion: die Gesellschaft gleichzeitiger Gegenstände,
  2. Stufe der Reflexion: die Schau der verschiedenen Gesellschaften einer Art,
  3. Stufe der Reflexion: die Gegenüberstellung verschiedener Schauen einer Art,
was darüberhinausgeht, sei als Koexistenz der nämlichen Ordnung bezeichnet.

Wenn wir nun einen Gegenstand beschreiben (in Verhältnisse setzen), so
  • verorten wir ihn, wenn wir vom Verhältnis der Koexistenz keinen Gebrauch machen,
  • gesellen wir ihn zu, wenn wir das Verhältnis der Gesellschaft bemühen,
  • stellen wir ihn aus, wenn wir das Verhältnis der Schau bemühen und
  • stellen wir ihn gegenüber, wenn wir das Verhältnis der Gegenüberstellung bemühen.
ChatGPT kann nur verorten, und ich nannte eine verortende Beschreibung eine Deklamation. Warum? Nun, weil es mir mittlerweile zur zweiten Natur geworden ist, mich zu fragen, welcher allgemeinsprachliche Begriff mit einer technischen Definition einhergeht, und diesen Vorgang möchte ich hinsichtlich der bei ihm verwendeten Koexistenzverhältnisse einmal genauer betrachten.

Ein allgemeinsprachlicher Begriff besteht aus einer Gesellschaft von Begriffseindrücken. Das Ziel der Auffindung eines passenden allgemeinsprachlichen Begriffs zu seiner technischen Präzisierung besteht darin, eine solche Gesellschaft zu finden, welche einen Träger enthält, welcher von einer passenden technischen Art ist, also aus Begriffen besteht, welche sich in das verwendete technische Begriffsgebäude fügen. Ein Träger ist dabei eine Gesellschaft von Begriffen, welche stets Teil einer größeren Gesellschaft, welche sie trägt, ist. Das heißt, in der Schau aller Beispiele des Trägers treten nur Begriffseindrucksgesellschaften auf, welche die getragene Gesellschaft, hier den allgemeinsprachlichen Begriff, enthalten.

Und wenn wir jetzt noch fordern, daß der Träger minimal sein möge, also keine unnötigen Verhältnisse beschreibe, mit anderen Worten also keine Teilgesellschaft des Trägers bereits ein Träger sei, in welchem Falle wir von einer Basis sprechen, so müssen wir die Beispielsschauen aller Träger einander gegenüberstellen, um zu sehen, daß es sich erstens um solche handelt und es zweitens keine in unserem Basiskandidaten enthaltenen Träger gibt.

Nun gut, wie wir das anstellen, also wie wir Schauen erzeugen oder Gegenüberstellungen, das ist genauso mysteriös, wie wir Gesellschaften leuchtender Punke zu Bildern zusammenstellen, denn nichts davon vermögen wir tatsächlich, oder jedenfalls nicht im allgemeinen, doch kommen wir dennoch zu Existenzurteilen und mit ihnen über die Runden. Im Falle des Deklamierens kann ich aber auch darauf verzichten, denn ob ChatGTP nun deklamiert oder verortet, doch nicht zugesellt, aus- oder gegenüberstellt, ist nicht weiter von Belang. Hingegen könnte man die Verwendung von Zugesellung, Aus- oder Gegenüberstellung unter dem Begriff Räsonieren vom Deklamieren abgrenzen, was eine gewisse Eleganz besitzt.

Post Scriptum vom selben Tag. Im vorstehend besprochenen Bemühen, der natürlichen Sprache keine Gewalt anzutun, möge eine Koexistenz 2. Ordnung gegebenenfalls als Gegenüberstellung von Gesellschaften im Gegensatz zur Gegenüberstellung von Schauen bezeichnet werden.

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1. März 2023

Zur Wertschätzung des Kommoden

Die Bestürztheit ist die enge Pforte, das Kommode die weite.

Das Problem mit dem Kommoden ist, daß es nicht zum Gehießenen führt, und das Problem der Bestürztheit, daß ihr der Weg verwehrt wird.

Ich behandelte diesen Gegensatz bereits unter dem Aspekt der Gedankenlosigkeit. Hier nun möchte ich mich mit der Wertschätzung eines kommoden Lebens beschäftigen.

Es gibt sechs kommode gestaffelte Lebensweisen, derart die jeweils folgende in der Lage ist, die ihr voraufgehende zu ersetzen, wenn sich diese als inkommod herausgestellt haben sollte, nämlich
  1. die Unverdrossenheit des Kindes, welches vorbehaltlos den eigenen Einfällen folgt,
  2. die Anschmiegsamkeit des Kindes, welches vorbehaltlos ein erwachsenes Vorbild emuliert,
  3. die Unverschämtheit der Jugendlichen, welche sich in Banden zusammengeschlossen gegenseitig aus der Patsche helfen,
  4. die Achtung des jungen Mannes, welcher die Autorität älterer, gestandener in einem hierarchischen Zusammenschluß anerkennt,
  5. die Autorität des älteren Mannes, welcher junge Männer in einem hierarchischen Zusammenschluß dirigiert,
  6. die Redseligkeit des alten Mannes, welcher seine Umwelt an seiner Lebenserfahrung teilhaben läßt und dafür geachtet wird.
Natürlich gibt es keine Kinder, welche nicht bisweilen unverdrossen sind, und nur sehr Wenige verharren zeitlebens in dieser Lebensweise, und die übrigen schmiegen sich bisweilen auch wieder an, und auch nur sehr Wenige verharren dabei, aber dann beginnen sich die Wege bei den Übrigen langsam zu trennen, einige meiden die Unverschämtheit weitgehend, um umso entschiedener zu achten, während andere zeitlebens unverschämt bleiben und dritte beginnen zu verstehen, daß, was sie ihr Herz heißt, nicht entlang der ausgetretenen Wege zu finden ist.

Anzeichen dafür haben jene selbstverständlich auch schon vorher gesehen, doch spätestens wenn es zur Achtung kommt, führt die enge Pforte auf einen anderen Weg. Es ist eine widerliche Barbarität unserer Gesellschaft, daß sie versucht, alle, welche durch die enge Pforte gehen, physisch auszumerzen, ihnen ihre Lebensgrundlage zu nehmen oder sie sogar daran zu hindern, sich auf ihre Weise nützlich zu machen. Aber das ist, wie es ist, und alles im Bewußtsein, das Leben schöner zu gestalten. Wer dann stehenbleibt, statt vor den Irren zu fliehen, den knüllen sie zusammen und werfen ihn auf den Müll, um ihn dann wieder glattzustreichen, irgendwo an die Wand zu hängen, und ihm zu sagen, wie schön er doch sei.

Das machen sie schon seit 100 Jahren, daß sie jetzt auch noch ihre Handschrift mit dem Skalpell auf seinem Körper hinterlassen, zeigt nur, wie sehr sie mit sich im Reinen, also unter sich, sind. Vielleicht sollte ich ein paar Beiträge aus der Plauderkiste schreiben, um jüngeren Menschen die Chance zu geben, einmal einen Blick auf die andere Seite des Zauns zu werfen. Oder sollte ich einfach warten, bis die Beklopptheit auch ihre eigenen Kinder gefressen hat?

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