Bereitschaftsbeitrag

Zur Front

9. Oktober 2026

Zum Symmetriebruch zwischen den Bestürztheiten einer- und dem Stolz im weiteren Sinne und den ideellen Gebeten andererseits

Die Bestürztheiten ergeben sich in der Tat aus Erleben heraus,
  • die Betretenheit aus jenem einer Abhängigkeit,
  • die Beklommenheit aus jenem einer Gesetzmäßigkeit und
  • die Besessenheit aus jenem einer Verantwortlichkeit,
während sich der Stolz im weiteren Sinne aus Nachvollzügen heraus ergibt,
  • die (reflexive) Freude aus dem Begegnen,
  • der Stolz im engeren Sinne aus dem Befriedigen und
  • die Genugtuung aus dem Umsetzen,
und die einzige Weise, diese vernünftig zusammenzubringen, besteht darin,
  • die Besessenheit der (reflexiven) Freude als heimatsuchend gegenüberzustellen,
  • die Beklommenheit dem Stolz im engeren Sinne als ordnungssuchend und
  • die Betretenheit der Genugtuung als rollensuchend,
womit wir
  • aufbrechend und uns ausliefernd für die Gnade oder Erfassungsweise beten,
  • formierend und uns unterwerfend für das Amt oder die Wirkungsweise und
  • aufbauend und unter Umständen uns enthebend für die Bahn oder die Entfaltungsweise,
und zwar dann uns enthebend, wenn es sich bei der Entfaltungsweise um eine Erwachensweise handelt, also mit anderen Worten um eine Inspiration, derart die bisher so genannte Gnade der Inspiration tatsächlich einem Gebet um die Bahn entspringt, so daß ich fortan an lieber schlicht vom Gebet um die Inspiration sprechen möchte.

Hinsichtlich der Theorie der neuen und alten Gebete fällt das Gebet um die Inspiration als schwächstes für die Bahn zwar nicht weiter ins Gewicht, aber es hinterläßt eine Lücke im Zeitalter der Werke, welche mit Gebeten um Erfassungsweisen zu füllen ist. Es ginge nach dem vorigen wohl an, um die Gnade des philosophischen geistigen Horizonts im allgemeinen zu beten, denn es um die Erfassung der Transzendenz im speziellen zu tun, gehört ja nicht ins Zeitalter der Werke.

Labels: , , , , , , , ,