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18. März 2017

Der Zirkel der Unbedarften

Es ist alles erfüllt.
So oder so ähnlich wird man mancherorts begrüßt, bisweilen auch mit Handauflegen.

Es gibt Dinge, die tatsächlich zu erfüllen sind, beispielsweise anderen Menschen zu sagen, was sie wissen sollten, auch wenn dies für einen selbst gefährlich ist.

Gottes Wirken zu bezeugen, ist nicht jedem gegeben, und der, wem es gegeben ist, wird nur dadurch ein Zeuge, daß er bezeugt.

Es ist nichts ausgesuchtes, es ist gegeben wie das Wetter und genauso gegenwärtig, wo immer man auch hingeht, wenn man sich ihm denn stellt.

Es ist spezifisch. Alles, was erfüllt wird, ist spezifisch.

Und was ist erfüllt, wenn ich gutwillig glaube, daß alles erfüllt ist?

Daß vollkommene Gerechtigkeit herrsche, daß alles an seinem Platz ist.

Wo ich denn in reiner Dankbarkeit und verehrender Absicht mein Scherflein beitrüge.

Gewinne ich durch die Vorstellung?

Mag sein, daß sie mich heilte, wenn ich darniederläge, mag sein, daß mich der Sonne Licht an grauem Tag erreichte, mag sein, daß meine Seele sich dem Guten öffnete.

Doch sobald sie etwas finge, bewiese sie, daß just das noch nicht erfüllt wär'. Doch braucht das strebende Herz der Welt Fülle nicht, da es selber voll ist.

Der Zirkel der Unbedarften, welche keine Ahnung davon haben, wie sie das begründen könnten, was sie genießen, für welche Fülle Zauber und nicht Los ist.

Das Gespür der eigenen Wesentlichkeit weint.

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