Bereitschaftsbeitrag

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12. Oktober 2017

Erneuerung der Lust als Teufelskreis

Die in den Hexgrammen Der Sandsturm und Der Wirbelwind beschriebene Erneuerung der Substanz der Lust geht nicht notwendigerweise mit dem Anbruch eines neuen Zeitalters einher, und nicht notwendigerweise ist es die Aufzehrung dieser Substanz, welche die Erneuerung erzwingt.

Vielmehr läßt sich in der heutigen Zeit eine kontinuierliche Erneuerung dieser Substanz zu dem Zweck beobachten, die Produktivität der Bevölkerung zu steigern, ähnlich zu dem, was ich im Beitrag Hopp, hopp, hopp im Schweinsgalopp beschrieben habe.

Der Mechanismus ist folgender. Die Heimat wird bewußt verunstaltet, um einen unbeherrschten Antrieb zu erwecken und die Menschen infolgedessen in den Geist und das Schicksal der materiellen Erneuerung zu zwingen, welche mit großen Arbeitsanstrengungen einhergehen. Mit anderen Worten wird den Menschen vorgegaukelt, eine Welt erschaffen zu müssen und zu können, in welcher sie eine neue Heimat finden, mit welcher sie betraut wären, wohingegen sie tatsächlich in einer Welt leben, deren Unzugänglichkeit exakt die Heimat darstellt, welche ihnen zum eigenen Gedeih für die nächsten, nicht näher eingegrenzten Generationen verordnet wurde.

Es handelt sich bei dieser Einrichtung um ein Symptom der dritten Phase des Glaubenszykels, welcher gegenwärtig das Zeitalter der Werke durchläuft, nämlich nach der ideellen Klärung des Gemeinwohls und der sittlichen Prägung zu seinem Zweck die Phase der materiellen Hervorbringung desselben, wobei der dieser Einrichtung innewohnende Zynismus ein Anzeichen dafür ist, daß es mit der dritten Phase des Zeitalters der Werke bald zu Ende kommt, denn während die Lust sich diese Ausbeutung gefallen läßt, erleidet der eh schon angeschlagene Sinn für das Wesentliche, das Gefühl, auf seinem Weg getragen zu sein, zusätzlichen Schaden.

Überhaupt denke ich, daß das technisch Angezeigte die Wege zum Zusammenbruch der bestehenden Ordnung aufzeigt.

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