Statische und dynamische Gemeinschaftsstrategien
Gestimmte neigen zu statischen und Fordernde zu dynamischen Gemeinschaftsstrategien, wie sofort aus deren Definitionen erhellt
Dieses Phänomen sehen wir etwa an den Aktienmärkten, wo es kaum fundamentale Investitionskriterien gibt, sondern fast ausschließlich relative zu den übrigen Investoren.
Die bedeutendste statische Gemeinschaftsstrategie unserer Zeit ist weiterhin der generative Zykel des Zeitalters der Werke, also die kulturelle und insbesondere wissenschaftliche Weiterentwicklung der Menschheit zu planen, aber auf dem Feld der Herrschaft wurde die statische imperiale Strategie des Römischen Reichs durch die dynamische Englands ersetzt, welche in ähnlicher Form auch jene Deutschlands ist.
Rom plante ein Verhältnis zur Welt, in welchem die Welt zu seinen Provinzen wurde, wozu natürlich auch gehört, sich darüber Gedanken zu machen, unter welchen Umständen die Leute glücklich sind.
Im Gegensatz dazu steht die Vorstellung im Mittelpunkt des englischen Denkens, Partner zu finden und ihnen zum Sieg zu verhelfen, wobei es drei verschiedene Fälle gibt:
Wie man somit auch sieht, wirken dynamische Gemeinschaftsstrategien gesellschaftsauflösend, da sie ihre Mitglieder auf die eine oder andere Weise dazu zwingen, sich situationsbedingten Stratagemen zu unterwerfen, wohingegen die statischen einen Identifikationskern bilden, und über lange Zeit der europäischen Geschichte standen diese beiden Kräfte in einem Gleichgewicht.
Es ist aber unzureichend, das Statische auf die Kultur zu beschränken. Bisweilen ufert das Dynamische aus, und es muß ein statischer politischer Ansatz unternommen werden, um neue Verkörperungen guten Zusammenlebens zu etablieren, bisweilen auch, weil das Statische fehlging, jedoch glauben die Leute hauptsächlich an das Dynamische, gleich ob sie aller Welt Freund sind oder ihr mißtrauen, die Wahrheit ist, daß sich das mehrmals in einer Sekunde ändern kann, und also liegt da die Schwierigkeit, nämlich das Grundsätzliche hinter Zierat auf Reflexhaftem herauszuarbeiten.
- statische suchen strategische Voraussetzungen zu planen und
- dynamische beruhen auf sich im Rahmen natürlicher Entwicklungen ergebenden,
Mit der Relativierung des menschlichen Verhaltens gegenüber den Umständen wird es selbst zunehmend unvorhersehbar, so daß die Strategie, natürliche Entwicklungen auszunutzen, sich selbst untergräbt.Natürlich bliebe das menschliche Verhalten vorhersehbar, wenn es die Umstände eindeutig bestimmten, aber indem der Mensch das Verhalten Anderer vorwegzunehmen sucht, wird die Kausalität aufgehoben und der Schluß unsicher, es sei denn, er verfolgte ein Motiv, welches von der Vorwegnahme nicht betroffen ist.
Dieses Phänomen sehen wir etwa an den Aktienmärkten, wo es kaum fundamentale Investitionskriterien gibt, sondern fast ausschließlich relative zu den übrigen Investoren.
Die bedeutendste statische Gemeinschaftsstrategie unserer Zeit ist weiterhin der generative Zykel des Zeitalters der Werke, also die kulturelle und insbesondere wissenschaftliche Weiterentwicklung der Menschheit zu planen, aber auf dem Feld der Herrschaft wurde die statische imperiale Strategie des Römischen Reichs durch die dynamische Englands ersetzt, welche in ähnlicher Form auch jene Deutschlands ist.
Rom plante ein Verhältnis zur Welt, in welchem die Welt zu seinen Provinzen wurde, wozu natürlich auch gehört, sich darüber Gedanken zu machen, unter welchen Umständen die Leute glücklich sind.
Im Gegensatz dazu steht die Vorstellung im Mittelpunkt des englischen Denkens, Partner zu finden und ihnen zum Sieg zu verhelfen, wobei es drei verschiedene Fälle gibt:
- überlegene Partner, welchen gegenüber man sich als nützlich erweisen muß,
- konkurrierende Partner, welche zu beruhigen sind, und
- Handlanger, von deren Erfolg das eigene Reich abhängt.
Wie man somit auch sieht, wirken dynamische Gemeinschaftsstrategien gesellschaftsauflösend, da sie ihre Mitglieder auf die eine oder andere Weise dazu zwingen, sich situationsbedingten Stratagemen zu unterwerfen, wohingegen die statischen einen Identifikationskern bilden, und über lange Zeit der europäischen Geschichte standen diese beiden Kräfte in einem Gleichgewicht.
Es ist aber unzureichend, das Statische auf die Kultur zu beschränken. Bisweilen ufert das Dynamische aus, und es muß ein statischer politischer Ansatz unternommen werden, um neue Verkörperungen guten Zusammenlebens zu etablieren, bisweilen auch, weil das Statische fehlging, jedoch glauben die Leute hauptsächlich an das Dynamische, gleich ob sie aller Welt Freund sind oder ihr mißtrauen, die Wahrheit ist, daß sich das mehrmals in einer Sekunde ändern kann, und also liegt da die Schwierigkeit, nämlich das Grundsätzliche hinter Zierat auf Reflexhaftem herauszuarbeiten.
Labels: 42, charaktere, formalisierung, geschichte, gesellschaftsentwurf, gesellschaftskritik, gesetze, identitäten, institutionen, sehhilfen, wahrnehmungen, zeitgeschichte, ἰδέα, φιλοσοφία