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31. Dezember 2025

Die transzendente Beseeltheit in der Ordnung der Gefühle

Unsere Gefühle sind entweder immanent und beziehen sich nur auf unser eigenes Bewußtsein oder sie sind transzendent und beziehen sich auf die transzendenten Einheiten Gott (oder Heil), Lebenskreis und Sein, welche ich hier als transzendente Sorge, Achtung und Lust verstehe, wobei die transzendenten die Grundlagen der zeitlichen Betrachtungen und der grammatikalischen Modi bilden.

Die Gefühle der Lust bilden die Komponenten der punktförmigen Zeit,
  • (körperliche) Verfassung, bestehend aus Leid, Erschöpfung und Übelkeit,
  • Erwartung und
  • Begehren,
wobei die ersteren beiden den Rahmen bilden, in welchem sich das letztere vollzieht, und die Erwartung die transzendente Lust erfaßt.

Die Gefühle der Achtung stellen Widmungen (Modell 1, 2) der linearen Zeit dar, wobei sich die Adäquanz unter anderem der transzendenten Achtung widmet, und zwar gemäß den funktionalen transzendenten Akten.

Genauer gesagt bestehen innerhalb des Lebenskreises die folgenden konstitutiven Selbstfestlegungen,
  • Gemeinsamkeitsgelübde,
  • Vorbildsanerkennung und
  • Erwiderungsverpflichtung,
und im Rahmen dessen empfinden wir als
  • bedeutsam, was ein anderer als gesetzmäßig versteht,
  • sinnhaft, was einem anderen erlaubte, seine Aufmerksamkeit auf etwas zu richten, und
  • aufrufend, was ein anderer bedenkt,
was somit transzendente Adäquanz heißen möge. Neben derselben gibt es aber auch noch die sorgenkonforme, welche den Selbstfestlegungen entspringt: Dadurch, daß der Mensch Vernunft besitzt, kann er ihre Gebote an die Stelle jener des Rudels stellen oder auch die Gebote des Rudels konfigurieren, in welchem Fall ich von der Verfassung eines Schwarms spreche.

Die Gefühle der Sorge bilden die Komponenten des Schlüssels zur netzförmigen Zeit,
  • (geistige) Verfassung, bestehend aus Vergessenheit,
  • Betrachtung, bestehend aus Wertschätzung, Liebe und Anteilnahme, und
  • Einsicht,
wobei sich die letztere im Rahmen der ersteren beiden vollzieht und
  • Wertschätzung die Möglichkeiten der Anpassung an das Geliebte betrachtet und
  • Anteilnahme den Erfolg derselben.
Transzendent sind die Betrachtungen, wenn das Geliebte gehießen wurde,
  • das Verbundene von der Vorliebe,
  • das Geliebte im engeren Sinne vom (subjektiven) Glauben und
  • der Friede vom Gewissen,
was im Falle der Stimmung, beispielsweise, nur bei der heiligen Stimmung (Heiligkeit) der Fall ist.

Es gibt also drei transzendente Quellen, Erwartung, transzendente Adäquanz und Gehießenheit, und zu letzterer noch zwei weitere, indirekte, Zugänge über die Wertschätzung und Anteilnahme, und da unser Denken naturgemäß über unser Bewußtsein hinausstrebt, wendet es sich naturgemäß diesen fünf Zugängen zu, und ebenso naturgemäß ist es dann, wenn wir zu fünf grammatischen Modi greifen, um unsere Gedankengänge auszudrücken.

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