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20. Mai 2026

Gemeinschaftlich interpretierte und gewährte Gehießenheit

Es ist der (subjektive) Glaube eines Gläubigen, daß die Gehießenheit durch Vorliebe, (subjektiven) Glauben und Gewissen die Leitschnur des menschlichen Handels sein sollte, und dies hat Gläubige
  1. dazu geführt, sich zu fragen, welche gesellschaftliche Gestalt ihnen gehießen sei, und
  2. , wodurch sie dem Gehießensein dienen können.
Ersteres mündet in das Himmelreich interpretierende Reichsvorstellungen. Letzteres nimmt wieder zwei verschiedene Formen an:
  • Das Gewissen heißt uns, uns gegen die Unterdrückung der Gehießenheit zu stellen, und
  • die Vorliebe, möglichst wesentlich zu sein, da die eigene Gehießenheit mit der eigenen Wesentlichkeit zunimmt.
Und dies führt zu drei militärischen Zielen:
  • Die Ausdehnung des eigenen Reichs,
  • die Unterstützung andernorts unterdrückter Gläubiger und
  • die Verbündung mit der militärisch schwächeren Seite, sofern die stärkere als gehießenheitsunterdrückend empfunden wird, da die eigene Hilfe für erstere wesentlicher und sie also zu größeren Konzessionen bereit ist.
Freilich, diese Hilfe ist Ungläubigen nicht recht geheuer und in jedem Falle ein Menetekel, wiewohl Gläubige natürlich über jede Hilfe bei Gehießenem froh sind, wobei sich die Gehießenheit germanischer Völker mehr in der Verwerfung fremder Reichsvorstellungen als in der Gestaltung ihrer eigenen zeigt, was sie zur friedensgewährenden Ausgleichung entstehender Machtungleichgewichte und überbordender Reichsbildungen prädestiniert.

In ihrer unschuldigen Form haben wir die Ausdehnung des eigenen Reichs bis zum Ersten Weltkrieg erlebt. Die heutige ist das zynische Werk von Rechtsverdrehern und Werbefuzzis bar jeder Gehießenheit, am gehießensten sind da noch die Chinesen in ihrem Materialismus.

Und was die Unterstützung unterdrückter Glaubensbrüder angeht, so handelt es sich dabei um das Ideal der muslimischen Welt, also sich nicht in die Händel ferner Glaubensbrüder einzumischen bis eine Seite unterdrückt wird und dieser dann beizustehen, was wirklich gar kein schlechtes System ist, da es dazu führte, daß Nachbarn mit einander auskommen,
  1. weil sie sich nicht über fernen Konflikten zerstreiten und
  2. weil sie fürchten, auf fernen Abschußlisten zu landen.
Heute kommt die muslimische Welt diesem Ideal sogar ziemlich nahe, früher war sie freilich wie die übrige weniger vernetzt. Natürlich wird dabei bisweilen ein Unterdrücker durch einen schlimmeren ersetzt, hoffentlich nur für eine kleine Weile, wie es auch bis zur Ersetzung des ersten hoffentlich nur eine kleine Weile dauerte.

Auf dem Papier sind die Germanen also barbarischer als die Muslime, aber in der Realität ist es oftmals segensreicher, sich gegen die Pläne Vermessener zu stellen. Ironischerweise ist letzteres nicht nur sogar Einzelnen möglich, sondern darüberhinaus oftmals erfolgversprechender für sie, indem sie Funktionen ausfüllen, welche als brachliegend angenommen wurden.

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