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18. Mai 2026

Die Dialektik der wirtschaftlichen Güter und güterbezügliche Zölle

Unter einem wirtschaftlichen Gut sei eines verstanden, welches im Rahmen einer wirtschaftlichen Aktivität den Besitzer wechselt.

Abgewonnene Güter sind entweder Ressourcen, wenn sie sich im Laufe eines Menschenlebens regenerieren, oder Reserven, wenn sie es nicht tun. Erdöl ist also eine Reserve und keine Ressource, auch wenn sich so genannte Ölquellen wiederholt wiederauffüllen mögen, bis das Öl aus dem umgebenden Gestein gequetscht ist.

Güter, welche im Rahmen deren Herstellung in andere Güter eingebracht werden, sind deren Komponenten. Güter, welche zu wirtschaftlichen Aktivitäten verwendet werden, aber keine Komponenten sind, sind Instrumente. Und Güter, welche weder Komponenten, noch Instrumente sind, sind Nießgüter für den Eigenbedarf eines Wirts..

Reserven und Ressourcen sind also zugleich entweder Komponenten, Ethanol etwa von Long Drinks, Instrumente, Ethanol etwa zur Desinfektion, oder Nießgüter, Ethanol etwa nach hinreichender Verwässerung, wobei Ethanol freilich natürlicherweise Äpfeln und dergleichen in verwässertem Zustand abgewonnen wird.

Zölle auf Ressourcen dienen dazu, die Ausnutzung der eigenen Ressourcen zu maximieren, wohingegen Zölle auf Reserven als solche einzig den Zweck verfolgen können, die Erzeugung von Instrumenten zur Abgewinnung dieser Reserven anzuregen, und also stets zurückgefahren werden, um die eigenen Reserven zu schonen.

Generell regen Zölle auf Güter deren Abgewinnung oder Herstellung an, wobei im Vergleich zu den alternativen Güterklassen, wozu im Falle von Komponenten auch auf ihnen aufbauende Komponenten gehören mögen, höhere Zölle auf
  • Komponenten die Kosten derselben in die Höhe treiben und damit komplexere Formen der Herstellung zugunsten primitiverer erschweren und also den eigenen Export auf elementare, vergleichsweise wenige Komponenten enthaltende, Güter beschränken,
  • Instrumente die Kosten derselben in die Höhe treiben und damit die gesamte Erzeugung von Gütern zugunsten der Garantierung ihrer Flexibilität erschweren und
  • Nießgüter zu einem sparsameren Lebensstil führen, welcher die Erzeugung von Gütern im allgemeinen und von Nießgütern im besonderen erleichtert.
Ich möchte behaupten, daß sich die meisten Wirtschaften für die dritte Alternative entscheiden werden, und indem sie dies tun, eröffnet sich ein Markt für Komponenten und Instrumente, welcher die globale Industrie auf natürliche Weise modularisiert, um dem Bedarf der lokalen Gütererzeugung im kleinen Maßstab gerecht zu werden. Freilich, im realexistiert habenden Sozialismus hat sich die Sparsamkeit in Form von jahrzehntelangen Wartezeiten für Autos gezeigt, aber wenn heutzutage spottbillig Drohnen hergestellt werden können, sehe ich nicht recht ein, was der fortgesetzten Motorisierung der Menschheit im Wege stehen sollte, selbst wenn die Fertigungsprozesse weniger effizient verlaufen sollten, wobei mir schon klar ist, daß einige Fabriken, Hochöfen zur Stahlherstellung etwa, hinsichtlich ihrer Operierbarkeit im kleinen Rahmen (Hammer, Meißel, Fresnellinse?) gewisse Herausforderungen darstellen.

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