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19. Juni 2026

Bekenntnisvermittlung durch landessippliche Darstellung

Die Landessippe besteht aus
  • Landesvater,
  • Landesmutter und
  • Landeskindern,
wobei
  • die Verkörperung der erkorenen Herrlichkeit dem Landesvater,
  • der Reigen des begnadeten Umgangs der Landesmutter und
  • gesegnete Ergebenheit den Landeskindern obliegt.
Diese drei Verhaltensweisen entsprechen den darstellenden Lebensmodellen, nämlich
  • die Herrlichkeitsverkörperung der menschlichen,
  • der begnadete Reigen der himmlischen und
  • die segenempfangende Ergebenheit der zweckmäßigen Darstellung,
oder, anders gesagt,
wobei sich die Ehrbarkeiten (oder Geister Gottes) in den begnadeten Umgangsformen niederschlagen und der Segen der Landeskinder ihrem Bemühen, sich durch ihre Verpflichtungen als würdige Kandidaten zu erweisen, entspringt - freilich, es ließe sich einwenden, daß sie nicht ihren Segen, sondern ihr Los empfangen, und letzteres fällt in der Tat mehr ins Gewicht, wenn die landesväterlich verkörperte Herrlichkeit mangelhaft ist. Traditionell ist sie allerdings so unkontrovers, daß es mehr auf die jeweiligen Bemühungen der Landeskinder ankommt, den Landesvater stolz zu machen.

Damit dies wahrhaftig dargestellt werden kann, muß
  • der Landesvater also den gläubigen geistigen Horizont,
  • die Landesmutter den philosophischen oder persönlichen und
  • müssen die Landeskinder also den körperlichen geistigen Horizont
besitzen, aber da wir hier von einem Zeremoniell sprechen, wollen wir diesem Punkt besser kein ungebührliches Gewicht verleihen: Eine Gesellschaft wählt ihr Bekenntnis und erinnert sich an es als Gemeinschaft - um mehr geht es nicht.

Es ist ganz interessant, daß mein sexuelles Interesse von jeher nur solchen Frauen galt, welche bereit waren, sich als Landesmütter oder -kinder in die landessippliche Darstellung einzufügen, und bei Männern ist es ihre Bereitschaft, den Landesvater zu geben, welche sie mir sympathisch macht.

Mir ist Prinz Edward nicht gänzlich unsympathisch. Verfolgen wir einmal zurück, welchen Wurzeln die Teilnahme an der landessipplichen Darstellung bei ihm entspringt (wie es mir scheint, ich bin vielleicht etwas parteiisch).
Der Vater gibt das Landeskind, verfolgen wir lieber die Mutter weiter.
Schwierig. Ich sehe da in beiden Fällen Potential, aber wenig aktualisiert. Beginnen wir mal mit der Großmutter und sehen, was sich Interessantes findet.
Ich hab' mich da mal für den Urgroßvater entschieden, weil ich Eiszicke nicht als Landesmutter durchgehen lasse. Aber ich muß schon sagen:  Zwei Männer nach meinem Geschmack! Von Alexander II aus extrapolierend ließe sich vermuten, daß Elenas Urgroßvater Zeus persönlich war. Aber verfolgen wir lieber Marinas Vater weiter.
Das Ideal ist hier weit weniger jovial als auf Marinas mütterlicher Seite, mehr ein fürsorgliches Haushalten, wie es auch Edward, mit einer Note der mütterlichen Abfälligkeit, ins Gesicht geschrieben steht. Es wird schwierig, Christian IX noch weiter zurückzuverfolgen, da es um die dänischen Porträtisten nicht sonderlich gut bestellt ist, aber es lohnt dennoch.

Ich würde an dieser Stelle Friedrich Wilhelms Mutter weiterverfolgen, da mir Friedrich Karl Ludwig in erster Linie gierig scheint, aber weitere Wikipedia-Einträge gibt es nicht. Was sie selbst angeht, drückt sie in der Tat ein sehr warmes und fürsorgliches Ideal aus, welches sie als Gastgeberin gewiß auch zur Norm des Umgangs ihrer Gäste mit einander erhob.

Ich würde folgende Genese postulieren:
  1. Friederike Amalie: fürsorglich,
  2. Friedrich Wilhelm - Georg I: erst draufgängerisch, später fürsorglich,
  3. Elena: unterdrückt,
  4. Marina: abfällig und
  5. Edward: fürsorglich abfällig;
Nicholas kann ich nicht einschätzen. Natürlich läßt sich George nicht außenvor lassen, aber hinsichtlich Edwards spezieller Ambitionen mag diese Genese den familiengeschichtlichen Hintergrund bilden.

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