Zu was die Apologetik der Offenbarung führt
Ich habe in den letzten beiden Beiträgen viele moralisch fragwürdig scheinende Dinge geschrieben, wobei der letzte Beitrag den vorletzten ins rechte, unschuldige Licht rückt, was die generationalen Veränderungen betrifft, zum Ende aber auch wieder moralisch fragwürdig erscheint.
Der Grund dafür besteht in beiden Fällen in der Annahme, daß erkannte Dynamiken änderbar sind.
Daß es sich beim popkulturellen Zykel anders verhält, soweit es den Übergang von seiner vorigen sozialen Phase zur gegenwärtigen ideologischen betrifft, dürfte nach dem vorigen Beitrag klar sein. Sprechen wir also hier über die Auslegung oder Verteidigung der Offenbarung und sehen, wie es sich bei ihr verhält.
Zunächst folgende, einfachere Betrachtung. Angenommen es besteht eine Übereinkunft zwischen Partnern, welche alle Seiten zufriedenstellt. Also kooperieren sie. Wenn sie sie nun nicht mehr zufriedenstellt, beginnen sie miteinander zu streiten, und weil sie ihre Kräfte dabei von einander subtrahieren, statt sie zu addieren, wird es umso schwieriger, zufriedenstellende Ergebnisse zu erzielen.
Es ist dasselbe Prinzip wie bei einer chinesischen Fingerfalle: Das Bemühen, die eigene Position zu verbessern, verschlechtert sie und erschwert die Verbesserung.
In dieser Formulierung läßt sich das Problem als materiell annehmen:: Die Ressourcen sind begrenzt, und wenn sie nicht mehr friedlich geteilt werden können, werden sie kriegerisch verschwendet - von einem wirtschaftlichen Standpunkt aus gesehen.
Nehmen wir nun zusätzlich an, daß es einen Weg gibt, die Kooperation so umzugestalten, daß alle Seiten weiterhin zufriedengestellt werden. Wenn dieser nun propagiert wird, so entwickelt das Problem eine ideelle Komponente, da es moralisch falsch ist, die vernünftige Lösung auszuschlagen.
Und auch diesbezüglich entwickeln sich die Dinge wieder wie bei der chinesischen Fingerfalle:: Je länger die vernünftige Lösung ausgeschlagen wird, desto klarer wird das Unrecht und desto schwieriger wird es, sie auszuschlagen.
Der Witz nun ist, daß die Offenbarung die tatsächliche Lösung enthält und diese häßlich ist. Indem sie verteidigt wird, muß der höhere Zweck dieser Häßlichkeit herausgearbeitet werden, das heißt die vernünftige Lösung, welche also propagierbar wird und den sich durch Rückschläge verstärkenden Effekt auslöst, welchen ich im vorigen Absatz beschrieben habe, und von welchem wir bereits wissen, bis zu welcher Eskalationsstufe er sich aufschaukeln wird.
Wenn ich also sage, unangenehme Prophezeiungen müssen vage bleiben, um sich zu erfüllen, so bewahrheitet sich dies im Falle der Offenbarung dadurch, daß sie erst ernstgenommen werden wird, wenn die Lösung hinreichend häßlich geworden sein wird.
Und zugleich ist diese Häßlichkeit der Kontrast, in welchem Christus wiederkehrt. Würde also ich oder sonstwer dafür sorgen, daß die Offenbarung vorher ernstgenommen wird, würde die Häßlichkeit abgewendet, welche die Wahrheit als solche bezeugt.
Aus meiner Sicht heißt das, daß es nicht falsch sein kann, die vernünftige Lösung zu propagieren, aber auch wenn dies so ernsthaft getan wird, wie es nur möglich ist, wird es die weitere Eskalation nicht verhindern, sondern bis zu dem Grade begründen, welcher nötig ist, um der Wahrheit zum Sieg zu verhelfen.
Wenn ich also, wie ich im vorigen Beitrag schrieb, den Fettsack in dieser Frage nicht angreife, so nicht deshalb, weil ea klug ist, die Bedeutung der Offenbarung zu verheimlichen, sondern weil sie bis zur fraglichen Zeit unüberzeugend scheinen wird.
Was darüberhinaus geht, die genauen Umstände, welche die Hure und später der Tier zu Fall bringen, ist uns sowieso nicht bekannt
Der Grund dafür besteht in beiden Fällen in der Annahme, daß erkannte Dynamiken änderbar sind.
Daß es sich beim popkulturellen Zykel anders verhält, soweit es den Übergang von seiner vorigen sozialen Phase zur gegenwärtigen ideologischen betrifft, dürfte nach dem vorigen Beitrag klar sein. Sprechen wir also hier über die Auslegung oder Verteidigung der Offenbarung und sehen, wie es sich bei ihr verhält.
Zunächst folgende, einfachere Betrachtung. Angenommen es besteht eine Übereinkunft zwischen Partnern, welche alle Seiten zufriedenstellt. Also kooperieren sie. Wenn sie sie nun nicht mehr zufriedenstellt, beginnen sie miteinander zu streiten, und weil sie ihre Kräfte dabei von einander subtrahieren, statt sie zu addieren, wird es umso schwieriger, zufriedenstellende Ergebnisse zu erzielen.
Es ist dasselbe Prinzip wie bei einer chinesischen Fingerfalle: Das Bemühen, die eigene Position zu verbessern, verschlechtert sie und erschwert die Verbesserung.
In dieser Formulierung läßt sich das Problem als materiell annehmen:: Die Ressourcen sind begrenzt, und wenn sie nicht mehr friedlich geteilt werden können, werden sie kriegerisch verschwendet - von einem wirtschaftlichen Standpunkt aus gesehen.
Nehmen wir nun zusätzlich an, daß es einen Weg gibt, die Kooperation so umzugestalten, daß alle Seiten weiterhin zufriedengestellt werden. Wenn dieser nun propagiert wird, so entwickelt das Problem eine ideelle Komponente, da es moralisch falsch ist, die vernünftige Lösung auszuschlagen.
Und auch diesbezüglich entwickeln sich die Dinge wieder wie bei der chinesischen Fingerfalle:: Je länger die vernünftige Lösung ausgeschlagen wird, desto klarer wird das Unrecht und desto schwieriger wird es, sie auszuschlagen.
Der Witz nun ist, daß die Offenbarung die tatsächliche Lösung enthält und diese häßlich ist. Indem sie verteidigt wird, muß der höhere Zweck dieser Häßlichkeit herausgearbeitet werden, das heißt die vernünftige Lösung, welche also propagierbar wird und den sich durch Rückschläge verstärkenden Effekt auslöst, welchen ich im vorigen Absatz beschrieben habe, und von welchem wir bereits wissen, bis zu welcher Eskalationsstufe er sich aufschaukeln wird.
Wenn ich also sage, unangenehme Prophezeiungen müssen vage bleiben, um sich zu erfüllen, so bewahrheitet sich dies im Falle der Offenbarung dadurch, daß sie erst ernstgenommen werden wird, wenn die Lösung hinreichend häßlich geworden sein wird.
Und zugleich ist diese Häßlichkeit der Kontrast, in welchem Christus wiederkehrt. Würde also ich oder sonstwer dafür sorgen, daß die Offenbarung vorher ernstgenommen wird, würde die Häßlichkeit abgewendet, welche die Wahrheit als solche bezeugt.
Aus meiner Sicht heißt das, daß es nicht falsch sein kann, die vernünftige Lösung zu propagieren, aber auch wenn dies so ernsthaft getan wird, wie es nur möglich ist, wird es die weitere Eskalation nicht verhindern, sondern bis zu dem Grade begründen, welcher nötig ist, um der Wahrheit zum Sieg zu verhelfen.
Wenn ich also, wie ich im vorigen Beitrag schrieb, den Fettsack in dieser Frage nicht angreife, so nicht deshalb, weil ea klug ist, die Bedeutung der Offenbarung zu verheimlichen, sondern weil sie bis zur fraglichen Zeit unüberzeugend scheinen wird.
Was darüberhinaus geht, die genauen Umstände, welche die Hure und später der Tier zu Fall bringen, ist uns sowieso nicht bekannt
Labels: 42, bibelkommentar, formalisierung, geschichte, gesetze, institutionen, kommentar, sehhilfen, wahrnehmungen, zeitgeschichte, ἰδέα, φιλοσοφία