Bereitschaftsbeitrag

Zur Front

27. Mai 2026

Leitungsprobleme

Das im vorigen Beitrag betrachtete Souveränitätsproblem ist nur eines von drei Leitungsproblemen, welche darin bestehen, daß die Verwaltung den es kennzeichnenden Ansatz der Menschen bestimmt, nämlich beim
  • Souveränitätsproblem ihre Ziele, indem sich letztere sich für ersterer Souveränität verpflichten,
  • Etabliertheitsproblem ihre Aufmerksamkeit, indem letztere geloben, sich von der Etabliertheit ersterer abhängig zu machen, und
  • Autoritätsproblem ihre Belange, indem letztere die Autorität ersterer anerkennen,
wobei die jeweilige Leitung gerade darin besteht, daß die ihr entsprechende Selbstfestlegung erfolgt, derart
  • der Segen der Menschen nicht mehr von ihrem Gewissen, sondern den Zielen des Souveräns abhängt,
  • ihre Gnade nicht mehr von ihrer Vorliebe, sondern der Aufmerksamkeit des Establishments, und
  • ihr Los nicht mehr von ihrem (subjektiven) Glauben, sondern den Belangen der Autorität.
Und die Lösungen der Leitungsprobleme bestehen entsprechend darin, daß der Gemeinde
  • Verfassung an die Umsetzung der individuellen Gewissen angepaßt ist, also die Gehießenheit unterstützt,
  • Markierung den individuellen Vorlieben begegnet, also deren Rollen anerkennt, und
  • Ausstattung die (subjektiven) Glauben befriedigt, also Konfessionen Selbständigkeit gewährt,
und darin besteht gerade die Rolle der Unterstützung, beziehungsweise Anerkennung oder Gewährung im generativen Zykel der Zeitalter, wobei die im vorigen Betrag behandelten Instinkte der Völker die eigene Gehießenheit in vier der behandelten Fälle ihrer charakterlichen Zusammensetzung nach unterstützen, nämlich
  • die Selbstjustiz der Muslime das Gewissen der Gestimmten, genauer gesagt ihren Verantwortungssinn für die gesellschaftliche Ordnung,
  • die Traditionalität der Katholiken die Profilierungsvorliebe der Leistungsfordernden und den (subjektiven) Fortschrittsglauben der Gestimmten,
  • die Zurückhaltung der Germanen dieselben beiden und zusätzlich die lokale Anpassungsvorliebe der Umgangsfordernden, und
  • die Miteinbeziehung der Slawen letztere und die Gehießenheit der Gestimmten als solche.
Daß die politische Ordnung im Zeitalter der Wunder so verfaßt ist, daß das Souveränitätsproblem nicht mehr besteh (sondern durch das Autoritätsproblem ersetzt wurde), ist dabei eine sie kennzeichnende notwendige Bedingung.Die Lösung des Etabliertheitsproblems erfolgte natürlich durch das Pantheon des Zeitalters der Wacht, indem es verschiedene Vorlieben heiligte (als daimonisch, also distinguierend zugewiesen) und dadurch den irdisch leitenden Patronen himmlisch leitende gegenüberstellte.

Indem der Fortschrittsglaube an Plausibilität verliert, verschärft sich das Souveränitätsproblem, und der traditionalistische Ansatz fällt auf eine frühere Entwicklungsstufe zurück, indem er die Entwicklung von Standards aufgibt und die entwickelten Gewerbe zu erhalten sucht, weshalb ich etwas flapsig meinte, daß ich heute nur noch von Daimonen Besessenen trauen würde, also weil jene von altersher das Korrektiv zum Establishment bilden, oder, um es moderner auszudrücken, weil die Natur das Korrektiv zur Kultur ist.

Übrigens, Rerum Novarum hat nicht eine denkbare technische Monstrosität verhindert, was also wohl Magnifica Humanitas ausrichten wird? Es ist, wie es ist.

Labels: , , , , , , , , , , , , ,