Bereitschaftsbeitrag

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23. Juni 2026

Die korporalistische Erlebniskultur und ihre internen Kriege

Unter der korporalistischen Erlebniskultur verstehe ich den Globalismus und ihre internen Kriege vervollständigen das Schicksal der Nationen unter den Bedingungen des Freihandels.

Jene Unternehmen, von welchen die Wirtschaft am meisten abhängt, bilden die korporalistische Führungsriege, indem sie diese Abhängigkeit benutzen, um sie zu regieren, das heißt das Recht zu diktieren, welches sie regelt.

Dieses Recht muß formal als nationales Recht übernommen werden, damit seine Brüche mithilfe der Staatsgewalt geahndet werden können. Wiewohl der korporalistischen Führungsriege selbst bereits erhebliche Ahndungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, tritt die Nation also als Rechtsumsetzer in Erscheinung, und das begründet eine charakteristische Spannung im Korporalismus,
  • einerseits, da die korporalistischen Interessen sich nicht unbedingt mit den bürgerlichen decken (die traditionelle Begründung faschistischer Herrschaft, e.g. Mussolinis, Hitlers), und
  • andererseits, da die verschiedenen nationalen Rechtsumsetzungen unabhängig von einander erfolgen.
Die rasante Entwicklung der digitalen Verwaltungstechnologie spiegelt sich im korporalistisch diktierten Recht wider, indem neue Abhängigkeiten alte Gewohnheiten ablösen mitsamt deren Rechtsvorstellungen. Entsprechend besteht zurzeit eine brodelnde ethische Selbstverständlichkeit statt einer soliden.

Diese wiederum motiviert (korporalistisch) interne Kriege um die dominante nationale Rechtsumsetzung,
  1. da die bisher dominante als (national) interne Gefahr betrachtet wird, und
  2. da es neuerdings möglich scheint, sie an sich zu reißen,
wobei sich ein Krieg dadurch als korporalistisch intern entpuppt, daß er die Strukturen der korporalistischen Führungsriege, von welchen die Wirtschaft abhängt, nicht angreift, also zum Beispiel Satelliten.

Der Iran gehört selbstverständlich nicht zur korporalistischen Führungsriege, und deshalb kann er den Ölhandel angreifen. Gleichzeitig kann China Iran seine Satellitendienste anbieten und dadurch den amerikanischen militärischen Vorteil ausgleichen, was darauf hinausläuft, daß China die Dominanz der amerikanischen Rechtsumsetzung in diesem Krieg bricht.

An der allgemeinen Drift Richtung totalitärem Irrsinn ändert sich dadurch nichts, jedoch ist der letzte Irrsinnsschub sozusagen auf Grund gelaufen, was aber auch vorhersehbar war - ich möchte mir lieber nicht vorstellen, welche Mittel beim nächsten bereitstehen werden, die Pager-Attacke gibt aber einen Vorgeschmack.

Technolgie und kulturelle Herrschaft treiben zur Radikalität und letztere zugleich zur Abzielung auf die Abhängigen beim Ringen um die nationale Dominanz der Rechtsumsetzung, und die Abhängigen dienen dabei dazu, ihnen ihre Grenzen aufzuzeigen, gleich wo sie verbluten.

Die Einrichtung ähnelt den Vereinten Nationen in der Hinsicht, daß auch sie Vetomächte kennt, nämlich jene, welche über hinreichend abhängigmachende Technologien verfügen, aber im Gegensatz zu ihnen erfolgt die Rechtsumsetzung in ihr im kriegerisch ausgetragenen Wettstreit, und seit dem Ende des Kalten Krieges stellt sie das globale Regime dar

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