Bereitschaftsbeitrag

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17. Juli 2026

Die drei Zeitalter stellen unterscheidbare und auf die menschliche Geschichte anwendbare Konzepte dar.

Oder einfacher ausgedrückt:
Wir haben bisher wirklich, soweit es uns bekannt ist, stets in einem der drei Zeitalter gelebt.
Nach den letzten beiden Beiträgen zu den Haltungsextrakten und Herbeiführungsweisen läßt sich eine Zeit den drei Zeitaltern gemäß wie folgt als einem von ihnen entsprechend charakterisieren: dem Zeitalter der
  • Wunder entsprechend durch ein Fazit der Umstände, welches auf der Anwendbarkeit bestimmter feststehender Fähigkeiten beruht,
  • Wacht entsprechend durch ein Maß der Einstände, welches auf der Verfaßbarkeit gemäß bestimmten feststehenden sozialpsychologischen Gesetzen beruht und
  • Werke entsprechend durch ein der Kenntnis der Zustandsübergänge abgewonnenes Wissen, welches auf der Erforschbarkeit aus bestimmten feststehenden hierarchischen Abhängigkeiten heraus beruht.
Die Konzepte sind unterscheidbar, da
  • die Fähigkeiten im Zeitalter der
    • Wacht im Rahmen seines Verfassungsbemühens entwickelt werden und
    • Werke sich aus dem entwickelten Zustandsübergangswissen ergeben,
  • die (insbesondere sozialpsychologischen) Gesetze im Zeitalter der
    • Werke im Rahmen seines Forschungsbemühens entwickelt werden und
    • Wunder sich aus dem entwickelten Umstandsfazit ergeben, und
  • die (insbesondere hierarchischen) Abhänigigkeiten im Zeitalter der
    • Wunder im Rahmen seines Anwendungsbemühens entwickelt werden und
    • Wacht sich aus dem entwickelten Einstandsmaß ergeben.
Das Wissen des Zeitalters der Werke ist koerziv, seine Gesetze betreffen erzwingbare Resultate, während das Wissen des Zeitalters der Wunder ermöglichend ist, seine Gesetze betreffen begünstigende Voraussetzungen. Das Zeitalter der Werke setzt Pläne um, und dazu muß feststehen, wer oder was plant und wer oder was geplant wird, und das sind eben die feststehenden hierarchischen Abhängigkeiten, also daß der Zustand des Geplanten von dem Zustand des Planenden abhängt, aber nicht umgekehrt.
It was I who led you to the Wizard of Oz book.
It was I who gave you access to the stone.
It was I.
I bred you.
I led you.


Arthur Frayn (ZARDOZ)
Deshalb verfolgt das Zeitalter der Werke notwendig die Planung der Weltgeschichte durch einen Intellekt, welchem die Menschheit zu unterwerfen ist. (Traditionell die Rolle des Papstes, welcher zu diesem Zweck Katechismen autorisiert, Könige von Gottes Gnaden einsetzt und Missionierungszuständigkeiten absteckt.)

Die Abhängigkeiten des Zeitalters der Wacht sind hingegen gegenseitig, insofern das Wohl des Ganzen vom Zusammenspiel seiner Teile abhängt.

Sobald
  • sein Umstandsfazit mit dem Hinweis auf seine Fähigkeitsbeschränkung verworfen wird, endet das Zeitalter der Wunder,
  • sein Einstandsmaß mit dem Hinweis auf seine gesetzliche Beschränktheit verworfen wird, endet jenes der Wacht, und
  • sein Zustandsübergangswissen mit dem Hinweis auf seine Planungsabhängigkeitsbeschränkungen verworfen wird, endet jenes der Werke.
Und läßt es sich leugnen, daß
  • die Fähigkeiten der Jäger und Sammler, sobald sie beides gelernt haben, feststehen und die Basis ihres Umstandsfazits bilden, welches ihre Entwicklung bestimmt?,
  • die sozialpsychologischen Gesetze des Polytheismus feststehen und die Basis des Verfassungsmaßes darstellen, welches die gesellschaftliche Entwicklung bestimmt? und
  • die Planungsabhängigkeiten des Universalismusses feststehen und die Basis Zustandsübergangswissens darstellen, welches die imperiale Entwicklung bestimmt?
Nein, läßt es sich nicht. Die Zeitalter sind Realität. Ihre zuvor entwickelten Ausgangsbasen sind Realität, die Fähigkeiten jenes der Wunder, die sozialpsychologischen Gesetze jenes der Wacht und die imperiale Hierarchie jenes der Werke, und ihre Grenzen sind es auch.

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