Bereitschaftsbeitrag

Zur Front

23. August 2026

Zur Tendenz des Umgangs verschiedener Bekenntnisse mit einander

Unter der Führung sei die Einrichtung verstanden, welche die Kernordnung eines Glaubensgefäßes von Gefolgsleuten bestimmt, wobei
  • die Anleitung einer Hoffnung durch Hinweisen erfolgt und
  • die Ermächtigung einer Hinwendung durch Probieren,
was beides keine bleibende Führungsrolle begründet, im Gegensatz zum
  • Verfügen (nach gelungenem Buhlen), durch welches die Verfassung eines Bekenntnisses erfolgt,
so daß es sich bei der Führung also genauer gesagt um die Einrichtung handelt, welche die Verfassung eines Bekenntnisses bestimmt.

Insofern eine Führung eine bestimmte Verfassung eines bestimmten Bekenntnisses anstrebt, hat sie Gegenspieler, welche eine andere Verfassung für es anstreben, und Zuspieler, welche die Verfassung eines anderen Bekenntnisses anstreben (Bekenntnis kurz für bekennender Schwarmansatz: eine Gemeinschaft gleich Bekennender).

Verschiedene Spieler können
  • sich entweder meiden oder
  • sie bekämpfen sich, indem sie Schlechtes austauschen, oder
  • sie tauschen mit einander Gutes,
wobei letzteres, da von beiden ohne vorherige Provokation gewollt, die vorgezogene Variante unter Zuspielern ist, welche nicht zugleich auch Gegenspieler sind.

Gerade weil sie es aber ist, unterhöhlt sie ihre eigene Basis, denn der Tausch fällt beständig zu Ungunsten des Abhängigeren aus, so daß Spieler ein Interesse an der Abhängigkeit ihrer Zuspieler gewinnen, welches sie dazu bringt, deren Verfassung dahingehend zu beeinflussen - ich sprach es bereits vor 8 Jahren als leviathanisches Interesse des Handels an der Verstümmelung des behemothischen Staats an - wodurch sie zu Gegenspielern werden.

Zugleich führt das Interesse am Tausch aber auch dazu, daß Spieler vermeiden, den Unwillen von Zuspielern zu erregen, welcher diese sie meiden ließe, so daß sie diese also zu beschwichtigen suchen, naturgemäß durch Entgegenkommen beim Tausch.

Letzteres findet insbesondere bei Kämpfen statt, bei welchen es den Unwillen der Gegenspieler erweckte, wenn Zuspieler ihnen nicht entgegenkämen, wobei die Zuspieler natürlich jener Seite mehr entgegenkommen, von welcher sie abhängiger sind, weshalb sich beispielsweise England seit Napoléons Absetzung mit Frankreich gutgestellt hat (Krimkrieg, 1. und 2. Weltkrieg).

Der Freihandel begünstigt wie gesagt eine korporalistische Klasse, welche als Produzenten von geldschöpfenden Banken abhängt, und diese drängt also stets darauf, den Vereinigten Staaten von Amerika entgegenzukommen. Ihr entgegen stehen aber die Gefolgsleute der Zuspieler, deren Verfassungen auf diese Weise durch die Globalisten ihre Unabhängigkeit verlieren, und deren beste Waffe darin besteht, Globalisten und Vereinigte Staaten zu meiden, wo immer sie es können.

Am erfolgreichsten sind Globalisten und Vereinigte Staaten also dann, wenn sie keinen Unwillen erregen, und je mehr erstere an der Leine letzterer reißen, desto eher reißen sich ihre Zuspieler von ihrer globalistischen Fessel und den Vereinigten Staaten los.

Der Globalismus ist wie gesagt die moderne Version der Feudalherrschaft, mit welcher die katholische Kirche bereits vor 1200 Jahren die Welt in ihre Gewalt brachte, er wurde durch den vierten Verfassungszusatz der Vereinigten Staaten vorbereitet und durch den Federal Reserve Act institutional etabliert: die Vereinigten Staaten sind zu seinem stillen Teilhaber geworden, dessen Schicksal an seines gebunden ist. Offensichtlich torpediert Israel dieses Schicksal, doch was wird in den Wellen, welche dieser Angriff schlägt, untergehen?

Bis auf weiteres zunächst einmal Trump. Im Dezember wird man dann sehen, was sich alles wieder einrenkt. Die Neue Welt als christliches Bollwerk aufzubauen, war natürlich immer ein kurioser Gedanke angesichts dessen, daß die Elite der Vereinigten Staaten aus materiellen Gründen, wie einst die Feudalherren, die katholische Kirche den Amerikanern das Christentum predigen läßt - nicht gerade ein Beleg doktrinaler Reinheit.

Labels: , , , , , , , , ,