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29. November 2011

Schlampen und Zicken

Mag sein, daß es besser wäre, bei den amerikanischen Ausdrücken zu bleiben, welche bei weitem etablierter sind, aber ich erlaube mir einfach mal die Übertragung ins Deutsche, auch der Definition, daß eine Schlampe mit jedem schläft, eine Zicke hingegen nur mit jedem außer einem selbst.

Nun gut, so leicht sollte ich es mir vielleicht nicht machen. Ich werde aber hoffentlich im Verlaufe dieses Beitrags beweisen, daß Bitch und Zicke auf dasselbe zielen, wenn sie auch unterschiedliche Aspekte betonen.

Eine Schlampe ist notwendig melancholisch und achtend, letzteres, da sie notwendig von der spirituellen Krankheit befallen ist, welche ich im Beitrag über ein Philosophenproblem angesprochen habe, nämlich eine konkrete Ordnung als vollkommen zu betrachten.

Nur wer sich vollständig in der Welt wiederfindet, kann sich vollständig der Welt öffnen, und letzteres verlange ich von einer Schlampe, die bloße Praxis mag ja auch andere Beweggründe haben. Insbesondere spreche ich nicht von einer Schlampe, wenn jemand dem im Hinduismus so genannten dunklen Weg folgt, was freilich auch in westlichen Gesellschaften geschieht und dann auch schnell zur nämlichen Bezeichnung führt, wobei, um dies an dieser Stelle der Vollständigkeit halber zu erwähnen, sich nur Suchende auf den Weg machen, gleich ob er hell oder dunkel ist.

Übrigens ist es, wenn man es so anfäßt, so, daß Schlampen eher als angenehm angesehen werden, während jene Suchenden eher Furcht einflößen.

Nun gut, was macht die Zicke aus?

Ich behaupte, daß es sich bei der Zicke um jemanden handelt, welcher nicht anders als eine Schlampe handeln kann, damit aber nicht im Reinen ist. Eine Zicke betrachtet keine konkrete Ordnung als vollkommen, glaubt aber auch nicht daran, selbst auf eine vollkommene Ordnung zuzustreben. Und daraus ergibt sich halt ihre ganze Persönlichkeit, ein Philosoph, welcher an nichts arbeitet und an nichts offen festhalten mag, sondern den Tag über hadert und nachts Urlaub von sich selbst nimmt.

Sie ist, um es explizit zu sagen, also auch melancholisch und achtend und wahrscheinlich der häufigste melancholische Typus in angelsächsisch geprägten Gesellschaften, was natürlich beinhaltet, daß sie das heutige Frauenbild maßgeblich mitbestimmt.

Freilich gibt es keinen Grund anzunehmen, daß die melancholischen achtenden Männer weniger anfällig für diese Persönlichkeitsstörung wären, und es stellt sich die Frage, was genau sie in angelsächsisch geprägten Gesellschaften hervorruft.

Obwohl ich selbst kein Achtender bin, ist mir die grundsätzliche Schwierigkeit eine Regelung zu finden, auf welche man zuversichtlich hinarbeiten kann, natürlich bekannt, wobei ich aber als Suchender über den unschätzbaren Vorteil verfüge, flexibel in meinen Grundannahmen zu sein.

Die Analyse führt mithin darauf, daß die angelsächsisch geprägten Gesellschaften ihren melancholisch gesinnten achtenden Geistern keinen Raum zu sinnstiftenden politischen Verbesserungen lassen, und dies zwangsläufig deshalb, weil die diesen Gesellschaften zu Grunde liegenden Überzeugungen bereits vollständig konkretisiert wurden, mit anderen Worten also bereits die philosophische Steife dieser Kultur eingetreten ist.

Die Zicke ist also ein sicheres Alterssymptom einer Kultur, ihr jüngerer Widerpart entschlossen und praxisorientiert.

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