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„Daß du nicht weißt, was dir frommt, des faß ich jetzt deines als Pfand!“
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6. August 2020

Betroffenheit durch Gebete

Im Grunde genommen habe ich bereits beschrieben, wie wir durch transzendente Akte betroffen werden, aber für ideelle und materielle transzendente Akte möchte ich es noch einmal anhand der für mich deutlichsten Beispiele klarstellen, zur Betroffenheit durch Telepathie habe ich hingegen nichts Neues zu sagen.

Ideelle transzendente Akte beten im Namen des Beteiligungs-, Heils- und Wirkungsprinzips für Bahn, Gnade und Amt, rechtfertigt durch deren Dringlich-, Bedeutsam- und Sinnhaftigkeit.

Wie werden wir also selbst durch sie betroffen?

Indem sich in unserer Verbundenheit durch Gott, auf unserer Bahn, Dringlichkeit zeigt, in unserer Rechtschaffenheit gemäß Gott, in unserer Gnade, Bedeutsamkeit oder im Frieden unseres Wirkens, in unserem Amt, Sinnhaftigkeit.

Letzteres heißt nichts anderes, als daß unser Wirken eine Aufgabe zu bewältigen hat, mittleres, daß unser Denken etwas berücksichtigen muß, und ersteres, daß wir uns an etwas Dringlichem zu orientieren haben.

Und die für mich deutlichsten Beispele dafür sind:
  1. die Kopfschmerzen, welche ich hatte, als ich mich der Gleichgültigkeit zuwandte,
  2. die Offenbarung, daß Tariks Herrschaft begonnen habe, und
  3. die Belästigung durch das Coronavirus.
In den ersten beiden Fällen verdankte ich meine Betroffenheit meinen eigenen Gebeten, die Kopfschmerzen dem Gebet um Verbundenheit durch Gott, welches ich in der Nacht vom ersten zum zweiten Weihnachtstag 2004 sprach, die Offenbarung der Hingabe an den Zauber der Stimmung am Abend zuvor, als ich dem Abendstern nachblickte und hoffte, daß sich die gefühlte Bedeutsamkeit in der Welt zeige, doch im dritten Fall haben Andere dafür gebetet, ihre Herrschaft über die Schöpfung weiter auszudehnen. (Sie selber nennen es nicht so, aber kein chemischer Prozeß wird ohne ein solches Gebet etabliert, was den einstigen Alchemisten auch durchaus bewußt war, dann allerdings von der Sorbonne in bewährter Manier durch Anwendung des blinden Autoritätsgehorsams als des sichersten Glaubens für unaussprechbar erklärt wurde. Jetzt haben sie das menschliche Immunsystem in Angriff genommen. Wir werden sehen, ob ihr Ansatz siegt.)

Kommen wir also zu den materiellen transzendenten Akten. Diese entspringen der Besinnung auf die Verbundenheit durch Gott, die Rechtschaffenheit gemäß Gott und den Frieden unseres Wirkens, und sie zeigen sich in Eingeholtheit, Berufenheit oder Wagemut.

Ich gebe wieder die für mich deutlichsten Beispiele an:
  1. der Engel mit der scharfen Hippe, welchen ich über dem Rigaischen Meerbusen sah,
  2. die gerechte Empörung und
  3. der Wagemut, welcher sich vor dem Tauchen in Erinnerung voriger Tauchgänge nach dem zugehörigen Ritual einstellt.
Der Grund der gerechten Empörung ist schlicht das Bekenntnis zur Gerechtigkeit, also nichts weiter als eine angenommene Haltung. Und der Grund für den Wagemut ist Gewöhnung.

Das ist in transzendenter Hinsicht natürlich nicht sonderlich interessant, aber ich bin mir sicher, daß sich transzendent ausgelöste Betroffenheit in diesen beiden Fällen genau wie die angegebenen Beipiele anfühlen würde. Da ich sie aber nicht aus eigener Erfahrung kenne, belasse ich es also bei Analogien.

Bleibt also nur der Engel mit der scharfen Hippe, mit welchem ich mich lange herumgeplagt habe. Hier entspringt die Betroffenheit wieder einem meiner eigenen Gebete, nämlich daß sich im Namen von Freundlichkeit und Treue (um Smyrna zu rächen und Sardes zu erlösen) die Zeiten ändern möchten. Nun ja, und da muß ich natürlich mitspielen und kann nicht Unfreundlichkeit und Untreue in irgendeiner Weise schützen.

Ich habe mich schon lange nicht mehr auf die Verbundenheit durch Gott besinnt, um den Zeitgeist in eine bestimmte Richtung zu lenken. Der Grund dafür ist, daß ich den Verlauf, welcher in der Offenbarung skizziert ist, akzeptiert habe und dieser seine Zeit braucht, um sich zu entfalten. Dennoch verspüre ich seit ein paar Tagen wieder die Hoffnung, mein Leben im aktiven Bewußtsein der Erfüllung meiner Gebete leben zu können.

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9. Dezember 2017

Einordnung der Gefühle der sieben Feuer des Gerichts

Ich habe im Beitrag Die sieben Feuer des Gerichts eine ganze Reihe von Gefühlen vorgestellt, welche ich sinnvollerweise in die entwickelte Gefühlseinteilung des vorigen Beitrags einordnen sollte.

Beginnen wir vielleicht mit der Feststellung, daß Beschlossenheit da nur als Schicksalskommentar steht und kein Gefühl darstellt.

Gefühle der Beurteilung.

Gefühle der außerzeitlichen Vergegenwärtigung: Schmach, Stolz (im weiteren Sinne). Im engeren Sinne:
  • Trost,
  • Schuld,
  • Unwert,
  • Verstoßenheit,
  • Stolz,
  • Freude,
  • Genugtuung.
Gefühle der ideellen Beurteilung: Haß, Liebe (im weiteren Sinn). Im engeren Sinne:
  • Erschaudern (des Gewissens),
  • Selbstwertgefühl,
  • Statusangst (beziehungsweise Statusliebe),
  • Erhabenheit (die Zweckmäßigkeit der Welt),
  • Verzweiflung (die Inadäquatheit der Existenz),
  • Ehrfurcht (die Genügendheit eines Aspekts).
Bestürztheiten.

Beklommenheiten.
  • Bescheidung,
  • Buße,
  • Enthebung.
Besessenheiten.
  • Gehorsam,
  • Auslieferung.
Betretenheiten.
  • Selbständigkeit,
  • Unterwerfung, insbesondere
  • Wut.
Stimmungen.

Stimmungen der Leere.
  • Langeweile,
  • Niedergedrücktheit,
  • Hilflosigkeit.
Stimmungen des Verlusts.
  • Trauer,
  • Reue,
  • Schicksalsmahnung,
  • Lebenstrauer.
Stimmungen der Gehindertheit.
  • Gekränktheit,
  • Albernheit,
  • Trotzigkeit.
Stimmungen der unzufriedenstellenden Entwicklung.
  • Verworfenheit, schwächer
  • Sorge,
  • Albdruck, schwächer
  • Abgehängtheit,
  • Schwäche, schwächer
  • Gewurmtheit.
Stimmungen der zufriedenstellenden Entwicklung.
  • Geduldetheit,
  • Ermattung (im Sinne von Gesetztheit)
  • Stärke.
Stimmungen der zufriedenstellenden Würdigkeit.
  • Ergebenheit,
  • Achtung,
  • Verwurzeltheit.
Stimmungen der zufriedenstellenden Gewachsenheit.
  • Behaglichkeit,
  • Fröhlichkeit,
  • Zärtlichkeit. 
Bemerkung. Meine im Beitrag Seelische Schmerzen und Wege ihrer Auflösung vorgenommene Analyse ist im Großen und Ganzen gut, aber es sind halt nicht alles Stimmungen, und der Trauerkomplex ist sogar ziemlich unzutreffend klassifiziert worden, denn weder Trost, noch Bescheidung ist eine Stimmung. Die Bescheidung gehört dort unter die Verpflichtungen, und der Trost unter das eh irrige Gefallen/Mißfallen.

Eine gewisse Vollständigkeit liegt wohl schon vor, andererseits fehlt beispielsweise bereits der Zorn als ein ungerechtigkeits- und damit ärgerverbundener Spezialfall des Hasses, welcher als Beurteilung der Wut zugrundeliegt.

Immerhin stellte es aber kein Problem dar, den sehr subtilen und ziemlich ambitionierten Beitrag unter die gegenwärtige Gefühlseinteilung zu bringen, was deren Richtigkeit nahelegt. Und auch der ursprüngliche Beitrag ist durch die vorgenommenen Korrekturen klarer und überzeugender geworden.

Ich habe keine Ahnung, wie weit und wie fein sich die Gesamtheit der Gefühle verästeln ließe, aber, um die Wahrheit zu sagen, so sehr ich den Reiz der Schönheit des Klaren auch schätze, ich mag für mein Leben bereits genug davon gehabt haben. Und daß ich wohl gerade im Bereich der Psychomotorik noch vieles klären könnte, heißt doch nicht unbedingt, daß ich es auch tun werde, denn schon die heutige und gestrige Klarstellung habe ich lediglich aus äußerem Anstoß heraus begonnen, und da ich nicht wirklich an diese Sphäre glaube, werde ich wohl auch nicht wirklich in sie eintreten.

Ich tue nichts, Gott tut alles. Daß alles bekommt, was es verdient, ist ein Versprechen und eine Drohung zugleich und unverbrüchlich. Der Bogen ist lang, und die Menschen werden ihre Aufgaben erst verstehen, wenn sie seine Gestalt erfassen. Und unschuldig sind sie ja nicht mehr. (Daß sie darauf verzichten könnten.)

Ich werde mich wohl irgendwann von dannen schleichen, das heißt von diesen Seiten. Und ewig ruft die Pflicht, aber vielleicht eine andere Pflicht, vielleicht gar eine taube und blinde, blind wie Justitia und taub, wie die Staatsanwaltschaft taub sein sollte.

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3. Dezember 2011

Ansprüche

Ein wesentlicher Anspruch ist der Anspruch nach Transzendenz selbst, welcher allerdings durch den transzendenten Rahmen unserer Leben befriedigt wird.

Einen weiteren Anspruch gibt es wohl noch in meinem Herzen, aber seine Aktualisierung scheint gegenstandslos. Ich bin ein Tor, aus welchem die Welt Gestalt gewinnt, freilich nur in einem klar umrissenen Bereich, aber auch so ist es schmerzhaft selbst der Steinbogen zu sein, in einer Welt aus Stein, durch welchen das ewige Leben fließt. Nicht ganz Geschöpf, nicht ganz Schöpfer, im Nichtsein der Zeit überlassen, Sein nur kennend, wie es sich entfernt, dafür aber auch, was vor ihm war.

Auch wenn ich dieses gerne bin, lieber als alles sonst, so kann mich die Dauer des Torseins doch nicht befriedigen, sondern muß mich zur Verzweiflung bringen, wenn ich es nicht schaffe, ihr zu entkommen, aber was heißt das?

Es muß ein wesenhafter Übergang sein, in welchem die Zeit endet. Man wird - wieder - Prinzip, aber ein Prinzip in der Gemeinschaft aller Prinzipien, ein Gedanke unter Gedanken, aus deren Spannung Sein neu entsteht. Hier ist es dafür schon zu spät, der Magen will gefüllt und Verlangen gestillt werden. Glücklich wer dies wie ich nicht ist - aus meiner Sicht - aber auch nur für eine Weile nicht grenzenlos traurig.

Vielleicht gibt es noch eine weitere Weise, dies nicht zu sein, weniger durch Inspiration als durch Emulation des himmlischen Wirkens hier auf Erden, also durch die Berücksichtigung der unterschiedlichen Prinzipien, welche wir sind, in unserem politischen Handeln. Mag sein, daß dies tatsächlich auch schon einigen christlichen Gemeinden gelungen ist. Einen Anspruch darauf kann man natürlich nicht haben, weil er nicht das eigene Dasein betrifft, aber man kann ihm selbst durch eigene Entscheidung genügen, was mir auch durchaus ratsam erscheint.

Und übrigens, wo ich gerade von diesen Dingen rede, es ist recht klar, daß ein Tor durch Worte mehr erreicht als durch Disziplinierung.

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29. November 2011

Schlampen und Zicken

Mag sein, daß es besser wäre, bei den amerikanischen Ausdrücken zu bleiben, welche bei weitem etablierter sind, aber ich erlaube mir einfach mal die Übertragung ins Deutsche, auch der Definition, daß eine Schlampe mit jedem schläft, eine Zicke hingegen nur mit jedem außer einem selbst.

Nun gut, so leicht sollte ich es mir vielleicht nicht machen. Ich werde aber hoffentlich im Verlaufe dieses Beitrags beweisen, daß Bitch und Zicke auf dasselbe zielen, wenn sie auch unterschiedliche Aspekte betonen.

Eine Schlampe ist notwendig melancholisch und achtend, letzteres, da sie notwendig von der spirituellen Krankheit befallen ist, welche ich im Beitrag über ein Philosophenproblem angesprochen habe, nämlich eine konkrete Ordnung als vollkommen zu betrachten.

Nur wer sich vollständig in der Welt wiederfindet, kann sich vollständig der Welt öffnen, und letzteres verlange ich von einer Schlampe, die bloße Praxis mag ja auch andere Beweggründe haben. Insbesondere spreche ich nicht von einer Schlampe, wenn jemand dem im Hinduismus so genannten dunklen Weg folgt, was freilich auch in westlichen Gesellschaften geschieht und dann auch schnell zur nämlichen Bezeichnung führt, wobei, um dies an dieser Stelle der Vollständigkeit halber zu erwähnen, sich nur Suchende auf den Weg machen, gleich ob er hell oder dunkel ist.

Übrigens ist es, wenn man es so anfäßt, so, daß Schlampen eher als angenehm angesehen werden, während jene Suchenden eher Furcht einflößen.

Nun gut, was macht die Zicke aus?

Ich behaupte, daß es sich bei der Zicke um jemanden handelt, welcher nicht anders als eine Schlampe handeln kann, damit aber nicht im Reinen ist. Eine Zicke betrachtet keine konkrete Ordnung als vollkommen, glaubt aber auch nicht daran, selbst auf eine vollkommene Ordnung zuzustreben. Und daraus ergibt sich halt ihre ganze Persönlichkeit, ein Philosoph, welcher an nichts arbeitet und an nichts offen festhalten mag, sondern den Tag über hadert und nachts Urlaub von sich selbst nimmt.

Sie ist, um es explizit zu sagen, also auch melancholisch und achtend und wahrscheinlich der häufigste melancholische Typus in angelsächsisch geprägten Gesellschaften, was natürlich beinhaltet, daß sie das heutige Frauenbild maßgeblich mitbestimmt.

Freilich gibt es keinen Grund anzunehmen, daß die melancholischen achtenden Männer weniger anfällig für diese Persönlichkeitsstörung wären, und es stellt sich die Frage, was genau sie in angelsächsisch geprägten Gesellschaften hervorruft.

Obwohl ich selbst kein Achtender bin, ist mir die grundsätzliche Schwierigkeit eine Regelung zu finden, auf welche man zuversichtlich hinarbeiten kann, natürlich bekannt, wobei ich aber als Suchender über den unschätzbaren Vorteil verfüge, flexibel in meinen Grundannahmen zu sein.

Die Analyse führt mithin darauf, daß die angelsächsisch geprägten Gesellschaften ihren melancholisch gesinnten achtenden Geistern keinen Raum zu sinnstiftenden politischen Verbesserungen lassen, und dies zwangsläufig deshalb, weil die diesen Gesellschaften zu Grunde liegenden Überzeugungen bereits vollständig konkretisiert wurden, mit anderen Worten also bereits die philosophische Steife dieser Kultur eingetreten ist.

Die Zicke ist also ein sicheres Alterssymptom einer Kultur, ihr jüngerer Widerpart entschlossen und praxisorientiert.

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24. November 2011

Zur Verantwortung für die Form einer Gesellschaft vor Gott

Ich gestehe, daß mich Dean Clifford auf das Thema dieses Beitrags gebracht hat, denn was er so zum Besten gibt, entspricht der rechtlichen Situation unter Juden, auf welche mich die New York Times in einem kritischen Artikel über die Aktivitäten eines Spenden für Israel sammelnden Rabbis aufmerksam gemacht hat.

Nun machen die Juden aus ihr allerdings, zumindest unter einander, und auch sonst nur bedingt, siehe oben, kein Geheimnis. Es stellt sich die Frage, ob es ernsthaft im Interesse einer Gruppe von Menschen sein mag, diese rechtliche Situation prinzipiell auf alle Menschen auszuweiten, dieses dabei aber zu verheimlichen.

Das ist übrigens gar nicht einmal so idiotisch, wie es aus wissenschaftlich deterministischer Sicht den Anschein hat, also die moralische Autorität eines Menschen nicht grundlos zu unterdrücken, da diese Autorität von Gott kommt und Gott selbst über solche Unterdrückungen Buch führt. Allerdings, wenn man bedenkt, daß all diese Unterdrückungen, welche letztlich stets in einer Autoritätsanmaßung gründen, nichts im Vergleich zur Unterdrückung des Verständnisses unseres bewußten Daseins auf Erden sind, welche selbst durch weitaus einfachere Mittel durchgesetzt werden kann und auch beständig durchgesetzt wird, so fällt es schwer zu glauben, daß die Sorge um die transzendenten Auswirkungen dieser Unterdrückungen der entscheidende Faktor ist.

Es läßt sich freilich auch profan erklären, sogar auf mehrere Weisen. Es mag dies schlicht im Bemühen gründen, durch das Recht nicht Anlaß zur Gewalt zu geben. Oder im Bemühen, die Prozeßkosten niedrig zu halten. Und es ist auch denkbar, daß auf diese Weise versucht wird, einer selektiven Rechtssprechung gesellschaftliche Akzeptanz zu verleihen, was freilich etwas weit hergeholt ist, aber ist es nicht so, daß Dean Clifford und alle seine Free Men ihre gesellschaftsgestalterischen Ansprüche, einschließlich der Rechtssprechung, aufgegeben haben?

Eine derartige Welt ist ja durchaus denkbar, einerseits fügen sich die willensschwachen Menschen beliebigen, nur auf ihre Lenkung bedachten, Regeln und andererseits regeln die willensstarken Menschen ihre Konflikte ausschließlich nach dem Gesetz des Stärkeren, dabei freilich darauf achtend, nicht zu viele Menschen im Zuge dessen aufzuschrecken.

Und wenn man nun für sich akzeptiert, daß Recht etwas Geheimes ist, welches nur jenen zukommt, welche die nötige Einsicht besitzen, bejaht man dann nicht sowohl im Herzen als auch in Taten genau diese Welt?

Die Frage ist als rhetorische Frage ein bißchen unfair, hat aber einen wahren Kern. Ich will das an dieser Stelle nicht näher erläutern, da es auf tausend Abwege führte. Statt dessen frage ich gleich lieber weiter, ob eine solche Welt vor Gott gut wäre.

Der zentrale Aspekt hierbei ist natürlich die Verstellung, die Geheimniskrämerei. Nun mag man diesbezüglich einwenden, daß jede Form der Unwissenheit mit einem Vertrauen darauf, daß für einen Verantwortung übernommen wird, einhergeht, welches einen Vertrag darstellt, welcher erfüllt werden könnte. Aber es liegt natürlich auf der Hand, daß dies hier kaum geschehen dürfte.

Die Situation der Unwissenheit und des aus ihr resultierenden Vertrauens ist eine statistische Strategie der Natur, es ist eben wahrscheinlich, daß sich schon irgendjemand finden wird, welcher über das nötige Wissen verfügt, um das nötige für das Gemeinwohl zu tun, nicht unähnlich einer in der Savanne grasenden Herde, in welcher schon irgendein Tier Alarm schlagen wird, wenn sich Löwen nähern sollten.

Diese Situation ist aber in der zuvor skizzierten Welt dahingehend geändert, daß Wissende und Unwissende dies nicht aufgrund ihrer unterschiedlichen Spezialisierungen sind, sondern aufgrund ihrer Willensstärke.

Nur, zu was sollte sich ein willensstarker Mensch willensschwachen Menschen gegenüber verpflichtet fühlen, selbst wenn er benevolent wäre?

Und wenn es da halt nichts gibt, liegt hier eben kein Fall von Fürsorge vor, sondern einer von strukturell bedingter Ausbeutung. Übrigens wäre es im umgekehrten Fall, daß die Wissenden willensschwach sind, tatsächlich auch eine strukturell bedingte Fürsorge.

Ich will aber nochmal einen neuen Anlauf nehmen und geradewegs danach fragen, was Gott von uns erwartet, wenn wir eine Gesellschaft für uns entwerfen.

Gott inspiriert uns, aber er tut es auf der Grundlage unserer Erfahrungen. Je mehr wir die Erfahrungen von Menschen einschränken, desto weniger sinnvoll kann Gott sie inspirieren. Es sollte also klar sein, daß, soweit es unsere unmittelbare Beziehung zu Gott angeht, eine Gesellschaft dann am vortrefflichsten ist, wenn sie transparent und im Gespräch mit sich selbst ist.

Nun mag man einwenden, daß nur willensschwache Menschen überhaupt ein Interesse daran haben, über gewisse Dinge zu reden. Womit man automatisch den zuvor bereits angesprochenen umgekehrten Fall zur oben skizzierten Welt hätte.

Sollen wir letztere also satanisch nennen?

Weiß Dean Clifford, daß er dem Gesellschaftsentwurf Schaitans für ein paar symbolische Silbertaler zustimmt?

Post Scriptum vom 25.2.2012. Erfreulicherweise bin ich in den letzten Tagen über den rechtlichen Hintergrund dieses Falles aufgeklärt worden. Es handelt sich um das Völkerrecht und die Möglichkeit zur Sezession. In der Gestalt ist daran wenig auszusetzen. Befremdlich allerdings, daß es in den Vereinigten Staaten und Kanada eine Szene gibt, welche in die Zehntausende geht, und bei lediglich verschwommener Kenntnis dieses Hintergrundes versucht, sich auf ihn zu beziehen.

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4. November 2011

Strukturelle Nachbetrachtung

Worum es mir beim letzten Beitrag letztlich ging, ist, daß es einen merklichen Unterschied zwischen den eigentlichen transzendenten Akten einerseits und der Bewertung von Geistern andererseits gibt, wobei auch die Akzeptanz der eigenen geschlechtsspezifischen Rolle unter letztere fällt.

Die transzendenten Akte sind definitiv Akte, zu welchen wir uns entschließen und welche zu einer ganz bestimmten Zeit vollzogen werden und sich zu dieser auswirken, wenngleich uns der Wirkungsmechanismus dabei ein Rätsel bleiben muß.

Soweit es uns betrifft, sind sie Stellungen zu Nöten, also Vertrauensakte.

Dies alles kann man aber von der Bewertung von Geistern nicht sagen, insbesondere spielt Not bei ihr keine Rolle. Bei der Bewertung von Geistern handelt es sich technisch gesehen um nichts anderes als bei der Verwendung selbst zurecht gelegter Begriffe, also um eine die Vernunft betreffende Haltung. Die Auswirkung ist dabei freilich eine andere, sie betrifft den Erfolg unserer immanenten Taten, welche wir aus ihr heraus unternehmen.

Das ist natürlich ein Phänomen, welches wir alle kennen, daß uns aus einer bestimmten Haltung heraus nichts und aus einer anderen heraus alles gelingen will, und auch wenn es oftmals profan erscheint, etwa wenn man Lampenfieber hat, behaupte ich, daß es sich letztlich doch in jedem Fall um ein transzendentes Phänomen handelt, also daß beispielsweise auch beim erwähnten Lampenfieber eine transzendente Verhandlung zwischen den Beteiligten vorausgeht, welche im Lampenfieber resultiert, letztlich also alle Beteiligten unbewußt beschlossen haben, daß eine Kommunikation nicht stattfinden soll.

Natürlich ist aber nicht jede Haltung dieser Art, also daß sie sich direkt (mittelbar natürlich schon) auf den Erfolg unserer Taten auswirkt, beispielsweise unsere gesamte moralische Haltung, aber auch unsere Körperhaltung per se nicht.

Um so interessanter sind natürlich die Fälle, wo es schon passiert, und ich hatte bisher gesagt, daß es ihrer nur zwei gibt, nämlich einmal bewußt männlich oder weiblich zu sein und zum anderen einen menschlichen Geist oder auch eine Verbindung menschlicher Geister zu bejahen.

Und vielleicht stimmt das sogar auch, das Lampenfieber jedenfalls erklärt sich unschwer daraus, daß man eine konkrete Verbindung menschlicher Geister nicht bejaht.

Um auf den Gegenstand des vorigen Beitrags zurückzukommen, da denke ich jetzt halt, daß die Erkenntnis dessen, was ein gutes Leben ist, dieses Leben selbst gelingen läßt, darauf kommt es an, und weniger darauf, wie dieses wohl im transzendenten Bereich von Statten geht.

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19. Februar 2010

Versuch einer weiteren Unterscheidung der Menschen

Bisher habe ich die Menschen ja in fünfzehn Klassen unterschieden, nämlich einerseits der Tiefe ihrer Verantwortung und andererseits der Tiefe ihrer Not nach, welche Tiefen indes nicht dieselben Grade durchlaufen, weshalb ein Vergleich beider der Umstände bedarf, mit welchen letztere einhergeht und wo es sich dann eben herausstellt, daß die direkteste Not durch die direkteste Verantwortung nur ungenügend gelindert wird, während die letztere der mittleren Not völlig angemessen ist.

Lediglich die tiefste Not und die tiefste Verantwortung finden naturgemäß zu einander. Unabhängig davon aber, wie sinnvoll sich Not und Verantwortung in einem Menschen verbinden, erscheint ein Mensch jung, wenn seine Not tiefer als seine Verantwortung ist und alt, wenn es sich umgekehrt verhält, wobei zum Zwecke dieses Vergleichs die tiefsten drei Stufen der Verantwortung zusammengefaßt seien.

Außerdem behielt ich die Schopenhauersche Unterteilung des Intellektes in Verstand und Vernunft bei, mit den sich aus ihr ergebenden unterschiedlichen Gewichtungen.

An einer weiteren Heranziehung der Unterteilung des Denkens zur Unterscheidung der Menschen bin ich indes zunächst nicht weiter interessiert und auch nicht an all den Unterscheidungen ihrer, welche sich durch ihre charakterlichen Schwächen ergeben.

Ich interessiere mich aber für die Unterschiede, welche sich auch weiterhin in der Freude der Menschen finden.

Dort nun vermeine ich für's erste vier Pole zu erkennen, welche in Europa die Variation der Temperamente entscheidend bestimmen, nämlich Herrischkeit, Rauschhaftigkeit, Edelheit und Freundlichkeit, wobei die mittleren und äußeren beiden direkte Gegensätze von einander sind. Ich selbst würde mich dort übrigens bei rauschhaft und freundlich verorten, aber man kann seinem Temperament natürlich nicht uneingeschränkt folgen, insbesondere bei tiefster Verantwortung nicht.

Herrisch und rauschhaft beschriebe man wohl als bestialisch, herrisch und edel als würdig, freundlich und edel als artig und freundlich und rauschhaft als offenherzig.

Rauschhaftigkeit scheint sich, nicht allzu sonderbarerweise, umgekehrt proportional zur Bevölkerungsdichte zu verhalten und findet sich entsprechend häufiger in Norddeutschland als in Süddeutschland, häufiger in Skandinavien oder Rußland als in Italien oder England. Sie stellt den Naturzustand dar, aus welchem sich Edelheit durch einen Prozeß der narzißtischen Kompensation, als künstlich geformte Besonderheit in einem Meer gleichförmiger Menschen, herausbildet.

Herrischkeit hingegen verteilt sich weniger geographisch als historisch, bedingt durch die Härte des Lebens, worin auch immer sie bestehen mag, entsteht also durch Abhärtung aus Freundlichkeit.

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