Bereitschaftsbeitrag

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11. Februar 2013

Kulturabrißszenarien

Nun gut, die Dinge scheinen sich zu beschleunigen, heute, an Alex Jones' 39stem Geburtstag, hat Papst Benedikt XVI den Rücktritt von seinem Amt zum 1. März 2013 erklärt, dem Anfang des Römischen Kalenders.

Mich plagt in letzter Zeit die Wahrscheinlichkeit eines kulturellen Abrisses, genauer gesagt eines Technikabrisses.

Nicht so, wie es sich Theordore John Kaczynski ausgemalt hat, nicht aufgrund einer plötzlichen fatalen Verwundung, welche eine Implosion, eine Kaskade einander nachziehender Systemversagen zur Folge hätte, sondern aufgrund des Versagens der langsam und sorgfältig eingerichteten Dezentralisation der Produktion zum Zwecke ihrer besseren Kontrolle.

Wie gesagt, die Sowjetunion ist das Vorbild der Globalisierung, jedenfalls in dieser Hinsicht, es geht darum zu verhindern, daß unplanmäßig produziert wird, da derartige Produktion eine Gefahr für die innere Sicherheit darstellt, aus welchem Grunde Produkte eben aus Einzelteilen zusammengesetzt werden, welche an den verschiedenen Enden der Welt produziert werden, wodurch es möglich wird, die Produktion durch die Herrschaft über die Transportwege zu kontrollieren.

Was würde nun passieren, wenn ein wesentliches Glied dieser Kette ausfällt? Denn das ist heute viel wahrscheinlicher als zu Zeiten der Sowjetunion, da es damals letztlich überall Russen waren, welche die entscheidende Arbeit verrichteten, gleich wo.

Und es gibt noch einen Unterschied. Die Sowjetunion brauchte keine gewachsenen Strukturen zu zerstören. Dieses ist heute aber nötig und die Sicherheitsgarantie, welche sich die verschiedenen Partner geben. Sie vertrauen einander, weil sie sich von einander abhängig machen. Aber das Mittel, welches sie zu diesem Zweck einsetzen, die psychologische Pathologisierung ihrer Bevölkerungen, wirkt sehr langsam und sehr lange.

Nun gut, ich erinnere mich gerade, daß Theodore John Kaczynski sich sehr wohl aus dem Grund für Freihandel ausgesprochen hat, weil eine international höher vernetzte Industrie anfälliger für Störungen wird, aber diese Vernetzung alleine ist nicht das Gefährliche, sondern die Vorrichtungen, welche die verschiedenen Partner ergreifen, um ihre Vertrauenswürdigkeit durch ihre völlige Abhängigkeit vom Netz unter Beweis zu stellen. We are all in this together.

Ich hege keinen Zweifel daran, daß dies die Sicherheitsstrategie der globalen Eliten ist.

Diese Strategie ist schon alleine aus dem Grunde sehr schlecht, da sie nur funktionieren kann, wenn alle Partner sie fanatisch, das heißt gegen alle vernünftigen Einwände, durchsetzen. Und selbst wenn das gelänge, ist nichts über ihre langfristige Stabilität gesagt.

Ich hielte unter diesen Bedingungen einen kulturellen Abriß für wahrscheinlich. Wenn in einer Gruppe von Menschen, welche alle Sprengstoffgürtel tragen, welche hochgehen, sobald einer den Finger vom Auslöser nimmt, einer stolpert, passiert genau das.

Es stellt sich die Frage nach Formen des Widerstands, und damit verbunden nach der Tiefe des Falls.

Ich würde drei Abrißarten unterscheiden: den kleinen, den mittleren und den großen.

Der große Abriß wäre der Verlust des heutigen technischen Wissens auf unabsehbare Zeit. Er ist nur schwer zu erreichen. Im wesentlichen müßten folgende Ziele erfüllt werden.
  1. Unmöglichkeit aus Schrott selbst etwas neues zu basteln.
  2. Unmöglichkeit für rationale Menschen innerhalb der Gesellschaft zu überleben.
  3. Unmöglichkeit für rationale Menschen außerhalb der Gesellschaft zu überleben.
Der mittlere Abriß wäre der Verlust der heutigen Technologie für ein oder zwei Generationen. Dazu könnte es durchaus kommen, es sieht sogar so aus, als ob es tatsächlich dazu kommen wird, jedenfalls in nicht wenigen Ländern, welche dann allerdings sofort von Ländern, welche dem mittleren Abriß entkommen wären, erobert würden. Darin liegt die Weltkriegsgefahr der hier betrachteten Sicherheitsstrategie.

Der kleine Abriß bestünde lediglich in einem Dämpfer für die Wirtschaft ohne Einschränkung der militärischen Möglichkeiten. Um den Abriß aber klein zu halten, müssen die Funktionseliten des betrachteten Staates in der Lage sein, sämtliche verkrüppelnden Vorgaben auszuhebeln und insbesondere deren willfährige Vollstrecker zu eliminieren. Nicht alle, die Elimination muß ja geheim bleiben, aber der verbleibende Schleier an Zersetzern darf sich nicht funktional auswirken und zugleich müßten internationale Beobachter getäuscht werden.

Ich halte es für meine politische Pflicht mich offen gegen diese Sicherheitsstrategie zu stellen, welche uns alle nur in tödliche Spiele verwickelt.

Die Globalisierung ist ein tödliches Projekt.

Wenn sie nicht gestoppt werden kann, hoffe ich, daß anständige Menschen in Funktionseliten wissen, was ihre Pflicht ist und nicht vor ihr zurückschrecken, damit sie sich und ihr Völker nicht den Wölfen zum Fraß vorwerfen.

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