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31. Januar 2026

Herrschaftsvermengungen

Es gibt drei (elementare) Herrschaftsvermengungen:
  • wenn sich zwei Herrschaftsformen nicht ausschließen, so können sie sich durchdringen,
  • tun sie es, aber überschneiden sich nicht, so besteht zwischen ihnen eine Übereinkunft, und
  • sonst befinden sie sich in einer Konfrontation.
Ich habe im vorigen Beitrag die Übereinkunft zwischen Oligarchie und Demokratie betrachtet, welche charakteristisch für die persönliche Phase des Glaubenszykels der abendländischen Kultur ist. In ihr obliegt das Geschäft privaten Konzernen, welche aufgrund der kolonialen Vergangenheit Europas oligokulturell angelegt sind: wenige exportstarke Konzerne dominieren die nationalen Ökonomien, während die Politik im allgemeinen der öffentlichen Akklamation unterliegt, welche indes durch zentrale kirchliche, staatliche und private Institutionen geformt wird, wobei die Kunst darin besteht, die Öffentlichkeit so zu informieren, daß sie genau die politischen Schritte fordert, welche den zentralen Interessen entsprechen.

Insofern es sich dabei tatsächlich um eine Übereinkunft handelt und die Konzerne ihre eigenen imperialen Interessen verfolgen, können die westlichen Staaten für ihre Volkswirtschaften im Vergleich zu China nur mangelhaft Verantwortung übernehmen.

Und unter Trump besteht in den Vereinigten Staaten nun eine Konfrontation zwischen Oligarchie und Tyrannei, bei welcher nationale Interessen im Namen des Volkes, aber ohne dessen Akklamation von der Regierung verfolgt werden, jedoch nur, soweit es die Geschäftsinteressen zulassen, wobei die öffentliche Meinung die Rolle einer höheren Gewalt spielt, welche es der Regierung erlaubt, bisweilen aus Abkommen mit einzelnen Geschäftsinteressen auszusteigen.

Insofern die Übereinkunft die Verantwortung teilt, führt sie zu Unverantwortlichkeit, und insofern die Konfrontation im Verborgenen stattfindet, macht sie ihre Betrachter passiv. Natürlich waren die Betrachter im vorliegenden Fall schon vorher passiv, jedoch wurde ihnen ihre Passivität bisher nicht aktiv vor Augen geführt, doch spätestens seit Trump's Eingreifen in Venezuela wird sie es.

Und der letzte Zweiklang ausTimokratie und Demokratie ist eine Durchdringung derselben, welche es in ihrer Volatilität, dem Abwechseln von Akklamation und Zwangsmaßnahmen, unmöglich macht, langfristige Ziele zu verfolgen und also zu Beliebigkeit führt.

Im Unterschied zu Hitler damals hält Trump heute nicht die Mittte zwischen Volk und Eliten (Militär und Industrie), sondern dient dem amerikanischen Militär als Projektionsfläche, um die Mitte zwischen Volk und Industrie zu halten, wobei seine Ruppigkeit den Übergang der Herrschaftsform verschleiert. Es stellen sich die üblichen Fragen, ich werde wohl noch einmal in einer Apologetik der Offenbarung auf sie eingehen.

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