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30. September 2026

Vom Haß der Glaubensweisen auf einander

Insofern sich die Glaubensweisen durch das Kriterium unterscheiden, an welches sie sich anpassen, um an ihr Ziel zu gelangen,
  • suchend an die geistige Heimat, um die geschuldete Rolle umsetzen,
  • klärend an die göttliche Ordnung, um der geistigen Heimat begegnen, und
  • erwachsend an die geschuldete Rolle, um die göttliche Ordnung befriedigen zu können,
erscheinen sie sich gegenseitig als
  • irrig, wenn das Kriterium der anderen an das eigene Kriterium anzupassen ist, oder
  • verirrt, wenn das Kriterium der anderen dem eigenen bisher unerreichten Ziel entspricht (aber nicht mit ihm übereinstimmt).
Ist das eigene Kriterium genauer gesagt
  • die geistige Heimat, so erscheint das Kriterium
    • der göttlichen Ordnung als träumerische Abkehr von der Verbundenheit und
    • der geschuldeten Rolle als leichtfertige Gefährdung derselben,
  • die göttliche Ordnung, so das
    • der geschuldeten Rolle als Frevel an der Rechtschaffenheit und
    • der geistigen Heimat als Verderbung derselben, und
  • die geschuldete Rolle, so das
    • der geistigen Heimat als herzlose Aufgabe des Friedens und
    • der göttlichen Ordnung als verlorene Entfernung von derselben.
Auf die menschlichen Geister übertragen* heißt das, daß
  • Träumer mit Verderbern,
  • Frevler mit Verlorenen und
  • Herzlose mit Leichtfertigen
zurechtkommen müssen, was sie als
  • Forscher und Errichter in den indogermanischen,
  • Verteidiger und Schlichter in den semitischen und
  • Zwinger und Bringer in den tibeto-japanischen
Hochkulturen tun, indem sie den gegenseitigen Haß durch die Zuständigkeiten der gemeinschaftsstiftenden Rollen entkräften.

* nicht die einzige Übertragungsmöglichkeit, zum Beispiel ist das Kriterium jedes Kindes natürlicherweise seine geschuldete Rolle.

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