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26. Oktober 2026

Hochkulturen als Glaubensanleitungsarrangements

Die Glaubensgleise erlauben es, die gemeinschaftsstiftenden Erzählungen zu formalisieren.

Die Hochkulturen ergeben sich daraus, daß es sich ihre Bürger entweder gefallen lassen, daß
  • ihre Formierung in den Händen Klärender liegt, oder daß sie bei ihrer Klärung eine die erwachsenen Rollen formierende Rolle einüben (semitisch),
  • ihr Aufbruch in den Händen Suchender liegt, oder daß sie sich bei ihrer Suche an einer geklärten Ordnung orientieren (indogermanisch) oder
  • ihr Aufbau in den Händen Erwachsender liegt, oder daß sie sich bei ihrem Erwachsen an eine gesuchte Heimat gewöhnen (tibeto-japanisch).
Mit anderen Worten entstehen Hochkulturen durch Glaubensveredlung, indem bei der
  • semitischen Gestimmte auf Erregte aufgepfropft werden,
  • indogermanischen Fordernde auf Gestimmte und
  • tibeto-japanischen Erregte auf Fordernde,
und die Unvereinbarkeit aller drei Geister in einer Kultur ergibt sich daraus, daß es keinen verbindlichen Anfang mehr gibt, sondern jede politische Streitigkeit durch Unterschiebung einer neuen Ausgangslage zu lösen versucht werden wird, also dadurch, die Spielregeln zu ändern, statt das Spiel zu spielen. Die einzige Weise, dies zu verhindern, besteht in parallelen Hochkulturen, welche je nach den geschichtlichen Bedingungen an Zulauf gewinnen oder verlieren.

Ich stehe seit nun 12 Jahren auf diesem Stand, und es hat meiner Seele nicht geschadet. Auch fordert er mich nicht zu monströsen Eingriffen in die Natur auf. Tatsächlich führt diese Theorie auf recht elegante Steuerungen.

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