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22. Mai 2017

Von der einen Wahrheit

Es gibt eine Wahrheit, welche hinter allem steht,
die Wahrheit, daß eine Orange das künftige Mahl dessen ist,
der einen Heißhunger auf Orangen verspürt:
er, sein Heißhunger, die Orange -
Objekte, welche vor aller Zeit auf ihre Weise verbunden sind,
alles, jede Bestrebung, ist exakt umrissen
und drückt sich exakt gemäß seinem Wesen und seinem Ziele aus.

Die Menschen tragen ihren Zugvorrat in sich,
und die Konstellation entscheidet, wie er ausgerollt wird.
Oft denken wir, wir bestimmten das Wesen unseres Zusammenseins,
doch tatsächlich ergreift nur einer unserer Wesenszüge die Führung,
und alles, was uns unterscheidet, ist die Weise,
wie diese Züge einander in den Arm fallen,
in welchen Lagen sie uns sehen.

Sich so zu betrachten ist das Gegenteil der Phantasie,
wir erfühlen nicht die Eventualität,
sondern die Gesetze, welche uns in allen bestimmen.
Es liegt ein Trost in großer Trostlosigkeit hierin:
Die Zeit wird unwichtig, das Geflecht der Bestimmung zählt,
Besitz wird zu einem bloßen Verzweigungspunkt,
und unsere Wünsche verwandeln sich in die Strecken ihrer Verfolgung.

Das ist die Wahrheit, welche hinter allem steht.
Sie inspiriert nicht, sondern klärt die Verhältnisse zum schärfern Urteil.
Sie kommt spät, nach der Zeit, die sie braucht, um Gestalt anzunehmen.

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