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29. August 2026

Umständliches und konstitutives Begriffsverständnis

Unter einem konstitutiven Begriffsverständnis verstehe ich die Darstellbarkeit aller Begriffe als logische Konjunktionen ihrer elementaren Inbegriffenheiten, wobei zwei Elemente entweder einer Klasse von Alternativen angehören oder zwei verschiedenen, welche Komponenten bilden (das heißt für verschiedene Begriffe a, b und c: Wenn a mit b unvereinbar ist und b mit c (un)vereinbar, so ist letzteres auch a mit c), und ich hier offenlassen möchte, worin sich die Elementarität sonst noch äußert; Endlichkeit, jedenfalls, gehört nicht zu ihr, wie das Beispiel der Zahlen zeigt.

Das konstitutive Begriffsverständnis stellte damit den auf Inbegriffenheit und Vereinbarkeit basierenden Spezialfall des umständlichen dar, welchen ich indes aufgrund der Vagheit der Elementarität als pseudokonstitutives Verständnis bezeichnen möchte und das konstitutive als ein (wenn auch einstweilen noch nicht) näher bestimmtes behandeln.

Zu jeder Arbeit gehört ein Arbeitsverständnis, dessen Umstände die Arbeit bildet, und insbesondere auch zur Arbeit unseres Denkens, dessen Umstände also unsere Wahrnehmung bildet. Die platonische Dialektik nimmt die Begriffe dieses Arbeitsverständnisses, das heißt unsere Begriffe, und versucht, sie in pseudokonstitutive Zusammenhänge zu bringen, um unser Denken fortan vermehrt auf so zusammenhängende zu stützen, in der Hoffnung, daß wir so auf ihre elementaren Inbegriffenheiten stoßen - eine Hoffnung, welche vielleicht nicht ganz unbegründet ist, wie der vorige Beitrag zeigt.

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