Die Jahrzehnte der gegenwärtigen Phase des popkulturellen Zykels
Aus irgendwelchen Gründen erscheinen mir die Jahrzehnte des gegenwärtigen Jahrtausends seltsam gesichtslos. Ich glaube aber, daß sie ihren Platz in der derzeitigen einlösenden Phase des popkulturellen Zykels einnehmen.
Die
Was sich seit dem 11. September 2001 vollzogen hat, kann nur als rabiat bezeichnet werden. Die derzeitige einlösende Phase begann standardmäßig mit dem Rückzugsgefecht des Intendanten, doch in den '90ern sorgte das jähe Ende der Sowjetunion für einen ideologischen Bruch, welcher die einlösende Phase auf ein anderes Gleis führte.
Dieses Gleis wurde aber nicht einfach so hingenommen, die '00er kehrten zum Gleis der '80er zurück, und seitdem liegen Nationalismus und Korporalismus im Streit mit einander, und diesen Konflikt muß die derzeitige einlösende Phase überwinden, indem sie die politische Souveränität des Volkes bewahrt und zugleich die militärische Unterjochung zähmt, ungeachtet dessen, daß es in beiden Fällen die Vereinigten Staaten sind, welche im Namen des Nationalismusses oder Korporalismusses für ihre Interessen kämpfen, wobei es genau diese Vorgeschobenheit ist, welche als bloßes Verwirrspiel empfunden wird und den Jahrzehnten dieses Jahrtausends das Gesicht nimmt
Der Opportunismus tut aber nichts zur Sache: Die Ansprüche des Systems laufen aus dem Ruder, wenn es sich auch nicht selbst zerreißt, so zwingt es sich doch jeden Falls in die eine oder die andere Verdammnis. Und anstatt länger auszuhalten, erzeugt seine Sprunghaftigkeit Widerstände, mit welchen es zurechtkommen muß.
Die
- '80er wurden durch die kaltkriegerische Antwort auf die '70er bestimmt, welche wenigstens in dem Sinne erfolgreich war, daß der Kalte Krieg gewonnen wurde,
- '90er sahen eine ungehinderte Ausbreitung des westlichen Modells und seiner Akteure,
- '00er wurden von dem erfolglosen Versuch der Vereinigten Staaten, sich als weltweiter kultureller Maßstab zu etablieren, überschattet,
- '10er wurden von von den Vereinigten Staaten vorangetriebenen nationalen Destabilisierungen dominiert und in den
- '20ern vollzieht sich eine nationale Zerdingung, in welcher die säkulare Exkommunikation zu einer korporalistischen Waffe geschmiedet wird.
Was sich seit dem 11. September 2001 vollzogen hat, kann nur als rabiat bezeichnet werden. Die derzeitige einlösende Phase begann standardmäßig mit dem Rückzugsgefecht des Intendanten, doch in den '90ern sorgte das jähe Ende der Sowjetunion für einen ideologischen Bruch, welcher die einlösende Phase auf ein anderes Gleis führte.
Dieses Gleis wurde aber nicht einfach so hingenommen, die '00er kehrten zum Gleis der '80er zurück, und seitdem liegen Nationalismus und Korporalismus im Streit mit einander, und diesen Konflikt muß die derzeitige einlösende Phase überwinden, indem sie die politische Souveränität des Volkes bewahrt und zugleich die militärische Unterjochung zähmt, ungeachtet dessen, daß es in beiden Fällen die Vereinigten Staaten sind, welche im Namen des Nationalismusses oder Korporalismusses für ihre Interessen kämpfen, wobei es genau diese Vorgeschobenheit ist, welche als bloßes Verwirrspiel empfunden wird und den Jahrzehnten dieses Jahrtausends das Gesicht nimmt
Der Opportunismus tut aber nichts zur Sache: Die Ansprüche des Systems laufen aus dem Ruder, wenn es sich auch nicht selbst zerreißt, so zwingt es sich doch jeden Falls in die eine oder die andere Verdammnis. Und anstatt länger auszuhalten, erzeugt seine Sprunghaftigkeit Widerstände, mit welchen es zurechtkommen muß.
Labels: 43, formalisierung, geschichte, gesetze, institutionen, sehhilfen, wahrnehmungen, zeitgeschichte, ἰδέα, φιλοσοφία