Bereitschaftsbeitrag

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31. Mai 2021

Vom Einzug des Einsseins in die Welt

Halten wir zunächst einmal fest, daß es unterschiedliche Weisen gibt, den Bestürztheiten zu entkommen:

1. die immanente, indem wir der Beklommenheit lernend entkommen, der Betretenheit zusammentragend und der Besessenheit durch Disziplin,

2. die ideell transzendente, indem wir der Besessenheit uns auf das Einssein besinnend entkommen, der Beklommenheit durch neue Erfahrungsweisen und der Betretenheit durch die Ordnung unseres Glaubens,

3. die funktional transzendente, indem wir der Betretenheit Sinnhaftes nachvollziehend entkommen, der Besessenheit uns auf Dringliches zubewegend und der Beklommenheit Bedeutsames merkend, und

4. die materiell transzendente, indem wir der Beklommenheit durch Widerspiegelung entkommen, der Betretenheit fügend und der Besessenheit durch das Werden des Heils.

Wir sehen dann, daß
  • in der transzendenten Einheit des Heils das selbstoffenbarende Prinzip des Einsseins liegt: indem wir an ihr teilhaben, entdecken wir das Einssein, angefangen mit dem Einssein mit Gott und dann zu den anderen beiden Einheiten fortfahrend,
  • in der transzendenten Einheit des Lebenskreises das selbstaussetzende Prinzip des Einsseins liegt: indem wir an ihr teilhaben, werden wir zu ihrem Gehör und ihrer Stimme, gewinnt die Einheit einen empfindenden und entgegnenden Körper in der Welt, und
  • in der transzendenten Einheit des Seins das selbstetablierende Prinzip des Einsseins liegt: indem wir an ihr teilhaben, wird sie zur Wirklichkeit.
Die Selbstoffenbarung erfüllt unser Verständnis und stiftet Ordnung, die Selbstaussetzung erfüllt unsere Aufmerksamkeit und stiftet Abhängigkeit und die Selbstetablierung erfüllt unsere Flucht und stiftet Verantwortung. Also zieht das Einssein in die Welt ein.

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