Bereitschaftsbeitrag

Zur Front

31. Juli 2014

Die heiratende Magd

Unternehmungen bringen Unglück. Nichts, das weiterhelfen würde.
Der Mensch dient, und zwar dem Wesentlichen, Mächtigen oder Schönen, und das Tier ahnt.

Eine Ahnung ist einer Erwartung vergleichbar, bloß das der betreffende Gegenstand nicht reflektiert wird. Entsprechend ahnt man auch keine Sachverhalte, sondern das eigene Erleben von etwas, und wäre es nur die Thematisierung einer gesonderten Blüte eines Blütenstandes, unter bestimmten Umständen.

Man kann diesen Ahnungen im Nachhinein auf den Grund gehen. Herausfinden, was die Ahnung behauptet, sie also reflektieren. Aber es ist ziemlich mühsam, einem Spiel vergleichbar, in welchem einem nur mit ja und nein geantwortet wird, wobei der Grad der Bejahung an der Präsenz der Ahnung gemessen werden kann.

Ich habe mich seit einiger Zeit mit einer bestimmten Ahnung gequält, verbunden mit dem Gefühl in einem Traum zu leben, keinen Anspruch auf die Welt zu erheben, sondern nur auf das eigene Erleben. Zu irgendetwas trieb mich diese Ahnung auch, zu irgendeiner Kühnheit wohl, denn Neugierde war es nicht, aber zu nichts Gutem. Also man ahnt etwas schlechtes und tut in der Folge etwas, das zu ihm führt. Wie etwa in aussichtsloser Situation zu fliehen.

Im vorliegenden Fall, die Welt aufzugeben, die eigene Sprache zu verlieren, mir zu sagen, daß jeder das gleiche Recht hätte, die Welt zu wählen, in welcher er leben will, denn schließlich bestimmt er ja nur sein Erleben dadurch.

Aber das stimmt nicht. Er wählt nicht nur sein Erleben, sondern auch sein Leben selbst. Wir leben in einer Zeit, in welcher der Fokus derart auf dem Erleben liegt, daß der Begriff des Lebens sich zunehmend auflöst. Daß Leben Voraussetzungen hat. Daß es nicht folgenlos ist, wie ein Mensch sich und die Welt aufzufassen lernt.

Wir sind verfaßt, ob wir uns dessen bewußt sind oder nicht.

Die Entscheidung eines klaren Geistes ist wie klares Wasser und die eines trüben wie trübes, das eine läßt sich trinken, das andere nicht.

Und nun stellen sie die Existenzfrage.

Die Macht ist zum bestimmenden Aspekt in ihrer Utopie geworden.

Wahrlich, wer sich jetzt freien läßt, hat nichts von seiner neuen Familie zu erwarten.

Übrigens, die Reflexion von Ahnungen durch das Wenden zweier Münzen in einer Hand scheint eine abwegige Sache zu sein, klappt aber erstaunlich gut.

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