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30. Juli 2023

Die Güte Gottes

Die Güte Gottes zeigt sich auf drei Weisen, nämlich darin, daß
  • sich die Wahrheit zeigt,
  • das Leben eines jeden in ihm angelegt ist und
  • die Gerechtigkeit herrscht,
wobei uns
  • Heiterkeit und Betrübtheit (Modi unreflektierter Freude) darüber Aufschluß geben, ob sich uns die Wahrheit zeigt oder nicht,
  • Ausfüllendheit und Abgeschnittenheit (Modi des Glücks) darüber, ob wir das in uns Angelegte leben oder nicht, und
  • Beschirmtheit und Verdammtheit (Modi des Entzückens) darüber, ob wir der Gerechtigkeit Genüge tun oder nicht.
Es besteht ein enger Zusammenhang zu den Bestürztheiten, insofern sich
  • Beklommenheit in der Betrübtheit zeigt, nicht zu wissen, was man einsetzen kann,
  • Besessenheit in der Abgeschnittenheit vom Freilegen, und
  • Betretenheit in (der milden Form) der Verdammtheit, nichts zum Aufgreifen zu haben.
Außerdem besteht ein enger Zusammenhang zu den Geistern Gottes, insofern
Wie ich im vorigen Beitrag sagte, manifestiert sich das ethische Gesetz, an welches wir glauben, in der Welt. Daß es dabei zu einem gewissen Formenreichtum kommt, liegt an unserer subjektiven Auffassung dieses Gesetzes, denn eigentlich besteht es nur darin, daß die Gerechtigkeit herrscht. Indes, wenn die Gerechtigkeit herrscht, so werden insbesondere Irrtümer berichtigt und wir gemäß unserem Einsatz für die Selbstbestimmtheit mit dem in uns angelegten Leben versehen.

Um unsere subjektive Auffassung zu verstehen, sei darauf hingewiesen, daß Gottes Güte natürliche Gemeinschaften begründet, nämlich
  • die Glaubensgemeinschaft derer, welche daran glauben, daß sich die Wahrheit zeigt, und Heiterkeit und Betrübtheit ehren,
  • die Austauschgemeinschaft derer, welche sich um das in ihnen angelegte Leben bemühen und Ausfüllendheit und Abgeschnittenheit ehren, und
  • die Verfechtungsgemeinschaft derer, welche für die Herrschaft der Gerechtigkeit einstehen und Beschirmtheit und Verdammtheit ehren.
Diese bestehen selbstverständlich wieder aus Gerechten und Meistern, beziehungsweise Bereiten und Treuen oder Tapferen und Barmherzigen. Jetzt ist es allerdings so, daß die sich zeigende Wahrheit das angelegte Leben bestimmt und das angelegte Leben die herrschende Gerechtigkeit, doch daß dies einem Austauschenden oder Verfechter nicht unbedingt bewußt ist.

Betrachten wir beispielsweise den Austausch im Bemühen um das angelegte Leben. Allgemein gilt, daß die Ausfüllung gesucht und die Abgeschnittenheit gemieden wird, aber den einen ist die Ausfüllung nur Lebendigkeit, während sie den andern Klarheit ist, nämlich wenn sie die ihnen gezeigte Wahrheit in ihr wiederfinden. Die einen probieren Haltungen blind durch, um zu sehen, welches Leben aus ihnen sprießt, die andern versuchen, ihre Haltung der Wahrheit anzupassen. Am Anfang des Austauschs steht die ungeordnete Mitteilung von Gedanken, in der Hoffnung, daß sich irgendetwas dadurch verbinde, doch dabei macht es auch einen Unterschied, ob die sich Austauschenden Klarheit suchen oder lediglich Lebendigkeit finden. Das Seltsame ist, daß man bereits auf den ersten Blick erkennt, ob jemand Klarheit sucht oder nicht - die Allermeisten tun es nicht, ich habe in dieser Phase meines Lebens platonische Liebe, wie man es nennt, zu den Wenigen empfunden, welche es taten, wiewohl sich aus den Austauschen nicht viel ergeben hat.

Andere, welche in ihrer Persönlichkeitsentwicklung bereits weiter fortgeschritten waren und weiterhin Klarheit suchten, habe ich bewundert - doch das waren auch nur zwei, beide Male auf beide Geschlechter verteilt. Die Bewunderten waren wie gesagt beide anämisch, doch die anderen beiden hatten nichts weiter gemeinsam. Das erste Mal ausfüllend in der Rolle des Treuen, wiewohl ich der Rolle des Bereiten damals noch nicht entwachsen war, fühlte ich mich als Lehrer und dann auch später als Vater. Die Rolle des Bereiten hinter mir gelassen habe ich erst, als ich anfing, mich als geistlicher Führer für die gesellschaftliche Stärkung der Klarheit einzusetzen, und ich fühle mich bei der Ausfüllung dieser Rolle wie unter einem Auge stehend.

Ich bin nicht der erste. Supertramp hat ebenfalls die Klarheit gepredigt, also die Idee, das Schlechte in der eigenen Haltung durch das Gute zu ersetzen. The Who sind hingegen seit Tommy in die andere Richtung gegangen und haben den Kampf mit seinen Wunden und Triumphen gerühmt, wobei die Wunden bei ihnen nie heilen.

Das ist eine Tendenz der Versehung, daß die Klarheit durch Ausreißen errettet und die Lebendigkeit schließlich versiegt, in den Worten des Herrn:
So aber deine Hand oder dein Fuß dich ärgert, so haue ihn ab und wirf ihn von dir. Es ist besser, daß du zum Leben lahm oder als Krüppel eingehst, denn daß du zwei Hände oder zwei Füße hast und wirst in das höllische Feuer geworfen. Und so dich dein Auge ärgert, reiß es aus und wirf's von dir. Es ist dir besser, daß du einäugig zum Leben eingehest, denn daß du zwei Augen habest und wirst in das höllische Feuer geworfen.
Die andere ist, daß wir zurückgesetzt werden, wenn wir Andere daran zu hindern suchen, das in ihnen Angelegte zu leben,
Wenn du von jemand geladen wirst zur Hochzeit, so setze dich nicht obenan, daß nicht etwa ein Vornehmerer denn du von ihm geladen sei, und dann komme, der dich und ihn geladen hat, und spreche zu dir: Weiche diesem! und du müssest dann mit Scham untenan sitzen.
oder zu kurz kommen, wenn wir es versäumen, unseren Teil zum Austausch beizutragen:
Welcher ist unter euch, der einen Knecht hat, der ihm pflügt oder das Vieh weidet, wenn er heimkommt vom Felde, daß er ihm alsbald sage: Gehe alsbald hin und setze dich zu Tische? Ist's nicht also, daß er zu ihm sagt: Richte zu, was ich zum Abend esse, schürze dich und diene mir, bis ich esse und trinke; darnach sollst du auch essen und trinken? Dankt er auch dem Knechte, daß er getan hat, was ihm befohlen war? Ich meine es nicht. Also auch ihr; wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen ist, so sprechet: Wir sind unnütze Knechte; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren.
Bleiben also die Formen der Berichtigung. Eine Berichtigung erscheint jenen, welchen
  • das sich Zeigen der Wahrheit bewußt ist als Wink,
  • nur das angelegte Leben und die Herrschaft der Gerechtigkeit bewußt sind als Überholung und
  • nur die Herrschaft der Gerechtigkeit bewußt ist als Perspektivenwechsel,
Überholung im Sinne überholter Ansichten, und bei einem Wink handelt es sich um
  • eine Ironie, wenn wir etwas unbekümmert annahmen, und
  • eine Ermunterung, wenn wir es bekümmert taten.
Nach dieser Erklärung erscheint es vielleicht etwas irre, wenn ich sage, ich hätte in meinem Leben nur vier Menschen getroffen, welchen es um Klarheit geht, da ja doch wohl mehr als vier Menschen Ironien verstanden haben sollten, und es auch haben!, aber bei den übrigen lag schlicht nicht die Bemühung um das in ihnen angelegte Leben vor - etwas, wofür ich niemanden schuldig sprechen mag, also daß er sein Leben leicht nimmt, weil es ihm so erscheint. Nur seine Träume verraten sollte man nicht, und auch nicht seine Befürchtungen.

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28. Juli 2023

Oh, the irony! Trey Parker and Matt Stone

I believe that a man's belief manifests itself in the world and by doing so to some extent comments his life. Specifically, this is the result of a prayer for an office based on the recognition of fate governing rules, all of a generally karmic nature, but focussing on different aspects of it.

The most common of these rules is that if you do something dumb, it will show, and if you are a fervent believer, your life will be full of ironies, unless nothing you do comes near being dumb.

I wrote about Steven Spielberg's belief's commentary on himself, which  is based on the rule that God loves the world enough to balances injustices out. I also mentioned there that of my own belief. And here I'll write about Trey Parker's and/or Matt Stone's belief's commentary on their work, which clearly falls into the irony category, actually so badly so that it borders on punishment.

1. Eric Cartman

Cartman Gets an Anal Probe was produced in 1996. That was also the year that Alex Jones started his radio career. You could say that 90% of the humour of South Park resides in the strange love-hate relationship between America and Eric Cartman. Go figure.

2. Team America: Islamic Terrorism

I only saw the film today, which adds to the irony, because in 2015 I pointed out that Trey Parker's smile looks like Ismaël Omar Mostefaï's.
For those who haven't seen the film, it makes the case that terrorists are simply too full of themselves..

3. Team America: Film Actors Guild

Out of, let's call it what it is, cowardice Trey Parker and Matt Stone in the face of overwhelming public support for holding Iraq responsible for 9/11 felt it opportune to distance themselves from Hollywood by suggesting that the political immaturity of film actors is such that they would even believe and support Kim Jong Un. And now the narrative on the right is (again) that they are supporting a communist takeover.

4. Team America: Everyone has AIDS

A musical song then and today the intentional spreading of AIDS is a misdemeanour in California.

5. Where My Country Gone?

A narcissistic and isolated Donald Trump fucked to death by Mr. Garrison then and now a publicly acknowledged martyr.

I appreciate the view that the truth is simple. And I sympathise with the desire to expose the simple truth. But in the case of Trey Parker and Matt Stone the continued need to always be ahead of the curve and see through things has led to a terrible game of hopscotch, always ending up somewhere else, although in a twisted sense consistent with the original take.

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27. Juli 2023

Freiheit als institutionalisierte Selbstbestimmtheit

Wenn eine Gemeinschaft darin übereinkommt, selbstbestimmt leben zu wollen, wird sie Institutionen einrichten, um sich gegen weltliche Führung zu wehren, und die wichtigste solche Institution besteht in geistlicher Führung.

Ohne den Erregten und Fordernden zu nahe treten zu wollen, läßt sich ein ausgeprägter Instinkt zur Mitteilung von Einsichten doch nur bei den Gestimmten ausmachen, und Gesellschaften, in welchen Gestimmte fehlen, etwa die ostasiatischen, werden die Selbstbestimmtheit nicht um ihrer selbst Willen schätzen, sondern allenfalls als Mittel zum Zweck.

Doch indem eine Gesellschaft auf weltliche Führung verzichtet, oder sie auch nur einschränkt, gibt sie Gelegenheit dazu, aus der eigenen Selbstbestimmtheit heraus Andere weltlich zu führen, was mit verschiedenen organisatorischen Vorteilen verbunden ist wie geringerer Redundanz und größerer Aufgabenbereitschaft.

Und so kommt es dazu, daß sich die Gemeinschaft der Freiheitsliebenden in periodischen Abständen gegen die Übergriffe weltlicher Führung wehren muß. Was dabei für sie spricht ist ihre Bereitschaft zu lernen, was sie das Leben lehrt. Doch aus jeder dieser Lehren kann sich ein Ableger bilden, welcher sie zu einem geschlossenen System macht, und sich weltlich geführt gegen seine Abstammung wendet, wie in der Captain Future-Folge Planet in Gefahr die Eismenschen gegen ihre Schöpfer.

Um dem den Boden zu entziehen, propagiere ich eben die freie Wahl Aller, unter welcher Verfassung sie mit ihrem Besitz leben wollen, wodurch jedenfalls niemand mehr zum Sklaven seiner ideologischen Feinde wird.

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25. Juli 2023

The nature of spiritual war

Chapter 12 of the Revelation describes a spiritual war, which is a recurring event associated with the transition of one aeon into the next.

I've stated that despite the beastlike characteristics of the red dragon this war took place when Christ reformed religion 2000 years ago, and there is no doubt about this, but since the beastlike characterisation is given: It's meant to clarify that it is this dragon, which was forced to wage its war on the earthly plane, that gives the beast its power, seat and authority.

This war is, as I've said before, a war between the ideals of the outgoing aeon and the emerging one. But I have not described the characteristics of the warfare.

When people cling to different ideals, the behavioural alignment of a group of people clinging to the same ideal creates spiritual stress in the mind of its opponents, who, during transition periods, often are not behaviourally aligned with anybody, so that the spiritual stress is mostly a one-way street. But as a result, prayer is mostly working in the other direction, though not in response to the stress itself, but in response to any aberrations that occur within the framework of the opposed alignment.

So, when you break with the old standard, the spiritual activity of its adherents pulls at you, which you have to endure without complaining, but when that activity becomes transgressive, you'll pray to God to set things right, which could be seen as the intervention of angels.

The Prophecy talks about these things, but not quite in the right way: Humans have always been connected to God and each other as they are now, and they're still praying to God as they've always done. There is a change in how the clergy presents the spiritual reality, or more generally how it tries to serve it, but the reality itself stays the same. So, when the next war comes, it'll just be the same as the previous one as far as these things are concerned.

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The purpose of the Revelation

I've recently taken a look at the Star Trek world view, which is based on the observation that things tend to be better when they're under control. It is an example of an oversimplification that leads to partial blindness.

The Revelation is such a strange text, telling you what you have to endure - really, what other text does it?, Joseph prophesised seven bad years, but nothing like the Revelation! -, that its effect is easily overlooked.

The Revelation tells us of the coming of the Messiah and so has Isaiah and I've already contrasted the two prophecies, but my focus then was on their respective promise.

However, its promise is only the smallest part of the Revelation and its effect derives from just that: A promise is a direction, a direction that is, in the case of the Revelation, already given in the gospels, and the bulk of the Revelation describes the way that lies in that direction. Why? Not to motivate us, given that only bad things are described. Yes, some people say that life was hard for Christians in the beginning and so the Revelation comforted them because it affirmed that at the end of all their suffering they would win. But that is not what the Revelation actually talks about, i.e. the suffering of the Christians in the beginning, rather it states that
And when he had opened the fifth seal, I saw under the altar the souls of them that were slain for the word of God, and for the testimony which they held: And they cried with a loud voice, saying, How long, O Lord, holy and true, dost thou not judge and avenge our blood on them that dwell on the earth? And white robes were given unto every one of them; and it was said unto them, that they should rest yet for a little season, until their fellowservants also and their brethren, that should be killed as they were, should be fulfilled.
In the beginning Christians didn't know when the fifth seal would be opened, but even if they saw themselves as those slain for the word of God, which, if true, means that they had to wait for 1400 years for their robes, the only consolation offered for their suffering is: There can't be justice now, because more people like you need to die. It would be easier to argue that the Revelation appealed to early Christians, because it promises eventual vengeance, but it is not the only text to do so. Actually, by the look of things, given that the Revelation was only included in the Codex Vaticanus in the 15th century, it became more popular with the passage of time and not less so as its inherent prophetic merit was beginning to be felt during the Black Death.

Then there are those who think that the Revelation means to warn us. Well, they may have something there, but usually they think that the bad things it describes are avoidable. That it intends to threaten us with them, so we won't misbehave. Again, that's pretty absurd when you actually read it.

To understand what the Revelation achieves, it must be compared with other promises. What inevitably happens when you promise something for a very long time, several centuries at least, is that the promise's function as a promise becomes more important than what was originally promised, which in turn will be updated according to the fashion of the day. Given how close we are today to what Isaiah promised, in a nutshell health, the rule of law and God's blessing, Jews must constantly ask themselves whether to declare someone the Messiah and get it over with or find ever more overbearing ideas by whose measure health, the rule of law and God's blessing are lacking. And this is precisely what the Revelation prevents by describing what lies on the way to its promise: arbitrary updates of it. The Revelation puts an expiration condition on the function of its promise as a promise. It tells us that in such times as it describes as those of the beast, we are not to trust everyday textual interpretations any more, but to return to the fountain of our belief. That is what it warns us about: that we are about to stray from the path of what it has promised us by considering that promise as nothing more than an incentive to participate in programs that are designed to serve independently defined societal needs.

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24. Juli 2023

Geistliche und weltliche Führung: Aneignung, Übernahme und Erleiden

Wie ich im vorigen Beitrag ausführte, brauchen wir die Kenntnis von
  • Abhängigkeiten, um unser Los selbst zu bestimmen,
  • Begleiterscheinungen, um das von uns verkörperte Gesetz selbst zu bestimmen, und
  • Verantwortlichkeiten, um unser Wirken selbst zu bestimmen,
und darin ist bereits enthalten, daß wir, wenn uns diese Kenntnis fehlt, die Anbahnungen, Neben- und Bewirkungen anderer übernehmen, indem wir sie verständnislos nachmachen, und/oder sie erleiden, indem sie unser Los, Gesetz und Wirken dominieren, und darin besteht die weltliche Führung.

Die geistliche Führung besteht hingegen in der wahrheitserkennenden Aneignung der Kenntnisse anderer von Abhängigkeiten, Begleiterscheinungen und Verantwortlichkeiten zum Zwecke der heilsgehießenen Selbstbestimmung des Lebens.

Beides überlagert sich, der weltliche Zug klammert sich an die Stationen, der geistliche an die Entfaltung des göttlichen Willens. Im übrigen wird nicht nur die Wahrheit der Abhängigkeiten, Begleiterscheinungen und Verantwortlichkeiten eingesehen, sondern auch die Kenntnis dieser Dinge an einem Menschen erkannt und insbesondere auch seine Kenntnis der Abhängigkeit der transzendenten Anbahnung, womit wir wieder beim Pantokrator wären, wie ein solcher Mensch genannt wird, wenn er sie vollständig versteht, denn genau das wird an ihm erkannt.

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23. Juli 2023

Die Handlungszergliederung des Rechtfertigungskreislaufs

Der zyklischen Abfolge von Ausrichten, Berücksichtigen und Rechenschaftgeben liegt eine (konzeptuale) Handlungszergliederung zu Grunde, nämlich in
  • Anbahnung,
  • Nebenwirkung und
  • Bewirkung,
wobei wir
  • uns ausrichten, um eine Anbahnung zu wählen,
  • berücksichtigen, um Nebenwirkungen zu vermeiden, und
  • rechenschaftgeben, um Bewirkungen zu erkennen,
und die Lageermessungskomponenten bilden unser Wissen darüber, wie uns das gelingt, insofern
  • wir Entwicklungsmuster abhängigkeitsgemäß anbahnen,
  • Begleiterscheinungen Nebenwirkungen beschreiben und
  • Verantwortlichkeiten Bewirkungen festhalten.
Ich werde fortan Begleiterscheinungen statt Erscheinungen als zu Anzeichen im Verhältnis stehend verwenden und ebenso als Bezeichnung für die Lageermessungsform neben Verlegenheit und Stand statt Gesetzmäßigkeiten.

Die drei Haltungsformen regeln die (aktualen) Handlungsglieder,
  • der Umgang die Wahl der Anbahnung, das Ausrichten,
  • die Vorhaltung das Vermeiden von Nebenwirkungen, das Berücksichtigen, und
  • die Bestrebungen das Erkennen des Bewirkten, das Rechenschaftgeben, indem sie unsere Aufmerksamkeit auf sich richten.
Wir
  • schätzen Verlegenheiten, welche es uns gestatten, Anbahnungen zu wählen,
  • lieben Begleiterscheinungen, welche es uns gestatten, Nebenwirkungen zu vermeiden, und
  • nehmen je nachdem an Ständen Anteil, wie sich das Bewirkte zu unseren Bestrebungen verhält
- es liegt also nahe, die ersteren beiden Fälle durch den Versuch, sich passende Abhängigkeiten, beziehungsweise Begleiterscheinungen zu vergegenwärtigen, auf den letzteren zurückzuführen.

Und indem wir die (konzeptualen) Handlungsglieder in Form der Lageermessungskomponenten verstehen, können wir unser Leben selbst bestimmen, nämlich
  • unser Los (im Einklang mit seiner Beschreibung in Subjektiver Glaube und Gebet) durch die Kenntnis der Abhängigkeit der Anbahnungen,
  • das von uns verkörperte (hoffentlich gnadenvolle) Gesetz durch die Kenntnis von Nebenwirkungen in Form von Begleiterscheinungen und
  • unser (hoffentlich gesegnetes) Wirken durch die Kenntnis des von uns Bewirkten in Form unserer Verantwortlichkeit,
und wenn wir sie nicht verstehen, haben wir über unser Los, das von uns verkörperte Gesetz und unser Wirken keine Kontrolle.

Weiß Gott, ich hätte gerne mehr Kontrolle über mein Los gehabt. Immerhin hatte ich außerordentliche Kontrolle über mein Gesetz. Letztere beruht auf Einsicht, erstere auf Erfahrung.

Nun, immerhin mag ich aus demselben Grunde Anderen dabei von Nutzen sein zu verstehen, wovon ihr Los abhängt.

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21. Juli 2023

Artificial intelligence and the dusk of the cyberneticists

The people who make up the administration in the age of works, that is the people who decide in which technologies to invest, are called cyberneticists in Soviet literature. I'll use that term in this post, because it lends itself well to the Star Trek school of thought, i.e. that progress leads to ever greater control and liberalism, pursued in the last two posts.

Originally, ultimate control of in what to invest lay in the hands of the Catholic Church, which to this end had placed the credit business in the hands of the Jews. I already explained how it could then steer history by mobilising the people against the Jews, thus forcing them to only support the kings who toed the line of the church.

Not much has changed since, but the focus here is not on the parallels, nor the apparent breakdown of the parallel, e.g. corporate control of the press, but on the basic business.

The basic business of cybernetics is twofold:
  1. to prevent independent investment by preventing independent liquidity and
  2. to invest in the technologies that are seen as making life better.
In order to achieve the first goal, the price of natural resources, in particular food, needs to be depressed, for they are a natural source of wealth. This can be done by investing in large scale producers relying on cost efficient production and price competition or, if need be, by driving up expenses via security threats or driving down profit margins by smear campaigns, which can also be used against any manufacturing facility, which has become too profitable, like Toyota or Volkswagen.

Thus the economy is kept dependent on credit. Concerning the second goal it is important to note that it is conceived in the aforementioned mindset of progress as control and liberalism, but now we must make a fundamental critical observation, namely that
  • control over nature increases human freedom and felicity, but
  • control over people doesn't necessarily do the trick.
Still, cyberneticists see themselves essentially as people's friends and helpers by protecting them from power imbalances and ideological aberrations.

I spoke of getting ahead of oneself in the previous post, which is natural for enthusiasts, and there are enthusiastic policers as well, but as far as the control over people is concerned, there is another driving force behind the overextension of control, namely fear of people.

Assumed control over the climate and the human immune system are both examples of the exaggeration of science's abilities, but the reason behind them is not overoptimism, but that private wealth has become involved in efforts like fair trade, crowd funding and Bitcoin that provide independent investment, which must be fought, and unnecessary protections are a way to get at the offending party.

Back in the '50s people realised that they were headed towards a push-button world and they made some good comedies considering the desirability of this. These days there's only Johnny English Strikes Again. I don't know whether you still remember the time when you would define macros, that is sequences of key strokes and mouse movements which you could repeat with a single key stroke. Doing this these days with all the inbuilt sensors and abilities of a smart phone, you could set off the craziest chain reactions by tilting your phone the wrong way and it should really be comedically explored.

Anyway, just goes to show that the business of controlling people is getting ever more nerve-racking. And the pinnacle in this regard is artificial intelligence. So, in order to protect people from power imbalances and ideological aberrations, the only viable course of action is to push people into a virtual reality, where they can't harm anyone. That's what the mindset of liberalism by virtue of control ends up with. I remember a member of matrixfans.net proving it before the forum was discontinued by stating that he had found the perfect solution for humanity, namely to let everybody live in his own fantasy world, and quite a few films depict heaven like this as well, although, somewhat surprising, Star Trek: Generations is criticising the idea (and Star Trek: Insurrection goes full hippy, but Gene Roddenberry had died a little prior to the release of Star Trek VI: The Undiscovered Country) - then again, there is an episode called Errand of Mercy in the original series, though with the caveat that you can only live by divine standards when you are a god.

I wonder though, those who hold that view, how do they suppose we ever become gods, when we have to be stripped of our interaction with the real world for our own good? Or doesn't it matter? Will they be happy as gods in their fantasy worlds? There is something lacking there, isn't it? Like understanding the difference between a picture and space? Or more directly, like understanding that you have a place in the world, that what occurs within you relates to what occurs without. It may be inconceivable for them, but they'd not protect what matters.

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19. Juli 2023

The extrapolation wars

I heard Tucker Carlson played by David Knight on his show speaking about the flawed nature of people in the Bible and I realised that what I said before on the subject is actually more consequential than I realised then.

Life in the old days was more chaotic than it is today, because people had fewer instruments at their disposal to control it. Hence, when you read a story in the Old Testament, you'll realise all kinds of things going awry and never is there an unspoiled happy ending, but ever only one important decision that turned out right. If the stories were anything but, the people back then would have dismissed them as insipid.

Then, over time, people got better at controlling their environment and the endings of their stories became happier and their heroes more perfect.

That's what I said before, probably on this blog as well. I didn't then point out that this has been interpreted by many as God becoming more liberal with time, that is to say the invocation of God becoming less barbaric.

The latter is of course literally true, but only because technologically more advanced people are less barbaric by definition and hence also invoke God less barbarically.

It's mostly understood in another way though, namely that God is invoked whenever we can't control something and that the act itself is barbaric and that we become less barbaric, because we can control more.

Perhaps I should also look at the ever more liberal God in His own right. It is liberal to live and let live, and the more we're in control, the more concern we can show for others, when we have to solve one of our problems. So, yes, God appears ever more liberal too, because technologically more advanced people can show more concern for others in dire straits. (Which is incidentally what Mike Pence meant, and David Knight is an ass for denying it.)

Back to the people though who have evolved past the barbarism of God, they found a formula for what is good, namely what allows more control and liberalism at the same time, and the beauty of it is that time is by itself moving in that direction, and so they have begun to make plans for the future that are built on ever higher degrees of control.

In this mindset the set of unhappy circumstances is continually decreasing and civilisational stages can be defined by the areas of life brought under governmental control.

The problem with this today is that the actual control, the ability to ensure the desired outcome, is both seen through rose-coloured glasses as it is and as it will be. And on the basis of this the patronage of the world is overextended.

And that's where the political divide arises: One side blows problems in uncontrolled corners out of proportion and the other problems with the control, both wary of  the unfolding dynamic, the former that the ever brighter future is derailed by backward people playing on atavistic fears and the latter that the chasm between progressive extrapolation and reality will become ever wider.

This development is entirely natural, since people get constantly ahead of themselves. Well, the schism is here: transgressing concern on the one side and nazi tactics (as opposed to beliefs, e.g. making mothers fear for their children) on the other. I said, one emergency or another will have to break the deadlock, and since there is no emergency that could break transgressive concern, while any emergency that inspires natural solidarity will break nazi tactics, it is pretty clear how things will proceed from here on out - or in (rather good joke in Bean: The Ultimate Disaster Movie).

But to be completely clear: No pandemic or war can make a man forget that he's dealing with starry eyed crazies, but the rumouring will immediately cease in the face of personal affectedness.

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18. Juli 2023

Staying ahead of the reformers?


It's odd to see the 2024 race taking shape. Since 2016 there have been overt institutional improprieties, which have deepened since 2020, and there are now three different stances towards them, namely
  1. to overlook them,
  2. to see them as symptoms of a political malaise and
  3. to take steps to stop them.
The organised nature of this institutional rot, for there's no way it would spiral out of control like this by itself, suggests that the intent behind it is not to cause the third stance, for that would mean paying someone to break the rules and then paying someone else to oust him, which makes little sense.

Such a show would only be staged to change the attitudes of the audience, not to reform institutions the public takes little interest in and is in no position to oversee.

If it was staged for the latter purpose, everything would hinge on getting the right reformer into office, but how to do that, when the public can't tell the right from the wrong one?

But if the purpose is to win the public over to a particular point of view that supports new attitudes in politics, the institutional improprieties can't deepen bottomlessly, for that would drive people into the third stance.

There seems to be an impasse, owing to the reluctance of the people to dance to the music. No amount of prodding seems to do the trick, all seems fair in love and war. If this continues, the eventual reaction will paralyse the country by mutual nullification and not cleanse it.

The I Ching foresees
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fire over earth, which means bold action with which people will fall in line, and given that no political avenues exist, we're probably looking at one emergency or another.

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17. Juli 2023

Soziale Verbundenheiten

Es ist mal wieder an der Zeit, die Fäden zu verweben.

Es gibt zwei Arten der sozialen Verbundenheit, zum ersten die gleichgestellte und zum zweiten die nicht gleichgestellte. Die gleichgestellte besteht in Koordination und die nicht gleichgestellte in Menschenführungsverhältnissen.

Der gleichgestellten geht es um Kooperation und der nicht gleichgestellten um Wohlstand, und Kooperation ist der Anreiz der funktionalen Integration und Wohlstand jener der materiellen, da erstere nur gleichgestellt und letztere nur nicht gleichgestellt erfolgen kann.

Freilich, nicht alle Einbindungen sind freiwillig, aber damit beschäftige ich mich in diesem Beitrag nicht.

Alle soziale Verbundenheit beruht also auf dem Wunsch nach Kooperation oder Wohlstand, aber um zu verstehen, womit wir es zu tun haben, müssen wir die Koordination genauer betrachten. Werden
  • Haltungen in Form von statischer Verbündung koordiniert, so dient die Kooperation der Autonomie, das heißt der rechtlichen Selbstbestimmtheit, etwa im Islam,
  • Vorhaben koordiniert, so dient die Kooperation der Autarkie, das heißt der materiellen Selbstbestimmtheit, etwa in den bäuerlich geprägten christlichen Staaten (Schweden), und
  • Erfahrungen koordiniert, so erfolgt die Kooperation im Rahmen von Gemeinschaft.
Und die Gemeinschaft müssen wir wiederum genauer betrachten. Es gibt die
Aus der Glaubensgemeinschaft folgt die Austauschgemeinschaft und aus dieser die Verfechtungsgemeinschaft, und nur Glaubensgemeinschaften bestimmen ihre Verfassung qualifiziert. Das bejahende Element des Marxismusses bildet seine Verfechtungsgemeinschaft, und das verneinende die Autarkie.

Der Selbstverfassungsverzicht beruht auf der Bevorzugung des Wohlstands, wie er in den bürgerlich geprägten christlichen Staaten (Vereinigte Staaten) üblich ist, mit anderen Worten in jenen Staaten, welche am entschiedensten von der gemeinschaftlichen in die persönliche Phase des Glaubenszykels übergegangen sind.

Nicht jede Gemeinschaft ist wie gesagt eine Glaubensgemeinschaft, und eine Schule nimmt nur so lange Einfluß auf Kooperation und Wohlstand, wie sich ihre Gemeinschaft zumindest als Verfechtungsgemeinschaft behauptet, aber im Falle der Kirche natürlich sogar als Glaubensgemeinschaft und sie darüberhinaus zur Autarkie fähig bleibt. Gottesdienste reichen dazu nicht aus, Gerechtigkeit und Meisterschaft müssen formuliert werden, auch wenn sich kein Christ Meister nennen läßt, sondern auf Christus verweist, denn das ändert nichts an der Notwendigkeit, Christi Lehre zur persönlichen Reife zu bringen, gerade wie die Gründung einer Schule auch nicht bedeutet, sich von ihr loszusagen, und Gemeinden müssen in der Lage sein, Vorhaben zu koordinieren, um ihrer Arbeit am Reich Gottes auf Erden Ausdruck zu geben.

Das ist aber wie gesagt nicht mehr im nötigen Ausmaß der Fall, um das Wohlstandsdenken auf der Spur des Glaubens zu halten. Unsere Zeit wird von
  1. Wohlstand,
  2. Autonomie und
  3. Verfechtungsgemeinschaft
dominiert, und Glaubensgemeinschaft und Autarkie kommen zu kurz.

Da ich im vorigen nichts weiter über die Austauschgemeinschaft geschrieben habe, sei der Rest dieses Beitrags ihr vorbehalten.

Austauschgemeinschaft bedeutet, durch den Austausch von Erfahrungen, Haltungen und Vorhaben gemeinsam an Bildung zu wachsen. Sie besteht instinktiv, oder eben auch instinktiv nicht, wobei ich keine mit Menschen habe, welchen es vorrangig um Wohlstand geht. Mit Autonomie und Autarkie mag sich meine vertragen, aber entscheidend ist die Fluidität der Bildung des Andern, welche im Falle des vorgezogenen Wohlstands eben nicht hinreichend ist.

Oft habe ich sie allerdings nicht bemerkt, und wenn ich sie bemerkt habe, hatte ich meist böse Vorahnungen, wobei Bitterkeit und Schmerz im Vergleich mit (nicht unbedingt leiblichem) Mißbrauch und Tod noch die harmlosesten waren, und wenn die Vorahnungen einmal ausblieben, lag völliges Nichtssagen vor. Wäre mir jemals Glaubensgemeinschaft begegnet, wäre es wohl nicht so: Eine Aussicht auf Kollisionen oder Verwunderung.

Post Scriptum vom folgenden Tag
. Wem die Definition des Wohlstands als Lage hinsichtlich der Menschenführungsverhältnisse zu komplex ist, der kann ihn in den meisten Fällen ohne Bedeutungsverlust durch die gegenwärtigen Behelfungen, Angebote und Belohnungen definieren.

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16. Juli 2023

Schulen

Daß wir, wie im vorigen Beitrag angesprochen, von Gesetzmäßigkeiten ausgehend unsere Abhängigkeiten gestalten und von beiden unsere Verantwortlichkeit, daß der Glaube die gesellschaftliche Ordnung prägt und diese die individuellen Leistungen, begründet die langfristige Wichtigkeit von Schulen, welche sich dem Studium von Gesetzmäßigkeiten verschrieben haben.

Jeden Menschen, welchem die Verheißungen der Zukunft spürbar sind, jedem Träumer, wie man sagt, wird es also zu Schulen ziehen, was auch kein Geheimnis ist, sondern durch Wissenschaftsshows wie Star Trek nicht minder bewirtschaftet wird als der Zug der Lachse von Braunbären.

Was dabei nicht offensichtlich ist, wiewohl es natürlich naheliegt, ist, daß Träumer ihre Wahl von den beobachtbaren sozialen und materiellen Ausflüssen einer Schule abhängig machen, das heißt
  • Schulen (etwa den Marxismus*) meiden, deren Ausflüsse Anstoß erregen, aber auch
  • Schulen (etwa die moderne Wissenschaft), welche nicht mehr in ihrem ursprünglichen Ausflußzusammenhang stehen, das heißt, welche nur noch Seitenarme speisen, von welchen sich die Ausflüsse der ursprünglichen Schule (im Beispiel die katholische Kirche) unabhängig gemacht haben, was sich unter anderem darin zeigt, daß sie eigenständig integrieren.
Ich erinnere mich gut daran, daß, als George W. Bush den Irak für die Zerstörung des World Trade Center's zur Rechenschaft zog, für mich der Beweis erbracht war, daß die Moderne, der Humanismus, der säkulare Fortsatz der katholischen Kirche, dasjenige, was in Büchern mit Zeichnungen von Vulkanen, Ammoniten und Dinosauriern gefeiert wird, keinen Einfluß mehr auf die Entfaltung der Geschichte hatte, etwas, was ich bereits zuvor angesichts der Versportung der Wissenschaft empfand und mich dann zu einem grimmigen Grinsen bewog, ein Hopp! Hopp! Hopp! auf den Lippen.

Besser geworden ist es nicht, wie wir seit Corona wissen: Der modernen Wissenschaft wird keine Ehrfurcht entgegengebracht, sie ist ein Hamster im Rad. Und jenen, welche nichts von ihr wissen, wird eine Show in der Art von Star Trek geboten. Das faßt es einigermaßen zusammen.

Nun, Grothendieck hat es vor mir erkannt: Es zieht die Träumer also zu Schulen, aber wenn sich alle zeitgenössischen Schulen disqualifizieren, so ist es an ihnen, selber welche zu gründen.

* ich sagte, daß der Marxismus kein Glaube, oder auch keine Ideologie sei, welche den Glaubenszykel durchläuft, und dabei bleibe ich auch, da er weder um seine Dogmenfindung, noch ihre soziale Ausgestaltung rang, sondern beide lediglich versucht wurden, doch das hindert nicht, ihn trotzdem als Schule zu betrachten und ihm darin gleiche Theorien ebenfalls.

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14. Juli 2023

Gezwungenheiten und Integrationen

Der vorige Beitrag bedarf der begrifflichen Aufarbeitung.

Wie es Bestürztheiten gibt, welche darin bestehen, daß wir Schwierigkeiten mit den Handlungsstrategien haben, derart wir
  • betreten sind, wenn uns das Nutzbarmachen schwerfällt,
  • besessen, wenn es das Entdecken ist, und
  • beklommen, wenn es mit dem Lenken hapert,
gibt es auch Gezwungenheiten bei den Handlungsstrategien, derart wir uns
  • eingezwängt fühlen, wenn wir Widerwärtiges aufgreifen,
  • bedrückt, wenn wir Ungeliebtes aussetzen, und
  • abgeschnitten, wenn wir Schmachvolles einsetzen.
Bedrückt fühlen wir uns insbesondere, wenn wir von unseren alltäglichen Sorgen daran gehindert werden, uns mit den Fragen zu beschäftigen, welche uns auf dem Herzen liegen: Es ist uns dann, als ob wir uns selbst die Zeit verweigerten, welche unser Leben braucht, um sich zu entfalten.

Dem Fortschritt des Glaubenszykels gemäß drückt sich das Ideelle zunächst im Funktionalen aus und schließlich auch im Materiellen, oder anders gesagt prägt das Geliebte zunächst das Geschätzte und schließlich auch den Stolz, etwa indem es uns zunächst zu Menschen zieht, welche das Geliebte wirken, um von ihnen zu lernen, es schließlich auch selbst zu wirken.

Daher kommt es, daß sich mit der Zeit ändert, was wir schätzen und worauf wir stolz sind.

Integration bedeutet, Menschen mit in eine Phase des Glaubenszykels zu ziehen, welche die vorige(n) nicht mit uns zusammen durchlaufen haben. Es gibt also zwei Formen der Integration, die funktionale und die materielle.

Die funktionale Integration beruht darauf, Menschen geschätzte gesellschaftliche Rollen anzubieten, um sie für die eigene Organisation zu gewinnen. Dies findet in sozialistischen und postsozialistischen Gesellschaften statt. Aber schließlich mögen sich die so Integrierten eingezwängt fühlen, da die Organisation nicht ihren Vorstellungen entspricht.

Und die materielle Integration, von welcher ich im vorigen Beitrag schrieb, findet in den altkapitalistischen Gesellschaften statt. Sie beruht wie gesagt darauf, Jugendliche in den Besitz von sie mit Stolz erfüllenden Gütern kommen zu lassen, um sie dafür zu gewinnen, sich an deren Herstellung zu beteiligen. Und dies mag schließlich dazu führen, daß sich die so Integrierten von ihrer Liebe abgeschnitten fühlen, da sie ihre Vorstellungen so nicht wirken können.

Ich bin ehrlich gesagt geneigt, Integration als grundsätzlich sündig zu betrachten: Menschen sollten nicht aus den Armen ihrer Liebe gerissen werden. Allerdings besteht oftmals nur die Wahl, zu welchem Grad man sich wie integriert. Nun, was kann man erwarten, wenn die Welt die Sünde zur Tugend erklärt? Wo man auch lebt: Überall gibt es große Pläne, welchen man im Wege steht. Wer fragt schon, wer mit ihm gehen will, wenn er bestechen und erpressen kann?

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12. Juli 2023

Living for an idol

Every place is owned by the life that lives in it, but the place that is consumed by those, who live for an idol. But how do they get caught by it?

The child looks up to the things he may learn, the youth dreams of taking possession of the earth, taking pride in his youth and what comes with it.

Since we hardly ever own something without having somehow managed to obtain it, it is not completely misguided to be proud of the things we possess, but both child and man tend to have better reason to be it than the youth, since he's the right age to be bought, caught by his pride to possess something that was given to him with the express purpose to make him seek to obtain more pride conferring tokens from the same source.

Obviously, it is wiser to love gifts than to be proud of them. And it is wiser to seek to come into love than pride as well, for pride follows love, but love my part ways with pride at any point: Who doesn't want to do the works he loves?, but what work would be so great that it would forbid one to love the next?

Anyway, many youths are hooked by idols, the promise of maneuvering themselves into a position, in which they'll always have better provisions. It isn't easy to deal with this kind of extortion, for extortion it is, when it's not an offer amongst many, but the one way everybody's supposed to take, which leaves you with a very small part of the world, if you don't, but if you know that the world that is offered to you is a wasteland in which your love will never take root and bear fruit, you'll still reject it. The greedy, on the other hand, are inherently foolish. It is a difficult task to find one's way, and in these times in particular, many circumstances need to be studied, and still there are abysses wherever one turns. But then again: All life prays that it may continue to exist in its place.

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11. Juli 2023

Coming from the fence


I've always detested the idea that God has left us this world to treat as we wish, while waiting for us on the other side of death to give us our deserved reward, and considered its proponents as swindlers, who want people to renounce their connection with God.

I've also found that all people that inspired me with awe were, often literally, but always metaphorically, anemic.

I've got a pretty bad case of Rosacea myself, so much so that when I leave the sauna or the cold Baltic Sea I look like Hellboy and raise obvious questions about how people like me could have possibly called other peoples Redskins. I also suffer from a rather bad case of Neurofibromatosis, as moles are scientifically called.

So it's not narcissism. Actually, while my feelings towards people like me are somewhat sympathetic, it's more complicity than anything - or more precisely fellowship in folly. And there are such people too, whom I tend to overlook, probably because they stand on the sidelines like me - and since when are observers supposed to observe each other?

Well, getting older, in a sentimental moment, I may pity them, trying to find their way into the spectacle they observe, but they are the camels whom those who strain at gnats try to swallow.

And as for those in the game: They are repulsive for some reason. There is a watershed separating the mean from the anemic - and most of the precipitation comes down on the former side. What is it?

Looks to me that it's forcing the decision on you, whether you choose the flesh or not: If you choose the flesh, you have to obey its demands, and otherwise give it up.

So, a human mirror of divine non-interventionism. Of course, you can also look at it from another angle, namely from the vantage point of the supposed demands of the flesh, because they are not exactly what first comes to mind.

Supposedly, the flesh demands to obey by the rules of and thereby strengthen the national economy. So, looking at it from this angle, divine non-interventionism is on the one hand the reason for the precedence of power over beauty and on the other solace for those who choose the latter under the terms of the precedence of power, that is not to interfere with it while they're alive.

My position, from that position, is one of ungrateful irresponsible easy living, and that position, from my position, is one of killing God in order to reanimate the corpse.

In truth, beauty governs power in the long run as a guide of development, and so being overly protective of power in the short run risks losing it in the long.

The easy living seeks God's guidance, opens itself up to it. And the double indebtedness to both the materialistic bulwark that guarantees one's power and to every command of beauty one has postponed eventually leads to a desire to fade away into the beauty that is promised beyond its glimpse here - and those are the anemic, turning to beauty in a long good-bye.

The man who returns from battle harmed commands more respect than the one uninjured. But that is no reason to feed people into the meat grinder. We've removed ourselves from the burden of labour only to sacrifice our lives to the pursuit of safety both interpersonally and -nationally. What was once an encumberment is now an idol. The moment we straightened our backs we dived head-on into the ground.

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9. Juli 2023

Frieden und Unruhen

Daß Gott, wie im vorigen Beitrag beschrieben, die Zeit Gelübden nach zur Ausleuchtung weitet, das Anerkannte der Verpflanzung auferlegt und ihre Entfaltung Verpflichtungen nach befördert, heißt letztlich nichts anderes, als daß in unserem Bewußtsein der Keim der Zukunft liegt, insofern es eine Art Wunde ist, welche Gott heilen wird.

Es gibt zwei Weisen, auf welche dies geschehen kann:
  1. Was alles an Gutem den Guten noch nicht widerfahren ist, wird ihnen noch widerfahren.
  2. Was alles an Schlechtem den Schlechten noch nicht widerfahren ist, wird ihnen noch widerfahren.
Ob dabei jemand oder etwas gut oder schlecht ist, hängt davon ab, ob er oder es die Heilung der Wunde begrüßt oder bekämpft.

Um also Frieden zu haben, ist es entscheidend, ein Land so zu regieren, daß die Regierung die den Bewußtsein der Bürger entspringenden Heilungsprozesse unterstützt, was im Rahmen des generativen Zykels eines der drei Zeitalter geschieht.

Jedes Zeitalter endet in einer Regierungskrise, und gleich ob das Problem ideeller, sozialer oder materieller Art ist, die Regierung nimmt es als Gefährdung ihrer Kontrolle wahr und versucht sie zu verschärfen. Und was bedeutet das? Daß sie die persönlichen Entwicklungen der Bürger in ihr eigenes Schema zu zwingen versucht, anstatt sie zum Wohle aller zu befördern - man vergleiche nur Napoléon Bonapartes Protektion der Wissenschaften mit jener des Militärs der Vereinigten Staaten heute.

Doch was heißt das? Nun, daß die Regierung die Heilung der Wunden der Bürger bekämpft und ihr im Rahmen derer Heilungsprozesse nur Schlechtes erwachsen kann.

Freilich, so mancher ahnt wohl, daß es diese Bewandtnis mit seinem Leben hat, aber bevor er zu Gelübden, Anerkennungen und Verpflichtungen vordringen kann, muß er zunächst vom körperlichen über den persönlichen zum philosophischen geistigen Horizont aufsteigen, um seine Wunde zum Ausgangspunkt einer reformierten Zukunft zu machen.

Und wer das glaubt, begreife, daß es nur zwei Wege gibt, nämlich entweder Gott zu vertrauen oder es nicht zu tun.

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8. Juli 2023

Zeitschöpfungen: Die Lageermessungspraxis des gläubigen geistigen Horizonts

Die Lageermessungspraxis des gläubigen geistigen Horizonts unterscheidet sich von jener des philosophischen geistigen Horizonts nicht in den ihr zu Grunde liegenden Begriffen, sondern lediglich durch den Glauben daran, daß Verpflichtungen, Gelübde und Anerkennungen in die Schöpfung der Zeiten eingehen, derart
  • sich durch Gelübde die Zeit ihnen entsprechend zur Ausleuchtung weitet,
  • Anerkennungen der Zeit bei der Verpflanzung auferlegt werden und
  • Verpflichtungen die sich entfaltende Zeit ihnen entsprechend befördern,
so daß uns Gott mit anderen Worten
  • nach unseren Tugenden und Lastern eine ihnen entsprechende Welt eröffnet,
  • unsere Erwartung in der Welt bestätigt sehen läßt und
  • durch die sich entfaltende Geschichte unserer Verpflichtung entgegen trägt,
was gerade das ist, worum wir in den ideellen transzendenten Akten im Einzelnen beten.

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Überwindung der Rechtfertigungsschlüssel: Die Lageermessungspraxis des philosophischen geistigen Horizonts

Die Fragen, welche der persönliche geistige Horizont stellt:
  • Wo stehe ich?,
  • In welcher Verlegenheit befinde ich mich? und
  • Welche Gesetzmäßigkeiten bestimmen meine Lage?,
werden nicht durch beliebige Stände,Verlegenheiten und Gesetzmäßigkeiten beantwortet, sondern durch Rechtfertigungsschlüssel, namentlich durch
  • vorteilhafte Verantwortlichkeiten, das heißt solche, deren Einsetzen die eigene Haltung verbessert,
  • nützliche Abhängigkeiten, solche, deren Aufgreifen Vorhaben ermöglicht, und
  • verläßliche Haltungen (Verhaltensanzeichen), solche, deren Aussetzen bestimmte Erfahrungen einleitet,
und diese sucht der persönliche geistige Horizonts zu erkennen,
  • vorteilhafte Einstände in Umwälzungen,
  • nützliche Umstände in Angewiesenheiten und
  • verläßliche Haltungen in Unterworfenheiten.
Er ist aber unfähig, diese Schlüssel, welche er aus seiner Erkundung der Welt gewinnt, zu überwinden, weshalb er nicht selten zwischen zwei Antworten hin und her oszilliert, wenn die ihm bekannten Schlüssel nicht genau zu seiner Lage passen.

Und gerade darin besteht der philosophische geistige Horizont, Verantwortlichkeiten, Abhängigkeiten und Gesetzmäßigkeiten als solche zu erkennen und somit über eine Theorie der Schlüsselbildung zu verfügen, welche insbesondere bei der begrifflichen Arbeit, also Fachbegriffe zu definieren, um Verhältnisse besser zu verstehen, Anwendung findet, da die fragliche intellektuelle Unterworfenheit, nur im Rahmen der eigenen Begriffe zu verstehen, sich nicht durch Beobachtung von außen an Anderen erkennen läßt, sondern nur durch die eigene Verwendung der Begriffe.

Die Begriffe, welche dabei Verwendung finden, sind, wie gesagt, selbst in Gesetzmäßigkeiten verbunden, wofür die Geometrie das einfachste Beispiel liefert, etwa hier bei diesem Beweis des Satzes des Pythagoras
die Begriffe Fläche, Teil, Ganzes, Größe, Summe und Verschiebung, ohne welche der Beweis unverständlich wäre: Die Summe der Größen der beiden schräg stehenden quadratischen Flächen entspricht der Größe der gerade stehenden quadratischen Fläche, da ihr Ganzes aus einem Teil besteht, welchen es mit letzterer gemein hat und aus zwei weiteren dreieckigen Teilen, deren Verschiebungen Teil letzterer sind und mit dem ersteren Teil ihr Ganzes bilden, verschobene Flächen gleich groß sind und die Summen gleicher Größen ebenfalls und die Größe eines Ganzes die Summe der Größen seiner Teile ist.

Aber es gibt auch andere Verbundenheiten in Gesetzmäßigkeiten, welche indes alle gemein haben, daß es unser Denken selbst ist, welches die Gesetzmäßigkeit begründet, und die elementaren Gesetzmäßigkeiten unseres Denkens sind eben Verantwortlichkeiten, Abhängigkeiten und Gültigkeiten (von Verhältnissen), auf welchen alle weiteren beruhen, gleich wo sie auftreten.

Deshalb sagen Mathematiker, daß nur sie wissen, was wahr ist, nämlich was unser Denken, sich selbst reflektierend, als gültig einsieht - nun, Philosophen sollten es auch wissen.

Verläßliche Haltungen (Begrifflichkeiten) lassen sich also in theoretischer Arbeit durch synthetisches Durchprobieren bilden, und indem sich eine Theorie so als verläßlich herausstellt, kommt die Theoriebildung zu Ergebnissen, andernfalls die Theorie verbessert werden muß. Dasselbe findet für vorteilhafte Einstände (Versuchsaufbauten) statt, welche Naturwissenschaftler in theoretischer Arbeit entwickeln, und für nützliche Umstände (Ausgesetztheiten), welche Ärzte, Animateure, aber auch Yogis (einschließlich Leuten wie Wim Hof und Tom Sietas) entwickeln - letztere für sich selbst anstatt für andere.

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7. Juli 2023

Formen der Aufgerufenheit: Die Lageermessungspraxis des körperlichen geistigen Horizonts

Wie ich im vorigen Beitrag schrieb, werden wir dazu aufgerufen, für ein Entwicklungsmuster verantwortlich zu werden, aber dies können wir wiederum auf drei Weisen, nämlich indem wir das Entwicklungsmuster auf eine der drei Lageermessungskomponenten hin ansehen, und so sind wir
  • angehalten, wenn das Entwicklungsmuster Umstände gefährdet, von welchen wir abhängen,
  • verleitet, wenn wir davon ausgehen, daß das Entwicklungsmuster Gesetzmäßigkeiten folgt, und
  • herausgefordert, wenn das Entwicklungsmuster die Gefahr mit sich bringt, daß wir für etwas verantwortlich werden, für was wir nicht verantwortlich werden wollen.
Ich kenne die Empfindung der Angehaltenheit seit langer Zeit, und ich interpretierte sie ursprünglich als die Bedeutsamkeit, die eigene Haltung zu verkörpern, und ersetzte den spezielleren Begriff dann durch den allgemeineren. Es handelt sich aber nicht um eine Bedeutsamkeit, sondern in dem Fall um die Aufgerufenheit dazu, die eigene Haltung zu verkörpern, was aber nicht der einzige Fall ist, wann wir angehalten werden. Angehalten werden wir beispielsweise auch, wenn wir bemerken, daß der Tank bald leer ist, nämlich dazu, die nächste Tankstelle aufzusuchen - und wo das nicht gelingt, auf andere Weise.

Verleitet werden wir insbesondere durch begegnende (zubewegende) transzendente Akte, was die transzendenten Akte des Interesses erklärt.

Zwischen körperlichem und persönlichem geistigen Horizont ergibt sich somit folgender Lageermessungsgegensatz,
  • Angehaltenheit - Angewiesenheit,
  • Verleitetheit - Unterworfenheit und
  • Herausgefordertheit - Gekipptheit,
was die intellektuelle Grenze glasklar zieht, siehe auch den vorigen Beitrag, womit aber nicht gesagt ist, daß der körperliche geistige Horizont unfähig wäre, Bedeutsamkeit und Sinnhaftigkeit zu empfinden, sondern nur, daß sie für sein Verständnis seiner Lage keine Rolle spielen: Während für den persönlichen geistigen Horizont Verlegenheit, Gesetzmäßigkeiten und Stand als Zustand existieren, von welchem er nach der beschriebenen Prüfung annimmt, daß er sich mit den Umständen deckt, existieren sie für den körperlichen geistigen Horizont nur in den augenblicklichen Umständen.

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Adäquanzaufbewahrungen

Zunächst einmal sei festgehalten, daß entgegen dem, was ich in Humanalgorithmik 2 schrieb,
  • Aufgerufenheit in der Erwachtheit auftritt,
  • Bedeutsamkeit im Verständnis und
  • Sinnhaftigkeit im Bedacht,
und daß
  • wir zu Verfolgungen aufgerufen werden, um für Entwicklungsmuster verantwortlich zu werden,
  • Einlösungen bedeutsam sind, weil Behandlungsweisen Umstände, von welchen wir abhängig sind, gewähren, und
  • Auslösungen sinnhaft, wenn Abzielungen Gesetzmäßigkeiten folgen.
Diese Adäquanz wird aber für den Augenblick empfunden, wiewohl sie oftmals bleibende Bedeutung hat, und deshalb bewahren wir sie mit Hilfe von Haltungsannahmen auf, indem wir
  • die Aufgerufenheit verstetigen und uns unabhängig von den Umständen verpflichten, für ein Entwicklungsmuster verantwortlich zu werden,
  • die Bedeutsamkeit verabsolutieren und unabhängig vom Zustand geloben, an einem Umstand festzuhalten und sich dadurch von ihm abhängig zu machen, und
  • die Sinnhaftigkeit verallgemeinern und eine Gesetzmäßigkeit unabhängig vom Einstand anerkennen,
wobei Umstände, Zustand und Einstand den Augenblick in der linearen, beziehungsweise netzförmigen oder punktförmigen Zeit bezeichnen - nicht, daß es sie wirklich gäbe, es sind lediglich Auffassungsweisen unserer Wahrnehmungen.

Der persönliche geistige Horizont zeichnet sich also gegenüber dem körperlichen dadurch aus, daß er Adäquanzen aufbewahrt.

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6. Juli 2023

Die Lageermessungspraxis des persönlichen geistigen Horizonts

Der persönliche geistige Horizont ist dadurch gekennzeichnet, die eigene Haltung an die Zeit anzupassen, und dazu werden Fragen an die Lage gestellt, nämlich
  • Wo stehe ich?,
  • In welcher Verlegenheit befinde ich mich? und
  • Welche Gesetzmäßigkeiten bestimmen meine Lage?,
und Lagen, welche diese Fragen provozieren, sind
  • Umwälzungen, wann die Lage kippt, beziehungsweise
  • Angewiesenheiten oder
  • Unterworfenheiten,
wobei
  • Umwälzungen zur Verpflichtung aufrufen,
  • Angewiesenheiten die Bedeutsamkeit von Gelübden veranschaulichen und
  • Unterworfenheiten die Sinnhaftigkeit von Anerkennungen bestätigen.
Da hier ein Bezug zu den Bestürztheiten besteht, kurz diese Anmerkung: Symmetriebrechend gilt, daß wir uns
  • zur Umwälzung entheben,
  • zur Erlangung unserer Angewiesenheit ausliefern und
  • zur Unterworfenheit unterwerfen.
Gesetzmäßigkeiten mögen für Verlegenheiten und Stände relevant sein und letztere mögen durch sie kompliziert werden, und ebenso Verlegenheiten für Stände und Stände durch sie, und entsprechend mögen
  • Unterworfenheiten ignoriert werden, weil sie irrelevant sind,
  • Angewiesenheiten gemieden, weil sie kompliziert werden oder irrelevant sind, und
  • Umwälzungen geflohen, weil sie kompliziert werden,
und dies zu berücksichtigen, gehört mit zur Lageermessungspraxis des persönlichen geistigen Horizonts, woran Theater scheitern mag, also
  • Natürlichmachung an Irrelevanz,
  • Annehmlichmachung an Komplikationen oder Irrelevanz und
  • Wichtigmachung an Komplikationen,
doch Theater mag auch schlicht die Wahrheit vermitteln, und wenn es im Besonderen
  • den Fortschritt des generativen Zykels des Zeitalters deutlich macht,
  • die Angewiesenheit auf eine den generativen Zykel lebende Gemeinschaft spürbar (etwa durch Exkommunikation), und
  • vor den in seinem Rahmen auftretenden Mißständen warnt,
wird es sich die überwiegende Mehrheit der Menschen des persönlichen geistigen Horizonts zu Herzen nehmen.

Im ersten Zeitalter der Wunder, bei den Jägern und Sammlern, bestand der Mißstand darin, nicht die nötigen Erfahrungen gemacht zu haben, um zu wissen, wie man überlebt. Im folgenden Zeitalter der Wacht bestand der Mißstand darin, nicht die nötige Expertise entwickelt zu haben, um den eigenen Staat gegen andere zu behaupten. Im gegenwärtigen Zeitalter der Werke besteht der Mißstand darin, nicht die nötige Forschung betrieben zu haben, um effizient genug im Wettbewerb im Werkzeuggebrauch zu sein. Und im kommenden Zeitalter der Wunder besteht der Mißstand darin, nicht die nötigen Erfahrungen gemacht zu haben, um das gesellschaftliche Potential zur größtmöglichen allgemeinen Zufriedenheit ausschöpfen zu können. Es findet also durchaus ein Fortschritt statt: Stand zunächst das Leben auf dem Spiel, dann die Freiheit und heute die Relevanz, so wird es morgen nur noch die Erfülltheit sein. Aber es dauert seine Zeit. Andererseits ist aber auch unmöglich, Theater gegen die Zeit zu spielen und sie auf diese Weise aufzuhalten.

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Nur recht albern vor dem Ernst!

Albernheit ist die Reaktion auf die eigene Uneinbezogenheit, und sich in ihr zu gefallen bedeutet, lieber einflußlos zu bleiben, was die meisten Menschen wohl als ethisch falsch betrachten würden.

Es gibt aber einen Fall, wo ich mir da nicht so sicher bin. Nehmen wir einmal an, jemand stieße fortwährend Menschen vor den Kopf, und es ist einem völlig klar, daß ihn das immer wieder Ärger einbringen wird, aber er kennt da nichts, und es kommt für ihn überhaupt nicht in Frage, damit aufzuhören.

In einem solchen Fall, wenn das Unausbleibliche eintritt, und man also in seiner Einschätzung bestätigt wird, doch es herunterspielt, indem man albern wird, handelt man da ethisch falsch?

Für was genau sollte man beten, wenn man stolze Narrheit mitansieht? Ist es nicht besser, sich 'rauszuhalten, wenn man außenvor steht?

Das einzige, für was man beten könnte, wäre, daß der Stolz bestraft und aufgegeben wird. Wäre das besser, als mit den Achseln zu zucken und, wenn er wieder einmal bestraft, aber nicht aufgegeben wird, alberne Späße zu machen?

Ich verkneife sie mir hier, denn leider würde es Schadenfreude genannt, auch wenn ich mich nicht im geringsten freue, sondern lediglich damit kokettiere, über solchen Dingen zu stehen - selbst ein nicht gänzlich ungefährlicher Stolz, wenn er öffentlich zum Ausdruck kommt.

Nein, Idiotie darf nur der verwünschen, wer unter ihr leidet, und die übrigen sollten vermeiden, sich in sie zu verstricken, so lange das halt geht, und dazu dürfen sie privat auch albern sein - nur verfestigen sollte es sich nicht.

Nun, ich kann wie gesagt nicht sagen, welches Lied es zurzeit betrifft, aber während des Coronaspuks durfte Kung Fu Fighting in England nicht gespielt werden, weil Trump Kung Flu in Umlauf gebracht hatte, und mit etwas Abstand ist es vielleicht begreiflich, daß diese Art Albernheit tatsächlich ein Symptom positiv zu bewertender Loslösung ist. Geschmacklosigkeit ist keine Triebfeder, und wenn die Absicht nicht Herabwürdigung ist, besteht sie in der Erklärung eines eigenen, losgelösten geistigen Raums.

Freilich, je ernster die Zeiten werden, desto folgenschwerer werden die Narrheiten, und zu erwarten steht es nicht, daß man dabei außenvor bleibt: Wir wollen uns den Herausforderungen stellen, aber aus unserer Sicht der Dinge heraus.

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4. Juli 2023

Formen gesellschaftlicher Selbstverfassung

Welche Formen gesellschaftlicher Selbstverfassung gibt es?
  1. Selbstverfassungsverzicht,
  2. unqualifizierte Selbstverfassung,
  3. Selbstverfassungsbewahrung,
  4. lebensbewertende Selbstverfassung,
  5. staatsbewertende Selbstverfassung.
Selbstverfassungsverzicht bedeutet, keine Ansprüche an andere Gesellschaftsmitglieder zu stellen. Bisweilen ist dies angemessen, etwa unter Goldwäschern. Heute zeigt sich die Janusköpfigkeit dieses Ansatzes einerseits im Traum, vom Tellerwäscher zum Millionär aufzusteigen, und andererseits in abgehalfterten Entertainern, welche rührselig My Way singen.

Unqualifizierte Selbstverfassung bedeutet, daß (hinreichend viele) Gesellschaftsmitglieder beliebige Ansprüche an (andere) Gesellschaftsmitglieder stellen. Dies ist nur in Ausnahmezuständen angemessen und zeigt seine Janusköpfigkeit unter normalen Umständen einerseits im Traum, alle Ungerechtigkeiten aus der Welt zu schaffen, und andererseits im beständigen Intrigieren aller gegen alle.

Selbstverfassungsbewahrung bedeutet, an den überkommenen Ansprüchen an Mitglieder der Gesellschaft festzuhalten. Dies ist die Einrichtung im generativen Zykel des Zeitalters der Werke.

Lebensbewertende Selbstverfassung bedeutet, daß Selbstverfassungen im kleinen Maßstab probiert und hinsichtlich der Lebensqualität der sie Versuchenden evaluiert werden. Dies ist die Einrichtung im generativen Zykel des Zeitalters der Wunder.

Staatsbewertende Selbstverfassung bedeutet, daß Selbstverfassungen im großen Maßstab probiert und hinsichtlich der Leistungsfähigkeit des sie versuchenden Staat(enbunde)s evaluiert werden. Dies ist die Einrichtung im generativen Zykel des Zeitalters der Wacht.

Wenn wir heute also vermehrt unseren (subjektiven) Glauben ergründen müssen, so führt uns das schließlich dazu, uns Gemeinschaften Gleichgesinnter, in welchen wir es im kleinen Maßstab gemeinsam tun*, anzuvertrauen.

* nicht notwendigerweise ausschließlich, der Vorliebe oder dem Gewissen zu folgen ist der Ergründung des (subjektiven) Glaubens grundsätzlich gleichberechtigt, wenn auch im Hinblick auf die spezifischen Schwierigkeiten beim Übergang des Zeitalters der Werke in jenes der Wunder weniger wichtig.

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1. Juli 2023

Zur geistigen Formung

Nachdem wir im vorigen Beitrag einen Begriff von den geistigen Eingeschränktheiten gewonnen haben, können wir nun die Frage stellen, wie sich der Geist hinsichtlich derselben formen läßt.

Die Ausbildung des Ichs erfolgt durch das Sprechenlernen und der Wille läßt sich durch Appelle an Wertschätzung, Liebe und Anteilnahme provozieren, was sich in Wünschen und Träumen niederschlägt und auch in Bildungswahlen, wobei Unbeholfenheit Unsicherheit provoziert, Ignoriertheit Nervosität und Mißachtetheit Verzweiflung.

Der Besinnungskreislauf wird in unserer Kultur nicht vermittelt, was mich aber nicht davon abhält, es zu versuchen.

Die Gedanken werden durch Praxis vermittelt, das Bedenken dadurch, daß Eltern ihre Kinder ermahnen, wovon sie abhängig sind, was gültig ist und wofür sie verantwortlich sind, das Formalisieren durch höhere Mathematik, das Auflösen durch Lesen- und Schreibenlernen oder auch durch Rätsel und Auflesen und Bewältigung durch entsprechende Aufgaben. Unausgeschlafenheit wird physiologisch herbeigeführt und Ungehemmtheit, Verwirrtheit und Verzagtheit durch mangelhafte Bildungen. Umgekehrt wird Unruhe wiederum physiologisch herbeigeführt, etwa durch Koffein, Abgelenktheit durch den sich messenden Witz, Gehemmtheit durch Problematisierung von Abhängig- oder Verantwortlichkeit und Gebanntheit durch Erzählungen.

Und der Rechtfertigungskreislauf wird durch Beschreibungen der menschlichen Natur oder Ratschläge vermittelt, etwa daß der Teufel in der Not Fliegen frißt oder man sich nach der Decke strecken muß (ausrichten), daß es aus dem Wald herausschallt, wie es in ihn hineinruft (begegnen) und so weiter. Und was seine Formung betrifft: Davon war bereits beim Ich die Rede.

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Geistige Eingeschränktheiten

Der vorige Beitrag erlaubt eine recht umfangreiche Zusammenstellung geistiger Eingeschränktheiten.

Wahrnehmung Wille
Tat
sinnen x
-
-
wünschen -
x
-
träumen x
x
-
verkörpern x
-
x
Verkörpern bezeichnet hier das bewußte Bewirken einer Wahrnehmung, etwa im Rahmen einer (typischerweise indischen) auf den Körper gerichteten Meditation.
  • keine Formalisierung: unausgeschlafen
  • kein Bedenken: ungehemmt
  • kein Auflesen, -lösen: verwirrt
  • keine Bewältigung: verzagt
  • nur Formalisierung: abgelenkt
  • nur Bedenken: gehemmt
  • nur Auflesen, -lösen: gebannt
  • nur Bewältigung: unruhig
  • nur Entwicklungsmusterwahl: unsicher
  • nur Behandlungsweisenwahl: nervös
  • nur Abzielungswahl: verzweifelt

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