Vom Verhältnis verschiedener Herrschaften der Sorge zu einander
Die Herrschaft der Sorge ist die einzige Herrschaftsform des I Ching's, welche auf gleichgestellte autonome Partner verteilt werden kann, dem Prinzip folgend, daß jeder seine (eigenen) Pappenheimer am besten kennt*.
Allerdings mag stattdessen auch Konkurrenz zwischen zwei Herrschaften der Sorge bestehen, und ich verstehe Johannes 11:48-50 in diesem Sinne (Woher weiß Johannes eigentlich von diesem Wortwechsel? Muß er nicht Sympathisanten unter den Hohepriestern und Pharisäern gehabt haben?),
Vielleicht sind diese Worte so gefallen und wurden Johannes so berichtet und Johannes hat analog zu meinem Gedankengang geschlußfolgert: Aber damit sagt er doch, daß es besser ist, Christus zu haben als den Tempel!, und entlang dieser Trennlinie mögen die Juden damals gespalten gewesen sein.
Doch kehren wir zur allgemeinen Dialektik zurück. Wenn zwei autonome Herrschaften der Sorge gleichgestellte Partner sind, mag es sein, daß sie versuchen, über die von ihnen Regierten, Einfluß auf andere Herrschaftsformen zu nehmen, so daß die von ihnen Regierten der Versuchung ausgesetzt werden, sich auf die Seite der Herrschaften zu schlagen, welche sie beeinflussen sollen, was die Partnerschaft der beiden Herrschaften der Sorge zu einer heiklen Angelegenheit macht, welche beide Partner auf den Zehenspitzen sein läßt, einerseits die Verläßlichkeit der Herrschaftsform der Sorge schätzend, andererseits die Unverläßlichkeit der vom Partner Regierten fürchtend, und diese drei,
* zuvor müssen sich potentielle Partner natürlich auf hinreichende Gelübde, (logische) Anerkennungen und Verpflichtungen einigen, um der eigenen Sorge genug zu tun.
Allerdings mag stattdessen auch Konkurrenz zwischen zwei Herrschaften der Sorge bestehen, und ich verstehe Johannes 11:48-50 in diesem Sinne (Woher weiß Johannes eigentlich von diesem Wortwechsel? Muß er nicht Sympathisanten unter den Hohepriestern und Pharisäern gehabt haben?),
Lassen wir ihn also, so werden sie alle an ihn glauben; so kommen dann die Römer und nehmen uns Land und Leute. Einer aber unter ihnen, Kaiphas, der desselben Jahres Hoherpriester war, sprach zu ihnen: Ihr wisset nichts, bedenket auch nichts; es ist uns besser ein Mensch sterbe für das Volk, denn daß das ganze Volk vernichtet werdedenn wenn Kaiphas unter vernichtet werden dasselbe verstanden hätte wie die übrigen, nämlich von den Römern entrechtet oder gar verschleppt zu werden, wieso echauffiert er sich dann darüber, daß sie nichts wissen und bedenken? Mit anderen Worten denke ich, daß Kaiphas mit vernichtet werden den Verlust des Glaubens der Juden an Gott gemeint haben muß, und daß diese Gefahr größer ist, als von den Römern entrechtet oder gar verschleppt zu werden.
Vielleicht sind diese Worte so gefallen und wurden Johannes so berichtet und Johannes hat analog zu meinem Gedankengang geschlußfolgert: Aber damit sagt er doch, daß es besser ist, Christus zu haben als den Tempel!, und entlang dieser Trennlinie mögen die Juden damals gespalten gewesen sein.
Doch kehren wir zur allgemeinen Dialektik zurück. Wenn zwei autonome Herrschaften der Sorge gleichgestellte Partner sind, mag es sein, daß sie versuchen, über die von ihnen Regierten, Einfluß auf andere Herrschaftsformen zu nehmen, so daß die von ihnen Regierten der Versuchung ausgesetzt werden, sich auf die Seite der Herrschaften zu schlagen, welche sie beeinflussen sollen, was die Partnerschaft der beiden Herrschaften der Sorge zu einer heiklen Angelegenheit macht, welche beide Partner auf den Zehenspitzen sein läßt, einerseits die Verläßlichkeit der Herrschaftsform der Sorge schätzend, andererseits die Unverläßlichkeit der vom Partner Regierten fürchtend, und diese drei,
- Konkurrenz,
- verläßliche und
- heikle Partnerschaft,
* zuvor müssen sich potentielle Partner natürlich auf hinreichende Gelübde, (logische) Anerkennungen und Verpflichtungen einigen, um der eigenen Sorge genug zu tun.
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