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„Daß du nicht weißt, was dir frommt, des faß ich jetzt deines als Pfand!“
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8. November 2018

Selbstgeißelung

Nachts in der Stadt, auf den Straßen, irren sie umher, wie Motten vom Licht von den Schatten angezogen, welche sich wie Strahlen der Dunkelheit zwischen die Lichter strecken, ausgeschlossen, im Abseits der ungeheuren Manifestation des Willens um sie herum, vergessend, daß auch sie einen Weg hüten, welcher durch das Leben führt.

Die Ödnis ist voll vom Ich, und das begegnende Etwas verdrängt es. Eine Böe in den nächtlichen Straßenschluchten, und vielleicht vermißt du dich.

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Sacrifice

Sacrifice is any effort we make in order to improve the circumstances of our lives, both as individuals and as a group of people relying on our individual efforts. The former type of sacrifice is a personal investment and the latter a social one.

When I say that there is no common defense of our belief left in western societies, then I mean in particular that there is no public recognition of the vital role sacrifice plays for our well-being.

We argue that greed and envy will provide us with the services we need, as long as we stop them from pursuing criminal ventures.

But let us take health care for instance. The truth is that if we don't care for the health of others, there is no efficient health care system. What are the options?
  1. Single payer leads to a dysfunctional market: one consumer, a handful of producers, one side saying You can only buy from us, the other You can only sell to me, no price discovery, ensured corruption. So if a state takes health care into its own hands, it either has to rely on foreign research or it has to assign medical research to state institutions, i.e. research centers and universities, in order to avoid that, but the former alternative really is only for small states. Big states then will depend on the sacrifices their state employed researchers are ready to make on the behalf of those in need of new treatments.
  2. A free medical market will create no incentives to look after the health of people who are not well off. So these people depend on the sacrifices in the form of charity that common practitioners are ready to make.
You may mix, but you'll get mixed results too: some corruption, some indifference, some wasted research funds, if no sense of sacrifice is present.

For a health care system to work properly, you need sacrifice somewhere, be it at the top, as in the first alternative, or at the bottom, as in the second.

There are other fields with similar dynamics, the dissemination of knowledge being one of them, in which the monastery systems combines the sacrifices of both of the described approaches, taking in monks independent of their means and pursuing research independent of worldly reward.

It is wrong to ride greed and envy as we do and denounce sacrifice, wrong to aspire to be a beast tamer and not a fellow man. But vice will rear its ugly head until its hubris will have caused its fall.

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5. November 2018

Seelengüter

Jedem Zykel entspricht ein Gut, auf dessen Entwicklung er beruht.

Der ideelle oder Glaubenszykel beruht offensichtlich auf der Entwicklung eines Glaubens. Der funkionale Zykel beruht auf der Entwicklung einer Organisation, gleich der Organisation der einzelnen Fasern eines Baums. Es ist aber unbefriedigend, es dabei zu belassen. Ein jeder weiß, was ihm sein Glaube bedeutet, ob dieser nun gesellschaftlich geteilt wird oder nicht, also sollte auch ein jeder wissen, was ihm die Organisation, deren Teil er ist, bedeutet, und einen dem entsprechenden Begriff von ihr haben.

Also, was ist dieser Begriff? Was ist das Seelengut der Achtung, gleich wie der Glaube das Seelengut der Sorge ist? Es ist die Stellung. Allerdings ist Stellung mehrdeutig und ich habe den Begriff bereits im Sinne von sich etwas stellen verwendet, also ziele ich gleich ins Herz der Angelegenheit, auch wenn ich sie dadurch etwas simplifiziere, und spreche vom Rang.

Bleibt der materielle Zykel. Das Gut, welches im materiellen Zykel entwickelt wird, ist die eigene Gesundheit.

Dies alles wird ein Mensch verteidigen, wenn er es hat: Zunächst seinen Glauben, dann seinen Rang und schließlich seine Gesundheit, und diese Verteidigung bedeutet, daß der entsprechende Zykel voranschreitet. Die Zurücksetzung eines Zykels findet immer dann statt, wenn die Verteidigung zusammenbricht, am alltäglichsten, wenn wir zu müde sind, um die Augen offen zu halten.

Der materielle Zykel wird auf vielerlei Weise zurückgesetzt, durch das Einatmen, Essen, Trinken, Schlafen, die Fortpflanzung, für jeden Prozeß eine. Doch beschäftigen wir uns mit den gesellschaftlich relevanteren Gütern.

Ich möchte behaupten, daß es in den westlichen Gesellschaften heutzutage keine gemeinschaftliche Verteidigung des Glaubens gibt, gleich welchen Glauben wir hier einsetzten, ja, diese Wartehaltung gegenüber der Zurücksetzung des Glaubenszykels, also Christi Wiederkehr, firmiert sogar als zivilisatorische Errungenschaft unter dem Namen der Glaubensfreiheit, vulgo Glaubenszerstreuung. Doch eine gemeinschaftliche Verteidigung des Ranges gibt es sehr wohl, und sie hat einen derartigen Vorrang vor der Verteidigung der eigenen Gesundheit, daß sich der einzelne Verteidiger seines Ranges beleidigt fühlt, wenn man ihm nahelegt, er solle doch besser seine eigene Haut retten, als zu versuchen, am Tisch obenan zu sitzen. Das Blut in den Adern des Systems ist stark und ewig von der Bildungsindustrie verjüngt.

Aber wer beherrscht die Lebensströme, wer garantiert den Rang?

Derjenige, welcher die Stabilität der globalen Leitwährung garantiert, denn in Vermögen wird der Rang gemessen und nicht in Ehr'.

Deshalb wird sich der Ring auch nicht einfach ins Feuer oder den Rhein zurückwerfen lassen, weder Kröte noch Hobbit hütet ihn, sondern die ihren Rang entwickeln wollende westliche Welt. Ein Fallnetz läßt sich unter ihm aufspannen, doch vom Seil stoßen wird das Federal Reserve System kein Mensch, es muß schon selbst nach der Masse der Vornehmen seines Ranges schlagen, damit der Rang sich neu bestimmen wird, und ohne Betriebsunfall würd's sich dabei nicht in den Finger schneiden:
Der Bänker ist ein Mittelsmann,
nur wenn's in der Mitte eng wird,
ist er dran.

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4. November 2018

Die Fakultät der Lust

Die Fakultät der Sorge ist die Vernunft und die Fakultät der Achtung der Verstand, aber bei der Lust fällt die Benennung etwas schwerer.

Die Anschauung ist in der Tat Teil der Fakultät der Lust, aber nicht diese selbst. Ich sprach von Formung, zuletzt auch vom Erraten. Dies alles bedenkend ist die Fakultät der Lust der Geist, ein anderer gebräuchlicher Begriff vermag es keinesfalls zu treffen, der Geist als Bewußtsein und Welt verbindende Kraft, welche dem Anschein nach in der elektrischen Aktivität von Nervensystemen existiert, aber der Logik nach nicht nur dort existieren sollte.

Ich habe in einigen Beiträgen aus dem Jahre 2012 die Fakultät der Achtung Ich genannt, womit das substantielle Ich gemeint ist und nicht die Ich-Struktur bestehend aus Wahrnehmung, Tat und Wille, das substantielle Ich, welches in der Zeit ist, indem es die Zeit erzeugt.

Interessant daran ist unter dem hiesigen Blickwinkel, daß es keinerlei Versuchung gibt, auf die Ebene der Lust hinabzusteigen: Ich ist etwas konkretes für uns, aber Geist ist eine Hypothese, da wir von dem, was er mit unserem Bewußtsein verbindet, nämlich der Welt, unmittelbar nichts wissen.

Da ich nunmal ein Mal eine Offenbarung erfahren habe (nach welcher die Herrschaft Tariks, beziehungsweise des Morgensterns, am 15. Februar 2015 begonnen hat oder jedenfalls begonnen war, ohne mich hier weiter mit Ich bin die Wurzel des Geschlechts David, der helle Morgenstern. und seinen Implikationen für die Beziehung zwischen Christen, Juden und Luzifer auseinandersetzen zu wollen), weiß ich, daß eine solche Offenbarung definitiv nicht geistvermittelt ist, also nicht durch die Fakultät der Lust erraten wird. Ihr Ursprung liegt auf derselben Ebene wie unser Bewußtsein, und der wahrscheinlichste Offenbarungsmechanismus ist Bewußtseinsausweitung, was im übrigen nicht unbedingt eine angenehme Erfahrung ist, sondern definitiv furchteinflößend.

Das Verständnis der drei Ebenen der Transzendenz, materieller, funktionaler und ideeller, beruht darauf, die Fakultäten der Lust, Achtung und Sorge gewissenhaft studiert zu haben, zu wissen, wo sie anfangen und wo sie enden, was den besten Begriff dessen, was jenseits ihrer liegt, vermittelt, zu welchem wir ohne Ausweitung unseres Bewußtseins gelangen können. Eine etwas tollpatschige Vorwegnahme dieses Programms versuchte ich bereits im Beitrag Die drei Zeugen, aber auch wenn ich da recht willkürlich Brauchbares zusammenraffte, hat er mich doch zu zentralen Einsichten wie der der Depression als evaluativer Inkongruenz geführt. Wahre Philosophie arbeitet mit Hilfskonstrukten, das ist ihr Wesen und Weg, die Aufklärung der Verwirrung, und was die größere Welt betrifft, von welcher Alec Guinness im Krieg der Sterne sprach, so gehen wir doch nicht ohne Grund an den Rand des Meeres, sondern weil wir wissen, daß uns're Seele schon eine Antwort auf das enthüllte Ende finden wird.

Ich war heute wieder im Moor, die Mittagssonne stand so niedrig, daß es schien, als wolle sie sich nur in Erinnerung bringen, sie ergoß ihr Licht wie in eine Schublade und ich fühlte mich wie in einem Speicher, in welchem der Besitz der Vögel bis zum nächsten Lenz verwahrt wird, unter den Augen der periodisch nach dem Rechten schauenden Sonne. Aber seltsam dieses Licht, kalt war's ja noch nicht, das Moor nur etwas gelber, war hier ein Ort gemacht für mich? Erstummt, doch bergend? Das Bild der Insel mag mich treffen, bedeuten tut's mir nichts, doch Noah gleich achselzuckend Zuflucht zu gewähren, strömt mir aus jeder Pore. Einen Augenblick jedenfalls, auf dem Rücken liegend gegen die geschlossenen Augenlider, schien alles wohl geordnet, rechtwinklig, nirgends schief. Mein Studium der Alten, der Mathematik, über Schopenhauer zu Augustinus, den Upanischaden, Platon, der Bibel, über Philip K. Dick zu A. E. van Vogt und zum I Ching, um nur die Hauptstränge zu nennen, ist jedenfalls in dem Sinne erfolgreich gewesen, daß mir die Neuen nun auch geistig nicht mehr größer scheinen, als es mir meine Verachtung der Verhältnisse, in welchen sie leben, schon immer nahelegte.

Just spank it! (Rename it .mod after unpacking and WinAmp might play it depending on the plug-ins you've installed, DeliPlayer certainly will. It is NOT the same as in SCOOPEX' Stunner. It is FAR better.)

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3. November 2018

On signs (updated)

That stone which fell off the Western Wall, it did so on the 23rd of July 2018. I learned about it yesterday, while reading some tripe about a snake in said location. So, I looked into my archives to see what I was doing at the time. I found the answer in the article Die Kapitulation des Weiblichen: I had entered Germany on Monday, after staying the night before in Kolberg. Not that said event needs any explanation, the metaphor of a 100 kilo stone falling on the platform for egalitarian prayer is of no uncertain semiotic content, and the whole episode demonstrates the veracity of what John wrote in Revelation 11:2
But the court which is without the temple leave out, and measure it not; for it is given unto the Gentiles
(interesting question where in the political spectrum of Israel Yohanan would fit in these days), but considering my own experiences revolving around Germany, women and stones, I can only once again testify to the authorship of God behind a seemingly mundane event.

I also stumbled over a criticism of divination. I have in fact lengthily discussed its dangers, though not under that title: When picking up premonitions, it is important not to fall into the trap of creating a world of superstition for oneself by tacitly agreeing with the idea that one's life should be arbitrary. If I remember correctly, Philip Kindred Dick has expressed the view that some people's lives simply are arbitrary, and that it is they who should consult the I Ching, a view I do not agree with (although I suspect that his words were meant in a self-deprecating way, ironising his open mindedness), and remarkably enough the I Ching itself states in Lake over Lake:
Six at the top means:

Seductive joyousness.

A vain nature invites diverting pleasures and must suffer accordingly. If a man is unstable within, the pleasures of the world that he does not shun have so powerful an influence that he is swept along by them. Here it is no longer a question of danger, of good fortune or misfortune. He has given up direction of his own life, and what becomes of him depends upon chance and external influences.
It is noteworthy that we live under the rule of Unreason (Lake), hence the hexagrams, in which the upper trigram is Lake, are the ones naturally associated with our time, and the pursuit of any system of superstitions falls under the hexagram here ending in seductive joyousness, because the world of signs without guiding principles is a world ruled by unreason itself, in which no attempt at laying the foundations of reason will ever succeed as explained in the article linked to above on the hexagram.

Having been prone twice to the current towards arbitrariness originating from oracle consultations, I've decided that that path isn't for me and made the decision to consult the I Ching in another spirit, conscious of the power my mind gives to the outcome, namely as a ritual of soul manifestation, i.e. observing, whether the outcome does indeed mirror the depths of my soul.

As such the consultation is relatively safe and mainly used as a reminder of the existence of transcendence.

In the same spirit I consider bible verses matching the timestamp of a post of mine.

The God I believe in would actually show himself and express his knowledge through minor signs like these and larger ones like that stone which fell from the Western Wall, in order to assure his followers of his guidance.

Actually, in truth, divination is the field, in which the victory of the believer over the unbeliever is quickest achieved, because it hinders a person's will the least. By allowing oneself to consider that one has supernatural powers, one opens up to changing oneself, and in the unbeliever those changes destroy him quickly, because no principles keep them in check.

And a framework like the Revelation is most important in finding a path on which signs will be followed like road signs. Without it, there would only be archaic knowledge, which had to be stirred, and the procession would be a coarse one. With it, surgical interventions become possible. Of course, the procession can't be all surgical, because then it could not be noticed and its function is communal guidance in the renewal of the belief in God, but, as I explained before, this way the public can be steered through just the right places to understand its shortcomings, starting with the most concrete things, advancing towards the higher principles.

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1. November 2018

Vom waltenden Gott

Die Trägheit der Welt ist das Spiegelbild ihres seelischen Elans, seelische Offenheit muß sich aber nicht gegen sie stellen, sondern einzig die Brüche antizipieren, welche sich trotzdem vollzieh'n. Die größere Welt begutachtet die kleinere und stiftet all so das Wesentliche, und wie auf einem Netz gilt es so, über die Schluchten zu kommen, welche die Entwicklung für gewöhnlich einzwängen.

Wie man lebt, entscheidet man selbst auf der Grundlage des eig'nen Vertrau'ns. Was man nicht in Erwägung zieht, das kann man auch nicht studieren. Einzig der offene Geist vertraut Selbsterprobtem, doch die Offenheit, welche ich meine, gilt der Interpretation des Erlebten, ob es wohl für einen auftritt.

Ein Mensch ist erst ein Bruder, wenn seinen Taten die Überzeugung zu Grunde liegt, daß ihm die Welt seiner Haltung gemäß begegnet, und allgemeiner den Menschen insgesamt.

Post Scriptum vom selben Tage.
  • ἀδικῶν: ein Gesetzesbrecher,
  • ῥυπαρὸς: jemand, der sich gehen läßt, verlottert ist, sich nicht um sich kümmert, ein Spieler, Säufer, Faulpelz, Lustmolch, Wüterich et cetera,
  • δίκαιος: ein Rechtschaffener,
  • ἅγιος: jemand, der den Ratschluß Gottes über den bestehenden Grad der Klarheit hinaus zu klären sucht, ein Heiliger, ein Prophet.
Rechtschaffenheit ist notwendig und hinreichend für die Teilhabe an der Heilsgeschichte, nur nicht während der Zeit der Salbung.

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31. Oktober 2018

Time to rename it Brimstone National Park?

I sensed something today about 5 minutes to 4 p.m. local time (13:55 UTC). It appeared to me as a need to sit and be still, to call it a day. Almost, as if my presence was requested, but not by somebody else, as if I had been ordered to withdraw to myself. I think it was connected with Steamboat's 25th this year:

I guess it is slightly worrying.

I also noticed that Tambora went off on the 17th day of Napoléon's 100 day rule. If Napoléon's hubris was worth Tambora, there's reason to believe the eighth king's, who is one of the seven, long story short Nero reincarnate, might be worth even more.

Though I'm not confident about the fifth vial, something is changing, something has begun, I'm feeling a relation to something and a need to act in an according way, although the nature of the accordance remains most vague. I have my feet in the water, and it sure is cold.

Logic does of course dictate that a natural disruption would be more merciful than an anthropogenic would be, in all likeliness. Yet it remains too early to call.

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Taking a reminder of the consequences of a world view for advice.

Somebody told me years ago that I shouldn't worry, because it's only envy, and it took me years to figure out what he meant: that the world is for the taking.

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29. Oktober 2018

Hélas!

Platonic remembrance

Why do things evolve?

Is it, because evolution allows the finite to approach the infinite and the complete lies beyond the finite?

I doubt it, methinks the complete is finite itself, because it singles out a state of being among its possible states and being consists of relations, which are summed up in it, and hence the sum is actual, meaning that only if the infinite was actual the complete could be infinite. But if the infinite was actual, there would be no need to approach it through the finite.

Either way there not being a reason to approximate the complete, why does rapprochement occur?

If leaving and entering the complete were themselves parts of an ordained cycle, at least there was a reason for the movement we observe. And there was a reason for having the feeling to have already seen the things we see. In any case, whatever the context of déjà-vus might be, I've grown convinced they deal with mistakes and their avoidance, like when you're playing Giana Sisters and you arrive at that point, where you have to jump within a frame's precision. Déjà-vus likewise mark critical stages, telling you whether you just missed or hit something. If we just missed something, more emptiness will ensue, if we just hit something, we can continue our pursuit.

And knowing the economy of recollection, the last decisions before the aim will be the ones best remembered. We anticipate the form, but we have to fill it with substance. Actually, we realise we just did when we are having a déjà-vu, sufficiently or insufficiently.

The form however is the idea immortally engraved in our souls.

Such is the guidance, such is the advent and, most importantly, such are the aims, lest we are fooled to pursue deserts.

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28. Oktober 2018

Klein? Groß? Mitleidslos?

Ich bin kein herrschsüchtiger Mensch, und doch kann ich mich keinem beugen, weil keiner sich mit meinen Belangen befaßt. Wie anders es wäre, wenn ich um 1750 lebte. Aber der Mensch tut nur, was er muß. Damals gab es ein breites Interesse an der Zukunft und miteinander konkurrierende Gestaltungsvorstellungen. Die Menschen wußten, was war, was sein muß und wie es ihnen künftig zu Diensten sein könne. Und ich wäre nur ein interessierter Zuhörer am Rande und wüßte mich vertreten, zufrieden, mich mit meinesgleichen auszutauschen.

Aber wozu sich Gedanken machen, wenn es nichts zu gestalten gibt? Und das scheint doch jeder zu wissen. Wenn sich seit 1900 einmal ein Gestaltungswille erhoben hat, war er der Wahn eines einzelnen Menschen. Warum? Weil es immer Wahn ist, wenn ein Mensch eine Gesellschaft gestaltet, und es unmöglich ist, daß eine Gruppe zu Gestaltungsvorstellungen kommt, wenn sich die Menschen nicht über sie austauschen.

Wenn Unternehmen und Regierungen zusammenkommen, um die Bedingungen der Maximierung des Bruttosozialprodukts zu besprechen, will ich nicht unbedingt dabeisein. Ja, der Mensch versucht zu überleben und sich fortzupflanzen, und es ist für alle besser, wenn die Wirtschaft brummt. Erstrahlet nur in eurem Glanz! Ihr, die ihr den Menschen zum Vieh degradiert habt.

Neil Tennant fand warme Worte für Österreich-Ungarn. Wie auch nicht? Hat uns Österreich-Ungarn doch Billy Wilder, Johann Baron von Neumann und Paul Wigner gegeben. Indes, während Österreich-Ungarn an der Ineffizienz seiner Administration zu Grunde ging, und zwar weil es im internationalen Wettbewerb stand, würde heute doch die Bevölkerung Europas an der Ineffizienz der konkurrenzlosen Administration der Europäischen Union zu Grunde gehen, und wer hat Österreich-Ungarn dann auch beerbt? Erst das Großdeutsche Reich, dann der Warschauer Pakt, gleichfalls multinationale Gebilde.

Ja, es wird gegessen, was auf den Tisch kommt. Schüler halten Schilder hoch, auf denen steht, daß sie Bolschewiken sind, nur daß sie's nicht wissen, also schon, daß sie die Mehrheitspartei bilden, aber nicht, daß dies als Argument vorzubringen Bolschewismus ist. Ecce Menschewik! Und ist es der Ausdruck ihres Gestaltungswillens? Und wenn er es wäre, sie wären präpotent.

Nichts, nirgendwo. Da sie nichts investieren, wird es wohl auch keine Gelegenheiten geben. Andererseits läßt sich das Vieh bereits durch einen elektrischen Draht entmutigen. Aber wenn sie auch so gehalten werden, daß sie es seien, sag' ich nicht. Nein, ich stimme ja auch zu, Gelegenheiten gibt es keine aufgrund von Geldpolitik und Besteuerung im Namen des Humanismusses und mit dem Segen der Kirchen, und besser wird's, länger leben die Menschen, und mehr von ihnen können lesen, auch wenn's immer weniger zu schreiben gibt.

Sicher, ich hätte lieber eine 10 Prozent Chance 80 zu werden, dann aber von meinem ganzen Dorf um Rat gefragt zu werden, als eine 100 Prozent Chance 80 zu werden, um im Altenheim entsorgt zu werden.

Das Ganze ist eine makabre Ironie. Aber es ist hinnehmbar, und wir leben d'rin. Zu bedenklich ist die Neuverhandlung der Verhältnisse. Der Mensch wartet im Warteraum, bis seine Mauern fallen.

Und so nimmt Gott ihn immer wieder an die Hand.

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27. Oktober 2018

Genug geträumt?

Die im vorletzten Beitrag beschriebene Geborgenheit finde ich zwar in der Beschränkung auf mein Schicksal, aber sie mag doch etwas über dieses hinaus bedeuten. Jede gesellschaftliche Bewegung geht durch die Phasen der Verträumtheit, Sportlichkeit, Schwülheit und Parteiischkeit. Fremd vor der Welt bleibt nur der Traum. Und die selbe Sicherheit, mit welcher mich meine Weltsicht anlächelt, legt mir zugleich den Schluß nahe, daß die Zeit nun wohl beginnen mag, sie zu erproben.

Auf der einen Seite bleibt das Leben als kindsköpfischer Diktator, auf der and'ren die Suche nach der Wirklichkeit, welche durch das Bewußtsein uns'res In-der-Welt-Seins hindurchscheint, gottergeben, um das rechte Verhältnis zu ihm bemüht.

Doch auch dies wird mit jedem Schritt weniger Erkundung und mehr Befolgung, alles läuft so über Wichtigtun weiter hin zum Streit, denn wir verschlingen alles, was uns in den Rachen fällt, verleiben so's uns ein.

Mein Herz aber ist froh. Ein Schritt wurde gemacht, der generationale Automatismus des Beharrens auf der Rollbahn über den Abgrund hinaus gebrochen.

(Gehört es doch zu den vielen Lügen der Moderne zu behaupten, daß die Jugend das Werk der Älteren umstürzen wolle und nicht fortführen, einzig daß der Staat und seine Schulen das Geschäft der Fortführung übernommen haben, und so unter dem Mantel der jugendlichen Rebellischkeit den Eltern ihre Kinder entwinden. Ich glaube im übrigen nicht an die paternalistische Autorität, welche dem Begriff Bildungsminister zugrunde liegt: Dies sollte kein Mensch für 'zig Millionen Jugendliche derart detailliert und allgemeingültig entscheiden wie es heute geschieht.)

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26. Oktober 2018

An meinem Platz

Um aus dem vorigen Beitrag das Fazit zu ziehen:
Gott hat mir ein Leben der Besinnung anbefohlen.

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25. Oktober 2018

Geborgenheit

Seit ich 20 bin, habe ich mich für künstliche Intelligenz interessiert, um den Menschen darzulegen, wie wenig sie sich auf ihre Fähigkeiten einbilden können. Ich konnte ihren Dünkel und ihre Verschwendung auf Stellenausschreibungen nicht ausstehen. Nicht für diese Dinge werden Menschen gebraucht, wenigstens heute nicht mehr. Das Urteil stimmt auch. Aber für welche Dinge sind wir noch bestimmt, wenn uns nichts zu tun verbleibt?

Wer jung genug ist, dem gefällt die Tat freilich um ihrer selbst willen, die Frage nach dem Nutzen stellt sich nicht. Kinder kümmern sich eh nicht um das Wesentliche: ihr Wesentliches ist das Spiel. Je umfassender das Gestaltungsvermögen, desto ausgefeilter das Spiel, und während dem Erwachsenen immer weniger zu tun verbleibt, öffnet sich dem Kind die Spielwelt immer weiter.

Wir verkürzen unser Leben, den erreichten Entwicklungsstufen nach. Das Alter schaffen wir ja bereits ab, seitdem wir unser Wissen von der Wissenschaft bezieh'n. So sind wir alle Kinder, bis daß uns einer stört.

Nein, was in uns wirkt, ist mächt'ger, seltsam, freilich, erscheint mir meine Beziehungslosigkeit, damals ohne Lehrer, heute ohne Schüler, immer schon und nur auf meiner Bahn.

Wie's mich doch durch Öden zieht.

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The dialectic of artificial intelligence

  1. The 20% complain about the treatment they receive from artificial intelligence that focuses on the 80%.
  2. The versatility of artificial intelligence fuels fears about the purposes it's being used for.
  3. The successful employment of artificial intelligence leads to the realisation that man has lodged it in his own house.

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24. Oktober 2018

In memoriam Facebook

Really, who would have thought that Mahoney & Kaktus came up with Facebook's business model, when they joked:

If you like this demo, tell your friends.
If you don't like your friends, tell us.
Mahoney & Kaktus - His Master's Noise - Musicdisk 5

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21. Oktober 2018

ἔρχου, κύριε Ἰησοῦ.

Das Verhältnis zwischen Nervenreizen und Anschauung ist das des Erratens, wie jeder bestätigen kann, dessen Augen schlechter werden.

Und wie es in einer Richtung gilt, so gilt es auch in der anderen: Die Anspannung unserer Muskeln wird ebenfalls erraten.

In beiden Fällen greifen wir dabei auf Formen zurück, welche dem Er- oder Aufgegriffenen Sinn verleihen, indem sie es gliedern und unterscheiden, so daß es also als Zuordnungen verstanden werden kann (Farben den Punkten einer Sphäre etc.)

Transzendente Akte werden ebenfalls rudimentär vorgestellt, und zwar als Entsprechungen von Begriffen, als das Etwas, was sich als etwas erkennen läßt, und ihr Vollzug gleicht dementsprechend der Verfolgung eines Begriffs, nur daß sich an ihn keine Einsicht anschließt, sondern eine selbstverantwortete neue Gegenwart wie nach einer Muskelanspannung.

Auch unsere Erwartung muß erraten, zugleich aber muß sie von uns bestätigt werden, indem wir an sie glauben: Wir holen eine Ahnung ein und erklären sie als verbindlich, und so entsteht unser Glaube, welcher durch ideelle Transzendenz und unser Glauben in die Welt ausstrahlt, wobei der Akt hierbei in der Annahme eines neuen Glaubensteils besteht, und diesen Akt wenigstens sollte auch jeder kennen: Zunächst der Verfolgung eines Begriffs gleich, der Frage, woran wir glauben, dann eine selbstverantwortete neue Gegenwart (und in diesem Fall auch eine Einsicht, auf den tieferen Ebenen aber nicht.)

Die allgemeine transzendente Ausstrahlung des Glaubens läßt sich auch in transzendenten Gottesurteilen konzentrieren, wo die Frage dann lautet, ob es denn so sein soll, woran sich keine Einsicht anschließt, sondern nur eine selbstverantwortete neue Gegenwart, und was auch als (in höherem Dienst stehender) materieller transzendenter Akt zu werten ist.

Die Bibel suggeriert an mehreren Stellen, Jesu Kreuzigung, Offenbarung 11, ebenso wie meine eigene Erfahrung Weihnachten 2004, Ostern 2005 und die Archäologie (Potidaia, 479 vor Christus), daß diese speziellen Gottesurteile zu Erdbeben führen, was darauf hindeutet, daß die Elemente unserem Glauben auf metaphorische Weise gehorchen (ebenso wie auch bei der Teilung des Roten Meeres).

Und deshalb ist es die vornehmste Pflicht eines jeden Mannes, seinen Glauben derart zu kultivieren, daß er Gottes Gehör findet (Johannes, 9:31) und sich die Heilsgeschichte durch ihn entfalten kann.

Um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen: Von der baldigen Herrschaft jener hängt das Überleben der menschlichen Rasse ab. Ich schreibe dies, weil die Bilder des Auszugs aus Ägypten, diesmal unter Jesu Führung (Offenbarung, 16-19), und der wiederholten Himmelfahrt (Offenbarung, 11:12) nicht recht zusammenzupassen scheinen, insofern ersteres Bild Geformtheit suggeriert und letzteres ihr Gegenteil, weshalb ich keinen Zweifel daran lassen kann, worin die Geformtheit hier besteht, so daß ein jeder selbst abwägen kann, in welchem Maß und zu welchem Grad sie bereits anfangs bestehen muß, und in und zu welchen später.

Post Scriptum vom folgenden Tag. Der lieben Genauigkeit halber einige Worte mehr zum Einholen und Bestätigen. Jede Erwartung wird durch einen Eindruck ihrer erraten, welchen wir dann allerdings erst einmal als den Begriff von etwas Bestimmtem erkennen müssen, vergleiche Verfolgung und Beachtung in der Vernunft. Wir wissen immerhin, daß es etwas Erwartetes ist, und wenn wir Glück haben, gelingt es uns auch, es genauer zu benennen.

Nun macht es allerdings einen Unterschied, von welcher Art das Erwartete genau ist, das heißt, es macht einen Unterschied, ob wir etwas von uns erwarten oder vom Rest der Welt. Wenn ich oben das Verb glauben benutzt habe, so meine ich damit, an etwas unbedingt festzuhalten, selbst wenn es einem das eigene Leben kosten würde, und dies ist eine Erwartung von einem selbst.

So eine Erwartung von sich selbst hat den Vorzug, daß sie sich wiederholt abrufen läßt, weil das, worauf sie sich bezieht, nämlich unsere Seele, stets bei uns ist, so wie wir auch wiederholt auf ein Blatt Papier kucken können, bis wir schließlich hinreichend sicher sind, ein Zeichen richtig erraten zu haben. Die übrigen Erwartungen aber gleichen einem Blick durch einen Spalt zwischen flatternden Schleiern, und wir können nur ein Mal raten.

Allerdings können wir eine Erwartung von uns selbst nicht nur wiederholt abrufen, wir müssen es auch, denn sie hängt davon ab, daß wir uns zu dem, was wir von uns erwarten, nachdem wir es uns einmal bewußt gemacht haben, auch bewußt entscheiden, das heißt, wir fragen zunächst: Woran würde ich glauben, wenn ich an das glaubte, was diesem Eindruck entspricht? und dann: Glaube ich wirklich daran?, was durch eine Entscheidung zu einem bestimmten Verhalten beantwortet wird.

Selbstverständlich kann man sich aber auch eine Liste von bestimmten Verhaltensweisen vorlegen und sich dann fragen, ob man wirklich daran glaubt, nur sonderlich interessant ist das nicht, denn das Wesentliche steigt aus dem Unbewußten auf.

Schopenhauer meinte, daß derartige Vorsätze nichts bedeuteten, da man sich erst, wenn es ernst wird, wirklich entschiede. Dies ist nachweislich falsch, und zwar aus zwei Gründen:
  1. Die meisten Ereignisse treten nicht aufgrund einer, sondern aufgrund einer Kette von Entscheidungen ein. Mit anderen Worten wird es meistens erst ernst, wenn man nichts mehr am Ausgang ändern kann. Wenn ich beispielsweise nach Georgien reisen wollte, aber wüßte, daß ich dort unheilbar an Schwindsucht erkranken könnte, werde ich eine Entscheidung treffen, ob mir die Reise dieses Risiko wert ist oder nicht, und wenn ich mich dazu entscheide, mich in diese Gefahr zu begeben, wann wird es dann ernst? Wann ich ins Flugzeug einsteige? Wann ich aus ihm aussteige? Wann ich in einen georgischen Bus einsteige? Oder wann mich der erste Georgier anhustet? Und so ist es doch mit den meisten Dingen, wir handeln unseren Vorsätzen gemäß, ohne daß wir eine Rückmeldung darüber erhielten, wie klug dies war, bis wir schließlich keinen Handlungsspielraum mehr besitzen.
  2. Wenn wir aber tatsächlich einmal direkt geprüft werden, so können wir oftmals selbst, wenn uns unser Vorsatz auf einmal fürchterlich dumm erscheint, doch nichts anderes tun, da uns schlicht nichts anderes in den Sinn kommt. Beispielsweise habe ich einmal mit größtem Vergnügen miterlebt, wie unserem Retriever die Leine riß, nachdem er einen doppelt so schweren Hund wütend anbellte. Auch wenn Hunde nicht sprechen können, war es doch überdeutlich, daß er Scheiße! dachte. Dann schluckte er wohl ein Mal schwer und ging zum sofort vereitelten Angriff über, von dem er genau wußte, daß er hoffnungslos war. Der andere Hund hatte alsbald seine Kehle im Maul, bis dessen Herrchen ihn wieder zu mir zurücktrotten ließ. Und so ergeht es oftmals auch uns Menschen, weshalb übermäßiges Ego-Shooter-Spielen auch zu lockereren Zeigefingern bei Polizisten und Soldaten führt.
Mit anderen Worten sind unsere Vorsätze sehr wohl wirkmächtig, und unser Glaube im besonderen und über solch Profanes hinaus.

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20. Oktober 2018

Finsternis und leeres Grab: Die Zeichen des Triumphs

Wer Not leidet, will aus seiner Not befreit werden, und so kann der Unterdrücker den Glauben an die Errettung brechen, indem er den Befreier bezwingt.

Diese Betrachtungsweise ist der Zurücksetzung des Glaubenszykels aber nicht gemäß. Vielmehr ist die Verkörperung des Heils einem bewässerten Garten zu vergleichen, und daß Wasser des Glaubens für die eigene Sache gewonnen zu haben, wird sich an der Verdunkelung des alten Glaubens zeigen und daran, daß sich der neue Glaube an unerwarteten Orten zeigt und sich weder begraben, einsperren, noch konservieren läßt.
Sie fanden aber den Stein abgewälzt von dem Grabe und gingen hinein und fanden den Leib des HERRN Jesu nicht.
steht in Zusammenhang mit
Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr der Propheten Gräber bauet und schmücket der Gerechten Gräber und sprecht: Wären wir zu unsrer Väter Zeiten gewesen, so wollten wir nicht teilhaftig sein mit ihnen an der Propheten Blut! So gebt ihr über euch selbst Zeugnis, daß ihr Kinder seid derer, die die Propheten getötet haben:
die alte Tradition und Vereinnahmung ist gebrochen, der Fluß des Glaubens in ein neues Bett gelenkt, ebenso wie
Und nach der sechsten Stunde ward eine Finsternis über das ganze Land bis um die neunte Stunde.
das Verdorren des alten Glaubens bezeugt.

Mit anderen Worten ist ein spiritueller gesellschaftlicher Neuanfang aus der Perspektive des Einzelnen keine große, ruhmreiche Sache, sondern vielmehr etwas Geheimnisvolles und Überraschendes, was seine Wahrheit nicht erst aus der Exegese bezieht, sondern bereits aus dem Verhältnis der Lebensdauer eines Glaubens verglichen mit der Lebensdauer eines Einzelnen, also völlig gewiß ist und bei jeder Glaubenserneuerung zu bedenken.

Verbunden mit dem Bild der Ernte und dem Prozeß der Reorganisation der Sorge, welcher in der Offenbarung beschrieben ist, ergibt sich das Verhältnis der Notwendigkeiten zur Weitung des Übergangs zum spirituellen Neuanfang, welcher indes vage bleibt.

Es ist aber tröstlich, seine ersten Stationen zu kennen und somit zu wissen, daß er begonnen hat.

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Accessing time

Schopenhauer's historic achievement was to dust off the history of what has been essential through time at a time when people lost sight of it and either turned to their whims or bodies through which they could participate in world government, the former leading to apathy and the latter to self-mechanisation.

The banker rules the tribe of the psychological hunchbacks who live to prove that they are bigger than the next guy like a king, without his subjects even knowing how he raises or lowers them.

He stepped forward to replace the aristocrat, who had turned to idle pursuits, only to end with idle pursuits himself.

It is not that the two lacked a greater aim, the guiding light of what's holy, it is only that not experiencing the essential anymore themselves they forgot what it was and couldn't understand their holy texts any longer.

Some aristocrats though understood the times and established functional aristocracies through the institutions of the state, first in France, if we may call Napoléon an aristocrat, then in Prussia. Anyway, it matters not whom the institutions serve, it only matters that they give common people the chance to become part of the ruling class, thus raising them out of the unessentialness of their lives into the responsibilities of the state.

This is an encroachment on the kingdom of the banker, which takes its fuel from that part of humanity that doesn't consist of psychological hunchbacks, but the ends to which it leads these people seldom coincide with their natural places in the world, for the mass appeal of this route lies in forgetting that governance is not an end in itself.

Universities, of course, are state sponsored, which is something else. Amongst other things they serve to bind the intellectual elite of a people to the idea of a national body, whose head they form, which is a very effective way to prevent them from dissecting the state.

We have institutionalised self-unawareness, overbearingness and doggedness, and amongst the ones provided with sufficient leisure a wandering, unsteady spirit. And we have it since Napoléon's days. It really is not a pretty sight and I am immensely grateful to Arthur Schopenhauer for having taken a spiritual turn, without which I cannot imagine to have found the key to access my time.

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15. Oktober 2018

Der Chauvinierer

Wiewohl ich nicht recht weiß, ob der Begriff Identitärer ersonnen wurde, um den Begriff Chauvinist zu verdrängen, will es mir doch scheinen, daß ein rechter Chauvinist jedenfalls auch ein Identitärer sein muß, und wenn ich den Poensgen dann etwas griffiger fass', erscheint seine Lagezeichnung doch wie folgt, wobei ich es der Urteilskraft meiner Leser anheimstelle zu ergründen, ob sich die Sache wirklich so verhält.

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