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„Daß du nicht weißt, was dir frommt, des faß ich jetzt deines als Pfand!“
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30. März 2019

How to interpret the Book of Revelation.

I was listening last night to some American pastors, some sympathetic, some less so, talking about the second coming of Jesus Christ and I noticed that Christ will have to stand before them, before they'll understand any of the information given in the Revelation concerning the circumstances of His return, and that despite the fact that
  1. they have a general sense that it is nearing,
  2. they do know the Bible well and
  3. they are not afraid to interpret the Revelation literally,
which are the greatest obstacles for the general population.

Now, it might be for a reason that John was told not to seal the words in this book, the reason being that laymen will as likely understand them as pastors and that there are more of the former, since despite all the learning that the latter have going for them, their professional worries prevent them from tackling the Revelation in the only way they should:
Certify the signs, so that you may not be taken by surprise by His return.
The certification of a sign is dangerous to a person's reputation and a pastor's professional existence hinges on it. So instead of saying anything that could come back and bite them, they discuss matters of no immediate importance.

Does chapter 19 describe a rapture?

Well, can't you wait until then and see what the Lord will be doing? In how far will you be more prepared to meet the Lord by making assumptions about what He has in mind for you? You ought to recognise Him, not worship the Beast, not follow pseudoprophets, follow Him and follow the angels He has sent; that is difficult enough.

If you don't pin anything down, what makes you think that you'll be able to see the difference between God's two witnesses and the pseudoprophet?

And the things that are being pinned down, that chapter 16 stretches over seven years, that the second beast and the pseudoprophet are one and the same, only stand in the way of any concrete interpretation, making the recognition of an occurrence more difficult by additional requirements that have no sound basis.

An unsealed book the Revelation is self contained. Although John heavily relies on the images of the prophets before him, knowledge of what they said can only be used to explain the general nature of an occurrence, which is obvious anyway to any discerning person: the two witnesses are like Zerubbabel, indeed, but how could you've not known this before? At least if you've translated the Greek as raise and measure the temple instead of rise and measure the temple.

The Revelation states explicitly that chapter 10 takes place after chapter 11 and chapters 17 and 18 before chapter 19. That pretty much rules out pretribulationalism, for chapter 11 is the third vial and chapters 10, 17 and 18 describe the same event. Actually, I hope that chapter 19 will follow the fifth vial and cause the sixth, so I'm a midtribulationalist.

But a statement like that is far less meaningful than stating in no uncertain terms that chapters 17 and 18 describe the nuclear annihilation of New York, for it immediately follows that
Jesus Christ will return after New York has been nuked,
and that tells everybody the time, no matter where he lives and what his perceptiveness is.

Yet, if there was to be popular consent on this before the event that would put the event in question and the Revelation became a self defeating prophecy. So there won't be that consensus. Yet it still matters that those who believe in the second coming of Christ understand, for after the event it will be essential that they are convinced as to the time and accept the Lord.

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28. März 2019

Sakramente

Die Funktion eines Sakraments ist es, den Glauben an das Einbrechen des Heiligen in die Welt anzuregen.

Dieser Glaube verschiebt die eigene Bewertung durch die Erwartung eines höheren Standards.

Ich verstehe den Auslöser nicht, aber ich sehe das Schicksal der Heutigen, auch mein Schicksal, zunehmend als Preis der Neuergreifung des Glaubens.

Es ist, als ob die Luft schwanger wird, weil die Türen zugeschlagen wurden: Das Streben wurde ermittelt, Gerechtigkeit kann sich vollziehen.

Post Scriptum vom folgenden Tag. Meine Vorstellung des Heils ist geschichtlich geworden, ich bewerte den nämlichen Weg nicht mehr vor dem Hintergrund des Heiligen, die Bewertung ist vollzogen, und der Weg besitzt die Attribute des Heiligen. Es ist wie ein Kleinod, welches man im Sinn trägt.

Post Scriptum vom 31.3.2019. Es ist bedenkenswert, daß das Selbe, was die eigene Bewertung verschiebt, zugleich die weitergebbare Glaubensgewißheit ist: Solange wir nicht zu der Überzeugung der Heiligkeit unseres Glaubens gelangt sind, können wir ihm zwar folgen, doch nur indem wir dabei aufmerksam auf unser Herz achten. Wenn wir aber glauben, daß durch das, woran wir glauben, sich das Heilige manifestiert, haben wir eine Überzeugung gewonnen, welche wir guten Gewissens auch Anderen anempfehlen können, da sie die achtsame Erwägung jedes Schrittes ihrer Bahn nach dem Glauben an ihre Heiligkeit nicht mehr nötig hat.

Kein Mensch kann sich schenken, seine Aufmerksamkeit, seine Urteilskraft. Es sind die frommen Hoffnungen, daß ein Glaube der rechte Glaube für die Menschen sei, welche sich schenken lassen - wenn man dies denn wirklich glauben mag, und ich habe diese Zuversicht sowohl bezüglich meiner metaphysischen Vorstellungen gewonnen, als auch meiner Deutung der Offenbarung.

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27. März 2019

Zum Weg des französischen Blocks aus der gegenwärtigen Unvernunft

Ich beschrieb im Beitrag Die Weltgeschichte gemäß dem I Ching die Übergänge zwischen den Herrschaftsformen und im Beitrag Zum Weg aus der gegenwärtigen Unvernunft den anstehenden Übergang zur Herrschaft der Sorge.

Letzterer gilt so aber nur für die Vereinigten Staaten, in welchen die Herrschaft der Unvernunft am weitesten fortgeschritten ist. In Westeuropa gibt es immernoch erhebliche Anteile der Herrschaft der Achtung, deren Auflösungsstufen die Zisterne und das Geheul beschreiben. Anzeichen der letzteren finden sich heute durchaus, der Wunsch, das eigene Leben zu einem Kunstwerk zu erheben, es zu veredeln, doch treibt dieser Wunsch keine Wurzeln, weil den Europäern das dazu nötige sinnliche Genießen abgeht.

Bei den Indogermanen löst die Zisterne die Herrschaft der Achtung auf, und sie tut es auch heute noch, denn genau davon handelt der Beitrag The passing of the Macronites: Der letzte Rest an Verstehen Wollen führt die Generation der Macroniten in eine Lebensfremdheit, welche sie zunächst dazu zwingt, sich der Blase des Tiers anzuschließen, und anschließend die Lage zum Siedepunkt bringt.

Ist der Gang der Dinge soweit gediehen, wird es entscheidend sein, sich auf die Insel zu retten, denn die offenen Schleusen vollziehen sich in Amerika.

Den Grund der Insel zu legen ist die Absicht dieses Blogs, in gewisser Weise, wenn auch nicht in der hier gemeinten, von Anfang an. Damit hätte ich auch für meine Heimat den Weg in die Zukunft gemäß dem I Ching erklärt: Was die Blase drüben, ist die Zisterne hier, dort ist es der Rückfall auf das Selbstverständliche, hier die Öffnung für das Entlegene, was die Zeiten synchronisiert.

Freilich wäre es besser, sich gleich auf die Insel zu retten, bis die offenen Schleusen die Sorge an die Herrschaft gespült haben, doch ist es nicht realistisch: Wer über Generationen hinweg Adaptibilität züchtet, kann sich nicht auf seine Intellektuellen verlassen.

Und was mich angeht: Ich schreibe, was ich glaube. Doch eher folgt mir der, wer selber sieht.

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26. März 2019

Allgemeingut Glauben und Würde

Ich weiß wohl, was im Sinn des Satans liegt: Sich über die Menschen zu erheben und sie durch die Einwände ihrer Herzen zu lenken. Viel habe ich ihm in die Hand gegeben, aber mich selbst soll er nicht haben: Ringsum sitzen lauter Perversionen, mag er ihnen eine weitere hinzufügen, doch aufstehen und gerade gehen kann nur die Wahrheit: daß Gott die Menschen liebt und sie es an sich selber sehen.

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Auf dem Weg zum Heil

Wer sich wie ich verpflichtet fühlt, dem Heil zuzuarbeiten, mag auch dieselben Erfahrungen machen wie ich selbst:
  1. Verpflichtung: daß eine Tat geboten ist,
  2. Totale Vergeblichkeit: daß nichts, was man je geliebt und gehegt hat, dadurch Anteil am Heil gewinnt,
  3. Reue der Unterlassung: daß man dennoch hätte mehr tun sollen und dadurch womöglich etwas erreicht hätte,
  4. Verstoßenheit: daß man sich einen Acker suchen muß, welcher sich bestellen ließe,
  5. Warnung: daß man einen Weg nicht gehen kann,
  6. Panik der Leere: daß man nichts zu tun vermag, wodurch man dem Heil näher käme,
  7. Zwiespalt der Willkür: daß die eigenen Taten der Welt ausweichen,
  8. Versicherung: daß der eigene Weg zum Ziel führt,
  9. Anfeindung: daß ein anderer den eigenen Weg zu bestimmen sucht,
  10. Versiegelung: daß eine Sache dem Urteil der Zeit unterliegt.
Es liest sich bitter, aber ohne durchgeschüttelt zu werden, kommt niemand in das Auge des Sturms. Und welches Ungemach man dem Heil auch zuschreiben mag: entreißen läßt es sich nicht, es knüpft seine Bande selbst über den Tod hinaus.

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Steamboat Geyser just reached 42 eruptions in a year.

The 43rd eruption since March 15 last year and the 42nd eruption in the last 365 days.

Slowly Steamboat Geyser is reaching all time highs, with almost one eruption per week over the course of a year. I will keep track of any further records over a 12 months time span, because there won't be that many any more.

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24. März 2019

Logik im Laufe der Zeit

Fichte schreibt:
   Setze man darum den zweiten Fall: Der Mensch könne von dem Gesetze seines natürlichen Daseins schlechthin durch sich selbst sich losreißen; (weil er nämlich kein bloß Natürliches, sondern ein Uebernatürliches ist:) so entstände ihm durch die Realisation dieses, freilich durch sein ursprüngliches Sein ihm mit gegebenen Vermögens ein ganz neues wirkliches Sein, sein Sein als frei und durch Freiheit. Sein Sein und Leben wäre über die Gränze des natürlichen Daseins hinaus erweitert, und zu dem ersten ein ganz neues Dasein hinzugekommen. Dieses letztere Dasein wäre nur für den da, der mit Freiheit sich losgerissen hätte, für jeden Andern durchaus und schlechthin gar nicht; und so könnte, obwohl in Absicht der Anlage die Menschen alle gleich wären, dennoch in Absicht der Wirklichkeit es zwei durchaus entgegengesetzte Klassen unter ihnen geben, deren Eine einen Sinn hätte, welche der andern schlechthin abzusprechen wäre. [...]
   Kurz, um durch das Vorige unterstützt, mich nun ganz verständlich auszudrücken: Wer in dem alten natürlichen Sinne eingekerkert ist, der glaubt, und kann nicht anders glauben, als daß er die Dinge unmittelbar wahrnehme; wem aber der neue Sinn, und vermittels dieses der Begriff von Sinn überhaupt als zusammengesetzt aus diesen beiden [...] Sinnen, aufgegangen ist, dem wird klar, daß unsere Aussage: es seien Dinge, durchaus keine Wahrnehmung ist, sondern ein Schluß, ein ganz regelmäßig geführter Syllogismus, der seine gehörigen Vordersätze hat, welche dem natürlichen Sinn verborgen bleiben; darum glaubt er, es sei unmittelbar und Aussage der Wahrnehmung, was doch nur eine Folgerung aus verborgenen Prämissen ist, welche nur dem neuen Sinne sichtbar werden, der darum die Sache anders sieht. Das Ganze verhält sich so: jenes Urtheil, es ist, vollzieht der natürliche Mensch nicht selbst; denn jenseits dieses Urtheils ist er als natürlicher Mensch gar nicht vorhanden, und nur durch die Befreiung erhebt er sich jenseits; sondern in ihm vollzieht er das Naturgesetz, sein geistiges Leben zu diesem Urtheile bestimmend. An diesem, also durch eine fremde Kraft entstandenen Urtheile aber gelangt er erst zum Bewußtsein seiner selbst; dieses Urtheilen und das Selbstbewußtsein ist ihm also in Einem Schlage, und darum hält er es für unmittelbar, und so für Wahrnehmung. Die Freiheit aber dehnt das Selbstbewußtsein aus über diese Gränze des Gegebenen, wodurch es nun nicht mehr als Wahrnehmung erscheint, sondern als Vermitteltes.
Er meint damit die Reflexion des Verhältnisses zwischen Gegenstand und Begriff, beziehungsweise zwischen Gegenständen und dem Verhältnis, in welchen sie in der Anschauung zu einander stehen: Allein die Tatsache, daß die Griechen für Begriff und Verhältnis dasselbe Wort λόγος verwendet haben, beweist schon, daß Kant mitnichten der erste war, dem dieser neue Sinn, die Metareflexion, aufgegangen ist, aber bei all den vielen Worten, welche Fichte macht, sagt er doch nichts falsches:
Nur für denjenigen, für welchen ein Ding ein abstraktes Objekt ist, welches mit Begriffen, Verhältnissen und anderen Gegenständen in Verhältnissen steht, erscheint es nicht so, als ob er Dinge in seiner Anschauung wahrnehmen würde.

Nochmal zum Vergleich Johannes:
Ἐν ἀρχῇ ἦν ὁ λόγος, καὶ ὁ λόγος ἦν πρὸς τὸν θεόν, καὶ θεὸς ἦν ὁ λόγος.
οὗτος ἦν ἐν ἀρχῇ πρὸς τὸν θεόν.
Wahrscheinlich sollte jeder das im Original auswendig lernen. Dies ist die einzige Übersetzung:
Im Anfang war der Begriff, und der Begriff bezog sich auf Gott, und Gott war der Begriff.
Dieser bezog sich im Anfang auf Gott.
Heute hingegen auf das Gemeinwohl, die Wirtschaftsleistung, Lebenserwartung, Alphabetisierungsrate und was wir sonst noch heilig nennen. Wir können wohl davon ausgehen, daß Johannes die Beziehung zwischen Gegenständen und ihrem Begriff bewußt war, und nicht nur als abstrakte Tatsache, sondern in Form der Konkretion des Heiligen im Laufe der Zeit, wonach jemand das Heil in Form der eigenen Beziehung zu Gott durch den Begriff des Heiligen in seiner ursprünglichen Vollständigkeit predigen könnte, und nicht als heilig erkannt werden würde, vergleiche dazu auch die beiden Beiträge zu den sechs und zur einen Schule.

In dem speziellen Fall ist der Begriff freilich ebenso dynamisch, wie die Gegenstände, welche er beschreibt, darum, daß er vorweltlich ist und die Zeit selbst aus ihm fließt.

Was Johannes zuletzt mit diesen Worten ausgedrückt hat, ist, daß Christus darum, daß er nicht erkannt wurde, nicht daran gehindert wurde, die Zeit zu bestimmen, in Gott verherrlicht zu werden, mit demselben Recht und auf dieselbe Weise wie die Alten. Und er stellt es in Form der Himmelfahrt auch noch anderen in Aussicht.

Ich bin nicht sauer auf Fichte. Anfang des 19. Jahrhunderts hatte man noch viel Zeit, um sich über den sich eröffnenden Horizont zu freuen.

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Christians today

I wrote the previous post in a Les Fugitifs induced mood, considering whose plight I could ameliorate.



For those who don't know it: Gérard Depardieu was young and tough then and immensely trustworthy.

Looking at Him, I could even conceive of one type of person whom I could lead, but its existence anywhere on this planet at this time seems doubtful.


It's for the better as well. This is no time for leading a caravan of children over the Maritime Alps. Every man's responsibility is just for himself.

Still, let us consider whom we are dealing with in this time. I don't plan on a reading tour, precisely because I'll leave it to Him to instruct His servants, who also need His direction to even as much as tackle the task. For let us be honest, there are four types of Christians:
  1. Those who do good deeds in a bad world to receive their reward in heaven,
  2. those who see the chance to find happiness in this world through benevolent effort,
  3. those who are afraid, because they find the light failing,
  4. those who sense His return,
and the first kind will continue as always, the second kind can't be rushed out of its innocence, the third kind is too close to suicide to burden it further, only if there was another kind, a sort who believed in Christ's return without actually having been summoned, there would be a responsibility to reach out. But as I said, it's just as well that there is not, and if even He won't find belief on His return, how should we?

So that is that. I write to be read, but not to sway: I write to facilitate the search for answers. I entrust all this to the same mind that brought it forth, sending a flash from one incarnation to another.

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23. März 2019

Wie ein Kind

Das Herz eines Mannes ist, woran er glaubt, in welche Zukunft er geht. Und wie ein Mann glaubt, so wünschen andere zu folgen, und erwarten, daß ein Mann sie ihren Rahmenbedingungen gemaß führe.

Wohin ich gehe, ist zur Entscheidung, was aus uns wird. Herrlicher ist's und schrecklicher, als sich's die meisten wünschen. Doch die Zeit ist gekommen und unsere Erlösung, daß wir wieder sein können, was wir sind: Urbilder unseres Abdrucks auf Erden.

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21. März 2019

Erfahrung, Wandel und Streben der Seele

Die Seele ist unser vorweltliches Ich, das Ich aus dem die Welt wird, und um diesen Unterschied zum weltlichen Ich festzuhalten, möchte ich in ihrem Falle an Stelle von Wahrnehmung, Tat und Wille von Erfahrung, Wandel und Streben sprechen.

Wahrnehmung, Tat und Wille erlauben es uns, uns als begründete zyklische Funktion zu verstehen: die Wahrnehmung liefert das Argument, die Tat den Funktionswert und der Wille die Bewertung, welche die Operation rechtfertigt, wobei der Funktionswert zugleich in die nächste Wahrnehmung eingeht.

Und obwohl diese Beziehung im vorstehenden Fall auf der Welt beruht, finden wir sie auch zwischen Erfahrung, Wandel und Streben.

Erfahrung der Seele. Die Seele erfährt auf zwei Ebenen, jener der Anschauung und jener der Begriffe. Durch die Reflexion wird die Ebene der Begriffe angeschaut, und die Schichtung wiederholt sich.

Wandel der Seele. Der Wandel der Seele entspricht den Zeitaltern der Werke, Wunder und Wacht und den sieben Feuern des Gerichts. Ich möchte hier indes erneut eine in sich geschlossene Erklärung geben.

Die Vernunft trachtet danach, das Gesetz zwischen allen ihr zugänglichen Verhältnissen (wie die Griechen (λόγος), verwende ich Begriff und Verhältnis mehr oder weniger synonym) zu erkennen, es sei denn, daß
  1. keine zu analysierenden Verhältnisse mehr verblieben sind oder
  2. ständig neue Verhältnisse hinzukommen,
und darauf basierend kann man die drei Zeitalter definieren, nämlich
  • das Zeitalter der Werke als das Zeitalter, in welchem die zugänglichen Verhältnisse analysiert werden,
  • das Zeitalter der Wunder als das Zeitalter, in welchem neue Verhältnisse hinzukommen und
  • das Zeitalter der Wacht als das Zeitalter, in welchem neue Verhältnisse stabilisiert werden.
Konkret handelt es sich bei den neuen Verhältnissen um Formen der Transzendenz, insbesondere der Telepathie, Begriffe, welche sich in einem bilden und einen in gewöhnlichen oder neuzugänglichen Akten anleiten. Das Zeitalter der Werke ist das Zeitalter der Zügelung, das Zeitalter der Wunder das Zeitalter der Erweiterung und das Zeitalter der Wacht das Zeitalter der Bekennung.

Während wir unsere Begriffe erweitern und anschließend bekennen verändert sich auch die Welt um uns herum, weil dies ein Teil der Transzendenz ist, genauer gesagt jener der ideellen Ebene. Und nachdem der Zykel einmal durchlaufen wurde, kann er wieder mit der Analyse der zugänglichen Verhältnisse beginnen.

Ich behaupte, daß dies das innerste Gesetz unserer Seele ist: Die Welt zu verstehen, um sie zu zügeln, die eigenen Begriffe zu erweitern, um etwas neues zu finden, und die eigenen Begriffe zu bekennen, um sich eine Ausgangsbasis zu verschaffen.

Als reines Gesetz der Funktionsweise der Vernunft ist dies recht profan, aber ich glaube durchaus, daß die Welt und wir selbst das Produkt dieses Prozesses sind. Daß es sich so verhalte, möchte ich die Heilige Ordnung nennen.

Streben der Seele. Das Streben der Seele, zuletzt im Beitrag Die Schule eines Glaubens beschrieben, ist es, zum einen die Heilige Ordnung hervorzubringen, durch Besinnung auf das Heil zur Inspiration und zur Bitte, und zum anderen die Heilige Ordnung zu befolgen, indem wir uns am heiligen Vorbild messen lassen. Das sind die beiden Splitter in unserm Bewußtsein: Unsere Existenz ist heilig und steht in der Pflicht, zum Heil zu führen.

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20. März 2019

Meinungsausweiser

Warum behaupte ich im vorangegangenen Beitrag, daß nur die stromlinienförmige, verblendete Meinung politisch sei?

Weil es keine politisch wirksame Meinungsmacht geben kann, welche nicht innerhalb eines bestimmten Bereichs einer Meinung ist, und weil die Meinung eines normalen Jugendlichen das Resultat seines Versuchs ist, andere Menschen durch sie zu beeindrucken, und er mithin ein Meinungsausweiser ist.

Die Meinungsausweiserei wird in unseren Schulen als Ausweis von politischer Reife anerzogen, ist aber tatsächlich das genaue Gegenteil,
  1. weil sie dazu einlädt, sich über Dinge auszulassen, von welchen man nichts versteht, und
  2. weil sie verhindert, daß man jemals mit anderen Meinungsausweisern eine politisch schlagkräftige Vereinigung bilden könnte.
Ganz unbesonnen dürfte dies freilich nicht zu Stande gekommen sein, sondern um politische Entscheidungen bei den dafür zuständigen Stellen zu belassen, damit die Vernunft regiere und nicht die sich selbst bereitwillig als solche ausweisende Unvernunft.

Freilich besitzt der Staat die Möglichkeit, die Staatsdoktrin durch entsprechende Beschulung als unverzichtbare Voraussetzung einer jeden respektablen Meinung allgemein zu verbreiten, aber wo die Meinungsausweiserei vorherrscht, ist er der einzige Akteur, welcher dazu in der Lage ist, und eine staatsunabhängige politische Meinungsbildung daselbst damit undenkbar.

Diese Trägheit läßt sich faktisch nur durch politisches Theater überwinden, die Erhebung eines öffentlichen Phänomens, welches man kontrolliert, zu allgemeiner Wichtigkeit, entweder rein imaginierter, oder, wenn das nicht ausreicht, auch tatsächlicher. Im Zuge dieser Erhebung werden die wohlfeilen Meinungen zu ihm gleich mitgeliefert, und da es sich bei dem Phänomen um ein kontrolliertes handelt, lassen sich diese Meinungen auch so oft es Not tut bestätigen.

Deshalb ist jede dynamische politische Meinung unter Meinungsausweisern das Produkt von Verblendung, nämlich sich von der natürlichen Entwicklung abzukoppeln und sich der für einen entworfenen Theaterrolle anzuvertrauen: Hüpf an Bord, mein Kind! Du hast den freien Willen dazu.

Konkret hat Soros die Linke zu einer Karikatur ihrer entstellt, indem er Karikaturen ihrer finanziert. Und er wird es so lange weiter tun, bis genügend viele Menschen dieses Bild als Tatsache akzeptiert haben, und sei es, indem es durch und durch zur Tatsache geworden ist.

Die Meinungsausweiser sind also Hampelmänner, regen sich viel, aber kommen nirgendwo hin. Dem muß man sich als Betroffener stellen. Ich auch: Bin ich leichtfertig, oder habe ich dies wirklich zu sagen? Ich fürchte mich bisweilen, doch bisher meine ich, den Boden unter meinen Füßen zu spüren.

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19. März 2019

Politische Jugend in den Zeiten von Hure und Tier

Zur einen aufgeladener Stolz, der seine Freiheit auf Kosten anderer ausübt, sich tausendfach verstrickt, tausendfach übergriffig wird und verletzt, bis er inmitten aller Feindschaft verhärmt, inmitten von Ranken und Hindernissen verstummt: Jeder Sieg eine Niederlage, jede Eroberung eine Abtretung.

Zur anderen verblendeter Durchblick, die Schemen einfach, die Marionette im Visier, ein kecker Entschluß, ein Schritt auf die leere Bühne. Der Weg öffnet sich, es ist alles ganz einfach, das ist sie die Welt, bis die Welt genug hat von ihrer Zusammenschrumpfung: Jeder Sieg ein Verzicht, jede Eroberung eine Wüste.

Et voilà. NPCs nennen die letzteren die ersteren. Zu Unrecht! Beide spielen - ein abgekartetes Spiel, nur nicht von ihnen. Beide lockt der schnelle Gewinn zum letztlichen Verlust. Sie galoppieren, und wir alle trotten mit, denn es ist die einzige Bahn.

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Landstreicher und Bauern

Ich habe in den letzten paar Tagen quasi wie ein Landstreicher gelebt (mit anderen Worten mir meinen Hintern abgefroren) und habe mir heute, da ich diese Probe eingestellt habe, so meine Gedanken über die dabei zu beobachtende Veränderung gemacht.

Der Bauer sieht das Heil darin, etwas zu erbauen, der Landstreicher darin, etwas zu beeinflussen. Der Bauer betrachtet andere Menschen folglich als unwesentlich, während sie für den Landstreicher wesentlich sind. Also begegnet der Landstreicher ihnen auch offener und versetzt sich mehr in sie hinein. Andererseits fehlt ihm die Distanz, um zu erkennen, welche Grenzen ihnen gesetzt sind.

Man könnte auch sagen, daß der Bauer besser versteht, was ein bestimmter Mensch machen kann, dafür der Landstreicher aber besser, was einer Sorte Mensch widerfahren wird: Der Landstreicher dadurch, daß er Kontakt hält, der Bauer dadurch, daß er reflektiert.

Es heißt richtig am Anfang des elften Kapitels der Offenbarung:
Errichte und säume nicht, den Tempel Gottes zu messen, und den Altar und die im selben Ehre erweisen.
Menschen zu messen mag dem Landstreicher besser gelingen als dem Bauer.

Und wenn es heißt:
Und ich will meinen zwei Zeugen geben, daß sie weissagen tausendzweihundertundsechzig Tage, angetan mit Säcken.
so sind die Säcke vielleicht die resignative Reflexion des Bauern und die abhängige Nähe des Landstreichers.

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18. März 2019

Pietät

Pietät heißt, vor dem Höheren zu schweigen, welches die vollkommenere Gestimmtheit ist, und sei es die Ordnung der Natur.

So lange aber ein Andrer für einen Menschen sorgt, wird dieser die Höhe der Gestimmtheit nicht erkennen. Wie ein Kind zerbricht er dann, um das Zusammenfügen zu erlernen.

Daher ist der Grad, zu welchem wir die Tollheit andrer zu decken trachten wollen, mit Vorsicht zu erwägen.

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Die Schule eines Glaubens

Bei all den Schulen, welche ich zuletzt besprochen habe, möchte ich doch nicht, daß die Schulen des Anknüpfens im Glauben dabei vergessen werden, also die Bereitschaft, das eigene Gebet der Autorität der Gebete Anderer zu unterstellen. Letzteres ist, Gott und wen er gesandt hat zu erkennen, das ewige Leben, das Eintauchen in eine heilige Tradition, welche Tod und Zeit nicht erfährt, weil sie selbst mit Gottes Segen die Zeit formt.

Wir alle erleben hier auf Erden, was wir aufgrund unserer relativen Beschaffenheit erleben müssen, und doch können wir unserer natürlichen Betontheit zum Trotz Gemeinschaft in der göttlichen Harmonie finden, aufgenommen in die himmlischen Chöre, welche dereinst ein Chor werden sollen, vergleiche Zeitübergreifende Transzendenz zu den technischen Details und das 20. Kapitel der Offenbarung für die letzte Versicherung.

Dies ist der Himmel, welcher ist, nicht mein Wunschtraum, nicht erdichtet, sondern aus meinen Erfahrungen erschlossen. Wir können uns ihm aber nur nähern, wenn er uns nicht zuwider ist, und dann aber auch nur auf diese Weise demütig dankbar für unsere Aufnahme in ihn sein, denn welchen Anlaß hätten wir dazu, wenn wir selbst den Himmel erschaffen hätten?, und das gilt auch für die Ersten, denn der Himmel weiß bereits, welchen kommenden Meistern sie dienen.

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16. März 2019

Rain in the desert

I think the Christchurch shooting is consequential only as a symptom, namely in so far as it demonstrates that tertium non datur is the more potent a motivator the more restricted your idea of what's possible is, the same sentiment I had reading Theodore John Kaczynski: If a man cannot trust in God, he must trust somebody else to create a path through history.

With castles in the sky on the one hand and ever leaner curricula on the other, it is only natural that models of the world are getting simpler and with that possible states of the world ever fewer, and hence tertium non datur ever wider applied: It is difficult to defend a culture, which does not grow as a service to its own well being.

In that lies something that has been decided, a path that is ours, methinks it's an assurance of divine intervention, for that is the way for a captain of the sea of our existence again to set the course.

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14. März 2019

The Unicorn

Having lately seen The Last Unicorn and Legend again, I'll state the obvious and proclaim that the unicorn as a natural metaphor without any additional cultural baggage represents the pride of freedom. More precisely the horse represents the freedom and the horn the pride. The cultural baggage is that of knighthood.

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13. März 2019

Zur Erneuerung der sechs Schulen des Gebens

Sechs der sieben Geister Gottes sind Geister des Gebens:
  • Gerechtigkeit,
  • Liebevollheit,
  • Erstreitung,
  • Vorbildlichkeit,
  • Treue und
  • Barmherzigkeit.
In der Schule der Barmherzigkeit lebt Christus noch. Zur Erneuerung der Schule der Gerechtigkeit dienen die meisten Beiträge dieses Blogs. Und daß der Weg zur Erneuerung der Schule des Erstreitens darin besteht, dafür zu sorgen, daß die Menschen die sich in der Sorge zeigende Gnade Gottes wieder zu schätzen wissen, habe ich auch schon geschrieben. Zur Erneuerung der Schule der Liebevollheit habe ich aber so gut wie nichts geschrieben, doch auch diese ist nötig.

Das Verhältnis zwischen Gerechtigkeit, Liebevollheit und Erstreitung entspricht dem zwischen Lunge, Blut und Muskeln. Liebevollheit hat die Aufgabe zu vermitteln, und stützt sich dabei auf ein verständnisvolles Herz. Der Mißbrauch der Liebevollen in der heutigen Zeit beruht darauf, daß es die Liebevollen versäumen, sich Rechenschaft über ihren Erfolg zu geben. Es ist normal, daß die Liebevollen anfänglich zurückgewiesen werden, und daß es Zeit braucht bis ihr Wert schließlich erkannt und anerkannt wird. Aber wenn die Schule der Liebevollen gesund ist, so wird sie zu jeder Zeit über einen großen Fundus an Vermittlungsdienstleistungen verfügen, für welche deren Empfänger dankbar sind. Schrumpft dieser Fundus unaufhörlich oder hat er sich gar ganz aufgelöst, so ist die Schule der Liebevollen krank: Man soll seine Perlen nicht vor die Säue werfen.

Also wird die Erneuerung der Schule der Liebevollen davon abhängen, daß sie sich ihrer Rolle als Blut, als Bote bewußt wird, und sich Vermittlungen zuwendet, welche sich als fruchtbar erweisen.

Zur Vorbildlichkeit ist nicht viel zu sagen, außer daß die gegenwärtige Selbstverleugnung im Namen der Zugänglichkeit und der damit zusammenhängenden Nähe zum Gefallenen aufhören muß, ebenso wie übertriebene Selbstironie, ohne daß man freilich gänzlich humorlos werden müßte.

Und was die Treue betrifft, so besteht sie darin, darauf zu achten, daß das, worauf sich die Gesellschaft verläßt, erhalten bleibt. Dazu, freilich, muß es aber erst einmal so etwas geben. Einstweilen kann sich die Treue nur darin zeigen, Gottes Gnade nicht an der eigenen Person scheitern zu lassen.

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12. März 2019

Die Versuchungen des Glaubens

Christi Versuchungen sind nicht irgendwelche Versuchungen, sondern Versuchungen des Glaubens, und zwar zu vergessen, daß
  1. die Inspiration nur denjenigen nährt, welcher nach ihr hungert,
  2. das Wunder von Gott kommt und Seinen Willen ausdrückt und
  3. das Heil darin besteht, daß die Menschen es begreifen.
Letzteres bedeutet, daß Ethik
  1. keine Frage der Substanz ist, sondern der Beziehung zu Gott und
  2. eine durch Einsicht geteilte Quelle der Glückseligkeit.
Die dem zu Grunde liegende Systematik ist die des Zustands des Gläubigen (Heilserfassung), seiner Anleitung (Inspiration) und seiner Erhörung (Wunder).

Und diese Auffassung ist somit keine speziell christliche, sondern allgemeines Glaubens- und Religionsgesetz, welches Christus zu seiner Anerkennung erfüllen mußte.

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11. März 2019

Ein bräutliches Feuer soll dir entbrennen...

Ich habe mir einmal wieder Lifeforce angesehen und habe dieses Mal einen anderen Aspekt kontempliert als den der Lust, nämlich den der Siegfried'schen Furcht vor seiner Tante.

Also, hier in Kurzform die Sache mit den Bienen und den Blumen. Die Furcht, welche ein Jüngling vor einer ihn sexuell ansprechenden Frau empfindet, ist die Furcht vor einem Abgrund, und zwar jenem, welcher darin besteht, daß diese Frau als Mutter seiner Kinder erst noch durch ihn geprägt werden muß, damit die nächste Generation in ein ihm gefälliges Bett gelegt werden kann.

Soviel Kultur sollte sein, daß dies allgemein bekannt wäre.

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