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„Daß du nicht weißt, was dir frommt, des faß ich jetzt deines als Pfand!“
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14. Oktober 2018

Ein Lebensweg

Ich geh' ins Moor mein Leben suchen, die Andern bringen ihres mit. Immer habe ich geangelt, heraufzuholen aus der Zukunft Tiefe, was wert mir schien zu sein. Verborgen ist mein Leben, und im Verborg'nen lebe ich. Unter der Sonne Aug' hielt ich den Kopf gesenkt, zu büßen meine Leere, seh' ich's nun über Wüsten steh'n, im Dienst weiß ich den Stern.

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13. Oktober 2018

Entering what's already there.

Seeking life man delves into the depths of his nerves,
what then does his spirit seek when it strives to escape them?

Thoughtless, blind, numb, content -
and sleep approaches like a tender friend.

It is the season when the geese break up and start their flight,
yet here is only peace and no inkling to avoid.

Still, it seems the same: It's facing up to -
only in a different way.

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11. Oktober 2018

Zur Funktion der verschiedenen Schulfächer für die bürgerliche Bildung


weltan-
schaulich
 fertigend sprachlich analytisch schulisch orientierend
Physik + + + - - -
Chemie - + + - - -
Biologie + - - - - -
Mathematik - + + + - -
Sport - + - - - -
Werken - + - - - +
Informatik - + + - - +
Kunst - + - - - +
Musik - + + - - -
Deutsch - - + - + -
Englisch - - + - - -
Latein - - + - + -
Geschichte - - - - + -
Religion + - - - - -
Philosophie - - - - + +
Erdkunde - - - - - +

Zu den Weltanschauungen.  Die Weltanschauung der Physik ist der materielle Determinismus, die Weltanschauung der Biologie der Darwinismus und die Weltanschauung der Religion die Verantwortung vor Gott.

Zur Analytik.  Die analytisch bürgerlich relevanten Teile der Schulmathematik sind der Dreisatz und die Wahrscheinlichkeitsrechnung.

Zu den Schulen.  Die Schule, an welche der Deutschunterricht heranführt, ist die Schule der politischen Auffassungen der deutschen Schriftsteller. Die Schule, an welche der Lateinunterricht heranführt, ist die Schule der Interpreten der griechisch-römischen Kultur. Die Schule, an welche der Geschichtsunterricht heranführt, ist die Schule der deutschen Geschichtsdarstellung. Und die Schule, an welche die Philosophie heranführt, ist die Schule der Feuilletonphilosophie.

Zur Orientierung.  Werken orientiert im Baumarkt, Informatik bei computerbetreffenden Sicherheitsfragen, Kunst beim Mischen von Farben, Philosophie bei der Betrachtung der innereuropäischen philosophischen Differenzen und Erdkunde im Urlaub.

Fazit.  Orientierung findet verhältnismäßig wenig statt, die eröffneten Schulen sind überwiegend national geprägt, die Analytik ist auf quantitative Fragen beschränkt (eine Erweiterung auf Fragen der begrifflichen Erfassung, welche ihrerseits in der Hochschulmathematik, etwa in der Topologie (Was ist zusammenhängend?) oder der Algebra (Welche Eigenschaften hat das Volumen eines von drei Vektoren aufgespannten Spats? Wie verhält es sich als Funktion der drei Vektoren? Wie verändert sich diese Funktion, wenn man eine Orientierung des Tripels der drei Vektoren einführt? Wie wird diese Orientierung eingeführt?) eine wesentliche Rolle spielen, wäre sicherlich wünschenswert), die Sprachen scheinen mir adäquat unterrichtet zu werden, die Fertigung wird in Deutschland in einem Maße unterrichtet, welches beim Bürger einen starken Basteltrieb voraussetzt, und zwischen den unterrichteten Weltanschauungen besteht eine erhebliche logische Spannung, welche ethische Schizophrenie nahelegt:
  • stoisch der Technik gegenüber,
  • egoistisch bei der Verfolgung der eigenen Karriere und
  • schüchtern in politischen Fragen.
Mit anderen Worten sehen wir also in der Unterrichtung der deutschen Bürger durchaus die Anfänge dessen, wofür sie bekannt sind: Naivität, Eigenart, technische Intelligenz: Fähigkeit zur Ermessung und Kommunikation bei eingeschränkter Flexibilität der Betrachtungsweise, Patentheit und die bereits erwähnte schizophrene Ethik.

Zu den unerfreulicheren Eigenschaften der Feuilletonphilosophie gehört es freilich, daß sie nie auf diese Dinge zu sprechen kommt.

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9. Oktober 2018

Geistiger Horizont und Bewegung der Zykeln

So trivial die folgende Aussage auch sein mag, so bedenkenswert ist sie doch:
Bewegung im materiellen, funktionalen oder ideellen Zykel findet stets durch die Beschäftigung mit ihren jeweiligen Gegenständen im körperlichen oder persönlichen und philosophischen oder gläubigen geistigen Horizont statt.
Das Streben nach Harmonie in weltlichen Dingen läßt den materiellen Zykel atmen. Das Streben nach Nachwirkung in den gesellschaftlichen Verbünden läßt den funktionalen Zykel atmen. Und das Streben nach Wesentlichkeit vor Gott läßt den Glaubenszykel atmen.

Fehlt eine dieser Beschäftigungsweisen, so stagniert der entsprechende Zykel. Zwar ist es möglich, daß sich die Beschäftigung mit den Gegenständen eines niedrigeren Zykels gegen die Einrichtungen eines höheren wendet, aber diese Zerstörung aus Unachtsamkeit vollzieht sich niemals in freiem Belieben, denn es ist die Aufgabe der Erdverbundeneren die Einrichtungen der höher Fliegenden entweder anzunehmen oder zu verwerfen, und zwar auf der Grundlage des Gedeihens ihrer eigenen Beschäftigung, also als deren Rahmenbedingungen, und deshalb kann sich die Beschäftigung mit den Gegenständen einer niedrigeren Zykels nur so lange gegen die Einrichtungen eines höheren wenden, bis sie bemerkt, daß sie sich selber schadet, und da sie unfähig ist, im höheren Zykel irgendetwas auszubessern, wird dies stets früher oder später geschehen. Mit anderen Worten sind die Einrichtungen eines höheren Zykels, welche einmal von den Erdverbundeneren eines niedrigeren Zykels angenommen wurden, als Ast, auf welchem jene sitzen, vor unachtsamem Kappen geschützt.

Wenn ein höheren Zykel allerdings durch die höher Fliegenden, welche sich mit seinen Gegenständen beschäftigen, soweit vorangetrieben wurde, daß er an die Grenzen der in ihm entwickelten Einrichtungen stößt und bald zurückgesetzt werden muß, nimmt die Verwerfung dieser Einrichtungen durch die Erdverbundeneren in einem Maße zu, welches den Zug zu seiner Zurücksetzung unaufhaltbar macht.

Für den körperlichen geistigen Horizont zählt dabei die Harmonie der eigenen Umwelt, oder anders gesagt der eigene Wohlstand. Und für den persönlichen und philosophischen geistigen Horizont zählt ein glaubwürdiges Fortschrittsversprechen, in dessen Rahmen die eigene Nachwirkung eingeht. Sobald dieses nicht mehr gegeben ist - und es ist heute nicht gegeben - wird die, zumindest in christlichen Gesellschaften beträchtliche, Masse von Personen des persönlichen und philosophischen geistigen Horizontes zu einer großen, scheinbar gänzlich irrationalen, Abrißbirne.

Nichts anderes besagt das Hexagramm Abgrund unter dem See, Herrschaft der Unvernunft über die Achtung: Die Austrocknung.

Sowohl die katholische Kirche, als auch die Freimaurer, kümmern sich beflissentlich um allgemeinen, weltweiten Wohlstand, aber beide reagieren geradezu allergisch gegenüber dem Anspruch auf ein glaubwürdiges Fortschrittsversprechen, woraus allein ich den Schluß zu ziehen wage, daß die Freimaurer ein Ableger der katholischen Kirche sein müssen: Gäbe es eine Religion, welche forderte, daß Flugzeugkapitäne mit ihren Flugzeugen abstürzen müssen, und kämen dann Flugzeuge ohne Schleudersitz auf den Markt, was würde ich von ihren Herstellern denken?

Das letzte von katholischer Seite anerkannte Fortschrittsversprechen, wenngleich unter ungeheuerlichem selbstverleugnerischen Theater, gipfelnd in der Plünderung der Vatikanischen Bibliothek, war der Code Napoléon. Seitdem haben weder Freimaurer, noch katholische Kirche irgendein neu ersonnenes Fortschrittsversprechen gut geheißen, was freilich nicht heißt, daß sie nichts mit derartigen politischen Bewegungen zu tun gehabt hätten. Genauer gesagt versuchen beide seitdem, das Ersinnen solcher Versprechen selbst nach Kräften zu ersticken und wo dies nicht gelingt, es zu vergiften, beziehungsweise abzulenken.

Freilich, angesichts des Eifers, mit welchem amerikanische Institutionen die Offenbarung in die Tat umsetzen, kann ich nicht gänzlich ausschließen, daß die Freimaurer dort insgeheim ein anderes Drehbuch befolgen. Aber was das angeht, kann ich es auch bei der katholischen Kirche nicht gänzlich ausschließen. Irritierend ist es aber doch, vor allem bei der katholische Kirche:

Der Papst gibt jeden katechonischen Anspruch auf,
aber die Endzeit ruft er nicht aus.
Glaubt euren Augen, nicht euren Ohren. Oder wie soll man es deuten?

Nun denn, ich hätte formal mehr herausarbeiten können, doch die (nicht) erreichte Genauigkeit genügt mir, das Schwatzen anfangen will ich aber auch nicht - so beende ich den Beitrag hier.

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7. Oktober 2018

λαοὶ καὶ ὄχλοι καὶ ἔθνη καὶ γλῶσσαι

Stämme und Massen und Völker und Sprachen
So wie ein Stamm mehr ist als eine Masse, indem seine Mitglieder ihre Abstammung mit einander teilen, ist ein Volk mehr als eine Sprachgemeinschaft, indem seine Mitglieder ihre Kultur mit einander teilen.

Johannes definiert ἔθνη en passant durch begriffliche Symmetrie.
ἄχρι οὗ πληρωθῶσιν καιροὶ ἐθνῶν

bis die Zeit der Völker erfüllt ist
Die Zerstörung der Kulturen ist endzeitliches Programm, gleichzeitig aber sind die Kulturen das Vehikel, in welchem sich die Geschichte der Christenheit bis zur Endzeit vollzog.

Der Schluß daraus ist doch der, daß die Kulturen weder in ihrer bisherigen Form fortbestehen können, noch daß die Herrschaft der Heiligen auf etwas anderem fußen könnte als den verschiedenen christlichen Kulturen, welche auch immer das in den Augen Gottes sein mögen.

Die Vereinigten Staaten in ihrer EPCOT-Center-artigen Melange europäischer Einflüsse haben sich selbst dieses Schicksal eingeschrieben: die Auflösung der Kultur mündet in die Erneuerung des Glaubens durch die Wiederkehr Christi: wer sich an nichts halten kann, muß sich neu gründen.

Ich vertraue den Kulturen wie den Felsen durch die Stromschnellen, sie sind das Fundament, welches menschliches Zusammenleben, so wie ich es verstehe, überhaupt erst ermöglicht. Indes mag sich aus diesem Gestein etwas neu bauen lassen, das schließe ich gewiß nicht aus.

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6. Oktober 2018

Ethics

Ethics based on heed demand the completion of the form and thus allow the completion of the duty, but an animal's completion it is, for it is the obedience of the law of the species: it doesn't judge what's just, but which path we are prepared to take.

Ethics based on care on the other hand demand the consideration of the consequences and hardly ever allow one to regard one's duty fulfilled.

It is from this, whence both the inconsistency of suppression and the contortion of justice spring, both prices being paid, the former for survival, the latter for the grace of God.

The Revelation is very much about this, the ultimate text on the historicality of God's grace, the protracted, contorted path of those, who keep Christ's words.

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Soros' technique

It should be completely obvious by now, but since people are still falling for it:
  • the classical technique of the Trojan Horse consists of supporting a group that is aligned with you, helping it beat the enemies of your enemy (other than yourself), thus allowing it to rise to power within the ranks of your enemy,
  • the Soros Variation of the classical technique consists of not supporting one group that is aligned with you, but a multitude of expendable groups, whose course you control, helping them to score political points against the enemies of your enemy (other than yourself), thus incentivising your enemy to align his politics with them and to lead him thus by the ring you've punched through his nose.

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3. Oktober 2018

Der geistige Horizont als persönlicher Himmel

Ich traf jüngst wieder auf eine seltsame Frage, welche mich seit Jahrzehnten beschäftigt hat, und in diesem Zusammenhang bin ich noch einmal den Weg zur Erreichung des gläubigen geistigen Horizonts durchgegangen, wobei mir auffiel, daß der gläubige Horizont als Abschluß der Sorge, also als Antwort darauf, wozu die Verfolgung der rechten Haltung durch die eigene Stimmung dient, exakt dem Verhältnis des Zeitalters der Wunder zum Zeitalter der Werke als dessen heilige Hoffnung entspricht, mit anderen Worten der geistige Horizont also die persönlichen Vorstellungen der Selbstvervollkommnung enthält.

Weil die Sorge in ihrer Unterordnung unter ihre Schönheitsideale das Wesentliche nicht ungehindert verfolgen kann, bedarf sie des Wunders, der Transzendenz in und aus Glauben, um sich vor dem Wesentlichen zu rechtfertigen. Und also entspricht ihr Reifungsprozeß auch dem in den Sieben Feuern des Gerichts beschriebenen Weg durch das Zeitalter der Wunder.

Entsprechendes gilt für die Achtung und den persönlichen oder philosophischen geistigen Horizont. Die Achtung ist sich ihres Vermächtnisses nicht sicher, und findet deswegen in der Nachwirkung in Form des Einflusses auf den Zeitgeist oder die Wissenschaft ihren Abschluß, weshalb der Weg zu ihrer Reife dem des Zeitalters der Wacht gleicht.

Und im Falle des Lust und des körperlichen geistigen Horizonts ist es die Harmonie der Umwelt, welche den aus eigenem Prinzip nicht erreichten Abschluß bildet, weshalb der Weg der geistigen Reifung hier dem des Zeitalters der Werke entspricht.

In allen Fällen fragt sich ein Teil unserer Seele, auf welche Weise er seine eigene Daseinsauffassung rechtfertigen kann, wobei derjenige, dessen geistiger Horizont hinter seinem (persönlichen) Geist zurückbleibt, an dieser Inkongruenz leidet:
  • wer gestimmt ist, dem nützt es weder Nachruhm, noch Harmonie in seiner Umwelt zu suchen, beides geht an seinem Herzen vorbei,
  • und wer fordert, ist mit der Harmonie seiner Umwelt auch nicht bedient.
Umgekehrt heißt dies aber auch, daß alle, welche reif im Glauben geworden sind, ihren Frieden haben, denn der höhere geistige Horizont schließt den niedrigeren ein, einschließlich der vorangegangenen Wegstrecke auf dessem Weg, weshalb Kindern ja auch die Welt geschmückt wird.

Soweit fügt sich das alles stimmig zusammen. Indes stellt sich die Geschlechterfrage hier mit unerwarteter Brutalität. Eine im gläubigen geistigen Horizont gereifte Frau scheint schlicht unvorstellbar, und während es hin und wieder unreife Frauen des gläubigen Horizonts gibt, wohl so oft wie Männer auch, scheinen diese erstens alle verdammt und zweitens den Glauben als solchen verunzierend, wiewohl sie ihm freilich als Fanale dienen mögen, in etwa wie es Damaskios Hypatia nachgesagt hat.

Es liegt etwas für die meisten Menschen unerträgliches im Frieden der gereiften Gläubigen, welche sich nicht engagieren, sondern lediglich die Welt reflektieren, was schlicht daher rührt, daß sie die jene rechtfertigende Glaubensgewißheit nicht besitzen. Und wiederum, welche Frau könnte sie besitzen? Das Engagement der Gläubigen ist freiwillig und entspringt keinem Schuldgefühl, es beugt sich der göttlichen Ordnung allein. (Gläubige hier kurz für jene des entsprechenden Horizonts, es läßt sich freilich glauben, ohne diesen Glauben auf seine logischen Voraussetzungen hin analysiert zu haben, beziehungsweise sich dazu gedrängt zu fühlen).

Damit kann ich den allgemeinen Teil beschließen. Im speziellen beschäftigt mich die seltsame Schicksalsleere mancher Frauen aber auch weiterhin. Die Welt ist Stoff, daraus der Zukunft ein Kleid zu weben, und jene bleiben außen vor, werden nicht verwoben und weben auch nicht selbst?

Bin ich blind?

Und doch sehe ich da nur die Frage, welche im Raum steht, buchstäblich. Es wäre inzestuös, sich mit ihnen einzulassen, welche Hoffnung verfolgte die Evolution da? Sie müssen sich verschenken, nur nicht an Gott, oder sie lassen es.

Ein jeder blickt auf seinen Nächsten und sieht, was in ihm selbst ist. Das Opfer dort, das Opfer hier. Die Frage dort, die Frage hier.

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1. Oktober 2018

Bekehrung und Verbitterung

Das Bittere mundet nicht, es mag einem wohl Zeit geben, aber seine Zeit ist ein Gefängnis, daraus wir zu fliehen trachten, weil sie quer zu unserem Wesen liegt. Bekehrung hingegen ist das unerwartete Einschwenken der Zeit entlang unseres Wesens. Was aber ist diese Zeit? Eine Sammlung dessen, was wir vor uns sehen.

Oftmals verkennen wir die Zukunft dabei, es kommt uns die Lösung nicht in den Sinn, und wir verbittern. Und wenn sie uns in den Sinn kommt, bekehren wir uns.

Seit ich 12 Jahre alt war, stand ich vor dem Dilemma, mich den Menschen weder anschließen zu mögen, noch getrennten Weges von ihnen gehen zu wollen, welches sich durch die Erfüllung der Offenbarung auflöst, indem die Menschen zum Bekenntnis getrieben werden, in dessen Glut die faulen Kompromisse verdunsten.

Jeder, der den Ruf seines Wesens sehnsüchtig hört, sieht in der Bekehrung sein Glück und in der Verbitterung sein Unglück, und nicht nur in seiner eigenen, sondern noch viel mehr in jener derer, welche von Herzen das Glück aller anstreben.

Diese verdienen die Freiheit, ihrem Wesen zu folgen, und sie werden sie erhalten. Der mechanische Schraubstock nähert sich seiner Vollendung und zwingt sich der menschlichen Ethik auf und gibt den Zusprechern sein Antlitz. Also vor die Wahl gestellt, werden die Seinen dem Herrn folgen und der Herr sie nicht verbittern lassen.

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29. September 2018

Verschreibung und Sinnempfänglichkeit

Sinn ist Schönheit, Wesentlichkeit oder Macht, und wer sich der Sorge, Achtung oder Lust verschreibt, verschreibt sich genauer gesagt einer dieser drei Konkretionen des Sinns.

Verschreibung aber bedeutet, etwas für sich zu wählen, sich dazu verpflichten, es in die Welt zu bringen, daran zu glauben, ihm zu folgen, oder sich einer der Leidenschaften hinzugeben.

Dies begründet die Zeitalter, die Erschaffung des Schönen die Werke, der Glaube an das Wesentliche die Wunder und die Hingabe an die Macht die Wacht.

Es ist aber auch umgekehrt so, daß die Empfänglichkeit für das Schöne, Wesentliche oder Mächtige die Verschreibung voraussetzt: Wer sich zu keinem Werk verpflichtet, kennt auch Schönheit nicht. Wer nicht glaubt, kennt nichts Wesentliches. Wer sich seinen Leidenschaften nicht hingibt, kennt keine Macht.

So sehr das Christentum in das Zeitalter der Werke fällt, so sehr predigt es den Glauben, dies dem Gedanken folgend, daß das sich anschließende Zeitalter die Jenseitsvorstellungen des vorigen prägt, vergleiche Die heilige Hoffnung: Das Licht zwischen den Glauben (Glaube gibt es freilich in allen Zeitaltern, aber die Unterrichtung in ihm zielt auf Transzendenz und Wunder).

Glaube aber bedeutet, die Zukunft hinter einer bestimmten Wendung zu erwarten, weshalb der entsprechende Weg auch für sich selbst gewählt wird.

Wen Mißerfolg dazu bringt, seinen Weg zu ändern, der glaubt nicht an ihn. Wer seinen Glauben mit anderen teilt, schenkt ihnen Sinn. Wer hingegen seine Erfolgsrezepte weitergibt, verschenkt nur in dem Maße Wesentliches, in welchem sich diese in den Glauben der Beschenkten fügen. Zur Glaubenslosigkeit der Gegenwart vergleiche Gesellschaftlicher Umgang mit Mißgeschick.

Die Ethik der Ernte ist die Reinigung der Gesellschaft von den Ungläubigen, nichts anderes ist Harmageddon. Auch wenn Jesus Christus nicht zwangsläufig dort erscheinen wird, so wird er es doch auch nicht zu verhindern suchen. Es stellt sich also die Frage nach der Nächstenliebe. Nun, das Zeitalter der Wunder basiert auf Glauben, ohne Glauben wird Homo sapiens sapiens in ein paar Jahrzehnten ausgestorben sein. Das Christentum hat den Glauben 2000 Jahre lang gepredigt. Die Erfüllung der Offenbarung verfolgt den Zweck der Abschüttelung des Pragmatischen und der Befreiung zum Glauben, vergleiche Gründe und Zwecke der sieben Schalen des Zorns Gottes. Und Jesus Christus selbst kehrt wieder, um die Herrschaft des Tiers zu beenden, vergleiche das 19. Kapitel der Offenbarung. Konkret aber wird der Gläubige lieber sterben wollen, als in einer ungläubigen Gesellschaft zu leben, und das gibt das Maß für den Umgang mit jenen, welche Gott aus eigenem Entschluß nicht lieben wollen, vor. Letztlich, freilich, handelt es sich schlicht um die Notwendigkeit der Sammlung und Erhöhung des zur Reife Gelangten, weshalb der Vorgang eben auch Ernte genannt wird.

Was erwartet mein Herr von den Seinen? Zunächst, daß sie ihren Glauben kennen und benennen, darnach ihm folgen. Wenn die Sterne vom Himmel fallen, müssen wir erneut nach ihnen greifen.

Post Scriptum vom selben Tag. אלו רמכ‬ = 777.

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27. September 2018

Nach 234, bis 250.

D I'm All Right Jack (1959)

F In the Mouth of Madness (1994)
N The Apartment (1960)
F The Major and the Minor (1942)
R Prince of Darkness (1987)
M Tom Sawyer (1930)

N Big Trouble in Little China (1986)
N Sabrina (1954)
M Elephant Boy (1937)
E The Naked Truth (1957)
R Best Defense (1984)

N Roman Holiday (1953)
D 1941 (1979)
N Kaiserball (1956)
N Her Alibi (1989)
R The Dogs of War (1980)

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22. September 2018

Die Verfaßtheit des Westens

Die tragenden Institutionen des Westens sind Schule, Kirche, Medien, Politik und Banken, wobei es mir in diesem Beitrag nicht um die spezifischen Gesetzmäßigkeiten von Parteien geht; darüber habe ich an anderer Stelle geschrieben.

Betrachten wir zunächst die Aufgaben dieser Institutionen. Neben der Entwicklung von fachlicher Kompetenz kümmern sich Schulen gleich Kirchen darum, Formen, sich gesellschaftlich einzusetzen, zu predigen. Dies ist im Hinblick auf das Alter der Schüler und der Notwendigkeit, sie zu motivieren, unvermeidlich.

Indem Medien über das Tagesgeschehen berichten, formen sie die Erwartungen ihrer Leser. Auch dies ist unvermeidlich.

Indem die Politik Gesetz erläßt, gestaltet sie die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Landes, einschließlich des Einsatzes des Militärs.

Indem Banken Kredite gewähren, beeinflussen sie das Machtgleichgewicht zwischen Besitz und Kreditwürdigkeit, wobei diese beiden selbstverständlich nie unabhängig von einander sind, die Höhe des Zinses aber bestimmt, wieviel Macht mit Besitz verbunden ist.

Wir blicken also auf diese vier Dimensionen:
  1. persönlicher Einsatz,
  2. Erwartungsformung,
  3. internationale Koordination der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einschließlich des Einsatzes militärischer Mittel und
  4. Kapitalentwertung durch Niedrigzinssubvention.
Die jeweiligen Extreme dieser Dimensionen sind die folgenden:
  1. verpflichtet - unternehmerisch,
  2. programmatisch - perspektivisch,
  3. kungelnd - freimütig und
  4. kapitalentwertend - kapitalerhaltend.
Die Verfaßtheit des Westens nun wird in allen vier Fällen durch das erstgenannte Extrem beschrieben.

Gehen wir dies kurz durch. Sowohl Schulen als auch Kirchen betonen klar die Verpflichtetheit des Bürgers gegenüber seinen unternehmerischen Möglichkeiten.

Die Medien schreiben keineswegs aus ihrem speziellen Blickwinkel heraus, sondern befolgen ein klares Programm zur Formung dessen, was ihre Leser für möglich und was sie für unmöglich zu halten haben. So sollen die Leser der Basler Zeitung etwa es sowohl für unmöglich halten, daß Donald Trump in den Vereinigten Staaten Beliebtheitspunkte sammelt, als auch, daß das Vereinigte Königreich nach dem Brexit prosperiert. Die entsprechenden Artikel scheinen dabei angesichts ihrer Monotonie vom Fließband zu kommen.

Die Staaten des Westens decken ihre Wirtschaftspolitik durch Angleichung der Druckgeschwindigkeiten ihrer Notenpressen und den Einsatz militärischer Mittel durch Anerkennung der Befunde ihrer Geheimdienste, wobei Merkel die Briten in Sicherheitsfragen nur deshalb zu den Guten zählt, weil sie weiß, daß sie andernfalls einen auf den Deckel kriegen würde.

Eine Fiatwährung ist per se kapitalentwertend.

International kungelnd und national kapitalentwertend erzeugt ein spezifisches ethisches Klima, welches ich im Beitrag The last swing of the pendulum umriß: zunächst Gelegenheiten schaffend, schließlich in Korruption versinkend.

Interessanterweise hatten die Engländer in den 1950er Jahren ein sehr feines Gespür dafür, in welche Richtung sich der Wind der Zeit drehte. Der Hinweis auf Alec Guinness' und Terry-Thomas' Filmographie genügt mir, insbesondere auf diese vier Filme:
Und heute bricht die letzte welthistorische Sekunde dieser Krankheit an, und bei aller Furcht sollte man sich doch fragen, ob es wohl schlecht sein kann, wenn sich die Dinge in Richtung unternehmerisch, perspektivisch, freimütig und kapitalerhaltend entwickeln, wobei ich perspektivisch und freimütig für ihren Gegensätzen kategorisch überlegen halte und unternehmerisch und kapitalerhaltend für den ihren gleichrangig.

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18. September 2018

Gleich den Sternen am Himmel

Der Mensch sucht sich den Geist, welchem er folgt, selbst aus, nicht unabhängig von seiner Natur, aber doch in dem Sinne, daß kein Geist ohne Zutun der Menschen Besitz von ihnen ergreifen kann.

Indes, die Geister, welche gleich den Sternen am Himmel an Gottes Seite stehen, wirken in jedem Falle auf die Menschen, ob diese ihnen bewußt folgen oder nicht, falls nicht, so durch Einspruch, dadurch, daß sie die Unachtsamen aus dem von ihnen gewählten Geist herausreißen und in ihre Schranken verweisen.

Folgt ein Mensch einem Geist, so folgen ihm auch seine Gebete, der Geist gibt ihm sein Ziel und seinen Weg. Die acht Trigramme des I Chings beschreiben Geister, Geformtheit, Unbestimmtheit, Verschreibung der Sorge, Achtung oder Lust, Fundamentlegung der Sorge, Achtung oder Lust. Geformtheit und Unbestimmtheit kann man auch wieder dreiteilen, siehe Frauen als Mägde der Götter. Zur Einordnung dieser Geister siehe Die grundlegende Vierfaltigkeit der Daseinsauffassung und zu ihrer Ergänzung Seelenkenntnis, wobei ich der Vollständigkeit halber hier noch nachtragen möchte, daß die im Beitrag Frauen als Mägde der Götter beschriebenen Selbstauffassungen erst bei Frauen des persönlichen geistigen Horizonts deutlich sichtbar zum Vorschein kommen, bei jenen des körperlichen liegen sie im Unbewußten. Freilich, dies dürfte leicht verwirren, wenn man die Gleichsetzung des Seelenteils der Verschreibung mit dem geistigen Horizont bedenkt, aber wie ich schon an anderer Stelle schrieb: Jeder Mensch hat einen geformten und einen unbestimmten Aspekt, und so ist möglich, daß jemand der Achtung verschrieben ist, also den persönlichen geistigen Horizont besitzt, und zugleich in seiner Lust geformt. Auch sollte ich nachtragen, daß der geistige Horizont gleichfalls den Seelenteil der Fundamentlegung bestimmt, wenn dort auch als Potential, und auch in allen anderen Fällen existiert und nachgewiesen werden kann.

Dies sind aber nicht alle Geister, sondern lediglich die seelisch-schicksalhaften. Daneben gibt es noch die persönlichen Geister, wie ich einen im Beitrag Ich beschrieben habe. Diese habe ich als Erregte, Fordernde und Gestimmte klassifiziert und bisher schlicht Geister genannt. Es gibt die Erdgeister, wie im Beitrag Innerliche und äußerliche Inspiration als äußerliche Inspirationen beschrieben und es gibt den vorweltlichen und die jenseitigen Geister.

Ich denke, daß die Ältesten vor Gottes Thron persönliche Geister sind. Die Heiligen hingegen, und insbesondere Christus selbst, sind jenseitige Geister.

Die Ältesten, oder die persönlichen Geister, sind als unverhandelbares spirituelles Fundament zu betrachten, welches indes ruht und die weitere Entwicklung nicht bestimmt, sondern lediglich Grenzen setzt.

Der dritte Teil der Sterne, welche zusammen mit dem Drachen auf die Erde gefallen sind, waren einstmals akzeptierte persönliche oder jenseitige Geister, welche im Rahmen der Glaubensneugründung verstoßen wurden.

Doch kommen wir zur Definition vom vorweltlichen und den jenseitigen Geistern.

Der vorweltliche Geist ist Gottes schöpferische Kraft in ihrer ungeteilten, beziehungslosen Form. Er ist ein Keim, welcher im Laufe der Zeit die bestehende Welt durch seinen Wuchs ersetzt. Er kennt keine Brüder, nur Kinder, also für die eigene Sache Gewonnene.

Die jenseitigen Geister hingegen bilden einen Stamm, welcher durch seine Sprösse einem gemeinsamen Ziel entgegenstrebt. Nur wenn es im Himmel uns gemeinsame Wegleger gibt, deren Werk wir Kraft unserer Eingebundenheit in ihre Geschichte fortsetzen, können wir überhaupt Brüder sein, also ein uns gemeinsames Ziel teilen.

Ich bin mir sicher, daß es diese spirituelle Struktur gibt, daß wir anknüpfen können. Ich wurde aus meiner Hinwendung zum vorweltlichen Geist Weihnachten 2004 herausgerissen. Und ich sehe mittlerweile alle paar Tage die lenkende Hand der jenseitigen Geister. Ich habe im Laufe der Zeit verstanden, wie ich ihnen folgen kann, ohne daß ich diesbezüglich große Tipps geben könnte: Damit man einem Geist folgen kann, muß man einen Begriff von ihm haben, aber wie sich dieser Begriff bildet bleibt rätselhaft.

Jedenfalls beschreibt die Bibel und die Offenbarung im besonderen einen Prozeß der Auffüllung der Sterne am Himmel, ein Fortwirken sich auf Erden gebildet habender Geister durch ihre Himmelfahrt. Und somit nimmt sie ganz klar Stellung zu Existenz, Wesen und Vorzüglichkeit der jenseitigen Geister. Ich denke nicht, daß Christi Wiederkehr als Aufhebung des vorherigen Stammes zu verstehen ist, das gibt die Analyse der Offenbarung meines Erachtens nicht her.

Ich denke auch, daß diese Darstellung näher an meiner Wahrnehmung ist als die Darstellung vermittels rekombinierter Ideen, aber letztlich nehmen sich die beiden Darstellungen nicht viel. Ideen sind dabei natürlich sowohl als Informationen als auch als Kräfte zu betrachten, welche von Gott verwahrt und über ihren Einflußbereich gesetzt werden, und für Geister alles ebenso, wobei unser Geist durch die Begriffe, welche er aufgreift, entscheidet, welcher Geist von ihm Besitz ergreift und welcher Geist also dereinst gen Himmel fährt.

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16. September 2018

Conjecture in journalism

I was looking up Klaus Eberwein's death and I came across this excellent fact check in The Weekly Standard.

Its excellence is condensed in these two passages:
  1. The sources used in the article from Liberty One News all lead back to the website Your News Wire, the same website which offers up false headlines like, “ Texas Church Shooter Was Antifa Member Who Vowed To Start Civil War,” “ Another ‘Floating City’ Spotted Over China” and a personal favorite, “ Putin Has Proof Princess Diana Was Killed By British Royal Family.”  
  2. The report also cites Eberwein as saying “the Clinton Foundation, they are criminals, they are thieves, they are liars, they are a disgrace,” in a Clinton-related protest in 2016. Wrong on all accounts. There are no legitimate reports backing up the claim that Eberwein said his life was in danger nor was he a “fierce critic of the Clinton Foundation.” Snopes notes, in its fact check on the matter, that the quote came from a BBC article quoting activist Dahoud Andre. 
There is an understanding of the matter at hand there, an understanding of sensationalist journalism akin to reports on UFO sightings. It allows one to take a step back and ask oneself what kind of journalism one wants. One might come up with this scale to choose from:
  1. publishing of press releases, court filings and so on,
  2. reporting of suspicious activities,
  3. warping of facts in order to support an interesting narrative.
The Weekly Standard article makes it clear that this Zerohedge article does not fall into the second category, but into the third.

There's an unfortunate dishonesty these days stemming from notional confusion relating to preferences in media consumption, i.e. the false dichotomy of the main stream and the alternative media. We'd be better served, if we acknowledged frankly to what extent we wish to listen to conjecture, because then we would have to acknowledge each other as being in control of our own media consumption and we would treat each other accordingly, that is as thinking people and not as mindless bots, who just regurgitate what they've been fed, or similarly dehumanisingly conceived of entities.

A society can easily accommodate different leanings and biases, but it gets itself into danger, once the leanings and biases of other people are considered artificial, an acquired malady from being exposed to the wrong influence, because then those other people are  not treated any longer as parties with their own interests, but as subhuman pawns of some nebulous entity that they serve.

It is precisely this what upset me when I first saw the movie The Matrix, because it preaches this world view.

The other pillar apart from the main stream vs. alternative narrative that is upholding the current dehumanisation is the glorification of self-indulgence and in particular of the desire to not have one's feelings hurt, because it leads to outrageous demands and following those outrageous assessments: from a padded cave decrees are issued, or differently put: society is being divided by skewed views and insulation, but this is not being done through skewed views on facts, but through the views on people, who try to form an opinion on what the facts are, i.e. by calling them nuts, sheeple, racists etc.

The whole fake news meme does not only reinforce both sides in their negative assessment of each other, it also diverts the attention away from the way one treats the people one disagrees with, which, of course, is additionally facilitated by the rather impersonal channel of the internet.

Thus we see the tools of the great division, firmly in the hands of the powers that be and no hidden influence anywhere. Has God driven those, he decided to destroy, mad? Or is there a strategic interest? Whatever it may be, at some point sanity needs to be restored and I won't effect that restoration prematurely with this post based on what Google Analytics tells me, so I'm free to discuss it.

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15. September 2018

Gesellschaftlicher Umgang mit Mißgeschick

Ich möchte die im vorigen Beitrag besprochene geistliche Verschiebung noch einmal anders betrachten.

Begegnet uns Mißgeschick, so haben wir drei Möglichkeiten, mit ihm umzugehen,
  1. es zu beheben,
  2. mit ihm zu leben und
  3. uns von ihm abzukehren.
Mißgeschick, welches wir beheben können, geht zwangsläufig mit unserem Erfahrungserwerb einher, denn wenn wir unser Geschick ausbessern, treffen wir stets zugleich Vorkehrungen, daß uns das gleiche Mißgeschick nicht noch einmal widerfährt.

Mißgeschick, mit welchem wir gesellschaftlich leben, kann sich aus stochastischen Gründen keiner Pechsträhne verdanken, denn so viel Pech gibt es nicht. Da der Mittelwert der Natur aber unser Geschick ist, welches gemeinhin nicht als Mißgeschick betrachtet wird, und von mir an dieser Stelle aus technischen Gründen auch nicht, ohne daß ich damit etwas über Schopenhauer oder den Buddhismus gesagt haben möchte, muß Mißgeschick, mit welchem wir gesellschaftlich leben, also anthropogen sein. Das heißt dann aber per Definitionem des Begriffs Übertretung, daß Menschen die Grenzen des Rechten übertreten haben.

Mißgeschick schließlich, welches uns zur Abkehr von unserem Weg bringt, beruht auf unserer Gleichgültigkeit unserem Ziel gegenüber.

Es zeigt sich also auf rein logische Weise, daß eine Gesellschaft durch die folgenden drei Phasen gehen wird:
  1. Ahnungslosigkeit,
  2. Mahnungslosigkeit und
  3. Ziellosigkeit,
und diese entsprechen also den Siegeln, Trompeten und Schalen der Offenbarung, wobei das Aufbrechen eines Siegels gewiß eine Metapher für Erfahrungserwerb ist, das Erschallen einer Trompete gewiß eine Metapher für Mahnung und das Einflößen eines Trankes gewiß eine Metapher für Erschütterung und Abspinstigkeit.

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12. September 2018

Geistliche Verschiebungen

Geist bezeichnet in diesem Beitrag die gesellschaftlich treibende Kraft, und zwar jene, welche die christlichen Gesellschaften treibt, also eine Art gedämpften Heiligen Geist.

Die ersten sechs Siegel mit den sieben Trompeten vergleichend gelange ich, um es ganz kurz zu machen, zu dem Schluß, daß Johannes auf diese Weise zwei Phasen von einander unterscheidet, nämlich
  1. die Phase der Ahnungslosigkeit und
  2. die Phase der Mahnungslosigkeit,
mit anderen Worten bezeichnen die Siegel Katastrophen, welche den Ahnungslosen begegnen, und die Trompeten Übertretungen, zu welchen sich die Ungemahnten hinreißen lassen.

Diese beiden Phasen sollten mit der zweiten und dritten Phase des Glaubenszykels übereinstimmen, also mit der Konkretion des Glaubens in der Gesellschaftsordnung und jener im persönlichen Einsatz, denn die Etablierung einer auf den eigenen Glaubensgrundsätzen beruhenden Gesellschaftsordnung ist stets ein Aufbruch ins Ungewisse und die Fixierung einer Gesellschaftsordnung ist stets mit einer spirituellen Rigidität verbunden, welche zu Übertretungen führt.

Danach finge die persönliche Phase des christlichen Glaubenszykels also bereits 1581 an, aber dies mag ortsabhängig auch so stimmen, universell ist sie jedenfalls 1789 erklärt worden, beziehungsweise, mit Blick auf den göttlichen Fingerzeig, 1744.

Wiewohl wir uns weiterhin in der dritten Phase unseres Glaubenszykels befinden, hat sich erneut eine geistliche Verschiebung ereignet, welche das 21. Jahrhundert bisher kennzeichnet, nämlich der seit George Walker Bush zu beobachtende Bruch zwischen persönlichen Aspirationen und gesellschaftlichen, also daß seit ihm alle US-Präsidenten gesellschaftliche Aspirationen verfolgen, welche in keiner Beziehung zu ihren persönlichen stehen, es ist, könnte man sagen, eine Zeit der Sorge um die Moral der Anderen angebrochen.

Wie ich im Beitrag zum Hexagramm Die Insel schrieb, halte ich diese spirituelle Leere für ein Zeichen der Herrschaft der Unvernunft, und lägen zwischen den Schalen ebenfalls 85 Jahre wie zwischen den Siegeln und Trompeten statt dreieinhalb, so existierte sie für 510 Jahre, was wahrlich niemand überstünde, wobei mir persönlich auch schon die 21 lang werden, wiewohl ich einsehe, daß die Dinge wirklich nicht schneller voranschreiten können.

Dabei ist dieser Geist, welcher im eigenen Leben nichts Heiliges kennt und Seinesgleichen verschmäht, derart aus der eigenen Tiefe das Volk zu Höhen führen will, noch nicht einmal ein Gegner, sondern lediglich die Kruste, welche sich in der Kälte der Hoffnungslosigkeit über dem Glauben gebildet hat. Was Trump dabei von seinen beiden Vorgängern unterscheidet ist, daß Höhe für ihn nicht gleichbedeutend mit Konformität ist, aber seine Erfolgsaussichten teilt er mit ihnen.

Nun denn, hoffen wir, daß sich zur gegebenen Stunde der Geist erneut verschiebt, und zwar geschwind wie versprochen.

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7. September 2018

Matthäus 12:31-32

Darum sage ich euch: Alle Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben; aber die Lästerung wider den Geist wird den Menschen nicht vergeben. Und wer etwas redet wider des Menschen Sohn, dem wird es vergeben; aber wer etwas redet wider den Heiligen Geist, dem wird's nicht vergeben, weder in dieser noch in jener Welt.
Das Vertrauen auf den Heiligen Geist bedeutet, es der Empfänglichkeit der Menschen für den Begriff des Heiligen zu überlassen, ein Problem ihrer Zeit zu lösen. Lästerung wider dieses Vertrauen bedeutet, sich einer Gruppe von Menschen anzuschließen, welche es besser zu können vermeint, denn auf sich alleine gestellt wird es keiner von sich denken.

Weil diese Sünde stets eine gemeinschaftliche ist, wird sie nicht vergeben, denn Gemeinschaften kehren nicht um, sondern zerfallen allenfalls.

Soweit die philosophische Sicht. Ich weiß bei mir, daß, wer sich dem Teufel an die Brust wirft, aus keinem anderen Grund als weil er meint, daß er es verdient, bessergestellt zu sein als er es ist, dem Teufel sicher ist, daß er etwas weggegeben hat, was er nicht wieder aufnehmen wird.

Der verruchte Wunsch, eine zerstörerische Tat vollendet zu sehen, ist's, denn auf Zerstörung läuft der Wunsch nach jäher Bereicherung noch stets hinaus, kostet es doch weniger Mühe, die Frucht vom Baum zu brechen als es diesem kostete, sie wachsen zu lassen.

Und Vergebung bringt ihn nicht zur Umkehr. Allenfalls unerwartete Gegenwehr.

Wir werden uns fraglos zur Schlacht bei Harmageddon rüsten müssen, lenkt der Teufel die Herzen von Verbünden und Einzelnen doch so (verfehlen Menschen doch in Gruppen und alleine das Angemessene also).

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6. September 2018

Matthäus 12:43-45

Wenn der unsaubere Geist von dem Menschen ausgefahren ist, so durchwandelt er dürre Stätten, sucht Ruhe, und findet sie nicht. Da spricht er denn: Ich will wieder umkehren in mein Haus, daraus ich gegangen bin. Und wenn er kommt, so findet er's leer, gekehrt und geschmückt. So geht er hin und nimmt zu sich sieben andere Geister, die ärger sind denn er selbst; und wenn sie hineinkommen, wohnen sie allda; und es wird mit demselben Menschen hernach ärger, denn es zuvor war. Also wird's auch diesem argen Geschlecht gehen.
Bedeutung.
Ein Herz, welchem nichts errichtenswert ist, kann sich der Zersetzung auf Dauer nicht verschließen.
Vergleiche auch: The pre-Christian Saxon notion of empty-heartedness.

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4. September 2018

Das Böse in persönlicher und philosophischer Begegnung

Unter dem Bösen möchte ich auch hier schlicht das Unangemessene verstehen, wobei es damit schon klar ist, daß das Böse in der persönlichen Begegnung persönlich für unangemessen gehalten wird und in der philosophischen auf der Grundlage der verfolgten Philosophie.

Macht man also persönlich Bekanntschaft mit dem Unangemessenen, so erwartet man vom Recht in erster Linie, daß es darauf ausgelegt ist, die eigene Verunsicherung zu beenden. Aus dieser Ecke der menschlichen Psyche stammt denn auch der Wunsch nach grausamen* und einschüchternden Strafen.

Begegnet man dem Unangemessenen hingegen auf philosophische Weise, so besteht die Funktion des Rechts in der Minimierung des Unangemessenen: das Ziel ist die Entwicklung angemessener gesellschaftlicher Beziehungen und auf den Einzelnen bezogen seine Anleitung zur Angemessenheit.

Wenn man meine beiden Beiträge Der Grundgedanke des Islams und Der Grundgedanke des Christentums liest, wird man unschwer feststellen, daß der Islam danach dem Bösen auf persönliche Weise begegnet und das Christentum auf philosophische.

Die Frage ist natürlich, ab welchem Punkt sich die philosophische Betrachtung für einen Christen vor die persönliche schiebt. Daß das Unangemessene stets seine Strafe findet, gehört zu seiner Definition, und wenn man selbst derjenige ist, welchem Unangemessenes widerfährt, so geht diese Strafe natürlicherweise auch von einem selbst aus. Jesu Beispiel der hingehaltenen anderen Wange betont dabei den zur Einsicht bringenden Aspekt der eigenen Antwort, und allgemein wird man wohl sagen können, daß ein Christ nie aus persönlicher Verunsicherung heraus strafen darf, sondern nur in Hinsicht darauf, wodurch dem Recht, also angemessenen gesellschaftlichen Beziehungen, gedient sein mag - soweit sich das absehen läßt.

Es ist selbstverständlich, daß es diesbezüglich verschiedene Auffassungen gibt, aber ebenso selbstverständlich ist allen Christen, daß das Angemessene als Angemessenes von den Menschen freiwillig angenommen werden muß und die Strafe für etwas Unangemessenes den Frevler also lediglich aus einem verbotenen Bereich entfernen darf, ohne ihn dabei zu drängen, sich an einem erwünschten Ort einzustellen.

Eine Philosophie, nach welcher das Angemessene nicht freiwillig angenommen werden muß, dürfte in ihrem Umgang mit dem Unangemessenen noch hinter den persönlichen Umgang mit ihm zurückfallen und darf auch nur auf dem entsprechende Liebe der Menschen zu ihr hoffen, wobei eine organisierte Minderheit der Mehrheit indes schweren Schaden zuzufügen vermag, wenn letztere aus philosophischen Gründen in ihrer Gegenwehr behindert ist.

* Grausam ist, was beim unbeteiligten Betrachter Grauen auslöst.

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2. September 2018

Ich

Gemeinsam ist jenen Vieren, daß sie zunächst glauben, und dann danach leben. Ein Wagnis - und ein Stolz, welcher sich nicht darauf gründet, die Welt zu beeindrucken. Eine Haltung, welche von Natur aus leidet, weil sie danach trachtet, sich im Matsch zu bewähren. Eine Auffassung, nach der die Welt erst durch die eigenen Entscheidungen wird.

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