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„Daß du nicht weißt, was dir frommt, des faß ich jetzt deines als Pfand!“
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9. August 2026

Granulare und ganzheitliche Seinsauffassung

Es mag verwundern, warum ich im vorletzten Beitrag nicht geschrieben habe:
  • uns gemäß durch einen Schwierigkeitszusammenhang erleichterten Haltungen uns in ihm bewegend fassen können.
Der Grund hierfür besteht darin, daß ich der ganzheitlichen Seinsauffassung anhange, welche darin besteht, eine Haltung für das ganze Sein anzunehmen, was auch Einfalt genannt wird.

Es ließen sich aber auch je nach Lage unterschiedliche Haltungen annehmen: When in Rome, do as the Romans do. oder But when the blast of war blows in our ears, Then imitate the action of the tiger: Stiffen the sinews, conjure up the blood, Disguise fair nature with hard-favoured rage: Then lend the eye a terrible aspect; Let it pry through the portage of the head, Like the brass cannon; let the brow o'erwhelm it As fearfully as doth a galled rock O'erhang and jutty his confounded base, Swill'd with the wild and wasteful ocean. Now set the teeth and stretch the nostril wide; Hold hard the breath and bend up every spirit To his full height.

Nun mag man einwenden, daß es sich bei diesen nicht unbedingt um gesonderte Haltungen handelt, sondern lediglich um Spezialfälle einer, aber das müssen wir hier nicht entscheiden, sie könnten gesonderte sein, das genügt, und wenn sich Haltungen widersprechen, müssen sie gesonderte sein.

Nach kurzer Reflexion wird man finden, daß es genau genommen nicht die Lage ist, nach welcher unterschiedliche Haltungen angenommen werden, sondern die Rolle, oder gleichbedeutend damit, die eigene Funktion, um welche naturgemäß eine Blase aus Parametern und möglichen Funktionswerten besteht, welche die Eventualitäten der Haltung bestimmt, und welche ich Funktionsblase nennen möchte - Rollenblase führte nur zu schlimmstenfalls tagelangen Spekulationen darüber, wie sich Seifenblasen wohl rollen ließen.

Diese Funktionsblasen also bilden das granulare Sein der granularen Seinsauffassung, und sie erklären, warum der Abgrund in den Einfaltslosen blickt, wenn der Einfaltslose in ihn blickt, nämlich weil der Abgrund jenseits der Funktionsblase liegt und sich die Funktion des Einfaltslosen ändert, wenn er sich mit Gegenständen außerhalb seiner Funktionsblase beschäftigt.

Ich denke, es ist besser, die der granularen Seinsauffassung Anhangenden einfaltslos zu nennen als etwa schizophren oder vielfältig.

Grundsätzlich schätzen wir Menschen nach ihrer Haltung ein, einschließlich, wenn auch zu einem geringeren Grade, uns selbst, und so kommt es bei Einfaltslosen zu Selbst- und Fremdbildtransformationen, worüber ich im vorigen Beitrag gescherzt habe: B und D sind einfältig, C ist es nicht und A trachtet, letzteres auszunutzen.

Das Sprichwort: Was ich selber denk' und tu', das trau' ich auch den andern zu.  macht sich allgemein über diese Transformationen lustig, also daß die bloße Verdächtigung des Andern ausreicht, den Einfaltslosen in das zu verwandeln, wessen er den Andern verdächtigt, indem sich seine Funktionsblase ändert - in Gedanken wird ihm stets ein: wenn noch nicht jetzt, so doch bald! hinzugefügt, was auch seine Reduktion auf Was ich selber mach' und tu', das trau' ich auch den andern zu. erklärt.

Betrachten wir exemplarisch zwei nahe verwandte, doch grundsätzlich verschiedene Selbst- und Fremdbildtransformationen infolge des Ukrainekriegs, nämlich
  1. Demokraten verteidigen die Demokratie,
  2. indem sie die russische Regierungsmafia bekämpfen.
Daß sich eine Mafia am besten mit Mafiamethoden bekämpfen läßt, ist eine vertretbare These, welche ein Einfältiger unterstützen mag, wiewohl sie den Einfaltslosen natürlich in einen Mafioso verwandelt, aber kein Einfältiger, welcher ein prinzipientreuer Demokrat ist, würde ein Volk jemals zwingen, seine Freiheit zu verteidigen, selbst wenn sie tatsächlich auf dem Spiel stünde. Er wird es vielmehr als gegeben ansehen, daß Freiheit Voraussetzungen besitzt und Opfer erfordert, und zu einem entsprechend vorsichtigen Vorgehen raten, siehe auch meinen nun schon 13 Jahre alten Beitrag zur Gesellschaftspsychologie der Marktwirtschaft. Mit anderen Worten können jene, welche es dennoch tun, entweder keine prinzipientreuen Demokraten gewesen sein, oder sie sind einfaltslos. In letzterem Falle wären sie vor kurzem noch Demokraten gewesen, aber jetzt sind sie es nicht mehr.

Die interessante Frage ist natürlich, wie hoch der Anteil der Einfaltslosen an der Bevölkerung ist, welche ich einstweilen nicht beantworten kann, da es gesellschaftlich akzeptiert wird, diesbezügliche Verdachtsmomente nicht auszuräumen, so daß sich viele aus Bequemlichkeit widersprüchlich verhalten. Das müßte sich zunächst ändern, uns müßte die Wichtigkeit der Einfalt bewußt werden und dann müßten wir unsere Politiker auf sie hin überprüfen.

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8. August 2026

Non sequitur

What's going on here?
A: Every person has homosexual and heterosexual tendencies.
B: That's gay enough for me.
C: Wouldn't it be that for everybody if it was true?
D: The more so when it isn't.
cf. Hiding Out.

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Handlungsstrategien

Ich habe mich so durchgewurschtelt. Das muß aufhören.

Die Handlungsstrategien bestehen schlicht gesagt darin, so lange zu beachten, bis wir herbeiführen können, wobei die Revision den Wert des unmittelbaren Werts des revidierten logischen Zusammenhangs für die revidierende Bildung enthüllt, also
  • die Möglichkeit der Vorhaben, welche Imstandesein spendende Voraussetzungen aufgreifen,
  • die Planbarkeit der Entwicklung, welche eine verwendbare Begleitung freilegt, und
  • die Leichtigkeit der Haltung, in welche leichte Vorhaben eingesetzt werden,
welcher also optimiert wird, bis wir
  • die von einem Voraussetzungsteilzusammenhang ermöglichten Vorhaben uns in ihm bewegend anwenden können,
  • die durch einen Begleitungsteilzusammenhang planbaren Einkehren uns in ihm bewegend aufdecken können und
  • uns gemäß einer durch einen Schwierigkeitszusammenhang erleichterten Haltung fassen können.
Die bisher so genannten Handlungsstrategien müssen also Revisionsanknüpfungen genannt werden, und bei den Handlungsstrategien handelt es sich um die bisher so genannten Herbeiführungsweisen, denn bei der
  • Einfallsverwirklichung
    • macht die Einfallsverfolgung nutzbar, bis
    • die Einfallsbewertung in Form des Fazits die möglichen Vorhaben und den sie ermöglichenden Voraussetzungsteilzusammenhang bestimmt,
  • Etappeneinteilung (vormals Kursvollendung)
    • erforscht die Kurseinschlagung, bis
    • die Kursüberprüfung in Form des (Begleitungs-)Wissens die planbaren Entwicklungen und den ihnen zugrundeliegenden Begleitungsteilzusammenhang bestimmt, und
  • Ansatzintegration (vormals Seinsherstellung)
    • aktualisiert das Ansetzen (vormals Seinsfundierung - gedankliche Kontinuität fraglich), bis
    • die Umstellung (vormals Seinsgeleitung - gedankliche Kontinuität fraglich) in Form der Technik (welche weiteren Maßstäben neben der Leichtigkeit genügen mag) den erleichternden Schwieirgkeitsteilzusammenhang der Haltung bestimmt.
Maßstab als Haltungsextrakt ist zu kurz gesprungen, es ist immer die Technik, welche sich in den Prioritäten der Bestreben niederschlägt, und auch wenn sie dies naturgemäß in (sehr vielen) Maßstäben tut, etwa wie man beim Singen zu atmen hat, wann die Stimmbänder (mit Ananassaft) zu entschleimen und so weiter, kann man das Extrakt doch höchstens ein Gestell nennen, welches die Technik festlegt - oder eben auch Technik, wobei
  • das Fazit der Frage gilt, wann die Technik gelingt,
  • das Wissen durch das Fazit relevant wird und
  • die Technik durch das Wissen formuliert
- bei der
  • Position handelt es sich schlicht um den Fokus der Aufmerksamkeit,
  • Ordnung um die Art des Verständnisses und
  • Funktion das Bedachte,
lediglich more geometrico.

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7. August 2026

Aristotle as the common foundation of Catholics and secular Jews.

Since that post yesterday I understand what Catholics and secular Jews mean. I could have done without, but it saves me a lot of head-scratching.

There was this time when an irate Catholic asked me whether I knew what the Eucharist meant. Communion with the Christian community? A sombre remembrance of the role of our life? No, nothing like that: The presence of the divine substance, that which made Christ God on earth, in the food we shared.

It's really rather decent and considerate: Instead of transferring the divine substance directly into us, a transfer left to the holy spirit, the priest lets Christ transfer it into bread and wine and those fill us then with it.

Of course, so could the holy spirit in sombre remembrance - the difference is: the holy spirit couldn't accidentally end up in a church mouse and these kinds of accidents seem to possess a strong fascination: If God is present as a substance, it would seem that we possess a certain amount of control over Him, which both angers and compels the faithful Catholic depending on who gets his hands on it.

And it's not just Catholics and that is where it gets very weird - and the more so since substance as the quality that distinguishes matter has taken quite a beating: all substances are convertible into energy and different forms of energy into each other so that there's really just different constellations of bumps on the quantum level.

Despite that Star Trek treats thought as an energy (Where No One Has Gone Before) and awareness as a substance (Errand of Mercy, Star Trek: The Motion Picture, Lonely Among Us, Power Play, Transfigurations and probably many more). And it's not just Roddenberry: In the recently discussed Disclosure Day Steven Spielberg uses light as the medium to bestow telepathic abilities and mathematical comprehension, treating awareness and intelligence again as substances.

Considering how remote Aristotle's scientific understanding is from ours and seeing that he's not exactly fashionable, this is mighty peculiar. Now, when you say it's like Paris being the city of love, one of these American conventions to signal culturedness, you're probably right, but then again considering that this is not about encouraging people to visit the Louvre, but to stick to a particular understanding of divinity, namely that of a potion that can be filled into bottles and experimented with, creating life, sentience and good fortune in the process, this is not so innocuous, but a decidedly alien foothold in our culture, one that should be experienced as such by anyone concerning himself with it, so I must conclude that those who don't act accordingly are part of a common tradition that consciously keeps it alive.

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Ehrbarkeiten und Ehr(ung)en

Die Frage, wie
führt auf die den Ehrbarkeiten als Nächsten- der Gottesliebe entsprechenden Ehren, nämlich
  • die dem Gewissen entsprechende Einfindung in die gewissenhafte Lebensweise des Geehrten,
  • die der Vorliebe entsprechende Anvertrauung der vorgezogenen Entwicklung des Geehrten (in dem Maße, wie er sie unter versatilen Voraussetzungen selber bestimmen kann) und
  • die dem (subjektiven) Glauben entsprechende Einbringung in die Haltung, an welche der Geehrte glaubt (gleichbedeutend mit der begrüßten Einlassung auf sie),
denn genau das bildet die Basen der drei Zeitalter: im Zeitalter der
  • Wunder die gemeinsame Einfindung in die gemeinsame gewissenhafte Lebensweise,
  • Werke die gegenseitige Anvertrauung der individuell vorgezogenen Entwicklungen, zu welcher natürlicherweise auch antizipative Dienstleistungen gehören, und
  • Wacht die gegenseitige Einbringung in die individuell aus den als göttlich anerkannten gewählten Haltungen.

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Die unmittelbaren und mittelbaren Werte der logischen Zusammenhänge

Ich habe im vorletzten Beitrag bereits meine Verlegenheit gegenüber der Bezeichnung Rechtfertigungen ausgedrückt. Wie es steht, sind
  • Zurechtfinden,
  • Beschäftigen und
  • Vorgeben
Handlungsschritte,
  • Rechenschaftgeben,
  • Ausrichten und
  • Berücksichtigen
Rechtfertigungen und
  • Umgehen: Zurechtfinden & Ausrichten,
  • Angehen: Beschäftigen & Berücksichtigen und
  • Studieren: Vorgeben & Rechenschaftgeben
Handlungen. In erster Linie sind Rechtfertigungen indes zunächst einmal Berichtigungen und Handlungsschritte also Handlungen und Handlungen Absicherungen, und trotz der Unannehmlichkeit nehme ich diese Begriffsbegradigung lieber vor.

Die unmittelbaren Werte der logischen Zusammenhänge erweisen sich damit an der Unbedenklichkeit der Handlungen,
  • die Leichtigkeit des Schwierigkeitszusammenhangs an jener des Zurechtfindens,
  • das Imstandesein des Voraussetzungszusammenhangs an jener des Beschäftigens und
  • die Verwendbarkeit des Begleitungszusammenhangs an jener des Vorgebens.
Ist der unmittelbare Wert hingegen nicht hinreichend, so berichtigen wir, handeln also nicht aus Mutwillen sondern weil wir uns vor dem zyklisch nächsten logischen Zusammenhang rechtfertigen müssen, und der mittelbare Wert der logischen Zusammenhänge besteht dann also in ihrem Wert für den zyklisch nächsten, welcher die Berichtigung nicht Vergebens sein läßt,
  • die Instandsetzung des Schwierigkeitszusammenhangs das Rechenschaftgeben,
  • die Versatilität des Voraussetzungszusammenhangs das Ausrichten und
  • die Einfachheit des Begleitungszusammenhangs das Berücksichtigen,
und diese mittelbaren Werte kennzeichnen die willkürlichen Lagen,
  • die Instandsetzung die Verantwortung vor dem Fazit,
  • die Versatilität die Voraussetzungen für das Wissen, etwa die Schiffahrt betreffend reffbare Segel und ausfahrbare Ruder, und
  • die Einfachheit die Mustergültigkeit für den Maßstab, etwa den Maschinenbau betreffend die symmetrische Gestaltung physikalischer Prozesse (zylindrische Räder, Kolben, Röhren et cetera),
welche durch die reflektiven Phasen der Glaubensweisen herbeigeführt werden,
  • die Instandsetzungsverantwortung im Rahmen der Klärung,
  • die Verwendungsvoraussetzungen im Rahmen des Erwachsens und
  • die Mustergültigkeit im Rahmen der Suche.

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6. August 2026

Eine kleine philosophische Geschichte der Universalien

Gegenstände unserer Vorstellung, an welchen wir eine Gemeinsamkeit erfassen, regen unseren Verstand allesamt zu dieser Erfassung an, das heißt, sie bilden eine Klasse, welche, wenn sie von uns verstanden wird, einen ihr eineindeutig zuordenbaren Eindruck wachruft: { g | V(g) |-> e } = V-1(e) und stehen somit in einer bestimmten zeitlichen Konstellation zu ihm und jenem Eindruck, das heißt, wir können alle Gemeinsamkeiten als zeitliche Konstellationen über unseren Verstand zu ihnen eineindeutig entsprechenden Eindrücken auffassen, welche indes Begriffe und keine Namen sind.

Mehr läßt sich nicht mit Sicherheit sagen. Angenommen, unsere Vorstellung und unser Verstand funktionieren körperlich, wogegen in der Regel nichts spricht, also so lange wir keine passive Besinntheit betrachten, oder, um dies gleich davon zu unterscheiden, sie funktionieren auf der körperlichen Ebene, so besteht zwischen Gegenständen verschiedener Begriffe die gleiche Andersartigkeit, welche zwischen den Fasern verschieden harter Hölzer besteht: diese erzeugen unterschiedliche Erfassungen, wenn sie auf den Verstand treffen, und jene unterschiedliche Teile, wenn sie die Axt trifft.

Insofern dies gesetzmäßig erfolgt, können wir die Gesetze erforschen und versuchen, das Verhalten der Materie auf sie zurückzuführen. Alle körperlichen Gemeinsamkeiten beruhten danach auf der Anwendung dieser Gesetze auf geeignet erfaßte Körper, und diese zusammen, Gesetze und abstrahierte Eigenschaften, bildeten das physikalische Modell, dessen Vorhersagen das Begreifen unserer Vorstellungen ersetzten wie der Gregorianische Kalender das Beobachten der Sonne und in welchem aus der erfaßten Gemeinsamkeit eine rechnerisch abgeleitete wird.

Die letztere Auffassung ist die Platonische, welche das unbewegt Bewegende sucht, die mittlere Aristoteles' Hylomorphismus und die erstere der deutsche Idealismus, der Ockham'sche Konzeptualismus oder auch die Parmenides'sche.

Gott in der Substanz zu suchen, als etwas, was sie göttlich macht, kann nur einem Schüler Aristoteles' einfallen: Es ist von atemberaubender Verbohrtheit.

Post Scriptum vom folgenden Tag.
  • Die Parmenides'sche Betrachtung läßt sich auch als unmittelbare,
  • die Aristoteles'sche auch als externalisierende und
  • die Platonische auch als theoretische (der externalisierenden) bezeichnen,
wobei sich Platon aber der unmittelbaren bewußt ist und sie mit den Gesetzen der theoretischen in Verbindung bringt, und sei es nur in Form der scheinbaren Vollkommenheit der gesetzlichen Ordnung, etwa am Beispiel der Bahnen der Planeten.

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Logische Zusammenhänge als im weiteren Sinne Geliebtes

Bei den verlegen so genannten Haltungsextrakten handelt es sich um logische Zusammenhänge, nämlich beim
  • Fazit um den Abhängigkeits- oder Voraussetzungszusammenhang,
  • Wissen um den Begleitungszusammenhang und
  • Maßstab um den Schwierigkeitszusammenhang,
welche wir durch die Analyse der Rückschauen, den
  • Voraussetzungszusammenhang durch jene der Abhängigkeiten,
  • Begleitungszusammenhang durch jene der gesetzmäßigen Begleitungen und
  • Schwierigkeitszusammenhang durch jene der Verantwortlichkeiten,
bilden, in welcher sie sich als gesetzmäßig oder beständig zeigen, so daß wir sie in Form unserer Haltung in unsere Rechtfertigungen genannten Handlungen einbeziehen, den
  • Voraussetzungszusammenhang in Form des Umgangs in das Ausrichten,
  • Begleitungszusammenhang in Form der Vorhaltung in das Berücksichtigen und
  • Schwierigkeitszusammenhang in Form der Bestreben oder Prioritäten in das Rechenschaftgeben.
Und damit übereinstimmend
  • sind wir Voraussetzungszusammenhängen verbunden,
  • lieben wir Begleitungszusammenhänge im engeren Sinne und insbesondere jene des so genannten natürlichen Rechts und
  • sind wir mit Schwierigkeitszusammenhängen zufrieden.

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5. August 2026

Disclosure Day (2026)

Jemand sollte Jeff Bezos sagen, daß Dinge, welche man in der Auslage des Spielzeuggeschäfts sieht, aufhören, interessant zu sein, wenn man sie kauft, und gerade dann, wenn man sie praktisch auszunutzen gedenkt, da ihre Natur dabei notwendig Schaden nimmt.

Spielberg's Film dreht sich weniger um Außerirdische und ihr Verhältnis zu Regierungsbehörden als um die Rolle von Journalisten. Der Wrestler, der dem Publikum am Anfang ins Gesicht tritt, nun, das war nicht Alex Jones, aber er sieht ihm schon verdammt ähnlich.

Die Linse, durch welche der Film zugänglich wird, denn von selbst ist er es nicht, ist die Neugier, das Streben nach dem Unendlichen, zum einen in die Breite, die Welt verbindend, und zum andern in die Tiefe, die Welt verstehend, und indem Margaret Fairchild und Daniel Kellner (Herr Ober, die Story bitte!) dies ernster als normal nehmen und so zu Außenseitern werden, muß sie Hugo Wakefield zur universalen Quelle zurückführen, um ihnen zu verdeutlichen, wie die Paarung R&D (Research & Development) und Marketing zum Segen aller ist, indem sie unser aller Verlangen nach Neuem stillt, und daß sie also eine ganz besondere Begabung besitzen.

Freilich, hätte Kellner den Hula-Hoop Reifen erfunden und Fairchild hätte ihn popularisiert, indem sie ihn während einer Tornadovorhersage um ihre Hüfte hätte kreisen lassen, hätte der Film diese Botschaft überzeugender 'rübergebracht, aber das ist die einzige positive Botschaft, welche sich in ihm finden läßt, also daß Nerds und Bimbos keine Freaks sind, sondern die wahren Helden unserer Zeit.

Ich könnte jetzt ein paar Paragraphen über das nominalistische Verständnis Gottes schimpfen, welches Nonnen dem Film nach besitzen - wenn es keine Universalien gäbe, könnte Gemeinsamkeit nur durch die Zuordnung des selben Namens hergestellt werden und alle Definitionen müßten enumerativ sein, und wir könnten etwa nur jene Bäume, auf welche unsere Mutter gezeigt hat und sie Baum nannte, unter ihren Begriff bringen - aber ich werde Spielberg's Beispiel folgen und positiv bleiben, wenn auch nicht zur größeren Ehre des Journalismusses.

Spielberg benutzt die Außerirdischen, um Tele- und Empathie zu thematisieren, der Name Ingo Swann sagt ihm wahrscheinlich schon seit Minority Report etwas, und bindet sie als Vermarktungswerkzeug in die Handlung und theoretisch auch die amerikanische Wirtschaftsordnung ein. Das ist, wie gesagt, etwas gesucht, hält den Film aber zusammen.

Denn neben der positiven, enthält der Film natürlich auch eine negative Botschaft, nämlich daß das Fremde in Form der Außerirdischen in der amerikanischen Gesellschaft stets mit dem Feindlichen identifiziert wird, während es in Wirklichkeit Amerika wie die Laborratte die medizinische Forschung ertragen muß. Ich habe im vorigen Beitrag erklärt, woran das liegt, nämlich an dem Bedürfnis der Geführten nach jemandem, welcher ihre Führer herausfordert - eigentlich ein subversiver Zug, welcher indes Wasser (beziehungsweise Blut) auf die Mühlen der Rüstungsindustrie leitet.

Das ist so ein bißchen das Problem mit Leuten von Spielberg's Schlag: Die Führung umarmen sie und winden ihr sie verherrlichende Kränze in ihren Erzählungen, aber wenn sich die Natur dann regt, wenn sie verschleppt wird, und Dritte nach den Prinzipien der Führung ihr Süppchen aus ihr kochen, so gestehen sie sich nicht die Autorenschaft der Führung im ganzen Werk ein, sondern bekämpfen im heiligen Auftrage Teufel.

Genauer gesagt erkennt Spielberg die Kategorie des Anderen zwar an, aber nur als Inspiration und nicht als potentielles Korrektiv der eigenen Führung, dessen Sinn natürlich darin besteht, die eigene Führung auf Trab zu halten, und in der gegenwärtigen politischen Lage mag es der bessere Weg sein zu erkennen, daß die Herausforderung nicht von einem Andern kommen wird, sondern von einem selbst kommen muß, und diesbezüglich blieb Alex Jones bisher weitgehend untadelig, als der Führung unter deformierender Integration alles Schönen (und hier rede ich nicht von jener von IMDb in Amazon's Bestellungsprognostik, sondern von jener, welche den Wert der delphischen Sibylle für die Marketingabteilung entdeckt, aber wenn Amerika das Neue Jerusalem ist, ist Widerstand natürlich zwecklos) in eine immer verzerrtere Welt zu folgen.

So, ich habe mich nicht gedrückt und Spielberg's unter seinem eigenen Gewicht verzogenen Bau zurechtgerückt und lehne ihn immernoch ab. Ohne diese Mühe ist der Film schlicht öde und deprimierend, kein Dom, sondern ein Klumpen (wie das Halstenbeker Knick-Ei). Es war auch keine gute Idee, die Passenger-Metapher zu verwenden, ob mit oder ohne Antonioni-Bezug, Segler wäre besser gewesen, um die sich treiben lassende Fairchild zu beschreiben: Es ist alles gewollt und zusammengestückelt.

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Der unregierte Rest unter den kulturellen Herrschaften

Indem
  • die Erlebniskultur die Entwicklung bestimmt,
  • die Repräsentationskultur die Haltung und
  • die Willenskultur die Vorhaben
besteht der unregierte Rest entsprechend in
  • sensationellen Eventualitäten,
  • fantastischen Rollen und
  • regressiven Verhalten,
wobei letzteres genauer durch die Vorhaben der Regierung bestimmt wird: Wenn sie
  • sucht, um aufzubauen, so besteht es in Unbeirrtheit,
  • klärt, um aufzubrechen, so in Eskapaden, und
  • erwächst, um zu formieren, so in Willkür,
wie denn auch eine Weise, mit dem Dritten Reich fertig zu werden, darin bestanden haben dürfte, sich betont unbeirrt ins Skatspiel zu vertiefen.

Die fantastischen Rollen sind in der Form des Karnevals ein etablierter Teil des Katholizismusses, und was die sensationellen Eventualitäten betrifft, so ergeben sie sich entweder aus
  • Entwicklungen, womit es sich bei ihnen um Naturkatastrophen handelt, oder
  • den Plänen eines Herausforderers.
Da die Vereinigten Staaten
  1. Immigranten aus allen Herren Ländern offenstehen und
  2. sich damit implizit über alle andern Länder stellen,
ist es nur logisch, daß ein solcher Herausforderer ein außerirdischer sein muß, denn
  1. tritt nur ein solcher keiner Immigrantengruppe auf den Schlips und vermeidet damit die Spaltung der amerikanischen Gesellschaft und
  2. verletzt nur ein solcher das Ego, den Überlegenheitsanspruch der Vereinigten Staaten an sich selbst nicht.

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4. August 2026

12 Songs from 12 Bands or Artists Released in '87

1. Exposé: Come Go with Me


2. Alexander O'Neal: Fake


3. Joyce Sims: Come into My Life


4. Hue & Cry: Labour of Love


5. Bill Medley, Jennifer Warnes: (I've Had) The Time of My Life


6. M|A|R|R|S: Pump Up the Volume


7. Pretty Poison: Catch Me (I'm Falling)


8. The Stranglers: All Day and All of the Night


9. Whitney Houston: I Wanna Dance with Somebody (Who Loves Me)


10. Foreigner: Say You Will


11. Was (Not Was): Walk the Dinosaur


12. Bob Seger: Shakedown

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Zur passiven Besinntheit

Unser Geist äußert sich durch unser Besinnen, und wenn wir also passiv besinnt würden, so durch einen anderen Geist.

Dieser andere Geist mag indes in gewisser Weise die Grundlage unseres eigenen sein, und dabei können wir es hier belassen. Ich werde alle möglichen Fälle behandeln, aber nur jene, welche ich selbst erfahren habe, akzeptieren.

Bevor wir hingegen damit beginnen können, muß ich präzisieren, was eine Einsicht ist.

Eine Einsicht ist die Folge einer erwachten Entsprechung, bei welcher Verfolgung und Einlösung zusammen erfolgen, das heißt, bei welcher wir nicht erst wissen, wem etwas zu entsprechen hat, sondern wir das Entsprechende und Entsprochene gleichzeitig erkennen.

Damit lassen sich folgende Besinnungen unterscheiden:
  • Erwachen (die Verfolgung ist in gewisser Weise immer passiv, aber wenn das erwacht, was sich darauf bezieht, was unsere Sinne wahrnehmen, dürfen wir davon ausgehen, daß unser Geist es erweckt hat und wir es dann zur es reflektierenden Besinnung bringen, wobei es bei letzterem irrelevant ist, welcher Geist es bewirkt),
  • Einlösung,
  • Auslösung,
  • Einsicht und
  • Ausmalung
und wenn diese jeweils passiv erfolgen handelt es sich um
  • transzendente Verfolgung, welche drei Formen annimmt,
    • Prospathie: Einfühlen in die Folgen eines eingeschlagenen Kurses, insbesondere als Reaktion auf einen zubewegenden funktionalen Akt,
    • Telepathie: Verfolgung von etwas räumlich entfernten, insbesondere seiner Bedeutung für Voraussetzungen infolge eines merkenden, und
    • Epipathie: Angeregt werden durch ein Verantwortlich geworden Sein auf der Grundlage der vorliegenden Umstände, insbesondere infolge eines nachvollziehenden (welchen man freilich immer annehmen kann, was aber nicht heißt, daß er auch immer stattgefunden hat),
  • Holognostik: das Erfahren einer Offenbarung, wie auch von Bernadette Soubirous und Philip Kindred Dick dargestellt,
  • Xenospastik: mehr der Gegenstand von Komödien (siehe auch Johnny English), wenn sich der rechte Arm, etwa, selbständig macht, und von Horrorfilmen à la Der Exorzist als eine erfahrbare passive Besinntheit, welche, wenn sie existierte, die Folge eines ideellen oder materiellen Gebets sein könnte (und damit eines telekinetischen), wobei es eine fatalistische Gebanntheit durchaus gibt, welche aber eine Form der Prospathie darstellt,
  • Prosdokie: die Erwartung, welche als transzendente Einsicht auf einer telepathischen Verfolgung und holognostischen Einlösung beruht,
  • ein Mißverständnis, denn Träume kommen, wie Homer ganz richtig sagt, durch Tore, und während es stets wir sind, welche träumen, mag das Erwachte, auf welchem der Traum beruht, transzendent sein, wobei
    • Elfenbein eine Metapher unseres Charakters, des knochenstarren Inneren, ist, welcher angeregt wird, sich durch Taten zu entsprechen (technisch: seine Haltung zu befriedigen), wie ein erzürnter Elephant mithilfe seiner Stoßzähne, also der Epipathie, und
    • Horn eine des zweckmäßig Gewachsenen (Fingernägel werden stärker, wenn man mit den Händen gräbt, Fußsohlen, wenn man barfuß läuft), also der Prospathie, und
    • Ingo Swann's Remote Viewing auf telepathisch angeregter Phantasie beruht, genauer gesagt bewußt gesteuerten Ausmalungen des telepathisch Erwachten, wobei mir schon klar ist, daß Ingo Swann Telepathie als Gedankenlesen definiert, wohingegen ich auch das plötzliche Bemerken einer entfernten Entwicklung, und insbesondere einer folgenreichen, so nenne.
Angesichts dieser Definition der Erwartung liegt es nahe, sie der Sorge statt der Lust zuzurechnen, aber verständiger scheint es mir zu sagen, daß die Sorge darin besteht, sich von dem Einen und Feststehenden zu lösen, an welchem alle Sorge verschwendet ist, worauf Lukas 10:41-42 doch anspielt.

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2. August 2026

Daddy, why is mathematics the language of the universe?

Every formula sign in mathematics stands for a relation in which we conceive of the objects it connects, like 3+4 means 4 besides 3 and 3*4 means 3 groups of 4, and the reason, why mechanics are most readily described by it, is that the relations that are fundamental to our understanding are, for the most part, fundamental to our understanding of mechanics.

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Zur marxistischen Auslegung der Offenbarung

Wir haben im vorigen Beitrag gesehen, daß ein schwacher Herrscher nicht unbestechlich sein kann und daß Bestechlichkeit einen Herrscher schwächt. Also liegt der Gedanke nahe, die Nationen der Erde durch Bestechung so weit zu schwächen, bis eine Weltrevolution Erfolg verspricht, und das ist auch eine mögliche Auslegung der Offenbarung.

Es heißt ja immer, daß man die Zukunft nicht vorhersehen könne. Ich glaube, daß der Grund für diese Auffassung darin besteht, daß die Menschen weit mehr an Texten interessiert sind, welche ihnen erklären, was die Zukunft sein sollte, als an solchen, welche bemerken, was die Zukunft wahrscheinlich sein wird.

So haben etliche Landadelige im 18. Jahrhundert die Folgen der Industrialisierung mit erstaunlichem Tiefblick vorhergesehen, gerade wie Dostojewskij jene einer objektiven, wissenschaftlichen Weltanschauung in Rußland, nur daß erstere lediglich Briefe hinterließen und keine Weltliteratur.

Und wenn es sich denn so verhält, warum sollte nicht auch die Offenbarung als Fingerzeig auf eine sein sollende Zukunft verstanden worden sein?

Die Kirchen in ihrem Anspruch, den Ruhm der von ihnen etablierten Einrichtungen in die Ewigkeit zu tragen, können eine solche Auslegung natürlich nicht autorisieren, aber wenn der Papst auch kein Marxist wäre, böte ihm die marxistische Auslegung doch eine willkommene Rechtfertigung, um den Grad der Bestechung zu justieren, sei es als Kämpfer gegen den Marxismus oder ihn stillschweigend tolerierend.

Ich bin wie gesagt anders veranlagt. nicht daß ich Utopien nicht zu schätzen wüßte, aber zutreffende Beobachtungen beeindrucken mich weit mehr, und außerdem enthält die Offenbarung nur minimale Hinweise darauf, was zukünftig sein soll - was das angeht, folgen wir immernoch Jesaja.

Wenn der Fleiß der chinesischen Arbeiter die ganze Welt bestechen soll, bis daß hunderte Millionen Menschen nicht mehr die Kritik und Initiative von tausend Unbestechlichen aufbringen, während sich Amerika zum Affen macht, welchen Grund hat die kommunistische Partei Chinas dann, die Zügel aus der Hand zu geben?

An dem Punkt stimmt die marxistische Auslegung der Offenbarung dann nicht mehr mit der Wirklichkeit überein, sondern wird durch die Aufgabe der gelenkten Sozialisierung der Welt ersetzt.

Ich bin zu unbedeutend, als daß je jemand über mich gelacht haben könnte, aber über manche meiner weiter verbreiteten Ansichten wurde gelacht: Wie nützlich ist das korrupte Knäuel, der korporalistische Filz heute? Wer zieht an seinen Fäden? Und wie entschlossen kann es sich überhaupt bewegen?

Daß lange nichts passiert, liegt in der Natur der Sache: Mitgefangen, mitgehangen!, nicht erst einer und dann noch einer und so weiter, sondern alle auf einen Schlag, und entgegen der naheliegenden Vorstellung muß das, was fängt und hängt, noch nicht einmal ein menschliches Agens sein, bildlich könnte es etwa auch ein Wasserfall sein. Freilich, oftmals ist es von Vorteil, künstliche Abhängigkeiten zwischen den Menschen zu erzeugen, um ihrer Disziplin auf die Sprünge zu helfen, und sie daran zu hindern, ihre Herrischkeit auszuleben, aber das sind individuelle Schwächen, welche weder Gemeinden und schon gar nicht ganze Völker besitzen, wenn sie vernünftig verfaßt sind.

Das sind die Pläne der Menschen: Sie erwachsen aus ihrer Praxis, nur was ihnen während derer begegnete, haben sie jemals bedacht.

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1. August 2026

Bevorzugung und Einbringung

Ich sprach davon, daß wir uns
  • der organisierenden Dynamik eines Staats anvertrauen,
  • uns in seine Entscheidungsprozesse einbringen und
  • uns in die von ihm vorgesehenen Rollen einfinden,
wobei der Staat selbst um so dynamischer ist, je umfangreicher die Determination nicht bloß von den Rollen über die Entscheidungsprozesse zur Dynamik voranschreitet, sondern auch umgekehrt von der Dynamik über die Entscheidungsprozesse zu den Rollen.

Um die Rollen eines Schwarmes, welchem ich selber angehöre, bin ich instinktiv nicht besorgt, entwickeln sie sich doch im täglichen Umgang, und etwaig nötige Korrekturen scheinen möglich. Dahingegen sorge ich mich sehr wohl um die Entscheidungsprozesse, und zwar genauer gesagt darum, daß sich nicht hinreichend viele Bürger im Stande sehen, Opfer zu erbringen, um die sie betreffende Dynamik zu verbessern.

Ich schrieb davon im vorigen Beitrag: Auch mein Ehrsinn gebietet mir, das Gebührende zu begünstigen, aber dazu brauche ich Gleichgesinnte, und wenn ich sie nicht finde, fühle ich mich fehl am Platz, wobei es um so schlimmer ist, je voller der Platz ist.

Dabei gibt es zwei Klassen von Bürgern, nämlich die Organisatoren und die Arbeiter. Zwischen diesen besteht eine ewige Spannung, welche daher rührt, daß die Organisatoren sich Vorteile durch die Organisation verschaffen, welche das Interesse der Arbeiter an einer mit ihr konkurrierenden Organisation nähren.

Da die Arbeiter auf ewig über ihre Arbeitskraft verfügen, als Klasse, versteht sich, sind sie grundsätzlich stets in der Lage, die genannten Opfer zu erbringen, wohingegen es die Organisatoren nur zu dem Grade können, welchen ihnen ihre Motivationsmittel erlauben.

Typischerweise handelt es sich bei letzteren um Kontakte, welche Profit versprechen, so sind manche Eppendorfer, etwa, stolz darauf, Kunden und Reeder zum Zwecke der Einfuhr von von afrikanischen Kleinbauern angebauten Kaffeebohnen verkuppelt zu haben, womit sie ihr Klasseninteresse übrigens schützen, indem sie den lokalen Industrialisierungsdruck mindern und Afrika weiterhin als Rohstofflieferanten belassen.

Ich will mich aber nicht an Stelle der Afrikaner darüber empören, mir geht es vielmehr darum, daß die Gemeinnützigkeit der Organisatoren stets auf den Kreis der unmittelbar an ihr Beteiligten beschränkt ist, während sie innerhalb der Arbeiterklasse als ein allgemeines Potential besteht, welches bei Bedarf aktualisiert werden kann.

Ausnahmen bilden dabei nur jene Arbeiter, welche von der Organisatorenklasse privilegiert werden, wie exemplarisch die Inder in den einstigen britischen Kolonien in Afrika.

Nun habe ich in der Schule von der Überlegenheit der römischen Kultur gegenüber der phönizischen gehört, hier Straßen und Aquädukte, dort Handlanger, aber worin besteht sie genau?

Die Römer haben, als Organisatorenklasse, auf ihren militärischen Zusammenhalt vertraut, welcher es ihnen erlaubte, Forderungen zu stellen, und jene zu bestrafen, welche ihnen nicht nachkamen, ohne daß sie gezwungen waren, sich bei wichtigen Partnern beliebt zu machen.

Das ist die zweitbeste Lösung, wenn es darum geht, als gesonderte Organisatorenklasse das Gebührliche zu begünstigen: Nur das Nötige für sich zu nehmen und jene zu töten, welche die Organisation angreifen, denn so bleibt der Rest bei den Andern, welche sich lokal in den Entscheidungen, welche sie betreffen, weitestgehend frei einbringen können.

Die beste besteht darin, die Angreifer nicht zu töten, sondern am Pranger und mit anderen Mitteln zu demütigen, aber diese setzt nicht nur bei den Organisatoren erheblichen Ehrsinn voraus, sondern auch bei den Arbeitern.

Die Chinesen besitzen weiterhin den meisten und können also auf diese Weise regiert werden, da hat sich nicht viel getan in den letzten 2000 Jahren.

Die Engländer haben sich hingegen, bis es sie nach Indien verschlug, an das römische Vorbild gehalten: allgemeine Freiheit unter allgemeiner Furcht der Staatsdiener. Dann aber begannen sie damit, sich um Partner zu bemühen. Zunächst nur in der Fremde, und heute auch im Innern, wobei die Inder ironischerweise in beiden Fällen auf den Zug aufgesprungen sind und eine kuriose Kontinuität begründen.

Doch kehren wir zu den Phöniziern zurück. Warum haben sie sich nicht wie die Römer verhalten? Weil sie sich ihrer Klassenmitglieder weniger sicher sein konnten und insgesamt militärisch schwächer waren. Und das ist auch heute der Fall: Nur deshalb werden Partner gesucht, weil die Organisatorenklasse zu schwach ist.

Die Bürger müssen bei Laune gehalten werden. Ich schrieb davon, wie Prinz Edward den Engländern ein Forum bot, um Kontakte mit den Amerikanern zu knüpfen, doch als dieses Forum dazu führte, daß sich die Engländer gegen ihre Organisatoren stellten, wurde es schleunigst zurückgefahren.

Dabei könnte die Organisation ja auch durch so ein Forum erfolgen. Aber wie gesagt, der bevorzugte Ansatz heute ist der feudale in Gestalt der korporalistischen Erlebniskultur, weil er den Weltstaat erlaubt. Sehen wir uns also auch ihn unter dem hiesigen Gesichtspunkt an.

Die Feudalherren sind begünstigte Partner, welche, wenn sie ebenfalls begünstigten, die Gesellschaft schwächten, indem sie ihre Einbringung in Entscheidungsprozesse hemmten, und wenn sie maßlos wären, einen Klassenkampf provozierten. Klaus Schwabs Ansatz der Einbindung Betroffener seitens der Feudalherren ähnelt doch sehr der Selbstinszenierung von Fürsten, bei welchen der Fürst seine Kenntnis der Sorgen seiner Untertanen zur Schau stellt. Tatsächlich aber ist die Frage der Betroffenheit die schwierige, welche die größtmögliche Einbindung erfordert.

Nur der eurasische Ehrsinn der Germanen ließ den nach Karl dem Großen begonnenen feudalen Ansatz gelingen, in Anatolien, wo er den Sassaniden abgeschaut worden war, scheiterte er mit dem Überlaufen der Bevölkerung zu den Seldschuken, und ich gehe nicht davon aus, daß unsere Wirtschaftskapitäne spartanischer leben und härter sind und weniger geneigt, Partner zu bestechen, als die byzantinischen Ritter, so daß sich manchenorts in einer weiteren Ironie auch die Turkisierung wiederholen könnte.

Wie sollte ich nicht wissen, was seit mehreren tausend Jahren jeder weiß?

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31. Juli 2026

Kirke

Ich schrieb bereits einen Beitrag über die von Silvana Mangano im Film Ulisse, welcher zu meinen Lieblingsfilmen zählt, dargestellte Zirze, und in den letzten 9 Jahren hat sich mein damaliges Verständnis zu jenem im drittletzten Beitrag zusammengefügt, so daß ich nun an mir selbst die inspirierende Wirkung der Odyssee, wenn auch im Gewand jenes Films, bezeugen kann.

Nachdem ich die entsprechende Stelle nun ebenfalls bei Homer gelesen habe, möchte ich sagen, daß der Topos derselbe blieb, wenn der Film ihn auch psychologisiert und ihm eine dem Starkult Hollywoods geschuldete Dimension gibt.

Homer thematisiert also, was Männern und Frauen gebührt, und in wiefern das sexuelle Begehren es gefährdet:
  • Männer müssen das Gute schaffen und Frauen dazu fähige und gewillte Männer,
  • Frauen gelüstet es danach, Kandidaten durchzuprobieren, und Männer, sich dienen zu lassen,
  • damit eine Frau einen Mann achten kann, muß er sie also bezwingen können,
  • und dann stellt der Eheeid sicher, daß sie ihm als Mutter in ihrer Funktion dient.
Andernfalls verwandelt sie Männer in Schweine, so aber schafft sie jüngere und keckere Versionen des müder werdenden Alten.

Die männliche Herausforderung wird etwas subtiler dargestellt, nämlich die Heimat nicht zu vergessen, das heißt die konkrete räumliche und zeitliche Verortung des zu schaffenden Gutes: Mag sich das Weib an gesunden Kindern freuen, der Mann als Potential kann es nur an seiner Aktualisierung tun, und diese ist naturgemäß nicht größer als er selbst, sondern durch seine existentiellen Bedingtheiten begrenzt, von welchen die Heimat die situative Beholfenheit darstellt.

Soweit Homers die männliche und weibliche Göttlichkeit begrenzende Lehre. Der Eheeid ist dabei eine der Einsicht in die Begünstigung des Gebührenden geschuldete Einrichtung, und diesbezüglich läßt sich einiges anfügen, wobei ich die Griechen für ihren Ehrsinn bewundern muß, welcher ihnen verbat, etwas zu tun, was das Gebührende nicht begünstigen würde.

Indem Frauen in staatlichen Aufgaben aufgehen, also die Welt zu verbessern, kann ein Mann eine ihn derart bezirzende Frau allenfalls nach drei, vier Jahrzehnten für sich gewinnen, da es so lange braucht, um die staatlichen Kräfte auf Linie zu bringen, und dann ist sie natürlich zu nichts mehr nutze.

Das ist also so ziemlich das genaue Gegenteil einer das Gebührende begünstigenden Einrichtung. Es gibt nur zwei Weisen, dies aufzulösen:
  • entweder die Frau willigt in eine riskantere Verbindung mit einem nicht als überlegen erwiesenen Mann ein,
  • oder die Fortpflanzung findet zwischen alten Männern und jungen Frauen ohne persönliche Verbundenheit statt.
Ersteres ist oftmals peinlich, letzteres auf seine eigene Weise gewagt, indem die Staatsdoktrin direkt zur Zucht von ihr entsprechenden Bürgern führt, und wenn man sich so ankuckt, zu was der menschliche Pragmatismus den Wolf umgeformt hat, ist das auch nicht unbedingt anzuraten, und insbesondere dann nicht, wenn die Staatsdoktrin nicht, wie im Zeitalter der Wacht, auf als göttlich angenommenen Gesetzen beruht, sondern sich erst durch ihre Früchte erweisen muß, wie im Zeitalter der Werke, weil der Erweis dann, ob gewollt oder nicht, immer schon auch in den Erbanlagen seiner Bürger steckt: erweist sich der Erfolg des Bürgers nach drei, vier Jahrzehnten, sind es bei der Staatsdoktrin zwei, drei Jahrhunderte.

Ach würden wir nur von solch ungebührlichen Einrichtungen abstehen! Aber was schert dies die Machtgier?

Ich war nicht sonderlich situativ beholfen in meiner Heimat, und darauf baue ich auch nicht. Meine kognitive Versetztheit habe ich im Laufe der Jahrzehnte verbessert. Und obschon die zeitliche Betroffenheit nie etwas ist, auf was man bauen kann, so nehme ich sie doch als weniger widrig wahr, wiewohl dies einzig daran liegen mag, daß ich weniger über sie erschrecke, was wiederum seine Gründe hat.

Doch noch einmal zurück zum Film. Auch wenn Homer die Mutter Odysseus nicht explizit zur Gattin zurückrufen läßt, so ist es doch klar, daß sie genau das tut, indem sie deren und des Sohnes Treue betont, und das ganze Unsterblichkeitgedöns ist eh an mir abgeperlt. Wirklich über die Vorlage gehen nur Manganos Fragen hinaus, und dies ist ein intelligentes Spiel mit dem Gebührlichen, welches die Frage nach der eigenen Wirkstätte unseren modernen Auffassungen anpaßt, vielleicht etwas zu sehr ins moralische, hier die christliche Treue, dort die aufgeklärte Versuchung, ziehend, aber doch unzweideutig auf die homerische Antwort weisend.

Mit anderen Worten dürfen sich sowohl Homer, als auch Ulisse rühmen, weiterhin Antworten zu geben. Ich habe von Nolan's Film nur gehört, und nichts davon hatte den geringsten Wert, aber wenn ich also wohl auch nichts wertvolles zu ihm beizutragen habe, ist er doch eine zeitige Erinnerung an meine eigene Beschäftigung mit der Odyssee.

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29. Juli 2026

12 Songs from 12 Bands or Artists Released in '88

1. Narada: Divine Emotions


2. a-ha: Touchy!


3. Jack 'n' Chill: The Jack That House Built


4. Vangelis: Message


5. The Moody Blues: I Know You're Out There Somewhere


6. Yello: The Race


7. Bobby McFerrin: Don't Worry, Be Happy!


8. Mike + The Mechanics: The Living Years


9. Boy Meets Girl: Waiting for a Star to Fall


10. Robert Palmer: Simply Irresistible


11. The Mission: Tower of Strength


12. Herbert Grönemeyer: Was soll das?

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Controlling knowledge and its application.

As we progress, knowledge emerges from the sea of ignorance like a volcanic island:
as it gains in height, so it does in breadth.
Hence, what was once known only to a few draws ever wider circles.
Will we then attempt to reverse the flow of time?
And how can we control its application?, unless we know of it.
Will we then survey everything?
And if that doesn't meet with general approval,
will we reshape the world to fit our ability by removing our knowledge from it?

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Regressive und progressive Herbeiführungsweisen

Insofern die
  • Kursvollendung zu einer aufgedeckten Position,
  • Seinsherstellung zu einer verfassenden Ordnung und
  • Einfallsverwirklichung zu einer angewandten Funktion
führt, und also von der vorgefundenen fort, läßt sich die Annahme machen, daß letztere nicht hinreichend vorbereitet wurde, wobei
  • Gleichgültigkeit und Bedeutsamkeit die Begegenbarkeit einer Position mit einer Ordnung,
  • Verdruß und Eifer die Befriedigbarkeit einer Ordnung durch eine Funktion und
  • Ungunst und Gunst die Umsetzbarkeit eines Vorhabens in einer Position
beurteilen.

Die regressiven Herbeiführungsweisen bestehen dann darin, auf eine hinreichend vorbereitete Position, Ordnung oder Funktion zurückzugreifen, was Ersatzstolz im weiteren Sinne spendet, namentlich
  • die Willkür darin, einen bedeutsamen Kurs um seiner Stolz im engeren Sinne spendenden Bedeutsamkeit Willen zu vollenden, wie etwa wenn Kinder aus Langeweile Dinge zerbrechen,
  • die Unbeirrbarkeit darin, ein eifererlaubendes Sein um seines Genugtuung spendenden Eifers Willen herzustellen, wie etwa wenn Kinder sich weigern, etwas neues zu probieren, und beim Altbekannten bleiben, und
  • der Eskapismus darin, einen begünstigten Einfall um seiner Freude spendenden Begünstigung Willen zu verwirklichen, wie etwa wenn Kinder zu unsichtbaren Freunden sprechen oder Erwachsene zu einem Glas Rotwein und einer Schallplatte greifen,
wobei es natürlich auch zu Apathie statt Regression kommen kann, womit die vier Temperamente vollständig wären:
  • willkürliche Sanguiniker,
  • unbeirrte Choleriker,
  • eskapadische Melancholiker und
  • apathische Phlegmatiker.
Und die progressiven Herbeiführungsweisen beruhen darauf, ihren Sinn zu erkennen, namentlich
  • das Erwachsen darauf, daß die der Formbarkeit wehrende Gleichgültigkeit der Ordnung sich durch eine entstörte eifrige Funktion auflösen mag, etwa jener, wenn der Regen den Lehm aufweicht, gleich was man tut, das Feuer eifrig immer heißer zu schüren, bis der Backstein ihm widersteht,
  • das Suchen darauf, daß die der Erhabenheit wehrende Verdrießlichkeit der Funktion es durch eine sicherstellende günstige Position tun mag, etwa jene einen Speer zu werfen durch jene auf einem Hügel, und
  • das Klären darauf, daß die der Unerschöpflichkeit wehrende Ungunst der Position es durch eine begegnende bedeutsame Ordnung tun mag, etwa jene fortwährender Blutfehden durch jene eines Rechtssystems.
Die reflektierende (philosophische) Phase der Glaubensweisen führt also zu den existentiellen Bedingungen, nach welchen die Gesinnungen streben,
  • das Erwachsen zum Kurs des formenden Wissens, wobei es wie gesagt meist unwillkürlich erfolgt,
  • das Suchen zum Sein des erhabenen Maßstabs, und sei es in einer Folge von Schritten, bei welcher die Erleichterung in einer Position benutzt wird, um weitere erleichternde Voraussetzungen zu finden, wie es sich beispielsweise in der Mathematik und Physik beobachten läßt, und
  • das Klären zum Interesse der Funktion des unerschöpfenden Fazits, indem die Ordnung erkannt wird, nach welcher der Mensch sich selbst im Wege steht oder nicht.
Im übrigen ist
  • die Anwendung der Ordnung resonant, so daß das Versprechen einer bedeutsamen Ordnung infolge einer eifrigen Funktion davon abhängt, daß in der ausgelösten Position etwas neues anklingt (erwacht),
  • die Formulierung der Funktion determiniert, so daß das Versprechen einer eifrigen Funktion infolge einer günstigen Position nur von der passenden Einlösung der erwachten Ordnung abhängt, und
  • der Übergang zu einer Position inkrementell, derart das Versprechen einer günstigen Position infolge einer bedeutsamen Ordnung von der vorgesehenen Auslösung der eingelösten Funktion abhängt,
und hinsichtlich der Charaktere ergibt sich, daß
  • Erregte an progressive Kursvollendung oder die Formbarkeit glauben,
  • Fordernde an progressive Seinsherstellung oder die Erhabenheit und
  • Gestimmte an progressive Einfallsverwirklichung oder die Unerschöpflichkeit.
Die im vorigen Beitrag betrachtete oberflächliche Positionsbejahung stellt also in ihrer ostentativen Begünstigtheit für apathische und eskapadische Gestimmte eine schmerzvolle Mahnung dar, und für klärende oder aufbrechende eine erschreckende Leere und zugleich Grenze der als unerschöpflich angenommenen Menschlichkeit.

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27. Juli 2026

Zur Unvergänglichkeit der Gefühle

Der vorige Beitrag wirft die Frage auf, welche Gefühle es wohl seien mögen, welche uns dazu bringen, an einer Stelle verweilen zu wollen.

Offensichtlich sind es weder Gefühle der Achtung, noch der Lust, da uns diese, sofern angenehm, denn Leid, Erschöpfung, Übelkeit und Schrecken lassen uns wohl auch verweilen, doch nicht, weil wir es an sich wollen, sondern nur, weil sie unsere Bewegung hindern, unentwegt vorantreiben.

Und was nun also die angenehmen Gefühle der Sorge angeht, so
  • ist die Einsicht zwar so beständig wie unser Gehirn, jedoch ein vergleichsweise schwaches Gefühl,
  • ermißt die Wertschätzung zwar explizit die Idealität einer Verlegenheit, jedoch sind die Verlegenheiten selbst flüchtige Positionen, selbst jene infolge unserer Haltung, welche wir durch unsere Stimmung bewerten,
  • richtet sich der Stolz im weiteren Sinne zwar auf die Vergangenheit, welche nicht vergeht, doch er selbst vergeht sehr wohl nach einer Weile, erlaubt jedoch die Annäherung an die gesuchte Position, indem er uns allabendlich zeigt, wie ideal die derzeitige angesichts des voraufgegangenen Tags ist, was Pythagoras, etwa, zur vorzüglichsten Richtschnur erklärt,
  • ist die Liebe im weiteren Sinne zwar zeitlos, doch
    • stellt die Verbundenheit Anforderungen an den sie Empfindenden, welche im Alter zunehmend nicht mehr erfüllt werden, wobei die Verbundenheit mit Gott am längsten aufrecht erhalten werden kann, worum es etwa in Hexagramm 52 des I Chings geht,
    • stellt sich bei der Liebe im engeren Sinne stets die Frage, ob die erreichte Ordnung der Welt in Auffassung und letzterer Anwendung nicht übertroffen werden könne, wiewohl die eigene Schwäche hier natürlich beruhigend wirkt und es gut sein lassend, und
    • verpflichtet die Zufriedenheit zu ihrer Bewahrung, was es sündig erscheinen läßt zu verweilen, es sei denn, daß ein anderer diese Verpflichtung übernimmt.
Wir sehen also, daß die ideale Position dem Menschen nicht einfach als Ziel vorgegeben ist, sondern daß sie sich aus der Reflexion der eigenen Bewertung des eigenen Bemühens um sie ergibt.

Freilich, manche Menschen bestimmen die ideale Position vorschnell nach oberflächlichen Gesichtspunkten, etwa ihrer sozialen Stellung oder der Perfektion ihrer Unternehmungen, und diese sind gefährlich, und insbesondere, wenn sie sich auf oberflächliche Ordnungen stützen, um die Welt zu formen.

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