Geist, Eingebundenheitsverständnis und Glaubensweise
Ich behaupte, daß die charakterlichen Unterschiede, soweit sie den Geist betreffen, letztlich daher rühren, daß wir den eingebundenen Bewußtseinsmodus unterschiedlich verstehen, nämlich
- Gestimmte als Eingebundenheit als Erfassende in eine größere Erfassung (jene Gottes),
- Fordernde als Eingebundenheit als Entfaltende in eine größere Entfaltung (jene des Lebenskreises) und
- Erregte als Eingebundenheit als Wirkende in eine größere Wirkung (jene des Seins),
- die Liebe der Wertschätzung und jene der Anteilnahme im Rahmen der Anerkennung dient,
- die Wertschätzung der Anteilnahme und jene der Liebe im Rahmen des Gelübdes und
- die Anteilnahme der Liebe und jene der Wertschätzung im Rahmen der Verpflichtung,
- die durch die Anerkennung des (subjektiven) Glaubens geklärte Haltung taugt, im Rahmen der Entdeckung ausgesetzt zu werden, um zur gelobten vorgezogenen Entwicklung aufzubrechen (vormals die nicht vorgezogene zu verneinen),
- die durch ihre Gelobung gesuchte (vormals vorbereitete) vorgezogene Entwicklung taugt, im Rahmen der Nutzbarmachung aufgegriffen zu werden, um die pflichtigen gewissenhaften Vorhaben auf ihr aufzubauen (vormals in ihr anzugehen - aus ihr heraus zu ihnen aufzubrechen beruht auf einer fehlerhaft angenommenen Symmetrie) und
- die durch gewissenhafte Verpflichtung erwachsenen Vorhaben taugen, im Rahmen der Einstellung eingesetzt zu werden, um eine dem anerkannten (subjektiven) Glauben entsprechende Haltung durch sie zu formieren (vormals sie einer solchen mitzugeben).
- der (subjektive) Glaube der Begegnung der Vorliebe dient (Fokus der Gestimmten),
- die Vorliebe der Umsetzung des Gewissens (Fokus der Fordernden) und
- das Gewissen der Befriedigung des (subjektiven) Glaubens (Fokus der Erregten),
- des (subjektiven) Glaubens gewiß zu sein (Klarheit & Erwartung),
- der Vorliebe zu vertrauen (Verheißungsfülle & Erwartung) und
- auf das Gewissen zu hoffen (vormals ihm zuzutrauen) (Verwandtheit & Erwartung),
-
klärende Gestimmte sind reflektierend und
- aufbrechende engagiert und
- suchende Fordernde sind reflektierend und
- aufbauende engagiert,
- klären wir, bis wir uns sammelnd gewiß sind und bereit aufzubrechen,
- suchen wir, bis wir uns positionierend vertrauen und bereits sind aufzubauen und
- wachsen wir, bis wir unsere Fähigkeiten überschlagend hoffen und bereit sind, sie zu formieren.
- Gestimmte ihre Eingebundenheit auf Gott beziehen und ihr Leben als Erfassen verstehen, sind sie an Anderen von Natur aus nur zum Zwecke des Erfahrungsaustauschs oder der Ordnungsetablierung interessiert,
- Fordernde ihr Leben als Entfaltung im Rahmen des Lebenskreises verstehen, betrachten sie Andere entweder als Späher oder als Richtungsbestimmende, und
- Erregte ihr Leben als Wirken im Rahmen des Seins verstehen, betrachten sie Andere als potentielle Verbündete oder Kontrahenten..
- Gestimmte ihnen Verwandte als Funktionäre,
- Fordernde sie als Führer und Geführte und
- Erregte sie als Koalitionspartner (oder Faktoren),
- die indogermanische Funktionäre (Brüder) als Forscher mit den Führern / Geführten (Gliedern) als Errichtern,
- die semitische Funktionäre als Schlichter mit den Faktoren (starken Männern) als Verteidigern und
- die tibeto-japanische Führer / Geführte als Zwinger mit den Faktoren als Bringern,
Offensichtlich versuchen kulturelle Herrschaften, die ihnen entsprechende Glaubensweise zu formen, indem
- Repräsentationskulturen die Klärung steuern* und unabhängige Aufbrüche auszureden versuchen,
- Erlebniskulturen die Richtung der Suche vorgeben** und unabhängiges Aufbauen zu erschweren trachten und
- Willenskulturen das Erwachsen steuern und unabhängiges Formieren zu unterdrücken suchen,
- der Klärung kann Gegensteuer gegeben werden und zu unabhängigen Aufbrüchen Ansporn,
- der Suche Gegensteuer und unabhängigem Aufbauen Unterstützung und
- dem Erwachsen Gegensteuer und unabhängigen Formierungen Freiräume,
* oftmals durch Begriffsverwirrung, etwa wenn Tucker Carlson suggeriert wird, daß eine Strategie jeden Schritt konkret und unbedingt, und nicht etwa abstrakt oder bedingt, vorherbestimmen müsse (beziehungsweise dürfe). Ich möchte behaupten, daß ein Stratege genau dann, wenn er auf sein Ziel zusteuert, den Eindruck vermitteln wird, daß es sich um einen Zufall handelt, sofern es sich um ein unbeliebtes Ziel handelt, damit er nicht am Ende als dessen Nutznießer als sein Autor erkannt wird, und dazu taugen scheinbare Spieler und Verrückte - ja, sogar echte, wiewohl die Dinge dann etwas aus dem Ruder zu laufen pflegen.
** üblicherweise durch Aufwertung des Annehmlichen gegenüber politischen Mitgestaltungsmöglichkeiten: Patente gut, Gewerkschaften schlecht und so weiter, wobei Zölle, so lange die herrschende Klasse noch national war, gut waren, seitdem sie aber international ist, schlecht sind.
Labels: 42, charaktere, formalisierung, formalismus, gesellschaftsentwurf, gesellschaftskritik, gesetze, identitäten, institutionen, metaphysik, sehhilfen, wahrnehmungen, ἰδέα, φιλοσοφία



