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„Daß du nicht weißt, was dir frommt, des faß ich jetzt deines als Pfand!“
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18. Januar 2019

Wie wäre es mit Basis 14?

Basis 6 hat viele Vorteile, führt aber zu schnell zu zu vielen Stellen. Basis 12 ist bequemer und hat den Vorteil, bereits sprachlich eingebettet zu sein (Dutzend, Gros), verliert aber die einfache Teilbarkeitsprüfung für 5 und 7, welche Basis 6 besitzt.

Wie wäre es also mit Basis 14? Damit läßt sich die Teilbarkeit für 2, 3, 5, 7 und 13 auf einfache Weise prüfen und 10014 liegt erfreulich nahe an 20010.

Bezeichnungen und Benennungen. Die Ziffern seien 0,1,2,3,4,5,6,7,8,9,A,B,C,D und gesprochen werde wie folgt:
  • A: zehn
  • B: elf
  • C: zwölf
  • D: drelf
  • 10: wechs (kurz für Mondwechsel)
  • 11: einwechs
  • 15: fünwechs
  • 16: sechwechs
  • 17: siewechs
  • 18: achwechs
  • 1B: elwechs
  • 1C: zwölwechs
  • 1D: drelwechs
  • 20: zwanwig
  • 30: dreiwig
  • 50: fünwig
  • 60: sechwig
  • 70: siewig
  • 80: achwig
  • B0: elwig
  • C0: zwölwig
  • D0: drelwig
  • 100: wöchert (analog zu handert~hundert)
  • 1000: bausend
Multiplikationstabelle.

   1  2  3  4  5  6  7  8  9  A  B  C  D

1  1  2  3  4  5  6  7  8  9  A  B  C  D

2     4  6  8  A  C 10 12 14 16 18 1A 1C

3        9  C 11 14 17 1A 1D 22 25 28 2B

4          12 16 1A 20 24 28 2C 32 36 3A

5             1B 22 27 2C 33 38 3D 44 49

6                28 30 36 3C 44 4A 52 58

7                   37 40 47 50 57 60 67

8                      48 52 5A 64 6C 76

9                         5B 66 71 7A 85

A                            72 7C 88 94

B                               89 96 A3

C                                  A4 B2

D                                     C1

Die ersten Brüche.
  • 1/2 = 0,7
  • 1/3 = 0,(49)
  • 1/4 = 0,37
  • 1/5 = 0,(2B)
  • 1/6 = 0,2(49)
  • 1/7 = 0,2
  • 1/8 = 0,1A7
  • 1/9 = 0,(17AC63)
  • 1/10 = 0,1(58)
  • 1/11 = 0,(13B65)
  • 1/12 = 0,12(49)
  • 1/13 = 0,(1)

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16. Januar 2019

Mensch ohne Welt

Die fundamentalen Trinitäten meines Denkens sind die des Ichs, der Seele und der Zeit, und mit letzterer habe ich mich im Gewand des Vorstellens, Wahrnehmens und Erinnerns oder auch des Heils, der Bemühung und des Geschicks (Dharma, Weg, Karma etc.) im vorigen Beitrag beschäftigt.

Hier nun möchte ich mich mit dem Wegfall dieser Teile beschäftigen, also mit
  • Heillosigkeit,
  • Bezuglosigkeit und
  • Geschicklosigkeit.
Bezuglosigkeit ist mehr oder weniger mein Normalzustand, weswegen ich sie als letzte und am ausführlichsten besprechen möchte. Beginnen wir also mit den anderen beiden.

Heillosigkeit. Im Zustand der vollständigen Heillosigkeit erscheint die Welt vollständig feindlich. Das Bild des Engels mit der scharfen Hippe, welcher totale Auslöschung verheißend über dem Horizont steht in seiner strahlenden Eisigkeit, kündet von ihr. Ihre Ursache muß in der Unmöglichkeit, den eigenen Idealen auf eine bestimmte Weise gerecht zu werden, gesucht werden.

Geschicklosigkeit. Im Zustand der vollständigen Geschicklosigkeit erscheint die Welt vollständig tot. Das Bild der sterbenden Sonne am Firmament eines alt gewordenen Planeten kündet von ihr. Ihre Ursache muß in der Weigerung, sich dem Zukunftsträchtigen zuzuwenden gesucht werden.

Ich stand bisher nur jeweils einmal unter diesen beiden Eindrücken. Ganz anders verhält es sich mit der Bezuglosigkeit. Im Zustand der vollständigen Bezuglosigkeit erscheint die Welt vollständig leer. Das Bild der Aschewüste kündet von ihr. Ihre Ursache besteht in der Schwierigkeit, sinnvolle Bezugspunkte für das eigene Wirken zu finden. Und so geht es mir fast unentwegt.

Es ist etwas seltsames, wenn man an einen Ort kommt und plötzlich meint, jemand müsse hier gestorben sein und ihn gesegnet haben. Plötzlich ist der Glaube da, daß es jemanden gibt, der einem nicht nur irgendetwas Gutes wünscht, sondern das Gute, welches man selber sucht. Und gleich erhebt sich der Geist und sucht einen Weg, den Würdigen zu dienen.
Sehet an den Feigenbaum und alle Bäume: wenn sie jetzt ausschlagen, so sehet ihr's an ihnen und merket, daß jetzt der Sommer nahe ist. Also auch ihr: wenn ihr dies alles sehet angehen, so wisset, daß das Reich Gottes nahe ist.
Die Erfahrung von Transzendenz, vulgo Wundern, ist eine große Sache. Wer sie zu dieser Stunde ernsthaft sucht, der wird sie finden. Jene, welche nach dem Heil streben, zu ihr zu führen, kann einzig mein Bemühen sein.

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15. Januar 2019

Des Heils, der Bemühung und des Geschicks Weisheit

Letztlich ist meine ganze Philosophie ein Vertrauen auf die Natur. Aber damit man der Natur vertrauen kann, muß es auch eine natürliche Weisheit geben (andernfalls es auch keine Philosophie wäre).

Es gibt drei Bereiche, in welchen uns die Welt entgegentritt, nämlich einmal in der Vorstellung des Möglichen, dann in der Auseinandersetzung mit dem Gegenwärtigen und schließlich in der Erinnerung an das Vergangene.

Der erste Bereich wird von unseren Zielen dominiert, dem, was uns heilig ist. Darum nenne ich ihn hier den Bereich des Heils (an anderer Stelle auch den des Gesetzes, Geistes oder Dharmas).

Der zweite Bereich ist der Bereich unseres Wirkens, ich bezeichne ihn hier als den der Bemühung (an anderer Stelle auch als unseren Weg).

Und der dritte Bereich erlaubt uns, die Folgen unserer vormaligen Handlungen für uns in unserer gegenwärtigen Lage zu erkennen, mit anderen Worten also unser Geschick (an anderer Stelle auch Schicksal oder Karma genannt).

Zu jedem dieser drei Bereiche gehört eine natürliche Form der Weisheit in ihm.

Des Heils Weisheit. Die Weisheit im Bereich des Heils besteht darin, das Heilige, was bereits in die Welt gekommen ist, zu erkennen und auf seinen Urheber zurückführen zu können. Gerade dies unterscheidet den im vorigen Beitrag besprochenen gebundenen Glauben vom freien, daß er sich den vorangegangenen Meistern oder dem vorangegangenem Meister beugt, wohingegen der freie in jeder Lage die Lösung ausschließlich als Folge seines eigenen Einsatzes sucht. Siehe dazu auch Johannes 15:5:
Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viele Frucht, denn ohne mich könnt ihr nichts tun.
Des Bemühens Weisheit. Die Weisheit im Bereich des Bemühens besteht darin, die Umstände zu erkennen, unter welchen das eigene Bemühen nur erfolgreich sein kann, und insbesondere heißt dies auch zu verstehen, daß nur der Anspruch auf Weisheit erheben kann, welchem sie seine Mitmenschen zubilligen, da die Gewiesenen untrennbar zur Weisung gehören. Billigen sie sie ihm nicht zu, so mag er sich zwar trotzdem für weise halten, aber kein Recht kann er aus solcher Weisheit ableiten, außer ihr selbst zu folgen. Christus hat freilich gesagt (Markus 10:43-44), daß ein Diener des Gemeinwohls durch seinen Dienst Lohn genug hat, aber hindert das meiner Ansicht nach nicht, daß sich die Kirche mit Kunstwerken umgibt und dem Volk damit in Erinnerung ruft, was es ihr verdankt.

Des Geschicks Weisheit. Die Weisheit im Bereich des Geschicks besteht darin zu erkennen, wodurch sich was ergibt und wodurch sich was ergeben kann, mit anderen Worten sich dessen inne zu sein, daß man stets ein Geschick für sich wählt, das bessere zu erkennen und bereit zu sein, es herbeizuführen.

Des Heils Weisheit ist Demut, des Bemühens Weisheit Nüchternheit und des Geschicks Weisheit Härte, aber so verkürzt verliert man ihre vollen Wesen aus den Augen.

Das größte Problem der Menschenrechte besteht darin, daß sie eine Gleichwertigkeit der Geister suggerieren, welche Menschen anleiten. Es sind aber nicht alle solchen gleichwertig, und es ist für die Gesundheit einer Gesellschaft erforderlich, dasjenige, was ihr weise erscheint, klar und deutlich über dasjenige zu erheben, was ihr unweise erscheint. Wer begeistert ist, folge seinem Geist nur nach, und wenn er Anklang findet und sich bewährt, so soll er herrschen. Entscheiden tun aber immer die Nachgiebigen, wer herrscht, und zwar dadurch, daß sie den Geist annehmen und ihm entsprechend gedeihen. Siehe dazu auch Matthäus 5:5:
Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.
Damit es aber so sein kann, muß der natürlichen Weisheit entsprochen werden, und die heutige Weisheit der Menschenrechte tut es nicht:
  1. sie hindert des Heils Weisheit durch dogmatische Gleichgültigkeit, zerstört Demut und die Sehnsucht sich aufzuschwingen zugleich,
  2. sie macht des Bemühens Weisheit stumpf, indem sie verspricht, die Hindernisse des Bemühens für alle wegzuräumen,
  3. sie erklärt die Weisheit des Geschicks tabu, als die Weisheit, welche sie als ihre erste Handlung außer Kraft setzte.

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12. Januar 2019

Freier und gebundener Glaube

Als ich heute zum Moor gekommen bin, traf mich auf einmal eine Art Erinnerung aus der Geschichte meines Volkes, nämlich wie es war, als die Edlen, vom Glauben an eine heilige Idee gepackt, die Gemeinen antrieben, sie umzusetzen, dabei sich selber nicht schonend, aber in gewisser Weise eifersüchtig den Quell des eigenen Glaubens hütend und darauf hoffend, durch die gemeinsamen Anstrengungen selber Gott näher zu kommen.

Glaube, das heißt die Überzeugung, daß Gott einem den eigenen Weg unter gewissen Umständen zu bahnen bereit ist, bricht bisweilen spontan aus. Und so muß es auch vor ein paar tausend Jahren einmal irgendwo in den Steppen Eurasiens geschehen sein.

Meine eigene Situation heute ist etwas anders. Ich weiß, daß mein Glaube gebunden ist, Teil eines größeren Zusammenhangs Gläubiger, ohne daß ich die übrigen im Einzelnen kennen würde, aber ich erkenne ein hoheitliches Gebet an, wenn ich ihm über den Weg laufe, und weiß, daß mein Bestreben größeren Entwürfen dient.

Der Eindruck des Engels vor der Sonne, über dem Meer und hinter dem eisigen Wind, welchen ich im letzten November hatte, war ein Eindruck der Verlorenheit des Ungläubigen, ein Eindruck der Zufluchtslosigkeit der Welt. Und der Eindruck der Bedeutungsschwere in den Dingen, welcher mich etwas später an derselben Stelle überkam, war ein Eindruck der Abhängigkeit meines Glaubens von größeren Entwürfen.

Auch wenn mir die Zukunft halb enthüllt worden sein mag, bin ich doch, was den Rest betrifft, notgedrungen Fatalist.

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11. Januar 2019

O du selige!

Es entspricht meiner These, daß die Wesentlichkeit am Ende des Zeitalters der Werke so in Vergessenheit gerät, daß ihre Erneuerung durch das Zeitalter der Wunder unvermeidlich wird.

Dieses anhand des technologischen Fortschritts vorauszusagen, durch welchen der Mensch insgesamt immer unwesentlicher wird, also alles, was er für wesentlich hält, für das erschaffene System in zunehmendem Maße immer unwesentlicher wird, ist das Eine.

Ein Anderes ist es aber, konkret zu sehen, wie sich dieser Prozeß im modernen Gottesdienst und in den modernen Positionen insbesondere der protestantischen Kirchen zeigt. Genauer gesagt mag es sogar angemessener sein, von der modernen englischen Geistlichkeit zu sprechen.

Wenn man sich etwas über Mann und Frau besinnt, gelangt man zu dem Schluß, daß ihr Zusammenleben weniger auf Freundschaft beruht, denn auf dem Zweck der Ergänzung, wie es ja auch explizit in der Bibel steht, doch was moderne Kirche nicht davon abhält, die Einheit des Fleisches rein sexuell zu verstehen. Diese Ergänzung ist aber nicht rein sexuell, der Ansatz des Mannes und die Ziele der Frau bilden eine Einheit, welche sich in den aus der Verbindung hervorgehenden Kindern manifestiert und die Politik der Familie bestimmt. Erst durch sie gewinnt die Familie den Charakter der Keimzelle der Gesellschaft, also des sich politisch vertreten sehen wollenden Kerns, denn etwas anderes sind die Wünsche des Einzelnen von den Interessen selbst des kleinsten politischen Gemeinwesens, in welchem stets bereits reale Möglichkeiten und Ziele moderiert sind.

Es ist aus diesem Blickwinkel offensichtlich, daß das Zusammenleben von Freunden, insbesondere solchen, deren Freundschaft auf der Ähnlichkeit ihrer Sichtweisen beruht, etwas funktional anderes ist, also zu anderen gesellschaftlichen Verhältnissen beiträgt. Genauer gesagt dienen solche Freundschaften der Ermächtigung der gemeinsamen Position, und bei einer größeren nach diesem Prinzip organisierten Gruppe handelt es sich um ein Heer, und nicht um eine Gesellschaft.

Aber welchen Bedarf hat ein moderner industrieller Staat auch an einer Gesellschaft? Einstweilen braucht er noch Arbeitsheere, aber die Idee des sozialen Geflechts ist schon seit längerem zunehmend anachronistisch.

Es weist also ein direkter Verbindungsfaden von der Beseeltheit durch Freundschaft zu den Interessen der modernen Industrie. Und genauso, wie dies bei der Verkennung der Eigenart der Beziehung zwischen Mann und Frau der Fall ist, ist es auch bei der Verkennung der Eigenart verschiedener Völker der Fall. Mit anderen Worten wird auch dort genau der Teil vergessen, welcher ein Volk erst zu dem macht, was es ist, indem es die von ihm angenommene Lebensweise begründet, dabei aber den Interessen der Industrie allenfalls im Einzelfall dient.

Diese beiden Dinge aber, eheliche Pflichten und eigene Natur, sind die beiden Bereiche, in welchen uns das Wesentliche im Alltag am ehesten begegnet, und es ist nur folgerichtig, daß ihre Verdrängung aus dem Bewußtsein zu einer allgemeinen Abtrennung von der Erfahrung des Wesentlichen führt, wie ich sie in den sieben Feuern des Gerichts skizziert habe:
Der Wesentlichkeit und dem Zeitalter der Wunder entspricht die Besessenheit, der Schöbnheit und dem Zeitalter der Werke die Beklommenheit, und da letzteres ja auch schon lange anhält, ist es auch kein Wunder, daß die traditionellen protestantischen Kirchenlieder von Ergebenheit geprägt sind, wie beispielsweise Lob Gott getrost mit Singen, denn dieses Gefühl stellt den Anfang der Würdigkeit in der Bestürztheit der Beklommenheit dar, also in einer Lage, in welcher man keinen Einfluß darauf hat, was man sich stellen muß, sehr wohl aber Maßnahmen ergreifen kann, um sich zu rüsten.

Heutzutage höre ich hingegen meistens Geduldetheit und Seligkeit aus protestantischen Kirchenliedern heraus, wobei Seligkeit die Behaglichkeit des Gewissens ist, womit sie also entweder auf eine Verfehlung des Pfades oder auf sein glückliches Ende verweisen, in jedem Falle aber eine eher passive Haltung in der Bestürztheit der Beklommenheit transportieren.

Gar nicht hingegen höre ich heute Fröhlichkeit in protestantischen Kirchenliedern, wenn sie nicht gerade aus anderen Zeiten oder Kulturen importiert wird. Der Grund dafür ist eben, daß die Bestürztheit der Besessenheit, daß man in der eigenen Lage nichts aus eigener Kraft tun kann, also nur beten kann, daß Gott einem den Weg ebnet, wie sie sich alltäglich in der Ehe und vor der eigenen Natur zeigt, heute gänzlich aus den Kirchen verschwunden ist. Fröhlich ist nur, wem Gott geholfen hat. Aber dazu muß man erst einmal Anlaß haben, ihn zu bitten.

Dies ist aber kein kleines Versäumnis, denn es ist nicht die Aufgabe der Kirche, dem Staat das Staatsvolk psychologisch zuzurichten, sondern eine Vorstellung in den Menschen davon zu erzeugen, wie es einmal sein könnte, nachdem sie über ihr gegenwärtiges Stadium hinausgekommen sind, und in unserer Zeit bedeutet das gerade, die Abhängigkeit von Gott und das Erfahren Seiner Hilfe zu betonen, denn unser Weg in der Bestürztheit der Beklommenheit kommt naturgemäß an sein Ende, da uns nichts Unvorhergesehenes mehr begegnet und es das Vorhersehbare ist, welches uns in Not bringt.

Aber gerade jetzt entfernen sich die Kirchen von dieser Aufgabe und helfen mit, den Menschen jegliches Gefühl für Wesentlichkeit zu nehmen. Es ist niemandem dadurch geholfen, daß man ihn in selig lächelnde Farblosigkeit taucht. Nachdem wir gelebt haben, mögen wir zu lächelnder Seligkeit Zuflucht nehmen, im Anblick unseres Lebens, doch zuvor müssen wir uns dem stellen, was da ist. Und was da ist, ist unsere gänzliche Abhängigkeit von Gott und die Notwendigkeit, Seine Gnade zu erlangen.

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10. Januar 2019

Frustration und Depression

Wie ich bereits im Beitrag Depression als evaluative Inkongruenz schrieb, handelt es sich bei einer Depression um eine Fehlleitung der Suche nach Idealen, als welche ausschließlich unter den sich in unseren Haltungen ausdrückenden Ideen zu finden sind.

Aber nicht nur die Suche nach unseren Idealen mag gestört sein, sondern auch ihre Anwendung auf unser Leben. Und um eine solche Störung handelt es sich bei der Frustration, nämlich daß wir vergessen haben, wie unsere Ideale auf unsere gegenwärtige Situation zu beziehen sind.

Es heißt unter Mathematikern, daß Mathematiker frustrationstolerant sein müssen. Und was konkret hinter dieser Aussage steht ist, daß das Ideal der Beweisführung, die Klärung, sich auch bei ernsthaftem Bemühen nicht immer herstellen läßt.

Und wenn sich einer darüber beklagt, daß ihn ein fehlerhaftes Computerprogramm frustriert, so sieht er die Umsetzbarkeit seines Arbeitsideals gefährdet.

Was mich zuletzt frustrierte, war die Ausrichtung eines Teils der Christenheit, weil ich vergaß, um was es sich bei ihr handelt, und also nicht wußte, wie ich ihr berichtigend entgegentreten sollte. Doch davon morgen mehr.

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2^(d1) = 1 mod (d0)

main    move.l  #%101111,d0
        moveq.l #-1,d1
        move.l  d0,d2
        move.l  d2,d3
.loop   addq.l  #1,d1
        lsr.l   #1,d3
        bcs.s   .loop
        beq.s   .end
        subq.l  #1,d1
        add.l   d3,d3
        add.l   d0,d3   
        bra.s   .loop
.end    rts


(Motorola MC68000 Assembler)

Ein paar Beispiele:
  • 210 = 1 mod 11,
  • 211 = 1 mod 23,
  • 223 = 1 mod 47,
  • 236 = 1 mod 95,
  • 295 = 1 mod 191,
  • 2191 = 1 mod 383,
  • 2348 = 1 mod 767,
  • 2204 = 1 mod 1535,
  • 21476 = 1 mod 3071,
  • 23071 = 1 mod 6143;
  • 212 = 1 mod 27,
  • 220 = 1 mod 55,
  • 236 = 1 mod 111,
  • 237 = 1 mod 223,
  • 2148 = 1 mod 447,
  • 2356 = 1 mod 895,
  • 2198 = 1 mod 1791,
  • 21791 = 1 mod 3583,
  • 22388 = 1 mod 7167,
  • 21380 = 1 mod 14335.
Interessant, wie selten eine Primzahl hier zu einer Ordnung von 2 unter (p-1)/2 führt (nur ein einziges Mal). Und auch interessant, wie kurz das Programm nur sein muß (eine Zeile kürzer noch als angegeben).

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8. Januar 2019

Joining the great majority

When the immature die,
they miss all the souls
that could have helped them attain
the worthiness they were after
and when the mature die,
they cherish all souls
that will thrive when they ride
in the chariot they've furnished.

Man is mortal,
he springs from a desire to be in his peculiar way
and having learned of the world
he becomes a model of coexistence.

He shan't be forgotten,
but wearisome is it
to watch the waves that
form in his wake.

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Sinn als Wertersatz beim Erwägen

Jeder bewußten Entscheidung zu einer Handlung liegt eine Erwägung zu Grunde, aber wir erwägen dabei auf zwei verschiedene Weisen, wodurch uns oftmals Zwiespalt entsteht und manches Mal auch Grund zur Reue:
  1. auf der Sinnebene und
  2. auf der Wertebene,
mit anderen Worten fragen wir uns stets, welchen Sinn etwas hat oder haben könnte und zugleich welchen Wert es für uns hat, wobei die erste Ebene der Verfolgung von Vorsätzen dient und die zweite Ebene der Einbeziehung der sich enthüllenden Gegenwart.

Um ein alltägliches Beispiel anzugeben sei auf einen Besuch im Spielzeugladen verwiesen, bei welchem wir uns vorgenommen haben, einen bestimmten Legobaukasten für unser Kind einzukaufen, weil wir der Meinung waren, daß er ihm gefallen würde, und nun sehen wir den Legobaukasten im Regal und gleich neben ihm einen, von welchem wir meinen, daß er unserem Kind gewiß noch viel mehr gefallen würde. In dieser Lage ist es nicht unüblich, daß wir dessen ungeachtet dennoch den Baukasten nehmen, welchen wir zuerst ins Auge gefaßt haben, und zwar deshalb, weil sich mit ihm der Sinn verbindet, unsere Geschäfte erledigt zu haben. Zwar hätten wir auch den anderen nehmen können, wenn wir unserem Wertempfinden gefolgt wären oder uns Zeit gegeben hätten uns zu besinnen, daß auch der andere Kasten den Zweck unseres Einkaufs erfüllt hätte und seine Wahl somit sinnvoll gewesen wäre, doch tun wir beides oft genug nicht und möchten uns deshalb hinterher so manches Mal in den Hintern beißen.

Ein anderes Beispiel ist selbstverständlich durch Vernunft- und Liebesheirat gegeben.

Aber es geht bei diesem Gegensatz nicht bloß darum, daß etwas besser als das Erwartete sein kann, denn Sinn ist eine hochgradig flexible Kategorie, und kann selbst den übelsten Ereignissen angeheftet werden, beispielsweise indem auf die Bedeutung des Zweiten Weltkriegs für die Entwicklung der Atomkraft verwiesen wird. Mit anderen Worten mag es gut sein, daß uns etwas Schlechtes als sinnlos erscheint und seine absolut fürchterliche Alternative doch als wenigstens potentiell sinnvoll, sagen wir, daß wir ein Loch im Zahn haben und darin keinen Sinn erkennen können, wohingegen es uns leichter fiele, einen Sinn in einem Hirntumor zu erblicken, welcher uns noch zwei Wochen zu leben ließe, aus welchem Grunde wohl auch die meisten Selbstmorde verübt werden.

Es ist also ein Gebot der Lebensweisheit, der Sinnebene nicht zu viel Gewalt über die Wertebene zu geben und insbesondere in widersprüchlichen Lebenslagen auf Tuchfühlung mit der Wertebene zu bleiben, um auf etwaige Hinweise, welche uns den Weg aus unserer Lage weisen, reagieren zu können. Freilich, dies ist leichter gesagt als getan, und praktisch sind einmal erkannte Werturteile, welche wir uns zu Gesetzen machen, um der allzu großen Kühnheit der Sinnfindung Grenzen zu setzen, von der größten Bedeutung, um dem Unheil des unbesonnenen Strebens nach Sinn zu entkommen.

Andererseits erleichtert der Sinn selbstverständlich unsere Handlungsplanung, weil wir etliche Situationen vorwegnehmen können. Würden wir nur unserem Wertempfinden folgen, glichen wir Pflanzen mehr als Tieren. Mit anderen Worten müssen wir auch bei letzteren denselben Zwiespalt zwischen Sinn- und Wertebene annehmen wie bei uns, wobei Tiere allerdings nur unbewußt erkannte Ablaufsmuster auf der Sinnebene befolgen, aber das kennen wir ja auch, wenn wir uns einmal dabei erwischen, ins Leere zu antizipieren, vulgo: Was mache ich hier eigentlich?

Entwicklungsgeschichtlich gesehen hat der Mensch die Sinnebene also um bewußte Ablaufsregeln erweitert und sich dadurch in erhebliche ethische Gefahr gebracht, weshalb Sünden auch vergeben werden.

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Wert und Zweck der Offenbarung

Wie ich schrieb, entsprechen den Siegeln Katastrophen, den Trompeten Übertretungen und den Schalen Strafen.

Damit zugleich aber ist jeweils eine Weise angezeigt, auf welche der gläubige Christ mit diesen Ankündigungen umgehen sollte, nämlich
  • sich zu wappnen, die Katastrophen zu bestehen und ihre Folgen mit Leben zu erfüllen, konkret
    1. die normannische Eroberung Englands,
    2. den Ausbruch der Anarchie daselbst,
    3. die in der Magna Carta niedergelegten Grundzüge,
    4. den schwarzen Tod,
    5. das Martyrium der Nachfolger Wycliffe's,
    6. die Entdeckung der Neuen Welt.
  • sich vorzusehen, nicht Opfer der Übertretungen zu werden, konkret
    1. des Anzündens der Felder in Irland und Pommern,
    2. des Ausbruchs von Kolumbo,
    3. der entstehenden internationalen Hochfinanz,
    4. des Jahrs ohne Sommer,
    5. des Versprühens von Dioxin in Vietnam,
    6. des Zweiten Irakkriegs,
    7. der nuklearen Zerstörung New York's.
  • die Ziele der Strafen zu erkennen und sie dahingehend auszubeuten, wie bereits an anderer Stelle konkret beschrieben.
Allerdings möchte ich zur fünften Schale noch dies hinzufügen, daß durch den Bruch des Nimbus der Unverwundbarkeit des Weltgaranten das Bewußtsein der eigenen Verantwortung für die Welt wiedererweckt wird und gerade dies dazu führt, daß dem Behemoth massenhaft zur Seite gesprungen wird. Letzteres darf ein Christ ausdrücklich nicht, doch das Bewußtsein der eigenen Verantwortung für die Welt muß er dessen ungeachtet wachrütteln mithelfen.

Gott hat den gläubigen Christen also geholfen zu prosperieren und sich zu erhalten. Und nun hilft er ihnen, die Zeiten zu wandeln.

Die Welt ist ein Ungeheuer, wer einen Weg durch sie hindurchweist, scheint oftmals selbst monströs in Verkennung des Hintergrunds, vor welchem er handelt. Und wir sollten es den Heiligen danken, daß sie sich müh'n, unsre Wege zu ebnen, wobei wir freilich durch die Wissenschaft an sehr ebene Wege gewöhnt wurden, doch leider zum Preis versperrter Enden.

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6. Januar 2019

Der Trost der letzten Tage

Je suis désolé, mais je crois qu'il n'y a pas des objets propres dans le monde.
Es schwirrt durch die Luft ein Seelenreigen, unverfälscht und süß:
Der, wer euch sammelt, er allein mag mir die Geschichte schreiben.

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5. Januar 2019

Steamboat no. 32+1

Neues Jahr, einstweilen anhaltende Eruptionsserie.


Ich beabsichtige an und für sich nicht, Steamboat Geyser's weitere Ausbrüche zu dokumentieren, aber auf diese Weise bietet sich mir die Gelegenheit, eine kleine Bemerkung zu Der war, ist und kommt. beizufügen, nämlich daß zwei Deutungen dieser Formulierung möglich sind
  1. Gott war, ist und Christus kommt.
  2. Christus war, ist und kommt.
von denen ich die erste für das Gemeinte halte, also die Beschreibung Gottes als eines sich Menschen durch Menschen offenbarenden Gottes, was die Aussage der zweiten Deutung aber nicht falsch macht, wenn man unter Christi Sein Seinen geschichtsbestimmenden Geist versteht, wie ich ihn im Beitrag Zum Ursprung der Inspiration beschrieben habe.

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4. Januar 2019

Being close

Three imagines of Christ, the second one adjusted here, mean three types of lordly knowers of three types of God's thoughts*, as pertaining to
  • the right order of things,
  • the right union of men and
  • the right fruits of events.
I think myself blessed with knowledge of the first and third type, so that I don't complain, but I am completely blinded to the knowledge of the second type of God's thoughts.

I am not however unaware of any kind of thoughts pertaining to the union of men, in truth I'm rather aware of those in general, actually the most aware of the three subjects in general. My awareness of the order of things, in general, is good, that of the union of men, in general, excellent and that of the fruits of events, in general, rather poor. Yet as far as the divine path is concerned my understanding shows itself quite differently.

I was watching Dune again. The heart plug, the emperor coming, there's a lot of focus on the end of all hope in that film. I've written a whole series of posts recently on the preservation of hope
and it doesn't quite agree with the film on the pursuit of ultimate power, but it does agree as far as the control of the worm through the Kiswa-Maker Hook is concerned, giving the mass of people the correct incentives to shake off their chains, that is to change their habits.

But although I agree with the general form of steering and have no inkling of any divine thought as to what union the people should seek, I do feel that it is my duty to listen and wait and be available for any task that may present itself.

* Strictly speaking these are the thoughts that God has blessed and made guides of history.

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3. Januar 2019

Vom Einbrechen des Ichs in die Welt

Der vorige Beitrag kann schwerlich als formal vollendet betrachtet werden, es mangelt ihm an jedweder Einordnung des Gegensatzes, welchen er beschreibt. Diese werde ich nun nachholen.

Die Ich-Struktur besteht, wie ich seit vielen Jahren nicht müde werde zu betonen, aus
  • Wahrnehmung,
  • Handlung und
  • Willen.
Das wache Ich nimmt wahr, entscheidet und zieht vor, und indem es das tut, ist es in der Welt und die Welt da.

Traum. Sind Wahrnehmung und Willen vorhanden, aber die Handlung fehlt, so träumen wir. Besinnen wir uns im Traum auf die Erwägung, so wachen wir auf. Mit Erwägung, Entscheidung und Handlung zugleich fehlt im Traum das Schicksal. Wer träumt ist schicksalslos, und es ist das Schicksal, in welches wir uns schicken, wenn wir den Traum verlassen.

Entsetzen. Sind Wahrnehmung und Handlung vorhanden, aber der Wille fehlt, so sind wir entsetzt. Suchen wir im Entsetzen unseren Auftrag, so stürzen wir entweder weiter in die Leere oder schaffen es, uns auf ihn zu besinnen. Mit dem Willen zugleich fehlt im Entsetzen das Gesetz. Wer entsetzt ist, ist gesetzeslos, und es ist das Gesetz, nach welchem wir uns ausrichten, wenn wir das Entsetzen verlassen.

Entrückung. Sind Handlung und Willen vorhanden, aber die Wahrnehmung fehlt, so sind wir entrückt. Besinnen wir uns in der Entrückung auf die Wahrnehmung, so kommen wir zu uns selbst zurück. Mit der Wahrnehmung zugleich fehlt in der Entrückung das Selbst. Wer entrückt ist, ist selbstlos, und es ist das Selbst, wo wir uns verorten, wenn wir die Entrückung verlassen.

Wir schicken uns in das Schicksal, richten uns nach dem Gesetz aus und verorten uns im Selbst und brechen also in die Welt ein und gewinnen dabei aus unseren Rückzugsweisen Begriffe unsres eigentlichen Seins, daß wir
  • in die Welt gekommen sind,
  • das Rechte angenommen haben und
  • unsren Leib durchdrungen haben.
Bezugs-, orientierungs- und formlos ist das nackte Bewußtsein, eine Sehnsucht nach Bindung.

Ich meinte, verschleiert zwar, doch nicht minder gültig, daß Frauen deswegen allmonatlich gequält würden, weil ihre allzu gleichgültige Natur die periodische Besinnung auf die körperlichen Grundlagen ihrer Existenz erzwänge, und im hiesigen Licht erscheint diese Gleichgültigkeit darüberhinaus als Grund ihres leichteren Entsetzens: das Rechte nehmen sie nur unstet an.

Freilich, wenn man es genauer betrachtet ist diese Gleichgültigkeit mit ausgeprägter Zweckmäßigkeit verbunden: der leichteste Hinweis darauf, daß der Zweck verfehlt werden könnte, entsetzt die Weiber sehr, wohingegen sie in Bezug auf die Mittel doch recht dickfellig sind, daß Kriege grausam sind, macht sie zu ihnen nicht ungeeignet, sondern, daß der Sieg im Kriege ungewiß ist.

Das Entsetzen aber, von welchem die Wiederkehr Christi kündet, ist nicht das Entsetzen der Feiglinge, welche es bereits zuvor erfuhren, sondern das im Angesicht der Ausgeschlossenheit von jeglicher zukünftiger gesetzlicher Betrauung.

Und wer meint, ich hätte nicht recht von den Frauen gesprochen, beantworte mir die Frage, woher es kommt, daß männische Weiber Männern allenfalls egal sind, wohingegen Frauen weibische Männer hassen.

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2. Januar 2019

Die Grenzen der Welt

Ein Eindruck beschäftigt mich seit einiger Zeit. Er betrifft die Erscheinungsweise von Bäumen. Seltsam unwirklich erscheinen sie, mehr wie gemalt als ragend, ein Gewirr von Rindenmustern und Knospstellen, von überraschend auftrumpfenden Farben, selbst die unterschiedlichen Grün- und Braunschattierungen der Stämme scheinen interessant, ein Kind mag die Welt wohl so sehen.

Der Wahrnehmung auf den Grund gehend stieß ich auf das Wunder der Zeit, daß entsteht, was man sich nicht bewegen sieht, daß im Augenblick mehr wirkt, als was man selbst erfassen kann. Der Eindruck ist der Offenheit geschuldet: Wer auf die Zukunft wartet, anstatt sie zu erzwingen, dem begegnet die Welt also in ihrer Breite.

Und zugleich ist der Wartende bei sich selbst, wie der gerade aus dem Bett Aufgestandene noch bei sich selbst ist, bevor sich seine Sinne langsam der Welt bemächtigen. Bei sich selbst sein, im doppelten Sinne beim Grund des eigenen Welterlebens, was einem Kraft und Ziel gibt. Und die Welt, sie ist da irgendwo, da draußen, und hält erwartet-erhofft etwas für einen bereit, die Umstände seiner Begegnung einstweilen verworren, aber so viel ist doch klar, daß wir angewiesen sind, an ihr dran zu bleiben.

Oder auch nicht. Schrecklich ragt ein andrer Eindruck auf, daß die Welt vor einem zu Ende geht, die Sonne strahlt, der Wind bläst vor ihr her, nichts ist einem zu tun geblieben, über den Boden ergießt sich die Leere. Es ist eine erstaunliche Offenbarung, daß der Boden, welcher einem das Leben gibt, begrenzt sei, das Umfeld für die eigene Entfaltung. Doch Grenzen hat die Welt, sie beschreiben das Fenster unsres Wirkens.

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30. Dezember 2018

Christliche Sublimierung

Entlaubt ist uns der WaldeLob Gott getrost mit Singen,
gen diesem Winter kalt. frohlock du christlich Schar.
Beraubet werd ich baldeDir soll es nicht mißlingen,
meins Liebs, das macht mich alt. Gott hilft dir immerdar.
Daß ich dich Schön muß meiden,     Ob du gleich hier mußt tragen
die mir gefallen tut, viel Widerwärtigkeit,
bringt mir mannfaltig Leiden,noch sollst du nicht verzagen,
macht mir ein schweren Mut. er hilft aus allem Leid.

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28. Dezember 2018

Die Ausrichtungsmechanismen der Hochkulturen

Indogermanische Hochkulturen. Das Zusammenleben der Gestimmten und Fordernden wird durch die Vermittlung des Gemeinwohls als verpflichtenswürdigstes Gut ausgerichtet, wie es etwa im Christentum geschieht. Mit anderen Worten wird die Gesellschaft durch die psychologische Ausgleichung der Fordernden gesteuert.

Semitische Hochkulturen. Das Zusammenleben der Gestimmten und Erregten wird durch die Schlichtung der widerstreitenden Ansprüche der Erregten ausgerichtet, wie es etwa im Islam geschieht. Mit anderen Worten wird die Gesellschaft durch die physische Ausgleichung der Erregten gesteuert.

Tibeto-Japanische Hochkulturen. Das Zusammenleben der Fordernden und Erregten wird durch die Aneinanderkettung der beiden ausgerichtet, wie es etwa in Japan geschieht. Mit anderen Worten wird die Gesellschaft durch die materielle Belastung der Fordernden und die sittliche Belastung der Erregten gesteuert.

Es ist vor diesem Hintergrund völlig klar, daß die Offenbarung nur die notwendige Wiederausrichtung des Christentums beschreiben kann und weder seine Ersetzung, noch das Schicksal anderer Hochkulturen (das der Juden nur in sofern sie in das Christentum eingebettet sind).

Ich weiß, daß diese Worte Vereinigern aller Art nicht schmecken, aber es besteht wirklich nicht der geringste Zweifel an ihnen: Menschen lassen sich nicht gegen ihre Natur beherrschen.

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Zu Gast

Sitzt du bei andern zu Gast, färbt doch stets etwas auf dich ab.
Du siehst sie in die Zukunft spähn und sinnst bald mit ihnen, wie ihr zu begegnen:

Halten sie Ausschau wie Frösche, worauf zu springen, musterst du mit,
suchen sie Wege, ihre Welt zu schützen, ermißt auch du den gemeinsamen Fundus,
suchen sie Kunde, um Pläne zu schmieden, bemerkst auch du deinen eigenen Stand.

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26. Dezember 2018

Führung

Wenn Menschen sich auf einen gemeinsamen Weg aufmachen wollen, müssen zwei Dinge gewährleistet sein:
  1. daß ihnen vermittelt wird, in wiefern es einen Fortschritt auf ihre Ziele zu bedeutet, wenn sie die nächste Wegstrecke gehen,
  2. daß sie das auf diesem Weg Anbrechende bewältigen.
Um hier nicht über meine eigenen Füße zu stolpern, werde ich die Selbstvermittlung erlauben, üblicherweise auf der Grundlage eines Lehrbuchs.

In soweit ein Ziel nur gemeinsam erreicht werden kann, ist die Vermittlung des gemeinsamen Weges unabdingbar für seine Erreichung. Wo immer etwas gemeinsam angestrebt wird, findet sie statt. Und wer darauf zu hoffen wagen dürfen möchte, mit anderen zusammen ein gemeinsames Ziel zu erreichen, der darf sich der Vermittlung von Wegen nicht kategorisch verschließen.

Die Neuorientierung der Gemeinde kommt auf natürliche Weise zustande, sobald das Anbrechende in der alten Form der Gemeinde nicht mehr bewältigt wird oder sich ihr Weg nicht mehr als Fortschritt vermitteln läßt.

Wenn dies geschieht, wird die Gemeinde selbständig die Bewältigung des Anbrechenden übernehmen müssen und nach einem Weg suchen, welcher sich ihr als Fortschritt vermitteln läßt, wobei alles Vermittelbare selbstverständlich zunächst einmal begrifflich fixiert sein muß, was den Rückgriff auf Altbewährtes begünstigt.

Jede Verfeinerung des Weges durch zusätzliche Erwägungen kann zunächst einmal nur derjenigen Gemeinde vermittelt werden, welche letztere anstellte, später allerdings bei erwiesener Vorbildlichkeit auch von anderen übernommen werden, ob nun mit oder ohne Bewerbung. In jedem Falle erfolgt eine solche Übernahme aber bei Interesse und dezentral, so lange sich die Gemeinden keiner gemeinsamen Führung unterstellt haben.

Aber auch ohne eine solche kann eine neue Tradition sowohl an Inhalt als auch an Verbreitung wachsen, wobei ein starkes und umfassendes gemeinsames Grundbekenntnis für das weitere Gedeihen von naturzentraler Bedeutung ist.

Ich fragte gerne: Könnten wir nicht?, aber es ist die Frage: Wie können wir?, welche die kommende Zeit bestimmt.

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Steamboat no. 32

Presumably the last eruption this year.

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