.edu .org .at .ch .de .uk Blogger hier
Bereitschaftsfront

„Daß du nicht weißt, was dir frommt, des faß ich jetzt deines als Pfand!“
Eesti
English

20. September 2019

Literarische Stoffe

Ich habe Erzählungen bereits der Form ihrer Mitteilung nach klassifiziert, nun möchte ich ihre Stoffe klassifizieren.

Im ganzen werde ich neun verschiedene Stoffe betrachten, durch welche sich eine Erzählung mitteilen kann, wovon die letzten drei sich aber für gewöhnlich gegenseitig ausschließen. Und da ich eine solche Vielzahl nicht ohne Begründung anführen mag, sei zunächst das Kriterium der Heterogenität dieser Stoffe betrachtet.

Wir fragen zunächst, ob eine Aussage unser Innenleben betrifft oder die Außenwelt. Die Mathematik unterschlagen wir auf diese Weise sogleich, aber dieselbe ist ja auch kein Stoff von Erzählungen. Betrifft die Aussage unser Innenleben, so betrifft sie es entweder indirekt durch eines der Objekte der höheren geistigen Horizonte, also durch Haltung, Auffassung oder Stellung, oder direkt als Beschreibung des Geistes, welcher uns antreibt, unserer Motivation. Unsere Haltung regelt unser Verhalten, unsere Auffassung wird durch unsere Begriffe bestimmt, und unsere Stellung beschreibt, wofür wir mit unserem Leben einstehen, woran wir glauben (vor allem worin das Heil liegt). Es läßt sich wohl einwenden, daß auch dies Verhalten sei, aber der Unterschied zeigt sich in der Beziehung zur Stimmung: wir verfeinern unsere Haltung, bis sie im Einklang mit unserer Stimmung steht (sofern wir hinreichend sensibel sind), doch wir stellen uns in Folge jeder Einsicht dessen, woran wir glauben, und dieses erkennen wir im Laufe der Zeit als den Grund unserer Gestimmtheit, nämlich daß wir spüren, ob unsere Haltung unserem Glauben entspricht, selbst wenn er uns noch unbekannt ist. Die Stellung regelt also die Haltung wie die Haltung die Taten regelt.

Betrifft die Aussage hingegen die Außenwelt, so fragen wir zunächst, ob es sich dabei um etwas Bekanntes oder etwas Unbekanntes handelt. Das Unbekannte dient uns zur Orientierung, es ist das Vorurteil, das Klischee, und als Stoff einer Erzählung möchte ich es als Verortung derselben bezeichnen. Das Bekannte sei fernerhin danach unterschieden, ob wir es bereits vollständig geistig durchdrungen haben, in welchem Falle es einen Erfahrungswert für uns besitzt, oder nicht. Haben wir es bereits vollständig durchdrungen, so kann die Erzählung seinen Erfahrungswert vergegenwärtigen. Eine solche Vergegenwärtigung findet immer dann statt, wenn wir etwas sehen und uns denken, daß wir es kennen, und daß es sich mit ihm genau so verhält, wie geschildert.

Steht die geistige Durchdringung hingegen noch aus, so betrachten wir den Grad, zu welchem die Erzählung sie anstrebt. Dies mag sie nun gar nicht tun, dann ist ihr Stoff ein Erlebnis. Oder sie möchte uns eine Frage stellen, ohne sie (explizit) zu beantworten. Dann ist ihr Stoff eine Darstellung. Oder sie möchte den Beweis führen, daß es sich auf eine bestimmte Weise verhält. Dann ist ihr Stoff eine Beurteilung.

Die neun möglichen Stoffe einer Erzählung sind also:
  • Haltung,
  • Auffassung,
  • Stellung,
  • Motivation,
  • Verortung,
  • Vergegenwärtigung,
  • Erlebnis,
  • Darstellung,
  • Beurteilung.
Als nächstes möchte ich aus praktischen Gründen einige weitere Redeweisen einführen. Beschwört eine Erzählung
  • eine Haltung, so heiße sie modisch,
  • eine Auffassung, so heiße sie distanziert,
  • eine Stellung, so heiße sie ernst,
  • eine Motivation, so heiße sie subjektiv,
  • Verortungen, aber keine Vergegenwärtigungen, so heiße sie klischeehaft,
  • Vergegenwärtigungen, aber keine Verortungen, so heiße sie aufmerksam,
  • Verortungen und Vergegenwärtigungen, so heiße sie erdichtet,
  • ein Erlebnis, so heiße sie roh,
  • eine Darstellung, so heiße sie aufbereitet,
  • eine Beurteilung, so heiße sie beurteilt.
Da wir das nun haben, möchte ich ein paar Beispiele aus dem Film angeben (die ersten drei Stoffe sind aus Symmetriegründen in umgekehrter Reihenfolge angegeben).

                                 S F H M O G L D U

Laurel&Hardy: Sons of the Desert     x   x
(modisch, klischeehaft)
After the Thin Man                   x   x x
(modisch, erdichtet)
The Trouble with Harry           x       x x
(ernst, erdichtet)
Eins, Zwei, Drei                     x   x       x
(modisch, klischeehaft, beurteilt)
The Sons of Katie Elder          x       x x
(ernst, erdichtet)
The Flight of the Phoenix                x x
(erdichtet)
Au Hasard Balthazar              x     x       x
(ernst, subjektiv, aufbereitet)
The Fortune Cookie                       x x
(erdichtet)
The Good, the Bad and the Ugly               x
(roh)
Hoří, Má Panenko                 x         x
(ernst, aufmerksam)
Planet of the Apes                     x     x
(subjektiv, roh)
Alexandre le Bienheureux           x     x x
(distanziert, erdichtet)
Cactus Flower                            x x
(erdichtet)
Topaz                                  x       x
(subjektiv, aufbereitet)

                                 S F H M O G L D U

Solaris                          x             x
(ernst, aufbereitet)
Un Flic                                x x   x
(subjektiv, klischeehaft, roh)
Charley Varrick                          x x x
(erdichtet, roh)
Jaws                                     x   x
(klischeehaft, roh)
Picnic at Hanging Rock               x         x
(modisch, aufbereitet)
Stalker                          x             x
(ernst, aufbereitet)
Blade Runner                     x     x       x
(ernst, subjektiv, aufbereitet)
The Thing                        x     x         x
(ernst, subjektiv, beurteilt)
Scarface                         x       x     x
(ernst, klischeehaft, aufbereitet)
Die unendliche Geschichte        x x         x
(ernst, distanziert, roh)
Ghostbusters                         x   x
(modisch, klischeehaft)
Gremlins                               x     x
(subjektiv, roh)
Beverly Hills Cop                    x   x   x
(modisch, klischeehaft, roh)
Dune                             x     x x   x
(ernst, subjektiv, klischeehaft, roh)

                                 S F H M O G L D U

Witness                          x             x
(ernst, aufbereitet)
Prince of Darkness               x               x
(ernst, beurteilt)
Le Grand Bleu                    x x   x
(ernst, distanziert, subjektiv)
They Live                          x       x
(distanziert, aufmerksam)
Her Alibi                              x   x
(subjektiv, aufmerksam)
The Abyss                        x   x   x   x
(ernst, modisch, klischeehaft, roh)
Fearless                         x x   x       x

(ernst, distanziert, subjektiv, aufbereitet)
In the Mouth of Madness          x x
(ernst, distanziert)
The Matrix                       x x x   x     x
(ernst, distanziert, modisch, klischeehaft, aufbereitet)
Amélie Poulain                     x       x
(distanziert, aufmerksam)
Shaun of the Dead                  x     x x   x
(distanziert, erdichtet, aufbereitet)


Was sich an diesen 39 Filmen bereits erkennen läßt, sind die Stoffe und Stoffkombinationen, welche eine Erzählung tragen können, nämlich diese sechs:
  1. Beeindruckung: Erlebnis.
  2. Neue Sicht: Auffassung.
  3. Miterleben: Motivation.
  4. Involvierung: Klischee und Beobachtung (Verortung und Vergegenwärtigung).
  5. Auflockerung: Haltung und Klischee.
  6. Studie: Darstellung oder Beurteilung der Auswirkungen von Stoffen des Innenlebens (Haltung, Auffassung, Stellung oder Motivation).
Die Involvierung war lange Zeit das Mittel der Wahl, die Verbindung des alltäglich Vertrauten mit dem klischeehaft Unbekannten, um das Interesse des Publikums zu wecken, ist dann aber im Laufe der 1970er Jahre aus der Mode gekommen. Die Auflockerung, die Belebung des Klischees durch Verhaltensweisen zu ihm, diente anfangs nur komischen Zwecken, doch ist dann in den 1980er Jahre vermehrt zu einem Vehikel der Selbstgefälligkeit (des überhaupt Tollsten) geworden.

Außerdem ist noch zu bemerken, daß das Miterleben in Büchern zwar sehr häufig, doch im Film sehr selten ist: die physische Gegenwart des Protagonisten scheint der Vermittlung seines Geistes im Wege zu stehen. Jeff Bridges ist vielleicht der einzige Schauspieler, dem dies mit einiger Flexibilität gelingt, alle andern spielen so, wie Wolfgang Windgassen singt.

Labels: , , , , , , , ,

19. September 2019

Winter

It's the time of year when you either go to sleep
to furiously awake at some later date
or you walk on and continue your journey
on the path that grace lays down before your feet.

Labels: , , , , , ,

18. September 2019

Herrschaftsform und (Re-)Aktionsmuster

Interessanterweise besteht ein Zusammenhang zwischen den im vorigen Beitrag behandelten Aktions- und Reaktionsmustern und den Herrschaftsformen des I Chings derart, daß jede der sechs Herrschaftsformen als Herrschaft eines bestimmten (Re-)Aktionsmusters bezeichnet werden kann.

Genauer gesagt müssen wir zunächst einmal die bewahrenden von den erneuernden Herrschaftsformen unterscheiden, also die Herrschaft der Lust, Achtung und Sorge von jener der Abgemessenheit, Rücksichtslosigkeit und Unvernunft, und können dann behaupten, daß sich die bewahrenden Herrschaftsformen in den Möglichkeiten aktiver Untertanen gemäß dem Niveau des Seelenteils, welcher sich in ihnen ausdrückt, zeigen und die erneuernden Herrschaftsformen in den Wahrnehmungen passiver Untertanen gemäß dem Niveau des ihrigen.

Konkret bedeutet das, daß
  • die Möglichkeiten unter der Herrschaft der Lust gegeben sind,
  • die Möglichkeiten unter der Herrschaft der Achtung gefunden werden,
  • die Möglichkeiten unter der Herrschaft der Sorge folgen,
  • die Wahrnehmung unter der Herrschaft der Abgemessenheit gegeben ist,
  • die Wahrnehmung unter der Herrschaft der Rücksichtslosigkeit gefunden wird und
  • die Wahrnehmung unter der Herrschaft der Unvernunft folgt.
Betrachten wir das etwas genauer. Unter der Herrschaft der Lust sind die Taten des Königs als Vorkommnisse gegeben. Unter der Herrschaft der Achtung werden die Taten als Methoden gefunden. Unter der Herrschaft der Sorge folgen die Taten als Stellungen. Die erste Aussage ist trivial. Die zweite folgt daraus, daß die eigene Achtung verdient werden muß, was auf der Bewertung von Methoden beruht. Und die dritte ergibt sich zum einen aus der Betrachtung der entsprechenden Hexagramme und zum anderen daraus, daß die Herrschaft der Sorge jeden dazu anhält, den Wert aller Dinge zu erkennen und sich ihm entsprechend zu ihnen zu stellen.

Wir erhalten also:
  • die Herrschaft der Lust ist eine Herrschaft des Studiums (der Marotten des Königs),
  • die Herrschaft der Achtung ist eine Herrschaft der Verfolgung (von Aufstiegsmöglichkeiten) und
  • die Herrschaft der Sorge ist eine Herrschaft der Empfänglichkeit (für das Heil).
Kommen wir weiterhin zu den erneuernden Herrschaften. Unter der Herrschaft der Abgemessenheit sind die Wahrnehmungen als Lagen gegeben. Unter der Herrschaft der Rücksichtslosigkeit wird die Wahrnehmung als Mittel gefunden. Unter der Herrschaft der Unvernunft folgt die Wahrnehmung als Entgegnung. Hier nun ist die dritte Aussage trivial: der Mangel an Vernunft macht sich schließlich als Notwendigkeit, ihm zu entgegnen, bemerkbar. Die anderen beiden Fälle sind Beispiele von Erziehung: die Herrschaft der Abgemessenheit erzieht zu bestimmten Taten, indem sie jene lageabhängig befiehlt, und die Herrschaft der Rücksichtslosigkeit erzieht zur Einfügung in eine geregelte Gesellschaft, indem sie die Mittel zur Erreichung von Zwecken festschreibt.

Wir erhalten also:
  • die Herrschaft der Abgemessenheit ist eine Herrschaft der Bedrängung,
  • die Herrschaft der Rücksichtslosigkeit ist eine Herrschaft der Beholfenheit und
  • die Herrschaft der Unvernunft ist eine Herrschaft der Betroffenheit.
Abschließend möchte ich die angesprochene Erziehung noch einmal genauer für den Fall desjenigen, welcher sich der Sorge verschrieben hat, betrachten (Hexagramme 53. Das Bedrängte und 56. Der Leuchtturm).

Wenn ein Pharisäer jemanden, welcher sich der Sorge verschrieben hat, in seine Finger kriegt, so wird er versuchen, ihm seinen Frieden zu nehmen, um ihm anschließend einen neuen Frieden zu geben, nämlich den der Erschöpfung nach harter Arbeit, welche darüberhinaus den Absichten des Pharisäers dient.

Und ganz ähnlich, wenn ein Gesellschaftsingenieur so jemanden in seine Finger kriegt. Auch er wird versuchen, ihm seinen Frieden zu nehmen, um ihm anschließend einen neuen Frieden zu geben, nämlich den der Aufgehobenheit durch die Anerkennung seiner Mitmenschen, welche darüberhinaus den Absichten des Gesellschaftsingenieurs dient.

So betrachtet könnte man die Herrschaft der Abgemessenheit wohl gar mit jener der Rücksichtslosigkeit verwechseln, doch ihre Ziele sind hinreichend verschieden: der Pharisäer will Ruhe und Ordnung, der Gesellschaftsingenieur den neuen Menschen. Ich bin beiden begegnet: Obschon die Unvernunft herrscht, greifen doch alle Arten von Herrschsüchtigen nach dem Arglosen, was indes nach reiferer Überlegung selbst Symptom der Herrschaft der Unvernunft ist. Nun denn, ich bin trotz allem 31. Die Insel.

Labels: , , , , , , ,

15. September 2019

Aktions- und Reaktionsmuster

Die beiden Dreifaltigkeiten der Seele und des Ichs lassen sich als Schlüssel zu den menschlichen Aktionen und Reaktionen gebrauchen, indem die Gegenstände
  • der Lust als gegeben,
  • der Achtung als gefunden und
  • der Sorge als folgend
betrachtet werden und die Gegenstände
  • der Wahrnehmung als Rat,
  • des Willens als Zustimmung und
  • der Tat als Möglichkeiten.
Aktionsmuster.
  • empfangend: gegebener Rat, gefundene Zustimmung, folgende Möglichkeiten,
  • verfolgend: gegebene Zustimmung, gefundene Möglichkeiten, folgender Rat,
  • studierend: gegebene Möglichkeit, gefundener Rat, folgende Zustimmung.
Studierend. Zu einem gegebenen Vorkommnis werden Auswirkungen gefunden und anschließend wird erwogen, wie willkommen sie sind.

Verfolgend. Zu einem gegebenen Vorhaben wird eine Methode gefunden und anschließend werden ihre Konsequenzen erwogen.

Empfangend. Die ganze christliche Lehre dient letztlich der Beschreibung dieses Aktionsmusters. Unsere Inspiration läßt uns eine Idee wahrnehmen, wir stimmen ihr im Gebet zu und betrachten das Schicksal der Welt als ihm folgenden göttlichen Richtspruch, welchem wir uns im Rahmen unserer Möglichkeiten stellen.

Rat, Zustimmung und Möglichkeiten sind uns anvertraut, und wir müssen uns zu jeder Zeit für eines der drei vorangegangenen Aktionsmuster entscheiden, die folgende Tabelle hält unsere Sicht dabei noch einmal fest,


studierend verfolgend empfangend
Wahrnehmung Auswirkungen Konsequenzen Inspiration
Wille Willkommenheit Vorhaben Gebet
Tat Vorkommnis Methode Stellung
und es ist ein Zeichen der Reife des eigenen Geistes, sich auch für alle drei Aktionsmuster entscheiden zu können. Vor allem mit dem Empfangen haben Viele dabei Probleme, und so sind uns nicht nur Rat, Zustimmung und Möglichkeiten anvertraut, sondern auch Inspiration, Gebet und Stellung an Andrer statt.

Im Einklang mit dem, was ich dazu bereits im Beitrag Die Schüler Jesu schrieb, steht Andreas dabei für den Erwerb der Inspiration, Petrus für ihre Vermittlung, Johannes für die Segnung und Jakobus für das Einstehen.

Reaktionsmuster.
  • betroffen: gegebene Möglichkeit, gefundene Zustimmung, folgender Rat,
  • beholfen: gegebene Zustimmung, gefundener Rat, folgende Möglichkeiten,
  • bedrängt: gegebener Rat, gefundene Möglichkeiten, folgende Zustimmung.
Bedrängt. In einer gegebenen Lage werden Optionen gefunden und anschließend wird ihr Wert erwogen.

Beholfen. Zu einem Zweck wird ein Mittel gefunden und anschließend werden seine Anwendungen erwogen.

Betroffen. Zu einem Vorfall wird ein Gefallen gefunden und anschließend die Entgegnung erwogen.

Und wiederum zur besseren Übersicht in Tabellenform.


bedrängt beholfen betroffen
Wahrnehmung Lage Mittel Entgegnung
Wille Wert Zweck Gefallen
Tat Option Anwendung Vorfall
Vergleich von Aktionen und Reaktionen.

Die Bedrängtheit ist die Stiefschwester der Empfänglichkeit: der eigenen Zustimmung wird die Initiative entzogen.

Die Beholfenheit ist die Stiefschwester der Verfolgung: der eigenen Möglichkeit wird die Initiative entzogen.

Die Betroffenheit ist die Stiefschwester des Studiums: dem eigenen Rat wird die Initiative entzogen.

Insgesamt finden wir, daß der Mensch lieber agiert als reagiert, daß die Reaktion dadurch zu Stande kommt, daß dem suchenden Verstand eine Folge in den Weg gestellt wird, wobei der suchende Verstand von der Wahrnehmung zum Willen, vom Willen zur Tat und von der Tat zur Wahrnehmung strebt.

Labels: , , , , , , , , ,

13. September 2019

Steamboat Geyser's last 67 eruptions

#* = (168/Δh(en-1,en)-1)*10, Δh: distance in hours, en: n-th eruption.
The USGS is claiming that this function is the result of chance, but I think it should be roughly proportional to the heat below Steamboat Geyser, disturbed by water supply related factors. Admittedly a terribly crude approach, but it gives somewhat of an idea of the situation.
                                                     *
                                                     **
                                                     **
                                                     **
                                                     **
                                                     **           P.S.
                                                     ***
         *       *                                   ***           |
         *     * *                                ** *** *         |
         *    *****                           **  ********         |
         *    *****                     *     **  ********  *      |*
     _  **    *****_* _    *_      ___  **   _**__********_ **  _* |*
***** **  ****       * ****  ******   **  ***              *  **  *
**        ****               ******   *    **                 *   *
**        ****                * **    *    **                 *
**        ****                   *         **                 *
**        ****                             **                 *
**        *  *                              *
**        *
**
*
*

Labels: , ,

12. September 2019

Some more thoughts on the fifth vial

I shall complete the previous post. First, let me point out that Bush was selling an empty promise and then that promise was spoiled. Also, people died because of this false grandeur. Then Obama claimed that certain standards wouldn't really be necessary, for which he was opposed. Also, people died because of this reckless remodelling.

Trump is just being an ugly egoist. Essentially what happened is this: Part of the American public had hopes along Bush's line, then Bush smashed them. Part of the American public had hopes along Obama's line and then Obama smashed them, after which the American public became cautious about hopes in general.

So first we had a competition between hopes. Now Trump rules out of a desire for common sense. And the current opposition to that is to demand higher standards, that is first Americans thought that they can do stuff, now they think that they shouldn't bother too much about stuff and the opposition to that is that they must do stuff.

The fifth vial describes a darkening and the biting of tongues. Who is thus punished? He, who thinks himself bright and uses his tongue to demand. And this spirit is already manifest in the political landscape of the United States. This spirit must have a public mandate and it must have political weight. The easiest way to achieve that is on the state level. Then the spirit is sufficiently manifest to be smitten. But that is not enough. People must die because of its insolence.

And I thought about this for hours and couldn't see how. Yet it is so simple. Again, it won't be Americans who will die. It will be America's allies, who'll come under attack, because America seems paralysed. Most likely the Taiwanese. First people died because of delusions of grandeur, then because of moral relativism and finally because of insubordination. All of it is the moral responsibility of the American people.

Now, this is just the likely turn of events, in my eyes, the solution to the puzzle, the fitting together of the pieces, I'm not claiming any prophecy in this apart from the relation between the spirits and their punishments.

I had asked myself, whether it could be evil to be this specific. But the above scenario isn't one that relies on the particular evilness of any one of the actors involved. And neither does it rely on evil guidance. It is a natural scenario, which follows almost automatically from the dynamics of political debate. So I'm not giving anybody ideas.

Labels: , , , , , , , ,

11. September 2019

Some thoughts on the fifth vial

I don't expect the fifth vial to be poured out upon the seat of the beast as of yet, because the crime that would warrant this punishment hasn't yet been committed.

When Bush went on his phony crusade, the effects of depleted uranium were the punishment, when he spoke of a new era of commercial opportunity, the Deepwater Horizon spill was the punishment, when Obama called out a new era of Muslim democracy, Brexit was the punishment, and when the powers that be decided it should be Donald vs. Hillary, wildfires and rebellions was the punishment.

This doesn't offend my sense of justice. But for Yellowstone to erupt...

All of this is of course not primarily about sin. It is about the fact that the advent of artificial intelligence necessitates the intervention of God. But still there must be a crime to which Yellowstone's eruption would be a fitting answer (or if not Yellowstone's eruption, then something equally severe).

So, what could the crime be?

First off, it must involve the United States. It must be something that, even though people will shy away from it after the punishment, doesn't lose its menacing power, i.e. although people will give it up, they won't condemn it. It must justify not only martial law, but actually to destroy New York through nuclear force.

I think then that it can only be an open and continued refusal to abide by the law, and not just some law, but one concerning basic civil duties, not by some group of people, but by whole states, possibly the refusal to accept the results of the next presidential election or perhaps the authority of the Supreme Court, not only on one question, but altogether, and arrogance and spite must be the motivating forces.

That is the sort of scenario that matches the trepidation of the punishment. It should not come out of a blue sky.

Labels: , , , , , ,

Abgemessenheit und Mysterium Mensch

Wie ich vor kurzem schrieb, beruhen alle modernen Ideologien auf dem Mysterium des Menschen, weil keine von ihnen die Natur des Menschen reflektiert. Dieses Mysterium erlaubt es ihnen, systemkonformes Verhalten als Teil vorübergehender Begeisterungen auszugeben, welche allesamt im übrigen folgenlos bleiben.

Nun gewinnt die Sache allerdings deutlich an Bedeutung, wenn sie aus dem Blickwinkel der Herrschaft der Abgemessenheit betrachtet wird. Zwar leben wir nicht unter der Herrschaft der Abgemessenheit, aber es gibt Teilbereiche unserer Gesellschaft, welche von der Abgemessenheit beherrscht werden, und wir werden insgesamt von Veränderungen in jenen Bereichen betroffen.

Das Anliegen der Herrschaft der Abgemessenheit besteht darin, die selbstorganisierende Kraft der Masse, welche auf der Anerkennung einer vorbildlicher Haltung (aus welchen Gründen auch immer, und sei es nur ihr Erfolg) beruht, in Schach zu halten und so ein Umschlagen in die Herrschaft der Lust zu verhindern.

Am alltäglichsten können wir dies in der Schule beobachten, wenn Lehrer Schwierigkeiten mit Schülern bekommen, welche andere zu ungenehmem Verhalten anregen.

Wer nun etwas taugt als Herrscher der Abgemessenheit, wie die einstigen Pharisäer und die heutigen Pastoren, bei Lehrern ist es seltener, der bietet allen seinen Schäfchen etwas an, von welchem er sie glauben macht, daß sie es wollen, und erklärt hinfort alle seine Ratschläge als Bemühungen um jenes Gut.

Heute nun besteht innerhalb der modernen Elitepharisäerschaft Einigkeit darüber, daß das Gut, welches sich am besten an den Mann und die Frau bringen läßt, die ungehinderte Entfaltung der eigenen Persönlichkeit ist.

Dieses aber ist in entscheidender Weise vom Menschenbild abhängig.

Das Mysterium Mensch ist dabei aus Pharisäersicht das ideale, weil es sowohl erlaubt
  • vorbildliche Haltungen zu propagieren, wo sie der Ordnung nützen, als auch
  • vorbildliche Haltungen zu desavouieren, wo sie der Ordnung schaden,
ohne daß es nötig wäre, diese Eingriffe vor den Dogmen des vorherrschenden Menschenbildes zu rechtfertigen.

Sobald aber das Mysterium des Menschen durch die Natur des Menschen ersetzt wird, wird das Versprechen der ungehinderten Entfaltung der eigenen Persönlichkeit gleichbedeutend dazu, die Menschen zu ermuntern, nichts außer ihrer eigenen Natur in Betracht zu ziehen, und das führt zu einem völligen Zusammenbruch der Vorbildlichkeit als selbstorganisierender Kraft der Masse.

Dies könnte nun die totale Herrschaft der Abgemessenheit genannt werden, aber wie so oft gibt es auch für die Pharisäer keinen Endsieg. Eine Gesellschaft, welcher alles gleich gültig ist, überlebt nicht. Es bedarf der Vorbildlichkeit, um ihr eine Richtung vorzugeben, um sie in die Lage zu versetzen, auf etwas hinarbeiten zu können.

Es knirscht zur Zeit in Großbritannien diesbezüglich im Getriebe. Aber wer auch immer es schafft, die totale Herrschaft der Abgemessenheit zu durchbrechen und andere dazu zu bewegen, sich seinem Kurs anzuschließen, der wird sich schließlich durchsetzen.

Labels: , , , , , , , , ,

10. September 2019

I guess it was the Grand Orient after all.

The murder of Helric Fredou left me confused. How could a foreign organisation declare a murder suicide? And what motive would a French organisation have to commit the Charlie Hebdo massacre?

Looking back I feel a little stupid, for the answer follows from these points I already made.
  1. The Catholic Church was behind the French Revolution, so the Catholic Church is behind the Grand Orient as well.
  2. When the English crown found out, it took control of English masonry.
  3. Masons are not interested in immediate results, but in establishing a narrative for later use.
  4. Secretive actors signal their activities to each other so that they would know enough of their activities to cooperate with each other on some future occasion.
But then, if the Grand Orient is essentially Jesuit, it makes perfect sense for the Grand Orient to prepare France for a later alignment with the eighth king, and the Charlie Hebdo massacre is part of the background for that.

Labels: , , , , ,

9. September 2019

I asked the I Ching on Brexit and got this.

-o-
---
- -
- -
-x-
---

This is the hexagram of the child prodigy who sinks his handlers. It cannot easily be applied to Brexit itself, because Brexit has never been a child prodigy for anyone, at least no one that I could think of, it would mean after all that someone has profited immensely from it so far. But it can readily be applied to Boris Johnson, in which case it is the Tories who'll sink.

If Macron is for real and doesn't grant an extension, Labour will win the next election in a wipeout. It's not difficult to see that. But even if not, Johnson just did what the 2/3rds who voted for him wanted him to.

Labels:

Verhältnis zur Welt und Besinnung

Ich habe mich in den letzten Tagen jahreszeitlich bedingt seltsam an die Welt gefesselt gefühlt und habe erwogen, was hier vorliegt.

Der Mensch kennt drei Arten der Besinnung, die Wahrnehmung, die Erinnerung und die Vorstellung. Nun ist es so, daß er in bestimmten Verhältnissen zur Welt stehend für bestimmte Reize empfänglicher ist als sonst, welche ihn dazu bringen, etwas wahrzunehmen, sich zu erinnern oder sich etwas vorzustellen.

Genauer gesagt neigt der Mensch dazu, unter dem Einfluß
  • der Angewiesenheit Blickfänge gefesselt wahrzunehmen,
  • der Belanglosigkeit sich Andeutungen gemäß versponnen zu erinnern und
  • der Unwirklichkeit sich Ausstrahlungen aufnehmend abgehoben etwas vorzustellen.
Der Winter ist eine Zeit der Unwirklichkeit, der Herbst der Angewiesenheit, und das Hipstertum ein Beleg der Belanglosigkeit unserer Zeit schlechthin.

Labels: , , , , ,

8. September 2019

Einst fliegen sie wieder

Es ließe sich wohl glauben, daß Hirsche zu einem Hirschgott beten, jedenfalls sind auch sie von einem Geist erfüllt und wissen instinktiv, daß er ihre Welt bestimmt. Wie anders dagegen der höhnische Mensch, der nur auf dasjenige sieht, was seine Macht ihm erlaubt.

Doch sagen wir lieber: Nicht der Gott der Hirsche ist hirschförmig, sondern nur ihr Gebet. Dennoch hätten sie das Recht zu sagen, daß Gott die Hirsche hört, wenn sie es denn könnten, doch können tut es nur der Mensch.

Des Menschen Gebet ist anthropomorph. An einem schönen Sonntag wie heute erwartete ich ein Gebet für ein Treffen aller, welche zusammen eine Zukunft suchen (Das Meer). Es fehlt, weil die Zusammenkünfte im Laufe der Jahrhunderte immer gemeiner wurden. Und heute ginge es nur noch um Kumpanei.

Doch die Menschen suchen es noch, verstreut, in ihren Träumen, und eine Art Verpuppung muß den Weg zu ihm weisen (Der Berg) nach dem Blick in den himmlischen Abgrund (Die Sterne), welcher uns zeigt, was auf dem Spiel steht.

Labels: , , , , , , , ,

7. September 2019

Drei Tode

Es wird Herbst, und mein Geist durchstreift die Kälte ringsum.

Vorgesetztheit. Wenn ich mich erhöbe und Abstand gewänne, meine Verbundenheit auflöste, wie ein Drache wachte und wartete bis die Brut schlüpft, heraufbeschwörend, meine Seele wollte wohl gerinnen.

Vorgegebenheit. Wenn sich die Dienstbaren vor der Macht verbeugten, die Gebote ihrer Herrschaft befolgten und umsetzten, meine Seele würde wohl angegriffen.

Angebotenheit. Wenn ich mich verlegte, mich als Ansatz erprobte, meine Seele würde wohl wie Fallobst verfaulen.

Nicht halten kann mich die Welt, ich halte sie, nicht teilt sie meinen Glauben und ist mir Freund, nicht darf ich mich unfertig über sie erheben.

Ich warte und erspüre den Weg, auf welchem sich die Verheißung erfüllt.

Labels: , , , , , , , ,

6. September 2019

Betrug und Verrat

be-trügen: Eine irrige Vorstellung über jemanden oder etwas vermitteln.
ver-raten: Einem falschen Rat zu jemandem oder etwas folgen.

Es folgt, daß Verräter immer betrogen wurden, wie Adam und Eva von der Schlange.

Der Rat vom Baum der Erkenntnis ist nicht besser als Gottes Rat, wiewohl wir oftmals die Gründe Seines Rates nicht verstehen. Eine Theorie, welche alles zu erklären scheint, trügt oftmals, und wir verraten die Gerechtigkeit.

Der Gerechte kann verraten werden, der Ungerechte wurde bereits betrogen, und es ist der Betrug, welcher in das tödlichere Unglück stürzt, denn die Wirklichkeit selbst erzürnt sich gegen ihn und nicht bloß menschliche Willkür.

Wiewohl Deutschland den Ersten Weltkrieg nicht begonnen hat, ließ sich Wilhelm II doch betrügen als er glaubte, Deutschland könne Kolonien auf Kosten der anderen Kolonialmächte gewinnen, und auch als er glaubte, Rußland könne von einer Deutschland wohlgesonneneren Regierung als der damaligen regiert werden.

Unter dem Eindruck dieses Betrugs mußte Deutschland fallen, und wäre auch gefallen, wenn Deutschland den Ersten Weltkrieg gewonnen hätte, denn auch dann hätte es seine Kolonien verloren, und nach kurzer Zeit hätten die Unruhen in Rußland Überhand genommen, falls Deutschland ihm über das Maß der Sowjetunion hinausgehende Auflagen auferlegt hätte.

Wessen Lage unter den gegebenen Umständen ideal ist, der kann nur stürzen, wenn er meint, er müsse sie verbessern. Andere können dabei auch etwas abkriegen, aber mit Sicherheit wartet der Boden nur auf den Betrogenen. Das sollten sich all jene, welche verraten wurden, ins Gedächtnis rufen: Der Verräter sitzt bereits einem Betrug auf, und wie es einem selbst ergehen wird hängt maßgeblich davon ab, wie sehr man sich selbst trügen läßt.

Labels: , , , , , , ,

4. September 2019

The things that we choose and not choose.

I was walking past a shooting range the other day and the thought occured to me that when gun powder first came to Europe, soldiers thought it was a joke, a funny way to harm people.

And why shouldn't they have thought that? Killing is killing after all. And these little explosions could almost be considered hilarious, given the proper degree of mischief.

Of course, they would've never tried to kill someone who wasn't part of the business, a business exclusively in their hands.

Our reality today deviates in two points from that:
  1. we don't consider bloodshed the occupation of a special class of people,
  2. we don't use sporting weapons.
Neither of these did professional soldiers anticipate, they were shocked when Napoléon introduced the draft and they were shocked again, when they found out what machine guns could do.

Armament was too costly to generally provide, yet its advantage was only such as to cancel unarmed opponents, generally speaking. Then weapons could be provided in larger numbers and after that they became exceedingly deadly: the natural course of industry.

By ingenuity and exploitation our lives are changed, and then we end up in arrangements that can stem the tide. It is a passive form of advancing, and the only way to be at peace in it is not to notice it*, because it happens too slowly. When it happens too fast, the arrangements aren't recognised as such and constant alertness feeds the desire to settle things more fundamentally.

There is no turning back, we are exploring the abyss: The top is spinning and those who don't want it to topple resort to mechanics, but the more technical a problem becomes, the fewer standards apply, until there are none. It is really very foolish: Instead of thanking the wind that has carried you so far, you declare wind immaterial for all future glides.

People think they are safe in their morality. But are they? Does it even count or is it just an ornament on top of a more pragmatic arrangement? Surely it can only count when people rely on each other's?

It would be utter folly for a man to insist on his point of view as if it was a prophet's. The prophet knows that he has to be saved by God from any mistakes that he might make, whereas a man has to be saved from his mistakes by other men. A prophet relies on God and God on him, and a man who mistakes himself for one trades his fellow men for nothing. Of course, a man might be guided in one area, but not in another, that goes without saying. It is just important to understand that the fool who apes the wise becomes no less of a fool thereby.

I am not glad that people are forgetting the basics, but it does leave me in a more important position.

* Ideally the advance would be active. Ingenuity always bears a spark of active improvement in it, which then is overshadowed by those who exploit it. It could be different, but exploitation does make sure that no applications are being overlooked (some of which better were). Again, a regime of controlled exploitation is principally possible, but there are enough cases, where abuses can hardly be kept in check. Theoretically though such a control stood on solid moral ground, considering the impact on the common good that uncontrolled exploitation of ingenuity has by sheer inertia alone, not even considering the explicitly sinister abuses.

Labels: , , , , , , , ,

2. September 2019

Once more: So far.

I started writing because I was facing the walls of the system that had been built around me and felt that they would force me on a path alien to my nature.

In my view people were neglecting their social potential out of conceitedness. So my first effort was to outline our social potential and to analyse the human condition.

In the latter pursuit I first arrived at the (classical) structure of the soul, which allowed me to distinguish different inclinations and levels of reflection, then I stumbled onward to a (sufficiently complex) formalisation of human thought, whose main insights concerned the handling of time and statements, and finally I found a suitable mapping of our emotions that tied the nuances to the basic functions, respecting the structure of the soul.

The purpose of this analysis was to dispel the human miracle and replace it with the human nature. The human miracle is an important concept in all modern ideologies, because none of them cares to address human nature. It is the basic nebula that replaces assessment with imagination, on which they all rely to fit people in. (So I searched for a nebula in my astrological sign and came across this, first discovered by a guy from Lauenburg, just some 50 kilometers away:
How little one sees of the world! It illustrates the point superbly, albeit in a different direction.)

The analysis did work nicely on me. I became immune to the notion of the human miracle and interested in an objective theory of human fate, which I then discovered in the I Ching, using the structure of the soul as the key to unlock the meanings of the lower and the upper trigram. It is probably the best one can achieve along these lines. And I've supported it with historical observations, mostly by studies of the European and Persian past.

The importance of this endeavour lies more in the discovery of attainability of results in this way than in the results themselves, i.e. to find a canon of paths laid out in front of man is a reasonable requirement that any understanding of the nature of man should satisfy and proof that one was able to apply that understanding on life.

Before I arrived at this rather detailed theory of human fate, I had already developed my own historical cycles based on the frameworks in which the single parts of the soul rest. And then later I found the longest of those, the belief cycle, to be matching in its current iteration the bulk of the Book of Revelation.

Further investigations were undertaken on this point, and are still, all aiming to find a way to make people receptive so that they may partake of the grace that God is willing to offer in this time and age, whose exact nature I still don't know, though I have used the last nine months to lay open the institutions that make our lives spiritually poor. All of that is but a preparation, born of the hope that a time of greater readiness to assist others may begin.

I can only guess that when people will turn to the straight path, removing the institutions that bend them, their prayer will align with a path that gives them the acceptance and the powers they need to survive the technical sophistry they have brought upon themselves. At least I have good reason to believe it possible, though my own experience can't be readily generalised, for I need to bring about and not maintain.

Labels: , , , ,

1. September 2019

The work of a woman

The new heaven and the new earth of which Isaiah speaks in chapter 65 are here, brought about by a millennium of labour in the Lord's vineyard.

It is not a question of perfection. It is a question of substance.
There shall be no more thence an infant of days, nor an old man that hath not filled his days: for the child shall die an hundred years old; but the sinner being an hundred years old shall be accursed. And they shall build houses, and inhabit them; and they shall plant vineyards, and eat the fruit of them. They shall not build, and another inhabit; they shall not plant, and another eat: for as the days of a tree are the days of my people, and mine elect shall long enjoy the work of their hands. They shall not labour in vain, nor bring forth for trouble; for they are the seed of the blessed of the Lord, and their offspring with them. And it shall come to pass, that before they call, I will answer; and while they are yet speaking, I will hear. The wolf and the lamb shall feed together, and the lion shall eat straw like the bullock: and dust shall be the serpent's meat. They shall not hurt nor destroy in all my holy mountain, saith the Lord.
This is no outline of a king's task, but the description of Christ's legacy.

The saints of which Revelation 6:9-11 speaks were burned on the stake for the formula justification by grace through faith: the grace to live a holy life. They reached for something beyond Isaiah's description, before even having attained that.

There is very little doubt about the value of these things in heaven, as much obstinacy as there may be on earth.

Yet, that truth has not yet been proclaimed. It speaks in the dark to those who hear equally near. When the cost of neglect is clear, it shall stand revealed, the fountain of confirmation.

Until then it remains a woman's work, carrying water to hidden places. At last, when all else fear, the servant sees the door open.

Labels: , , , , , , , , , , ,

31. August 2019

Von der erfüllenden Kraft des Heiligen

In den Morgenstunden wird es herbstlicher, und ich gedenke dem einfachen Stolz meiner Großeltern mütterlicherseits, dem Stolz darauf, was sie aus dem, was ihnen anvertraut wurde, gemacht haben.

Indem Menschen Land und sich selbst besitzen, haben sie sowohl Anlaß, sich bereit und treu zu erweisen, als auch ihre Vorstellung des Rechten zu verfolgen und zu hinterlassen. Einzig Tapferkeit und Barmherzigkeit waren den einfachen Leuten nicht zugedacht, den sonstigen Geistern Gottes, einschließlich der Dankbarkeit, konnten sie sämtlich folgen.

Um das Rechte kann man sich als Wissenschaftler, Künstler oder Philosoph bemühen, und vielleicht schafft man es sogar, etwas Wiedererkennbares zu hinterlassen. Grundsätzlich aber ist der moderne Friede gänzlich von den Geistern Gottes geschieden, denn woraus besteht er?

Daß man Leute kennt, mit welchen man sich unterhalten kann. Daß man sich austoben kann. Daß man Orte der Einkehr kennt. Daß man, alles in allem, weiß, was man tun kann, wenn einem das Bedürfnis, etwas zu tun, überkommt.

Seltsam resignativ, geradezu buddhistisch ist das. Der Mensch wird von der Unzufriedenheit geplagt wie von einem Mückenschwarm und weiß, wie er diese unerquicklichen Anwandlungen zu beruhigen hat.

Alles was zählt ist die Arbeit. Der Rest ist Menschenkrankheit. Und wie ist die Arbeit gestaltet? Hauptsächlich doch wohl geistlos.

Und doch denken die Heutigen, daß ihnen nichts fehlt. Der größte Schatz der Vorigen war ihr Verständnis ihres Friedens in ihrer gesellschaftlichen Stellung, und siehe!, auch die Heutigen verstehen ihren Frieden in ihrer gesellschaftlichen Stellung. Nur daß es ein ganz anderer Friede ist und folglich das Verständnis etwas ganz anderes betrifft.

Erfülltes oder gestilltes Leben?

Labels: , , , , , , , , , ,

29. August 2019

Daseinsverständnis als Summe von Reflexion, Benennung und Mengenverständnis

Ich habe mir den Beitrag Das Denkvermögen aus der chaotischen Phase meiner Analyse des menschlichen Denkens noch einmal durchgelesen und ihn für nicht ganz verständig befunden, wiewohl alle nötigen Zutaten bereits enthalten waren.

Wenn wir etwas als etwas anderes erkennen, so sehen wir schlicht ein, daß eine Anschauung einen Begriff in unserer Wahrnehmung auslöst. Wahrscheinlich beruht diese Einsicht auf einer statistischen Analyse des Zusammenfallens verschiedener wiedererkennbarer Eindrücke.

Diese Einsicht heißt Reflexion. Die dabei auftretenden Begriffe benennen wir mit Namen, zu welchen wir nach der Reflexion übergehen. Sowohl die ursprüngliche Wahrnehmung, als auch ihre symbolisch durch Namen festgehaltene Reflexion nehmen wir als Mengen von Eindrücken wahr, und wir besitzen ein Verständnis dieser Mengen, welches uns erlaubt zu verstehen, was es bedeutet, daß eine Menge Teil einer anderen ist.

So kommt es, daß wir, wenn wir uns eine Menge von Namen vorgeben, die Frage stellen können, ob die ihnen entsprechenden Begriffe eine Teilmenge unserer Wahrnehmung bilden. Tun sie es, so gibt es eine Entsprechung für die Konjunktion der benannten Begriffe.

Begriffe können nämlich nur durch die Erfahrung ihrer Gegenstände gegeben werden, und sei es durch die eigene Vorstellungskraft, sofern der Begriff dies erlaubt. Es ist nicht möglich, sich direkt auf sie zu besinnen. Und also liegt mit der Menge der Namen die Menge der Begriffe noch lange nicht in der Wahrnehmung vor.*

Damit aber haben wir auch schon alles, was wir brauchen, um von der Existenz unseres Begreifens zu sprechen und mit ihr zugleich von der des Begriffenen.

Jede Aussage läßt sich in eine Normalform bestehend aus es gibt, und und nicht bringen. Aussagen über Potentielles beziehen sich auf Vorgänge mit festgelegtem Ausgang. Mit anderen Worten ist unser ganzes Denken nichts weiter als die Frage nach der Erfahrbarkeit von (komplexen) Begriffen, ob sie Teil der Wahrheit sind, und damit die Besinnung auf mögliche Kandidaten. Es ist aber dennoch sinnvoll, Besinnungen nach den ihnen zugrundeliegenden Begriffen genauer zu unterscheiden, wie beispielsweise in Verfolgungen und Beachtungen.

Die Frage danach, wie das Nicht-Seiende sein kann, wäre damit beantwortet: indem wir seinen Namen bilden und seine Entsprechung suchen, genau wie beim Seienden. Mengen dienen uns dazu, Vielfalt zu erkennen, und Gesamtheiten (als Ausrichtungen unserer Wahrnehmung entlang Begriffen), die Vielfalt von Gleichbegriffenem, und sei es bei der Multiplikation von a mit b die Vielfalt der Stellen n.m, m≤a, n≤b.

Mehr ist es nicht, unser Denken: Nur ein Aufflammen verschiedenartigen Begreifens. Doch braucht uns das nicht zu stören, so lange wir in ihm nur unseren Frieden finden.

* Die Assoziation des Namens ist eine Einbahnstraße, wenn man so will, zurück zum Begriff geht es nur über den Umweg über das Exemplar.

Labels: , , , , , , ,

27. August 2019

Weltauffassungen

Die letzten beiden Beiträge beschreiben eine heutzutage weit verbreitete Weltauffassung, nämlich daß
Anders ausgedrückt ist die Welt das Mysterium und der Mensch der Sinnstifter.

Dies ist durchaus nicht meine Weltauffassung. Meine Weltauffassung besteht aus den folgenden drei Teilen:
  • Gott,
  • Welt und
  • Seele.
Und diese geben uns, wonach wir verlangen. Genauer gesagt
  • erhört uns Gott, vornehmlich im Zeitalter der Wunder,
  • erweisen wir uns in der Welt, vornehmlich im Zeitalter der Wacht, und
  • bemüßigt uns die Ruhe des Beseelten, vornehmlich im Zeitalter der Werke.
Muße setzt voraus, daß die Dinge eine Natur besitzen, welche durch Übereinstimmung mit ihr beruhigt werden kann.

Ein Erweis setzt voraus, daß die Dinge eine Natur besitzen, deren Folgen sich in der Welt zeigen.

Und Erhörung setzt voraus, daß es erstens einen Gott gibt, welcher die Seelennot erhören kann, und zweitens, daß die Dinge eine Natur besitzen, welche in Not geraten kann.

Das ist der Zusammenhang, an welchen ich glaube, weil er mir erlaubt, mich meiner Natur gemäß zu verstehen.

Als Sinnstifter im Mysterium der Welt fühlte ich mich unvollständig.

Labels: , , , , , , , , ,

Zur Front Vorherige Beiträge