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„Daß du nicht weißt, was dir frommt, des faß ich jetzt deines als Pfand!“
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Gäbe es nur eine Form des Krieges, nämlich den Anfall des Gegners, also keine Verteidigung, oder mit anderen Worten, unterschiede sich der Angriff von der Verteidigung bloß durch das positive Motiv, welches jener hat und diese entbehrt, der Kampf wäre aber immer ein und derselbe: so würde in diesem Kampfe jeder Vorteil des einen immer ein ebenso großer Nachteil des anderen sein, und es wäre Polarität vorhanden.Wäre die Verteidigung dem Angriff nicht überlegen, gäbe es für den jeweils Stärkeren keinen Grund, den Schwächeren nicht sofort zu unterwerfen, und das Gesetz des Stärkeren schlösse freiheitliche Koexistenz aus. Die Entwicklung der Waffentechnik verheißt diesbezüglich nichts Gutes, aber es liegt ein wesentlicher Hoffnungsschimmer darin, daß die Übergriffigkeit nirgends stärker ist als im Gebet: Was einer einem anderen wünscht wiegt wenig im Vergleich zu dem, was der andere für sich selbst wünscht.
Allein die kriegerische Tätigkeit zerfällt in zwei Formen, Angriff und Verteidigung, die, wie wir in der Folge sächlich dartun werden, sehr verschieden und von ungleicher Stärke sind. Die Polarität liegt also in dem, worauf sich beide beziehen, in der Entscheidung, aber nicht im Angriff und der Verteidigung selbst. Will der eine Feldherr die Entscheidung später, so muß der andere sie früher wollen, aber freilich nur bei derselben Form des Kampfes. Hat A das Interesse, seinen Gegner nicht jetzt, sondern vier Wochen später anzugreifen, so hat B das Interesse, nicht vier Wochen später, sondern jetzt von ihm angegriffen zu werden. Dies ist der unmittelbare Gegensatz; daraus folgt aber nicht, daß B das Interesse hätte, A jetzt gleich anzugreifen, welches offenbar etwas ganz Verschiedenes ist.
Ist die Form der Verteidigung stärker als die des Angriffs, wie wir in der Folge zeigen werden, so frägt es sich, ob der Vorteil der späteren Entscheidung bei dem einen so groß ist wie der Vorteil der Verteidigung bei dem anderen; wo das nicht ist, da kann er auch nicht vermittelst seines Gegensatzes diesen aufwiegen und so auf das Fortschreiten des kriegerischen Aktes wirken. Wir sehen also, daß die anregende Kraft, welche die Polarität der Interessen hat, sich in dem Unterschied der Stärke von Angriff und Verteidigung verlieren und dadurch unwirksam werden kann.
Wenn also derjenige, für welchen die Gegenwart günstig ist, zu schwach ist, um den Vorteil der Verteidigung entbehren zu können, so muß er sich gefallen lassen, der ungünstigeren Zukunft entgegenzugehen; denn es kann immer noch besser sein, sich in dieser ungünstigen Zukunft verteidigend zu schlagen, als jetzt angreifend, oder als Frieden zu schließen. Da nun nach unserer Überzeugung die Überlegenheit der Verteidigung (richtig verstanden) sehr groß und viel größer ist, als man sich beim ersten Anblick denkt, so erklärt sich daraus ein sehr großer Teil der Stillstandsperioden, welche im Kriege vorkommen, ohne daß man genötigt ist, dabei auf einen inneren Widerspruch zu schließen. Je schwächer die Motive des Handelns sind, um so mehr werden ihrer von diesem Unterschied von Angriff und Verteidigung verschlungen und neutralisiert werden, um so häufiger also wird der kriegerische Akt innehalten, wie die Erfahrung dies auch lehrt.
- Carl von Clausewitz: Vom Kriege
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I can't answer for the place, only for myself.
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Und wer da überwindet und hält meine Werke bis ans Ende, dem will ich Macht geben über die Heiden*, und er soll sie weiden mit einem eisernen Stabe, und wie eines Töpfers Gefäße soll er sie zerschmeißen, wie auch ich's von meinem Vater empfangen habe; und ich will ihm geben den Morgenstern**.* ἐθνῶν = Völker.
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I was beginning to sense that what we perceive is not what was actually there. (20:31)Dick geht von der Empfindung der Unvollständigkeit des Bewußtseins der immanenten Welt aus, welche in ihm gegenüber seiner Mathematiklehrerin, deren Andersartigkeit er durch immanente Betrachtungen nicht hinreichend zu erklären vermochte, aufstieg, um dann aber nicht wie Schopenhauer die Welt der Vorstellung als ausgedehnte Oberfläche zu beschreiben, hinter welcher der Wille in die Tiefe geht, oder wie ich als Welt der Erwägung, hinter welcher die Welt des Beschlusses steht, sondern indem er an der Stelle der gegebenen immanenten Realität eine andere immanente Realität vermutet, im Falle seiner Mathematiklehrerin etwa, daß sie in Wirklichkeit ein Automat sei.
If I can make you see the world the way I see it then you will automatically think the way I think, you will come to the conclusions I come to. If I can control your perception. (28:18)Aber während Schopenhauer das Übel in der Einseitigkeit des Bewußtseins, der Ausblendung des Willens ausmacht, welche die Wahrnehmung der fundamentalen Gemeinsamkeit verhindert (des tat twam asi, das bist du), sieht Dick es in der Angleichung zweier Erwägungen.
The irrational is the primordial stratum of the universe. It comes first in time and it is primary in ontology, in levels of essence, and it evolves from irrationality, chaos and blindness, into rationality, that is the irrational gives birth to the rational, and that the history of the universe is a movement from irrationality, which means chaos, cruelty, blindness, pointlessness, generates evolution out of it, a rational structure, which is harmonious, which interlocks, which is interlinked in a way that it is orderly and beautiful and harmonious, but this comes into existence only fitfully, slowly, sporadically, like lightning discharges, here and there, that is not ubiquitous. (1:20:40)Und das möchte ich kommentieren. Nicht so sehr inhaltlich, wozu nur zu sagen ist, daß Schopenhauer dies bereits korrekt erklärt hatte, wovon Dick wohl nichts gewußt hat, andernfalls er nicht vier Jahre gebraucht hätte, um das zu formulieren, und der Rest menschliche Subjektivität ist, welche ich Dick, und auch mir selbst, gerne gönne, denn ob das Geschehen in der Natur ordentlich oder chaotisch erscheint, hängt nur davon ab, welche Distanz man zu ihm einnimmt, was sogar popkulturell in dem Song From a distance (God is watching us, from a distance.) zum Ausdruck gebracht wurde, sondern vielmehr auf die religiösen Erfahrungen, welche Dick zu dieser Sicht der Dinge gebracht haben, und die subjektive Notwendigkeit dieser Sicht für Dick bezugnehmend.
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