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„Daß du nicht weißt, was dir frommt, des faß ich jetzt deines als Pfand!“
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7. Februar 2017

Offenbarung, 19: Die Hochzeit des Lammes oder die Bereitung der Herzen

Darnach hörte ich eine Stimme großer Scharen im Himmel, die sprachen: Halleluja! Heil und Preis, Ehre und Kraft sei Gott, unserm HERRN! Denn wahrhaftig und gerecht sind seine Gerichte, daß er die große Hure verurteilt hat, welche die Erde mit ihrer Hurerei verderbte, und hat das Blut seiner Knechte von ihrer Hand gefordert. Und sie sprachen zum andernmal: Halleluja! und der Rauch geht auf ewiglich. Und die vierundzwanzig Ältesten und die vier Tiere fielen nieder und beteten an Gott, der auf dem Stuhl saß, und sprachen: AMEN, Halleluja! Und eine Stimme ging aus von dem Stuhl: Lobt unsern Gott, alle seine Knechte und die ihn fürchten, beide, klein und groß! Und ich hörte wie eine Stimme einer großen Schar und wie eine Stimme großer Wasser und wie eine Stimme starker Donner, die sprachen: Halleluja! denn der allmächtige Gott hat das Reich eingenommen. Lasset uns freuen und fröhlich sein und ihm die Ehre geben! denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und sein Weib hat sich bereitet. Und es ward ihr gegeben, sich anzutun mit reiner und schöner Leinwand. (Die köstliche Leinwand aber ist die Gerechtigkeit der Heiligen.) Und er sprach zu mir: Schreibe: Selig sind, die zum Hochzeitsmahl des Lammes berufen sind. Und er sprach zu mir: Dies sind wahrhaftige Worte Gottes. Und ich fiel vor ihn zu seinen Füßen, ihn anzubeten. Und er sprach zu mir: Siehe zu, tu es nicht! Ich bin dein Mitknecht und deiner Brüder, die das Zeugnis Jesu haben. Bete Gott an! (Das Zeugnis aber Jesu ist der Geist der Weissagung.)

Und ich sah den Himmel aufgetan; und siehe, ein weißes Pferd. Und der daraufsaß, hieß Treu und Wahrhaftig, und er richtet und streitet mit Gerechtigkeit. Seine Augen sind wie eine Feuerflamme, und auf seinem Haupt viele Kronen; und er hatte einen Namen geschrieben, den niemand wußte denn er selbst. Und war angetan mit einem Kleide, das mit Blut besprengt war; und sein Name heißt "der Begriff Gottes". Und ihm folgte nach das Heer im Himmel auf weißen Pferden, angetan mit weißer und reiner Leinwand. Und aus seinem Munde ging ein scharfes Schwert, daß er damit die Heiden schlüge; und er wird sie regieren mit eisernem Stabe; und er tritt die Kelter des Weins des grimmigen Zorns Gottes, des Allmächtigen. Und er hat einen Namen geschrieben auf seinem Kleid und auf seiner Hüfte also: Ein König aller Könige und ein HERR aller Herren.

Und ich sah einen Engel in der Sonne stehen; und er schrie mit großer Stimme und sprach zu allen Vögeln, die unter dem Himmel fliegen: Kommt und versammelt euch zu dem Abendmahl des großen Gottes,  daß ihr esset das Fleisch der Könige und der Hauptleute und das Fleisch der Starken und der Pferde und derer, die daraufsitzen, und das Fleisch aller Freien und Knechte, der Kleinen und der Großen! Und ich sah das Tier und die Könige auf Erden und ihre Heere versammelt, Streit zu halten mit dem, der auf dem Pferde saß, und mit seinem Heer. Und das Tier ward gegriffen und mit ihm der falsche Prophet, der die Zeichen tat vor ihm, durch welche er verführte, die das Malzeichen des Tiers nahmen und die das Bild des Tiers anbeteten; lebendig wurden diese beiden in den feurigen Pfuhl geworfen, der mit Schwefel brannte. Und die andern wurden erwürgt mit dem Schwert des, der auf dem Pferde saß, das aus seinem Munde ging; und alle Vögel wurden satt von ihrem Fleisch.
Deutung.
  1. Absatz. Die Bereitung der Herzen.
  2. Absatz. Der Gesalbte.
  3. Absatz. Die Überwindung des Tiers.
Damit der Begriff Gottes wieder in die Herzen der Menschen einziehen kann, müssen zunächst einmal die geisttötenden Heilsversprechen der Vereinten Nationen, vergleiche Nationales Vertrauen, aus dem Weg geschafft werden. Die dadurch entstehende Verunsicherung schafft erst die Möglichkeit zur Umkehr.

Und erst in diese Wiederaufnahme des Begriffs Gottes kann die Salbung eines ihm entsprechenden Bündelers aller Ansprüche fallen, eines Pantokrators.

Und aus der so entstehenden Einheit heraus wird das Tier überwunden.

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Offenbarung, 17: Das große Babylon New York

Und es kam einer von den sieben Engeln, die die sieben Schalen hatten, redete mit mir und sprach zu mir: Komm, ich will dir zeigen das Urteil der großen Hure, die da an vielen Wassern sitzt; mit welcher gehurt haben die Könige auf Erden; und die da wohnen auf Erden, sind trunken geworden von dem Wein ihrer Hurerei.

Und er brachte mich im Geist in die Wüste. Und ich sah ein Weib sitzen auf einem scharlachfarbenen Tier, das war voll Namen der Lästerung und hatte sieben Häupter und zehn Hörner. Und das Weib war bekleidet mit Purpur und Scharlach und übergoldet mit Gold und edlen Steinen und Perlen und hatte einen goldenen Becher in der Hand, voll Greuel und Unsauberkeit ihrer Hurerei, und an ihrer Stirn geschrieben einen Namen, ein Geheimnis: Die große Babylon, die Mutter der Hurerei und aller Greuel auf Erden. Und ich sah das Weib trunken von dem Blut der Heiligen und von dem Blute der Zeugen Jesu. Und ich verwunderte mich sehr, da ich sie sah.

Und der Engel spricht zu mir: Warum verwunderst du dich? Ich will dir sagen das Geheimnis von dem Weibe und von dem Tier, das sie trägt und hat sieben Häupter und zehn Hörner. Das Tier, das du gesehen hast, ist gewesen und ist nicht und wird wiederkommen aus dem Abgrund und wird fahren in die Verdammnis, und es werden sich verwundern, die auf Erden wohnen, deren Namen nicht geschrieben stehen in dem Buch des Lebens von Anfang der Welt, wenn sie sehen das Tier, daß es gewesen ist und nicht ist und dasein wird. Hier ist der Sinn, der zur Weisheit gehört! Die sieben Häupter sind sieben Berge, auf welchen das Weib sitzt, und sind sieben Könige. Fünf sind gefallen, und einer ist, und der andere ist noch nicht gekommen; und wenn er kommt, muß er eine kleine Zeit bleiben. Und das Tier, das gewesen und ist nicht, das ist der achte und ist von den sieben und fährt in die Verdammnis. Und die zehn Hörner, die du gesehen hast, das sind zehn Könige, die das Reich noch nicht empfangen haben; aber wie Könige werden sie eine Zeit Macht empfangen mit dem Tier. Die haben eine Meinung und werden ihre Kraft und Macht geben dem Tier. Diese werden streiten mit dem Lamm, und das Lamm wird sie überwinden (denn es ist der HERR aller Herren und der König aller Könige) und mit ihm die Berufenen und Auserwählten und Gläubigen. Und er sprach zu mir: Die Wasser, die du gesehen hast, da die Hure sitzt, sind Stämme und Massen und Völker und Sprachen. Und die zehn Hörner, die du gesehen hast, und das Tier, die werden die Hure hassen und werden sie einsam machen und bloß und werden ihr Fleisch essen und werden sie mit Feuer verbrennen. Denn Gott hat's ihnen gegeben in ihr Herz, zu tun seine Meinung und zu tun einerlei Meinung und zu geben ihr Reich dem Tier, bis daß vollendet werden die Worte Gottes. Und das Weib, das du gesehen hast, ist die große Stadt, die das Reich hat über die Könige auf Erden.
Deutung.
  1. Absatz. Auszeichnung des großen Babylons.
  2. Absatz. Wesen des großen Babylons.
  3. Absatz. Schicksal des großen Babylons.
Der Ort, an welchem sich die Regierungen der Welt an vielen Wassern treffen, ist New York, und Babylon, Long Island, steht ihm auf die Stirn geschrieben.

Im Gegensatz zur Kirche, vergleiche Offenbarung, 12: Das Weib und der Drache oder die Kirche und die Welt, wird dieses Weib, diese Form des Anhängens, dieser Verein nicht vom Tier verfolgt, sondern getragen, auch wenn das Tier das Weib dafür haßt, denn dem entzweienden Geist der Welt entspringen sie beide: das Tier und die Vereinten Nationen.

Der sieben Könige einer, der ist, gewesen ist und wiederkehren wird, ist Nero Caesar. Er wird einen Bund mit 10 Vasallen schließen, welcher die Vereinten Nationen ersetzen und New York zerstören wird.

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Offenbarung, 13: Die Herrschaft des Tiers

Und ich trat an den Sand des Meeres und sah ein Tier aus dem Meer steigen, das hatte sieben Häupter und zehn Hörner und auf seinen Hörnern zehn Kronen und auf seinen Häuptern Namen der Lästerung. Und das Tier, daß ich sah, war gleich einem Parder und seine Füße wie Bärenfüße und sein Mund wie eines Löwen Mund. Und der Drache gab ihm seine Kraft und seinen Stuhl und große Macht. Und ich sah seiner Häupter eines, als wäre es tödlich wund; und seine tödliche Wunde ward heil. Und der ganze Erdboden verwunderte sich des Tieres und sie beteten den Drachen an, der dem Tier die Macht gab, und beteten das Tier an und sprachen: Wer ist dem Tier gleich, und wer kann mit ihm kriegen?

Und es ward ihm gegeben ein Mund, zu reden große Dinge und Lästerungen, und ward ihm gegeben, daß es mit ihm währte zweiundvierzig Monate lang. Und es tat seinen Mund auf zur Lästerung gegen Gott, zu lästern seinen Namen und seine Hütte und die im Himmel wohnen. Und ward ihm gegeben, zu streiten mit den Heiligen und sie zu überwinden; und ward ihm gegeben Macht über alle Geschlechter und Sprachen und Heiden. Und alle, die auf Erden wohnen, beten es an, deren Namen nicht geschrieben sind in dem Lebensbuch des Lammes, das erwürgt ist, von Anfang der Welt. Hat jemand Ohren, der höre! So jemand in das Gefängnis führt, der wird in das Gefängnis gehen; so jemand mit dem Schwert tötet, der muß mit dem Schwert getötet werden. Hier ist Geduld und Glaube der Heiligen.

Und ich sah ein anderes Tier aufsteigen aus der Erde; das hatte zwei Hörner gleichwie ein Lamm und redete wie ein Drache. Und es übt alle Macht des ersten Tiers vor ihm; und es macht, daß die Erde und die darauf wohnen, anbeten das erste Tier, dessen tödliche Wunde heil geworden war; und tut große Zeichen, daß es auch macht Feuer vom Himmel fallen vor den Menschen; und verführt, die auf Erden wohnen, um der Zeichen willen, die ihm gegeben sind zu tun vor dem Tier; und sagt denen, die auf Erden wohnen, daß sie ein Bild machen sollen dem Tier, das die Wunde vom Schwert hatte und lebendig geworden war. Und es ward ihm gegeben, daß es dem Bilde des Tiers den Geist gab, daß des Tiers Bild redete und machte, daß alle, welche nicht des Tiers Bild anbeteten, getötet würden. Und es macht, daß die Kleinen und die Großen, die Reichen und die Armen, die Freien und die Knechte allesamt sich ein Malzeichen geben an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn, daß niemand kaufen oder verkaufen kann, er habe denn das Malzeichen, nämlich den Namen des Tiers oder die Zahl seines Namens.

Hier ist Weisheit! Wer Verstand hat, der überlege die Zahl des Tiers; denn es ist eines Menschen Zahl, und seine Zahl ist sechshundertsechsundsechzig.
Deutung.
  1. Absatz. Auszeichnung des Tieres.
  2. Absatz. Wesen des Tieres.
  3. Absatz. Herrschaftsweise des Tieres.
  4. Absatz. Vergleichung des Tieres.
Das Tier wird als Camouflage und Stiefel tragend (Stiefel verlängern scheinbar die Zehen, wenn man annimmt, daß die Zehen bis zu dem Punkt reichen, an welchem Stiefel abknicken), brüllend und aus Übersee kommend gekennzeichnet. Sein Sitz ist der Drache, also der nordamerikanische Kontinent, vergleiche Offenbarung, 12: Das Weib und der Drache oder die Kirche und die Welt, und seine Macht findet auch dann kein Ende, wenn es tödlich verwundet wird (Vietnam).

Das Tier ist von vulgärer Art und erlangt Hegemonie über die ganze Welt.

Und es herrscht durch das Fernsehen, welches seine Macht, seine Bombardements, vor aller Augen aufführt, und die Menschen dadurch dazu bringt, seine Währung für alle Handelsgeschäfte zu verwenden.

Es gleicht, kurz gesagt, Nero Caesar.

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6. Februar 2017

Offenbarung, 12: Das Weib und der Drache oder die Kirche und die Welt

Und es erschien ein großes Zeichen im Himmel: ein Weib, mit der Sonne bekleidet, und der Mond unter ihren Füßen und auf ihrem Haupt eine Krone mit zwölf goldenen Sternen. Und sie war schwanger und schrie in Kindesnöten und hatte große Qual zur Geburt. Und es erschien ein anderes Zeichen im Himmel, und siehe, ein großer, roter Drache, der hatte sieben Häupter und zehn Hörner und auf seinen Häuptern sieben Kronen; und sein Schwanz zog den dritten Teil der Sterne des Himmels hinweg und warf sie auf die Erde. Und der Drache trat vor das Weib, die gebären sollte, auf daß, wenn sie geboren hätte, er ihr Kind fräße.

Und sie gebar einen Sohn, ein Knäblein, der alle Heiden sollte weiden mit eisernem Stabe. Und ihr Kind ward entrückt zu Gott und seinem Stuhl. Und das Weib entfloh in die Wüste, wo sie einen Ort hat, bereitet von Gott, daß sie daselbst ernährt würde tausend zweihundertundsechzig Tage. Und es erhob sich ein Streit im Himmel: Michael und seine Engel stritten mit dem Drachen; und der Drache stritt und seine Engel, und siegten nicht, auch ward ihre Stätte nicht mehr gefunden im Himmel. Und es ward ausgeworfen der große Drache, die alte Schlange, die da heißt der Teufel und Satanas, der die ganze Welt verführt, und ward geworfen auf die Erde, und seine Engel wurden auch dahin geworfen. Und ich hörte eine große Stimme, die sprach im Himmel: Nun ist das Heil und die Kraft und das Reich unsers Gottes geworden und die Macht seines Christus, weil der Verkläger unserer Brüder verworfen ist, der sie verklagte Tag und Nacht vor Gott. Und sie haben ihn überwunden durch des Lammes Blut und durch das Wort ihres Zeugnisses und haben ihr Leben nicht geliebt bis an den Tod. Darum freuet euch, ihr Himmel und die darin wohnen! Weh denen, die auf Erden wohnen und auf dem Meer! denn der Teufel kommt zu euch hinab und hat einen großen Zorn und weiß, daß er wenig Zeit hat.

Und da der Drache sah, daß er verworfen war auf die Erde, verfolgte er das Weib, die das Knäblein geboren hatte. Und es wurden dem Weibe zwei Flügel gegeben wie eines Adlers, daß sie in die Wüste flöge an ihren Ort, da sie ernährt würde eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit vor dem Angesicht der Schlange. Und die Schlange schoß nach dem Weibe aus ihrem Munde ein Wasser wie einen Strom, daß er sie ersäufte. Aber die Erde half dem Weibe und tat ihren Mund auf und verschlang den Strom, den der Drache aus seinem Munde schoß. Und der Drache ward zornig über das Weib und ging hin zu streiten mit den übrigen von ihrem Samen, die da Gottes Gebote halten und haben das Zeugnis Jesu Christi. 
Deutung.
  1. Absatz. Vor der 1000 jährigen Herrschaft der Heiligen*.
  2. Absatz. Die 1000 jährige Herrschaft der Heiligen.
  3. Absatz. Nach der 1000 jährigen Herrschaft der Heiligen.
* Gemeint ist die Herrschaft der katholischen Kirche, nicht die in der Offenbarung erwähnte, doch wo der Teufel wiederholt los wird, da muß er auch wiederholt festgehalten werden.

Der Himmel, und die Sterne in ihm, stehen für Ideale. Bevor Christus in den Himmel erhoben wird, kommt es zu großen Umbrüchen der Wertvorstellungen, und was zuvor einmal inspirierte, wird nur noch aus weltlichen Interessen heraus verteidigt.

Nachdem Christus in den Himmel erhoben wurde, entspinnen sich neue Gegensätze zwischen ihm und den übrig gebliebenen angestammten Idealen, bis etliche wiederum ihre inspirierende Kraft verlieren und sich der Glaubenszykel wiederholt.

Das Weib gebiert und hat 1000 Jahre, bevor es in die Wüste fliehen muß. In diesen 1000 Jahren beherrscht die Kirche die Welt, kümmert sich um das Wohl der Armen und die 12 Stämme dienen ihr. Nach diesen 1000 Jahren muß die Kirche Welt und Arme lassen und sich darauf beschränken, den Geist zu hüten.

Der dritte Teil der Sterne entspricht dem dritten Teil des Firmaments, welche die Zeitzonen des nordamerikanischen Kontinents einnehmen (8 von 24). Daß der Drache seinen Wasserstrom, das ist den Sankt-Lorenz-Strom, nach dem Weib schießt, heißt, daß sich die Kirche zur Hütung des Geistes in die Alte Welt zurückziehen muß. Und während der Geist unter der Obhut der Kirche sicher ist, muß er in der Neuen Welt große Anfeindung ertragen.

Die Kirche durchlebt 1000 körperliche und 1000 geistliche Jahre, in welchen sie in ihrer Selbstbezogenheit Stoikern und Hindus gleicht. Und alle 2000 Jahre schüttet sie ihren Reichtum über die Welt aus, wobei die Zeitspannen selbstverständlich nur der groben Orientierung dienen.

Die Kirche ist dabei stets der Orden jener Menschen, welche sich Gott sowohl für sich als auch für ihre Nächsten verpflichten.

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Geist und Weltgeist (oder auch Atman und Brahman)

Die menschliche Überzeugung, Herr über die eigenen Entscheidungen zu sein, setzt den Menschen unter die Erzeuger der Existenz, also unter die Götter, und diese Setzung schließt die Bestimmtheit des menschlichen Geistes durch die Wechselwirkungen der erzeugten Welt aus.

Wenn auch in hohem Grade diesen Wechselwirkungen ausgeliefert, wirkt doch in ihrer Mitten etwas Unberührbares, dessen Gegeben Sein unabdingbarer Teil unseres Gegeben Seins ist.

Dieser Geist hat seine eigene Aufgabe, und die verständigeren Naturen ahnen wohl, daß sie sich auf die Erzeugung der gesamten Existenz bezieht, daß der Geist ein Verhältnis finden muß, in welchem er den ihm gemäßen Anteil an der Weltschöpfung nimmt, indem er sich in die seinem Wesen gemäße Rolle fügt.

Wie ich im vorletzten Beitrag schrieb: Die Lust sucht die Selbstdarstellung, die Achtung die Selbstautomatisierung und die Sorge die Selbstaufspannung, und in der letzteren liegt die Schnittstelle zur Schöpfung der Welt, stellen wir Ordnungsvorstellungen bereit, welche die unserem Geist innewohnende Liebe ausdrücken, und diese flechten sich in die Umbildung des Existenten, manches Mal langsam und unmerklich und manchmal abrupt.

Dabei geht es nicht darum, der Welt den eigenen Willen aufzudrücken, sondern vielmehr sind die eigenen Vorstellungen, welche wir verwirklichen, in uns angelegt, wie das Wachstum eines Baumes in seinen Zellen angelegt ist, und der entstehende Bau trägt nicht unsere Handschrift, sondern die des einen Schöpfers, des einen Geists, dem wir zustreben.

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5. Februar 2017

On James Robart's Travel Ban Ruling

The video of the hearing can be found here:

http://uscourtspd.edgesuite.net/mm/flvmedia/3697/t/p/z/tpze0f9r_z5zj8rio_h264_548K.mp4?cid=3697&aid=3279887&afid=6809999&apid=1032989&programid=4175023.

Although I'm no legal expert, I have to say that I got away with a very clear impression of the judgment at hand.

1. Standing.

James Robart's ruling makes a mockery of Standing laws, since he's setting a precedent without even trying to decide the issue at hand and instead calling the legal situation on Standing "murky".

If that is so in his opinion, how can he possibly anticipate whether the lawsuit filed by the State of Washington has a chance of success or not?

The defendant is right to point out that indirect damages cannot be accepted by the court as grounds for standing without allowing States Standing on everything.

However, in my opinion, the true point of this issue isn't even raised once in this hearing, namely that the damages to the State must be of a legally explicit nature, which for the state as proprietor, for example, would require that the State holds some rights concerning the attendance of the people blocked by the travel ban, that is allowing the state to sue or otherwise demand satisfaction from these people for not attending on a legal basis, as is the case, for example, with slaves owned by the State.

Otherwise it is these people themselves who have standing, but not the university who has invited them or is expecting their services, because it is not enough that the university expects their services, it must hold a claim to them.

Comment on the legal situation.

I personally abhor standing laws, which, by definition, have no other purpose than to allow the law not to be spoken, based on either an extrajudicial deal with the party who has suffered damages or the successful extrajudicial prevention of that party from ever being heard in court, as would be the case here and has been the case in some of the most scandalous legal decisions in U.S. history, like the evacuation of the so called Civilized Tribes.

But in a way that makes it all the clearer what the legal situation is: Since the Standing laws are evil incarnate, respecting their spirit means to grant standing only if it can't be avoided.

I don't think that there is such a thing as the right to reach an agreement outside of court, if the offence is such that the society has a justified interest in removing a person full of contempt of the law from its midst. Which is the case here, but more on that in the following.

2. The rights of non-citizens.

Since non-citizens who have the right to legally live in the United States have been granted the right to a fair trial the travel ban in the form it has been applied has violated that right and invoking national security in an obviously absurd manner, banning invited professors from holding lectures, does not suspend it.

Comment on the legal situation.

If this was any different, the United States could not possibly call themselves a nation of the Rule of Law.

3. The requirements for an injunction.

Those requirements are rather clear: irreparable damages or national interest on top of the clear merit of the case made.

This is not the case here. I already commented on the Standing. People aren't dying and as long as they aren't dead, they can demand reparations. Neither are they that seriously injured that the adequacy of any reparation would be in question. And the national interest cannot be interpreted in a way that lifts the division of power between the three branches of government. For a judge it is only proper to consider the aspects of national interest that concern the functioning of the State institutions and the travel ban, as opposed to judge James Robart's ruling, is no threat to it.

Actually, in the context of the current "fight the power" rhetoric, judge Robart's ruling borders on treason.

Comment on the legal situation.

The spirit of the high requirements for an injunction is not evilness, but cruelty - and here I am in full agreement.

There is a very good reason why a judge is supposed to be cruel, namely so that he does not become a part of the public discussion.

If the government issues orders that are outrageous, and the travel ban in the form it has been applied is outrageous, it is the responsibility of the courts to let this outrageousness bloom into full disgust, so as to offer the press the best possible arguments available to let the public reconsider its positions on which it has elected said government. The public is to be informed, not educated or enlightened or therapized.

Of course, this assumes a working press, which in the current situation is a point of contention. At least the Swiss press is doing its job, as evidenced by this article by the Neue Zürcher Zeitung:

https://www.nzz.ch/schweiz/us-dekret-gegen-muslimische-laender-trump-hindert-eth-forscherin-an-einreise-ld.143458

The lack of similar articles in the American press is a reason for systemic concern, on which a judge could build a case to act in the national interest, but he would have to do just that and judge Robart didn't. It is imperative to explain the danger and name the culprits. And if a judge feels that he would look silly doing this, he has to stay quite. The situation as it is now is worse than it was, in terms of precedent and in terms of the direction that the public discussion is taking.

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4. Februar 2017

Spontanität

Im allgemeinen Sprachgebrauch bedeutet spontan soviel wie ungeplant, und wir können das getrost damit gleichsetzen, auf eine Lagebeurteilung zu verzichten, denn ohne eine solche kommt kein Plan aus und umgekehrt bedeutet jede Berücksichtigung der Lage im Sinne der Anpassung der eigenen Vorgehensweise an sie bereits eine Planung. Allenfalls ließe sich einwenden, daß wir auch, wenn wir ungeplant handeln, zuvor kurz überschlagen, ob wir damit durchkommen, doch eine solche Versicherung gehört ja nicht zur Spontanität selbst, weshalb wir sie, wenn wir das Wesen der Spontanität untersuchen, bedenkenlos übergehen können.

Spontanität geht mit den Gefühlen der Betroffenheit der drei Seelenteile einher, wie ich sie zusammen mit ihrem Zusammenspiel in den Beiträgen Gefühle, Zum Nebeneinander von Außer- und Innerzeitlichkeit und Die Betroffenheiten und Beurteilungen der vier Bewußtseinsbereiche entwickelt habe, in welchen sich Vorwärtsdrang und Einhalten der drei Seelenteile ausdrücken, was der Unterteilung in aktive und passive Gefühle entspricht, wobei die Gefühle der Erschöpfung mit einer Rationierung der vorhandenen Kräfte verbunden sind, das heißt zu längeren Phasen des Einhaltens führen, welche von kürzeren Ausbrüchen des Vorwärtsdranges unterbrochen werden.

Spontanität ist also das Treiben im Strom der inneren Bewegtheit, ohne steuernd einzugreifen. Freilich, meistens greifen wir steuernd ein, aber auch dann folgen wir letztlich, in einem eher mechanischen Sinne, wie wir gleich sehen werden, diesem inneren Treiben.

Denn was ist dieses innere Treiben?

Die Lust drängt dazu, der Welt ihren Stempel aufzudrücken, und hält nur inne, wenn es ihr an den Voraussetzungen dazu gebricht. Die Achtung drängt dazu, die Welt zu erproben und hält ein, wenn etwas aus der Reihe springt. Sie verfolgt die Automatisierung ihrer selbst, wie die Lust die Darstellung ihrer selbst verfolgt. Und die Sorge drängt zur Anschauung der Welt, das ist der Gewahrung der logischen Verhältnisse, in welchen sie steht, und hält inne, wenn sie diese gewahrt, womit sie die Aufspannung ihrer selbst verfolgt, daß sie sich auf alles beziehe und über allem throne.

Diesen Bestrebungen entkommen wir nie, aber sie sind von sehr allgemeiner Art, und unsere beurteilenden Gefühle vermögen unsere Motivation dem entsprechend zu verfeinern, Selbstdarstellung, -automatisierung und -aufspannung in eine bestimmte Richtung zu lenken, und offensichtlich ist das auch nötig, ja, schon bei einem Krokodil, welches Jagderfolg an einer bestimmten Stelle erwartet.

Was wollen wir also zur Spontanität sagen?

Ich denke, zweierlei. Erstens, daß wir darunter oftmals Handlungen verstehen, welche sehr wohl Lagebeurteilungen entspringen, nur halt an Ort und Stelle erstellten, und zweitens, daß es aber andererseits auch möglich ist, daß eine spontane Handlung einer Unterversorgung mit geeigneten Gegenständen, um das Streben eines Seelenteils zu erfüllen, entspringt, was bei der Sorge mehr und bei der Lust weniger der Fall ist (als bei der Achtung): Etwas, unsere Dominanz zu beweisen, finden wir immer, bei der Suche nach geeigneten Experimenten, um unsere Weltkenntnis zu erweitern, sieht es schon anders aus und bei der Suche nach Einsichten erst recht, verliert eine einmal recht verstandene Einsicht doch schnell ihren Reiz.

Deshalb ist es auch so, daß Menschen, welche von der Lust bestimmt werden, also Erregte, selten etwas Unerwartetes tun, und Menschen, welche von der Sorge bestimmt werden, also Gestimmte, oftmals, jeweils aus Sicht der von der Achtung Bestimmten, also der Fordernden (der vormals Erwartenden).

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2. Februar 2017

Nationales Vertrauen

Ein weiteres Ereignis, welches sich bald mit meinem Geburtstag jährt, fand im Zusammenhang mit dem Dreizehnjährigen Krieg (1454-1466) statt.

Ein Krieg, in welchem es um Steuern ging, welche der Preußische Bund nicht an den Deutschen Orden abtreten mochte, weshalb seine Mitglieder lieber dem polnischen König unterstellt sein wollten - eine Motivation, welche vage an den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg erinnert, aber schon damals gab es einen kulturellen Unterschied zum Dreizehnjährigen Krieg, welcher sich seitdem nur noch immer weiter vergrößert.

Wie ich bereits an anderer Stelle schrieb: Der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg wurde nur dadurch möglich, daß Frankreich seine nordamerikanischen Besitzungen verloren hatte, andernfalls die Aufrührer nämlich hätten fürchten müssen, nur nützliche Idioten im Ringen zwischen England und Frankreich gewesen zu sein, und auch wenn eine Seite, so wie Polen im Dreizehnjährigen Krieg, günstigere Konditionen angeboten hätte, so hätte sie damit doch kein Vertrauen gewinnen können.

Erst als es nur noch einen Gegner gab, konnte sich die Amerikanische Revolution vollziehen, und sie tat es im Vertrauen auf sich selbst und ihre eigenen Werte, wohingegen der Preußische Bund dem polnischen König durchaus vertraute, und dies aufgrund der übernationalen Anerkennung der katholischen Kirche auch konnte.

Ich habe den Verlust des politischen Einflusses der katholischen Kirche ja schon im Beitrag Der Weg ins Unvorstellbare beschrieben, aber dieses Korollar verdient gesonderte Aufmerksamkeit, daß der Bürger eines modernen Staates mit seinem Staat zugleich seine Vorstellungen politischer Verbindlichkeit aufgeben muß, weshalb es dazu keine Neigung gibt - allenfalls die Sezession ist denkbar, wie damals im Amerikanischen Sezessionskrieg.

Der Bürger lebt also in einem Gefängnis, in welchem er auch noch die schlimmsten Haftbedingungen hinnehmen muß, und die alle Menschen betreffende Gleichheitsrhetorik befreit ihn nicht, da sie nichts weiter zu bieten hat, als ihn fortwährend an den guten Willen zu erinnern, mit welchem er jedem anderen entgegenzutreten bereit ist, ohne ihm jemals zu erlauben zu sehen, welche Strecke er mit diesem anderen zusammen zu gehen vermag.

Geistige Verstümmelung ist aber kein Reich, von welchem ein Anhänger dankbar seinen Anteil nehmen würde, diese Kraft hat über die Jahrhunderte nur das Reich Gottes bewiesen, und weil es so ist, taugt die moderne internationale Gemeinschaft, wie sie zur Zeit auch vom Papst propagiert wird, nicht, die Kerker zu zerschlagen, welche aus den erstarrten nationalen Vorstellungen des Reiches Gottes gegossen wurden:
Wer das Eisen schmieden will, muß es nicht nur schlagen, sondern es auch zum glühen bringen.

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1. Februar 2017

Gottesbild und Ausrichtung des Gebets

Steven Spielberg's Wirken weist eine Tendenz auf, welche in keiner Weise zu seinem Charakter paßt, und zwar einen ausgesprochen radikalen Antiamerikanismus und sogar, wenn man so will, einen ausgesprochen radikalen Antisemitismus.

Am deutlichsten wird dies, wenn man sich seine Unterstützung von Manoj Night Shyamalan besieht, denn Shyamalan verhehlt seine Geringschätzung der amerikanischen Kultur kaum und seine Filme triefen davon: In The Sixth Sense beschwert er sich über die Pathologisierung von Spiritualität durch die moderne Psychologie, in Unbreakable läßt er Samuel L. Jackson sagen, daß alle Völker Mythen besäßen, in welchen ewige Weisheit zum Ausdruck käme, also bei den Indern etwa in der Bhagavad Gita und bei den Amerikanern etwa in Superman Comics und in The Village stellt er die ersten amerikanischen Kolonisten als angsterfüllte Paranoide dar.

Es zieht sich auch ein geradezu David Ickesker Antireptilianismus durch sein Werk, etwa durch Gremlins und Jurassic Park, wo er beide Male recht eindringlich vor dem Verlust des Säugetierhaften, vor dem Warmen in den zwischenmenschlichen Beziehungen warnt; ein Warmes, welches mit einer gewissen Ab- und Begrenzung einhergeht, welches aber zugleich die Grundlage für alle vertrauensvolle Zusammenarbeit legt.

Und schließlich hat Steven Spielberg auch noch Indiana Jones in die Tradition von Tim und Struppi gestellt, ein Comic, welcher den Geist der Hitlerjugend atmet. Es ist geradezu lächerlich, wenn man sich das Making Of anschaut und die Macher über Tims rätselhafte Einheit von Jugend und Welterfahrenheit räsonieren hört, daß er schon mit 16 Jahren ein Flugzeug fliegen könne und dergleichen mehr, als ob dies nicht eine historische Entsprechung gehabt hätte.

Freilich, wenn man fair ist, wird man einwenden, daß Indiana Jones eine Hommage an alte amerikanische Abenteuerfilme ist und diese zu ihrer Zeit Tim und Struppi und den Geist der Hitlerjugend beeinflußten, aber die Tatsache bleibt, daß es überhaupt nicht zu Spielberg paßt, den Geist der Hitlerjugend zu verherrlichen - und dennoch hat er es getan.

Spielberg ist kein Zyniker wie Shyamalan einer ist. Er gibt nicht vor, nett zu sein, um dann ungestört ätzen zu können. Aus Spielberg's Sicht ist dieser rote Faden, welcher sich da durch sein Wirken zieht, bestimmt etwas Schicksalhaftes, Zufälliges, ganz und gar Unbeabsichtigtes.

Aber es sind zu viele Zufälle. Es muß einen Grund für diese seltsame Häufung geben, einen transzendenten Grund, halbbewußte Gebete, welche von Steven Spielberg ausgehen.

Worum betet Spielberg?

Das einzige, was zu ihm paßt und diese seltsame Serie erklären kann, ist ein Gebet um Gerechtigkeit, Ausgeglichenheit, mit anderen Worten: Seit er in Raiders of the Lost Ark ein ausgesprochen klischeehaftes Bild gemalt hat, hat ein Teil von ihm begonnen, diese Darstellung auszugleichen.

Ich folgere, daß Steven Spielberg ein Gottesbild hat, nach welchem Gott dafür Sorge trägt, daß die Verfehlungen der Menschen ihre Mitmenschen nicht zu Grunde richten, und dieser Glaube erfüllt sich an ihm nach seinem eigenen Gespür für Ausgeglichenheit.

Es ist, wenn man so will, die bewußte Bejahung des Karmas als die Gesellschaft erhaltende Gerechtigkeit.

Ich habe jüngst einige Zusammenfälle, denn Zufälle sind es in meinem Falle gerade nicht, oder jedenfalls nicht in einem eindeutig nachweisbaren Sinne, in meinem Leben zusammengetragen, und auch dort muß ich von halbbewußten Gebeten als ihrer Ursache ausgehen.

Aber wie es ganz andere Wirkungen sind, welche sich in meinem Fall eingestellt haben, so bete ich auch ganz andere Gebete und habe ein ganz anderes Gottesbild.

Ich bete nicht darum, daß die Menschen nicht an ihren eigenen Verfehlungen zu Grunde gehen, das ist mir ziemlich egal, ich bin kein geselliger Mensch und halte mir die Auswirkungen der Verfehlungen meiner Mitmenschen durch eigene Anstrengungen vom Leibe, also in der Regel dadurch, daß ich mich ihnen entziehe, sondern ich bete darum, daß die Bedingungen der menschlichen Existenz dieselbe zulassen.

Mein Gott erlaubt uns zu leben, Spielberg's Gott erlaubt uns zu sündigen. Ich bete dafür, was ich von Gott erhalte, und Spielberg betet dafür, was er der Welt zurückgibt. Ich bitte um eine Möglichkeit, mich zu entscheiden, und Spielberg bittet um die Unverfänglichkeit seiner Entscheidungen.

Ich sehe auf was ich einatme, und Spielberg auf das, was er ausatmet. Meine Gebete öffnen Wege, seine halten sie offen.

Es ist schon so, daß Gott in einem bestimmten Sinne durch unseren Glauben zu Stande kommt, nämlich indem unser Glaube bestimmt, worum wir beten. Und diesbezüglich ist Glaubensfreiheit ratsam. Aber diese Glaubensfreiheit übersetzt sich nicht in Religionsfreiheit, denn Religion ist mehr als nur Glaube, sie ist glaubensgestütztes Urteil zur Regelung der gesellschaftlichen Verhältnisse, und da sich diese unterscheiden, unterscheiden sich auch die Religionen, und jedwede Verpflanzung einer Religion in andere Verhältnisse ist von Übel, Mission bedeutet vertraut machen, aber das ist nicht dasselbe wie überzeugen.

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31. Januar 2017

Die Themen der Anschauung

Ich hatte bereits im Beitrag Erfassungen, beurteilende Eindrücke oder Anschauungen eine Unterteilung der Anschauungen in Erfassungen, beurteilende Gefühle und Begriffe angegeben, welche ich hier im Rahmen der Fixierung der uns bekannten logischen Verhältnisse weiter explizieren und in ihren natürlichen Zusammenhang stellen werde.

Es gibt vier Arten der Anschauung, nämlich
  • Erfassung,
  • Erwägung,
  • Untersuchung und
  • Sortierung.
Jede dieser Anschauungsarten ist zugleich eine spezielle Art der Thematisierung,
  • die Erfassung erzeugt einen Gegenstand,
  • die Erwägung erzeugt eine Ratsamkeit (ein beurteilendes Gefühl),
  • die Untersuchung erzeugt einen Begriff und
  • die Sortierung erzeugt eine Position.
Diese Themen dienen unterschiedlichen Zwecken,
  • der Gegenstand dient der Identifizierung,
  • die Ratsamkeit dient der Entscheidung,
  • der Begriff dient dem Umgang und
  • die Position dient der Aufsuchung.
Identifizierung ist der Akt, durch welchen wir zu unterschiedlichen Zeiten von demselben Gegenstand sprechen können.

Entscheidung ist die Aktualisierung einer von mehreren alternativen Handlungsmöglichkeiten, bei welcher uns also Erwartung, Eifer und Verdruß, Vertrauen auf Gunst oder Sicherheit, sowie Glücklichkeit, Wertschätzung, Liebe und Stolz beraten.

Umgang ist jeder sich auf den Inhalt der Formen der Sensibilität beziehende Akt.

Und Aufsuchung ist der Akt der Einengung des Möglichen auf das Relevante.

Ein Begriff ist ein Eindruck, welcher einen Gegenstand der Formen der Sensibilität um ein Verhältnis zur eigenen Existenz anreichert, etwa einen Körper durch den Eindruck seiner Nähe und seines Winkels, einen Raum durch den Eindruck seiner Ausgefülltheit oder eine Stimme durch den Eindruck ihrer Freundlichkeit.

Positionen hingegen sind das, was ich sonst bezügliche Begriffe oder Verhältnisse genannt habe, nämlich Eindrücke, welche sich nach einer Eichung auf einen zuvor erfaßten Gegenstand zu auf ihn beziehbaren Gegenständen einstellen, etwa daß ein Körper größer sei oder weiter entfernt als ein anderer oder eine Distanz länger als eine andere oder auch, daß ein Körper auf einem anderen stehe, ja, sogar daß eine Farbe eine Fläche ausfülle, wobei die Fläche dort zur Eichung herangezogen werden muß.

Bezeichnung, die willkürliche Entscheidung zur Besinnung auf den bezeichneten Eindruck unter dem Eindruck der Bezeichnung, erzeugt einen Beschluß, welcher Teil der eigenen Haltung ist, und welcher den Begriff der Bezeichnung, etwa der Lautfolge Capuccino, ändert, und zwar wie folgt. Sprechen Sie mir nach: Cannucci. Was passiert? Nichts. Cappucci. Was passiert? Nichts. Cappuccino. Was passiert jetzt? Sie spüren eine unangenehme Verpflichtung, den Wohlklang durch Sinn zu ersetzen, und dieser Verpflichtung kommen Sie alsbald nach.

Sprache, unabhängig davon, daß sie auf Bezeichnungen beruht, besteht aus der Analyse und Synthese der Themen der Anschauung, im Falle der Analyse ist es Sprechen und logische Fixierung, im Falle der Synthese Lauschen und Besinnung.

Die hier vorgenommene Analyse beginnt mit den in den Anschauungen vorliegenden Gesamtheiten der Einsicht, und es muß genügen zu diesen vermittels der Besinnung zurückzufinden.

Eine Anmerkung zum Schluß.
Jene, die der Stille lauschen, verpüren wenig Neigung, Menschen zu lauschen.
Es ist nicht grob, was feinfühlig ist.

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29. Januar 2017

Translating Mephistopheles

Michael Klonovsky reads David Luke and isn't pleased.
Part of the Power which would
Do evil constantly, and constantly does good.
Now, before we start  big discussions about the value of reading poems in the original vernacular, let me propose a different translation for
Ein Teil von jener Kraft,
Die stets das Böse will und stets das Gute schafft.
namely
A part of forces arrayed,
Who aim for bad, but good they bait.
That is so neat, you'd think the German is translated.

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Anschauung und Einsicht

Einsicht besteht aus dem Bewußtsein, daß die augenblickliche Anschauung eine logische Struktur aufweist. Es ist nicht unbedingt nötig, diese Struktur im Augenblick der Einsicht zu kennen, wiewohl es selbstverständlich im Rahmen einer Formalisierung des Denkens nahe liegt, mit Einsicht die Verifikation einer Aussage in Ansicht ihres Gegenstandes zu bezeichnen, wie ich es auch in den Anfangszeiten dieses Blogs getan habe, aber es gibt etliche Beispiele, welche einen eines besseren belehren, von denen ich einige bereits angegeben habe und ein weiteres möchte ich im folgenden angeben, weil es nebenbei auch noch belegt, daß die Zusammenfassung von Erfassungen und Begriffen im Konzept der Anschauung, welche ich im vorigen Beitrag vorgenommen habe, gerechtfertigt ist.


Betrachten Sie die Streben dieses Sonnenschirms als Tatzenkreuz, also als ein Kreuz, dessen Arme von jeweils zwei Streben gebildet oder begrenzt werden. Dies ist nichts weiter als eine spezielle Erfassung, welche vom Gefühl der Einsicht begleitet wird, und zwar der Einsicht, daß es 8 = 2*2*2 Streben sind, 2 Richtungen mit jeweils 2 Seiten mit jeweils 2 Streben, aber dies zu wissen ist nicht nötig für den Eindruck der Einsicht.

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28. Januar 2017

Erfassungen, beurteilende Eindrücke oder Anschauungen

Neben den zuletzt besprochenen beurteilenden Gefühlen gibt es noch eine weitere Art beurteilender Eindrücke, und zwar die Begriffe.

Beurteilende Eindrücke entstehen aus einer Anstrengung zur nämlichen Beurteilung heraus, welche indes nicht absichtsvoll zu sein braucht, und werden als eigene Reaktionen auf die Eindrücke, welche sie beurteilen wahrgenommen.

Am deutlichsten wird dies am Eindruck der Nähe, welcher entsteht, wenn man die eigene Faust zügig dem eigenen Auge nähert.

Das Faktum der Reaktion wird dabei aus der veränderten Erfassung des beurteilten Gegenstandes geschlossen: Zunächst erfassen wir die Faust lediglich, dann aber wird die Erfassung um den Eindruck ihrer Nähe erweitert, zunächst erfassen wir die Faust nur, dann halten wir sie für nah, wobei uns diese Verstandesakte, die Erfassung und die unterschiedlichen Beurteilungen, im Augenblick der Einsicht als wahrnehmungsbildende Anstrengungen bewußt sind.

Die letztere Klasse ist offensichtlich die fundamentale und verdient eine prägnantere Bezeichnung, unsere wahrnehmungsbildenden Anstrengungen sind unsere Anschauungen.

Wenn man es so fäßt, kommt es dann so heraus, daß das spezifisch menschliche Vermögen darin besteht, das eigene Anschauen objektivieren zu können.

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25. Januar 2017

Eine Geburt und 42 Geburtstage

Geburt. Anschlag auf britische Soldaten.

1. Geburtstag. Erdbeben in China.
2. Geburtstag. Erdbeben in Mittelamerika.

Bruder wird geboren.

3. Geburtstag. Ein Zug fährt auf einen anderen auf, entgleist und stürzt ab.

Oberstufe rückt ins Blickfeld.

16. Geburtstag. Anschlag auf israelische Soldaten. 3 aufgestellte Weltrekorde.
17. Geburtstag. 1 aufgestellter Weltrekord.

Hochschule rückt ins Blickfeld.

20. Geburtstag. Anschlag auf eine sudanesische Moschee. 1 aufgestellter Weltrekord.
21. Geburtstag. 1 aufgestellter Europarekord.

Bekanntschaft mit W. F.*

22. Geburtstag. Schneesturm und Kälterekord eingestellt in den Vereinigten Staaten.

Eingeständnis meiner Liebe zu W. F.

23. Geburtstag. Zwei Armeehubschrauber kollidieren und stürzen ab.

Wechsel des Studiengangs

24. Geburtstag. Erdbeben in Afghanistan.

Wechsel des Studienorts

25. Geburtstag. Amerikanische Polizisten erschießen unbewaffneten Afrikaner. Öltanker läuft auf Grund.

Heirat

32. Geburtstag. Massenpanik in den Philipinen.

Googlesuche nach W. F., Entdeckung ihrer Nachricht an mich, Telephonat mit ihr, Einsicht meiner konkreten Unverpflichtetheit, Beginn der gedanklichen Aufarbeitung.

38. Geburtstag. Überschwemmung in Australien.
39. Geburtstag. Anschlag auf irakische Soldaten. 2 unabhängige Buskollisionen.
40. Geburtstag. Ein Bus stürzt in eine Schlucht.
41. Geburtstag. Ein Flugzeug stürzt beim Start ab.

Es ist dann wohl doch mehr als nur ein kosmischer Kommentar, den Anschlag am Tag meiner Geburt lese ich als Ankündigung der Feindschaft, mit welcher mir die Welt begegnen würde, die meisten Ereignissen hängen mit zwischenmenschlichen Ambitionen zusammen, einige mit akademischen Ambitionen. Die zwischenmenschlichen Ambitionen werden von (Transport-)unglücken begleitet, die akademischen von Sportrekorden.

Die Anschläge fallen auf meine Geburt, die kommende Oberstufe, die kommende Hochschule und möglicherweise den Wunsch meiner Frau, unseren Sohn damals schon in den Kindergarten zu stecken, wiewohl wir das dann doch nicht getan haben.

Mit etwas Wohlwollen könnte man davon sprechen, daß Anschläge Einlaßbedingungen sind. In dem Zusammenhang sollte ich erwähnen, daß Breivik sein Attentat am Morgen nach der Nacht verübte, in welcher ich W. F.s Arbeitsadresse ausfindig gemacht hatte und ihr das auch schrieb - ein Brief, freilich, welcher sie nie erreichte - ich schrieb ihr dann noch einmal unter der Arbeitsadresse selbst.

Bleiben die Naturkatastrophen. Offensichtlich hängt die Kälte mit der Angst zusammen, nicht nur mit meiner, sondern beispielsweise auch mit der der Russen im Winter '41/'42.

Die Überschwemmung mag die Folge meines Aufweichens gewesen sein. Und die Erdbeben?

Nun, ich weiß, womit sie im Zusammenhang stehen, wenn auch nicht auf der Grundlage der hier genannten Beben. Ein Erdbeben ereignet sich immer dann, wenn man spirituell einen neuen Weg beschreitet.

Es gehört zu den Merkwürdigkeiten der menschlichen Existenz, daß derartige Zusammenfälle - es ist ja nicht so, daß mir oder irgendjemandem sonst hier etwas zugefallen wäre - nur solchen Menschen begegnen, welche bereit sind, an sie zu glauben, was, wenn ich es hier so vortrage, etliche empören wird, weil sie nicht nur selbst nicht daran glauben, daß die Welt ihre Gemütsverfassung mit Winterstürmen, Überschwemmungen und Erdbeben begleitet, sondern darüberhinaus noch jene, welche es tun, wenn auch nicht unbedingt für verrückt, so doch in jedem Falle für Gotteslästerer halten.

Wie auch ich, übrigens, bis ich bei der Suche nach einem Konfirmationsspruch auf das leicht abgewandelte Pauluszitat: Denn jene, welche sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Söhne Gottes. stieß.

Es gibt tatsächlich eine Einheit mit unserem Schöpfer in dieser Welt, eine Welt, in welcher Zugang mit Feindseligkeit erkauft wird und zwischenmenschlicher Verständigung im Normalfall - nun ja, so normal in jeder Hinsicht vielleicht nicht - bestimmt ist zu verunglücken. Gibt es eigentlich Ehen, in welchen die Ehefrau keine wiederkehrenden Panikanfälle hat? Ich kenne jedenfalls keine. Und wie ich damals litt, leidet heute mein Sohn, wenn die Mutter wieder einmal die Nerven verliert.

Und wer meint, er glaube besser an etwas anderes, denn die Freiheit habe er ja auch, also insbesondere an seine eigenen Taten, muß am Ende sehen, daß seine eigenen Taten ihn mit der größten Zwangsläufigkeit und ohne Hoffnung auf ein Entkommen zu Grunde richten.

Die Offenbarung des Johannes ist ein Albtraum, aufgestiegen aus einem unbedingten Herzen, die Vergeltung dafür, einen Weg ohne jeglichen Zweifel an ihm zu wählen, die Ahnung des zuletzt errungenen Preises. Ich hatte auch so einen Albtraum, wenngleich in keiner Weise so detailliert wie die Offenbarung, aber es ist auch nicht an mir, einen so detaillierten Albtraum zu haben. Am Ende meines Albtraums stand die Hinschlachtung aller Makelbehafteten, das Ende des Zeitalters der Wunder und der Beginn des Zeitalters der Wacht, wie die Offenbarung das Ende des Zeitalters der Werke und den Beginn des Zeitalters der Wunder, obgleich diesen nur vage, beschreibt.

Wenn ich es richtig verstehe, ist Legend Ridley Scott's Auseinandersetzung mit seinem Mißbrauchs Sean Young's in Blade Runner, seiner Obszession, sie mit 17 Jahren eine explizite Sexszene mit Harrison Ford spielen zu lassen, und das Einhorn ist ein Monster, welches er fürchtet, ein Rächer Gottes an jenen, welche sich an Seinen Kindern vergehen. Nun, dies wäre also der christliche Rächer, der Rächer der Griechen war die Sphinx. Und sie beschützt nicht die Unschuldigen, sondern die Bedingungslosen. Das Monster in meinem Albtraum ähnelte einer Frau, aber nicht in jedem anatomischen Detail, es war sphinxhaft, ein Monster der Wacht. Wenn das Einhorn ein Monster der Werke ist, beschreibt Johannes dann auch ein Monster der Wunder? Wer bietet sich mehr an als Er, der auf dem Thron sitzt. Von ihm geht das Urteil aus. Er beschützt die Gläubigen.

Der Bedingungslose verkörpert, der Unschuldige sucht, der Gläubige liefert sich aus. Ein Blick auf die Kirche genügt, um zu erkennen, daß sie die Unschuldigen beschützt und, wenn nicht Einhörner, so doch den verdammenden Strahl des schuldigen Gewissens heraufbeschwört. Dies kommt zu seinem Ende. Gottes Zorn wird wieder einmal als solcher beschworen werden. Denn darin liegt die Hoffnung in unserer Zeit, wovon die Offenbarung zeugt.

Irgendwann vor etwa einem Jahr begann ich, meine Jugend vor dem Tag, an welchem ich W. F. traf, aufzuarbeiten. Nicht unbedingt das, was man meint, wenn man sagt, man sei über jemanden hinweggekommen, aber so ist es. Mich interessiert meine universitäre Ambition nicht mehr, nicht, weil ich nicht mehr an ihr wirkte, schließlich arbeite ich immernoch an Aspekten der künstlichen Intelligenz, sondern weil da nichts mehr ist, was zu neuen Aspekten führte. Ich hatte mein Streben in eine bestimmte Form gebracht, eine Form, welche in W. F. eine ideale Begleiterin erkannte, aber das Streben, welches in dieser Form lag, hat sich vollständig realisiert und die letzten Geheimnisse meines Herzens verbleiben in jenen Fransen, welche ich damals schon abschnitt.

Wieder ein Kind zu sein... nun ja, nicht wirklich, aber in den schweifenden Momenten. Als käme man in ein Haus zurück, in dem alles noch steht, obwohl es fortwährend bombadiert worden ist. Das Erstaunen, einen Palast an der Stelle einer Ruine zu finden. Wie am Ende des Films The Asphalt Jungle. Nur innerlich. Ein Film natürlich, welcher sich auch um die Süße der Jugend dreht. Wir senden uns aus, aus kindlicher Größe, und nicht allen erlaubt sie es, zu ihr zurückzukehren, denn nichts verliert sie von sich, und manche weist sie darum ab, und keine Abweisung einer Frau wiegt schwerer als ihre, noch könnte ihre Annahme nicht jede solche aufwiegen.

Auf den Tag genau vor 271 Jahren vor meiner Geburt begangen 46 treue Diener ihres Herren Selbstmord, nachdem sie seinen Tod gerächt hatten, und auf den Tag genau vor 419 Jahren vor meiner Geburt wurde 1 aufrichtiger Verfechter seines Glaubens auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Was im menschlichen Dasein liegt, zeigt sich nicht einem einzelnen Blick, sondern umgibt jede dem eigenen Geist gemäße Betrachtung mit seiner Substanz, und hier gerade meine mit dem Gespür des geschichtlichen Zusammenhangs.

Ich werde mir kein Bein ausreißen, um dahin zu kommen, wohin die Geschichte treibt.

* Ich spüre, daß es niemanden mehr interessiert, also sei es hiermit aufgeklärt, daß ihr Name Wiebke Freese lautet(e). In jedem Falle gibt es etliche solche und weitere Hinweise auf ihre Identität gebe ich nicht.

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23. Januar 2017

Eine freiheitliche Reform der Europäischen Union

...umfaßte folgende Punkte.
  1. Verankerung des Rechts den freien Verkehr von Geld, Gütern und Menschen aus begründeten nationalen Interessen einzuschränken, was insbesondere das Recht derartige Einschränkungen gleichartig zu erwidern beinhaltet. Kein Schiedsgericht, nur Zwang zur Abgabe einer öffentlichen Erklärung der eigenen Gründe.
  2. Verzicht auf Bestrebungen der Angleichung der europäischen Sozialsysteme und damit einhergehend Verzicht auf die Währungsunion.
  3. Allgemeine Marktzulassung von Gütern, sofern diese erstens sicher sind und zweitens nicht irreführend vermarktet werden. Horrorbilder auf Zigarettenschachteln nach diesem Punkt ja, Glühbirnenverbot nein, Milchfettanteilstandardisierung nein, lediglich Kennzeichnungspflicht.
Das ist nicht viel verlangt, darin liegt kein wie auch immer gearteter Idealismus, außer, daß Menschen sich um ihre eigenen Belange kümmern sollten, dahinter steht kein Bild der Zukunft, der Umfang dieses Programms ergibt sich lediglich aus der Erwägung dessen, was die Menschen an der Europäischen Union festhalten läßt, und was sie gegen sie in Stellung bringt.

Sollten Deutschland und Frankreich nicht willens sein, sich dergestalt zu beschränken, wird die Repression zunehmen und langsam und zermürbend gegen den Punkt konvergieren, an welchem die zentrifugalen Kräfte Überhand nehmen, und davon unabhängig sollte eine Regierung meiner Ansicht nach nie aus freien Stücken in einer Politik der Verwirrung und Drohung Zuflucht suchen.

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21. Januar 2017

Ursache und Wirkung

In diesem Beitrag stelle ich eine Theorie der Ursache und Wirkung vor, gebe also ein mathematisches Modell für die Fälle an, in welchen man von Ursache und Wirkung spricht.

Ursache und Wirkung beziehen sich offenbar auf die Zeit, wir werden also bei der Modellierung Gebrauch von ihr machen.

Wir betrachten Objektfunktionen fR->Q über einem statischen Raum R in einen Zustandsraum Q und von diesen wieder dynamische Familien (fR->Q)t.

Über den Objektfunktionen betrachten wir weiterhin Objektklassen k, welche den Wert 1 annehmen, wenn eine Objektfunktion in die nämliche Klasse fällt, und andernfalls den Wert 0.

Zwischen den Objektfunktionen einer Objektklasse k betrachten wir darüberhinaus eine n-stellige Relation Xk, welche gerade jene n-Tupel von Objektfunktionen enthält, deren (Ko)-Existenz als unmöglich betrachtet wird.

Beispiele. Die Objektfunktionen mögen starre Körper modellieren, dann sind jene Paare unmöglich, in welchen sich zwei starre Körper überlappen. Die Objektfunktionen mögen die Ausdehnung und Temperatur von Wasser modellieren. Dann sind jene Objektfunktionen unmöglich, in welchen die Temperatur unter 0°C oder über 100°C liegt.

Als nächstes betrachen wir Veränderungsklassen a über den (fR->Q)t. Und wenn n-Tupel mit den Komponenten fR->Q, i aus Veränderungsklassen ai mit t->t0 gegen ein Tupel aus Xk konvergieren, wozu der Raum der Objektfunktionen selbstverständlich mit einer wie auch immer gearteten Topologie versehen sein muß, so nennen wir den Familienfilter, den von den Familienschwänzen erzeugten Filter, der n-Tupel (fR->Q)t, i.die Ursache (des Verlassens der Veränderungsklassen ai jenseits von t0*) und jedes ab t0 gültige n-Tupel von Veränderungsklassen bi ihre Wirkung.

Beispiele. Der Zusammenstoß ist also die Ursache der Richtungsänderung, beziehungsweise der neu eingeschlagenen Richtung, die Verdrängung die Ursache des Ansteigens des Wasserspiegels und die Erhitzung die Ursache des Kochens.

Zusammenfassend kann man natürlich auch schlicht sagen, daß wir immer dann von einer Ursache sprechen, wenn eine beibehaltene Veränderung auf einen unmöglichen Zustand hinausliefe, womit Wirkungen im Normalfall mit Rekategorisierungen der Dynamik zusammenfallen.

* Bei ungeeigneter Wahl der Veränderungsklassen werden sie selbstverständlich nicht verlassen, aber ich halte es nicht für zwingend geboten, dies formal einzufordern, da der Mensch sich darüber kaum jemals große Gedanken macht und doch recht elementare Veränderungsklassen verwendet, wie beispielsweise weiter in einer bestimmten Richtung oder heißer bei stehendem Wasser.

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19. Januar 2017

Zur Mechanik der Auslieferung

Es gibt eine spezifische Bitte um Annahme, ein sich Anbieten, welches scheinbar das eigene Sein der Welt übergibt, in Wahrheit aber die Welt in sich aufsaugt und im eigenen Sein bündelt. Das ist die Mechanik der Auslieferung, die eigene Seele wird den Notwendigkeiten der Welt unterworfen, in unterschiedlichem Umfang und unterschiedlicher Schonungslosigkeit zum Knecht dessen, was Not tut, gemacht, und die Not flutet die Seele und gelangt durch sie in einen Körper, welcher ihr gemäß handeln kann, sie gibt ihm sein Wesen und er verleiht ihr Gehör vor Gott.

Anders ausgedrückt fällt die transzendente Schranke dadurch, daß sich unser Wesen für die Welt öffnet: Indem wir sie erhören, erhört Gott uns. Man könnte auch sagen, daß Transzendenz eine Dimension unserer Existenz regelt, in welcher wir uns zumeist nicht bewegen, nämlich der Dimension der Anteilnahme.

Anteilnahme freilich nicht in dem indirekten Sinne, in welchem wir sie zumeist meinen, wenn wir geradezu erschrocken unsere eigene Anhänglichkeit feststellen, als Fakt unserer Gemütsbewegung, sondern Anteilnahme in einem existentiellen Sinne, daß wir nicht ohne etwas außerhalb unserer existieren wollen, und unsere Existenz also an seine binden.

Diese Worte werden oft als Zeichen der Liebe ausgesprochen, aber dann bedeuten sie nur, daß es uns lieber wäre, aufgrund unserer indirekt festgestellten Anteilnahme nicht auf den anderen verzichten zu müssen. Die Bindung an die Existenz von etwas außerhalb von uns, von welcher ich rede, ist aber eine, welche in der Not des anderen fleht, mit ihm zu sterben, wenn Gott beschlossen hat, es sterben zu lassen, und zwar deshalb darum fleht, weil der Wegfall dieses anderen das gesamte eigene Wesen bedeutungslos machte. Und dieses geschieht nie bei einem einzelnen anderen Menschen, da sich keine Idee nur in einem einzigen Menschen zeigt.

Die eine Anteilnahme ist eine Tendenz, eine Strömung und die andere eine bewußte, lebenswichtige Entscheidung. Die eine hat etwas gefunden, an welches sich die Seele ohne große Gedanken ihre Chance ergreifend haftet, und die andere stellt erschrocken fest, daß ein Teil der bezugsnotwendigen Umwelt der Seele für immer verloren zu gehen droht und greift also nach diesem aus, indem sie sich ihm sich ausliefernd öffnet.

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16. Januar 2017

Der Weg ins Unvorstellbare

Die Teilung der Welt in einen spanischen und einen portugiesischen Teil erzeugte den Ungehorsam gegen die Kirche. Nationaler Wettstreit war den Königen erlaubt, so lange sie die Rechte des Volkes nicht verletzten, Rechte, in welche es durch die Annahme des Christentums gekommen war. Indem sich die Welt nun den seefahrenden Nationen öffnete, öffnete sie sich zugleich ihrem regellosen Wettstreit, denn die Kirche konnte nicht hoffen, Mission und Eroberung unter diesen Bedingungen auf die gewohnte Art zu verflechten, zu groß waren die militärischen Verlockungen.

Was geschah also?

Die Kirche zimmerte einen illusorischen Rahmen, in welchem sie ihrem Auftrag hätte gerecht werden können, aber das Ergebnis dieser Entscheidung war, daß sie ihren Auftrag an die Nationen abtrat.

Als nächstes gedachte die Kirche die Einheit des Volkes im Rahmen der Aufhebung der Standesunterschiede durch die allgemeinen Menschenrechte wiederherzustellen, was in erster Linie daran scheiterte, daß das Bedürfnis der Engländer an dieser Aufhebung nach dem Englischen Bürgerkrieg bereits merklich gesunken war, und in zweiter Linie am Zynismus der Befreier.

Napoléon hatte in Rußland nicht viel verloren, nur ein paar hunderttausend Deutsche, die Brüderlichkeit aller Menschen war schnurstracks in etwas anderes übergegangen.

Was war dieses Mal passiert?

Die Kirche beschwor das Fundament der christlichen Menschenwürde, um die Menschheit aus ihren bestehenden Organisationen zu lösen, so daß organisationsbasierte Ungleichbehandlungen, unter welchen insbesondere Katholiken zunehmend litten, überwunden würden. Stattdessen hat sie dann dieses Fundament im Rahmen einer formal höher legitimierten Herrschaftsdoktrin zerbrochen.

Man kann auch sagen, daß die Kirche durch den Schritt der Betonung der geschichtlich gewachsenen, konkreten Würde und der Abschwächung der national formulierten ethischen Ideale ihre eigene Vorbildfunktion bei der Formulierung dieser Ideale verloren hat, mit anderen Worten also nach dem Verlust der Judikative nach dem ersten Versuch der Verteidigung ihres Einflusses nun auch noch die Legislative an die Exekutive, also die weltlichen Herrscher, abtrat.

Und in Folge dessen haben sich europäische Staatsdoktrinen dann auch zunehmend vom christlichen Glauben entfernt, was einen sich selbst verstärkenden Prozeß darstellt, denn je weiter sich eine Doktrin vom Christentum entfernt, desto weniger entsprechen ihre Herrschaftsakte christlichen Erwartungen, und je weniger Herrschaftsakte christlichen Erwartungen entsprechen, desto größer ist die Bereitschaft, vom Christentum abweichende Staatsdoktrinen aufzustellen.

Ich habe dies alles schon zuvor besprochen und stellenweise etwas anders dargestellt, mit größerem Gewicht auf dem Machtwillen der katholischen Kirche und dem gesellschaftlichen Alter, aber ich bin von der Wichtigkeit dieser Sichtweise hier überzeugt: Es zeigt sich ein Muster, das Muster des Aufstiegs des Teufels.

Ein Gut, welches man besitzt, wird daran gesetzt, ein unerreichbares Gut zu erreichen, und dadurch aufgebraucht: Zuerst die Autorität der Kirche, um der Stabilität Willen, dann ihre Heiligkeit, um der Gleichbehandlung Willen.

Es ist noch nicht zu Ende, fürchte ich. Es geht nur seinem Ende entgegen. Was bleibt?

Was der Kirche ist, ist immer auch Christi. Christi Autorität, Christi Heiligkeit. Das Vertrauen auf Christus?

In dem Sinne, daß Christus kein verbindliches Vorbild mehr ist, aber immerhin noch als ein sicherer Weg durch's Leben betrachtet wird, sowohl für den einzelnen Christen als auch für den Einzelnen in einer Gemeinschaft von Christen.

Was würde der Teufel sagen? Etwa nicht: Ihr habt doch dieses sichere gesellschaftliche Umfeld. Setzt es nur ein, und ihr werdet jene, welche sich nicht in eure Staatsdoktrin fügen, überzeugen.

Autorität für unerreichbare Stabilität, Heiligkeit für unerreichbare Gleichbehandlung, Vertrauen für unerreichbare Herrschaft.

Und was kommt dann?

Das, was wir uns heute noch nicht vorstellen können.

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14. Januar 2017

Gegenstände und Projektionen des Vertrauens

Ich sprach im Beitrag Von den beurteilenden Gefühlen davon, daß Vertrauen und Eifer Lagen beurteilten. Dies ist wie folgt zu präzisieren.

Im Gegensatz zum Eifer begegnet uns Vertrauen nicht nur im Bereich des Verstandes, sondern auch im Bereich der Vergegenwärtigung, wo ich es bisher als uneigentliche Erwartung bezeichnet habe, siehe insbesondere den Beitrag Zur Frage der Einsicht in das uneigentliche Erwarten.

Im Bereich des Verstandes beurteilen Vertrauen und Eifer genauer gesagt Ansätze in bestimmten Lagen, welche also ihre dortigen Gegenstände sind, und einem Ansatz zu vertrauen, spiegelt sich in seiner Gunst, was also die dortige Projektion des Vertrauens ist.

Auf einem Floß, beispielsweise, setzen wir auf die günstige Strömung, auf einem Segelboot auf den günstigen Wind und in der Mathematik und der Philosophie auf den auch so genannten günstigen Ansatz, welcher uns allerhand weiterführende Betrachtungen erlaubt.

Anzusetzen bedeutet dabei stets, von etwas auszugehen, auf etwas aufzubauen, um sein Ziel zu erreichen, im Falle der Mathematik und Philosophie von Aussagen und Fragen, im Falle der Physik von Körpern und Kräften und im Falle der Ethik von Überzeugungen und Wünschen.

Im Bereich der Vergegenwärtigung beurteilt das Vertrauen hingegen in bestimmten Lagen angeregte Verläufe, und einem Verlauf zu vertrauen, spiegelt sich in seiner Sicherheit, was gleichbedeutend damit ist, sein Ergebnis uneigentlich zu erwarten.

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12. Januar 2017

Der Verlorene (1951)

Ich habe mir in den vergangenen Wochen einige Filme mit Peter Lorre angeschaut, Casablanca, Arsen und Spitzenhäubchen und 20000 Meilen unter dem Meer, und so bin ich auf dem Umweg über seine Filmographie auf diesen Film gestoßen, mit welchem er die Gelegenheit, welche sich ihm als Sohn Österreich-Ungarns und deutschem Vorkriegsfilmstar nach dem Zweiten Weltkrieg bot, einmal selbst einen Film zu gestalten, nutzte.

Löwensteins Tochter stieg einmal zu einem Serienmörder ins Auto, welcher auch vorhatte, sie zu vergewaltigen und zu töten, aber als er hörte, daß ihr Vater Peter Lorre war, ließ er sie laufen - ich muß annehmen, daß es gegen seine Berufsehre ging, sich zum Werkzeug dieser besonders grausamen geschichtlichen Ironie zu machen.

Lorre spielt wieder, wie in Fritz Langs M, einen Frauenmörder. Eine konservative Wahl, könnte man sagen, und Der Verlorene ist auch für das heutige Gespür ein verstörend konservativer Film, welcher nur funktioniert, wenn man Dr. Rothe nicht als Helden, sondern ganz der Gewohnheit folgend als psychisch labilen Sonderling sieht.

Freilich, auch dann ist der Film kein Vergnügen, sondern vielmehr bedrückend, und es kein Wunder, daß ihn sich kaum jemand ansehen wollte. Ja, man kann sogar sagen, daß Lorres Film seine eigene Unbeliebtheit zum Thema hat, nicht, wie meistens in solchen Fällen, in Gestalt des Genies, welches das Publikum beschimpft, welches sich weigert, es als solches anzuerkennen, sondern als Klage des Alleingelassenen, dem nichts auf der Welt die ihm Enteilten zurücktreibt.

Dr. Rothe, welcher, nachdem er einmal damit angefangen hat, nicht mehr aufhören kann zu morden, als reuigen Sünder darzustellen, welcher Hösch richtet, weil dieser nicht bereut, ist eine selten dämliche und auch anstößige Lesart des Vorgetragenen. Dr. Rothe tötet aus Rache, weil Hösch das Leben etlicher Menschen um ihn herum zerstört hat: Inges Leben, Dr. Rothes Leben, Winklers Leben, nicht aus Bosheit zerstört, ja, die Zerstörung dieser Leben wird noch nicht einmal als unzweifelhaft falsch dargestellt, einzig der Geist, in welchem diese Zerstörung geschieht, wird es: ohne Gefühl dessen, was bewirkt wird, ohne zu wissen, was wofür eingesetzt wird - es ist das Kindische, Unmannhafte, der Mangel an Mut, Überzeugung und Betroffenheit, welchem Dr. Rothes Haß gilt.

Und über Hösch hinaus ist es die Verzweiflung über eine Welt, in welcher alles immer greller sein muß, welche sich nur noch in Grotesken genügt, welche adrenalinsüchtig ist und besoffen von großen Gesten und an sich selbst, an ihrer zwangsläufigen Durchschnittlichkeit nichts Interessantes mehr findet. Eine Welt, natürlich, welche ob ihrer mangelnden emotionalen Verwobenheit mit sich selbst um so leichter am Nasenring zu führen ist.

Nicht, daß Lorre es schaffte, dies alles meisterhaft zu entwickeln, es ist seine einzige Regiearbeit, manches an diesem Film ist etwas ungelenk, Lorres eigene Berühmtheit von zweifelhaftem Nutzen für sein Gelingen, aber er läßt sich sehen. Ich verweise zur weiteren Beschäftigung mit dem hiesigen Thema auf den Beitrag Wandel und Anhang.

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